„Warum mich der Feminismus anekelt“
– ein trauriger Artikel.

feminismusVergangene Woche las ich einen Artikel, der mich sehr traurig machte, womöglich sogar wütend, aber auf jeden Fall ratlos. Ihr kennt ja bestimmt dieses Gefühl, wenn man auf einen Menschen trifft, dessen Intellekt sich in anderen, etwas seltsamen Sphären bewegt und ich meine damit nicht, dass dieser Jemand blöd wie ein Stück Brotkuchen sein muss, nein, höchstens ein bisschen schwer von Begriff, ganz im Sinne von „ein Wal ist sowas von ein Fisch, der lebt ja schließlich im Wasser.“ In solchen Situationen kann man dann eigentlich nur noch nach Hilfe suchen. Was ich zunächst nicht tat, während ich Ronja von Rönnes Worte zum reißerischen Titel „Warum mich der Feminismus anekelt“ sogar schon zum zweiten mal durchkaute, auf der Jagd nach Ironie, nach dem letzten Hoffnungsschimmer. Ich saß den Schock vielmehr ein paar Tage lang aus.

„Ich bin keine Feministin, ich bin Egoistin. Ich weiß nicht, ob „man“ im Jahr 2015 in Deutschland den Feminismus braucht, ich brauche ihn nicht. Er ekelt mich eher an. Feminismus klingt für mich ähnlich antiquiert wie das Wort Bandsalat“, schreibt Frau von Rönne da nämlich schon im allerersten Satz. Es dauerte also gar nicht lange, bis ich mich (zumindest in Gedanken) heulend auf den Boden schmiss.

Nun kann man natürlich die berechtigte Frage in den Raum werfen, weshalb wir uns hier überhaupt um Medien wie Welt.de scheren. Hier die einfachste aller Erklärungen: Ich fürchte, dass Ronja von Rönne kein Einzelfall, sondern vielmehr so etwas wie das Alpha-Weibchen einer millionenstarken Anti-Feminismus-Pro-Egoismus Herde ist. Deren beliebteste Argumente für das Verschmähen feministischer Überzeugungen: Uns geht’s hier doch gut. In Afrika haben die Leute noch richtige Probleme. Und außerdem hat unsere Bundeskanzlerin eine Vagina. Wo wir wieder bei der Walfisch-Thematik angelangt wären. 

In von Rönnes Artikel klingt das zum Beispiel so: 

„Wenn Firmen ihre Produkte mit nackten Frauen bewerben, halte ich das für gerechtfertigt, offensichtlich gibt es ja den Markt dazu.“

„“All die alleinerziehenden Mütter, all die Frauen, die immer noch unterbezahlt werden.“ Das irritiert mich. Früher hat sich der Feminismus doch durchgesetzt, weil die Frauen, die mürrisch auf die Straße gingen, selbst betroffen waren.“

„Gleichheit und Gerechtigkeit ist für den Feminismus ein Fünfzig-Prozent-Frauenanteil, außer bei Scheißjobs.“

Ich kenne viele erfolgreiche Frauen. Keine von ihnen ist Feministin, weil sich keine von ihnen je in einer Opferposition gesehen hat. Die Feministinnen, die ich kenne, sind hingegen Studentinnen oder schreiben in der Zeitungen darüber, dass sie trotz Studium keinen Job finden.“

„Die Sternchen am deutschen Netzfeminismushimmel sind junge Menschen, die Katzen-Memes, politische Korrektheit und „niedliche Dinge stricken“ zu ihren Interessen zählen. „Hihi“, kichert der Netzfeminismus, „wir sind voll ironisch!“ Ich möchte lieber keine Feministin sein.“

„Das Bild vom bösen Chef, der seine Sekretärin lieber ein bisschen angrabbelt als befördert, erscheint mir fremd wie eine Welt, die ich nur aus Loriot-Sketchen kenne.“

Tja, was soll man hierzu noch sagen, mir geht die Puste aus.  Und zwar auch, weil ich durchaus verstehe, was die Verfasserin dieser Zeilen uns mit auf den Weg geben will, ich bin sogar fast Fan ihres epochalen Abgangs: „Der Feminismus bleibt im Flur stehen und beschwert sich, dass Frauen keine Türen offen stehen. Bis irgendwann eine Frau kommt, über den zeternden Flurfeminismus steigt und die Tür selbst aufmacht.“ Klingt beinahe wahr und sogar vernünftig, jedenfalls solange man all die kleinen fiesen Details unserer Gesellschaft ausblendet, Gender Pay Gaps etwa, Alltagssexismus und ähnlich nichtige Dinge. Vor allem aber den Umstand, dass es äußerst wagemutig wäre, die Sache mit der Gleichberechtigung und der Toleranz, mit der Chancengleichheit und dem Support untereinander einfach sein zu lassen, allein aus dem Grund, dass es uns allen hier im Vergleich schließlich super erste Sahne geht, außer den Alleinerziehenden vielleicht. 

Aber was rede ich da überhaupt, mit „Problemchen“ wie diesen haben Frauen wie die wilde Ronja selbstredend rein gar nichts am Hut. Dass von Rönne irgendwann einmal solo trotz Kind dastehen könnte, ist gewiss auch unwahrscheinlich, ebenso wie die absurde Annahme, jemals von einem Chef begrabbelt zu werden und falls doch, dann wird selbiger es sicher nur nett meinen. Spaß beiseite. Ich finde durchaus, dass man Feminismus scheiße finden darf. Dass man kein Femen-Anhänger sein muss und erst Recht kein Groupie von Alice Schwarzer oder Dawanda-Stickereien. Ich finde sogar, dass man infrage stellen darf, ob so etwas wie „Feminismus“ heute noch vonnöten ist und wer keine Lust hat, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, der muss gewiss nicht bekehrt werden. Macht man sich aber dennoch die Mühe, hie und da in die Thematik einzusteigen, bleibt jedem modernen Menschen eigentlich nur übrig, ganz selbstbewusst zu behaupten: Ich bin eine Feministin. 

