Spring Favorites I: Pastelltöne für den Frühling
Kaum reißt die Wolkendecke auf, ist uns nach Sorbettönen und pastelligen Nuancen im heimischen Kleiderschrank. Viel zu lange dominierten die dunkle Winterjacke und dicke Boots unsere Outfits: jetzt darf endlich wieder geträumt werden! Und diese Saison macht es uns die Mode verhältnismäßig einfach: wir können auf der einen Seite zwischen dunklen Beerentönen wählen, oder uns ganz und gar auf zarte Farben stürzen – und damit machen wir heute einmal den Anfang. Grund genug, mal wieder bei den liebsten Skandinaviern vorbei zu schauen und euch unsere Perlen zu zeigen, die unseren Geldbeutel jetzt schon zittern lassen.
Allen voran Mister Henrik Vibskov mit meinem absoluten Favoriten: dem weißen Kleid aus seiner Sommerkollektion. Oweia, ist das Zucker. Weiterlesen »
Pre-Fall 2013: Céline – Phoebe Philo kreiert die perfekten Zweiteiler
Sogenannte Klassiker im Kleiderschrank können uns gelegentlich schon mal in den Wahnsinn treiben: Das kleine Schwarze, bitte mit perfektem Sitz, die super gut sitzende Jeans samt der richtigen Waschung oder der locker leichte Blazer, den wir mal eben fix über unsere Schultern werfen und mit dem wir jedes Mal ein ganz easy wunderbares Outfit zaubern. Jaja, der Rat der Experten ist meist der Gleiche und doch schaffen wir es irgendwie nicht, unter anderem dieses eine, perfekte weiße Shirt zu finden und damit einfach immer astrein auszuschauen.
Mit Zweiteilern ist das im Prinzip nichts anderes – vielmehr gibt’s hier einen erhöhten Schwierigkeitsgrad: Nicht nur Blazer, sondern auch die Hose braucht den perfekten Fit, und die wiederum müssen im Einklang miteinander funktionieren. Phoebe Philo scheint für Céline spielend einfach gleich alle Probleme aus dem Weg zu schaffen, denn ihre Pre-Fall Kollektion für 2013 beeindruckt mich so sehr mit neu interpretierten Klassikern, dass ich wirklich heulen könnte, dass zwischen ihr und mir, aus finanziellen Gründen, vorerst leider kein Traumpaar wird. Perfektion in jedem Outfit, Tradition und Moderne im Mix – besohlt mit so wahnsinnig schönen Plateaus. Hach, Phoebe. Weiterlesen »
Today’s Dreamteam: Sport Shirts + Mäntel – Machen oder sein lassen?
Inzwischen kann man den Ausdruck “Neue Sportlichkeit” kaum mehr ertragen. Die halbe Modewelt kombiniert Sneaker zu Seidenkleidchen, Baseball Caps zum Schößchen-Rock und College Jacken zu High Heels. Das “Neu” kann man also getrost streichen. Worauf ich allerdings keineswegs verzichten mag, ist das schamlose Zelebrieren dieser Lässigkeit, die wohl gerade bei uns Deutschen ein wenig für das Lockern des Stocks im Hinterteil sorgt. Egal wie oft man jetzt schon Nike, Adidas und Co an waschechten Fashionistas bestaunen durfte, egal wie übersättigt wir inzwischen ob all der sportiven Editorials sein müssten – all das tut unserer Liebe keinen Abbruch.
Christel kombiniert das Jungs-Shirt zum Leo-Mantel, Madame Nr. 2 setzt auf die schlichtere Variante. Und welche Variante gefällt euch nun besser? Oder eher: Was haltet ihr überhaupt von diesem Stilbruch?
Der transparente V-Ausschnitt – Machen oder sein lassen?
Bilder via Summerlisten, American Apparel, Mango, frontlineshop.
Ein V-Ausschnitt, der tiefe Einblicke gewährt. Zart verhüllt mit schwarzer Spitze, die die Brüste ganz leicht bedeckt – unser heutiges Objekt der Begierde kommt ausnahmsweise hocherotisch daher, ohne vulgär zu wirken und versteckt nur das Nötigste. Normalerweise gehören wir nicht zu den tief einblickenden Mädchen, doch dieses Oberteil hat es uns tatsächlich angetan. Jüngst entdeckt auf dem Blog der Madame Summerlisten und zuletzt bei Anna Wegelin aka Lachbrötchen – selten hat mich ein Oberteil so von den Socken gehauen, wie bei der frontlineshop Fashion Show vergangene Woche.
