PFW // Die Highlights vom Wochenende –
Mit Céline, Kenzo, Acne, Isabel Marant, Chloé & Co.

29.09.2014 Mode, box3

paris fashion week

Ballerinas sind tot, Schlaghosen kommen nie wieder und der Taillengürtel gehört in die Mottenkiste – wer nun genau davon überzeugt ist, der dürfte spätestens ab der kommenden Sommersaison ein klitzekleines Problemchen haben, denn Tatsache ist: Die 70er sind selbst bei der Minimalismus-Fee Phoebe Philo schwerst angesagt, der Taillengürtel bekommt einen Hauch Judo einverleibt, Denim feiert ein adrettes Revival und eines haben sie gleich alle gemeinsam: Ihre Kollektionen sind eine Hommage an die Weiblichkeit. Vergessen ist das nahezu komplett körperferne der vergangenen Saisons: Es wird verspielt, feminin, hippiesk und deutlich wärmer.

Am vergangenen Wochenende präsentierte nun die Crème de la Crème der französischen Ateliers zur Pariser Fashion Week und wir haben unsere Lieblinge natürlich für euch rausgekramt <3 Von Chloé über Kenzo bis Christian Dior.

Chloé:

70er Jahre, bohemian Looks at its best und eine Prise französischer Lässigkeit. Wir möchten heute einfach bloß Chloé-Girl sein: Natürlich, frei wie ein Vöglein, sensibel und zugleich wahnsinnig stark. Ausgefranste Säume, Taillengürtel, leichte, silhouettenumspielende Materialen und ganz viel Liebe zum Detail. Chloé-Gründerin Gaby Aghion, die das Label 1952 gründete, starb einen Tag vorher im Alter von 93 Jahren.

Comme des Garçons:

Wer meint, Comme des Garçons sei einfach untragbar, für den hält Designerin Rei Kawakubo ein Ass im Ärmel: Comme des Garçons Comme des Garçons – das etwas jüngere Label der Japanerin: Trendunabhängig, einfach schnuckelig, jeden Tag wählbar: Ein klein wenig boyish, Peter-Pan-inspiriert und äußerst adrett. Wir sind überzeugt. Aber das war ja abzusehen.

Céline:

Was Phoebe Philo kreiert, wird Trend – und dieser Fakt dürfte auch in der kommenden Saison wieder voll und ganz eintreffen: Flared Pants, 70er inspirierte Einteiler, Ballerina-Schuhe mit kleinem Absatz, Henkeltaschen, ihre ganz eigene Interpretation von „Schulterfrei“ und Mille Fleurs Prints, die irgendwo zwischen Omis besten Kleidern und Sizilien liegen – ach und hatten wir den Taillengürtel erwähnt? Ja, das gefällt. Sehr sogar!

Kenzo:

Nanu Kenzo, wie hübsch war denn das? Überweite Schlaghosen aus Denim treffen schönste Overalls und flared Dresses in zartester Farbpalette runden das Ergebnis ab. Kenzo noch vor zwei Jahren: Ein it-Label mit Tigerkopf. Kenzo heute? Eine Augenweide. Carol Lim und Humberto Leon, alles ganz genau richtig gemacht.

Acne Studios:

Hmm. Ich weiß nicht so recht. Was hat sich Creative Director Jonny Johansson dabei genau gedacht? Eines steht fest: Acne Studios setzt ebenfalls auf die 70er – allerdings mit leichten Miami Vice-Einschlägen der 80er. Tief geschlitzte Oberteile und leicht zugeknöpfte Westen, Früchteprints, ein Handtuch-Kleid und Neon – nein, ich bin ausnahmsweise gar nicht überzeugt. Außer vielleicht von der braunen Lederjacke im Regenjacken-Stil. Das war’s allerdings auch leider. Schade.

Isabel Marant:

Nun, eigentlich zähle ich mich nicht zur allergrößten Isabel Marant-Fangemeinde, diesmal allerdings hat’s auch mich voll erwischt. Der Grund: Gleich mehrere Trendindikatoren (dazu später mehr) treffen auf ein ziemlich entspanntes Frauenbild, die Farbpalette ist gänzlich nach unserem Geschmack und leichte Fransen ebenso wie See-Trough-Textilien treffen langsam aber sicher so richtig unseren Nerv. 

Christian Dior:

Nun, auch wenn wir uns Raf Simons eigentlich immer noch zurück zu Jil Sander wünschen, macht diese Liaison natürlich ebenso viel Sinn: Christian Dior by Raf – ist ein Fest für’s Auge. Denn wer bereits mit Diors Couture Schauen geliebäugelt hat, der findet die „günstigere“ Version nun auch in der Ready-to-Wear Linie für den Sommer 2015. Heruntergebrochen, ein klein wenig abgespeckt und drum natürlich bezahlbarer. Perfekter Schachzug, Monsieur.

2 Kommentare

  1. Lisa

    Na endlich! Ein bisschen mehr Weiblichkeit hatte ich mir heimlich schon die ganze Zeit gewünscht… Nach dem ganzen Minimalismus-und-gerade-Linien-Ding war das auch irgendwie nötig. Ich freu mich jedenfalls drauf 🙂

    Lisa – AT LEAST BLOG

    Antworten
  2. Sandra

    @Lisa: sehe ich ganz genau so. Auch mit Givenchy und A.Wang kommt in die hochgeschlossene Biederkeit wieder ein Wort zurück: Sex!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr von

Related