Copenhagen Fashion Week //
Interview & Preview mit Stine Goya

13.08.2013 Allgemein, Mode

stine goya interview

Stine Goya gehört nicht nur zu den bekanntesten Designerinnen Dänemarks, sondern erobert auch hierzulande immer mehr Herzen. Seit der ersten Jane Wayne Stunde sind wir bereits Fans, warten gespannt auf Stine-News und können uns an ihren leicht verträumten Stücken einfach nicht satt sehen. Nicht nur ihre Kollektion hat eine super positive und liebliche Ausstrahlung, auch die Designerin selbst ist ein absolutes Goldstück. Davon durfte ich mich während ihres Store Openings in Kopenhagen am vergangenen Freitag selbst überzeugen und bin seither noch mehr verliebt. 

Zauberhaft, gelassen und wahnsinnig freundlich beschreiben die Mama, Ehefrau und Modedesignerin wohl am besten. Trotz Opening nimmt sich eine relaxte und äußerst adrette Stine die Zeit, um mit mir über ihre Wünsche, die kommende Kollektion und Privates zu plaudern. Merci <3

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Jane Wayne: Herzlichen Glückwunsch zum ersten eigenen Store, liebe Stine!

Stine Goya: Oh, danke! Es fühlt sich wirklich gut an, denn es ist etwas, dass ich mir schon super lange gewünscht habe. Und endlich ist es soweit. Der Laden ist sehr klein, aber es fühlt sich alles so passend an, weißt du!

JW: Der erste Schritt zum Stine Goya Imperium?

Stine: Hihi, es ist ein Anfang. Aber es ist jetzt nicht so, dass wir nun nacheinander Shops eröffnen. Wir konzentrieren uns dieses Jahr erst mal noch hierauf, aber wir fokussieren demnächst eine Kollaboration mit einem Unternehmen aus England, das Showrooms in London, Mailand und Paris hat – und dort würden wir natürlich gerne auch demnächst verkaufen.

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JW: Du hast dieses Jahr keine offizielle Präsentation hier in Kopenhagen gezeigt, sondern stellst ausschließlich hier in deinem kleinen, feinen Store vor. Erzähl uns was darüber! Worum geht’s im Stine Goya Sommer 2014?

Stine: Die Kollektion ist inspiriert von der antiken Göttin Mnemosine, die stets Vergangenes beobachtete, ohne gleichzeitig den Blick in die Zukunft zu vergessen. Sie ist die Göttin der Erinnerungen. Ich mag diese Stories, wenn man recherchieren kann und verstehen will, worum es geht. Ja, eben wenn man sich darin ein Stück weit verliert. Das war schon im vergangenen Jahr so mit den Monden und den Sternen. Ich mag das, sich im Universum zu verlieren. Daraus entsteht dann das Visuelle – der Print. Ich habe den griechischen Print genommen, ihn entfremdet und verzehrt oder nur einzelne Elemente daraus genommen.

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JW: Woher nimmst du deine Inspiration?

Stine: Du, das lässt sich gar nicht so pauschal sagen. Manchmal ist es ein Film, wie bei der vergangenen Kollektion. Ich sah einen Auszug aus den 1930ern mit ebendiesem kleinen Mond und es war passiert. Und dieses Mal war es der Name Mnemosine, der mich stutzen ließ und ich musste wissen: Was ist das? Ich habe also angefangen, mich darüber zu informieren und es war um mich geschehen. Aber grundsätzlich kann es alles sein, was mich umgibt oder was ich entdecke. Ich brauche diese Story und diese Verbindung im Kopf – diese Bedeutung, die ich den einzelnen Stücke zuordne.

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JW: Gibt’s das eine Lieblingsstück in der Kollektion?

Stine: Oh, ich mag die Steppsachen besonders gerne! Ich denke, sie sind nicht nur tragbar, sondern gleichzeitig auch sehr speziell. Vor allem der lange Mantel ist mein Favorit. 

JW: Ja! DER! Genau der hat’s uns auch angetan! Und der Rock! Und der Marmorprint. Und, ach Gott.

