Musik: Kein Montag ohne „ROOSEVELT“

08.04.2013 Allgemein, Musik

Roosevelt – Sea (Official Video) from Greco-Roman on Vimeo.

Als ich am Freitag aus Barcelona kam, wollte ich meine Wohnung eigentlich unter keinen Umständen mehr verlassen und bloß noch schlafen. Ihr wisst ja, die vorangegangenen zwei Tage standen unter dem Motto „rennen statt rauchen„.

Um kurz nach 12 in der Nacht klingelte mein Wecker aber doch noch. Und alles nur wegen Marius Lauber aka ROOSEVELT. Der Schlagzeuger von Beat!Beat!Beat! steht seit 2012 allein auf der Bühne und bekommt für sein Soloprojekt ordentlich die Füße geküsst. Als eine Mischung aus Chill Wave, Italo Disco und Synthie-Pop beschreibt man das, was er da treibt, aber irgendwie genügt mir das nicht. Seit seinem Konzert im Festsaal Kreuzberg am Freitag frage ich mich, ob der 22-Jährige vielleicht Autist ist, ob er eine Inselbegabung hat oder einfach zu viel Wahnsinn im Blut.


 

Wenn Roosevelt spielt, ist das wie ein MDMA-Trip unter freiem Himmel, als würdest du mit geschlossenen Augen in Watte liegen während Beats auf dich herunter regnen, wie der Moment in dem die Konfettibombe explodiert und du weißt, dass es ab jetzt nur noch bergab gehen kann, wie hoch springen, tief fallen und weich landen. Jeder Track ist endorphingeladen, tanz- und träumbar. Und dann ist da noch dieser lang gezogene Gesang, der dir den Rest gibt. Tausend Gefühlszustände auf einmal, Überreizung im Herz und Kapitulation im Kopf – weil die Großartigkeit ROOSEVELTs Gabe fast nicht auszuhalten ist.

Roosevelt Dj Set im Boiler Room:


Roosevelts jüngste Single „Around You„, erschienen im März:

Die beste elektronische Musik kommt eben doch aus Köln. Fast ein bisschen schade also, dass Marius inzwischen in Berlin lebt.

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