Lesestoff: Augusten Burroughs “A Wolf at the Table”
Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die sich von Buchcovern entweder extrem angezogen oder enorm abgestoßen fühlt. Daher dauerte es eine Weile, bis ich zum ersten Mal nach einem Buch von Augusten Burroughs griff. Ergo: Optik und eingedeutschter Buchtitel sind zum davonlaufen. Ich rede von “Krass”, einem gewöhnungsbedürftigen Werk des in den USA lebenden Autors, das dessen Jugend rabenschwarz nachzeichnet. Mein Urteil fiel überraschend gut aus, weshalb ich mich dieser Tage fragte, was eigentlich aus seinen zuletzt aufgeschriebenen Memoiren “A Wolf at the Table” geworden ist.
Das Buch geht intensiv und schonungslos auf das gestörte Verhältnis zwischen dem kleinen Augusten und seinem Alkoholiker-Vater ein – man weiß nicht recht, ob man weinen oder lachen soll, in jedem Fall aber vermag es der schnoddrig leichte Ton der Lektüre, eine Geschichte zu erzählen, die sich fernab von platten Familiendramen abspielt. 2008 sollte das Werk auch in deutscher Übersetzung erhältlich sein – ich warte allerdings noch immer darauf. Ob es jemals so weit sein wird, ist fraglich, daher lege ich euch bisweilen schonmal die englischsprachige Version ans Herz. Trotz des beschissenen Titels empfehle ich dennoch, vorab “Krass” zu lesen – schon allein, weil der verrückte Psychiater nicht bei “A Wolf at the Table” vorkommt.
Tegan von Tegan & Sarah hat “Wolf at the Table” sogar ein Lied gewidmet:
Verwandte Artikel:
- » Angehört: Sea Wolf – Wicked Blood
- » Buchtipp: Wie sehr muss man sich eigentlich noch verstellen, um endlich natürlich rüber zu kommen?
- » Lieblingsbuch der Woche: Jean-Paul Sartre – Zeit der Reife
- » Angehört: Dominant Legs – Young at Love and Life
- » Erfrischende Prints und Illustrationen von Peggy Wolf






der film war ein graus, aber die bücher hab ich verschlungen.. aber langsam bräucht er mal ein neues thema ^^