Archiv für den Monat: Januar 2017

5 Piece Wardrobe //
„The Good Life“

31.01.2017 um 15.55 – Allgemein

5 piece wardrobe frenchWas war ich in letzter Zeit modemüde und saumäßig ankleidefaul. Ich glaube sogar, dass es noch nicht einmal gelogen wäre zu behaupten, ich hätte während der vergangenen vier Wochen bloß drei verschiedene Pullover und zwei Jeanshosen im Wechsel getragen; der Winter macht mich einfach fertig. Und dann diese Langeweile überall. Die Gleichschaltung. Und ich ja auch mittendrin. Womöglich brauchte ich einfach mal eine kurze Pause. Seit gestern tut sich da nämlich wieder was in meinem Herzen, es fängt jedenfalls ganz zaghaft an zu kitzeln wenn ich an die immerhin nahenden ersten Frühlingstage denke und gleichzeitig an mit Rüschen-verzierte Turnschuhe. An immer-wieder-Ringel mit Regenbogen-Botschaften und superhoch geschnittene Karotten. Hopfen und Fashionmalz scheint also doch nicht ganz verloren, mir ist vielleicht bloß ein bisschen egaler, was der Rest der Modewelt so treibt. Stattdessen möchte ich einfach tun und tragen, wonach mit der Sinn steht. Hier ein erstes Beispiel – The Good Life eben: weiterlesen

Kolumne //Warum ich Vorsätze nicht mag und trotzdem welche habe.

31.01.2017 um 10.40 – Allgemein

changes

Ich schlafe zu wenig, meine Ernährung setzt sich vor allem aus Kohlenhydraten und „mit Käse überbacken“ zusammen, weil ich selten Brille trage, kneife ich beide Augen permanent wie ein kleines Schweinchen zusammen, was sich wiederum unübersehbar negativ auf meine tiefer werdenden Stirnfalten auswirkt. Die Nagellackreste auf beiden dicken Zehen stammen aus dem vergangenen Sommer, mein Emailfach spuckt aktuell die ungeheure Zahl von 10176 ungelesenen Nachrichten aus, ich habe nichts zum Anziehen und wenig Lust, auszugehen. Manchmal rauche ich auch, obwohl ich längst Nichtraucherin sein wollte und sollte, anonyme Anrufe beantworte ich nur aus Versehen und obwohl ich 50 Euro im Monat für die Mitgliedschaft in einer sportlichen Vereinigung bleche, habe ich längst vergessen, wie meine Yogalehrerin überhaupt nochmal heißt. Ganz abgesehen davon, dass meine Laufschuhe seit einem guten Monat hinterm Staubsaugern in der Abstellkammer von Spinnweben gesäumt werden.

Das alles fiel mir aber erst neulich auf, einen ganzen Monat später als den meisten anderen Menschen also, die sich vornehmlich um die Jahreswende herum in Selbstreflexion üben. Und zwar als ich mutterseelenallein auf einer Hütte in den Tiroler Bergen saß. Aus Trotz. Ich wollte lieber zum fünften Mal hintereinander die sichere Abfahrt nehmen als mit dem Rest der über die Maße motivierten Gesellschaft über Buckelpisten der blauen Stunde entgegen zu brettern und außerdem war ich gerade dabei, noch ein wenig in Selbstmitleid ersaufen. Und Leute zu hassen. Und mich selbst. Weil sich die Existenz auf diesem Erdball samt all ihrer physischen wie psychischen Begrenzungen plötzlich wie mein persönliches Alcatraz anfühlte. Was allerdings alle Gefängnisse gemein haben: Wir sind selbst schuld daran, wenn wir drin sitzen. weiterlesen

How to survive the Wintertief //
Mit Miriam Kugland

31.01.2017 um 9.17 – Leben Menschen

leaodette miriam KuglandOhje, der Januar ist vorbei und da sind wir nun – vollends angekommen in Schneetreiben und Neujahrspleite und voller heißer Vorfreude auf wärmere Tage, mehr Sonne und im besten Fall ein bisschen Urlaub. Während ich zwischen Bibliothek und Schreibtisch switche, ertappe ich mich dabei, immer mal wieder auf gängigen Flugseiten nach Feriendomizilen für die vorlesungsfreie Zeit Ausschau zu halten. Diese scheinen allerdings angesichts wachsender To Do Listen und anstehender Klausuren noch meilenweit entfernt.