Denn Feministin sein bedeutet, keine Unterschiede zwischen den Menschen zu machen.  
Feministin sein bedeutet, Rollenverteilungen zu hinterfragen. 
Feministin sein bedeutet, Anderssein zu akzeptieren.
Feministin sein bedeutet, Frau sein dürfen, egal wie.
Feministin sein bedeutet, sich gegenseitig zu supporten. 
Feministin sein bedeutet, selbst zu entscheiden, wer du sein willst.
Und noch so viel mehr.

Das Schönste ist: Auch ein Mann kann Feminist sein, nein, er sollte sogar. Es geht hier nicht um „Pimmel gegen Busen“ um behaarte Beine, erfundene Luxus-Probleme oder die Abschaffung von Sex, sondern um den „Glauben an die gesellschaftliche, politische und ökonomische Gleichheit der Geschlechter”. Es geht um uns. Wer das nicht sehen will, hat wenig verstanden. 

P.S.: LESE-TIPP!

 

58 Kommentare

  1. Annika

    WORD! Besser kann man es nicht sagen! Danke für diesen tollen Kommentar, der mir aus der Seele spricht!

    Liebe Grüße,
    Annika von themuffintop-less.blogspot.de

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  2. Mart

    Hey!
    Der Vollständigkeit halber: Der Artikel stellte ja nur EINE Meinung zur Frage „Bist du Feministin?“ dar, daneben fanden sich noch die Antworten „JA“ und „VIELLEICHT“ – vermutlich, um genau eine solche Diskussion anzureizen, wie sie jetzt hier erfolgen wird, und um das Thema von verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

    Ich fand den Artikel sehr sehr interessant, habe ihn aber anders aufgenommen: Ich habe ihn als Abkehr vom motzenden Feminismus empfunden, vom Wir-sind-Opfer-Feminismus, als Abwendung inzenierter und künstlich aufgebauschter Feminismusformen und als Aufruf zum „Mach einfach!“.

    Und den Gedanken fand ich gut. Mach einfach dein Ding, schau zu, dass du das bekommst, was dir zusteht, was du willst. Was du erreichen kannst.

    Problematisch ist allerdings, dass genau das – das „etwas bekommen, das einem zusteht“ etc. – eben auf den oft noch tönernen Füßen steht, die vom Feminismus einer vorhergehenden Generation gegossen wurden. Und die haben gemotzt und diskutiert und sich übermäßig aufgebauscht – weil sie es mussten! Der Artikel scheint somit deren Arbeit in den Dreck zu ziehen und zu verunglimpfen.
    Und das passt mir hier nicht.

    Deswegen aus meiner Sicht ein zweischneidiger Artikel.

    Viele Grüße
    Martina

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  3. Line

    Du hast vollkommen Recht und die Thematik in deinem Schlusssatz auch wunderbar zusammen gefasst!
    Als ich den Artikel von Ronja von Rönne gelesen habe war ich zu erst traurig, dann jedoch verärgert, als ich erkannt habe warum sie das wohl geschrieben hat: Anti Feminismus verkauft sich einfach richtig gut und sie ist jetzt viel bekannter als zuvor.
    Wütend bin ich geworden als ich gesehen habe wie oft der Artikel in meiner Facebook Timeline erschien, mit Kommentaren wie „endlich sagts mal eine“, natürlich geteilt von Männern.

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    1. Mart

      Möglich ist natürlich auch, dass halt irgendjemand einen Artikel mit „NEIN“ schreiben musste. „Hallo hallo, wer traut sich mal?“
      Das sollte man im Hinterkopf behalten. Ist aber auch nur eine Möglichkeit.

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    2. Svenja

      „natürlich geteilt von Männern.“ Männer sind solche Misogyne! Die sollte man allesamt mal einsperren…

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      1. Sebastian

        Ist das dein Ernst? Allesamt einsperren? Ihr seid schon so Fotzen, dene nicht mehr geholfen werden kann. Aber ich hab ein Vorschlag: Bitte tut so als würdet ihr unsittlich angefasst worden sein und steigert euch total in die opferrolle ein. Damit wäre schon mal der Aufmerksamkeitsdefizit aus der Welt geschaffen. Ich mein ihr seid ja alle so geil das keiner Wiedersehen kann und eure fotzen riechen nicht nach töten Fisch den man beleidigen möchte Darüber hinaus könnt ihr noch politische Ziele wie die herdprämie oder Sorgerecht zu euren Gunsten anstreben. Vergessen dürft ihr nicht die Frauenquote zu halten … wenn man sonst nach der Handlungskompetenz geht, dann würdet ihr da oben ganz schön auf der Strecke bleiben Nichts für ungut.

        Mit den besten Grüßen
        Sebastian

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      2. Leprechaun

        Nun ja, um ehrlich zu sein. Diese Antwort erwartet Mann.
        Diese Reaktion erwartet Mann. Eine Gift und Galle spuckende Feministin.
        Ins Bild passen würde jetzt noch Pickel, Übergewicht und 5 Katzen.

        Zum eigentlichen Artikel.
        Diese Frau befeuert natürlich das was die Gesellschaft erwartet. Konsum, nicht umsonst zielt Werbung zu 2/3 auf Frauen. Wenn man sich die Artikel über sexuelle Belästigung durchliest und die dazugehörigen Kommentare des entsprechenden Klientel und die sich überschlagenden Reaktionen der Politik, dann wird schnell klar, woher der Wind weht.
        Und auch mir schäumt die Galle über, wenn ich die menschenverachtenden Kommentare einiger Frauen lese. Wenn lese, das es in der Silvesternacht 2016 bei 1000 Menschen auf dem Domplatz 1200 Anzeigen wegen „sexueller Übergriffe und Vergewaltigung“ gegeben hat, die Polizeistatistk aber sagt, dass es 1200 Anzeigen gab von denen ca. 800 Anzeigen wegen Diestahl, Körperverletzung und Beleidigung waren und 400 wegen des erstgenannten. Ziehe ich schon mal die Augenbraue hoch. Dann kommt dazu, dass von den 400 Anzeigen ein großer Teil Falschanzeigen, teil von draunem Gesindel, teils von Geltungssüchtigen und von Leuten die gar nicht da waren. Das stelle ich in Relation zu den Hass erfüllten Kommentaren einiger Feministinnen, dann verstehe ich so Artikel.
        Der Feminismus muss zwangsläufig dort enden, wenn selbstbewusste und emanzipierte Frauen sich nicht auf die gleiche Stufe mit den menschenverachtenden Feministinnen gestellt werden wollen.

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  4. Jowa

    Oh Gott, danke! Ich bin so froh, dass du immer wieder für den Feminismus in die Bresche springst, wegen Leuten wie dir wird die Thematik vielleicht doch irgendwann mal wirklich ernst genommen. Ich könnte dich knutschen!

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  5. V.

    Uns geht’s deswegen gut, WEIL es Feminismus gibt. Was sind außerdem „echte“ Probleme? Nur weil wir nicht verhungern haben wir jetzt als Gesellschaft keine mehr oder wie? Anti-Feminismus verkauft sich derzeit wohl gut. Da freuen sich dann die alten Männer und sagen, „Schau! Hab doch gesagt, das ist Quatsch.“ Hach, es geht einem auch die Puste aus, darauf aufmerksam machen zu müssen, welche Ungerechtigkeiten heutzutage noch herrschen. Dass sie nicht jedem gleich auffallen ist ihnen nicht zu verübeln. Es braucht auch eine gewisse Sensibilisierung. Aber sie dann zu verleugnen oder abzutun, wenn sie einem vor Augen geführt werden, ja, das ist… das geht nicht. Das ist schon naiv.

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  6. Annie

    Mega gut geschrieben und ich stimme dir da in allen Punkten zu. Warum ist es nur so schwer, alle Menschen gleich zu behandeln? Wie hat es Mensch geschafft diese Ungleichheit des Geschlechts so fest in den Gehirnen der Menschen zu verankern? Es bleibt mir einfach unerklärlich. Und solche Texte wie der von Frau von Rönne ebenso.
    Grüße
    Annie

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  7. Zora

    Hey Leute,

    ich lese im Schnitt euren Blog wirklich sehr gern. Ihr habt wahrscheinlich den besten Geschmack im deutschen Blogger-Universum.

    Aber, bei diesem Artikel bekomme ich Bauchschmerzen. Warum?

    Ich finde, ihr seid immer ein bisschen halbherzig und ein bisschen zu spät. Man könnte euch vorwerfen, den Feminismus gerade so weit zu treiben, dass er von eurem Klientel den meisten Zuspruch bekommt. Da sind nie wirklich konfrontative, progressive Gedanken. Der Artikel von Ronja von Rönne ist von nahezu allen Seiten verrissen worden, sogar sie selbst hat sich auf Facebook entschuldigt. Das war keine Kontroverse. Dass der Artikel schiete war, ist beinahe ein Allgemeinplatz gewesen. Abgesehen davon, dass von Rönne wirklich nicht noch mehr Aufmerksamkeit gebührt, ist die Sache auch schon wieder mindestens eine Woche her.

    Ich habe mich neulich schon ein bisschen über euren Artikel re: skinny bashing geärgert. Darin blendet ihr wirklich aus, dass systematisches Fatshaming etwas anderes ist als die (auch sehr schlimme!) Diskriminierung von sehr dünnen Frauen.

    Natürlich seid ihr unter allen deutschen Modeblogs mit eurer Reichweite noch sehr progressiv. Und das ist ja auch schon mal gut. Mensch muss vielleicht auch in kleinen Schritten denken. Trotzdem kann ich euch in der Hinsicht nicht wirklich ernst nehmen. Wie auch in der Hinsicht dass Thematiken manchmal angeschnitten und dann wieder verdrängt werden (siehe z.B. Leder. Ihr habt euch schon gegen das exzessive Tragen von Leder ausgesprochen, aber seitdem das ein Trend ist, dem mensch nicht mehr entkommt, scheint es mir, als hättet ihr euch abgefunden).

    Also, viel Kritik, aber auch irgendwo ein bisschen Lob. Würdet ihr gar nichts zu der Thematik schreiben, wärt ihr ja auch gar nicht angreifbar, das wäre die einfachste Variante.

    Gruß, Zora

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    1. Nike Jane Artikelautor

      Liebe Zora,
      du hast ganz recht, wir sind derzeit oft ein bisschen spät dran, weil mein Baby manchmal lieber spielt, als mir beim Tippen zuzuschauen – vieles bekomme ich dann sogar überhaupt kein bisschen mit.
      Zum Thema Skinny Bashing & Co haben wir zwei offensichtlich unterschiedliche Meinungen, aber das ist gut! Danke für deine Worte <3

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  8. Sandra

    Und dann beschwert sich die Autorin auch noch an anderer Stelle (auf ihrer Facebookseite), dass sie wegen ihres Adels-Namens im Internet öfter gedisst wird. Spätestens da sollte ihr doch aufgehen, was es bedeutet, wenn man wegen Aspekten wie Herkunft, Name, Geschlecht etc, für die man nichts kann. einfach mal durchs Raster fällt und Probleme bekommt. Da hilft ihr ihr ganzer „Ich will“-Egoismus nämlich auch nicht weiter. Wenn es um die Diskriminierung der eigenen Persönlichkeit geht, wird dann auf einmal doch ganz schnell nach dem Kollektiv DER GESELLSCHAFT geschrien. Da ist man dann ohnmächtig. Des Weiteren tradiert sie die alten Bilder der altkonservativen Machos weiter, die immer suggerieren wollten, dass Feminismus ausschließlich eine Sache für sexuell Frustrierte, Loserinnen und Minderbegabte sei. Wissentlich oder aus Dummheit verschweigt sie außerdem, dass es neben den Häkel- und Bastelfrauen auch erfolgreiche Frauen gibt, die Feministinnen sind, die ihren Weg gegangen sind, und trotzdem auch politisch und sozial orientiert sind/waren … Vivienne Westwood, Lena Dunham, Carrie Brownstein, Miranda July, Miuccia Prada, Emma Watson, Kim Gordon, Charlotte Gainsbourg und viele, viele Politikerinnen, Moderatorinnen und Managerinnen, die sich jüngst für die Quote eingesetzt haben uvm..

