Wo bleiben denn
die kritischen Artikel?

29.10.2014 Leben, Wir

konsumGestern ist etwas Wunderbares passiert, denn unter einem Beitrag von Scalamari Jane über das Alleine-Reisen erhitzen sich gleich mehrere Gemüter – einige ein bisschen zu voreilig, jedenfalls wenn mich fragt, andere allerdings völlig zu Recht. „Wo bleiben denn die kritischen Artikel“, fragte da jemand, und „werdet ihr jetzt wie andere Modeblogs“? Im allerersten Augenblick muss man da als Mit-Verantwortliche für dieses Schlammassel natürlich kräftig schlucken und mitunter auch heimlich ein paar Wut-Bröckchen zurück dorthin schicken, wo sie herkommen, man ist geneigt „Na hört mal, ihr dürft das hier alles umsonst lesen, also beschwert euch nicht!“ durch den Bildschirm zu brüllen, aber bevor es überhaupt zu Sinnlosigkeiten wie diesen kommen kann, schaltet sich in solchen Situationen freundlicher Weise doch wieder das Gehirn ein. Wie wundervoll ist das denn eigentlich? Wir sind nämlich ganz offensichtlich nicht wie „alle anderen Modeblogs“, denn wir haben euch. Schlaue Fuchs-Leser, die sich keineswegs mit Shopping-Plattitüden zufrieden geben wollen, zumindest nicht ausschließlich.

Es gibt nur ein winziges Problem: Als erste Motz- und Schwadronier-Beauftragte des Jane Wayne Teams schwächle ich gerade wie nie zuvor. Und das hat gleich mehrere Gründe.

Was zum Henker ist beispielsweise mit den „Die Sache mit…“ Texten los, mit den Gedanken mitten aus dem Leben? Es gab doch schließlich mal eine Zeit, in der ich mich vor lauter „Singleseinwehwehchen“ oder „Angsthasenmomenten“ kaum mehr retten konnte. „Art never comes from happiness“ stellte der Schriftsteller Chuck Palahniuk einst fest und irgendwie ist da was Wahres dran. Denn worüber sollte ich mich mittlerweile schon beklagen? Was ich allerdings durchaus noch in mir trage, sind all die Erinnerungen an noch wildere Zeiten, lauter Geschichten verrückter Freunde und auch viel bisher Ungesagtes – das wäre alles aufschreibbar, bloß würdet ihr die Zeilen überhaupt lesen wollen? Ich erinnere mich nämlich noch zu gut an etliche klägliche Versuche meinerseits, einer Handvoll Leser zu vermitteln, dass es sich bei Ergüssen dieser Art tatsächlich um freie Texte statt um hundspersönliche Tagebucheinträge handelt. Aber klar, was soll man da denken: Wenn eine Mami plötzlich über den Irrsinn einer Dreiecksbeziehung tippen würde? 

Wo wir auch schon beim nächsten Punkt angelangt wären: Ich bin jetzt Mami, was gleichzeitig bedeutet, dass ich zuvor ein paar Monate schwanger war – da bleibt momentan schlichtweg nicht die Zeit zum ständigen Durchforsten des Internets, zum Suchen großer und kleiner Ungereimtheiten, zum Ausfindigmachen amtlicher Aufreger, über die es sich zu schreiben lohnt. Ich formulierte es es bereits gestern wie folgt: Weil wir nun mal ganz echte Menschen sind und auch keine riesige Redaktion, wirkt sich nunmal auch das echte wahre Leben auf diese Seite hier aus. Chaos, Überraschungen, Durststrecken – alles dabei <3 Ist doch schön.

