Joy Denalane & ihre ganz persönliche Session

17.05.2011 Lovely Lovelies

Lovely Lovelies können uns glücklich machen, sie können uns nachdenklich stimmen oder reflektieren lassen. Sie können sowohl für viele Menschen eine große Bedeutung haben oder nur einem selbst wichtig sein. Was wir aber alle mit den persönlichen Schätzen verbinden? Eine einzigartige Beziehung zu ihnen. Etwas zu schaffen, andere glücklich stimmen zu wollen und darauf mächtig stolz zu sein, kann also genauso zum Lieblingsstück avancieren wie Kindheitserinnerungen oder unsere ständigen Begleiter. Und somit Trommelwirbel und ein lautes Hallo an unsere wunderhübsche Jane No 7: Joy Denalane, die ihr selbstgemachtes Lieblingsstück gleich mit im Gepäck hat!

Man könnte schon fast sagen, ein Teenager-Wunsch der Janes geht in Erfüllung: Unsere Faszination zu der Sängerin begann nämlich bereits im Jahr 1999 als unsere geliebte Truppe um Max Herre für ihr Duett den richtigen Gegenpart aussuchten: Joy Maureen Denalane. „Mit Dir“ sollte nicht nur der absolute Sommerhit werden, er sollte sich auch für ewig in unsere Herzen singen. Nicht nur verträumte Mädchenherzen wurden berührt, allerorts wollten Mädels auch ausschauen wie Joy, ihre hübschen Korkenzieherlocken auf dem Kopf tragen und Typen wie Max Herre mit einer solchen Stimme bezirzen – aber es passierte mehr im Sommer ’99: auch Jungens konnten dem lässigen Liebeslied etwas abgewinnen, zumindest Max’ Part mitsingen und „Time of My Life“ bekam ernstzunehmende Konkurrenz.

Heute, 12 Jahre später, ist es noch immer diese Magie, die uns umgibt, wenn wir Musik von Joy Denalane hören und umso mehr haben wir uns gefreut, ein kleines Date in ihrem straffen Promo-Zeitplan zu ergattern und die Frau kennenzulernen, die uns schon mit 13 Jahren so verzauberte. Am vergangenen Freitag erschien Joys lang ersehnte Single “Niemand (Was Wir Nicht Tun)” aus dem mit Spannung erwarteten Album Maureen, dass am 20. Mai die Plattenläden stürmt. Hier findet ihr ein weiteres Mini-Interview von uns mit ihr und erste Infos zu ihrer musikalischen Reise. Heute aber soll es mal vordergründig nicht um die Arbeit gehen, sondern um die Person Joy Denalane.

‚In Session‘ – die komplette Playlist:

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„Mein derzeitiges Lovely Lovely hat natürlich auch etwas mit meinem neuen Album zu tun: Meine persönliche Aufnahme ‚In Session‘. Es ist ein schönes Projekt geworden, was so unverhofft begonnen hat. Max hatte den Vorschlag und meinte: „Warum nimmst du nicht einfach mal das auf, was du da arbeitest und sich mal so zu zeigen, wie du einfach bist?“. Also ganz pur, so wie ich bin. Und ich finde das Ergebnis einfach wahnsinnig toll, weil es so nahbar ist. ‚In Session‘ ist eben echt, zwar durchkonzipiert, aber kein Video, wo man wahnsinnig geschminkt und ikonisiert wird, sondern eben ganz nah ist und auch die Zuschauer ganz nah an sich ran lässt. Das finde ich sehr spannend und deswegen liebe ich das Ergebnis! Ich bin sehr froh darüber, dass ich das gemacht habe und schaue es mir auch selbst gerne an. Ich definiere mich über die Live Sessions – das ist genau das, was ich an meinem Job so liebe! Eben die Fehlbarkeit, die Imperfektion und Dinge nicht immer auf den Punkt zu bringen.“

Es ist ein Promo-Marathon, den Joy im Moment absolviert. Doch auch wenn sich Interview-Termin an Interview-Termin reiht, die Fragen sich wahrscheinlich ohne Ende doppeln, ist die von MTV ernannte „Queen of Soul“ wahnsinnig entspannt, sympathisch, lächelt und singt pausenlos. Sie nimmt sich Zeit, greift zur blauen Farbe und trägt sich als neueste Freundin in unser Freundebuch ein – plaudert über ihre kleinen materiellen Ticks, über Glück und Kindheitserinnerungen. Liebe Joy, wir finden dich heute mindestens immer noch genauso umwerfend wie damals. Vielleicht sogar noch ein bisschen umwerfender.

….. FREUNDEBUCHEINTRAG # 8

Jane Wayne: Neben dem Liveprojekt – Gibt es denn noch andere, ganz konventionelle kleine Schätze, ohne die eine Joy Denalane nicht leben mag?