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  9. dnaliea

    Ich habe den Artikel auch gelesen – und dann leise in mich hinein gekichert. Denn: die Autorin ist ca. 21.

    Die meisten 21jährigen sind wahrscheinlich davon überzeugt, dass bei Ihnen natürlich alles ganz anders wird. Nach ein paar Jahren stellt sich dann heraus, dass der Großteil dieser aussergewöhnlichen 21jährigen ganz gewöhnliche Probleme einer 30jährige hat (Kinderbetreuung, Gleichberechtigung im Job, arrogante Machos in Meetings… s. o.).

    Geben wir der Dame noch 10 Jahre – und hören, was sie dann zum Thema zu sagen hat. Bin schon gespannt ;)!

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    1. Greta

      Ganz genau, dass war bei mir ganz ähnlich. Als ich 19,20 war dachte ich auch noch: die stellen sich alle an. Die sind bloß Beschwererinnen. Opferabo. Ihr Weichkröten. Dann kam der erste: „das kann ja nur ne Frau so denken“-Spruch eines Dozenten. Das erste: „haben Sie keinen Freund Zuhause, der Ihr Fahrrad reparieren kann? “ alles sehr unschön. Und plötzlich ist man Feministin, weil so viele Leute immer noch so kacke sind

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      1. Sarah

        Wort für Wort genaus so gedacht und Wort für Wort genau das Gleiche gehört; man hat ja gar keine andere Wahl als Feministin (oder was auch immer) zu werden, wenn die Mehrheit der Menschen in den 50ern leben. Ich mein ich kann ja nicht jedes Mal der Person eine reinhauen…

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  10. nicole

    mir ging es ähnlich, beim lesen von rönnes artikel.
    aber, „es geht um uns. Wer das nicht sehen will, hat wenig verstanden.“
    genau so ist es.

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  11. Chris

    Liebe Zora,
    du schreibst mir aus der Seele, endlich sagt es mal jemand!
    Mein ehemals geliebter Blog äußert sich nur noch „mainstream-gefällig-kritisch“. Sicher, bei der mittlerweile hohen Reichweite muss man schon sehen, seinen vielen Sponsoren nicht ungefällig zu werden. Aber diese Halbherzigkeit (trotz ewiger Herzchen in den Posts 😉 und Inkonsequenz sind schon echt unauthentisch. Sich über Primark und Zara mokieren, aber H&M promoten, das Leder-Thema, etc. etc.
    Und hey, es ist nicht schlecht, ab und an Die Welt und andere Zeitungen zu lesen, auch als Modeblogger 😉
    Im übrigen wirkt der Verweis das Kind in deinem Kommentar wie eine Ausrede- ihr seid doch mittlerweile nicht mehr nur zu zweit am bloggen 😉
    Ansonsten- schön, dass Artikel zum Feminismus noch zum nachdenken bewegen können- egal wie!

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    1. Nike Jane Artikelautor

      Liebe Chris,
      ich hatte heute leider keine Zeit, unsere Sponsoren zu fragen, ob ich ausnahmsweise mal richtig auf die Kacke hauen darf, ich war nämlich damit beschäftigt, meine H&M Klamotten zu sortieren und dann auch noch dieses Kind, richtig, vergess ich manchmal, aber taugt zumindest als Ausrede (falls du auch mal eins haben magst: Tu’s, macht kein bisschen Arbeit, läuft halt alles so nebenbei).
      Weiß du, Zeitungen halte ich eigentlich schon mein ganzes Leben für überbewertet, genau wie Nachrichten, Bücher und alles, was noch so bildet. Meine Artikel von heute haben in Wahrheit außerdem unsere Redakteurinnen getippt – die setzten dann halt immer einfach meinen Namen drunter, deshalb wirkt das hier auch alles so halbherzig.

      Was ich sagen will: wegen Menschen wir dir ist die Welt so häufig ein nerviger Ort. Kritik ist hammer, aber nur solche mit Sinn und Verstand, ohne Mutmaßungen. Ich werde mir nun nicht die Mühe machen, dir die beinharte Realität zu erläutern – dazu fehlt mir nämlich (aus diversen Gründen) tatsächlich die Zeit. Herzherz.

      (Noch ein weiser Rat für deine Zukunft: Urteile nicht über Menschen, wenn du keinen Funken Ahnung von deren Leben hast – das wirkt äußerst unsympathisch, auf Krawall gebürstet, unzufrieden und jung in der Birne)

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        1. Ich

          Ich finde solche Antworten auf Leser-Kommentare sympathisch.
          Also ich finde h&m sehr schlecht. Fast die ganze Textilindustrie ist extrem asozial. Und sollte diese Seite Asoziales unterstützen ist das mies und ich bin dagegen. Aber jemandem vorzuwerfen ein Kind wäre eine lahme Ausrede warum Frau nicht „wie gewünscht“ funktioniert…auf einer feministischen Seite… haha das is ja wohl Satire…

          Und eine gepfefferte Antwort genau das Richtige!
          🙂

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  12. Stina

    „Warum mich der Feminismus anekelt“ ich habe den Artikel gerade zum ersten mal gelesen und bin echt platt.
    Wie unglaublich naiv muss man sein um einen solchen Text rauszuhauen.
    Nur weil man als 23jährige nicht direkt mitbekommt wie Frauen beruflich benachteiligt werden, exestiert dieses Problem nicht? Nur weil man als 23igjährige (ohne Kinder) nicht Kinder und Beruf unter einen Hut bringen muss gibt es diesbezüglich keine Probleme?
    Ich bin je gegen Sprüche wie „Komm du erst mal in mein Alter.“ aber in diesem Fall nun ja …
    (Übrigens: 51% der Hochschulabsolventen sind Frauen.
    In den Aufsichtsräten sind Frauen aber nur noch mit 10% vertreten.)

