Girls Talk // Kappen statt Tampons?

27.05.2014 box2, Feminismus, Leben

periodeDas hier wird jetzt für die meisten von uns ein bisschen unangenehm. Denn die meisten von uns reden nicht über Dinge wie diese, schon gar nicht in der Öffentlichkeit und nur ganz selten mit den eigenen Freundinnen. Die meisten von uns finde das, was „da unten“ so während der Periode passiert sogar „eklig“ und „abstoßend“ –  ist ja schließlich etwas, „das man bitte mit sich selbst ausmachen sollte“. Im Iran glauben laut einer Studie angeblich rund 48% der jungen Frauen, „Menstruation“ sei eine Krankheit, in Kenia ist es menstruierenden Frauen sogar noch immer nicht erlaubt, Kühe anzufassen – aus Angst, die Tiere könnten sich anstecken, krank werden oder sterben. Woher rührt (neben der fehlenden Aufklärung) die Panik und weshalb diese fiesen Berührungs- und Besprechungsängste? Weil’s blutet, schmiert und schmerzt, schon klar.

Und trotzdem gehört’s zum Leben dazu, zum Menschsein und so weiter. Ein Mal im Moment leiden wir also an PMS, wir schlürfen entkrampfenden Tee, schreien sinnlos Wände, Männer oder Verkäuferinnen an und stopfen das Loch mit Viskose-Tampons zu, quasi ganz automatisch. Über Alternativen denkt kaum jemand nach, höchstens über Binden. Und das, obwohl man doch eigentlich weiß, dass OBs & Co weder so richtig gut für das Innenleben unserer Scheiden, Mumus, Pflaumen sind (Nährboden für Keime und Bakterien), noch für den Abfluss und die Umwelt (10-15000 Tampons benutzt eine Frau nämlich in ihrem Leben). Bloß eine einzige mutige Amazone meines Freundinnenkreises hat sich vor gut einem Jahr gegen alle gängigen Konventionen und Hygieneprodukte wehren können und schwärmt seither regelmäßig von der sogenannten „Lunette Menstruationskappe„, erfunden von ein paar cleveren Finninnen. Und dann gibt es ja auch noch die Ruby Cups

lunette
Zugegebener Weise habe ich selbst mich auch noch nicht zu einem Testlauf überwinden können, aber eher aus Bequemlichkeit als aus irgendeiner Art von Ekel oder Bedenken. Nun findet morgen allerdings der allererste Menstrual Hygiene Day statt (eine Pressemitteilung der Lunette-Truppe erinnerte mich daran), und zwar unter dem Motto „Breaking the Bloody Taboo“. Es ist also vielleicht an der Zeit, mal kurz über dieses stiefmütterlich behandelte Thema zu sprechen, interessiert mich nämlich schon seit einer Ewigkeit, bloß war noch nie der richtige Zeitpunkt zum „Öffentlich-Drüber-Quatschen“ da. Kann doch nicht sein, dass wir uns im Jahr 2014 immer noch so fürchterlich genieren und echauffieren. 

Weil das hier keine Werbung sein soll, lassen wir jetzt einfach das (etwas ulkige) Video erzählen, womit wir’s hier zu tun haben: 

Laut befreundeter Amazone klappt’s wirklich. Und auch mein eigener Verstand und das Umweltbewusstsein schreien: AUSPROBIEREN! Von Tampons bin ich nämlich auch kein großer Fan, obwohl ich trotz Zwicken und Zwacken stets treuer Anhänger selbiger war. Wenn da bloß nicht dieses Auswaschen wäre (ich meine, was macht man denn auf einer öffentlichen Toilette?).

Nun kann ich mir selbst, dank des Böhnchens, noch ein bisschen Zeit lassen mit dem Apothekenbesuch zwecks eines Selbstversuchs. Und ihr so? Ausprobieren kann ja eigentlich nicht allzu verkehrt sein. Oder verursachen die Menstruationskappen hier eher ein allumfassendes Schaudergefühl? Könnt‘ ich natürlich auch verstehen. Ich frage mich bloß, weshalb wir uns so schrecklich zieren. Wegen dem, was die anderen sagen könnten (Uuurgh, ihh, bist du des Wahsninns??), oder wirklich aus ganz persönlichen Gründen? Erzählt mal <3 

(Zeichnung oben: Nike Jane) 

37 Kommentare

  1. Natalie

    Uff, ich müsste mich da echt überwinden, diese Dinger zu benutzen.
    Sehr schade, dass ihr das hier nicht als Werbung kennzeichnet. Früher hab ich euch gerne gelesen und gegen ab und zu gekaufte Artikel habe ich auch nichts, aber irgendwann ist es echt zuviel, sorry. Schade.

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    1. Nike Jane Artikelautor

      Liebe Natalie,
      es handelt sich hierbei weder um Werbung, noch um einen gekauften Artikel, deshalb ist er auch nicht als solcher gekennzeichnet <3

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  2. Anna

    Über diesen albernen und vollkommen sinnfreien Ekelgedanken springen und machen. Wir sprechen hier von unserem eigenen Körper, also sollten wir erstens damit klarkommen, was in eben diesem passiert und uns zweitens auch gerade bei unseren heiligen Räumlichkeiten überlegen, was wir da allmonatlich drin verstauen.

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  3. Katze

    Ich finde es immer wieder traurig wenn Mädchen und Frauen eingehämmert wird sie seien abstoßend. Dass das nicht gerade Liebe zum eigenen Körper fördert liegt ja auf der Hand. Aber das ist ein ganz eigenes Thema. Ich benutze auch ein Tässchen. Meins ist von meluna aber es gibt auch noch den diva cup. Und ja, es funktioniert und ist meiner Meinung nach viel angenehmer
    Das Tässchen muss nämlich bei richtiger Größe nur einmal täglich geleert werden. Bei Größe und Weichheitsgrad und Handhabung muss man sich ein bisschen einfuchsen, aber meluna zB bietet da einen super service. Ich finde das Thema interessant und schön, dass ihr das nicht tabuisiert!!! Viel liebe, Katze

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  4. Sophia

    eigentlich hast du recht und warum nicht ausprobieren, wenn es nichts ist, dann eben wieder zurück zum alten.
    famose illustration übrigens, liebe nike. 🙂

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  5. miriam

    ich habe selbst seit kurzem eine menstruations-tasse und muss sagen, dass ich aus bequemlichkeit trotzdem noch oft auf tampons zurückgreife. das gewöhnen an das neue „ding“ dauert bei mir wohl noch ein bisschen. aber was ich sagen kann ist: man spürt die tasse wirklich gar nicht – oder ich zumindest spüre sie gar nicht beim tragen. das hat mich überrascht, da sie auf mich schon eher gross wirkt.

    to be continued 🙂

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  6. anna

    ich gehöre auch zum amazonen-klub!
    ich habe letzten sommer gleichzeitig die pille und die tampons abgesetzt, das war für mich so ein feminismus-freiheits-neugier-ding. und obwohl es sich gut anfühlt, rede ich nicht drüber.

    klar, anfangs ist das seltsam: blut und schleim ist halt einfach nicht geil und man muss erst mal mit der handhabung vertraut werden. Aber trotzdem bin ich inzwischen innige (und mucksmäuschenstille) verfechterin dieser methode. Ich hatte da auch nie ein problem mit, weder bei freunden zuhause noch auf öffentlichen toiletten. die notfall-tampons sind zwar immer dabei, bisher aber nicht zum einsatz gekommen. kann man ja auch echt ne weile drinlassen, dieses ding, soviel kommt da dann doch nicht raus 😉 dieses jahr gibts dann die probe unter extrem-bedingungen: fusion genau zur frauenzeit.