Auch mithilfe von Instagram kann man sich zumindest gedanklich ganz leicht an warme Strände,  blaue Poolsides oder hübsche Städtchen katapultieren, sollte einem das Einheitsgrau in der Welt da draußen dann doch einmal zu viel werden. Genau so bin ich vor knapp zwei Jahren auch auf den wundervollen Feed von Miriam Kugland aka. Leaodette gestoßen. Die Urberliner Pflanze mit kameruneschen Wurzeln hat nicht nur ein Händchen fürFotografie und einen hervorragenden Geschmack, sie ist für mich auch immer wieder eine Inspirations- und Motivationsquelle, wenn es um ‚Equal Rights‘, soziales Engagement und die ‚Black Lives Matter‘ Bewegung geht. weiterlesen

Short News // Mit H&Ms Studio Collection, politischen Statements & einem Missy Elliott Comeback

31.01.2017 um 8.19 – Allgemein

short news

News, News, News – und zwar alle auf einen Blick. Schönes, Skurriles und Verrücktes der vergangenen Woche: Neben einer ganzen Ladung an Modenews, gibt’s überraschend politische Statements von so manch einem Prominenten zum aktuellen #MuslimBan, Musik von Missy Elliott, Neues von einem Interior-Spezi, der jetzt auf Küchenregal macht und einem saublöden Spruch, den wir Frauen (natürlich auch Männer) wohl alle kennen. weiterlesen

Shopping //
The Ski Jumper

30.01.2017 um 13.07 – Mode Shopping Trend

ski pullover sweater 60sImmer, wenn ich Omis alte Fotos durchschaue, ärgere mich darüber, dass ich nicht viel früher auf den Trichter gekommen bin, sie vom Entsorgen alter Kleidung abzuhalten, aber wer hätte mit 16 jungen Jahren auch ahnen können, dass das Rad der Mode tatsächlich kaum mehr neu erfunden werden würde. Stattdessen findet seit Jahren ein eklektisches Interpretieren von längst Vergangenem statt. Was ja nicht falsch ist, keineswegs, wenn auch in den Augen früher Geborener ein wenig öde. Ein Comeback jagt jedenfalls das nächste. Seit nicht wenigen Saisons ist beispielsweise die Skimode der 60er zurück, sogar auf den Laufsteg von Miu Miu haben die Blockstreifen und Spitzmuster es längst geschafft. Nun stehen alle Zeichen zudem auf Reißverschlussdetails in Kombination mit Roll- und Stehkragen auch diesmal habe ich nichts dagegen. Ist ja auch schon wieder nicht ganz frisch dieser Trend, aber zunehmend hübsch anzusehen und noch dazu erschwinglich. Der Glitzerpullover von & other stories etwa dürfte sofort Einzug in meinen Kleiderschrank halten. Die Auswahl von Urban Outfits ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern: weiterlesen

In the mood for //
Rosafarbene Sonnenbrillen

30.01.2017 um 11.14 – Accessoire box2

pink glasses

Offensichtlich brauche ich an meiner Wohnungstür einen Checklist-Zettel, der mich an all die Dinge erinnert, die ich beim Verlassen der eigenen vier Wände gerne mitnehmen würde, aber partout immer vergesse: Ringe, zum Beispiel, oder Handcreme. Ein portables Handyladegerät oder einen Stift. Sobald ich also auf andere Menschen treffe, rolle ich selbst mit den Augen, weil ich meine Handtasche schon wieder bloß mit Smartphone, Portemonnaie und Schlüssel gefüllt habe, nicht aber mit anderem Schnickschnack, den man unterwegs ebenso gut gebrauchen könnte. Und so geht’s mir eben auch mit Sonnenbrillen. Beim ersten Sonnenschein trägt wirklich jeder auf seiner Nase sein liebstes Gestell, während ich gen Sonne blinzeln und behaupte, es sei ja auch viel schöner, die ersten Strahlen auch mal zu genießen, statt sich vor ihnen abzuschotten. Bullshit, insgeheim bin ich nämlich bloß neidisch, selbst nicht so pfiffig gewesen zu sein und mein Modell eingesteckt zu haben. Und es ist nunmal so: Sonnenbrillen sehen so unverschämt nach Sommer aus und erinnern so an Skiurlaub, wie kaum ein anderes Accessoire, verdecken dabei noch ganz galant Augenringe und verstecken sonst noch allerhand.