Joy Denalane: Ja definitiv, diesen wunderschönen Saphir-Ring aus den 20iger Jahren zum Beispiel. Den habe ich wirklich sehr gerne! Und ich habe ihn mir selbst gekauft. Ich kaufe mir überhaupt sehr gerne Schmuck, lass mich aber natürlich auch gern beschenken, so ist es nicht. Darüber hinaus kann ich nicht ohne Lipgloss und Labello leben. Ich bin süchtig danach! Diese drei Glosse habe ich im Moment ständig dabei. Ohne die geht nichts! Ich leide darunter schon seit frühester Kinderheit – damals aber noch ohne Farbe. Und ich kann nicht ohne Bücher und komme aus Buchläden nicht ohne eine neueste Errungenschaft heraus, außer er ist so richtig schlecht sortiert. Ich lese einfach gerne Belletristik und könnte sie verschlingen.

JW: Wenn du jetzt gerade nicht mit uns in diesem Interview verharren würdest, wo würden wir dich treffen?

Joy: Es gibt so einen Kunstsammler, der hat seinen Laden in Berlin in der Meierottostraße am Fasanenplatz und da habe ich gestern drei Stunden verbracht. Der ältere Herr dort hat einfach wahnsinnig viel Ahnung von Kunst und ich bin eigentlich nur reingelaufen, um mir eine bestimmte Arbeit anzuschauen und wie es so ist – einfach nicht mehr rausgekommen. Ich saß hinterher mit ihm auf dem Sofa und er hat mir sehr viele Arbeiten gezeigt, die er in seinem Laden verkauft. Es war wirklich ganz toll da und ich würde sofort wieder hineinrennen. Wahrscheinlich würde man mich also dort im Moment finden!

JW: Was hast du schon lange nicht mehr gemacht, brennst aber darauf, es endlich wieder zu tun?

Joy: Oh, ich war lange nicht mehr reiten! Vergangenes Jahr im Winter war ich das letztes Mal. Ich bin jetzt keine leidenschaftliche Reiterin, aber ich nehme manchmal Unterricht bei meiner Schwester, die Reitlehrerin ist. Ein sehr schöner Sport, der viel zu oft viel zu kurz kommt!

JW: Wir beamen uns zurück in deine Kindheit: Was wollte die kleine Joy eigentlich einmal werden?

Joy: Ich wollte unbedingt Stewardess werden, habe aber irgendwann selbst gemerkt, dass das doch nichts für mich ist!

JW: Wir bleiben in den Kindertagen: Was ist deine schönste Kindheitserinnerung?

Joy: Uh, da gibt es wahnsinnig viele! Aber eine sehr schöne Erinnerung war, als ich den Ehering meiner Mutter tragen durfte und ich ihn beim Spielen draußen verloren habe. Ich war wirklich untröstlich darüber, weil ich natürlich wusste, welche Bedeutung ein Ehering hat. Es ging mir einfach so schlecht und ich habe mich kaum getraut, es meiner Mutter zu sagen – führte aber natürlich kein Weg daran vorbei! Ihre Reaktion, und das ist die schöne Erinnerung daran, war: „Du, man weint doch nicht über materielle Dinge, die man verliert. Das hat doch überhaupt keine Bedeutung im Verhältnis zur Gesundheit oder dem glücklichen Leben. Es ist schon schade, dass dieser Ring jetzt weg ist, aber es ist gar nicht schlimm!“ Das ist mir einfach hängen geblieben und ich fand es wahnsinnig großherzig und großzügig! Gerade Kindern kann man so schnell ein schlechtes Gewissen machen und sie war einfach so lieb und hat toll reagiert – das schlechte Gewissen trug ich aber weiter.

JW: Wenn du einen Tag tauschen dürftest, in welche Rolle würdest du schlüpfen wollen?

Joy: Ich wäre gerne einen Tag lang Stevie Wonder, weil er einfach geeeniale Musik in seinem Kopf hat. Und weil er alle Instrumente spielen kann!

JW: Das schönste Geschenk, was du jemals bekommen hast?

Joy: Meine Kinder natürlich, da muss ich gar nicht weiter nachdenken! Und materiell gesehen natürlich Schmuck. Ich habe verdammt schöne Stücke, die mir sehr am Herzen liegen.

JW: Mit Schmuck kann man dich also glücklich machen. Aber wie definierst du Glück und was macht dich noch glücklich?

Joy: Glück ist für mich in einer ähnlichen Familie wie die Freiheit angesiedelt. Ich denke, beides hat man irgendwie, wenn man sich komplett und ausgefüllt fühlt. Glücklich machen mich alle möglichen Dinge und Situationen. Musik macht mich sehr, sehr glücklich. Es gibt Momente, da entdecke ich ein Lied für mich und dann kann ich mein Glück kaum fassen. Ich höre zu Hause nicht so viel Musik, aber wenn ich unterwegs bin, konsumiere ich nur Musik – beim Autofahren, beim Laufen mit Kopfhörern, beim Sport machen. Und wenn ich dann einen Song entdecke, den ich eigentlich schon die ganze Zeit auf einer Platte habe und ihn aber zum ersten Mal entdecke, dann bin ich so richtig glücklich!