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  7. Sara

    Ich finde es wirklich furchtbar wie manche Kulturkreise ueber dieses Thema denken. Und auch viele Frauen in unserer Gesellschaft, die die Monatsblutung abstossend/nervig/ekelig finden, kann ich leider echt nicht verstehen. Es ist doch alles eine Frage der Einstellung. Meine Mutter hat mir von kleinauf immer gesagt, dass so eine Monatsblutung doch auch etwas schoenes ist. Weil es ein Zeichen des Frau-seins ist und auch dafuer steht, dass wir Kinder bekommen koennen – und das ist doch klasse! Und wenn ich mal einen zickigen tag hab, wuerde ich nie auf die Idee kommen das mit meiner Periode in Verbindung zu bringen! Es wuerde mich sogar extremst aufregen wenn mein Freund sagen wuerde „oh hat Madame wieder ihre Tage“. Ich glaub nicht an so einen Schwachsinn.

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    1. nikki

      „Und wenn ich mal einen zickigen tag hab, wuerde ich nie auf die Idee kommen das mit meiner Periode in Verbindung zu bringen!“
      WORD!

      Ich finde auch, dass das Thema zu unrecht tabuisiert wird.
      Immerhin kriegt ungefähr die Hälfte der gesamten Menschheit monatlich ihre Tage 😀

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  8. Anne

    Also ich bestelle mir das gleichmal 🙂 warum nicht….außerdem, alle die das eklig finden: Ich finde Tampons jetzt auch nicht unbedingt appetitlich:) Ich habe schon länger davon gehört, aber hab auch immer gezaudert, weil ich dachte in der Öffentlichkeits wird mir das zu umständlich, aber in dem Video klingt das doch recht simpel. Übrigens Nike, man sieht hier, dass es keine Werbung ist, da muss ich mich jetzt mal voll auf deine Seite stellen, auch wenn ich mich über die BMW-Sache beschwert hatte.
    Danke fürs Wieder-ins-Gedächtnis-holen der Cups, ich denke hier schlägt Umweltbewusstsein und Gesundheit die Trägheit mal was anderes auszuprobieren 🙂
    Lieben Gruß

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  9. Mila

    Seitdem eine Freundin von mir das zugegebenermaßen extrem seltene TSS (toxisches Schocksyndrom) aufgrund eines zu lange getragenen Tampons erlitten hat und mit halbem Leberkollaps bewusstlos mehrere Tage auf der Intensivstation verbringen musste, benutze ich Tampons mit einem sehr mulmigen Gefühl. Binden sind aber auch scheiße. Warum also nicht die Tasse ausprobieren – ich bin sowieso experimentierfreudig 🙂

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  10. Teresa

    Liebe Nike,
    ich find das ja an sich eine super Idee, hab da auch selbst keinerlei persönliche Gegenargumente. Die einzige Situation, die ich mir komisch vorstelle ist die auf der Arbeits-/ öffentlichen Toilette. Andere Dame betritt das Klo während ich am Waschbecken gerade meine Menstruationskappe auswasche… Das stell ich mir schwierig vor. Selbst wenn ich niemanden antreffe müsste ich ja danach wieder in die Kabine zurück um sie wieder einzusetzen, bzw. gleich mit zwei Kappen hantieren…
    Zuhause kann ich mir das aber prima vorstellen, da komm ich vom Klo aus ans Waschbecken, könnte das Wunderteil ausspülen und direkt wieder verwenden, da spricht gar nix dagegen! Also vielleich an zuhause-Tagen und Abenden und für Arbeits-und unterwegs-Tage doch eher obs? So könnte man immerhin die Hälfte des Mülls sparen….

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  11. mia

    voll gut eigentlich! hatte mich mal kurze zeit mit dem moon cup beschäftigt, es aus bequemlichkeit dann aber doch irgendwie gelassen und vergessen. aber ich glaube, ich werds jetzt nochmal in angriff nehmen.
    herrlich, wie du drüber schreibst, nike!