Ein komplett schwarzer Look: ein langer Rock bis zum Bauchnabel gezurt und vielleicht noch ein verhüllenderer Mantel drüber. Ohne Frage, dieser Ausschnitt zieht nicht nur alle Blicke auf sich, er wird mit Sicherheit auch nicht jedem gefallen. Aber vor allem: Nicht jeder wird ihn tragen können – der BH darf sich bei diesem Oberteil also unbedingt mal eine Pause gönnen. Na, wer kann sich damit anfreunden? Mutige vor: Machen oder lieber sein lassen? Weiterlesen »
London Fashion Week: Burberry Prorsum S/S 2013 – Im technoiden Märchenwald
Um es gleich vorweg zu nehmen: Eigentlich ist Sarah wohl die jenige von uns, die sich viel eher mit den Kreationen von Burberry Prorsum identifizieren kann. Umso konzentrierter schaute ich mir allerdings den Live-Stream der Show an, denn ich will sie einfach begreifen, diese Faszination für das britische Brand.Im Gegensatz zum letzten Mal, als ich übersättigt von all den Eulen-Prints und Schößchen nahezu komatös vor dem Bildschirm saß, versank ich gerade eben zumindest bis zum Bauchnabel in der schillernden Burberry Prorsum-Welt.
Natürlich habe ich so kurz nach Beendigung der Show keinen blassen Schimmer davon, was sich Chefdesigner Christopher Bailey tatsächlich bei seiner Kollektion für das kommende Frühjahr gedacht haben mag – alles, was mir bleibt, ist also mein persönliches Kopfkino. Und das beginnt bei Arielle und ihrem Königreich unter Wasser: Kräftige Grün- und Blautöne, geradewegs aus dem Südsee-Paradies auf den Laufsteg katapultiert, reihen sich an Pink und Rot wie es sonst den seltensten Fischarten vorbehalten ist. Dann sind da noch all Farbverläufe und plötzlich kommt mir der Trench Coat gar nicht mehr so klassisch vor. Ein kurzes Klicken im Kopf und ich erspähe die Sonnenbrillen, die mich viel eher an Morpheus uns seine Matrix erinnern, statt an Arielle und ihre Schwestern. Zurück ins Jahr 2000, vielleicht noch ein bisschen weiter, und plötzlich bin ich in einem anderen Film gefangen. Technotechno, Farbrausch und ein bisschen Zukunft. Büromode für das Arbeiten auf dem Mars. Doch dann kommt Rotkäppchen, mit silbernem Cape, dicht gefolgt vom Fuchs im rostfarbendem Gewand. Plötzlich Plastik und Silhouetten wie vom Mond, bloß viel romantischer, weiblicher, durch all die altbekannten Schößchen. Das Tannengrün macht die Geschichte komplett: Wir sind im Märchenwald gelandet, bloß wurde dieses Märchen hier noch lange nicht geschrieben, sondern vorgedacht um irgendwann einmal real zu werden. Weiterlesen »
Trend: Peplum Skirts für den Winter – Do oder Don’t?
Burberry Prorsum, Stine Goya, Auswahl, Burberry Prorsum, Marc by Marc Jacobs.
Designer umschmeicheln unser Hüften spätestens seit diesem Sommer mit Schößchen: Egal ob Tops, Blusen oder Blazer – nahezu jedem Oberteil stehen diese zarten Raffungen und konstruierten Variationen dieser Tage besonders gut. Alle voran verzauberte uns Meisterin der Peplums Stine Goya mit ihren Kreationen, die schon vor vielen Saison auf die Rüschenzierde setzte und auch für die kommenden Linien nicht daran denkt, damit aufzuhören.
Peplums haben sich aber nicht nur bei der skandinavischen Designerin durchgesetzt – die internationalen Kollegen zogen fix nach und sorgten schlussendlich dafür, dass Schößchen wieder salonfähig wurden und nicht länger an prächtige Roben vergangener Blaublüterinnen erinnern. Burberry ging zur vergangenen London Fashion Week nun einen Schritt weiter und zierte nicht nur Mäntel und Kleider mit den hübschen Schößchen, sondern vor allem Bleistiftröcke – und nun ziehen die Modeketten nach und kopieren was das Zeug hält. Aber können wir Peplum Skirts überhaupt tragen, wirken die Rüschen am oberen Bund nicht viel zu kitschig und überhaupt: wird die Hüfte vielleicht doch zu sehr betont und das Ausführen ist höchstens bei Modelkindern empfohlen? Was meint ihr: Schößchen-Röcke – Machen oder sein lassen? Weiterlesen »
CPH Fashion Week: Stine Goya eröffnet “LA PARADE MERVEILLEUSE” für den Sommer 2013
Alle Bilder @ Copenhagen Fashion Week ®
Sie ist die Meisterin der Schößchen und Pudertöne, perfektioniert ihr Handwerk Saison für Saison und verlässt sich auf ihre romantische Ästhetik – ja, manch einer könnte behaupten, dass das nach vielen Jahren langweilen könnte und die Dänin Stine Goya sich doch auf bislang ungewohnte Gefilde aufmachen sollte. Blödsinn, sagen wir. Denn wer es jede Jahreszeit aufs Neue schafft, den Nagel auf den Kopf zu treffen und Kreation um Kreation neue Lieblinge zu zaubern, der sollte genau das machen, wonach ihm der Sinn steht – und das scheint auch Frau Goyas kleins, feines Geheimrezept zu sein.
