Nike im Interview mit “SLIM Mag” & Mode, die Gutes tut: “I wish u sun”

– 14.01.2013 um 15.02 – Allgemein Mode Wir

slim mag iwishusun 800x553 Nike im Interview mit SLIM Mag & Mode, die Gutes tut: I wish u sun
Eigentlich traf ich mich schon kurz vor Weihnachten mit Jana-Berit Osborn, um über das Projekt “IWISHUSUN” und den grundsätzlichen Wandel der Modewelt zu diskutieren. Zwischen dem altbekannten Neujahrs-Stress und dem immer wieder herrschenden Fashion Week Chaos hätten wir beinahe vergessen, euch davon zu erzählen – deshalb holen wir das jetzt fix nach.

Jana hat sich nämlich dazu entschieden, den Machern von I WISH U SUN unter die Arme zu greifen: Cathy Boom, Gründerin und Verlegerin von Style & the Family Tunes, und ihr Bruder Patrick Ansrist, seineszeichens Inhaber von Omnibrand, einem der führenden Textilhersteller mit Sitz in Hong Kong, wollen nicht länger dabei zusehen, wie die konsumfreudige Gesellschaft kopflos nach dem schönen Schein greift. Sie wollen selbst an der Veränderung beteiligt sein, selbst etwas für das Umdenken der Milliarden-Branche tun, die Schere zwischen uns und den Herstellern, den Verkaufspreisen und den Arbeiterlöhnen schließen. Das Motto ihres Brands lautet: „It’s good for you and good for others“.

IWISHUSUN Making Of from IWISHUSUN on Vimeo.

Deshalb finanziert IWISHUSUN  mit jedem online verkauften Produkt eine Katarakt (Grauer Star) Augenoperation in Bangladesch. Den Anfang macht die Unisex Down Jacket IWISHUSUN aus wasserabweisendem High-Tech-Nylon. Für 168 Euro ist sie ab sofort im Onlineshop erhältlich.

“Es geht darum, genau dort zu helfen, wo wir selbst Hilfe in Anspruch nehmen. Das Dorf, in dem produziert wird, soll nicht nur durch gesicherte Arbeitsplätze entlastet werden”, erzählt mir Jana. Fast 40 Millionen Menschen weltweit sind blind, 80 % der Erkrankten könnten mit recht simplen Eingriffen geheilt werden – bloß fehlen hierzu viel zu oft die finanziellen Mittel, so auch in Dakha, der Hauptstadt von Bangladesch. Was für uns alltäglich klingt, bedeutet für die Betroffenen in ärmeren Teilen der Erde vor allem Ausgrenzung, Arbeitsunfähigkeit und Hungernot.

“Wir verkaufen die Produkte direkt vom Hersteller an die Kunden und benötigen keine Vertreter, Showrooms, Großhändler oder ähnliches. So können wir einen erheblichen Anteil der Produktkosten an einen guten Zweck zurückgeben. Wir können einen Großteil des Gewinns für eine Augenoperation in Bangladesch spenden. Die Operation kostet 40 USD und wird von den besten Ärzten von ORBIS.org vor Ort ausgeführt. ORBIS ist eine gemeinnützige Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, vermeidbare Erblindung zu reduzieren und weltweit in den ärmsten Ländern aktiv ist. Durch die Zusammenarbeit mit ORBIS an einem ganz bestimmten Projekt in Bangladesch können wir garantieren, dass das Geld direkt in dieses Projekt fließt und auch dokumentieren, welche Menschen eine Augenoperation erhalten haben. Transparenz ist an dieser Stelle für uns essentiell.”

Auf der  Wish U Sun Shop-Seite erfährt man außerdem, wem bereits eine Katarakt-OP ermöglicht wurde, hat Einsicht in die Geschichten und Gesichter der Patienten. Darüber hinaus wartet der Freundeskreis von “I Wish U Sun” darauf, von uns entdeckt zu werden und auf dem dazugehörigen Blog gibt es regelmäßig Updates zu neuen Entwicklungen.

Ihr Lieben, wir wünschen euch den größten Erfolg!

Anbei das Interview aus der aktuellen Ausgabe des SLIM MAGs – schreibt in den Kommentaren gern auch eure eigenen Gedanken nieder!

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4 Kommentare

  1. Monique

    immerhin macht IWISHUSUN einen schritt in die richtige richtung. doch auch eine daunenjacke kann man wohl kaum guten gewissens kaufen, werden doch schließlich tiere dafür gequält…

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  2. Frl.Mueller

    Und für ein Baumwollshirt werden 2700 Liter Wasser verbraucht …. Um mal den Fokus von den Tieren wegzuholen ;o) an die denken ja viele, an Wasser eher weniger. Oder daran, dass alles aus Kunststoff Erdöl verbraucht … Ich muss sagen, ich selbst liebe Mode und das ein oder andere neue Teil, aber ich mache mir auch solche Gedanken und frage mich, wohin das alles geht. Mit Mode etwas Gutes zu tun, finde ich auf jeden Fall einen Schritt in die richtige Richtung. Ob wir in unserer “Wegwerfgesellschaft” aber wieder den Weg zur Garderobe mit 10 klassischen, zeitlosen und ewig haltbaren Teilen finden? Glaube ich eher weniger … aber wer weiß, jeder Trend erschafft schließlich einen Gegentrend. @janewayne: ich finde es immer wieder gut, dass ihr auch solche Artikel bringt – und bringen könnt!

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  3. Florian

    Mode die Gutes tut. Allein der Titel gefällt mir schon gut. Oftmals ist Mode ja eher von egoistische Beweggründen geleitet. Weiter so!

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