Wochenrückblick

Den Anfang der Woche machte eine recht traurige Nachricht: Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, starb im Alter von 87 Jahren an Altersschwäche. Wir liebten ihn, den Humoristen, der dem deutschen Spießerbürger ein Gesicht verlieh und der durch seine überspitzten und bitterbösen Sketche humorvoll Menschen mimte, die jeder kennt und vielleicht selbst in sich trägt.

„Das Komische ist man selbst“, sagte Loriot einmal. Wohl wahr, Herr von Bülow. Machen Sie’s gut!

Folgendes machte Jane Wayne diese Woche ebenfalls ausfindig:

1. Gewissensfrage: Wenn das Portemonnaie nicht grad prall gefüllt ist, sucht man sich Alternativen, um seine Kleiderwünsche zu realisieren. Aber wie bei Zara und Co. produziert wird, vergessen wir leider viel zu oft. Und wieder stellt sich uns die Frage, was wir eigentlich überhaupt noch kaufen dürfen, um niemandem Schaden zuzufügen.

2. Leben: Jeder Beruf zieht so seine kleinen amüsanten Klischees hinter sich her. Wir Modeblogger sind beispielsweise leicht oberflächlich, konsumgeil und unreflektiert. Aber wie unser Tag genau abläuft, hat Nike einmal für euch zusammengefasst. P.S. Bitte NICHT ernstnehmen!

3. Trend: Schlangen- und Reptilienleder scheint einmal wieder der letzte Schrei. Aus widerwärtige Art und Weise werden den Tieren dafür die Häute bei lebendigem Leib abgezogen. Toller Trend – macht ihr mit? Wir nicht!

4. Modewissen: Nach Wedges und Keilabsätzen sind’s nun die Plateaus, die uns schlaflose Nächte bereiten und Schnappatmung verursachen. Aber wann wurden diese anziehbaren Hochhäuser überhaupt erfunden? Und wieso? Und überhaupt. Nike hat’s herausgefunden!

5. Buch: Für gerade mal 50 Cent erstand Nike Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften” von Irmgard Keun und fand damit ein kleines Wunderwerk, dass uns zurück in vergangene Kindheitsstreiche katapultiert und Zeit zum Träumen lässt.

6. Musik: Bon Iver, Bon Iver. Kaum einer bringt Klang und Stimme so traurig schön in Einklang, gibt regnerischen Tag eine Melodie und lässt unsere Armhaare beim Anhören ein jedes Mal gegen den Wind stellen. Wunderwunderschön.

7. Shopping: Gleich zwei Stores heißen wir in Berlin Willkommen – Weekday No 2 und Inditex‘ Bershka. So wurde sowohl die Mitte als auch der Tauentzien um ein weiteres Shopping-Mekka eröffnet. Wir waren da, haben getestet und geknipst: Schaut mal vorbei, es lohnt sich!

8. Mode: Was sollen wir eigentlich bei diesem Chaos-Wetter tragen? Zwischen Schwitzen und Frieren haben wir einen hübschen Grobstrickpulli gefunden, der zum perfekten Übergangspulli avancieren könnte!

9. Zum Nachdenken: „Sag mal, wird man nicht ein bisschen Plemplem, wenn man tagtäglich nur so dünne ModeModelMädchenBilder sieht?“ -Ja wird man irgendwie, wenn man drüber nachdenkt. Vom Klischee zum Eingeständnis: Der veränderte Blick auf dünne Körper.

 

2 Kommentare

  1. Eva

    „Aber wie bei Zara und Co. produziert wird, vergessen wir leider viel zu selten.“ ich glaub das war anders gemeint, oder? 🙂

    Antworten

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