Warum ich Zara hasse.

19.09.2013 um 8.00 – Allgemein Mode

zaraHeute morgen bekam ich eine Email mit dem Betreff: „Ich hasse Zara“. Absender: Sarah Jane. Von selbiger werde ich für diesen Beitrag auch eine Schelte kassieren, denn eigentlich hatten wir uns darauf geeinigt, dem Textilgiganten keine Plattform mehr zu bieten. Ich musste mich beim Betrachten des September Lookbooks allerdings so arg aufregen, dass ich es an dieser Stelle noch einmal laut heraus posaunen muss: Ich hasse Zara auch. 

Ich hasse Zara, weil die Kampagnen immer schöner werden. Weil ständig jemand antwortet „ist von Zara“, wenn ich mich in ein Kleidungsstück, das an meinem gegenüber hängt, verliebe. Weil sie Turtle-Neck Sweater anbieten, die ich mir ausnahmsweise leisten kann. Weil brandneue Laufsteg-Trends schon nach zwei Wochen an den Stangen hängen, weil man bei Zara ALLES findet, nur billiger (und ja, ich meine nicht bloß „preiswerter“): Louis Vuitton, Céline, Isabel Marant, undsoweiterundsofort. Am allermeisten hasse ich den Konzern Zara aber dafür, dass er mich dazu getrieben hat, ihn bin auf’s Blut zu meiden. Keinen Fuß habe ich mehr in eine der Filialen gesetzt. Seit zwei Jahren. Und so wird es noch eine ganze Weile weiter gehen. Denn Zara gehört zu Inditex und Inditex gehört gehörig gegen’s Schienbein getreten. 

Seit Jahren kämpft die spanische Inditex-Kette mit schweren Vorwürfen wegen schlechter Arbeitsbedingungen und sogar Sklavenarbeit: Zuletzt entdeckte eine Razzia in Buenos Aires Arbeiter, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in versteckten Nähwerkstätten Stunden über Stunden nähten. Warum aber sollte das Unternehmen etwas ändern, wenn steigende Umsätze für Profit in Milliardenhöhe sorgen und die Kaufbereitschaft trotz mieser Produktionsbedingungen nicht sinkt – ganz im Gegenteil. H&M hat gegen Zara keine Chance mehr.

Man könnte jetzt anmerken, dass H&M und Co nicht besser seien und vielleicht stimmt das teilweise sogar. Aber dort realisiert man mittlerweile immerhin, dass es so nicht weitergehen kann. Man zeigt guten Willen. Und Sauereien, die eine 1,4 Millionen hohe Geldstrafe rechtfertigen, fand man dort bisweilen nicht. Bei Zara allerdings schon. Das ist „next level“, wie meine kleine Schwester sagen würde. Wegen ”sklavenähnlicher Arbeitsbedingungen bei einem Zulieferer in Brasilien” musste im vergangenen Jahr schließlich geblecht werden. Reue? Keineswegs. 

Zara macht mich demnach fertig. Weil ich neidisch bin auf all jene, die diesen Rattenschwanz mir nichts dir nichts ausblenden können. Ja, ich hätte auch gern so einen schönen grauen Mantel für so wenig Bares. Ich bin fassungslos, weil selbst jene Zara anpreisen, denen ich ein bisschen mehr Grips und weniger Konsumblindheit zugetraut hätte. Wirklich. An dieser Stelle wiederhole ich mich:

Was ich mir wünsche, ist nicht mehr als ein bisschen mehr Sensibilität. Und ein bisschen mehr Gehirn. Denn wenn ich meinen Blick so durch die Bloggerlandschaft schweifen lasse, dann fällt mir auf, dass extrem viele junge und auch ältere Mädchen nicht eine Sekunde über den Rattenschwanz, der an einem Zara-Kauf automatisch mit dran hängt, nachdenken. Es geht überhaupt nicht darum, Modeketten wie diese komplett zu meiden, dazu stecken wir vermutlich so oder so schon viel zu tief in Konsum-Sumpf fest. Aber, bitte. Kein Mensch braucht 3 neue Zara-Pullis im Monat. Auch kein Blogger. 

Ich hasse es, belehrt zu werden. Genau wie die meisten von uns und ihr sicher auch. Und ich mag hier auch nicht den Oberlehrer spielen, sondern bloß meine Meinung los werden. Dazu sind Blogs ja nunmal auch da. Aber wenn man nunmal ein Kleidungsstück von Zara trägt und es den Mädchen dort draußen auf dem Präsentierteller serviert, dann sollte man gleichermaßen für Aufklärung sorgen – damit am Ende jeder selbst entscheiden kann, ob die Inditex-Philosophie mit der eigenen kompatibel ist. „Die müssen sich selbst informieren“, ist kein gültiges Argument. Als Blogger übernimmt man Verantwortung. Punktendeaus.

P.S.: Zara ist nicht der einzige Buhmann, natürlich nicht. Leider machen’s die meisten so. Und auch ich selbst kaufe viel Mist. Dieser Artikel soll also kein gemeiner Fingerzeig sein, sondern ein Denkanstoß, der sich an uns alle richtet. Und wie in den Kommentaren bereits angedeutet wurde: Es ist eben auch eine Budget-Frage – Wobei selbst große Marken nicht vor fiesen Machenschaften zurück schrecken. Ich frage mich, wie man da überhaupt noch durchblicken soll. Deshalb gilt für mich: H&M, Cos, Topshop & Co: Ok. Aber nur in Maßen. Und liebes Zara-Team: Ändert doch mal was. Ich würde nämlich wirklich sehr gerne bei euch einkaufen.

98 Kommentare

    1. Marta Koziol

      Hallo Nike Jane,
      schön, dass du die Welt retten willst. Meinst du, dass du mit dieser Strategie erfolg haben wirst? Was ist denn eine ernsthafte Alternative? Was soll ich alternativ kaufen? Deine Beispiele sind ja mehr lächerlich. H&M.??? Hast du in letzter Zeit Nachrichten gelesen? Nur zur Info. COS gehört zu H&M. Top Shop? Denkst du ernsthaft, dass deren Preise möglich wären bei sozialen Arbeitsbedingungen. Dann müssten die Preise ungefähr 3 mal so teuer sein. Hast du dir deren Fabriken mal angeschaut, dass du hier solche Empfehlungen aussprichst.
      Ich würde solche Empfehlungen nur Aussprechen, wenn ich richtig informiert bin.

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      1. Nike Jane Artikelautor

        Liebe Marta,
        ich möchte nicht die Welt retten, ich möchte, dass wir nachdenken.
        Und ich schreib im Text bereits, dass H&M und Co. nicht sonderlich viel besser sind, ABER: Unternehmen, die der Inditex-Maschinerie angehören, haben die Sache für mich persönlich auf die Spitze getrieben. Die Millionen-Strafe war für mich der Wendepunkt – es ist überall scheiße. Aber hier war meine persönliche Schmerzgrenze erreicht.

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      2. Kristin

        Liebe Marta,

        das mit den Preisen stimmt leider nich. Die Produktionskosten würden sich vielleicht verdoppeln, das heißt allerdings nicht, das der Endpreis sich verdoppeln muss. Auch ein Zara Basic T-Shirt kostet in der Produktion gerad mal 60 Cent. Für 80 Cent Produktionskosten könnte man die Arbeitsbedingungen erheblich verbessern und wenn man die Mehrkosten an uns weiterleiten würde, wäre ein T-Shirt gerade mal 20 Cent teurer 😉 Und es geht, glaub ich, auch nicht darum zu sagen“Hey Leute, kauft nur noch Öko Klamotten“ sondern eher darum, Seit euch darüber Bewusst das es Menschen gibt, die unter sklavischen Bedingungen an deinen Pulli arbeiten“ bevor den 3 kaufst, den du vielleicht eh nie trägst und der dir morgen nicht mehr gefällt

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    2. Toni

      Ich kaufe so gut wie alle Klamotten bei ZARA. Gerade deswegen, weil ich hier noch einigermaßen preisgünstige Kleidungsstücke einkaufen kann. Ich kann mir keine teuren Schuhe oder Mäntel bei teuren Modehäusern leisten, möchte aber trotzdem modisch gekleidet sein.
      ZARA hat seine Preise übrigens angehoben. Während man die Kette früher noch mit H&M vergleichen konnte, so sind heute die Preise viel höher. Was mir nur in der letzten Zeit aufgefallen ist und zwar, das viele Oberteile schlampig genäht wurden. Teilweise sind sogar Laufmaschen in Blusen drin, die dann noch für knapp 30 Euro oder mehr verkauft werden! Das sehe ich dann auch nicht ein. Oder Spaghetti-Träger-Tops für knapp 30 Euro zu verkaufen, finde ich dann auch überteuert.
      Ich befürworte nicht, dass ich den miserablen Arbeitsbedingungen zustimme und schaue immer auf das Etikett wo die Bluse oder Hose hergestellt wurde, aber natürlich kann man das als Verbraucher nie genau wissen und wie du es ja auch schreibst, es betrifft nicht nur Inditex.

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  1. Hilke

    …sehr richtig! Trotzdem wirft es für mich immer wieder Fragen auf…denn folgender Initiative ist Inditex angeschlossen:
    http://www.roadmaptozero.com/members.php

    …vielleicht doch ein erster Schritt in de richtige Richtung?! Für mich aufgrund geährlichen Halbwissens immer schwer zu beurteilen, wer da auf welcher Seite ist…

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    1. Hilke

      …ach und mit gefährlichem Halbwissen meine ich jetzt nicht explizit Euch…kein Vorwurf, das hat glaub ich fast jeder in der Sache!

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  2. Katharina

    Ich hasse Zara auch und kauf dort nicht ein- egal wie toll die Kleidung in den Kampagnen aussehen mag. Die Produkte sind ihr Geld einfach nicht wert. Schlecht verarbeitet, billige Materialien- auf lange Zeit habe ich mehr davon in etwas Vernünftiges zu investieren auch wenn mein Kleiderschrank so nicht aus allen Nähten platzt. Zudem ist es langweilig, wenn man alles sofort und billig bekommt – die Jagd nach dem perfekten Mantel ist doch, was das Schoppingerlebnis so spannend macht. Und mal ernsthaft- wer möchte denn genauso aussehen wie jedes zweite x-beliebige Modepüppchen, das von Kopf bis Fuß in Zara gehüllt ist…?

