OUTFIT // Balance-Akt.

13.09.2016 um 8.00 – Allgemein box3

gvyn bagsMein letzter Outfit-Post ist ungewöhnlich lange her, und weil ich ohnehin für mehr Aufrichtigkeit und Mut zum Scheitern plädiere, vor allem in der Internetwelt, habe ich an dieser Stelle nichts zu meiner Verteidigung vorzubringen, außer: Ich hatte keine Lust. Keine Energie. Und zu viel Gesamt-Matsch im Kopf als dass ich es für angebracht gehalten hätte, fröhlich hüpfend durch Bildschirme zu springen.

Stattdessen habe ich mich im Spagat zwischen Teilzeit-alleinerziehend und voll-arbeitend-sein geübt, die zweimonatige Tagesmutter-Pause von Lio macht es möglich (jetzt stemmen wir gerade die Kita-Eingewöhnung), darin, mein Herz für neue Abenteuer zu öffnen, zwischendurch zu bangen, aber dennoch eisern zu hoffen, dass es sowas wie „für immer“ noch gibt. Ich habe Momente der Ruhe für Ausbrüche des Wahnsinns genutzt, dafür, einmal kurz alles zu überdenken und Bücher wie „Ich bin raus“ von Robert Wringham zu verschlingen. Was dabei raus kam, war nicht immer eitel Sonnenschein, aber heilsam. Alles ist ein Prozess, ein Wachstumsprozess, wenn man so will. Vor allem, wenn Ideale mit Realitäten kollidieren. Für mich bedeutet das ab sofort: Die Balance finden. Auf allen Ebenen. Und weil ich die Mode dafür kurz beiseite schieben musste, zumindest in meinem Privatleben, trug ich ungelogen sechs Tage hintereinander ein uns dasselbe Kleid. Oder Badeanzug im Home Office:

scotch and soda kleidlika mimikascotch sodascotch and soda boho kleidgvynsabrina dehoffKleid: SCOTCH & SODA (schon ausverkauft, aber hier noch in blau) //
Tasche: GVYN // Schuhe: LIKA MIMIKA // Elefanten-Anhänger am Ohrring: Sabrina Dehoff

11 Kommentare

  1. Franzi

    Sehr schöner Post, liebe Nike! Und das Nasengeglitzer – ist das neu? Und wie arg tuts weh auf einer Skala von 1-10? Ich spiel schon so lange mit dem Gedanken, aber trau mich nicht!

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    1. Nike Jane Artikelautor

      Liebe Franzi,
      neein, das hab ich schon 10 Jahre – aber ich weiß noch, dass es mir weh tat. Also so ungefähr 7. Oder nee, 6. Aber nur kurz. Weil das Löchlein nie zu wächst, stopf ich manchmal noch Glitzer rein, wenn mir danach ist. Meist fühl ich mich rausgewachsen, ab und zu kommt der Schelm in mir aber wieder durch (:

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  2. LISA

    Hach Nike, so ein nices Spätsommeroutfit. Bin super duper verliebt in die Kleid + Elefantenohrring – Kombo !! <3

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  3. Kristiane

    Manches mal erschrecke ich mich wieviel unbemerkte Fremdbestimmung in meiner eigenen freiberuflichen Selbständigkeit versteckt ist. 0815 Muster, die sich unreflektiert eingeschlichen haben, die ich erst nach und nach erkenne und in Frage stelle. Gleiches gilt wohl für den ‚Rest‘, also den Alltag. Als stünden nur bereits ausgetretene Wege zur Wahl … die sind ja auch so schön bequem und gaukeln einem vor, dass sie zur besten Aussicht führen …

    Deswegen finde ich das unterschwellige Thema Deines Artikels wirklich spannend Nike. Und bin zudem sehr gespannt wie sich Dein ‚Wachstumsprozess‘ auf diesen Ort auswirken wird :)

    Um noch nachzuhaken: Wenn ich Dich richtig verstehe würdest Du das Buch also auch dem ‚unzufriedenen‘ Freiberufler ans Herz legen?

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  4. Sina

    Ein sehr schönes Buch auch, das zum Nachdenken, Innehalten und Reflektieren einlädt: »Mit sich selbst befreundet sein« von Wilhelm Schmid.

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  5. Madlén Bohéme

    Manchmal muss was eben muss…und wenn man dann in diesem Kleid durchdreht…auch OK. Der Wahnsinn kann befreien…Oder wie FROMM sagt: die Verrückten sind die Normalen.

    Liebst,

    Madlén Boheme

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  6. Ina

    Liebe Nike,
    Du siehst wie immer Bombe aus. Fühl dich gedrückt.
    Ina

    PS: Aus Fehlern wird man klug, drum ist einer nie genug. (Mein Motto)
    PPS: Ich liebe deine brutal ehrlichen Posts. Du bist so unglaublich stark, auch wenn sich das für dich gerade nicht so anfühlt.
    PPPS: Dich hätte ich gerne als Freundin.

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  7. Fritz

    Als berufstätige Mutti muss ich mal sagen: Ich finde es hammerhart wie ihr zwei das stemmt! Riesenrespekt!

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