Trotzdem bin ich selbst vermutlich diejenige, die angesichts dieses kleines „Lochs“ im Jane Wayne Kosmos am allermeisten verzweifelt. Ich habe es in letzter Zeit ja gerade mal hinbekommen, mich über den beschissenen Alltagssexismus und perfide Marketingkonzepte zu echauffieren. Ein Baby haben und gleichzeitig mordsgerne arbeiten (da ist noch so viel mehr als Jane Wayne), das sind nämlich zwei Geschichten, die sich wirklich nur mittelgut miteinander verbinden lassen. Wie sieht es eigentlich hiermit aus? Besteht vielleicht sogar Interesse an ein paar ehrlichen Worten aus meinem neuen Leben als Löwenjungenfütterin?

Vielleicht können wir ja auch ein bisschen zusammen halten und uns gegenseitig Gutes tun um die nächsten Wochen zufrieden zu überstehen: Wann immer ihr ein Thema im Kopf habt, das euch auf der Seele brennt, oder ihr über etwas stolpert, das euch richtig sauer gemacht hat, schickt mir doch gern ein paar Anregungen: nike@thisisjanewayne.com. Ich würde mich freuen, echt wahr und vielleicht fällt mir das Tippen zwischen Babykotze und Babykacka dann sogar etwas leichter. Win win!

Abschließend möchte ich noch ganz schnell unserer Leserin Ronja danken: Sie kommentierte unter anderem: „(…) Selbst für den Weihnachtsgeschenke-Wunschpost gibt es eine Erklärung, fast Entschuldigung, und kein bloßes Dargestelle von Teurem & Schönen, bei Outfit-Posts geht es nie nur um das Outfit, sondern immer auch ein Stückchen um eure Jane-Seele und -Gedanken…“. Besser hätte ich es kaum ausrücken können. Sicher ist nämlich, dass nur weil ich Mecker-Futzi derzeit weniger meckere, Jane Wayne nicht weniger wunderbar ist. Bloß ein bisschen anders.

28 Kommentare

  1. Chael

    Ich wäre sooo dankbar über ein paar ehrliche Worte zu diesem Thema: „Ein Baby haben und gleichzeitig mordsgerne arbeiten, das sind zwei Geschichten, die sich wirklich nur mittelgut miteinander verbinden lassen. Wie sieht es eigentlich hiermit aus? Besteht vielleicht sogar Interesse an ein paar ehrlichen Worten aus meinem neuen Leben als Löwenjungenfütterin?“ Ich habe nämlich das Gefühl, dass ich mein babyfreies Leben schon kaum auf die Reihe kriege. Wie schaukelt frau da ein Kind, bleibt/wird happy und trotzdem noch immer ein eigenständiger Mensch (Stichwort: Mutti-Klischees)?

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    1. Katja

      Ich möchte auch was zum Mutti-sein-und-arbeiten lesen! Die für von aussen scheinbare totale Unvereinbarkeit von beidem hält zumindest mich immernoch extrem vom Babywunsch ab – und ich meine damit nicht nur Mutti-sein-und-arbeiten sondern vor allem Mutti-sein-und-irgendwas-sonst. Mit Schrecken beobachte ich, wie eine Freundin nach der anderen genauso ein Mutti-Klischee wird. Wie Chael hab ich das Gefühl, shit, ich kriegs schon allein kaum hin! Wie machst Du das, Nike?? Ich konnte ja schon nicht fassen, wie du frisch aufgeschnitten ein Baby durch die Gegend tragen kannst!

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  2. Lotta

    Ach Nike, es ist so schön von dir zu lesen!
    Und nachdem du ja sagst, dass du gerne Anregungen hättest: Was ist mit Roberta 🙂 ? In so einer Erzählung lässt sich doch auch wieder unverblümt über die Probleme einer Dreiecksbeziehung schreiben…
    Bitte rechtfertige dich nicht fürs Mama-Sein! Genieß es! Und, ja bitte, mehr von deiner Rolle als Löwenjungenfütterin, den schönen Momenten und den vielen Problemen die es mit sich bringt. Es gibt nämlich noch ein paar mehr junge Mamas da draußen, die nicht „nur“ Mama sein wollen (auch wenn das ein bisschen blöd klingt, aber ich hoffe du weißt wie ich das meine)
    Vielen Dank für so viele gute, reflektierte Artikel, die ihr hier bestimmt in mühevoller Arbeit schreibt! Ich glaube die Mehrheit weiß jeden einzelnen Text von euch Janes sehr zu schätzen!
    <3