Eines habe ich mir fest vorgenommen: Sobald meine in Rosa getunkte Sonnenbrille angekommen ist, hängt dort der Zettel an der Tür. Denn noch nie hat das Herz bei pink getönten Brillen so hoch geschlagen wie in diesem Jahr. Der Grund? Eine Handvoll Ladies, die den Look kaum schöner vormachen könnten und der Gedanke daran, alles hin und wieder durch die rosa Brille zu sehen.  weiterlesen

Spotted // Schmuck von
Knobbly Studio x Laurie Franck

30.01.2017 um 10.51 – Accessoire Feminismus

knobbly studio

Sogenannte One-Line-Drawings sieht man gerade überall. Im Interior-Bereich etwa als Poster für die Wand, hier und da entdeckt man die feine Picasso’esquen Linien aber auch auf Keramik oder Kissenhüllen, am Körper trägt man die Kunst längst in Form von artifiziellen Prints, am beliebtesten scheinen jedoch noch immer Schmuckstücke und sogar Tattoos zu sein, deren Umrisse sich aus einer einzigen Linie zusammensetzen. Malen ohne Absetzen quasi. Die Kollaboration zwischen dem Israelischen Schmucklabel Knobbly Studio und der französischen Tattoo Pionierin Laurie Franckie ist demnach ein Geschenk des Trend-Himmels, wenn man so will, und noch dazu eines, das jeden Hype überdauern wird. Zeitlos schön und ebenso stark wie zerbrechlich kommen die Ohrringe, Ketten und Pins aus 19-4 Karat Gold daher, die sich ganz der abstrahierten Ästhetik des weiblichen Körper hingeben.

Entdeckt haben wir den Schmuck der autodidaktischen Jewellery Designerin Gittit Szwarc aus Jaffa, die sich eigentlich dem Tanz verschrieben hatte, übrigens bei Make Up Artist Stella von Senger – wohlgemerkt ein wahres Trüffelschwein, wenn es um auffälliges Zierde-Material rund ums Ohr geht. Auf meiner Wunschliste befindet sich ab sofort also quasi die gesamte Kollektion, inklusive güldener Nippel: weiterlesen

Outfit // Von Sonntagen.

30.01.2017 um 9.11 – box1 Outfit Wir

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Das Wochenende ist uns, spätestens seit Wilma und Lio da sind, absolut heilig. Termine werden bewusst ignoriert und nur, wenn es wirklich unbedingt nötig ist, wird der Laptop am Abend noch mal ausgeklappt. Und so verbrachte ich meine freien Tage fast ausschließlich im Freien, spazierend durch Kreuzberg im Sonnenschein, mit einem späten Frühstücksbesuch im Halleschen Haus, einem Apfelstrudelstopp bei Nike und einem Pizzadate bei meinem liebsten Italiener, bevor es abends wieder gemütlich auf die Couch ging. Ich habe mich mit meinem Sommerurlaub beschäftigt, mich der Altersvorsorge aka Wohnungsimmobilien gewidmet, die eigene Bude auf Vordermann gebracht und zum ersten Mal mit Wilma bis halb 10 geschlafen. Kurzum: Ich hatte das langweiligste Wochenende seit langem und es ist mir so gut reingegangen, wie lange schon nicht mehr.

Und so passierte es gestern, dass ich euch bei Sonnenschein eigentlich auch mein liebstes, unaufgeregtes Outfit der vergangenen Tage zeigen wollte, aber so rumtrödelte, bis sich Berlin auch schon wieder von seiner grauesten Seite präsentierte. Huppala, wie Wilma sagen würde. Ich gelobe Outfit-Knipserei-Besserung und wünsche euch eine ganz wunderbare Woche. Die wird hier im JW Office übrigens ganz furchtbar aufregend, denn wir dürfen ab heute Abend auf Instagram in kleinen Appetithäppchen endlich die Katze aus dem Sack lassen, womit wir uns seit rund einem halben Jahr ganz nebenbei beschäftigen. AUFREGEND! weiterlesen

Slow Sunday // Selbstliebe:
Vielleicht sind wir ja doch alle schön?

