Weekend Reads // Gentrifizierung in Berlin, Masturbation als Allheilmittel, Typisch deutsch

19.08.2016 um 14.20 – Allgemein

weekends reads

Eine kleine feine Leseleiste zum Wochenende, die gerne im Kommentarfeld ergänzt werden kann. Damit uns weder Lehrreiches und Amüsantes, noch Wichtiges entgeht:

FRANK OCEAN LÄSST SIE ALLE WARTEN //

Er veröffentlicht es einfach nicht, sein lang erwartetes Album „Boys Don’t Cry“. Dafür gibt’s heute allerdings das Visual Album „ENDLESS“. Matchpoint!

MÄNNLICHE UNSCHULD //

Seit zwei Jahren nun läuft bereits der Prozess um Girl Gina-Lisa Lohfink. Das Missy Magazin beschäftigt sich mit den zwei involvierten Männern. „Wenn die Selbstinszenierung eines lustigen Typs mehr Gewicht hat als ein Beweisvideo.“

ATZE SCHRÖDER & DER WIESENHOF-WERBESPOT //

„Entwürdigend und diskriminierend“, so rügt der Deutsche Werberat das Wiesenhof-Video, in dem sich Atze Schröder über Gina-Lisa Lohfink lustig macht. Rund tausend Beschwerden gingen beim Werberat ein. Spiegel Online hat die Fakten.

DAS LUSTPRINZIP //

Auf alles soll man Lust haben, nichts geht mehr ohne Leidenschaft. Wir leben von Höhepunkt zu Höhepunkt. Doch ist das wirklich das höchste der Gefühle? Gute Frage. Lust den Artikel zu lesen? Dann rüber zu Brandeins.

JA! TOLL! LECHZ! STÖHN! //

87 Prozent aller Frauen machen Geräusche beim Sex, um das Selbstwertgefühl ihres Partners zu steigern. Die Süddeutsche geht dem auf den Grund.

DIE WITZBÜRGER //

Ursprünglich war Die PARTEI eine lustige Idee. Heute verfügt sie über 18 000 Mitglieder und einen Abgeordneten im EU-Parlament. Zeit, die Satirepartei ernst zu nehmen? Die NEON-Redaktion hat sie besucht, in der Basis.

DIE DRECKIGE SEITE DER STADT //

„Die Favela-Bewohner nennt man „preto“, schwarz. Das meint dunkler, ärmer, kränker, schlechter gekleidet. Und das ist in Rio jeder Vierte. Arm und Reich spalten die Stadt.“ Die Olympischen Spiele neigen sich dem Ende. Die Realität bleibt. [ZEITmagazin]

TABUBRUCH: ÜBER DIE PERIODE REDEN //

Bleiben wir doch einfach in Rio: Nach einem verpassten Mannschaftssieg spricht Fu Yuanhui über ihre Menstruation: „Ich habe gestern meine Periode bekommen und fühlte mich sehr müde – aber das ist keine Entschuldigung, ich bin einfach nicht schnell genug geschwommen.“ Für ihre ehrliche Reaktion wird sie nun in ihrer Heimat China gefeiert. [Jetzt.de]

HATESPEECH IM FEMINISMUS-MANTEL

Alice Schwarzers Buch über die Kölner Silvesternacht ist eine rassistische Hassschrift. Aber warum eigentlich? „Das Perfide an dem Buch ist, dass es so viele Behauptungen aufstellt zu so vielen Themen, von denen so viele Menschen so wenig Ahnung haben, und deswegen so verunsichernd ist.“ Hier gibt’s die komplette Antwort.

SEXISMUS UNTER OLYMPIA-KOMMENTATOREN //

Auf noch eine andere Sache stießen wir rund um die Sportveranstaltung des Jahres. Nämlich über manche Sportkommentatoren, die sich mit sexistischen und unfreiwillig komischen Kommentaren über weibliche Athleten überbieten. Mit dem Hashtag #CoverTheAthlete wird jetzt gemahnt! Ein kleines Best-of, und Tipps, wie das besser geht, finden wir bei Edition F.

DAS BURKA VERBOT //

Dieses Thema spaltet die Nation: Ja zum Burka-Verbot, oder nein? Ze.tt stellt fest: Hier flirtet wohl jemand heftigst mit AfD-Wähler*innen.

FREUNDSCHAFT MIT DEM EX: JA, NEIN, VIELLEICHT?

„Lass uns Freunde bleiben“, diesen Satz haben wir alle schon mal gehört oder gesagt. Aber klappt das wirklich? Ein Annäherungsversuch: Hier gibt’s Tipps und Tricks.

HAPPY BIRTHDAY, COCO CHANEL //

Die Modeikone wäre heute 133 Jahre alt geworden. Eine Hommage an eine Avantgardistin gibt’s bei der Vogue.