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  12. Tati

    Ich hab das getestet, war erst begeistert, bin dann ernüchtert aber wieder zurück zu Tampons….wenn das Ding mal verrutscht und das ist sehr leicht und man merkt es nicht, hat man den Salat, dann ergießt sich die rote Suppe nämlich ins Höschen. Für die Umwelt ist es sicherlich besser, jedoch bin ich mir nicht sicher, ob es tatsächlich besser für die Gesundheit ist…immerhin staut man das alles an und es fließt quasi wieder zurück… noch ein Negativpunkt: es ist eine ziemliche Sauerei, das Ding auszuleeren, weil sich auch Parikel oder größer darin befinden, ist also nicht so, als würde man eben ein bisschen Wasser in die Toilette gießen. Wenn man nicht gerade ein Waschbecken daneben hat (wie in öffentlichen toiletten der Fall, da ist man ja in einer Kabine), kann man das Tütchen nicht ausspülen… nich so geil.

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    1. Carolin

      Holla, wie ist das denn passiert? Ich benutze die Tässchen seit 10 Jahren, habe 3 verschiedene Modelle ausprobiert und mir hat sich noch nie „rote Suppe ins Höschen“ ergossen. Es kann sein dass mal ein paar Tröpchen daneben gehn wenn der Cup zu voll ist, aber das passiert bei Tampons auch wenn sie vollgesogen sind (und außerdem viel schneller). Mit der Zeit bekommt man ein Gespür dafür, wann man leeren sollte bevor was daneben geht (und das ist dann meistens nur so 1-2x am Tag). Es fließt übrigens nichts zurück, denn durch die kleinen Löcher am oberen Rand läuft der Cup über und aus wenn er wirklich mal zu voll ist.

      Ich hatte den Cup dabei als ich durch Südamerika und Israel gereist bin und man kann ihn auch super ohne Waschbecken neben dem Klo reinigen. Entweder nimmt man eine Wasserflasche mit aufs Klo und wischt den Cup mit Toilettenpapier aus (für die größeren Partikel), man pinkelt schnell mal drüber (Urin ist keimfrei) oder man nimmt ihn halt mal kurz mit raus zum Waschbecken, wäscht ihn aus und geht dann wieder in die Toilette um ihn einzusetzen – so mache ich das meistens. Ich habe den Cup schon ungefähr überall gewechselt – auf der Toilette in der Unibibliothek, in WCs in Cafés und Restaurants, im Wald beim Campen und auf der Bus- und Bahntoilette. War alles super unproblematisch. Gerade in der Backpackerinnenszene schwören viele auf den Cup – und die sind oft in den schwierigsten „Klosituationen“ unterwegs.

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  13. Rahel

    Ich hab seit kurzem auch so ne Muschitasse (meine ist von meluna und glitzert, welcher Tampon tut das schon :D) und bin total begeistert von ihr. Sie fühlt sich wider Erwarten sogar hygienischer an als Tampons, man spürt sie nicht und produziert keinen Müll. Falls man nicht weiß, wie man das Ganze unterwegs handhaben soll: es reicht auch, sie mit nem feuchten Tuch oder Stück Klopapier auszuwischen (wenn überhaupt), da muss man sich nicht vors öffentliche Waschbecken stellen und ausspülen.. Es ist ja nur das dran, was eh wieder drankommt 😉 und desinfiziert wird dann am Anfang und Ende des Zyklus. Wir sollten uns echt etwas entspannen, was das Thema angeht, da geb ich Nike recht. 🙂

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  14. Augustine

    Ich benutze auch seit einigen Monaten eine Lunette und will nie mehr zurück zu Tampons. Da man die Tasse so selten leeren muss, kann ich das meist zuhause machen und falls es doch mal unterwegs sein muss, nehme ich einfach eine Flasche Wasser in die Kabine mit, damit lässt sich die Tasse super reinigen.