29.01.2017 um 11.06 – Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Sind wir doch schön?

Die Selbstliebe und ich, wir sind uns immer noch nicht ganz grün. Vor allem seit ich das Gefühl habe, dass die ganze Sache – wie so vieles andere eigentlich-Gute – zweckentfremdet wird. Ich spreche zum Beispiel von dem scheinbaren Imperativ, dass es die zwei Riesenthemen „Selbstliebe“ und „Schönheit“ ausschließlich im Doppelpack gibt. Ich habe das Gefühl, ich werde laufend darauf hingewiesen, als sei es eine universelle Regel: Wer sich selbst liebt, hat sich auch schön zu finden (aber nicht andersrum).

Ich verstehe das nicht. Warum sollte Schönheit, sei sie jetzt eine Innere oder eine Äußere (wie auch immer wir diese definieren) bei der Selbstliebe eine Rolle spielen? Ist noch niemandem aufgefallen, dass der Abstand zwischen Realität und ehrlichem Glauben an „jeder Mensch ist schön und du musst eben lernen, dich selber schön zu finden, egal was andere sagen“ in etwa 7 Lichtjahre beträgt? Ein angeblicher Automatismus der Selbstliebe: „Finde dich schön, ist überhaupt nicht schwierig und ganz ehrlich, bitte reiß‘ dich auch ein wenig zusammen.“ Und schwupps findet man sich überaus famos und die Liebe zu sich selbst sprudelt nur so aus einem heraus? Eher nicht. Was wir brauchen ist eine Portion Wahrheit. Mit einem Sahnehäubchen Hoffnung. Ein Versuch.  weiterlesen

TRAVEL // Meraner Land in Südtirol:
Ich will zurück zu dir

27.01.2017 um 16.47 – box2 Travel

meran

Aus dem schnöden Flachland meiner Berliner Heimat zog ich aus, endlich mal wieder auf Knödel zu starren. Ziel: Der allernördlichste Teil Italiens, Meran, Südtirol. Als kredible This is Jane Wayne Repräsentantin hatte ich von der Welt schon viel gesehen, war rumgekommen, von kalt nach warm und wieder zurück gereist und erwartete dieses Mal gar nicht so viel, Hügel eben.

Was ich im Meraner Land stattdessen fand, war ein neuer Erden-Lieblingsplatz. Nicht nur, weil hier Speck an Bäumen wächst und die Luft aus saftiger Subtropen-Kristall-Frischluft in Reinform besteht, sondern weil dir die Palmen hinter den Weinbergen neben deiner Terrasse zuwinken, weil Gastfreundschaft hier so groß wie Genusskultur geschrieben wird und sich traditionelle Alpen-Idylle mit modernen Urban-Knallern High Fives am laufenden Band geben. weiterlesen

Bedroom Stories #3 //
Baby, take a walk on the wild side

27.01.2017 um 14.27 – Leben Sex

wild side bedroom stories

Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr hier.

Man ließt und hört ja immer wieder davon, dass „diese Feministinnen“ in Wahrheit nur mal richtig durchgenommen werden müssten, die Leute munkeln dann, dass „diese Feministinnen“ unterm Bettlaken plötzlich sowieso ganz kleinlaut und devot würden und dass die ganze Sache mit der Emanzipation und eben „diesen Feministinnen“ dann wohl nichts weiter als bescheuerte Heuchelei sei. Denn eine echte Feministin täte „so etwas“ selbstredend nicht. Im Angesicht derartiger Spekulationen wird mir immer ganz feurig zumute, während ich voller Wonne an den nächsten kleinen Klaps auf den Po denke, der mir bald nackend blühend wird. Sogar ganz freiwillig. Obwohl ich Feministin bin. Oder gerade deshalb, jawohl.

