Unsere Woche in Bildern und die Sache mit dem Singlesein.

26.10.2012 Allgemein, Leben, Wir
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“Her heart was a secret garden and the walls were very high.”

Dieser Satz wurde mir letztens von einer lieben Freundin rüber gereicht, hingekritzelt auf ein altes Kaugummipapier, mit einem listigen Grinsen im Gesicht während der Übergabe. Was sie mir damit sagen wollte: You’re single, not dead. Danke, das verstehe ich. Und: „Sei doch mal wieder offen für Neues“. Ich erzähle das jetzt nur, weil es eigentlich egal ist, ob es nun um mich geht oder nicht. Denn sowas kennt jeder, der je verlassen wurde oder verlassen hat, diese im Grunde genommen sehr gut gemeinten Ratschläge. Das Problem ist nur: Sowas prallt an Solisten grundsätzlich erst einmal ab.

Viel lieber wirft man sich mit dem Kopf zuerst in die nächste Katastrophe, oder aber man schiebt einen Riegel vor diese ganzen Herzdinge und stellt sich in Anwesenheit von Männern schlichtweg tot und demonstriert peinlich auffällig, wie gern man denn allein ist. Dabei liegt die Wahrheit eigentlich irgendwo dazwischen. Single sein kann sich gut anfühlen, Spaß bringen und heilend wirken. Aber eben nicht für immer. Und dann, wenn eine gewisse Zeit ins Land gegangen ist, dann spalten sich Singles plötzlich in unterschiedliche Kategorien auf. Jene, die wirklich leiden zum Beispiel, voller Hingabe. Meist sind das Langzeitsingles mit der größten Berechtigung zum Jammern. Denen darf man irgendwann ruhig raten, dass man sich auch mal was trauen muss. Dass man sich auch vor dem Glück schützt, wenn man versucht, der Scheiße aus dem Weg zu gehen. Am kompliziertesten ist es aber mit jenen, die darauf beharren, sich rundum wohl zu fühlen. Die gern Eisklotz spielen, aber heimlich von Tatort-Abenden auf dem warmen Sofa in trauter Zweisamkeit träumen. Diese Exemplare stehen sich gerne selbst im Weg, verfluchen knutschende Pärchen in der Ubahn, aber hassen es, allein zu schlafen. Jede Bemühung der externen Hilfe durch aufmunternde Worte bringt das Chaos in deren Köpfen allerdings nur temporär unter Kontrolle. Es dauert meist nur ein paar Stunden, bis das nächste Drama per SOS-SMS zur besten Freundin rüber fliegt. Kopfschütteln ist das Einzige, was hilft. Gruppe Drei lebt getreu dem Motto „Fuck the Pain away“. Alles mitnehmen, was kommt. Spaß und Exzess, aber bloß kein Gefühl. Das kann gut gehen. Oder irgendwann zur inneren Leere führen, in einem Teufelskreis münden, aus dem man nur noch schwer ausbrechen kann. Das ist dann wie Drogen nehmen: Erst Euphorie, dann ein ziemlich mieser Aufprall auf dem Boden der Realität. Irgendwann verliebt man sich nämlich doch. Aber dann hat man längst verlernt, damit umzugehen. Statt im richtigen Moment richtig zu Handeln, handelt man im falschen Moment falsch. Und dann liegt plötzlich alles in Schutt und Asche, bevor es überhaupt einen Anfang gab. 

 

Sonntage im Bett mit Tatort und Laptops auf den Bäuchen. Homeoffice 2.0 oder so.

Uralt-Pullover von Lacoste – für dieses Muster trage ich sogar wieder Krokodil auf der Brust. 

Katertag. Wir werden wirklich nicht jünger, das haben uns unsere Körper vergangene Woche spüren lassen. Da hilft nur ein Gesundheitsfrühstück am Nachmittag. <3 

Ich trage seit der Press Days Herzen und Diamanten auf den Fingern (danke an Bold & Fingerbang!), Dena steht auf metallische Farben und hat mir nebenbei erklärt, was es mit Stiletto Nails auf sich hat – faszinierend, was es da alles so gibt.

Unsere Lieblings-Beanies im Herbst stammen von Raised by Wolves (schon diese Cap hatte es uns schwer angetan). 

Und noch ein schönes Zitat aus „Nur wer träumt, ist frei“ von E.W. Heine. 

 

8 Kommentare

  1. Bella Mayer via Facebook

    ahhh, habe ich grade bei Fergie gesehen, zudem Aufgeklebt+Rausgewachsen ………. dislike.

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  2. Leo

    Wieso gehts denn jetzt hier um Stiletto-Nails?
    War eben noch so in deine Worten versunken, da war das Ende irgendwie abrupt 😉
    Was ich eigentlich sagen will: Bitte schreib weiter, Nike. Und mehr. Les deine Texte sehr gerne!

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  3. maike

    ich fand das ende auch sehr abrupt, aber nike: der text ist wirklich nett. mädchenkram, ohne dabei die feder zu tief in die rosarote tinte getaucht zu haben.

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  4. franziska

    ich auch,…. und ich glaube ich habe miene nächste lektüre entdeckt… ich glaube ich gehöre zu den mondsüchtigen…

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