Frage des Tages: „Who made your Clothes?“ by Etsy

11.08.2011 Allgemein, Mode

Wie oft werdet ihr von Freunden oder Fremden auf der Straße danach gefragt, woher ihr dieses oder jenes Kleidungsstück her habt? Geschmeichelt geben wir Antwort und nennen den Store, der uns zu diesem Lieblingsstück verholfen hat. Aber mal ehrlich, wie oft wurdet ihr schon danach gefragt, woher eure Stücke genau kommen? Nicht aus welchem Store, von welchem Flohmarkt oder von wem geerbt, sondern wo sie produziert wurden? Ich noch nie. Und selbst muss ich mir eingestehen, dass ich so eine Frage ebenfalls nie zuvor gestellt habe, wenn mich ein Schuh, eine Tasche oder ein anderes Teil in seinen Bann gezogen hat.

Entweder wir hauen immer auf die selben Billigproduzierer oder wir halten uns geschlossen. In den meisten Fällen jedenfalls. Das dachte sich auch unsere liebste Kreativplattform Etsy und hat in einem interessanten Video für ihre Serie Streetsy auf den Straßen New Yorks einmal genauer nachgefragt:”Who made your clothes?” und die anschließend noch wichtigere Frage “Do you care?” hinterhergeworfen. Was die meisten zu Antworten wussten, war erwartungsgemäß nicht so viel.

Streetsy from Etsy on Vimeo.

Auf ihrem YouTube Chanel geht das Projekt weiter und ihr seid gefragt: “Do you know who made your clothes — and do you care?” Antworten könnt ihr in den Kommentaren oder mit einem selbst gedrehten Video. Die fünf “most thought-provoking” Antworten werden schließlich auf dem Etsy Blog veröffentlicht.

Mit diesem Projekt will Etsy nicht mit dem Finger auf uns zeigen, sondern zum Nachdenken anregen. Und das ist leider auch immer wieder bitter nötig, um dieses wichtige Topic nicht aus den Augen zu verlieren und bewusster zu konsumieren.

Wisst denn ihr ganz spontan, woher eure Kleidung kommt und wer sie produziert?

Via ASV.

3 Kommentare

  1. jen

    Na ja, ich weiß, was auf den Etiketten steht. Also Made in xy…
    Wenn man einigermaßen informiert ist, ahnt man bei Länderangaben wie „Cambodia“, „India“ oder „China“, dass da Sweatshops in irgendeiner Form hinterstecken. Toll finde ich das nicht. Aber ehrlich: Da sowas auch in angeblich hochwertigeren Labels wie Acne und Co. steht, kann man sich dagegen kaum wehren – außer, man verweigert sich radikal, und so weit bin ich noch nicht.

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  2. Penelope

    Nachtrag: Diesen Beitrag finde ich natürlich auch sehr lesenswert in dem großen Zusammenhang: „Think global, act local“, und die wichtigste Voraussetzung dafür ist erstmal, überhaupt informiert zu sein, woher das kommt, was wir auf unserer Haut tragen. Bei Lebensmitteln sind wir da schon weiter!

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