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  3. Banshee

    Bin ebenfals recht frische Mama und obwohl der Höhepunkt meines Tages doch insgeheim die Zeit ist, wenn das kleine Engelchen endlich (ENDLICH!) schläft, werden Babies einfach nicht langweilig. Ich würde mich echt freuen, mehr von Lio und deinem Alltag mit ihm zu lesen! Alles Gute für euch 🙂

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  4. anna

    auch als nicht-mutter: gerne mehr vom baby-wahnsinn! ist doch spannend. und die idee mit den anregungen per mail finde ich auch richtig spitze. einfach weiter so, girls. (:

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  5. Sina

    Liebe Nike,
    ich find es so große Klasse, wie ihr mit dieser Kritik umgeht!
    Muss euch trotzdem in Schutz nehmen:
    Man wird älter, Präferenzen verschieben sich.
    Das ist nun mal so und kein Beinbruch, besonders wenn es sich um ein kostenlos verfügbares Blogformat handelt.

    Trotzdem sind es besonders deine Artikel, die einen fern ab vom Modekosmos zum schmunzeln, nachdenken und philosophieren anregen.
    Gerne wieder mehr davon und gerne auch Lio-lastig!

    Fände auch Artikel in die andere Richtung spannend:
    Wie ist das denn jetzt für die anderen Janes? Jetzt wo plötzlich eine Mama ist?
    Kenne diese Situation aktuell nämlich nur zu gut! 🙂

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    1. Christina

      Da kann ich mich Sinas Vorschlag nur anschließen.
      Ich bin selbst nämlich auch in der Situation, dass in meinem Bekanntenkreis auch sehr viele frischgebackene Eltern sind, die Single-Freundin ohne Kind bleibt da natürlich öfter außen vor.
      Wie geht’s also Sarah Jane als Tante z.B.?

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  6. Leonie

    Ja ja ja, gerne auch mehr als nur ein paar Worte zum neuen Leben!
    Dass deine Texte keine Tagebucheinträge sind, dürfte klargeworden sein, und wenn das jemand nicht versteht, soll dich das bitte nicht vom Schreiben oder Veröffentlichen abhalten -also ja, ich bin mir sicher, nicht nur ich würde diese Zeilen lesen wollen!
    Muss ja nicht unbedingt Gemecker sein 😉
    Weiter so, ihr Janes <3

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  7. Cori

    Ich bin vor drei Wochen Mutter geworden und muss Nike meinen Respekt aussprechen. Ich wüsste gerade nicht wie und wann ich sinnvoll arbeiten könnte. Also erstmal einmal Danke! Danke für die Artikel die du (schon wieder) schreibst. Mir ist auch klar, dass ein Blog (ihr) von irgendetwas leben muss, deshalb empfinde ich die Kritik wg der Promotion viel zu hart. Ich freue mich darauf weiter von euch zu lesen. Und an Einblicken aus deinem Mama-Leben bin ich ebenfalls sehr interessiert! Nicht nur die tricky Kombination Beruf und Mutter ist Artikel wert.

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  8. alex b.

