Home away from home

Der erste Eintrag und dem Titel entgegengesetzt stelle ich nicht die Wahlheimat Amsterdam vor. Ich stelle nicht mal uns Schreiber vor und überhaupt schreibe ich gerade nur, weil ich eigentlich gerade was anderes machen sollte: ein Buch für die Masterarbeit zu Ende lesen. Die Stadt, was uns hier so über den Weg läuft und daheim auf den Bildschirm kommt, hoffen wir nach und nach mit jedem Eintrag vorzustellen und festzuhalten (und das offizielle wer sind wir folgt noch drüben bei Sarah und Nike).
Ich blätterte also gerade durch Albert Boswijks Economie van Experiences (frei übersetzt Die Wirtschaft der Erlebnisse) und stieß auf die Unterscheidung zwischen drei “Orten” (Boswijk bezieht sich dabei auf ein Buch von Christian Mikunda):
Der erste Ort sei das eigene zu Hause (der Ort, den man selbst eingerichtet hat und welcher den eigenen Charakter und Lebensweise ausdrückt). Der zweite Ort sei der Arbeitsplatz (zum wohlfühlen und produktiven Arbeiten entworfen) und der dritte Ort ist laut Mikunda praktisch das Home away from home: der Ort, der nicht das eigene Heim, nicht der Arbeitsplatz, sondern unser Lieblingsplatz ist. Die Orte an denen wir uns mit anderen treffen, uns wohlfühlen, ausspannen, aber auch neue Eindrücke sammeln und neue Leute kennenlernen können.
Laut Buch suchen oder finden die Bewohner einer Stadt ihre eigenen Treffpunkte, jedoch können Städte diese dritten Orte auch kreieren oder fördern, alles um Bewohner (und ich denke auch mal Besucher) zusammenzubringen und Kreativität zu unterstützen. Das “wie” überlasse ich Herrn Mikunda, denn ich mag den Eintrag hier nicht zu sehr wie Unigeschreibsel aussehen lassen. Aber: die Zentralbibliothek von Amsterdam wird als Beispiel eines dritten Ortes genannt und das fand ich nun wiederum mitteilenswert.

Zum einen schreibe ich meine Arbeit für die Bibliotheken der Stadt und zum anderen brachte mich der Buchabschnitt dazu nachzudenken, was denn nun für mich dritte Orte in Amsterdam sind (egal ob diese nun für mich “kreiert” wurden, oder ich diese selbst fand).
Woran ich gleich denken musste ist “unser” Sitzplatz gleich am Wasser um die Ecke, ein paar Minuten zu Fuss von der Wohnung entfernt. Kitschig den Sonnenuntergang ansehen, zu zweit, mit Freunden, dabei was trinken, reden, oder nicht reden und einfach nur genießen.

Andere dritte Orte (also ich nenne sie mal ganz unwissenschaftlich schöne Orte) stellen wir nun also regelmäßig oder unregelmäßig, mal kurz und mal lang hier vor. Danke an Sarah fürs Einladen und das Einrichten unseres Jane Wayne Ortes.
Und was ist Euer liebster dritter/schöner Ort?
Groetjes,
Evelyn
Tags: Albert Boswijk, Amsterdam, Christian Mikunda, Home away from home, Ij, Jane Wayne, OBA


