Archiv für den Monat: Oktober 2016

Interior //
Couch Potatoe Paradise.

31.10.2016 um 14.36 – box3 Wohnen

wohnzimmer deko 2016Anfang Herbst mutiere ich meist zum temporären Couch Potatoe. Mein Sofa wird zum Lebensmittelpunkt des Geschehens, allein, in Zweisamkeit und auch mit Freunden, die stets eingeladen sind, sich ebenfalls in Decken zu wickeln um stundenlang Tee zu schlürfen, über das Wetter zu schimpfen oder das Grau gar als Legitimation zum Nichtstun zu nutzen. Außer, zu später Stunde funken die Gilmore Girls dazwischen, das Berieselnlassen gehört nämlich ebenso wie das Vertilgen von zu vielen Zimtsternen zu einer meiner liebsten Feierabendbeschäftigungen an anti-sozialen Tagen. Vielleicht wird die heimische Sofaecke gerade deshalb so häufig Opfer meines Umräumwahns, zu dem sich seit etwa drei Lebensjahren sogar noch ein Deko-Tick gesellt hat. ich hätte das ja selbst nie gedacht, aber Vasen zum Beispiel lassen nun also wirklich mein Herz hüpfen, genau wie hübsche Zeitungsständer. Und müsste ich just in diesem Augenblick die Lümmelecke meiner Träume skizzieren, sie sähe in etwa so aus wie die obige. weiterlesen

Wish List // Happy me.

31.10.2016 um 13.13 – Shopping Wir

wish list

Jahrelang habe ich mich dagegen gewehrt, ständig mit dem Fahrrad durch Berlin zu fahren, weil man beim kleinsten Bürgersteig-Manöver fürchten muss, gleich vom Drahtesel geschubst zu werden, ein Sicherheitstraining absolvieren sollte, um aufreißenden Autotüren auszuweichen – und weil der Berliner Winter im Kopf 10 Monate lang dauert und ich bislang lieber die öffentlichen Verkehrsmittel mit all ihren verrückten Menschen nutzte, als im Regen über Kopfsteinpflaster zu pesen. Ihr merkt’s: Wenn’s ums Thema Radeln geht, wird’s düster bei mir. Mein geliebtes Rennrad ist deswegen schon lange eingemottet – auch, weil Fahrradfahren ohne Plus 1 eh kein Thema mehr ist.

Weil alle „Bähs“ im Kopf aber endlich überwunden gehören, meine Kolleginnen nicht länger auf mich warten sollen und Fahrradtouren im Trio ganz weit oben auf meiner Liste stehen, findet ihr auf Platz eins meines Geburtstagswunschzettels tatsächlich ein rosafarbenes Hollandrad, gemütlich für Zwei, ein klein wenig trutschig noch dazu und gern einfach aus zweiter Hand. weiterlesen

Feminismus und Konsum //
Kann Konsum feministisch sein?

31.10.2016 um 11.53 – box1 Feminismus

feminismus und konsumKann Konsum feministisch sein? Marken wie H&M und Monki wollen uns das glauben machen.

Jahrzehntelang war Feminismus eine soziale Bewegung, ein Kampf für Gleichberechtigung. Feminist*innen galten wahlweise als behaarte Emanzen, lila Latzhosenträger*innen oder frustrierte Furien, die dringend mal flachgelegt werden müssen (weil, wie wir wissen, Sex für alles die Lösung ist). Doch jetzt ist alles anders: Die Zeiten, in denen Feminismus in etwa so attraktiv erschien wie neongrüne Crocks sind vorbei! Feminismus ist offiziell angesagt. Statt soziale Bewegung ist er nun zu einer irgendwie diffusen „Empowerment“-Haltung geworden – und die lässt sich wunderbar für Marketing-Zwecke nutzen. weiterlesen