SCHLUSS MIT HOMOPHOBIE //

Welch ein schönes Omen, wenn die neue Ministerin für Verwaltung in Serbien offen zu ihrer Homosexualität steht: Ein schönes Omen, weil Ana Brnabić ihr politisches Amt in einem Land bezieht, in dem unglaubliche 48 Prozent der Menschen die gleichgeschlechtliche Liebe für eine Krankheit halten. Bei Refinery 29 erfahren wir mehr.

HINTERGRUND // ALLES WICHTIGE RUND UM DEN SYRIEN-KRIEG

Klar, wissen wir, was da gerade passiert. Aber wissen wir es auch ganz genau? Zum Nachlesen, immer mal wieder reinschauen – oder einfach, um Kontexte zu kapieren: Wer kämpft in Syrien gegen wen, wie kam es überhaupt zum Bürgerkrieg, was haben Russland und die USA damit zu tun? Im Hintergrundformat „Endlich verständlich“ findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen.

KOMMENTAR ZUM BILD VOM JUNGEN AUS ALEPPO //

– und: Warum das Bild vom Jungen aus Aleppo nichts ändert. Wir haben es alle gesehen: „Ein Junge, vielleicht fünf Jahre alt, sitzt auf einem orangen Stuhl. Staub bedeckt seinen Körper, Blut klebt in seinem Gesicht. Mit stumpfen, schwarzen Augen schaut er in die Kamera. Neben ihm hängt ein Erste-Hilfe-Kasten an der Wand. Viele werden das Bild heute sehen, werden darüber reden.“ Ein Kommentar dazu im Video-Format von Bento.

GENTRIFIZIERUNG IN BERLIN //

Da ist ein Aesop Shop in Kreuzberg? Was ich anfänglich nicht glauben wollte, ist wirklich wahr. Deplatziert und orientierungslos finden wir ihn in einem Eckgebäude – und ich glaube niemand weiß so recht, was er da genau soll. Was ein Supermarkt damit zu tun hat, was das für den Kiez bedeutet und warum wir uns schleunigst Gedanken machen sollten, lesen wir bei Finding Berlin.

SIND WIR SCHLECHTE FEMINISTINNEN? //

Was ist der härteste Kampf, den eine junge Frau heute zu führen hat? Die neue britische Serie „Fleabag“ erzählt auf radikale Weise von der Unmöglichkeit, den eigenen Ideen zu entsprechen. Die Kommentare unter dem „Welt„-Artikel bringen uns allerdings zum Weinen.

MASTURBATION – ALLHEILMITTEL IM ALLTAG

Selbstbefriedigung gegen den Wehenschmerz ist der neueste Trend der Geburtsmedizin. Funktioniert diese Idee auch in anderen, wenig erotischen Lebensbereichen? Alena Schröder in ihrer Sex-Kolumne.

MY PROBLEM WITH GHOSTBUSTERS & THE ALL-FEMAL REBOOT //

Über Frauen in Filmen haben wir erst kürzlich berichtet – und jetzt meldet sich auch Man Repeller anlässlich der Ocean’s Eleven Neuverfilmung samt komplett weiblicher Besetzung zu Wort.

BULIMIE: „ICH WOLLTE JEMAND SEIN. UND ICH VERSCHWAND.“

„Zehn Jahre hat es gedauert, zehn Jahre aus Fressen und Kotzen und wieder fressen und wieder kotzen. Eben noch die maßlose Gier, die Lust an der eigenen Ausdehnung – und gleich danach das genaue Gegenteil: die Sehnsucht, sich aufzulösen.“ Die Autorin der Süddeutschen ist Soziologin, geübt darin, den gesellschaftlichen Druck auf den weiblichen Körper zu analysieren. Aber längst nicht nur theoretisch: Jahrelang war sie selbst an Bulimie erkrankt.

TYPISCH DEUTSCH //

Das einzig wirklich „typisch Deutsche“ ist der Zwang, alles mit „typisch deutsch“ abzuwerten. Friedemann Karigs Theorie.

TATORT IST ZURÜCK //

Für „Tatort“-Fans hat das Warten ein Ende. Am Sonntag geht es nach der Sommerpause zur gewohnten Zeit nach der Tagesschau mit der ersten neuen Folge der ARD-Krimireihe weiter. Die Zeit der Wiederholungen ist vorbei. Als erstes nehmen die Kommissare aus Köln ihren Dienst auf. Welche Fälle an den Sonntagen danach folgen, erfahrt ihr bei MEEDIA.

TAGS:

4 Kommentare

  1. Flo

    Dass die Janes einen Aesop Store in Kreuzberg deplatziert finden, an dem sie in Chanel / Acne / Gucci zu ihren Wohnungen mit Hay / Vitra / … vorbeistiefeln, finde ich etwas verwunderlich. Die Missy Magazin Artikel Empfehlung dagegen aeussert lesenswert, danke!

    Antworten
  2. Jen

    Oh Mann. Ich habe jahrelang in der Forsterstraße gewohnt und Edeka war „mein“ Supermarkt… ist schon krass, wie sich Kreuzberg entwickelt. Ich wohne allerdings auch schon bald 10 Jahre nicht mehr dort, and I know why…

    Antworten

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *