Happy Birthday, Jane Wayne 💘
Heute & Damals

18.10.2016 um 15.07 – Wir

happy

Hätte uns irgendjemand am Anfang unserer kleinen Reise verraten, dass wir das alles hier irgendwann einmal erreichen würden, ich hätte ziemlich ungläubig mit dem Kopf geschüttelt, zu Nike rüber geschielt und mir an die Stirn getippt. Ja, seid ihr denn alle des Wahnsinns? Vor rund 2190 Tagen, also vor genau 6 Jahren, gingen wir online, machten unseren Traum wahr, tippten uns fortan die Finger wund, verpassten kein Event, um darüber zu berichten und flogen zu den schönsten Zielen der Welt, um euch mitzunehmen. 6 Jahre Crazyness, 6 Jahre Schlafmangel, 6 Jahre pures Freundinnen-Glück, 6 Jahre Schweißperlen, 6 Jahre der schönste Job der Welt, 6 Jahre IHR, 6 Jahre und noch mehr.

Am 18. Oktober 2010 gingen wir live, bevor wir uns schon Monate zuvor mit dem Konzept beschäftigten, Interviews führten, Rubriken erarbeiteten, das Design vor und zurück warfen und einen Namen wählten, den bis heute keiner wirklich versteht. Wir im Übrigen auch nicht, aber das ist eine andere Geschichte. Nie in unserem Leben hätten wir gedacht, dass unser kleines Universum so schön, so smart, so konstruktiv, so ehrlich und so erfolgreich sein würde – und so sitzen wir auch heute noch völlig verblüfft vor unseren Schreibtischen und können all das kaum glauben.

6 JAHRE JANE WAYNE MADNESS 💘
1000 Dank, ihr schönsten Leser*innen!

Grund genug, an unserem heutigen Geburtstag mal wieder mit euch zurück zu schauen, an die Anfänge zu denken und einen kleinen Ausblick auf das zu geben, was kommt: In unseren 10 Random Facts about THIS IS JANE WAYNE <3

Wie kam’s eigentlich zu Jane Wayne?

Nach unzähligen Praktika im TV, im Radio, bei der Zeitung und sogar in der Corporate Communications Abteilung es Riesenunternehmens, stand irgendwann fest: Auweia, was machen wir jetzt? Gerade bei mir stellte sich Frustration ein. Eines Tages saßen wir auf Nikes Bett und Nike fand die richtigen Worte, um mich aus meiner damaligen Praktikumsfrustration herauszuholen: „Wir machen uns einfach selbstständig und schreiben für unser eigenes Magazin“. Ich weiß nicht, ob man es als naiv, als besonders mutig oder als unbedarft und voller Tatendrang betiteln kann, aber wir legten gleich los, schmiedeten Pläne und versuchten ganz selbstverständlich unsere Eltern von diesem Vorhaben zu erzählen. Ihr könnt’s euch vorstellen: Niemand verstand auch nur irgendein Wort.

Und dann ging’s nach Berlin. Einfach so. Wir tippten von 9 bis 24 Uhr 8 Artikel am Tag, lebten vom Minimum und besuchten jede mögliche Veranstaltung für euch. Unsere Supporter und damaligen Mit-Gesellschafter: David von Highsnobiety, Jens und Marek von Floor 5 und David und Omer von Soto. Mittlerweile gehört uns der Laden allein – und das fühlt sich aus den verschiedensten Gründen genau richtig an. Aber noch mal zurück. Es war ein steiniger Weg: Eine fremde Stadt und ein Job, den niemand verstand. Was zwischendurch passierte? Wir kreierten die Trend Forecasts für die Bread & Butter Berlin, schrieben für „news for Original girls“, Zalando, Modemagazine wie Fräulein und diverse Online Shops, wurden Markenbotschafter von MCM, eröffneten unsere Beratungsagentur Jane Wayne Consulting, entwickelten Workshops für andere, gründeten Tiny Jane und sammelten einen Haufen Erfahrung. Jane Wayne steht seither allerdings immer unangefochten an erster Stelle: Nachtschichten gehören seither zur Tagesordnung, einen ganz normalen Alltag gibt’s nicht.

Wer liest Jane Wayne eigentlich genau?

In der Summe sind es monatlich rund 370.000 Besucher*innen allen Alters. Die Hauptzielgruppe ist allerdings weiblich (80 Prozent) und zwischen 25 bis 34 Jahren alt. Nach Deutschland kommen die meisten Leser*innen aus Österreich und der Schweiz, dicht gefolgt von Großbritannien und Dänemark.