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  15. Merle

    Liebe Nike, ich finde es spitze, dass du dich diesem Thema widmest! Mir geht es ebenfalls gehörig auf die Nerven, dass eine der natürlichsten und ja auch notwendigsten (Stichwort: Fortpflanzung) Dinge der Welt so tabuisiert und als eklig dargestellt wird. Ein Satz ist mir aber leider sehr negativ aufgefallen: „Ein Mal im Moment leiden wir also an PMS, wir schlürfen entkrampfenden Tee, schreien sinnlos Wände, Männer oder Verkäuferinnen an…“. Mit dieser Beschreibung förderst du nämlich selber ein gewisses Klischee. Das Wort „leiden“ suggeriert, dass es sich um eine Krankheit oder zumindest etwas Falsches handelt. Und die Aussage, wir würden Wände, Männer oder sonstwen anschreien, ist doch wirklich Blödsinn (ich habe solches Verhalten weder bei mir noch bei Freundinnen erlebt) und fördert den Gedanken, wir seien aufgrund unseres Zykluses zeitweise unzurechnungsfähig und schlichtweg nicht normal. Und dieses Bild (was ja auch kursiert und gerade von Männern gepflegt wird, so nach dem Motto: „Die ist im Moment nicht ernst zu nehmen.“) wollen wir doch auch nicht fördern, oder?! 😉

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    1. Nike Jane Artikelautor

      Liebe Merle,
      herrje, deine Kritik kann ich gut verstehen! Da unterscheiden sich die Freundeskreise dann wohl wirklich! Ich selbst und die meisten meiner Freundinnen „leiden“ tatsächlich unter PMS UND der Periode, so natürlich dieser Vorgang nunmal auch ist (Stichwort: Übelkeit, Erbrechen, Ohnmacht vor lauter Krämpfen). Aua. Und ja, da fluche ich dann auch mal, wenn man mich reizt. Bloß sind Frauen ja keine Püppchen und deshalb ist da jeder anders und jeder fühlt auch anders. Mir geht es eher darum, dass man meckern darf, wenn man das Bedürfnis danach, dass man aber auch vor Freude tanzen darf – egal, was da ob der Periode in Körper und Kopf passiert, man sollte doch 2014 drüber reden dürfen und können, genau! <3

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      1. Merle

        Ui, da haben wir wohl tatsächlich sehr unterschiedliche Erfahrunsgwerte. Auch spannend. So wie du das jetzt oben beschrieben hast, kann ich mich auch schon viel mehr damit anfreunden. 🙂

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      2. Renate

        hallo merle, das ist kein klischeeeeee!!!!! ich habe mit dem PMS problem jahrelang gelebt. es ist halt einfach mal bei einer dame so und bei der anderen so ! also warum „kritisieren“ wenn du nicht für alle frauen sprechen kannst. wohl derjenigen die nicht damit kämpft….

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  16. greta

    Bin großer Fan und habe schon erfolgreich 3-4 Freundinnen und meine Mutter missioniert. Nach kurzer eingewöhnungszeit waren alle begeistert! Von daher sehe ich das hier auch wirklich nicht als Werbung sondern als Produktinformation. Das Teil gibts auch unter Diva- und Mooncup

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  17. Kristina

    Ich benutze seit Januar den Ruby Cup und bin super begeistert. Ich finde das Tragegefühl 1000 mal besser als bei Tampons und habe mich ziemlich schnell dran gewöhnt. Man fühlt den Cup wirklich Null. Ich mache auch Sport damit und es ging noch nie was daneben.
    Und ich finde das Ganze auch aus wissenschaftlicher Sicht mega interessant, weil man wirklich mal sieht, was da so rauskommt und vor allem wieviel (mein Cup hat sogar ne Maßangabe, haha).
    Mir hilft es immer den Cup vorher heiß auszuwaschen, weil dann das Silikon weicher und flexibler wird und man ihn leichter reinbekommt.
    Cool, dass du das Thema publik machst, Nike! Ich kann den Cup wärmstens empfehlen.