Outfit // Pinki 💘

31.10.2016 um 8.55 – Outfit Wir

Outfit Pinke HoseDie Zeitverschiebung ist ab sofort mein ganz persönlicher Endgegner. Schon immer fluchten die Menschen über den Sinn dieser gottverdammten einen Stunde, während ich augenrollend daneben saß und mich bloß wunderte: Warum veranstaltet man solch ein Tohuwabohu wegen dieser läppischen 60 Minuten? Seit dieser Nacht weiß ich es: Weil es den Rhythmus speziell ganz kleiner Menschen offensichtlich im Schleudergang durcheinander bringt. Zwischen halb eins und drei hatten wir also die erste Meinungsverschiedenheit mit Wilma. Während wir eindringlich der Meinung waren, dass schlafen jetzt die einzige Option sei, ließ sie sich bloß äußerst schwer davon überzeugen. Um 5.20 Uhr war dann schließlich komplett Schluss mit dieser eigentlich wunderbaren Nacht, man sprang lieber auf mir rum, schleuderte mir Fäuste ins Gesicht und zog mir an den Haaren. Ich sag‘ euch was: Die nächste Zeitumstellung wird boykottiert! Basta.

So sitze ich hier heute morgen also mit klitzekleinen Augen, meinem Turban auf dem Kopf und im Bademantel vor dem Rechner und hoffe, die Tasse Kaffee in meiner Hand kommt einem Zauberstab gleich. Ich werde heute also höchstwahrscheinlich für alles doppelt so lange brauchen und mich jetzt einfach schon mal dem Feierabend entgegen sehnen – und gelobe, die Sache mit dem Augenrollen einfach für immer sein zu lassen. Hallo, Karma!  weiterlesen

So war’s // Launch Event: Mit Esprit & Gala Gonzales in Amsterdam

31.10.2016 um 7.55 – Event Kampagne Mode

esprit

Als wir vor 1,5 Jahr erstmals für unser erstes Esprit x Jane Wayne Lookbook-Shooting vor der Kamera standen, da wagten wir selbst ein kleines Experiment. Ist es etwa wirklich zurück, dieses Brand aus LA, das irgendwann ein wenig in die Jahre kam und das Modegeister scheiden ließ, pubertäre Altlasten mit sich schliff und an Amors‘ Pfeil Stickereien erinnerte? Wir kamen zu einem klaren JA und wollten euch beweisen, dass es sich lohnt, ein zweites Mal hinzusehen, dass es durchaus an der Zeit sein könnte, veraltete Assoziationen abzuschütteln und die eigenen Augen entscheiden zu lassen, statt sich auf seine eingestaubte Meinung zu beziehen. Und das Konzept scheint seither aufzugehen: Ein frisches Design-Team brachte unlängst Pfiff in den Laden, ein neues Interior-Konzept unterstreicht seitdem die entspannte Neuausrichtung und die #ImPerfect Kampagne, die an unsere Selbstliebe appelliert, will bewusst machen, dass I’m Perfect und Imperfect ein und dasselbe sind.

Seither können wir an Esprit jedenfalls kein schlechtes Haar mehr lassen, an der Botschaft ihrer #ImPerfect Kampagne sowieso nicht und schon gar nicht an ihrer jüngst erschienen Strecke mit Kollegin und Superbloggerin Gala González und ihrem männlichen Counterpart Miguel Carrizo. Für Esprit standen die Partner in Crime für die aktuelle #Us2 Kampagne vor der Kamera, um die Intention des Brands zu visualisieren und uns mit Persönlichkeit, Selbstliebe und Teampower um den Finger zu wickeln. Zum Launch der aktuellen Kampagne durften wir vergangene Woche in Amsterdam mit dabei sein und möchten das Ergebnis heute auch endlich mit euch teilen.  weiterlesen

Slow Sunday //
Ein Leben ohne Papier in 5 Schritten

30.10.2016 um 10.45 – Slow Sunday

papierlos

Papieransammlungen sind mir ein Graus. Ich empfinde sie als schwerfällige Staubfänger, die aus mysteriösen Gründen täglich unbemerkt an Volumen zunehmen. Irgendwann ist dann kein Platz mehr im Regal, die Schublade geht nicht mehr zu und beim Gedanken an den bevorstehenden Umzug schmeißen wir uns gleich heulend in die Ecke. Unordnung führt in der Regel dazu, dass man jeden einzelnen Tag verflucht, an dem das aus-den-Augen-aus-dem-Sinn-Prinzip im ersten Moment zeitersparender gewirkt hat, als sich tatsächlich zu kümmern. Was mich vom Papier-Messie zum Paperless-Suchti machte, waren eine Kombination aus zwei Dingen: Platzmangel im Regal und ein Umzug, mit dem wir uns auch noch verkleinert haben. „Jetzt ist Schluss“ dachte ich mir und schwor Ordnern und Ablagen auf der Stelle ab. Ein Jahr ist seitdem vergangen und abgesehen von Büchern, die mir etwas bedeuten, unumgänglichen Verpackungen und Zeitschriften (immerhin gebe ich ja selbst eine heraus), findet man in meiner Wohnung nur noch sehr wenig in Papierform.

Warum man nicht alles aufheben muss und wie in 5 Schritten mein Leben papierloser gestaltet habe, könnt ihr hier lesen:  weiterlesen

Weekend Reads // Warum Matthias Schweighöfer uns das Herz bricht, wieviel Narzissmus gesund ist & warum „Powerfrau“probleamtisch ist.

28.10.2016 um 20.01 – Gesellschaft

weekend reads

Eine kleine feine Leseleiste zum Wochenende, die gerne im Kommentarfeld ergänzt werden darf. Damit uns weder Lehrreiches und Amüsantes, noch Wichtiges entgeht: weiterlesen

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TINY DIARY // Zurückspulen, bitte! Das erste Jahr als Mama

28.10.2016 um 13.05 – Diary Tiny Jane

Ein einziger Mann* hat mir in meiner Schwangerschaft prophezeit, dass alles immer nur noch schöner wird. Dass diese kleinen Menschen, die von heute auf morgen einfach da sind, zwar alles auf den Kopf stellen werden, aber jeder Tag eben besser wird. Erst können sie gar nichts, dann schlafen sie nur und langsam aber sicher formen sie sich zu ganz eigenen Charakteren. Ich fand diese Worte so schön und so einprägsam, weil ich fast ausschließlich von „Schlaf vor, es wird so anstrengend“, „Warte mal ab, du schaffst gar nichts mehr“ und „Genieß die Zeit alleine noch“ umgeben war.

Längst wollte ich euch ein Update geben, ein Update über das Leben mit Kind, über das erste Jahr, über Donnerwetter-Tage und Sonnenschein-Momente – aber der Alltag und die Arbeit für Jane Wayne kamen mir einfach dazwischen. Wenn man schwanger ist, hat man eine ungefähre Vorstellungen, wie das Leben mit Kind sein könnte. Oder man hat gar keine. In der Schwangerschaft zählte ich mich immer zur ersteren Riege, immerhin bekam ich bei Nike alles hautnah mit, bei meiner Schwester auch und an die Säuglingszeit meiner jüngsten Schwester meine ich mich auch in etwa noch zu erinnern. Ich dachte, ich wüsste, wie es wäre, demnächst mit Kind durch die Welt zu wuseln. Aber im Grunde genommen hatte ich keine Ahnung. Wie auch? Schließlich ist jedes Kind anders, jedes Paar völlig unterschiedlich und jede Lebensrealität sowieso. Wie sich das neue Leben also wirklich anfühlen wird, kann niemand vorher sagen. Man kann wohl nur versuchen, es zu ungefähr zu skizzieren. Bloß hilft der positive Blick in die Zukunft uns wohl eher, als nett gemeinte, wappnende Ratschläge. Und so war’s also bei mir: weiterlesen

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Fair Label to Watch // Nachhaltiges Denim –
oder auch: Kings of Indigo S/S 2017

28.10.2016 um 10.18 – Mode Nachhaltigkeit

kings of indigo

Nachhaltige Mode ist längst keine Nischenbranche für argwöhnisch beäugte Konsumenten mehr. Längst verjährt sind die Zeiten, in denen man beim Stichwort „ökologisch einwandfreier Mode“ an Filzpantöffelchenträger*innen dachte, während der Duft von weihrauchstäbchen-getränkter Kleidung in der Luft schwebte. Nachhaltige Mode gehört mittlerweile zum guten Ton in der Modebranche – und wer heute ein neues Label gründet, der braucht gar nicht erst glauben, darauf verzichten zu können. Die Definition von „nachhaltig“ führt, ähnlich wie beim Thema „Bio-Siegel“, mittlerweile längst zu einem kleinen Verwirrspiel: Was ist wirklich nachhaltig, was ist ausschließlich „Green Washing“ und wer führt uns ganz klar etwas vor? Julia Jane hat an dieser Stelle schon einmal Licht ins Dunkle gebracht und eine kleine Liste an Prüfzeichen für uns herausgekramt. Und gleich die ersten Zwei begegnen uns bei unserem neuentdeckten Denim-Label aus den Niederlanden: Kings of Indigo.

Ausgezeichnet mit dem GOTS Zertifikat, das vorrangig die Umweltaspekte kontrolliert und die sozialen Standards für die Arbeiter laut Internationaler Arbeitsorganisation ILO prüft, setzt K.O.I. größtenteils auf umweltfreundliche Fasern, wie beispielsweise wiederverwertete oder biologische Baumwolle, die wiederum nachhaltig verarbeitet wird. Und das Selbstverständliche? Hier müssen wir trotz nachhaltigem Umweltaspekt und sozialer Verantwortung kein Stück auf Design, Trend und bevorzugter Waschung verzichten.  weiterlesen

Fair Friday //
Julia Janes Happy Heart Oktober

28.10.2016 um 9.01 – Fair Fashion

fair friday

Neulich sprach ich noch von den Stubenhockern unter uns und gab zu bedenken, dass uns hier und dort ein Quäntchen Sauerstoff ganz gut tun könnte. Heute geht’s gleich weiter mit Einmuckeltagen. Denn Einmuckeltage mit begrünten Wohnzimmern sind zwar schön und gut, ein ordentlicher Spaziergang ist dennoch nicht zu ersetzen und befriedigt auch den manchmal aufkeimenden Bewegungsdrang ins uns. Nun regnet es seit Tagen Bindfäden, meine Heizung bollert und ich möchte am liebsten jeden Tag baden. Unter solchen Umständen heißt es wohl schweren Herzens byebye Sonntagsspaziergang, hallo Schnupfennase. Wenn „Sauerstoff absorbieren” nur noch durch den Spalt am Kippfenster funktioniert, ist es Zeit fürs Einmummeln. Weg mit Shorts, T-Shirts und Zitroneneistee, her mit den Kuschelpullovern, Saunatagen und Glücklichermachern im Badezimmer.

Meinem Gemüt steht es diesen Monat ganz nach Wärme, Ruhe und Entspannung und genauso sollte es auch sein. Akku aufladen und Zeit-für-mich-Fenster-finden steht nach diesem intensiven und aufregenden Sommer für mich auf der Agenda: Offensichtlich viel daheim, geht die Sache mit dem Wetter so weiter. Warum man fast bauchfreie Pullover trotzdem im Winter tragen kann und wie man sich eine Bodycream selber mischt, lest ihr hier: weiterlesen

Kolumne // Liebe ist wie Süßkram
aus der Papiertüte

26.10.2016 um 12.30 – box3 Feminismus Leben

IMG_8981Ich hatte schon ein paar feste Freunde, etwa vier richtige waren es, und manchmal überkam mich die seltsame Panik, ich könne dennoch so etwas wie ein leichtes Mädchen sein, weil zwischen ebendiesen Partnern auch immer wieder Nicht-Partner für gelegentliches DVD-Schauen auftauchten, meist dann, wenn ich lieber Single als zweisam war, aber eben doch nicht auf sämtliche Vorzüge des menschlichen Miteinanders verzichten wollte. Erstaunlich auch, dass ich das lose Anbändeln irgendwann nicht nur als etwas exotisches betrachtete, das man lieber nicht an die große Glocke hängt, die Leute hätten ja tuscheln können, sondern das In-Einer-Beziehung-Sein im gleichen Atemzug als etwas empfand, das gesellschaftlich irgendwie akzeptierter schien. Jedenfalls fiel es nicht immer leicht, zu erklären, dass XY vermutlich nicht mein Zukünftiger werden würde und zwar einfach darum.

Weil es Phasen in meinem Leben gab, in denen ich lieber Chips im Bett aß, während meine beste Freundin sich auf dem Sessel gegenüber die Fußnägel lackierte, als einem Mann Auskunft darüber zu erteilen, weshalb ich die nächsten zwei Wochen lieber für mich allein buchen würde. Was war ich also froh, als ich endlich mein vermeintliches Deckelchen fand, den Vater meines Kindes nämlich, und dass ich fortan an Pärchen-Tischen sitzen konnte, ohne eine Verkuppelungs-Angst im Nacken zu spüren. Zuvor hatte ich hin und wieder einen Julius kennenlernen oder meinen Nachtisch mit Torben teilen müssen. Alles paletti also, puh. Bis zur Trennung, die Topf und Deckelchen einvernehmlich entschieden, weil aus einer Papiertüte voll bunter Liebe eine leere Tüte geworden war, eine, in der es immerhin noch nach tiefer Freundschaft roch. Da ging die Farce von vorne los. Und Achtung, jetzt kommen wir nämlich zum Knackpunkt, denn wie man es macht, macht man es offenbar falsch oder zumindest entgegen jeder Logik. weiterlesen

Wish List //
Sweater Weather!

26.10.2016 um 11.30 – Mode Shopping

pullover shopping 2016

Nach meinem Entrümpelungs- und Reduzierungswahn, der wohl vornehmlich dem Brain Wash Buch „The Magic Cleaning“ geschuldet ist, verkaufte ich auf einem Flohmarkt jüngst sämtliche Pullover, die sich während der vergangenen Jahre in meinem Schrank angesammelt hatten. Nur etwa eine Handvoll behielt ich. Weil ich nämlich irgendwann auf den Trichter kam, dass alle anderen Modelle ohnehin ein überaus tristes Leben im Dunkeln fristeten, fast unberührt und mitunter sogar vergessen. Seither versuche ich also, mein Gerede von gestern wirklich in die Tat umzusetzen und mich ausschließlich mit Lieblingsstücken zu umgeben, nur noch in 100%iges zu investieren.

Nun bin ich aber nicht bescheuert und weiß, dass Teures nicht gleich besser ist und schon gar nicht für jederfrau oder -mann erschwinglich, darum geht es auch gar nicht. Nur Wegwerf-Käufe sollten tunlichst gemieden werden und die kennen wir glaube ich alle irgendwie. Ein Weekday Pullover kann mich im materiellen Sinne ebenso glücklich machen wie der Wolltraum von Closed und noch besser wird es tatsächlich, wenn nicht zusätzlich noch drei ähnliche Stücke im Kämmerlein schlummern. Wisst ihr, was ich meine? Nehmen wir als Beispiel den perfekten grauen Kaschmirpullover. Weil ich zu geizig für ein Investment war, habe ich mir über einen Zeitraum von drei Jahren etwa vier graue Alternativen zugelegt und keine davon geliebt. Ohne Sinn, würde Herrndorfs Andrej Tschichatschow aka „Tschick“ jetzt sagen. Hier also ein paar potentielle Super-Pullover, aus denen ich persönlich die Scheiße raus lieben würde: weiterlesen

#StepIntoMarni // Marni x Vans ab morgen via Zalando erhältlich

26.10.2016 um 9.02 – Schuhe

step into marni zalando vans

Viel zu lange mussten wir Stillschweigen bewahren, jetzt ist die Design-Katze endlich aus dem Sack: Zalandos jüngste Capsule Collection trägt den vielversprechenden Namen #StepintoMARNI, ist ab sofort online shopbar und sieht aus wie sie klingt, nämlich zweifelsohne Marni’esque, Es kommt allerdings noch besser, denn das italienische Luxuslabel ist nicht im Alleingang unterwegs, sondern hat mithilfe von Carolina, Tochter der legendären Chefdesignerin Consuelo Castiglioni, insgesamt vier ikonischen Footwear Brands ein Make Over verpasst.

Mit dabei sind Dr. Martens, Timberland, Reebok und, das darf an dieser Stelle ruhig erwähnt werden, unser offensichtlicher Favorit Vans, die Marke unserer Jugend, die uns erst über Skateboards jagte, dann auf Konzerte begleitete und bis heute selbst während der Modewochen niemals von unserer Seite weicht. weiterlesen

Mode und Investment –
Wie passt das zusammen?

26.10.2016 um 8.01 – box2 Mode Shopping

Investment Pieces

Es kommt vor, dass wir die verrücktesten Gründe auftischen, um unsere kostspieligen Errungenschaften vor uns selbst zu rechtfertigen, um uns vor dem schlechten Gewissen zu bewahren oder aus Selbstschutz-Gründen, damit wir in der kommenden Woche nicht gleich wieder losziehen, wenn das Portemonnaie ausnahmsweise locker sitzt. Das können Belohnungen aller Art sein oder Geschenke zu verschiedensten Anlässen, die wir nur uns selbst machen – ganz selten, dafür aber ausgewählt. Wer Mode von Herzen wertschätzt, der weiß an dieser Stelle vielleicht, wovon ich spreche – und der gebraucht auch zu gern das (Un)Wort Investition. Ja, es wird oft geschmunzelt, wenn wir unsere hochpreisigen Einkäufe als Investition betiteln, schaue ich mir allerdings meine ausgewählten „Investitionen“ aus der Vergangenheit an, dann weiß ich sehr wohl, dass mich der Großteil von ihnen ein Leben lang begleiten werden: Weil sie für mich, ganz unabhängig vom Preis, einen wahnsinnigen Wert haben, an Meilensteine erinnern (Stichwort Belohnung!) oder ich felsenfest behaupte, dass sich ihre Anschaffung auszahlen wird und ich mit meiner eigenen Einschätzung und eventuell der des Marktes, Goldrichtig liege.

Wenn wir in unserem modischen Kosmos also von einer Investitionen sprechen (die Wirtschaftswissenschaftler werden das anders sehen), dann meinen wir nicht selten Designer-Stücke, deren Wert (in erster Linie für uns selbst) hoffentlich niemals schwindet, sondern stabil bleibt oder sich im besten Fall sogar erhöht. Eine kleine Glücksformel steckt am Ende zwar in jedem Kauf, ein Schnellcheck kann trotzdem nicht schaden – und genau dafür haben wir uns heute Vestiaire Collective, die Designer-Plattform für Vintage- und „Second Hand“-Stücke mit ins Boot geholt, um euch zu zeigen, welche Investment-Pieces sich, rein wirtschaftlich betrachtet, in der Vergangenheit wirklich gelohnt haben. weiterlesen

All Eyes On // Lacoste!

25.10.2016 um 12.55 – Mode Shopping Trend

lacoste aw 2016

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber nach einer kurzen pubertären Phase des Polohemden-Hypes überließ ich das Tragen des Krokodils wieder ausschließlich dem etwas älteren, spießigeren Kaliber oder Sporttreibenden. Ein erneutes Aufbäumen der Marke Lacoste war erst einige Jahre später im Zuge des regen Flohmarkttreibens zu beobachten, es gab wirklich kaum kuscheligere Pullover in fescheren Mustern als jene von damals. Von Nostalgie und Gedanken an die „Royal Tenenbaums“ übermannt, trägt man jedenfalls bis heute wieder den altbekannten Kragen in sämtlichen Farben, sogar zur Kordhose und ganz ohne Spießer-Assoziationen. Obwohl, das stimmt nicht. Es gab immer diese zwei Lager, auf der einen Seite die tendenziell langweiligen Vornehmen und auf der anderen die stilsichere Lotter-Fraktion. Seit diesem Herbst wird diese inoffizielle Quatsch-Regel allerdings auf heftigste Art und Weise über den Haufen geworfen, man könnte fast meinen, Creativdirektor Felipe Oliveira Baptista habe seinem fast 7-jährigen Schaffen bei und für die Traditionsmarke Lacoste mit seiner aktuellen Kollektion die Krone aufgesetzt.

Referenzen zum französischen Skisport der 70er Jahre gepaart mit alten Atari-Grafiken, übermodernen Silhouetten und Details, die den Zeitgeist mehr denn je auf den modischen Punkt bringen, könnten aus Lacoste sogar wieder ein ähnlich angehimmeltes Brand wie etwa LOEWE machen. Von einem  „Wie Phoenix aus der Asche“ Phänomen zu sprechen wäre aufgrund der vergangenen ebenfalls großartigen Lacoste-Jahre zwar vermessen, ein bisschen fühlt es sich trotzdem so an. Die „Une Crocodelle“ ist jedenfalls offiziell eingeläutet und wir kommen aus dem Staunen kaum mehr heraus: weiterlesen

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