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  3. Caroline

    Ich finde deinen Beitrag wirklich gut und er regt zum nachdenken an! Leider muss ich mich outen, da ich sehr gerne bei Zara einkaufe. Erstens ist es vom Preis her nicht zu toppen (sorry ich kann mir keinen Pulli für 500 Steine kaufen), zweitens finde ich die Qualität nicht ganz so schlecht wie bei anderen günstigeren Textilern! Und was meint Ihr den, wo Primark, Pimkie, H&M, Mango, Orsay usw. ihren Mist produzieren lassen? Ich glaube, wenn man ein normales Einkommen hat, hat man überhaupt keine andere Wahl als bei solchen Discountern einzukaufen. Oder welche Alleinerziehende mit nem mittleren Gehalt trägt Bitteschön Haute Couture??

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  4. Renate

    Verstehe ich so gut! Ich zwinge mich mittlerweile auch nicht mehr zu Zara zu gehen. Ich schaue mir das Lookbook nicht mehr usw….allerdings wird man schon permanent damit konfrontiert weil einfach so viele dort kaufen. Allerdings kann ich mich auch damit trösten, dass ich das Preisleistungsverhältnis einfach schlecht finde. Natürlich kann man sich ein „Designerteilchen“ in spe kaufen aber für mich stimmen Preis und Qualität einfach nicht. Aber mir fällt es trotzdem ab und zu schwer NICHT mal „nur“ zu gucken 😀

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  5. Dhana

    Hallo ihr lieben Janes, ich bin hier normalerweise nur stille (aber sehr begeisterte) Mitleserin, aber heute muss ich euch mal danke sagen, weil ihr das aussprecht was sich ja sonst anscheinend kaum wer traut.
    Weiter so!
    Dhana

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  6. maike

    keine plattform für zara liefern find ich ziemlich feige.
    das bringt doch gar nix, denn eure freundinnen von journelles und lesmads haben in jedem outfitpost was von zara drin und haben bei ihrem dummen weekly-muss-ich-haben dingern auch immer was von den bananen aus spanien dabei.
    deswegen: mund auf! brüllen: zara ist scheisse!
    seid ihr jungen, hippen berliner fashion girls nicht die, die so bewusst leben? aber anscheinend ists für die meisten stuckbewohner wichtiger sich von avocado cremes zu ernähren und mit erhobenen zeigefingern sich die bb-cc-dd cremes ins gesicht zu schmieren, als einmal hinter deren konsumgeilheit zu blicken und ihren banalen „7 dinge die ich mir kaufen musste“ mal 7 sachen sein lassen und einen post über: ‚da ist was verkehrt mit eurer modewelt ihr modemädchen!‘ zu bringen.
    daher gerne mehr posts wie diesen, denn: zara ist scheisse!
    danach kann man sich ja auch wieder den mittelscheitel zurecht scheiteln und zur pediküre gehen.

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    1. anvic

      genialer kommentar. ich musste so lachen…so isses und nicht anders. stuckbewohner muss ich mir merken…

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    2. Jen

      Ich musste auch lachen, und es ist echt was dran, auch wenn der Ton etwas bitter ist.
      Finde es bemerkenswert, dass ihr so ziemlich die einzigen seid, die sich dieses Themas halbwegs ernst annehmen. Ob ein Boykott so richtig ist, mag ich bezweifeln; aber mir geht die Zara-Werbung bei Journelles und Co. auch auf die Nerven. Ich gehe da zwar ab und zu hin und kaufe was, aber eher 2 Mal im Jahr als im Monat… und muss – leider? – auch sagen, meine Zara-Sachen sind alle Top in Schuss. Aber ich wähle auch keine Billigdinger, sondern Viskose-Blusen oder Mäntel aus. Trotzdem: Je weniger ich über Zara lese, umso besser. Letztlich ist die Lookbook- und Klamottenwerbung die, die einen drauf bringt, da reinzugehen.

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  7. Laura

    Wirklich toller Artikel, liebe Nike! Es kommt selten vor, dass innerhlab der Blogosphäre sich einmal jemand traut klare Worte zu sprechen! Dafür Chapeau und Danke!
    Was mich betrifft bin ich bei Zara einfach zwiegespalten. Ich gebe zu, die Sachen sind teils wirklich schön und im Preis teilweise wirklich nicht zu toppen, wenn man bedenkt, wie viel so macnhes original kostet. Alle paar Monate treibt es mich dann auch mal in den Laden und probiere das ein oder andere Stück an. An der Kasse landet dann aber trotzdem nie etwas. Zum einen, weil ich im Hinterkopf, trotz des kleinen Budgets, das ungute Gefühl bezüglich der schlechten Produktionsbedingungen nicht einfach ausblenden kann und will. Zum anderen aber auch weil ich das Personal in den Frankfurter Läden meisten unter aller Kanone finde. Jeder ist mal gestresst und Kunden sind nicht immer leicht. Aber die Unhöflichkeit mit der man dort teils angepampt wird und die Tatsache, dass dort oft nicht weniger Krabbeltischatmosphäre herrscht wie bei Primark und Co., sorgt bei mir zusätzlich noch für ein Gefühl der Ungemütlichkeit.
    So macht weder der Einkauf Spaß, noch kann man sich an dem Kleidungsstück wirklich erfreuen. Allgemein bin auch ich der Meinung, dass es uns allen nicht weh tun würde, einmal über Einkaufsverhalten nachzudenken. Keiner braucht 3-4 neue Oberteile pro Monate. Das verstopft nur den Schrank und macht in der Regel auch nciht glücklicher.

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  8. karolin

    Großartige Post!