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  18. Sharareh

    Ich bin definitiv unzurechnungsfähig während meiner Tage und zusätzlich extrem schwächlich. Hab schon öfters von diesen Cups gehört, kann mich aber noch nicht überwinden.
    Aber was solln das für ne Studie ausm Iran sein? Wurde die in den Hizbollah-Vierteln Teherans gemacht? Bin echt viel in meinem Heimatland unterwegs und ich muss sagen, dass die Frauen da egal aus welcher Gesellschaftsschicht einen recht natürlich-lockeren Umgang mit der Periode haben. Aufklärung findet auch im Iran statt! Halt nicht in der Schule, aber durch Verwandte.

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  19. Anastasia

    Die Teile sind super! Seit 3 Jahren dabei und nie mehr ohne. Angenehmer, stressloser, billiger, nachhaltiger und und und 🙂
    Der Tip mit der Wasserflasche auf öffentlichen WC´s wurde eh schon genannt. Und auch der Rückstau ist Blödsinn, der Diva Cup zb hat 4 kleine Löcher an den Seiten oben. Der Vorteil ist, dass es langsam übergeht, viel passt ja durch die winzigen Löcher nicht. Nicht wie mit Ob´s wo plötzlich der Schwall kommt.. 😉

    Gutes Thema- Yeah yeah!

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  20. carlotta

    Kann nur alle ermuntern, das Tässchen auszuprobieren (Fabrikat egal, es gibt mittlerweile fast alle Preisklassen und Ausführungen). Ich nutze sie seit fünf Jahren – dabei wollte ich das Ding eigentlich nur für einen längeren Outdoor-Urlaub haben. Seitdem habe ich noch genau ein Mal Tampons benutzt – Notfall! – und war geschockt, wie unangenehm, stinkend und wenig saugstark die Dinger sind. Bei mir sind Periodenschmerzen/Trockenheit/ständiges-an-die-Periode-denken mit der Tasse total verschwunden, und ich muss sie wirklich nur an starken Tagen zweimal am Tag ausleeren (das geht notfalls auch ohne Waschbecken bzw. Wasserflasche, indem man – verzeiht mir, falls es euch zu unappetitlich ist -, darüberpinkelt. Urin ist gleichzeitig steril, also auch super für alle Outdoor-Freunde und alle mit Hygienebedenken).
    Mein Fazit: Unbedingt machen! Und drüber reden, auch wenn die Vorbehalte sehr tief sitzen. Aber nur so schaffen die Tassen vielleicht einmal den Weg aus der Nische und wir versauen der Tampon-und Bindenindustrie das Geschäft 🙂

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    1. Carolin

      Super Statement, Carlotta. Ich bin ebenfalls begeistert, wie pflegeleicht und easy die Cups im Vergleich zu Tampons sind (auch wenn man es erstmal vielleicht genau andersrum erwartet). Man muss nur alle paar Jahre einen nachkaufen, man muss keinen Vorrat im Haus haben, man muss nicht alle 3-4 Stunden wechseln sondern nur 1-2x am Tag (ich wechsele meist nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen, das reicht), sie trocknen nichts aus, sie riechen nicht, sie haben ein höheres Aufnahmevermögen als Tampons oder Binden und sind gleichzeitig absolut nicht zu spüren, sie sind umweltfreundlich, man kann mit ihnen reitenschwimmentennisspielen, man kann sie super mit auf Reisen nehmen, sie lassen sich leicht reinigen und nach jeder Periode ganz leicht sterilisieren. Ich warte auf den Tag, an dem ich in den DM marschieren und mir einen neuen Cup kaufen kann. Ich finde, dort im Sortiment wären sie super aufgehoben 🙂

      Liebe Grüße, Carolin

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  21. Lale

    Woher hast Du bitte diese Studie über den Iran? Diese Zahlen wären mir neu. Ich hasse es, wenn Mädchen wie Du sich über anderen „Kulturen“ auslassen und Ihre Erhabenheit darüber definieren. Hier leben auch Menschen aus dem Iran, die Deine scheiß rassistischen Bemerkungen nicht hören wollen!

