Fimtipp für Herbsttage: Restless mit Henry Hopper & Mia Wasikowska

17.08.2011 um 18.03 – Allgemein Film

Zwei Schicksale verbinden sich zu einer Hoffnung und schlagen dem grausamen, immer näher kommenenden Tod mit aller Stärke und geballten Fäusten ins lachene Gesicht. Bangend und zitternd. Dennoch: zwei sind stärker als einer allein.

Wenn Annabel Cotton, gespielt von Mia Wasikowska, auf den emotional angeschlagenen Henry Hopper in der Rolle des Enoch Brae trifft, dann sind es eben solche Schicksale, die fortan zu zweit kämpfen: Annabel hat Krebs im Endstadium, lässt sich ihre schwere Krankheit durch ihre wahnsinnige Leidenschaft, ihre Stärke und ihre Liebe zur Natur aber nicht auf den ersten Blick anmerken, sondern wirkt anmutend schön, gesund und voller Lebensfreude. Der hübsche Enoch dagegen verkriecht sich nach dem Tod seiner Eltern immer und immer mehr und liebt es, die Zeit mit seinem besten Freund, dem Geist und Kamikaze-Pilot Hiroshi zu verbringen. Er versteht ihn und seine Trauer, er beratschlagt und ist immerzu an seiner Seite.

Aus einem flüchtigen Blick bei einer Beerdigung wird aufrichtige Liebe, gemeinsamer Kampf und größer werdende Hoffnung. Enoch setzt fortan alles daran, Annabels wenige Tage zu den schönsten ihres Lebens werden zu lassen – und wir werden mit auf eine Reise voller kindlicher Träume, Herzblut und Liebe genommen, lassen uns von Schmerz und Leiden treffen, als erfahren wir sie am eigenen Leib und müstsen der Ausweglosigkeit ins Gesicht blicken. Schon der Trailer treibt uns Tränen in die Augen.

Regisseur Gus Van Sant (Good Will Hunting, Last Days, Paranoid Park, Milk) verfilmte das Debüt-Drehbuch von Jason Lew, und drehte für uns einen sehr feinfühligen Film, der uns mehr zum Nachdenken anregt.

Es ist nicht nur der Kampf gegen den Tod, es ist gleichzeitig der Kampf ums Überleben, um die Jugend und die Liebe.Es geht um Akzeptanz und die bittere Realität. Um Leben und Sterben und ums Lieben. Denn, so der Film, jeder wird auf seine Art wiedergeboren, aber vor allem die tiefen Gefühle für einander sterben nie.

Wir bleiben tief ergriffen von diesem Drama und fokussieren den 20. Oktober – dann nämlich kommt „restless“ in unsere Kinos.

Bilder via, via und via.

3 Kommentare

  1. Laura

    Warum ist das bisher an mir vorbei gegangen, und sowas nennt sich Filmstudent…. Allein der Name Gus van Sant verspricht schon visuell emotionale Bilderströme, da stimme ich absolut zu.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.