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Unsere Woche in Bildern und ein banaler Gedankengang zum Selbst- und Fremdbild.

10.11.2012, 15.14 | von

bilder der woche 800x532 Unsere Woche in Bildern und ein banaler Gedankengang zum Selbst  und Fremdbild. (uns bei Instagram folgen, klappt so: “sarah_jane”, “nikejane” und/oder “thisisjanewayne” suchen!)

“Those who lack the courage will always find a philosophy to justify it.” Albert Camus. 

Wir befinden uns hier in einem ständigen Zustand der Gratwanderung. Bloggen, auf persönlichem Niveau, das ist ein Balanceakt. Ein Unterfangen, das stets von der Außenwelt kommentiert und bewertet wird, subjektiv und oftmals vergessend, dass virtuelle Worte hier auf reale Personen treffen. Jeder, der sein Gesicht im Internet zeigt, weiß wovon ich rede. Und viele, die darauf verzichten, stützen sich immer wieder auf Aussagen wie diese: “Ihr habt es euch ja selbst ausgesucht.” Wir geben entweder zu viel von uns preis, oder zu wenig. Und vergessen gerne, dass das, was in unseren Köpfen passiert, auf fremde Köpfe oft ganz anders wirkt. Mit jedem unserer Beiträge bietet sich besonders scharfen Beobachtern also eine weitere Möglichkeit der Meinungsbildung. Über uns, über das, was wir hier tun oder auch nicht. Im besten Fall erhofft man sich natürlich, verstanden zu werden. Im schlechtesten Fall gießen wir aber mit jedem neuen Satz und und jedem neuen Bild Dünger auf das Feld, auf dem unsere virtuellen Nicht-Freunde ihre Vorurteile gegen uns züchten.

Manchmal ist es einfach, damit umzugehen, manchmal nicht. Das liegt daran, dass wir nicht anders sind als ihr. Uns gibt es auch im echten Leben. Und jeder verbale Faustschlag trifft uns mitten im Gesicht. Bloß stumpft man mit der Zeit ein bisschen mehr ab und realisiert vielleicht schon vor jedem biestigen Kommentator: Das hier, das ist nur teilweise real. Denn so sehr wir uns auch anstrengen und sicher sind, stets wir selbst zu sein – Das Fremdbild gleicht oft nicht dem Selbstbild. Blogeinträge wie dieser werden also gleichermaßen gefeiert und gehasst. Erstaunlich ist bloß: Es kommt nicht darauf an, wie viel oder wenig kommentiert, gelobt oder gemeckert wird: An dem einzig faktischen, den Klickzahlen, ändert all das rein gar nichts. Beiträge, die Einblicke in das reale Leben hinter dem Bildschirm geben, brechen alle Rekorde. Uns zeigt das: Sie sind offensichtlich von Interesse, auf welche Art und Weise auch immer. Was aber sagt das nun über unsere Gesellschaft (oder eher unseren Minikosmos) aus? Wir lieben es, zu heimlichen Voyeuren zu werden. Wir lieben es, über Andere, gern Fremde, zu reden und zu urteilen, uns für einen kurzen Augeblick nicht mit uns selbst beschäftigen zu müssen. Aber am allermeisten lieben wir es, unseren Aggressionen Luft zu machen, und zwar in der Gewissheit, niemals dabei ertappt zu werden.

(Wobei das nur bedingt stimmt, was nämlich gern vergessen wird: IP-Adressen, die können eine ganze Menge verraten, also Achtungachtung!)

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Entdeckt: RucksackRucksack.com Temporary Store in Store auf der Torstraße 102 / Yolo Store

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Wenn man vor lauter Entzückung nicht einmal  mehr über die Deutsche Bahn meckern kann.

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Unser Schlafplatz in Hamburg: Das 25 Hours Hotel. Ich frage mich, ob hier wohl mehr Bademäntel oder Kissen mitgenommen werden?

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Immer wieder passend.

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Happy shoes, happy socks, happy dots! Mit Vans Schuhen, Happy Socks Socken und Wood Wood Hose.

 Unsere Woche in Bildern und ein banaler Gedankengang zum Selbst  und Fremdbild.

Normalerweise halte ich mich bloß zum Arbeiten in Mitte auf. Wieso eigentlich? Ein kleiner Spaziergang durch die eigentlich so vertraute, von mir allerdings schwer vernachlässigte Gegend rund um’s Büro, erinnerte mich nämlich daran, dass sich völlig unkontrollierte Abstecher hierher natürlich immer lohnen – und wenn’s bloß zum Galerien-Schaufenster-Bestaunen ist. 

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15 Kommentare
  1. Sehr schön geschrieben. Und ein zuckersüßes Baby :)

  2. Macht euch da doch nicht zu sehr einen Kopf drum: Denn erstens habt ihr euch ja Gedanken darüber gemacht WAS ihr postet. Und zweitens ist es ja jedem selbst überlassen eure Seite anzuklicken. Steht einfach dazu und fertig. Wer das nicht lesen mag kann ja woanders im Internet rumsurfen. Gibt ja zum Glück tausende Möglichkeiten :) .

  3. Nikita:

    Word.