    Antworten
    1. Nike Jane Artikelautor

      Liebe Lale,

      Olga hat die Sache mit der Studie bereits ins rechte Licht gerückt. Wenn man sich mit dem Thema „Aufklärung“ beschäftigt, und zwar nicht nur in Deutschland (wie es vielleicht ein engstirniger Faschist tun würde), dann „stolpert“ man erschreckender Weise sehr häufig über solche „realen“ Zahlen. Die mangelnde Aufklärung in vielen Teilen dieser Erde ist leider kein Geheimnis und ein Umstand, auf den der weltweite „Hygiene Tag“ im Übrigen aufmerksam machen will.

      Ich denke, du weißt selbst, dass du dich etwas im Ton vergriffen hast und mit deinem Rassismus-Vorwurf sehr weit am Ziel vorbei geschossen bist.

      Liebe Grüße
      Nike

      Antworten
  22. Olga

    Einmal Google anschmeißen und man findet auch diverse Quellen für die 48 % der Mädchen im Iran:
    http://menstruationresearch.org/2013/06/10/have-you-heard-menstrual-hygiene-goes-global/#one
    Die Quelle steht unten. Potenziell war das eine Konferenz, das entsprechende Paper habe jetzt nicht in einer Minute gefunden.

    Ich hasse ja diese Leute, die immer Rassismus schreien und von anderen Kulturen hat eh niemand gesprochen. Die hohe Zahl spricht wohl eher für schlechte Aufklärung der jungen Mädchen in einer tabuisierenden Gesellschaft. Und bevor mich jetzt jemand rassistisch motiviert ennt: auch dazu gibt es zig Studien.

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  23. Elvira

    ja! bin auch für machen. hab mich da irgendwann im internet in was über die diva cups reingelesen und bin seitdem noch viel entspannter mit der Regel. Kein oh-my-god ich hab vergessen Tampons einzupacken, oder sie lecken schon wieder, weniger bis keine Regelschmerzen. Und: nur 1–2 Mal am Tag wirklich dran denken müssen.

    Am Anfang ist das ins sich reinfassen ein bisschen gewöhnungsbedürftig und es braucht ein klein wenig Übung, aber ich finde es nicht eklig, ich finde eher, man lernt sich noch n Stück besser kennen 🙂

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  24. Jasmin

    Also ich muss beschämenderweise zugeben, dass ich von den Kapseln noch nie gehört habe… Leider!
    Ich bin da grad voll begeistert von und werde es definitiv mal ausprobieren!
    ich bin zwar im allgemeinen nicht so der Fan eines Tampons, aber auch Binden sind nicht so supergeil 😀
    Daher warum nicht mal ne Alternative ausprobieren und noch dazu kein Wegwerfprodukt, find ich gut!
    Auch wenn ich mir das einführen zunächst als witzig vorstellen könnte 😀

    Aber definitiv super, dass du darüber berichtest! Ich persönlich gehöre schon zu den Frauen denen ihre Periode auf die Stimmung schlägt, ich merke das selber, dass ich mich dann aus nicht rationalen Gründen quengelig und hängelig fühle und auch mal zickig werde und keiner verstehts! Außer mir, klar weil man es ja nur im Flüsterton zugesteht und sagt was Sache ist. Das ist so schade und ich verstehe nicht, warum man da so ein Problem mit hat.
    Du hast mal in einem anderen Artikel geschrieben (ich glaube es ging um das Menstrations- T-Shirt von… keine Ahnung mehr 😀 ), dass man immer heimlich schnell mit verstecktem Tampon in der Öffentlichkeit zur Toilette geht. Ich hab da bis dato noch nie so drüber nachgedacht, aber es stimmt! Und ich finds kacke! 😀 Ganz ehrlich, keine Frau kann was dafür dass sie blutet und keiner macht es Spaß, aber es gehört dazu und sich schämen, zieren, verstecken und nicht darüber sprechen ist schon irgendwie mittelalterlich.
    Von daher finde ich deine Haltung zu dem Thema sehr erfrischend und vorbildlich, danke dafür!
    Sorry für den Roman 😀
    Liebst Jasmin