    Wie wäre es mit einer Auflistung mehrerer Retailer in der man mal beleuchtet, wer was wie zumindest ein bisschen gut oder eben überhaupt nicht macht?

    H&M, Zara, Cos, Mango, Topshop und Asos wären ja schon super interessant, ich sehe da leider mit meinem Halbwissen wenige Unterschiede.

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  9. Cathrin

    Liebe Nike,

    was du schreibst klingt so richtig. Und schreit nach ganz vielen Ja-genau’s! Aber unabhängig davon, dass ich auch zugeben muss, ab und an bei Zara einzukaufen, sehe ich das nicht ganz so klar. Ich glaube diese Problematik ist nicht so schwarz weiß wie wir denken. Ich schreibe grad eine Arbeit zum Thema Kinderarbeit in der Textilindustrie und wurde eines besseren belehrt. Natürlich sind die Bedingungen menschenunwürdig! Natürlich muss sich was ändern! Das steht alles außer Frage. Aber solche Konzerne zu boykottieren ist glaube ich nicht die Lösung. Denn dann haben all die Menschen nicht mehr nur kaum bezahlte, furchtbare Arbeit, nein sie haben gar keine Arbeit mehr. Und in so vielen Ländern ist das aufgrund eines mangelnden oder überhaupt nicht vorhandenen Sozialsystems quasi deren Todesurteil. Ich glaube deshalb, dass die Energie, die ihr ja auf den ersten Blick völlig zurecht, in den Boykott von Zara steckt, anders nutzen könnt. Ich glaube dort nicht zu kaufen ist nicht die Lösung. Denn wenn Zara verschwinden und aufhören würde zu produzieren, würde mit Sicherheit eine andere Firma an diese Stelle treten. Ich glaube was hilft ist darüber zu sprechen. Die Missstände, so wie in eurem heutigen Artikel, bekannt zu machen. Entsprechende Kampagnen zu unterstützen und sich dafür einzusetzen, dass die Politik sich wieder intensiver diesen Thema widmet und weiter an der Verbesserung internationaler Arbeits- und Sozialstandards und ihrer lückenlosen Durchsetzung arbeitet!

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    1. blixa

      genau so sehe ich das auch cathrin!
      vielleicht könnt ihr (janes) ja mal ein projekt oder eine tolle kampagne zb zum thema kinderarbeit vorstellen und dafür werbung machen. ihr habt hier eine super plattform und eure leser lassen solche themen (wie man an den posts erkennen kann) nicht kalt, auch die stuckbewohner nicht, gell maike 😉

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  10. Jenni

    Ich muss leider zugeben, dass ich zu oft diese Fakten ausblende und mich dann doch über ein günstiges Kleidungsstück freue. Danke für diesen tollen Artikel zum wach werden! Es hat mir die Thematik wieder einmal näher gebracht und ich werde in Zukunft wieder genauer aufpassen, wo ich was konsumiere.

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  11. Anna

    Aber das ist doch der größte Selbstbetrug. Zara zu boykottieren finde ich zwar total richtig, aber nur weil H&M und co plötzlich grüne Hangtags an ihre Kleider schießen, heißt das doch nicht, dass diese Läden irgendwie besser wären! Da passiert überhaupt nichts, außer dass die Marketingmaßnahmen sich auf den Green / Fair Fashion Trend einstellen. Deswegen gilt für mich echt ausschließlich: Second-Hand, Second-Hand, Second-Hand!

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  12. Moana

    Ein super Post, vielen Dank dafür!

    Was mir auffällt: Die Kommentare sind voll davon, wie toll die Preise bei Zara doch sind …
    Nein, das sind sie nicht. Praktisch jedes Teil ist voll von Polyester, oder besteht zu 100% daraus – als Material ist das Zeug spottbillig und als Kleidung schlichtweg eine Zumutung. Von der Verarbeitung der Produkte will ich hier gar nicht erst anfangen, dazu wurde ja auch schon kommentiert. Grausame Qualität rechtfertigt den Preis – wer will das schon?

    Liebe Grüße, M

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  13. Julia

    Ich finde es schön, dass ihr euch immer wieder mit Konsum, Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen auseinander setzt. Vielen Dank für den Artikel. Mir gefallen die Sachen von Zara viel besser als von H&M und Mango und sie halten für Fast Fashion auch meistens länger. Aber ich ringe da immer sehr mit mir, denn der Konzern ist einfach unterirdisch, die Färbungen toxisch und überhaupt. Zara sucks.

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  14. Pauline Luise

    Sehr guter Post !! Auf sowas habe ich in der Bloggerwelt gewartet. Der einzige Konzern, der Anstalten macht, an den schlechten Arbeitsbedingungen etwas zu ändern, ist Primark. Wobei diese Kette leider nicht meinen Geschmack trifft, nunja. Bei Zara war ich auch seit Jahren nicht mehr, außer um irgendwelche Gutscheine einzulösen.
    Ich hoffe, deine Worte erreichen so viele Leute wie möglich.