  4. Kitty:

    Es ist wie im echten Leben, Neider und Missgönner, unkonstruktive Kritik und Beleidigungen begegnen einem immer wieder und oft genau dann, wenn man durch ‘Nach-außen-kehren’ seines Inneren am verletzlichsten ist (sonst wär’s ja langweilig..). Aber letztlich zeigt euch das nur eines: dass ihr und das was ihr schreibt und denkt, so wichtig und interessant ist, es zu lesen, sich daran aufzureiben und dran rum zu mäkeln – kurz, Zeit in euch zu investieren, die man ja auch anders nutzen könnte.. Und so gesehen ist eigentlich jeder Kommentar, egal wie ‘fies’ er auch ist, in gewisser Weise ein Kompliment. Obwohl das ja oft das letzte ist, was der Verfasser eines solchen Kommentars damit bezwecken will. Und das, ihr Lieben, sollte wenigstens ein bisschen Genugtuung für euch sein :)

  5. Christoph Kaffee:

    Bezüglich der Klickzahlen: Es ist vollkommen normal. Menschen interessieren sich nun mal am meisten für andere “Menschen”. Mehr oder minder privaten Bildern von Menschen kann kaum jemand widerstehen. Deshalb spielt Waschmittelwerbung immer in scheinbar privaten Wohnungen. Deshalb schauen viele Menschen dailysoaps.

    Was mich persönlich eigentlich am meisten interessiert: gibt es Neid/Missgunst/Zickenkrieg in der ersten Riege der deutschen Modeblogger_innen? Nun- darauf erwarte ich keine ernsthafte Antwort – beherbergt doch jedwede Äusserung ein kleines Minenfeld.

  6. Oh, lieber Christoph, weißt du, ich glaube, Menschen sind komisch. Neid, Missgunst und Zickenkrieg gibt es höchstwahrscheinlich ÜBERALL.
    :/

  7. Christoph Kaffee:

    Nein, nicht in meiner Ausdenkwelt.

  8. Find ich gut. In meiner auch nicht. Parallel Universe.

  9. sonja:

    was passiert denn jmd der in blogs beleidigt? ihr verfolgt die ip adresse zurueck und dann?

    liebe janes, ihr seid toll und so sympathisch! alles andere kann nicht ernst genommen werden!!

  10. Liebe Sonja,
    du liebe Zeit, nein, normalerweise verfolgen wir überhaupt nichts zurück.
    Es ist nur möglich nachzuschauen, in welcher Region dieser jemand in etwa lebt und ob schonmal ein Kommentar auf dem Blog hinterlassen wurde, möglicherweise unter einem anderen Namen. Das macht man im Normalfall aber nicht! Bringt nämlich im Grunde auch nichts, denn was man denkt, darf man sagen.
    Der Text oben ist auch eher ein allgemeiner Gedankengang, der vielmehr aus einem Gespräch zuvor entstanden ist, als aus einem triftigen Grund! Wir haben hier bisweilen nämlich noch ziemliches Glück mit unseren Lesern – die sind nämlich meist sehr lieb zu uns!

    Die allerliebsten Grüße!

  11. Liz:

    Menschen sind einfach kacke.. Die gönnen einem dat letzte haar aufm kopp nich! sogar in Kreisen, wo man das nich glauben würde…Da machse nix.. Also scheißt drauf! Ihr macht dit super!

  12. Ihr Lieben,

    gerade das macht Euch ja so zauberhaft, weil Ihr so authentisch seid!
    Ich kann der weisen Liz nur Recht geben. Bleibt bloß so wie Ihr seid, denn Ihr seid fabelhaft! <3

    xO D.

  13. irgendwie habe ich das gefühl, dass dieses phänomen des neides und der unzufriedenheit vor allem in deutschland durch doofe und unnötige kommentare in erscheinung tritt. aber was solls? einfach weitermachen. mir macht es unglaublich viel spaß euch zu zu folgen – hier und bei instagram. voyeurismus spielt da bestimmt auch ne rolle…. höhö…

  14. Die Neiddebatte lasse ich mal außen vor.
    Ich bin generell der Meinung, daß eine eigene Meinung immer besser und erstrebenswerter ist. Das schließt allerdings Beleidigungen und persönliche Angriffe selbstverständlich aus und bedeutet genauso wenig IMMER anderer Meinung zu sein. Nachdenken und selbst fühlen bevor man sich ein Urteil erlaubt ist stets von Vorteil.

    Selbstbild und Fremdbild sind ja oft auch abseits des Intenetdaseins zwei vollkommen unterschidliche Welten und wenn diese aufeinander prallen ist man oft geschockt oder amüsiert oder…, aber letztendlich lernt man ja immer etwas.

  15. D.:

    Ihr Lieben,
    ich mag euren Blog wirklich sehr.Bisher immer kommentarlos.Jetzt ist es mir ein Anliegen euch das mal mitzuteilen.Danke und Weiter So!
    Besonders eure Artikel mag ich sehr,immer wieder auch,weil sie nicht generalisieren, mit Zeigefinger-Aufmerksam-machen-wollen,sondern dem Leser Raum und Vertrauen geben,für eigene Gedanken und Ideen.Eben kein Diktat.
    Danke dafür.

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