    Hallo Nike!
    Ich komm gern bei Euch vorbei und wäre interessiert am Spagat, denn auch ich hab Nachwuchs und durfte als Selbständige halb gewollt halb gemusst ohne Einhaltung irgendwelcher Mutterschutzfristen arbeiten. Ich bin zufriedener mit Arbeit, allerdings lässt der Spagat 50% Arbeit, 50% kleine Dame nicht wirklich Raum für mich und ich frage mich stets verwundert bei den selbständigen Übermüttern, die nachts um zwölf arbeiten, wie das funktionieren kann, wenn man noch nicht wieder durchschlafen kann und kein Netzwerk mit Babysittern in der Nachbarschaft hat…. Also bitte: her mit den ehrlichen Worten 🙂

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  9. Olivia

    Ich bin schon fast Mitleserin der ersten Stunde hier und hab mich bisher nie geäußert: Aber ich muss ehrlich sagen, dass gerade die Beautynews von Scalamari immer nicht so richtig zu eurem Konzept passend finde. Das ist mir persönlich immer zu viel 0815-blabla-Blogger-Kram, der schlicht konturlos und oberflächlich ist. Tut mir leid, ich meine das nicht persönlich gegen irgendjemanden, aber Nike ist eben die Persönlichkeit, die mich immer wieder herzieht und kein „Guck meine Wimpern klimperklimper…“

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    1. Franzi

      Ja, das hab ich mir auch schon mal gedacht. Vor allem weil Beauty berichte allgemein meist so positiv sind, dass ich mir manchmal wie in einer Dauerwerbesendung vorkomme. Es gibt ja auch noch mehr als Produkte austesten…

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    2. skogen

      Das finde ich ganz ehrlich leider auch… 🙁 Und dabei gefällt mir der Rest vom Blog doch eigentlich so gut.

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      1. tanja

        Da muss ich meinen Vorrednerinnen leider auch zustimmen. Die Beauty-Beitrage von Scalamari waren einfach immer irgendwie langweilig und „typisch“für die – sorry für den Ausdruck – „-achso-hippe-Beauty-Blogger-aus-Berlin“ Fraktion. Nikes Beauty-Beiträge waren dagegen meist persönlich, ohne Getue und einfach irgendwie schön zu lesen. Wäre schön mal wieder etwas aus der Rubrik: „Nikes-Lockenpracht“ zu lesen.

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  10. Michaela

    Ich würde auch gerne Nike-Babyalltagsgeschichten hören und ich bin noch nicht mal selbst Mama 🙂

    Übrigens finde ich Beauty-News (wenn es nicht um Naturkosmetik geht) auch nicht immer spannend, aber bei Scalamaris witzigem Schreibstil und den schönen Fotos freue ich mich trotzdem immer über jeden neuen Artikel von ihr… schade, dass sie gestern alles abbekommen hat!

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  11. Sandra

    Kann mich den anderen nur anschließen. Allerdings hört sich der Text oben ein bisschen so an an, als ob nur Nike kritisch schreiben kann oder mag.. Ich hoffe, dass die anderen auch ab und an mal was posten, wenn ihnen irgendwas quer im Magen liegt. Das hat nix mit Motzen zu tun. Insgesamt finde ich es bemerkenswert, dass a) Kritisches Denken offensichtlich von vielen immer öfter schon mit Motzen gleichgesetzt wird. Daran sieht man, wie sehr unsere Hirne inzwischen von diesem überall „Gefallenwollending“ im Like- Wahnsinn und vom werbischen PR-Geschreibe geprägt sind. b) macht gerade das Kritische und das Lena Dunham-Mäßige diese Seite aus und das ist gut so!