Seit 2006 weiß die junge Mama nämlich ganz genau, was ihre treue Anhängerschaft liebt und verändert nur minimalst ihre Linie – jedoch mit großartigen Ergebnissen. La Parade Merveilleuse ist ihr neuester Streich und wir sind, wie könnte es anders sein, völligst aus dem Häuschen. Komplettlooks, die bezaubern, zarte Muster, die unaufdringlich und zugleich so großartig daher kommen, ebenso wie zarte Goldtupfer, die wohl dosiert jeden Look besonders machen. Parade frei für Harlequins, psychedelische Färbungen, zauberhafte Karusselprints, pastellfarbene Karos und verschwommene Zirkusfiguren, für ausdruckstarke Farbwelten und Puderträume! Weiterlesen »
Recap: Mit Jules Mumm und unseren Gewinnerinnen bei Kaviar Gauche!
Kaviar Gauche – schon allein der Name löst in unseren Köpfen feenhafte Traumtänzer-Assoziationen aus. Nur diesmal, da geht es zwar auch um fliegende Geschöpfe, allerdings entfernen wir uns ein klein wenig von surrealen Phantastereien und wenden uns stattdessen der Natur zu. Denn wenn uns nicht alles täuscht, dann lieferte die Biene eine ganz schön große Portion Inspiration für die kommende Frühjahrskollektion des Berliner Designerduos. Ein paar technoide Details wie mit Transparenzen gespickte abstrahierte Waben, architektonisch anmutende Schößchen und kugelförmige Tüll-Visionen waren nicht die einzigen Finessen, die uns an die sonst eher gefürchteten Fliegetierchen erinnerten: Zu allerletzt betrat schließlich auch die Bienenkönigin den Runway – in zitronengelb/weißer Traumrobe.
Dank Jules Mumm konnten wir sogar zwei von euch mitnehmen zur Herzschlag-verdoppelten Schau: Sophia und Natalie schmachteten also ebenso wie wir am Laufsteg-Rand. Da könnte man glatt ans Heiraten denken, wenn man denn nicht so radikal-realistisch veranlagt wäre. Wir hoffen, das Gläschen Sekt zum Abschied war nicht das letzte, das wir gemeinsam haben klingen lassen, ihr Lieben. Vielleicht bis zum nächsten Mal!
Vorbeigeschaut: H&M Open House – die A/W 2012 Trend-Kollektion & das Lookbook
Photographer: Kacper Kasprzyk
Der Winter 2012 im Hause H&M wird vor allem eines: ganz schön detailverliebt. Denn geht es nach dem schwedischen Modehaus, greifen wir im kommenden Winter nicht bloß nach langweiligen Wollpullis, sondern setzen auf paillettenbestickte Stücken, perlenbesetzte Accessoires um Kragen und Ketten, und bunte Glassteinchen auf Ärmeln, Caps und Schulterpartien – die allesamt um die Wette strahlen. Und warum überhaupt in dunkle Cardigans einhüllen, wenn gesteppte Blousons ebenso vor der Kälte schützen, Collegejacken in warmem Bordeaux glänzen oder ein Tweedmantel unser neuester Lieblingsbegleiter im Herbst werden könnte?
Es sind nicht zuletzt die dominierenden Accessoires, die uns heute im Gedächtnis hängen geblieben sind: Schößchen aus Leder, ein steinchenbesetztes Kurztop, das man vielleicht auch vorsichtig als elegantes Geschirr oder erweiterten Kragen betiteln könnte, zig Perlenketten und geliebte Troddeln sowie funkelnde Pailletten, Glitzer und ganz viel Gold.
Aber keine Sorge: Für jene unter euch, die es ein bisschen reduzierter mögen und nicht so sehr auf H&M’s Blingbling Offensive stehen, dürften wir ebenso das ein oder andere Objekt der Begierde abfotografiert haben: Weiterlesen »