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  13. Franzi

    Danke für diesen tollen Text! Ich dachte schon, ich spinne allein! Weil dieser Text auch so viel Zuspruch bekam- ich nehme jetzt die Kommentare als Indiz dafür. Doch müsste man die Dame auch daran erinnern- hätten bestimmte Frauen nicht für ihr Recht und somit auch für ihre Situation gekämpft, würde sie vielleicht ein wenig anders über diese „alten Feministinnen“ sprechen und vielleicht auch endlich selbst wieder auf die Straße für das Wir gehen. Aber vielleicht passt Egoismus gut .. den Rest finde ich eher traurig … und ja es macht mich auch wütend.

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  14. Theo

    „Das Schönste ist: Auch ein Mann kann Feminist sein, nein, er sollte sogar. Es geht hier nicht um “Pimmel gegen Busen” um behaarte Beine, erfundene Luxus-Probleme oder die Abschaffung von Sex, sondern um den “Glauben an die gesellschaftliche, politische und ökonomische Gleichheit der Geschlechter”.“

    Mein einziger Problem mit dem Feminismus ist die Bezeichnung, wenn es um beide Geschlechter geht, warum kommt dann nur eins im Namen dafür vor? Wenn man sich dann nicht wirklich mit dem Thema auseinandersetzt, warum soll man dann wissen, dass es bei „Feminismus“ auch um Männer geht? Meiner Meinung nach diskriminiert der Begriff auf zwei Arten: 1) Männer und alles andere kommt nicht drin vor und 2) er ist nur für Gebildete, bzw. nach eingehendem Studium wirklich verständlich. Geht man nur nach dem Begriff „Feminismus“, geht es um Frauen. Und viele verstehen es eben auch so und legen es so aus, das ist so!

    Ja, Frauen sind oft immer noch nicht gleichgestellt, ABER Männer auch nicht. Da geht es oft nur um andere Bereiche. Beispiel Kindererziehung: Frau will nicht zu Hause bleiben, wird als Rabenmutter beschimpft. Mann will zu Hause bleiben, wird als Weichei beschimpft und der Chef legt nahe, dass Elterzeit vielleicht keine gute Idee ist „als gut gemeinten Rat“.

    Also, ich bin pro Feminismus – von der Idee, aber anti den Feminismus.-Begriff, für weniger Missverständnisse und gegen Begriffsdiskriminierung!

    Ich nenne mich nicht gerne Feministin, aber „für die Sache des Feminismus und deshalb bin ich gegen den Begriff, weil er diskriminiert!

    Vorschläge: Humanismus, Egalitarismus (ja, ich weiß, ist bei vielen Ideen schwierig, aber ich bin pro Geschlechteregalitarismus, und ich mag die Idee, dass im Humanismus der Mensch und kein Geschlecht vorkommt)

    ich wunder mich immer, dass Feminist(inn)en sich nicht für die Abschaffung des Begriffs einsetzen, das wäre doch ganz im Sinne des Feminismuses, oder?

    Antworten
    1. Ich

      Naja es gibt das Maskuline und das Feminine und beides soll gleichgestellt werden, im Wirken und im Wert. Und das will der Feminismus oder sollte es. In vielen Berichen ist das Feminine nicht mal erwünscht, geschweige denn zu finden und im Wert…na mit Verlaub irgendwo im Minusbereich, allgemein gesprochen.
      Im übrigen hat JEDER Mensch maskuline und feminine Anteile zu unterschiedlicher Gewichtung von Geburt an bis zu seinem Tode. (Kleiner Ausflug: rechte Seite des Menschen steht fürs männliche, linke Seite fürs weibliche; Sonne ist männliches Prinzip, Mond stellt das weibliche Prinzip dar usw.).
      Warum ein Mann Feminist sein sollte: Neben dem „ich fände es wirklich mal nett, wenn sich ein Mann mal solidarisch zu Frauen stellt oder sich aktiv gegen die Postionen von Sexisten äussert… danke für die, die es tun. Im Internet sind es verdammt wenige und es bleibt immer ganz allein an mir hängen zu sagen: Es sind nicht alle so – wie viel einfacher ist es mit realen Personen nicht zu einer Männerhasserin zu werden, statt es sich selbst ständig vorzubeten- meistens läuft es über Glaube und Hoffnung zur Liebe (falera!) – ich würde es über Realität bevorzugen“ (Mal unter uns, in einem Pariachat liegen die Privilegien beim Mann…und wer sägt schon gerne an dem Ast, wo er sitzt–)
      Der für Männer wirklich interessante Grund ergibt sich aber aus dem Prinzip: JEDER ist alles, eben nur anders. Ein Mann der kein Feminist ist, verstümmelt sich selbst oder lässt es zu, dass andere das tun. Und ja, die die das nicht zulassen, werden z.B. als Weichei beschimpft und abgewertet von (meiner Meinung nach) eher Männern. Auch bei Männern werden weibliche Prinzipien (zur Erinnerung: die JEDER hat) abgewertet…(Willkommen im Club 😉 ) Na wenn das nicht nach Feminismus schreit.

      Und die Gleichstellung des männlichen und weiblichen Grundsatzes im Wert (mindestens), halte ich für Notwendig um überhaupt mal zum Humanismus kommen zu können.
      Sonst fehlt doch die Hälfte. 😉

      Und das häufige

      Antworten
  15. Janni

    Liebe Nike,
    vielen Dank, dass du dich immer wieder kritisch mit verschiedenen Themen auseinandersetzt. Das ist leider viel zu selten in der Medien/Blog(!)Welt. Danke, Danke, Danke. Und supi Tipp.

    Ich bin übrigens auch der Meinung, dass es grundsätzlich nicht verkehrt ist, auch mal die Gegenposition zu beleuchten (nein das muss man sogar) aber selbst ich (die jünger als 21 bin) finde es irgendwie erschreckend, dass die Autorin so einen Hass auf das Thema hat…
    Super Lesetipp.