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    1. Mila

      Das sehe ich genauso – Kritik wird im Netz mittlerweile viel zu oft mit der Hater-Totschlagkeule behandelt. Klar gibt’s solche und solche Töne in kritischen Kommentaren, aber insgesamt sollte es wünschenswert sein, wenn die Leute beim Konsumieren von Blog-Inhalten nicht ihr Hirn ausknipsen. Es macht doch die Sache gerade erst spannend, wenn nicht alles unter der Herzchen-Liebst-Gefällt-mir-Daumenhoch-Decke verschwindet. Vielfalt, bei Geschmäckern wie auch bei Meinungen, ist immer gut. Ich bin jetzt seit über 15 Jahren freiberuflich publizistisch tätig (übrigens auch als Mama ;-)) und musste auch schon diverse Male Prügel einstecken. Und das ist voll okay, weil jeder einzelne kritische Beitrag auch in irgendeiner Form ein Erkenntnisgewinn war, stimmt wirklich. Und sei es auch nur die Erkenntnis, dass manchmal Positionen einfach unvereinbar sind.
      Ups, voll abgeschweift, sorry.
      Ansonsten: die Beauty-Posts sind so, wie sie bislang präsentiert worden sind, auch nicht so meins. Da wird mir persönlich zu wenig hinterfragt und sie sind nicht edgy genug. Aber bestimmt gibt’s viele, die da trotzdem ihren Spaß dran haben, also warum nicht. Mich muss ja nicht jeder einzelne Artikel ansprechen.
      Und Nike, wenn dir wirklich danach ist, dann lass gern mehr von deiner veränderten Lebenssituation vernehmen – deine Leserinnen reifen ja mit dir mit und tatsächlich steckt die eine oder andere mittlerweile in genau der gleichen Situation wie du.

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  12. Amelie

    Ich freue mich ebenfalls stets, von Nike zu lesen (auch Baby-Content, bitte!). Und verstehe die Kritik an der Lebensstil-Differenz zwischen euch und einigen Lesern sogar ein bisschen.

    ALLERDINGS finde ich auch, dass wir fair bleiben sollten: Nur dank Nike UND Sarah wurde der Blog zu dem, was er heute ist. Auch bei Sarahs Outfit-Posts und ihrem strahlenden Lächeln geht mir echt das Herz auf. Und ich bin mir ganz sicher, dass auch sie die Lust und das Zeug dazu hat, die herbeigesehnten kritischen Artikel zu verfassen.

    Zu Scalamari sei gesagt: Ja, vielleicht täte ein etwas kritischerer Anstrich manchen Artikeln gut. Nicht alles, was man testet (egal ob umsonst oder nicht!), muss automatisch super sein. Erfahrungsberichte müssen nicht immer positiv sein! Trotzdem, und jetzt kommt das große Aber: Sarah aka Scalamari ist von den drei Neuzugängen die fleißigste, wenn nicht sogar die talentierteste. Das geht nicht gegen die anderen beiden, aber von ihnen (besonders von Anni Jane) kommen einfach viel zu selten Artikel – deshalb finde ich es, ähnlich wie Michaela, etwas unfair, dass über ihrem Artikel/ihr der Großteil des Kritik-Kübels ausgegossen wurde. Hinzu kommt, dass Scalamari noch relativ neu hier ist, ebenso die anderen beiden Mädels. Es ist mit Sicherheit nicht leicht, sofort den Ton eines jahrelang Sarah-und-Nike-geprägten Blogs zu treffen und jeden Leser unverzüglich in Begeistertungsstürme zu versetzen. Also sollte man da vielleicht schon etwas nachsichtiger sein, höflich-konstruktiv Kritik üben und eventuell sogar sagen: Hey, cool, dass Scalamari sich das traut. Dass sie TIJW bereichert und nicht einfach ihr eigenes Ding macht. Denn ich persönlich finde sie wirklich sympathisch und würde mehr von ihr lesen wollen; vielleicht wirklich mal fernab irgendwelcher Tests. Doch auch das ist eben ein Lernprozess – und sie ist auf einem tollen Weg!

    „Früher war alles besser“ – Leute, wir haben mal die Augen verdreht, wenn die Eltern/Großeltern/wer auch immer sowas gesagt hat. Doch genau das ist jetzt der Tenor der Kritik! Auch ich lese schon sehr lange Jane Wayne, besuche die Seite täglich und freue mich über jeden neuen, gehaltvollen Artikel, da die Janes eben doch so krass aus dem Blogger-Einerlei herausstechen. Entwicklung bedeutet auch immer Veränderung – deshalb sollten wir, trotz all (angebrachter) Kritik, fair bleiben und das, was wir hier geboten bekommen, genießen, finde ich.
    Stellt euch mal vor, hier gäbe es nur noch Paid Content oder es gäbe den Blog gleich gar nicht mehr – wie doof wär‘ das denn?!