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  15. Tonja

    Ich hoffe die Bloggerwelt beginnt langsam mal darüber nachzudenken. Natürlich kauft jeder Student, Schüler, Nichtsogutverdienender bei den ganzen Ketten, das ist auch jedermans Recht. Aber wie du auch so schön sagst „Niemand braucht 3 neue Zarapullover im Monat“. Und ja, Blogger haben Verantwortung. Das denke ich mir vor allem jedes Mal, wenn ich meine kleine 16jährige Schwester betrachte und ihre ganzen Freundinnen, die sich sehr an Blogs orientieren. Denn die sind näher dran an ihnen als die ganzen Stars und Sternchen… Ich finde es wirklich wirklich gut, dass ihr euch dieser Verantwortung stellt!
    Grüße

    PS: Ich meide Zara auch. Auf der einen Seite wegen dieser „Skandale“ aber auf der anderen Seite vor allem, weil ich mit einer (realen) Größe 40 bei Zara mindestens Größe 44 bräuchte. Die wird nicht produziert und ich sehe auch nicht ein, wie diese Kette kleinen Mädchen (oder auch mich) weiterhin in den Schlankheitswahn drängen wollen. Denn das ist das einzige was es erreichen soll in einer Welt, in der man mit Größe 40-42 schon als fett oder dick gilt…

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  16. Ricarda

    Danke liebe Nike für diesen Artikel… er hat mich gleich dazu gebracht, meinen Senf dazu zu geben und mir auf meinem Blog ebenfalls dazu Gedanken zu machen. Ich hoffe wirklich, dass sich durch den offenen Dialog mit der Zeit etwas ändern wird… es wäre allen Menschen zu wünschen! Danke!

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  17. Lene

    Danke für die nötige Kopfwäsche, bitte gleich direkt an Inditex und wir unterschreiben!
    Ich bin auch oft hin- und hergerissen zwischen schlechtem Gewissen und Habenwollen…

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  18. Martina

    Extrem guter Artikel. Vielen Dank dafür. Ich habe mich schon immer darüber gewundert, dass immer mehr Blogger sich vegan ernähren, Naturkosmetik kaufen etc., sich aber für die Herkunft der Klamotten überhaupt nicht interessieren. Es ist sicherlich schwer, Ketten wie H&M und Zara zu meiden, da es auch eine Budgetfrage ist. Aber ich finde es schon wichtig, dass auch mal jemand darauf aufmerksam macht.

    Vielleicht könntet Ihr auch in Zukunft mal über Marken berichten, die es besser machen.

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  19. Monika

    Dass du mit deinem Beitrag Recht hast, ist keine Frage. Was mir aber dabei aufstoßt (unabhängig von dem ZARA-Diskurs): Blogger haben so eine große Stimme, eine Stimme, die sie für Kooperationen und Firmen, aber vor allem für den Verkauf der eigenen Marke so stark einsetzen, warum also nicht für etwas, wie bei diesem Thema? Wenn es darum geht, eine Plattform für Advertorials, Sponsoring entstehen zu lassen, werden Blogger ganz hellhörig – von wirklich wichtigen (auch kritischen und unbeliebten) Themen und Projekten, die kein Geld in den eigenen Geldbeutel einfließen lassen, will man nichts hören.

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  20. Paula Raap

    ich sehe keine unterschied ! ob zara , H&M & co . ich kaufe nicht dort !! massen Produkten und seine Herkunft haben die einfach Keine grenzen ! noch schlimmer bei mir um die ecke ist Primark , das ist schon krank !

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  21. Lena

    Modeblogs wecken aber auch Begehrlichkeiten. vielleicht denkst Du auch mal über diese Verantwortung nach, Nike. Nein, kein Mensch brauch 3 neue Zara Pullis im Monat aber kein Mensch braucht auch die Anschaffungen die Du pro Monat tätigst und die sich Deine Leserschaft nicht leisten kann / will. Selbst einen gebrauchten Burberry Mantel für 200 Euro brauchst Du nicht und 200€ pro Monat sprengt auch das Kleiderbudget von mittelgut verdienendenen erwachsenen Menschen. Ich mag jetzt nicht wieder mit dieser Diskussion anfangen – aber es geht mir gerade darum: man braucht sehr wenig im Leben um glücklcih zu sein. ABer hier gibts viel, viel zu viel. Aber ihr könnt als Modeblog auch nicht überleben wenn ihr nur 3-4 neue Teile pro Monat vorstellt. Also wie könnte man diese Dilemma lösen? Ich weiss manchmal leider nicht ob das hier zusammenpassen einerseits die politisch INTERESSIERTE junge Frau , das sich für die Missstände der Gesellschaft interessiert und mit ehrlichen Worten darauf hinweist und dann wieder das unvernünftige Modemädchen dass seine Salefunde hochjubelt und mit blumigen Worten vorstellt. Für mich ist da eine Diskrepanz. Man kann nicht alles haben.

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    1. Lena

      Hä? Also mal halblang – Nike sagt nicht dass sie die Welt retten will, sondern dass wir alle mehr nachdenken sollten. Sie selbst ja auch. 200 Euro im Monat haben ja wohl die meisten arbeitenden Menschen von uns zur Verfügung. Und dass man sich dann einen gebrauchten burberry Mantel kauft, statt sechs teile bei Zara ist vernünftig. Außerdem sagt sie nicht, dass es jeder so machen soll und das versteht auch jeder. Wohl nur die nicht, die sich ertappt fühlen.

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  22. Lena

    Und: unterscheiden wir jetzt INTERESSIERTE Menschen, von Menschen, die sich AUCH für Mode interessieren??‘

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  23. Couleurblind

    Guter Artikel
    Dazu passend wäre die Lektüre “ to die for- is Fashion wearing out the world“ sehr zu empfehlen! Das Buch gibt einen tollen Überblick über unser Verhältnis!
    Hinter jedem Kleidungsstück stecken viele Hände und ich befinde mich in Nepal und arbeite bei einem Fair Trade Produzenten und den Menschen geht es gut! In Europa will man sich gut fühlen und dass soll man auch, aber in Asien wird so viel falsch gemacht, weil wir meinen es billig haben zu wollen!
    Abschließend noch den großartigen Satz des Kaisers: Mode ist nicht billig, die Menschen sind es!

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  24. Nike Jane Artikelautor

    Hallohallo, ihr Lieben!
    Und hallo Lena und Tonja!
    Ihr habt natürlich ganz furchtbar recht! Wir halle haben ein Rad ab und brauchen für den Rest unseres Lebens nichts neues mehr. Aber wir leben nunmal in einer Gesellschaft, die uns das Gegenteil denken lässt. Wir, die Bogger, fördern das Ganze durch unsere Artikel, ebenso wie all unsere Mitmenschen, die uns mit ihren neuen Kleidungsstücken begeistern. In unserem Fall ist das natürlich unser Job. Und an dieser Stelle muss ich sagen: Natürlich herrscht hier eine Doppelmoral! Aber genau deswegen versuchen wir aber auch immer wieder die Schattenseiten zu beleuchten. Denn die Welt ist nicht so glitzernd, wie sie hier von uns dargestellt wird. Was nichts an unserer Liebe zur Mode und der Freude über neue Stücke ändert. Jeder muss aber das passende Maß für sich selbst finden. Egal, ob Marke, oder nicht Marke. Ich prangere das Kaufen bei Ketten nicht an. Denn ich liebe Topshop und Co ebenso, und ich weiß auch, dass Monki, Weekday und COS zur H&M Maschinerie gehören. Dass dort AUCH so gut wie nichts richtig läuft. Bei Inditex war bei mir das Maß aber voll. In meinem Kopf sah das so aus: Ich kaufe Apple Produkte und jeglichen Schrott, von dem ich weiß, dass er nicht unter tollen Bedingungen produziert wird. Und ich nehme es LEIDER hin. Weil ich auch nicht schnalle, dass man im Grunde nichts braucht, weil auch ich Freude am Konsum habe, solange ich nicht auf Nahrung, Urlaub oder wasauchimmer verzichten muss, um neue Stiefel zu tragen. Aber wenn es so schlimm ist, dass eine Millionenstrafe verhängt wird, dann mache ich nicht mehr mit. Das ist selbst mit zu viel. Daher die Aversion gegen Inditex.
    Zum Thema Bruberry Mantel: Jeder hat ein anderes Budget. Ich arbeite viel, Mode ist mein Beruf, weshalb ich mir ein Mantel für 200 Euro ehrlicher Weise nicht weh tut. Es gab aber auch ganz andere Zeiten und deshalb weiß ich, wie verlockend Zara ist! Ich finde allerdings, Second-Hand-Käufe sind eine gute Alternative. Wieos 300 Euro bei COS bezahlen, wenn es einen sehr ähnlichen Mantel im Vintage Store gibt? Aber natürlich gibt es solche Stores auch nicht in jedem Dorf.
    Deshalb nochmal: Auch ich trage COS, Topshop & Co. Weil ich selbst der Gehirnwäsche der Gesellschaft unterliege. Aber ich will trotzdem nicht aufhören, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen und mich immer wieder auf den Boden zurück zu holen. Dass Modeblogger den Eindruck erwecken, im Leben drehen sich alles nur um das perfekte Outfit, verstehe ich. Gleichzeitig versuchen wir mit regelmäßigen Artikeln zu erklären, dass das zu unserem Job gehört, aber keinesfalls der Normalfall ist.
    Was mir auch wichtig ist: Dass Zara bei unseren Freunden von Les Mads und Journelles stattfindet, ist nicht Grundlage dieses Artikels. Jeder darf selbst entscheiden, welcher Service auf der eigenen Seite angeboten wird. Auch Jessie, die ab und an Zara trägt, redet oft davon, dass es toll ist, in Lieblingsstücke zu investieren und sensibilisiert ihre Leser damit eben auf eine andere Art und Weise. Gleiches gilt für Katja und Cloudy (die derzeit auf Polyester verzichten).

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    1. Tonja

      natürlich liebe Nike, und das finde ich ja auch wunderbar. Ich finde ihr setzt euch damit auseinader, habt eine ehrliche Meinung und sprecht diese auch aus. Das ist lobenswert und leider noch zu selten in der Modemädchenwelt. Und da kann man es wohl auch verkraften, wenn ihr euch (auch) teure Klamotten kauft. Natürlich schüttel ich darüber hin und wieder den Kopf. Weil ich es nicht tue. Weil ich es auch mit mehr Geld wahrscheinlich nicht tun würde. Aber eure Einstellung ermuntert auch kleine Modemädchen dazu, nicht ihr Taschengeld bei Zara/H&M usw auf den Kopf zu hauen, sondern vielleicht zu sparen. Sie sehen, dass es sich auch lohnt etwas mehr Geld zu investieren…
      Es ist ja nicht so, als wollte ich euch kritisieren. Wenn ich euren Blog blöd fände, würde ich ihn nicht lesen, geschweige denn kommentieren 😉
      Grüße