    Antworten
  16. Ulrike

    Ich bin 52 und somit eine „alte“Feministin. Den Feminismus den wir in den 80/90gern gelebt haben als einen klagenden & sich beschwerenden also tatenlosen Jammer Feminismus zu kategorisieren finde ich eine absolute Frechheit. Keine dieser arroganten jungen Feminismus Verweigerer hat dazu Informationen aus erster Hand. Die Medien aus denen sich für dieses Bild bedient wird, hatten noch nie eine Interesse an einer wertfreien möglichst objektiven Berichterstattung. Also, wenn man/Frau keine Ahnung hat wovon sie spricht oder schreibt, dann ist Maul halten mal eine wirklich gute Option. Das ging an Frau von Rönne.

    Der Liebe Nike Jane danke ich für deinen treffenden Post. Deiner Definition von Feminismus kann nich mich aus vollem Herzen anschließen. Leider haben wir und das sage ich im Rückblick auf 30 vergangene Jahre immer noch verdammt viel Veränderung vor uns. Ich hoffe da auf alle Männer und Frauen mit Herz, Verstand und Energie.

    Beste Grüße
    Ulrike

    Antworten
  17. Fräulein Julia

    Doch doch, ich finde wir könnten diesem Mädel mit den offensichtlich noch sehr grünen Ohren mal sagen: achja, als ich so alt war wie du, da glaubte ich auch noch an die heile Welt…
    Wer als Frau nicht wenigstens etwas feministisch ist, der – gibt’s das überhaupt?!

    Antworten
  18. lena

    danke danke danke <3
    ich weiß schon gar nicht mehr, was ich sagen soll, wenn ich so etwas lese, zum glück machst du das!

    Antworten
  19. Chael

    Meine frühere Abteilungsleitung meinte mal zwischen Tür und Angel zu mir, dass ich die letzte Frau sei, die eingestellt worden sei. Denn „diese Frauen werden ja alle schwanger und dann wollen sie auch noch Teilzeit“. Da hilft einem als arbeitssuchende Frau kein auch noch so tougher Egoismus weiter. Denn frau erfährt nicht einmal, warum ihre Bewerbung beiseite gelegt wurde … So viel zum Thema „Do it yourself“. Das Individuum richtet sehr, sehr wenig gegenüber diskriminierenden Strukturen und Praktiken aus ..

    Antworten
  20. Laura

    Danke, liebe Nike, für eine kritische Stimme zu einem Artikel, der wie es mir leider in letzter Zeit vorkommt, eine breite Meinung der Anfang 20-jährigen vertritt. Vor Kurzem erst hat eine Kollegin, ebenfalls 23 zu mir gesagt, dass sie nicht verstehe, was Frauen heute noch mit dem Begriff „Feminismus“ wollten. Es sei doch alles gut und so würden sie doch eher Probleme schaffen, die gar nicht da sind… Ja ne, ist klar: Alltagssexismus, Gender Pay Gap und die Benachteiligung alleinerziehender Mütter, existieren nicht wirklich, das ist hausgemachtes Kopflkino… Bei solch naiven Aussagen bekomme ich oft richtig Bauchschmerzen. Wenn ich mir dazu auch noch ansehe, wie viele junge Mädchen noch immer nach Sendeformaten wie GNTM oder Der Bachelor geifern, laufen wir wohl zurecht Gefahr, die emanzipatorischen Erfolge unserer Mütter und der feministischen Bewegung der 70er Jahre in rosa Zuckerwatte zu ersticken.

    Manchmal habe ich fast das Gefühl „Feminismus“ wird mittlerweile immer mehr zu einem Schimpfwort und wer sich offen dazu bekennt, wird von der Öffentlichkeit schnell zur Persona non Grata abgestempelt. (Vorsicht: Verallgemeinerung). Sicher, all diese schimpfenden Feministinnen, die den Finger in die Wunde halten, sind doch auch irgendwie unbequem. Wer will sich schließlich schon mit den Problemen seiner eigenen Gegenwart auseinandersetzen, wo es doch viel schöner ist, heile Welt zu spielen. Konsum und Feierkultur helfen uns schon dabei. Aber das ist ein anderes Thema…
    Ich bin jedenfalls froh, dass es heute noch immer zahlreiche junge Frauen gibt, die auch öffentlich das Wort gegen die Ungleichheit und soziale Missstände (die in unterschiedlichen Punkten übrigens beide Geschlechter gleichermaßen betreffen) erheben. Sie alle scheuen sich nicht davor, anzuecken und stecken für ihre – teils – harten Worte oft auch ganz schön Kritik, Häme und, ja, auch Drohungen ein.

    Eine Sache, den der Artikel von Frau Rönne dann aber meiner Meinung nach doch irgendwie indirekt anspricht, ist die Frage nach der Außenwirkung. Denn tatsächlich scheint die manchmal leider doch ein Problem des gegenwärtigen und – vor – des NetzFeminismus zu sein. Vielleicht täten uns, die wir uns Feministinnen nennen, ein paar weniger Katzenmemes und Co. tatsächlich gut. Wir in unserem alltäglichen „Kosmos“ mögen zwar den Witz verstehen, nicht zuletzt, weil gerade in vielen Netzfeministinnen oft bekennende Nerds stecken. Doch bleibt die Frage, in wie weit wir uns in unserer Wirkung auf die breite Masse und dem Ziel, dass wir verfolgen, damit vielleicht ins eigene Fleisch schneiden. Ein konkretes Beispiel: Das aktuelle Buch von Anne Wizorek erläutert anhand zahlreicher, wichtiger Phänomene und Situationen, warum wir einen Feminismus in Deutschland noch immer unbedingt brauchen. Doch habe auch ich kurz mit den Augen rollen müssen, als die Einleitung zu einem Werk, das im gesamten mit so vielen knallharten Fakten und Statements zur politischen Situation daherkommt, mit einer Einleitung aufwartet, die vor umgangssprachlicher Flapsigkeit nur so strotzte. Die alteingesessnen Herren in den Redaktionen – einige werden wissen, wer an dieser Stelle gemeint ist – dürften sich angesichts dessen ordentlich ins Fäustchen gelacht haben und fühlten sich bestimmt in so einigen ihrer klischeehaften Ansichten bestätigt.