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  13. maja

    Ich lese diesen Blog auch sehr gerne und schätze die gute Mischung an Themen. Nebenbei verfolge ich auch andere Blogs und immer wieder stelle ich mir eine Frage: Warum ist es so wichtig von welchem Label ein Kleidungsstück usw. stammt? Klar, ein Modeblog befasst sich mit Themen wie eben Mode, Trends und (wenn es ein gutes Blog ist auch ) Stil, aber sowohl Mode und Stil sind doch viel mehr als Labels, Designer und Shopping. Ich muss gestehen, dass die Outfitpost von Nike nie wirklich meinen Geschmack getroffen haben (hat sich in den letzten 4 bis 5 Monaten geändert, da wurde es irgendwie klassischer, schlichter) aber in der Verrücktheit und Einzigartigkeit lag das Geheimnis. Ich gehöre nicht zu den Lesern, die Modeblogs lesen, um sich inspirieren zu lassen,was in den meisten Fällen ein Synonym für nachkaufen ist, es geht doch viel mehr um die Menschen dahinter. Natürlich bleibt manchmal eben doch etwas hängen und das ist ja auch in Ordnung. Ich verfolge z.B. auch Journelles, da es eine gut gemachte Seite ist, die einen vollkommen anderen Einblick in dieses Internet-Mode-Welt erlaubt. Und oft sehe ich auch die Outfitposts und dabei denke ich dann sehr oft „Wie (und für wen) wichtig ist es, dass die schlichte schwarze Hose von Marant ist?“ Ich verstehe, dass man sein Herz an einen Designer verlieren kann, bestimmte Vorleiben hat (Oversize, bunte Farben usw.), habe ich ja auch, ich frage mich einfach nur, ob es für den Erfolg des Blogs so wichtig ist, dass jedes einzelne Teil vom richtigen Label ist (Acne, Celine, WoodWood…). und damit hängt auch zusammen, ob es wirklich so ein ganz natürlicher Vorgang ist, dass mit mehr Geld/Erfolg auch die größeren Namen kommen. Und es geht nicht nur um bessere Qualität (400Euro für Acne Kleider aus 100% Polyester) oder Herstellungsbedingungen, denn wir wissen doch, dass das nur Scheinargumente sind. Das sind Themen, die ich sehr gerne mal auf einem Modeblog kritisch betrachtet sehen würde.
    Und keine Sorge, ich bin nicht neidisch, missgünstig und ich weiß auch, dass Kooperationen usw. notwendig und manchmal auch richtig schön sind, also es geht mir nicht um eine Rechtfertigung dessen was auf TIJW gemacht wird, sondern viel mehr um ein paar Gedanken zu diesen Themen.

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  14. Lena

    Ich bin zweifache Mami, schreibe eine Doktorarbeit und möchte sehr gerne mehr über Mama-Sein, Arbeits-Spagat und sich-selbst-nicht-verlieren lesen! Das ist eine wahre Herausforderung, die mich jeden Tag anspringt, und die nicht nur in Mama-Blogs besprochen werden sollte. Warum muss das überhaupt getrennt sein? Mode und Mutti schließen sich doch nicht aus. Muttersein sollte zum „normalen“ Lebenskosmos dazugehören! Ich interessiere mich immer noch für schöne Anziehsachen (nur müssen sie jetzt auch praktisch sein), leckeres Essen (jetzt umso mehr) und Ausgehen (wenn auch nur in der Theorie, man darf ja noch träumen!). Man ist doch kein anderer Mensch, nur weil man Kinder bekommen hat. Nur ein bisschen vielleicht 😉