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  25. Lena

    Nike ich danke Dir für diese Antwort! Ich finde es gut dass Du die Diskrepanz auch siehst und auch keinen wirklichen Ausweg aus dem Dilemma. Ich finde es auch sehr schwierig da eine Grenze zu ziehen. Klar, mutlos zu sagen: „ist doch eh alles MIst wie man es macht isses falsch“ triffts zwar leider ganz gut aber ist eine einfache Lösung.
    Mal was dagegen zu machen dagegen obwohl man weiss dass man die Welt a. nicht rettet und b. trotzdem mitschwimmt bei dem Mist – das finde ich besser. Vielleicht könntet ihr mal was initiieren. ICh weiss auch nciht was. Vielleicht eine Anti-Mode-PArty (hihi). Wo man einmal ein zeichen setzt. Und den Erlös einer Einrichtung spendet oder so. (was auch immer die sein mag). Und sei es nur um das soziale GEwissen zu beruhigen. Fände ich super. Kein Witz. Vielleicht verstehst Du was ich meine. Ich könnte mir vorstellen dass ihr das hinkriegt. Und was cooles draus macht.

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  26. Lila

    Hier ein Link für euch alle aus der Schweiz:
    http://www.evb.ch/p17957.html
    Leider ist die Liste nicht auf Modemädchen ausgerichtet, sonder mehr auf Durchschnittsmenschen. Trotzdem sehr interessant, und mal ein unabhängiger Anhaltspunkt.
    Toller, ehrlicher Artikel übrigens.

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  27. Penny

    Liebe Nike, Ich mag, was du schreibst und versuche, seitdem ich nicht mehr studiere und ein klitzeklein wenig (Medien halt) mehr verdiene, auch nicht mehr zu Zara zu gehen. Obwohls nur 5 Minuten weg ist von der Redaktion. Und obwohls in jeder Mittagspause verdammt schwer fällt.

    Hoffentlich werden sich eure Bloggerkolleginnen, spontan fallen mir da zwei aus München ein, eine ganz fette Scheibe abschneiden.

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  28. Rea

    Liebe Nike,
    ich finde es super, dass du dich dieser Problematik stellst u diesen Artikel dazu verfasst hast. Natürlich kann man so nicht die Welt retten. Aber ihr habt hier eine Plattform mit einer großen Leserschaft u ich finde es gut, dass ihr sie auch für solche Themen nutzt. Je mehr Menschen (immer wieder) über die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie informiert werden, desto größer ist der öffentliche Druck auf die Textilketten, endlich etwas an ihrer Firmenpolitik zu ändern.
    Also nicht schweigen, sondern weiter kritisch darüber schreiben! Modeblogs haben, was die Sensibilisierung der Konsumenten betrifft, eine große Macht! Würden alle bekannten Modeblogger öfter solche Artikel schreiben, müssten Zara, H&M, Cos usw. schnell reagieren um einen Imageverlust zu verhindern.
    Eine gute Organisation, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzt, ist:
    http://www.sauberekleidung.de
    Ich habe beim österreichischen Pendant zu Studienzeiten ein Volontariat gemacht. Hier bekommt man fundierte Information zu den einzelnen Konzernen u ihren Arbeitsbedingungen.

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  29. Natasha

    Wie wäre es mit einer simplen und nachvollzoiehbaren Antwort: weniger kaufen:-) Nein im ernst – ich stelle mir immer wieder fest, die Trends wiederholen sich. Immer öfters übrigens. Die Teile, die ich vor 5 Jahren kaufte, trage ich heute noch. Und ich habe mir eins angewöhnt – lieber bei befreundeten lokalen Designer zu kaufen als bei einer globalen Kette. Privileg? Ja. Aber jeder kann sich doch informieren und seine eigene Entscheidung BEWUSST treffen. Der Nachwuchs freut sich sehr neue Kunden. Den Artikel finde ich wichtig. Mehr davon bitte – und mehr Reflektion in der Branche, die sehr schnell als oberflächig abgestempelt wird. Dies ist der Beweis vom Gegenteil. Danke!

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  30. OLENKA Vintage

    Liebe Nike,

    super Beitrag. Genau so oder ähnlich sieht es bei allen großen Modeketten aus. Ich versuche seit Jahren auf Neuware zu verzichten und bin fast ausschließlich auf Second Hand umgestiegen. Das ist absolut möglich und modisch kann es auch sein.

    Übrigens toller Blog!

    LG, Alex

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  31. Janne

    Habe vor ein paar Monaten den H&M Firmencheck in der ARD angeschaut. Mit dem Problem Kinderarbei in Bangladesh konfrontiert, antwortete der befragte Manager einfach mit „Wir halten uns an die gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes.“
    Milliarden Gewinne sind wichtiger als das Thema Kinderarbeit.
    Die Verantwortung wird an den Verbraucher abgegeben.
    So nach dem Motto, man muss ja nicht dort einkaufen.
    Ja, das stimmt. Aber ich finde die Konzerne sollten auch endlich anfangen Verantwortung zu übernehmen.