Stine: Hihi, super. Es ist toll, wenn man so positives Feedback bekommt. Dann kann man gestärkt weiter machen – weil es sich eben gut und richtig anfühlt. 

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JW: Und wohin soll’s gehen? Hast du diese eine Vision oder diesen ganz großen Traum für dein Label?

Stine: Mein Wunsch ist es, Stine Goya auch über die Grenzen Skandinaviens bekannt zu machen. Wir versuchen, es mehr zu promoten außerhalb. Wir sind mittlerweile recht bekannt hier, aber ich würde so gerne wissen, was sich die Kunden woanders wünschen. Vielleicht ist es etwas total anderes als Stine hier und heute, vielleicht kann es ungemein inspirierend sein und etwas verändern, ohne die DNA des Labels aus den Augen zu verlieren!

JW: Wenn du diese DNA anderswo beschreiben würdest, was würdest du sagen?

Stine: Stine Goya ist speziell und gleichzeitig nicht so speziell wie andere immer sagen. Denn viele sagen immer: „Das kann ich nicht tragen. Das ist zu „Whusch“ und zu aufdringlich“. Normalerweise beschreibe ich Stine Goya als sehr feminin und sinnlich. Es ist kein toughes Label, würde ich sagen. Es ist mir sehr ähnlich – Stine Goya ist ein Teil von mir. 

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JW: Wenn du einen Wunsch hättest, wie würde der lauten?

Stine: Ich würde super gerne irgendwann mal im Ausland zeigen – am liebsten natürlich in Paris. Ich denke, das wär’s! Nicht heute, nicht morgen, aber vielleicht irgendwann!

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JW: Stine persönlich // Was hörst du im Moment am liebsten?

Stine: Ulalalalala, schwierig. Demnächst gehe ich hier in Kopenhagen zu einem Konzert der Band „Polica“. Die Frau hat eine unglaublich tolle Stimme und sie versprühen einen ganz tollen Vibe. Du solltest sie dir mal anhören, wenn du sie noch nicht kennst.

JW: Stine persönlich // Gibt’s einen Lieblingsfilm, der unbedingt gesehen werden muss?

Stine: Oh, ich schaue mir super gerne „Drive“ an und den passenden Soundtrack. Der Film ist von dem Dänen Nicolas Winding Refn. Ein guter Film!

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JW: Stine persönlich // Was machst du, um runter zu kommen oder auszubrechen?

Stine: Ganz klassisch: In den Urlaub fahren. Ich liebe es zu reisen! Dieses Jahr war ich beispielsweise in Sizilien und habe dort geheiratet. Es ist ein ganz spezieller Ort und ich liebe ihn. Es ist rau da, aber ich muss da noch mal hin. Sizilien strahlt eine ganz tolle Ruhe aus und wirkt so einzigartig schön. Vor allem natürlich der Tag. 

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Im Sommer bleibe ich allerdings tatsächlich am liebsten in Dänemark. Der Winter ist schrecklich kalt, ähnlich wie in Berlin. 

Tausend Dank, dass du dir im ganzen Trubel heute so viel Zeit nehmen konntest <3

Stine Goya Shop
Gothersgade 58
1123 Kopenhagen

2 Kommentare

  1. Kerstin

    Ich war letzte Woche in Kopenhagen und war auf den ersten Blick etwas enttäuscht – bei näherem hinsehen ist mir allerdings aufgefallen wie gut die Menschen dort angezogen sind, wie viele kleine, nette Boutiquen es gibt und wie individuell man sich dort einkleiden kann. Es kam mir etwas vor wie Berlin in einigen Stadtteilen- nur eben nicht ganz so großräumig und überlaufen. es hat großen Spaß gemacht einfach etwas zu stöbern und sich dann mal in ein kleines Straßencafe` zu setzen und die Menschen und ihren Kleidungsstil zu beobachten. So ist unsere Ausflug nach Kopenhagen dann doch noch ein voller Erfolg geworden.

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