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  15. Leonie Antonia

    Die Rubrik „Die Sache mit…“ ist unheimlich lesenswert. Genau solche kleinen Geschichten, Schoten und Denkanstöße nehme ich gern mit in den Alltag. Also erzählt uns bitte häufiger, was euch durch eure klugen Köpfe geht:) Und seien es nur Alltagswehwehchen, die kreativ verpackt sind. Es ist doch z.B. auch schön zu wissen, dass man mit bestimmten Dingen oder Gedanken nicht allein da steht.
    Mir versüßt ihr eigentlich jeden Tag ein kleines bisschen! Vor allem übrigens auch Scalamari Jane, die hoffentlich nicht allzu eingeschüchtert ist nach dem gestrigen Tag. Ich persönlich liebe die Wortakrobatik, mit der sie die Beauty-Rubrik intelligent und humorig gestaltet <3

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  16. Sandra

    Ihr Lieben. Ich freue mich jeden Tag über Eure Texte und Bilder. Mal heimlich bei meiner nicht allzu spannenden Arbeit, mal kurz vorm Einschlafen im gemütlichen Bettchen, auch Zugfahrten versüßt ihr mir und ja auch bei so mancher Vorlesung habe ich heimlich unter dem Tisch gelesen. Dinge die mich nicht interessieren überfliege ich, so manches Mal habe ich mir von Euch Inspiration geholt und viele Male habe ich auch einfach nur einen zauberhaften Text mit Euren Gedanken gelesen. Nicht an jedem, aber an vielen Tagen begleitet Ihr mich ein Stück auf meinem Weg mit. Danke fürs Teilen.

    Ich nutze die Kommentar-Funktion nie und lese Kommentare auch nicht. Ich bin das wohl eher ein passiver Konsument. Nun wurde ich jedoch neugierig und habe den gestrigen Aussetzer mancher Mitleserinnen überflogen. Entschuldigt bitte meine Ausdrucksweise, aber manche Kommentare finde ich einfach kackendreist. Oft habe ich mir nur gedacht „Leute benehmt Euch doch mal und achtet verdammt nochmal auf Euren Ton“. Ich bin Fan konstruktiver Kritik, aber gestern tat die arme Sarah mir wirklich leid. Sarah, ich hoffe du hast Dir das nicht zu Herzen genommen, denn ich mag deinen Schreibstil sehr. Du bist herzerwärmend lustig und gescheit. Ich bin kein Beauty-Mädchen und trotzdem haben mir deine Artikel immer gefallen. Mach bitte genau so weiter und lass dich nicht entmutigen.

    Für die anderen Janes gilt das selbe. Selbst wenn ich mir vieles nicht leisten kann, schaue ich anderen dennoch gerne beim schön anziehen zu.

    Da ich nie kommentiere und gerade dabei bin: Nike, alles alles Liebe zu deinem kleinen Lio. <3

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    1. Jessie

      Das möchte ich gerne voll und ganz unterstützen. Irgendwie ist es auf Blogs doch immer das Gleiche-sobald sich etwas ändert, geht das Gezeter los. Sind denn wirklich alle, die so kritisch daher kommen, noch die gleichen Menschen wie vor vier oder fünf Jahren? Das fände ich aber sehr traurig. Und woher kommt dieser Anspruch, dass JEDER Artikel jedem gefallen muss? Und dass ich mir jedes Produkt, das vorgestellt wird, sofort nachkaufen kann? Kann ich nur den Kopf drüber schütteln. Vielleicht bin ich ein wenig älter als der ein oder andere hier, aber ich kenne noch eine Medienlandschaft, die weitaus weniger vielseitig war.