Wie viele Artikel wurden seither geschrieben?

In den letzten 6 Jahren haben wir 7.108 Artikel veröffentlicht, auf die wir 65.706 Kommentare erhalten haben. Am Anfang publizierten wir täglich acht Artikel, heute sind es eher 4 bis 5. Wir wollten jedem einzelnen Artikel irgendwann mehr Zeit einräumen – außerdem waren wir in Deutschland die ersten Bloggerinnen, die noch dazu aufwendige Collagen gebaut haben, um jeden einzelnen Artikel zusätzlich auch visuell zu unterstreichen. So viel Arbeit frisst Zeit. Daher sind es heute weniger Beiträge.

Woher holt ihr eure Inspiration?

Eine Frage, die so gern gestellt wird, auf die es aber bloß so eine unbefriedigende Antwort gibt: Überall her. Manchmal sind es die kleinen Dinge auf der Straße, andere Menschen und Freunde, oft sind es natürlich Neuerscheinungen, die auf ihre Besonderheit überprüft werden, wieder sind es aber auch einfach Aufreger aus dem täglichen Leben. Musik, Film und Print gehört, ohne Frage, selbstverständlich ebenfalls dazu. Vom Leben, der wirtschaftlichen und politischen Situation und all den gesellschaftlichen Einflüssen müssen wir erst gar nicht anfangen.

Jane Wayne heute & damals: Was ist passiert?

Wir verstanden uns zu Anfang als Perlentaucherinnen, die für euch das wohl Schönste aus dem WWW zusammen tragen wollten. Wir wollten Trends auf den Grund gehen, Geschichten erzählen, Strömungen erklären und gemeinsam mit euch sinnieren. Gespickt mit unseren Outfits, Nikes persönlichen Geschichten und Selbstversuchen, fühlten wir uns zu Beginn wunderbar wohl damit. Irgendwann sollte es thematisch aber unbedingt weiter gehen und so holten wir uns 2014 Schreiberinnen mit ins Boot, die uns seither thematisch unter die Arme greifen. Seitdem geht’s bei Jane Wayne also längst nicht mehr bloß um Mode, Beauty und Interior, sondern längst auch um Gesellschaftliches sowie Politisches und natürlich ganz klar um Feminismus. Verrückt, aber wahr: Als wir uns 2012 noch mehr mit letzterem beschäftigten, waren wir tatsächlich so gut wie allein mit #GirlPower-Themen in der deutschen Blogosphäre. Schön zu sehen also, das das Thema in anderen Medien inzwischen auch Gehör findet.

Heute schreiben neben Gastautoren außerdem Sarah Radowitz (steckt noch in ihrer wohlverdienten Pause), Julia Koch und Julia Korbik fest für Jane Wayne und Jule Pumpe für Tiny Jane, während Franziska uns als Sales Managerin im Back Office unterstützt. Noch mehr Unterstützung kommt schon bald und wir freuen uns irrsinnig dadrauf!

Gab’s einen Meilenstein für euch?

Es gab so viele Hochs (und Tiefs natürlich auch), die wir hier gar nicht alle aufzählen können. Aber ein großer Meilenstein ist mit Sicherheit die Vogue Kooperation, die seit 2013 läuft. Als die Vogue uns damals fragte, ob wir Lust hätten, gemeinsam in die Zukunft zu ziehen, war das für uns die schönste Krone, die man uns aufsetzen konnte. Seitdem kümmert sich das Team aus dem Hause Condé Nast um unsere Bannervermarktung. Ein weiterer Riesenmeilenstein ist aber wohl nach wie vor die Vergrößerung unseres Teams. Unsere Jane Wayne Familie wird immer schöner und toller – und wir könnten nicht glücklicher über unser Wahnsinnsteam ein. Vor allem, dass Franziska uns seit genau einem Jahr unterstützt, ist Gold wert und nicht zu ersetzen!

Kind und Karriere – funktioniert das wirklich?

Wilma, Lio, Jane Wayne und Tiny – ums ganz genau zu nehmen, sind wir gleich mehrfach Mamis. Also ob es funktioniert? Jein. Selbstverständlich kann man Karriere machen, wenn man ein Kind hat, aber man darf man sich nicht der Illusion hingeben, alles ginge nach so einer Geburt einfach weiter wie zuvor. Oder dass man beiden Lebensbereich zu 100% gerecht werden könnte. Man schläft weniger, ist oft müde und hat weniger Zeit, daran lässt sich nicht rütteln. Uns ist das, als die Kräfte ein wenig am Ende waren, sehr schwer gefallen, weil wir immer gerne nächtelang getippt haben, der Körper aber einfach nicht mehr mitgemacht hat und der Kopf ein Vakuum bildete.