    Lange Rede kurzer Sinn: Wir, die wir uns offen zum Feminismus bekennen, sind junge Frau, die oft mit beiden Beinen fester im Leben stehen, als es Frau Rönne in ihrem Artikel darstellt. Wir wissen um die Ungleichheiten, die uns, nur aufgrund unseres Geschlechts täglich auf den verschiedensten Ebenen widerfahren und wir sind vor allem bereit, diese nicht länger zu dulden. Von unseren „Vorkämpferinnen“ haben wir gelernt, dass die eigene Verbissenheit einem dabei oft mehr im Weg stehen kann, als sie hilft. Doch erreichen wir wohl allmählich an einen Punkt in der Debatte, an dem es auch nicht mehr damit getan ist, uns im Zuge des eigenen Anspruchs an politische Korrektheit, immer vorab schon für unsere Kritik zu entschuldigen. Es wird Zeit, die kulturellen Mädchen in uns endlich abzuschütteln und wie Frau Rönne schreibt, die Tür endlich selbst aufzumachen. Da stimme ich dir nämlich zu, liebe Nike, ihr Schlusssatz… denn der ist wirklich grandios!

    Antworten
  21. Magda

    DANKE! <3 Du sprichst mal wieder aus, was gesagt werden musste.
    Ich finde es traurig, dass der Wunsch nach Gleichberechtigung heutzutage als überflüssig abgetan wird…

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  22. Svenja

    Wie immer sehr guter Artikel von dir, der es mal wieder einfach trifft. Danke, dass du immer aussprichst was nun einmal gesagt werden muss!

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  23. blixa

    vielen dank für diesen guten artikel. nike, du machst das toll und ich finde es ist auf eine gute art spürbar wie sehr du selber oft hin- und hergerissen bist. zwischen der welt der mode die deine wirtschaftliche grundlage und leidenschaft ist aber auch viele oberflächliche und unschöne seiten zeigt und auf der anderen seite dem wunsch dinge verändern zu wollen und dass das größte ziel nicht gutes aussehen und wohlstand sondern eben liebe, freundschaft, eine gesunde welt und frieden sein soll.

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  24. Lena

    Liebe Nike,

    ich bewundere jede Frau, die mit Kind so einen super-job macht wie Du! Es ist hart, und deswegen darf man sich von diesen Unkenrufen nicht verunsichern lassen. Ich finde es gut, dass Du so hart zurückgeschossen hast. Und, wie schlimm, wenn ein Blog mal etwas später reagiert? Davon wird Rönnes Artikel ja nicht weniger furchtbar. Also weiter so, und alles Gute!

    Lena

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  25. Ronny S.

    Hallo Nike,
    gut geschriebener Kommentar zu dem Leitartikel.

    Ich als Mann kann diese ganze Rederei über Feminismus auch nicht mehr lesen / hören. Feminismus hat nichts damit zu tun, sich nicht um Kindererziehung kümmern zu müssen und die Annahme von Höflichkeitsgesten eines Mannes auszuschlagen. Damit wird es nur allzu oft verwechselt und letzten Endes missbraucht.

    Ich erlebe immer wieder, dass Frauen, die diesen „falschen Zug“ des Feminismus fahren, keinem Mann mehr seine Männlichkeit eingestehen. Am liebsten sollen alle gleich sein, was sie nun mal eben aufgrund ihres Geschlechts nicht sind. Männer unterliegen ganz anderen Trieben und instinktiven Handlungen als Frauen. Und diese sollte man einem Mann auch weiterhin zugestehen, denn sonst wird dieser in seinen natürlichen Handlungen „beschnitten“.

    Die Diskriminierung von Frauen in Berufen etc. hat in unserer Gesellschaft nichts zu suchen! Das ist Altertum und nicht zeitgemäß. Wobei hingegen Weiblichkeit niemals aussterben sollte. Es ist völlig normal, dass Männer die Balz abhalten und Frauen sollten dies auch annehmen können. Das hat rein gar nichts Negatives und ist völlig natürlich.

    Mein Fazit:
    Seid Frau, seid Mann und genießt einander. Versucht nicht dem anderen Geschlecht näher zu kommen, weil dann euer eigenes ein Stückchen verkümmert. Behandelt einander fair, habt Verständnis füreinander und lasst das Geschlecht in den Bereichen außen vor, wo es rein gar nichts zur Sache tut.

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  26. Jones

    DieserArtikel ist echt schwach. Kaum Argumente, nur Zitate und Polemik.

    1.“Denn Feministin sein bedeutet, keine Unterschiede zwischen den Menschen zu machen.“
    – Feminismus unterscheidet zwischen Mann und Frau (Frauenquote, Frauenförderung, Frauenbeauftrage, Frauenministerium etc.)

    2. „Feministin sein bedeutet, Rollenverteilungen zu hinterfragen. “
    – Das stimmt sogar.

    3. „Feministin sein bedeutet, Anderssein zu akzeptieren.“
    Nope. Heimchen am Herd und Frauen, die Feminismus nicht mögen sind der Feind.

    4. „Feministin sein bedeutet, Frau sein dürfen, egal wie.“
    – SIehe Punkt 3 und Punkt 1! Frau darf sein wie sie will, Mann nicht. 1 und 3 widerspricht sich und zeigt die heuchlerei dieser Feministin

    5. „Feministin sein bedeutet, sich gegenseitig zu supporten.“
    Frauen supporten Frauen. Was bei Männern als „Netzwerken“ und „Herren-Club“ verschrien ist, ist bei Frauen plötzlich völlig ok und gut ? Auch wieder: Widerspruch zu 1.

    6. „Feministin sein bedeutet, selbst zu entscheiden, wer du sein willst.“
    – Es sei denn man ist keine Feministinn. Ebenfalls siehe 1. und 3.

    “Glauben an die gesellschaftliche, politische und ökonomische Gleichheit der Geschlechter”. “ – Gleichstellung ist falsch. Wer mehr tut, erhält eben mehr. Gleiche Chancen, Rechte, Pflichten: ja, aber wenn jeder sowieso am Ende das selbe erhält, tut kaum noch jemand irgendwas.