      Antworten
  17. Lena

    Liebes TIJW Team,

    beim Lesen der ganzen Kommentare versetze mich automatisch in euch hinein. Ich würde an eurer Stelle sofort im Kopf beginnen mich mit den anderen Janes zu vergleichen und ein „ich-bin-schlechter-als-sie“-Gefühl würde sich breit machen. Ich weiß ihr seit in dieser Hinsicht nicht so pubertär wie ich und ich kann mir kaum vorstellen, dass einer von euch neidisch auf eine der anderen sein könnte (für mich seid ihr wirklich weise ;-)). Vermutlich überkommt euch aber trotzdem ein schlechtes Gefühl bei so viel (durchaus konstruktiver) Kritik im Moment. Falls ihr also an euch zweifeln solltet: Ihr habt keinen Grund dazu, weil ihr alle auf eure eigene Weise toll seid! (und an Sarah, Sarah und Anni: nicht umsonst seid ihr bei TIJW!)
    Wir alle kennen euch nicht und danken euch viel zu selten dass ihr uns 5-7 Tage die Woche (!), kostenlos (!) an eurem Leben teilhaben lasst. Ihr gefallt uns, weil ihr so seid wie ihr seid, aber ihr müsst nicht so sein wie es uns gefällt. Veränderung auf diesem Blog ist doch authentisch, denn wir alle entwickeln uns doch von Jahr zu Jahr.

    Ich hoffe dass ihr euch all die positiven Kommentare zu Herzen nehmt, nicht an euch zweifelt und den Blog so gestaltet wie er euch am authentischsten präsentiert. Ist doch egal wie viele Artikel positiv oder negativ, gesponsert oder nicht sind!

    Licht und Liebe

    Antworten
  18. Merle

    Jaaa, bitte mehr Artikel zu deinem Mami-Dasein! Ich bin weit davon entfernt Kinder zu kriegen, aber ich fände es trotzdem unheimlich spannend zu hören, was und wie sich alles verändert, wie du alles unter einen Hut kriegst (das interessiert mich besonders) oder was auch immer dich in dem Zusammenhang beschäftigt. 🙂

    Antworten
  19. Patricia

    Bin mama vom sieben Woche alten Fritz und habe mich gefreut wie ein kleiner Fisch im Wasser, als ich gelesen hab, dass dein kleiner Lio fast gleich alt ist… Ich hoffe auf ein kleinwenig wunderbare alltagsgeschichten und babywahnsinn, Frust und glück… Weil du herrlich schreiben kannst und man dadurch dieses Gefühlschaos als junge Mami kanalisieren und reflektieren kann!

    Antworten
  20. Anastasia

    ..da gings ja rund gestern, wirklich.
    Ich mag euren Blog, ihr seid immer noch anders. Und ich finds vollkommen logisch, dass weniger kommt, wo doch jetzt ein Baby an Bord ist <3
    Ich freue mich auf Babynews Nike, aber ich versteh auch, wenn man solche Geschichten nicht unbedingt teilen möchte. Es ist ja etwas sehr privates, noch dazu weiss man nicht, wie Lio später drüber denken wird. Es verschwindet ja nichts, was mal gesagt wurde 😉

    Und Scalamari Jane les ich gerne, heben sich die Texte doch deutlich(!) von anderen (Beauty-)Blogs ab. Weiter so! Und lass dich nicht verunsichern, auch wenn das gestern sicher ziemlich hart und unfair war. Jane-Power!!!!

    So meine Lieben, macht weiter, verändert euch, schreibt was ihr wollt! Wenns manchen nicht mehr passt, kann mans nicht ändern. Es verändert sich ständig alles, so gibts verschiedene Lebensabschnittspartner, wechselnde Freunde, immer andere Lieblingsspeisen und neue Jeansschnitte.. 😉 Und wenn sich manche Dinge für einen nicht ändern, ist das genauso schön, dann ist es einfach Liebe für immer <3

    Antworten
  21. Pingback: WARUM MUSS ES IMMER AUFREGER GEBEN? | stryleTZ

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