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  32. Judith

    ich habe mir http://rankabrand.de/ mal angeschaut:
    h&m, COS, Monki und Cheap Monday zum Beispiel bekommen hier in Sachen Nachhaltigkeit immerhin noch ein grünes B, sind also wirklich nicht die schlimmsten.
    Zara bekommt ein gelbes C. Wer mich in dieser Kategorie unangenehm überrascht hat: Acne und Birkenstock! Leider fällt auch ASOS in diese Kategorie.
    Hunkemöller (dazu gabs ja neulich den BH-Post) bekamen übrigens ein orangenes D, sind hier also in der allerschlechtesten Kategorie!
    Fand ich sehr interessant, lohnt sich mal reinzuschauen!

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    1. Judith

      …hab mich mit der schlechtesten Kategorie geirrt, es gibt auch noch ein E – trotzdem. Übrigens gehört auch Burberry zu den Böse wichten und leider auch Club Mate 🙁 viel zu lecker um es nie wieder zu trinken.
      Naja, genug von mir, schaut selber rein – es gibt da auch eine App damit man sich unterwegs informieren kann. Kann sich ja sonst keiner merken was man kaufen darf und was nicht 😉

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  33. Tamaris

    Ich beschäftige mich auch seit längerem mit diesem Thema, also nur so für mich. Wie ich zu der ganzen Sache stehe. Und langsam komme ich zu dem Schluss das wir einfach etwas an unserem Konsum ändern müssen. Denn ich gebe zu, um als Normalsterblicher Sachen leisten zu können, muss man zwangsweise in solchen Läden (H&M, Zara, C&A, . . .) einkaufen gehen. Das heißt daran kann man nichts ändern. Kauft man bei dem einen Saustall nicht ein, dann eben bei dem anderen. Sprich, so kommt man nicht weiter. Für mich bleibt die einzige Lösung: einfach mit dem zufrieden zu sein was man hat. Und wenn man etwas neues braucht mehr ausgeben, dafür aber nur einmal alle 10 Jahre oder (ganz wichtig!) Secondhand (hier dauert es meistens nur länger die richtigen Sachen zu finden) Muss man denn jeden Tag seine Sachen wechseln? Jeden Tag ein neues Outfit zur Show tragen? Sich jede Saison mit neuen Kleiderbergen eindecken? Ich gehe mehr und mehr dazu über nur noch Sachen in meinem Schrank zu dulden, die passen, die ich gerne trage und das meintet wegen auch für 5 Jahre und länger. Und auch nicht viele besitze, mit diesen wenigen einfach lustig drauf los kombiniere. Natürlich, und hier kommt das nächste Problem, eure Seite (die mir im übrigen sehr gut gefällt) ist auf diesem Konsum aufgebaut. Gibt es eine Lösung? Wie lässt sich das vereinbaren? Ein anderer Umgang? Für mich ist Mode mehr und mehr, mich selbst darzu stellen, was zu mir passt trage ich. Es muss nicht gerade auf den Laufstegen präsentiert werden, aber diese können Anregungen sein und ich informiere mich trotzdem gerne. Und ich kann mich auch an diesen so vielen tollen Sachen und Kreationen erfreuen, ohne alles gleich besitzen zu müssen und nach zu ahmen. Versteht ihr worauf ich hinaus will? Wahrscheinlich nicht, da ich mich einfach nicht ausdrücken kann. Ein Versuch war es wert und wenn auch nur einer eine Idee bekommt. 🙂

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  34. Susi

    Danke dafür. Bitte bleibt so kritisch, abwägend, ambivalent, sympathisch und authentisch (auch wenn das Wort „authentisch“ vor allem in der Medienwelt wenig Sinn macht.) Aber zu oft hat man in den letzten Jahren traurige Bloggermutationen miterleben müssen .

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  35. Nicole

    Mir fehlt in den Diskussionen immer noch ein wichtiger Punkt und das ist der Diebstahl am geistigen Eigentum eines Designers. Wenn ich mir vorstelle Modedesigner zu sein und mich an eine Kollektion zu begeben und mit allen Emotionen, Fleiss Ideen, etc eine (meine) Kollektion rausbringe.. für hohe Kosten produzieren lasse, und dann DAS eine Woche später hängen meine Ideen 1zu1 abgekupfert bei Zara, H&M etc..

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  36. Antonia

    Ich denke ja auch schon seit Längerem darüber nach. Es ist wirklich ein schwieriges Thema,aber am Ende kann ich dir nur zustimmen: Der Verbraucher kann nur etwas ändern, indem sich unser Konsum verändert und dieser Druck, ständig neue Kleidung zu besitzen. Andererseits: Wir Modeblogger sind gleichzeitig ambivalent dazu, da Konsum und Mode in gewisser Weise sich nicht ausschließen lassen. Der bedachte Konsum, nicht blind einzukaufen, sich Gedanken über Herkunft und Produktion, ist wahrscheinlich der beste Weg (gilt ja ähnlich auch bei Lebensmitteln). Ich selbst kaufe viel bei Zara ein (wahrscheinlich auch aus den oben genannten Gründen). Künftig will ich aber weitaus weniger und bedachter einkaufen. Danke 🙂

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  37. Yvonne

    Danke, für diesen tollen Artikel und Denkanstoß!
    Leider fehlt es bei vielen Läden an der Aufklärung. Ich würde mir viel mehr wünschen, dass offenkundig gemacht wird, wo und wie die Ware hergestellt wird. Auch tue ich mir momentan schwer, ein Label oder einen Laden zu finden, das oder der bezahlbar, vertretbar und mit einem guten Gewissen und vollen Taschen verlassen werden kann. Hast du eine Idee?
    Liebe Grüße,
    Yvonne

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