Wohnzimmerexperiment // We hang together
#the2ofus mit Calvin Klein ck2

02.03.2016 um 14.32 – Beauty

ck2

Vergangene Woche habe ich ein kleines Experiment gewagt, ich platzierte also einen Flakon samt neuem cK2 Duft von Calvin Klein mitten auf meinem Wohnzimmertisch. Mal gucken, was so passiert, dachte ich mir. Hübsch anzusehen wie ein Designobjekt ist er ja schon mal. Wie er riecht, dazu kommen wir noch, erst einmal muss an dieser Stelle gesagt werden, dass mir mit jedem Schnuppern und Anstarren und in den Händen drehen ein kleiner geistiger Flashback den Kopf entlang rollt: cK1 – ihr erinnert euch?

Genau richtig gedacht also, es handelt sich bei meiner vorläufigen Wohnzimmertisch-Deko wirklich und wahrhaftig um den Nachfolger des weltberühmten Klassikers. Genderfree ist er wieder (das gefällt uns besonders gut und vermeidet Besitzanspruchs-Streit zwischen sämtlichen Paaren), außerdem fresh as fuck und warm as hell. In meiner Nase entfaltet sich mit jedem „Pffft“ eine Duftmischung aus „nackig über die Torstraße rennen“ und „Schulterblattkuss im Graupelschauer vor dem Späti“.

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Für meine kleine heimelige Sozialstudie sollte es mir aus diversen Gründen nicht an Probanden mangeln, erstens weil man ob all der sinnlichen Betörung kaum nein sagen kann und zweitens, weil ich seit meines Umzugs gefühlt 24/7 Freunde in der Bude hocken habe. Hallo, ihr Lieblingskarnickel. Es geht los.

Und dann?

Unbemerkt wurde die Flasche an Weinabenden und Zusammenkünften aller Art, in Zweisamkeit und Mehrsamkeit, zum glasklaren Star der Wohnung. Die durchsichtige Kapsel, ein Objekt mit Anziehungskraft, keine Frage. Ein Gral mit leiser Attraktivität mitten auf dem Holztisch in der Mitte – liegend, stehend, rollend. Kein einziges Mal wurde das Eau de Toilette mit Missachtung gestraft, dafür jedes Mal zumindest in die Hand genommen, meistens sogar mit ihm gespielt, es wurde gestreichelt, an die Wange gehalten und noch lieber auf sich und andere gesprüht. Mein Wohnzimmer mauserte sich binnen weniger Stunden zum Abenteuerspielplatz der angenehmen Gerüche.

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Fazit

Der Duft sorgte wie ein unsichtbares Bindeglied für intensive Momente zwischen jeweils Zweien, das konnte ich gut beobachten. Aufregend zu sehen, wie ein Geruch Männlein und Weiblein zu neugierigen Tierchen machen kann, mich eingeschlossen. Herumschleichen, antippen, vom weiten mal schnuppern, näher kommen, Kappe ab, Kappe auf, Kappe ab – einen tiefen Zug einatmen, wegriechen, zusammen auf den Boden legen und die Decke anlachen. Ein paar Küsse soll man auch gesehen haben in der Casa Scalamari – vielleicht sogar mehr.

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Und ich verspreche euch: Selbst wenn man wieder aufwacht aus dem Rausch des cK2s und sämtliche Nostalgie beseitige schiebt, bleibt nichts als meine wärmste Empfehlung zurück. Ein Unisex-Duft dieser Art hat mir echt gefehlt, das brauche ich nicht flunkern. Es ist nämlich so: ich mag nicht permanent das zarte, rosige Pflänzchen sein. Dann doch lieber wild und frei und wunderbar. #the2ofus

– In freundlicher Zusammenarbeit mit Calvin Klein –

13 Kommentare

  1. Verena

    Grandioser Text – du beschreibst den Duft echt sehr treffend.
    Ich habe mich auch direkt verliebt ihn das multi-gender-Ding und schon meine ganz persönliche Liebeserklärung dazu geschrieben.
    Trotzdem war dein Test und Fazit dazu nochmal super spannend zu lesen.
    Danke dafür & Grüße nach Berlin,

    Verena

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  2. mia

    wow, das nenne ich mal eine duftbeschreibung!und mit bombastischer fotodoku unterlegt.
    dabei brauche ich gar kein neues parfum! damn it. du hast es echt geschafft:
    ich möchte mit in der casa scalamari sitzen und eine prise wildheit schnuppern!
    dann rausch ich wohl morgen mal in die nächstgelegene parfumerie, um probe zu duften..

    (der zaghafte händchenhalten-schnappschuss, gestellt oder nicht, ist ja mal allerliebst!)

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  3. Hanna

    „In freundlicher Zusammenarbeit „: Die zunehmende dreiste Verschleierung von bloßer weiblicher Kopfbefüllung mit Markensehnsüchten durch die besondere und persönliche Note, nervt einfach heftig. Der Blog ist schon fast nichts mehr anderes als irgend eine Frauenzeitschrift, bei der ich mir Kauftipps holen kann bei denen ich denke: `Was um Himmels willen glauben die verdient so ein Durschnittsmensch in ihrem angesprochenen Milieu?`. Es ist schön, dass eure Schuhe, Kleider und Taschen teurer werden (meine Rolle ist wohl die Sozialneidige), aber mich spricht hier wenig an.