Manchmal würde ich gerne meine Kopfhörer abnehmen und den Leuten auf der Straße zeigen, was ich da gerade höre: „Ihr müsstest jetzt hören, was ich gerade höre!“ Fantastisch.

JW: Das Abgefahrenste, was du in deinem Leben bisher gemacht hast?

Joy: Ich weiß nicht, wie abgefahren das ist, aber mein Spielplatz war früher eine verbotene Baustelle. Meine Eltern wussten das natürlich nicht und wir sind statt auf den richtigen Spielplatz immer auf diese Baustelle gegangen und haben dort gespielt. Natürlich nur, weil es verboten war.

JW: Wie muss man sich das bei euch vorstellen, als Kind aus dem Hause Denalane/Herre – ist Musik ein ganz krasser Bestandteil des Lebens, und den Kinder wird Musik so richtig eingeflößt oder denkt man: „Ich habe meine Erfahrungen damit gemacht, mach du sie auch, ich will euch damit jetzt gar nicht penetrieren?“ Oder macht man das vielleicht automatisch?

Joy: Es ist natürlicher. Musik ist einfach ständig dabei. Max hört einfach sehr viel Musik und die Kids hören da einfach mit. Mittlerweile gehen sie auch mal mit ins Arbeitszimmer und ziehen sich da gerne mal Musik raus. Aber sie haben ihre eigenen MP3 Player und haben auch ihren eigenen Geschmack entwickelt. Sie hören viel Michael Jackson und HipHop, wobei sie das sicher von uns haben, aber das was in der Schule gehört wird, ist natürlich mit da drauf – und da ist unsere Meinung auch egal! Und das ist ja auch gut so. ABER sie müssen ein Musikinstrument lernen und üben fleißig Klavier. Nicht, weil sie jetzt wegen Mama und Papa Musiker werden sollen, sondern weil ich das einfach sehr bereichernd finde.

JW: Welche Musik hast du mit 16 gehört?

Joy: Sade, Mary J. Blige, – also auch im weitesten Sinne Soul Musik.

JW: Und heute?

Joy: Ich habe gerade so ein Stevie Wonder Revival, aber ich finde Adeles Stimme auch wahnsinnig schön!

JW: Ein Wunsch, den du dir noch unbedingt erfüllen möchtest?

Joy: Dass meine Kinder ordentlich durchs Leben kommen. Das wäre wirklich mein größter Wunsch. Dass sie nicht zu weit über die Strenge schlagen, so dass sie nicht mehr zurückfinden. Das wünsche ich mir von Herzen.

JW: Was bedeutet dir Mode?

Joy: Auch sehr viel. Es gibt Phasen, in denen bin ich nicht sehr versiert, sondern konzentriere mich eher aufs Musik machen. Dann bin ich jeden Tag im Studio und konzentriere mich absolut nur auf die Musik. Da finde ich keinen Platz für Mode. Aber ich kann sehen, wenn jemand gut gekleidet ist, aus meiner Warte zumindest. Ich lege schon Wert auf Mode darauf. Ich habe auch eigentlich keinen Lieblingsdesigner, stelle aber immer wieder fest, dass ich Chloé ganz gerne mag! Ich finde, die Stücke sehr feminin und die Stoffe sind sehr schön und sehr schmeichelhaft für den weiblichen Körper.

JW: Hast du neben deinem Schmuck- und Lipglosstick noch weitere Must-Haves?

Joy: Ja, definitiv. Taschen und Schuhe! Also ganz klassische Frauenticks.

JW: Wenn du eine Mottoparty schmeißen würdest, welches Motto würde sie tragen?

Joy: Maritim. Und die Gäste sollten in maritimer Kleidung erscheinen. Ich denke, das könnte ganz hübsch aussehen.

JW: Was schätzt du an anderen Menschen?

Joy: Offenheit und Interesse.

Hohe Hacken oder flache Schuhe?
Flach.

Laut oder leise?
Tagesformabhängig.

Hell oder dunkel?
Tagesformabhängig

Süß oder sauer?
Sauer

Kaffee oder Tee?
Beides.

Bier oder Wodka?
Bier.

Kino oder Theater?
Theater.

Kochen oder Essen gehen?
Kochen.

Magazin oder Buch?
Buuuuch.

Sitcom oder deutsche Soap?
Weder noch.

Sonne oder Schnee?
Schnee!

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Sarah Gottschalk

Joy Denalane & ihre ganz persönliche Session

  1. Joyce

    Ich stelle mich vor:
    Ich heiße Joyce Karim, ich bin 15 Jahre alt. Ich komme aus Frankreich und studiere deutsche Sprache. Ich bete deine Website(Gegend) an! Er ist genial! In einiger Zeit(Wetter) werde ich ein Buch der Freundschaft machen sollen. Ich werde auf deine Website(Gegend) sehr bald zurückkehren. Große Küßchen.
    Joyce.

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