Heute bleibt tagein, tagaus ziemlich viel auf dem Schreibtisch liegen und Emails unbeantwortet, weil wir schlicht und ergreifend nicht mehr nachkommen. Auch abendliche Veranstaltungen bleiben häufig unbesucht, es stehen außerdem deutlich weniger Reisen im Terminkalender. JW ist unser Baby und wir werden unseren Job immer lieben, aber noch mehr lieben wir unsere Familien. So ist es Punkt.

Modebloggerin = Murmeln im Kopf?

Nike sagte irgendwann einmal: „Das ist, als würde man einen Bäcker fragen, ob er nur noch Stullen im Hirn hat.“ Nein, wir haben selbstverständlich nicht bloß Mode und Shopping im Kopf. Natürlich nicht. Wir wissen zwar viel über Mode und beschäftigen uns viel damit, aber so ist das nunmal mit Berufen, in denen man gut sein will und ja, das Bloggen ist mittlerweile natürlich ein Beruf und beinhaltet mehr als Fingernägellackieren. Nike bemerkte dazu außerdem einst recht passend: „Obwohl mir meine Oma das auch noch nicht so richtig glauben will – sie hat seit einem Jahr nämlich einen Instagram-Kanal und ruft mich abends an, wenn wir eine Bluse besonders gut gefallen hat. Danach regen wir uns dann aber gemeinsam über Abtreibungs-Gegner, Frauke Petry, Amerikas Schattenkrieger, Erdogan und darüber auf, dass Aisha bint Khalfan bin Jamil al-Siyabi im Oman (wo Oma gerade war) nur Ministerin sein darf.“

Bloggerin ist kein Beruf. Oh doch!

Der Beruf „Blogger“ wird noch immer belächelt und wann immer ich jemanden glucksen höre, während er über ein Instagram-Bild herziehen will, stelle ich ihm kurz und knapp vor, wie so ein Alltag gerne mal aussehen kann. Denn gerade die jungen Erfolgreichen sind praktisch nicht mehr zu Hause, leben aus dem Koffer, grinsen 24/7 in die Kamera, teilen nahezu ihr ganzes Privatleben und reißen ich täglich den Allerwertesten auf, um am Ball zu bleiben. Wer Selbstständigkeit unterschätzt, der unterschätzt gleichzeitig auch Blogger. Wir müssen nicht immer alles verstehen, müssen nicht jedem erfolgreichen Instagrammer feiern, aber wir sollten doch immer eine Portion Respekt und nicht zuletzt Anstand wahren. Es gibt so viele Berufe, die ich nicht kenne, nicht verstehe und deren Aufgabenbereich sich mir nicht komplett erschließen, allerdings sollte ich das große Ganze sehen, statt bloß einen minikleinen Ausschnitt. Wenn sich Blogger diese eine Tasche leisten und die andere noch dazu, dann geben sie ihr Geld eventuell einfach lieber dafür aus, statt horrende Mieten zu zahlen oder ein Auto zu leasen. Was wer mit seinem Geld macht, ist völlig ihm überlassen. Dass man immer wieder mit Unterstellungen konfrontiert wird, dahinter stehe ein Geldgeber aka Papa oder Mann, ist ein Bild, das so veraltet, meist so falsch – und bitte Freunde – so kleinmachend ist.

Ich kenne jedenfalls nur sehr wenige Berufe in der Medienbranche, in denen man so multitasking sein muss, in denen so viele Kompetenzen abgerufen werden und die so sehr auf Veränderungen eingehen müssen, wie die des Bloggers.

Und wohin soll die Reise gehen?

Jane Wayne soll noch schöner und toller und besser werden – ein Credo, das wir seit 2010 verankert haben. Ein ganz schön großes Herzprojekt steht kurz bevor und wir sind riesig gespannt, wie ihr das Ergebnis finden werdet. Na, irgendwelche Ideen?

On top wird hier noch personell aufgestockt, wir sind endlich auf der Suche nach einer Praktikantin und Tiny Jane wird ganz bald aus der kleinen, müden Sommerpause erwachen. Versprochen. Wilma und Lio und das Leben werden natürlich dafür sorgen, dass sich der eine oder andere Plan manchmal schneller, manchmal langsamer in die Tat umsetzen lässt, dafür wird der Weg dahin ganz sicher umso spannender werden.