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  4. Maggie

    Ich muss Hanna da total zustimmen, ab „Unbemerkt wurde die Flasche an Weinabenden und Zusammenkünften aller Art, in Zweisamkeit und Mehrsamkeit, zum glasklaren Star der Wohnung.“ fand ich es einfach nur noch richtig absurd 😀 Es ist wie ein Werbespot in Prosa und ich kann nicht besonders viel Persönlichkeit oder eigene Meinung erkennen. Süßholzraspeln at its best.
    Allen Leser_innen dürfte klar sein, dass ihr Geld verdienen müsst und dies auch oder vor allem durch Kooperationen, aber sollten mehr Beiträge wie dieser kommen (ich musste hier auch an die wenig gelungene Pampers-Werbung bei TinyJane denken), macht es euch und auch eure wirklich guten Beiträge leider weniger authentisch…

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  5. Lula

    Bei „Ein Gral mit leiser Attraktivität mitten auf dem Holztisch in der Mitte – liegend, stehend, rollend“ musste ich laut auflachen. Weil, so ganz ernstgemeint kann das ja nicht sein, oder?

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  6. Tessa

    ich muss zunehmend laut lachen bei all den Neidern und Leuten, die nicht kapieren wollen wie der Hase läuft und nichts weiter zu tun haben als zu meckern, wenn es keinen Grund zum meckern gibt. dieser wunderbare Plattform muss sich finanzieren und das tut sie durch solche posts, die jedem hier doch als Prosa lieber sein müssen als all die langweiligen versuche auf anderen blogs. ich verstehe euch einfach nicht. auf welchem Planeten lebt ihr eigentlich? meine mama hat immer gesagt, dass es zu viele menschen gibt, die direkt die ganze hand wollen, wenn man ihnen einen Finger reicht. das seid dann wohl ihr. wie kann man all die gute Arbeit wegen eines (gut geschriebenen!!) Werbeartikels so relativieren? das kann nur Dummheit oder neid sein.

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    1. Katharina

      danke tessa, das sehe ich ebenso. neid der besitzlosen oder eben zu kurz gedacht… frauen untereinander sind leider oft schlimmer als jede herde hyänen. :(
      lieben gruß aus hamburg und macht weiter so ihr lieben berliner girls <3

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      1. Mila

        So ein Quark! Natürlich müssen und sollen die Janes kommerzielle Posts schreiben. Das ist jedem und jeder hier klar, dass von brainblah allein keine Miete bezahlt wird. Ich denke, es geht hier vor allem um die hier gewählte Form. Das ist ja fast ein bisschen dm-Slogan-Niveau „Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein“- . Oder Ü-Ei-Werbung „Wir geben drei Kindern ein Ei und sagen ihnen, wenn sie’s nicht öffnen, bekommen sie ein zweites. Mal schauen, was passiert …“ Schon verständlich, dass ein paar Leserinnen da den Eindruck bekommen, man sehe sie als leicht manipulierbare, ignorante Konsumentinnen an.
        Kann natürlich auch sein, dass der Artikel sarkastisch gemeint ist. Ist wohl aber eher unwahrscheinlich.

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  7. Lula

    Mir ging es bei meiner Kritik nicht darum, den Janes ihr Recht auf Lebensunterhalt abzusprechen. Die Art und Weise wie das in diesem speziellen Beitrag umgesetzt worden sit, finde ich ich einfach nur mittelgut, so rein sprachlich. Vielleicht fehlt es mir als Menschen einfach nur an Gefühl, aber ein Liebesgedicht an ein Unisex-Parfüm, das es gefühlt ewig gibt und das von einem weltweit operierenden Unternehmen vertrieben wird, finde ich (rein persönlich als ewiger Nörgler und Neidhammel) seltsam und im Kontext dieses Blogs überflüssig.

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  8. Jenni

    Beruhigt euch doch alle mal.
    Das Parfum riecht gut, die Buchstaben riechen gut.

    Ist doch alles ok.

    <3

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  9. Hanna

    Die Neidpatsche muss natürlich selbstlogisch in die Tasten gekracht werden. Oh je! Keiner beanstandet, dass mit der völlig vom Leben entgrenzten Arbeit des Blogschreibens auch Geld verdient werden muss. Ich plädiere nicht für Brotjobs, um dem völlig bescheuerten Wert der Authentizität beizupflegen. Durch die Bewerbung von Produkten finanziert sich der Spaß, den wir alle gerne lesen…. Es geht jedoch um erstens die Nichtreflexion und zweitens die Form der Warenästhetik, die mir bebildert vorspielt Pempers oder eben ein Parfum seien ein ganz persönlicher Tipp einer guten Freundin und würden mir Glück vorbeibringen.

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  10. Lena

    Wunderbar dieser Text. !!!
    Jeder der sich über die Werbung nervt, hat die Werbung bemerkt und kann desshalb selbst entscheiden ob er dieses Parfüm kaufen will oder ob es reicht diesen schönen Text dazu zu lesen.

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