    „Es geht um uns. Wer das nicht sehen will, hat wenig verstanden. “ Siehe 1.

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    1. Viviane

      Ich denke, du hast Feminismus nicht wirklich verstanden. Falls du dein Wissen noch aufarbeiten möchtest, empfehle ich dir Google oder diverse Artikel/Bücher, die hier in verschiedenen Posts schon genannt werden.
      Dein Post zählt alle Vorurteile und Klischees auf, die (leider meistens) Männer mit Feminismus verbinden, herzlichen Glückwunsch.

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  27. Nik

    So ein Inhaltsleerer Blödsinn, nur um Empörung gegen die eigene Ideologie in einem fadenscheinig sachlichen Kontext zu stellen….Die typische „ich bin ja kein Rassist, aber…“-Einstellung ohne jedwede differenzierte Darstellung.

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  28. Martin pahnke

    „Heulend auf den boden schmeissen“……. Das klingt genauso, wie meine kinder eine tussi beschreiben würden.

    Ich denke, meine 4 töchter würden es genauso sehen, wie frau rönne.
    Es ist die eigene entscheidung,vor welchem feind man angst haben möchte:
    homophobe sehen überall schwule, glatzen sehen überall ausländer, waffenfreunde sehen überall verbrecher……und feministininnen sehen überall machismo-unterdrückung.
    Alle suchen stärke,indem sie sich solidarisieren unter irgendeiner fahne.
    Das ist menschlich…….aber underdog. Meine frau und ich sind stolz darauf,unsere töchter nicht zu underdogs erzogen zu haben.
    Ich glaube, das ist es, was frau rönne meint.

    Martin pahnke

    Antworten
  29. RonjaFan

    Oha, da spricht mal eine Frau aus, was locker 90% aller Männer über Feminismus tatsächlich Denken. (Ist also nicht nur eine einzelne Meinung)
    Prinzipiell hat sich der Feminismus längst überlebt, denn er ist mittlerweile nur noch Werkzeug gelangweilter Individuen die den ganzen Tag nichts besseres zu tun haben, als sich irgendeinen Blödsinn auszudenken und dabei ihrem Männerhass zu Fröhnen. Oder hätte ich besser schreiben sollen ihrer Männerhass? (Männerhass ist ja eher eine weibliche Eigenschaft und dann sollte das Genitiv natürlich auch besser Weiblich sein.)

    Ansonsten gehts bei Feminismus ausschließlich um Vorteilsnahme gegenüber Männern. (Thema Frauenquote)
    Frauenquote ist in meinen Augen nichts anderes wie Sexismuss. (Laut Wiki : Als Sexismus wird die auf das Geschlecht (lat. sexus) bezogene Diskriminierung bezeichnet.)
    Falls eine Frauenquote durchgesetzt wird, wird ein männlicher Berwerber (Der dann abgelehnt wird) der gleiche oder evtl. sogar bessere Qualifikationen als der weibliche Bewerber (Die dann die Stelle bekommt) aufgrund seines Geschlechts diskrimitiert.

    Jetzt kann man aber sicherlich schon herumdiskutieren ob das tatsächlich Diskrimierung ist oder nicht, aber wenn „Frau“ irgendeinen Job nicht bekommt weil sie eine Frau ist, wäre das auf jeden Fall Diskrimierung und sogar Frauenfeindlich, nicht war?

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  30. Lars

    Ich finde es sehr anmaßend zu urteilen dass jeder der sich mit der materie beschäftigt feminist werden muss. Ja ideologisch und intolerant.
    Die fakten mit denen argumentiert wird sind gender pay gap und ein alltags sexismus. Verschwiegen wird das selbst eine harvard professorin den gender pay gap als benachteiligung als mythos nachgewiesen hat. Alltags-sexismus bleibt im dunkeln was das genau bedeutet und.
    Argumente des artikels dass der Feminismus Frauen mindestens gleichstellen will wenn es für Frauen von Vorteil ist (top jobs) aber bei zb shit jobs dies nicht tut (>90% der todesfälle im job betreffen männer) oder andere bereiche ( zb 66% der selbstmorde betreffen männer, frauen werden nachweislich seltener und weniger hart von gerichten verurteilt, etc) wird nicht ansatzweise diskutiert. Fazit – die autorin selber hat sich entweder nicht ausführlich abseits ideologischer pfade mit dem Thema befasst oder lässt key fakten bewusst weg wo es ihr passt.

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  31. Martin

    Das Problem des Artikels ist, dass keine Argumente genannt werden. Es gibt im Artikel zwar Meinung und daraus eine einzig gültige Schlussfolgerung, aber keine Argumentationslinien.
    Das Verständnis der Autorin von Feminismus scheint außerdem eher dem des Egalitarismus zu entsprechen, was man als Mann natürlich nur gutheißen kann.
    Feminismus an sich ist jedoch im Unterschied zum Egalitarismus per Definition darauf ausgelegt, das Feminine zu bevorzugen und das Maskuline als negativ konnotiertes Gegenbild oder in Extremform auch als Feindbild anzusehen. Darin liegt auch das größte Problem des Feminismus, dass Frauen, die eigentlich eine egalitaristische Sichtweise vertreten, denken sie müssten dafür Feministen sein, weil der Feminismus sich auch populärer Ebene bewegt.
    Bei der Gender Pay Gap wurde bereits bewiesen, dass man die äußeren Umstände ebenfalls betrachten muss, also ob man Kinder erzieht, ob man nur in Teilzeit arbeitet oder ob man Karriere macht. Hier stellt sich dann heraus, dass es keine stichhaltigen Zahlen gibt, die eine Gender Pay Gap beweisen würden, was im empirischen Umkehrschluss bedeuten würde, dass es keine gibt. Wenn dem doch so wäre, sollte die entsprechende Person vor Gericht ziehen, denn eine Ungleichbezahlung bei gleicher Arbeitsleistung ist rechtlich nicht erlaubt.

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