Wir danken euch wie verrückt für eure Treue, eure schlauen Kommentare, eure Denkanstöße, eure Tiefsinnigkeit und für eure schöne virtuelle Freundschaft. Von ganzem Herzen.

23 Kommentare

  1. Christina

    happy happy birthday :) Ihr seid großartig! Ihr schafft es auch, einem Mut zu machen, mehr auszuprobieren und mehr so zu leben, wie es einem gefällt. Danke!!!

    Antworten
  2. Ika

    Happy happy Birthday.
    Ihr beide seid der Knaller und für mich irgendwie der lebende Beweis, dass es zwar viele „könnte“, „sollte“, „müsste“ und „abers“ gibt, aber ganz sicher keine Entschuldigung dafür den Arsch nicht hochzubekommen.
    Was man will kann man schaffen, vielleicht nicht immer 100% perfekt, aber immer mit viel Leidenschaft, Spaß und Moral. Dafür DANKE! Das größte Geschenk habt ihr euch ja eh schon selbst gemacht.
    Mit den Worten einer sehr lieben, leider mittlerweile verstorbenen Freundin zu sprechen:
    „Schlüpper in die Ritze und ab auf die Wasserrutsche!“
    Auf die nächsten 100 Jahre (mindestens!)

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    1. Merlind

      Ich sehe das genau so. Kann viele, viele andere Blogs nicht mehr ertragen, aber ihr seid mein Lichtblick. SO unperfekt perfekt, klug und inspirierend! Danke euch beiden und dem ganzen Team!

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  3. Julia

    Wundervoller Beitrag und auf diesem Wege warum ich immer noch euren Blog verfolge liegt eben daran das es nicht nur um Mode geht sondern um viele Gesellschaftsrelevanten Themen die auch mir am Herzen liegen und Denkanstöße geben! Weiter so!!!! Und dein das die andere Sarah wieder schreiben wird, habe sie schon vermisst :).

    Alles gute und liebe euch!

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  4. Katja

    Happy Birthday ihr Lieben! Lese euch auch sehr gern und hoffe, ihr inspiriert uns noch viele Jahre.

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  5. Liesa

    Alles, alles Liebe und ich freue mich auf die nächsten Jahre mit Euch,euren Berichten, Geschichten, Projekten und und und…>3

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  6. Suzie

    Ist das nicht komisch – so richtig mag ich Euch gar nicht & ganz viele Artikel regen mich immer auf – und trotzdem schaue ich einmal am Tag bei Euch vorbei. 😉 Irgendwas habt Ihr nun mal, was ich bei anderen nicht finde. Macht weiter so, verliert nicht den Spaß an der Sache & verliert Euch nicht!

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    1. Anna

      Haha was für ein charmantes Kompliment 😀

      Liebe Janes, toll macht ihr das und DANKE für eure Arbeit <3

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    2. Elina

      Oh man, da weiß man gar nicht, was man sagen soll 😀
      Worüber soll man sich denn hier aufregen?
      ich finde eher gut, dass man sich MIT den Janes aufregen kann über die Themen der Welt…

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  7. Bella

    Hallo Sarah,

    Gibt es nähere Infos zu eurem Praktikumsplatz? Ich bin sehr interessiert :)

    Liebe Grüße
    Bella

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  8. Leenie

    Kontrovers! Bitte bleibt so – mit allen Ecken und Kanten. Ich mag auch nicht alles was ihr schreibt, aber es beschäftigt mich nachhaltig. Spricht für Qualität und Authentizität :)

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  9. Jen

    Danke für den ganzen kostenfreien Content, Respekt für so viel multitasking und super, dass ihr bei all dem Wahnsinn offensichtlich noch denkende Menschen geblieben seid! Die Reise macht uns Lesern ebenso Spaß und Leute wie ich, die nicht so gern „öffentlich“ sind, erleben gern viel durch euch mit 😉
    Weiter so. More power to you!!

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  10. Elina

    Es gibt einfach keine anderen Bloggerinnen, denen ich abnehme, was sie sagen. Ich mochte eigentlich auch Journelles, aber das bezahlte Outfit für JakeS hat mich schockiert. Ich hoffe, sowas passiert euch nicht und dass ihr immer so authentisch, charmant und bereichernd bleibt wie ihr es in den letzten 6 Jahren wart! Danke.

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