Ausgemistet: Unsere Designer-Stücke bei Vestiaire Collective

30.04.2014 Shopping, box2

Vestiare Collective

Hand aufs Herz, wann hast du den Blazer jemals getragen? Ich stehe mit meinem Freund vor der Kleiderstange und behaupte fest, dass ich mich unmöglich von irgendwelchen Stücken trennen kann. Jetzt mal ehrlich, du siehst hier doch kaum noch was? entgegnet er. Ja, aber das liegt auch daran, dass ich nur eine kleine Stange für meine Kleidung habe, gerade mal vier kleine Regale zähle und mir selbst die Kommode mit dir teilen muss. Ja, ich hatte schon immer unfassbar gute Argumente, um mich zu rechtfertigen. Dummerweise lässt sich an seinen allerdings dann doch nicht rütteln. Zu wenig Platz, zu viele Stücke, keine Übersicht mehr. Und dabei bin ich doch so unfassbar schlecht im Ausmisten.

En top kommt eine ganze Ladung Fehlkäufe, die mir in regelmäßigen Abständen Bauchschmerzen bereitet – nicht zuletzt, weil das ein oder andere Stück ziemliche Kerben ins Portemonnaie geschlagen hat. Ausmisten steht da auf dem Plan – aber auch die Designerstücke? Ja, warum denn eigentlich nicht? Schließlich sind es die Stücke mit dem geringsten Wertverlust und dem größten Haben-wollen-Potential. Ein Shop, der sich genau darauf spezialisiert hat, ist Vestiaire Collective. Den derzeit wohl bekanntesten Vintage- und Second-Hand-Spezi haben wir für unser Vorhaben mal genauer unter die Lupe genommen – dafür fleißig ausgemistet und gleichzeitig wieder schrecklich neu verliebt.

Vorteile für Käufer: Auf Echtheit wird geprüft!

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Die größte Sorge beim Kauf von Designerstücken besteht doch darin, dass sie nicht echt sind, wir also auf Fakes hereingefallen und galant über den Tisch gezogen werden könnten. Da schiebt Vestiaire Collective allerdings einen Riegel vor und prüft eure gekauften Stücke, bevor ihr sie bekommt. Handelt es sich um einen Fake, gibt’s das Geld zurück und das falsche Schätzchen wandert in den Müll – der Grund: Nachgemachte Designerstücke sind in Frankreich nicht erlaubt. Zack, weg damit.

Der Vorteil für Verkäufer liegt auch auf der Hand: 

Wo werde ich meine Designer-Stücke los, ohne sie zu verramschen? Bei Vestiaire geht’s nur um Designer-Kreationen – ein Ort, an dem unsere hart ersparten Schätze also auf gute Nachbarschaft treffen und wir hoffentlich noch genug für einstigen Lieblinge bekommen.

Und wie funktioniert’s?

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Nachdem wir also ehrlich zu uns wahren, festgestellt haben, dass der Blouson von Givenchy oder die Acne Schuhe beispielsweise einfach gar nicht zu uns passen wollen, werden die guten Stücke fotografiert, bei Vestiaire hochgeladen und der Kauf wird beantragt (Anmeldung ist natürlich Voraussetzung). Nun macht sich das Team aus Frankreich ans Freistellen der Bilder, damit der Hintergrund in weiß getaucht wird, und ans Übersetzen. Außerdem schätzen die Experten das Preis/Leistungs-Verhältnis ein und raten, das Produkt gegebenfalls nach oben oder unten zu setzen.

Und dann heißt’s Daumen drücken

Wenn verkauft wird, muss der Artikel binnen 48 Stunden zu Vestiaire Collective geschickt werden – das Porto wird selbstverständlich bezahlt, das Paket vom DHL Express-Boten abgeholt. Ist alles fein und auf Echtheit geprüft, wird’s auch schon an den Käufer geschickt.

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Einziger Haken für Verkäufer

Die Provision bei Vestiaire Collective ist relativ hoch. Das macht natürlich Sinn, da das Team sich ganz schön viel Arbeit macht, freistellt und prüft, dem Verkäufer dennoch ein paar Moneten abringt. Das heißt: Umso teurer das zu verkaufende Produkt, umso höher die Provision für Vestiare. Logisch. Also eigentlich alles fair – wie wir uns nach ein paar Minuten Schockstarre eingestehen. Für die Provision gibt’s das All-Inclusive-Paket: Echtheits-Siegel, DHL-Abholung, 1a Betreuung und eine ziemlich feine Art der Darstellung.

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Aus Käufersicht

Nike Jane hatte es bereits ausprobiert und bei Vestiaire zugeschlagen und kann sich stolze Besitzerin ein paar Gucci-Schühchen nennen. Unkomplizierter Kauf, schnelles Shipping, volle Garantie. Kein Gemäkel.

Ihr müsst uns jetzt bloß noch die Daumen drücken, dass unsere Fehlkäufe und kleinen Designer-Schätze neue Besitzer finden – dem Portemonnaie würd’s allemal gut tun und dem Kleiderschrank sowieso. Und wer weiß, vielleicht findet ihr in eurem Kleiderschrank ja auch noch was zum Ausmisten – oder habt gar Platz für Neues von Stella McCartney, Hermès, Céline oder Chanel. Hihi.

In Kooperation mit Vestiaire Collective.

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