    Antworten
  25. Lu

    Habe das nicht als Werbung empfunden, da ja auf Tassen generell hingewiesen wurde. Und die Tassen sind super. Ich habe mir eine gekauft weil ich Geld sparen wollte, ich hätte nie gedacht, daß es mir wegen der Tampons so schlecht ging, aber anscheinend war das so, ich freu mich jetzt direkt auf meine Periode. 🙂 Total anderes Lebensgefühl. Das einzig blöde an den Tassen ist finde ich, daß es nicht so einfach ist die passende zu bestellen. Da muss 1 dann vielleicht noch mal eine andere bestellen, wenn die erste zu weich/hart ist oder die Größe nicht stimmt. Im Internet (youtube, livejournal) gibt es ganz viele Informationen übrigens, hilft beim Aussuchen finde ich.

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  26. Carolin

    TOLLER ARTIKEL, DANKE!!! Ich benutze seit ca. 10 Jahren mein Tässchen und will NIE WIEDER was anderes. Damals waren die Dinger so unbekannt, dass ich es in Kanada bestellen und einen Bekannten um die Benutzung seiner Kreditkarte bitten musste. Wieviele unterschiedliche Cups inzwischen auf dem Markt sind sieht man hier ganz gut: http://www.afriska.ch/menstruationstassen.html
    Ich habe mit dem Diva Cup angefangen, hatte zwischendurch die Lunette und bin dann bei MeLuna hängen geblieben, weil die mit Abstand die kleinsten Modelle herstellen.

    Neulich hatte ich meine Meluna auf einem Wochenendtrip blöderweise zuhause vergessen und musste wieder Tampons benutzen, was mir im Vergleich wahnsinnig unangenehm erschien – die Watte und das Schnürchen trocknen alles aus, was ihnen in den Weg kommt. Es hat gezwickt und gezwackt ohne Ende, weil ich das einfach nicht mehr gewöhnt war. Das passiert mit dem Cup nicht.

    Das Einführen und wieder Rausholen ist am Anfang vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen brauche ich nur noch ca. 3-5 Sekunden dafür. Wer Autofahren lernen konnte kann auch das lernen ;).

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  27. Iliane

    Keine Angst, die Becher sind wirklich all die Aufmerksamkeit wert, die sie in den letzten Jahren vermehrt bekommen. Ich selbst bin manchmal echt Hardcore, wenn es darum geht, laut und ehrlich auf den Tisch zu packen, was uns die Wegwerfindustrie einredet, wie toll doch Tampon und Binde in den Tagen sind. Ganz zu schweigen, was die ältere Generation für (unbegründete), aber teils zumindest verständliche Vorurteile hat. Früher war eben vieles einfach nur iiihhhh. Die Grünen, kein Fleisch essen, die Homo-Ehe, Sex und tausend andere Dinge. Kein Wunder, dass die Cups bis heute mehr oder wenig ein Nischendasein führen. Leider höre und lese ich auch von jungen Leuten noch sehr oft, wie man die Nase über die Becher rümpft. Ist wohl einfach noch nicht cool genug. Aber zum Glück spricht man immer häufiger darüber und vielleicht gehört es irgendwann sogar in die Lehrpläne in Bio? Ich kann es jeder Frau nur empfehlen, es wenigstens zu probieren und ein wenig Geduld mitzubringen.

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