Jessica Weiß & ihre Kinderschuhe

– 29.09.2010 um 16.00 – Lovely Lovelies

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Die  Plattensammlung, das geliebte Schmuckkästchen von Oma, oder die alte Bank im Stadtpark – Jeder von uns hat ein Lovely Lovely. Einen Ort, an den wir immer wieder zurück kehren, kleine Schätze, die wir niemals hergeben würden. Ein Lieblingsstück, dass uns so sehr am Herzen liegt, dass wir ihm große Krokodilstränen nachweinen würden.

2007 gründete Jessica Weiß den heute erfolgreichsten deutschen Modeblog Les Mads. Aber die Arbeit schieben wir an dieser Stelle für einen kurzen Moment beiseite. Es geht um Jessie. Nicht um das Gesicht von Les Mads, sondern um den Menschen dahinter. Und um das, was sie gern hat: ihre allerersten Kinderschuhe.

“Eigentlich habe ich keine Gegenstände, an denen ich extrem hänge oder denen ich nachheulen würde, wenn sie abbrennen würden. Alles, was mir wichtig ist, liegt auf anderen Ebenen. Meine Kinderschuhe sind das einzige, was ich wirklich immer mitgenommen hab, wenn ich umgezogen bin. Ich glaube, irgendwo noch meine Milchzähne aufbewahrt zu haben… aber das war es dann auch schon und eigentlich braucht die ja auch kein Mensch. Die Elefanten-Schühchen, die hab ich immer mitgenommen und sie bekommen auch immer ihren eigenen Platz.  Ich habe sie bei Umzügen mitgenommen, weil das etwas ist, was man nicht wegschmeißen kann. Normalerweise kann ich mich von Dingen trennen… Vielleicht weil meine Mutter auch nie viel aufbewahrt hat von sich. Schade, denn wenn ich jetzt daran denke, welche Klamotten ich jetzt noch von ihr tragen könnte! Aber die Schuhe,  die hat sie aufbewart. Da muss ich meinen Eltern danken – und das muss ja auch honoriert werden. “

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….. FREUNDEBUCHEINTRAG # 1

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Jessie setzt sich an einen großen Schreibtisch, im Rücken den Ausblick auf das bunte Treiben der Straße. Sie schiebt ihren Laptop beiseite und greift nach einem roten Stift, um sich in unserem Freundebuch zu verewigen. “Ich weiß wirklich nicht, wann ich das letzte Mal in so ein Album geschrieben hab.” Nee, wir auch nicht. Wir kramen in Erinnerungen und kommen zu dem Schluss, dass irgendwie alles anders kommt, als man früher dachte. Ist auch gar nicht schlimm, denn sonst würde die Wahlberlinerin heute nicht im 5. Stock des Burda Verlags sitzen und genau das machen, was sie glücklich macht.

.Jane Wayne: Wie sieht ein Tag in deinem Leben aus?

Jessie: Ich stehe um acht auf, radel um neun ins Büro, hole mir einen Bagel und einen Latte Macchiato. Und dann sitze ich hier im Büro. Zuerst lese ich den Reader, beantworte dann ein paar Emails, fange an Artikel zu schreiben und kümmere mich um meine Nebenprojekte – eigentlich habe ich einen ganz normalen Büroalltag.

JW: Und wann gehst du heim?

J: Manchmal fahr’ ich schon um 4 nach Hause und mache von da aus weiter. Oder ich sitze bis 7  hier. Aber auch dann mache ich zu Hause noch weiter.

JW: Hast du dann überhaupt ein richtiges Wochenende?

J: Jein. Ich war die letzten Monate viel unterwegs und auf Reisen. Aber mittlerweile vesuche ich am Wochenende wirklich frei zu haben.

JW: Wo würden wir dich finden, wenn es Les Mads nicht gäbe?

J: Nach Berlin wollte ich schon immer. Aber vermutlich hätte ich nochmal studiert. Vielleicht sogar was anderes.

JW: Was ist das abgefahrendste, was dir in letzter Zeit passiert ist?

J: Das war, als wir den Lead Award gewonnen haben, weil ich wirklich nicht damit gerechnet hätte. Ich glaub, da war ich zum ersten Mal richtig auferegt.. Ich hab wirklich vergessen, was ich auf der Bühne gesagt hab. Eigentlich bin ich ganz gut in solchen Sachen, aber das war ganz schön krass. Natürlich ist das Feedback, was man bekommt auch jetzt noch heftig. Und die Reisen die man macht. Im negativen Sinne abgefahren ist, dass mein Leben immer nur Les Mads ist. Nicht Job und Privatleben, sondern immer nur Les Mads.

JW: Kannst du gut mit Kritik umgehen?

J: Ja. Es sind fast 4 Jahre, in denen ich das jetzt mache. Das erste Jahr ist hart, das 2. Jahr ist hart, beim dritten ist schon alles wurscht. Es ging bisher nur ins Eingemachte, wenn es um Lügen oder Gerüchte ging. Oder wenn der Verlag mit reingezogen wurde. Das nervt. Aber wenn jemand meine Outfits doof findet, das ist nicht schlimm.

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Wie viele Schuhe besitzt du?

Sommer und Winter zusammen: Vielleicht 30 Paar.

Was bedeutet Stil?

Wohl fühlen.

Dein Lieblings-Kleidungsstück?

Eine Bluse von Diana Orving.

Deine schönste Kindheitserinnerung?

Ich habe viele, ich war ein glückliches Kind!

….entscheide dich…

Laut oder Leise?

Hmm.. laut!

Hell oder dunkel?

Dunkel.

Süß oder Sauer?

Ich ess alles, was mir ihn die Quere kommt! Aber eher süß.

Schnaps oder Bier?

Schnaps. Ich mag gern Vodka.

Kaffee oder Tee?

Latte Machhiato.

Mottoparty?

Ich hab mal eine Comicparty mit Superhelden gemacht. Ich war Batgirl. Ich hab das für meinen Freund gemacht, weil der Comic-Fan ist. Und er war Naruto. Heute sind wir 4 Jahre zusammen!

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Interview: Sarah Gottschalk & Nike van Dinther

Fotos: Nike van Dinther

4 Kommentare

  1. jen

    sehr süß und sympathisch wie immer!
    (aber einmal Korrekturlesen wäre vielleicht doch nicht das Schlechteste gewesen, sind ein paar Fehler drin, liebe JaneWaynes! :) )

    Antworten
  2. Pingback: Blog des Monats Jaenner – ThisIsJaneWayne.com

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