Ich habe nämlich gelernt, über meine Bedürfnisse und Wünsche zu reden, sie sogar ganz deutlich einzufordern. Das klingt jetzt Larifari, aber ich glaube, das Quatschen übers Bumsen ist zwischen vielen Paaren tatsächlich noch immer ein zaghaftes Pflänzchen, man will ja nicht unzufrieden, wahnsinnig oder gar verkorkst rüberkommen. weiterlesen

Fair Friday // Green Fashion Week –
Panorama Berlin feiert die Mini-Cups

27.01.2017 um 10.23 – Fair Fashion Nachhaltigkeit

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Letzten Freitag hatte ich es bereits angekündigt und nun freue ich mich so wahnsinnig, euch ein weiteres Highlight meiner vergangenen Green Fashion Week vorzustellen. Die Rede ist von Unterwäsche. Aber nicht irgendeiner, sondern der Crème de la Crème der nachhaltigen und schönsten Lingerielabels Europas. In diesem Jahr erstmals gebündelt anzutreffen in einer neu dazugewonnenen Halle der Panorama Messe im Messezentrum Berlin.

Das Ganze nannte sich schlichtweg „Lingerie“ und drin war, was draufstand: Schönes und knappes für drunter und zwar (teilweise) auch noch ethically correct. Mein Herz ging auf und lies alles hinein, was den Spagat zwischen “sexy“ und “angenehm zu tragen“ schaffte, ohne dabei auf Extravaganz und Spitzen zu verzichten. Und noch etwas hat mich entzückt, wenn auch mit einem weinenden und lachenden Auge: Die Ausrichtung auf ganz kleine BH-Größen, die zum Glück seit einiger Zeit bereits im konventionellen Bereich voranschreitet, ist auch in der Green Version auf dem Vormarsch. weiterlesen

BEAUTY-INSPIRATION // Comeback:
Lidschatten bis zu den Augenbrauen

26.01.2017 um 14.40 – Beauty

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Es muss etwa 2004 gewesen sein, als neun Mädels inklusive Nike und mir im Urlaub nur ein Ziel verfolgten: Tagsüber bräunen und abends feiern gehen. Ich weiß selbst nicht mehr so genau, warum wir nichts anderes im Kopf hatten und wie wir das ganze zwei Wochen lang durchhielten, aber wir erfüllten unsere Sommerurlaubsmission, wie das dazugehörige Bildmaterial noch bis heute beweist: Dank Sonne und ganz viel Salz trafen wasserstoffblonde Haare auf Sonnenstudio-gleiche Haut. Das ist allerdings längst nicht das Einzige, was auf den entwickelten Fotos zum Vorschein kommt: Auch das bis zu den Augenbrauen mit Hellblau bepinselte Lid bringt eine Zeit zum Vorschein, zu der ich mich manchmal nur noch mit zusammengekniffenen Augen bekennen will. Was. war. da. los? Fragt man sich da zurecht und während die vermeintlichen Fauxpas aus Teenie-Zeiten gerade so leicht in Vergessenheit geraten, werden sie einem auch schon wieder auf dem Silbertablett präsentiert:

Und zwar auf den Augen mancher Models bei Jean Paul Gaultiers Couture Show in Paris. Die Knallfarbe im Outfit ist offensichtlich gänzlich zurück. Stellt sich uns bloß die Frage: Machen wir da auch beim Thema Make-Up wieder mit?  weiterlesen

Chanel Haute Couture // Karls Muse Lily-Rose Depp & Details, die wir uns merken sollten

26.01.2017 um 13.57 – Mode

chanel haute couture ss17 „Ist das da Haute Couture?“ fragte mich jüngst eine Freundin, als vor einem Schaufenster standen, das vollgepackt mit Opulenzen war. Sie war sich ganz sicher. Und fast ein bisschen traurig, als ich schließlich widersprechen musste. Natürlich, wenn man besagten Begriff wörtlich übersetzt, ist damit nichts anderes als „gehobene Schneiderei“ gemeint. Vielleicht wird er deshalb sooft verwendet, meist allerdings zu Unrecht. Im Schnitt sind es nämlich nur insgesamt 20 Designhäuser weltweit, die das in Frankreich geschützte Attribut ihr Eigen nennen dürfen und damit zum exquisiten Zirkel der „Chambre Syndicale de la Couture Parisienne“ zählen. Ebenjene Schneiderinnung entscheidet tatsächlich jedes Jahr aufs Neue, wer dabei sein darf und wer nicht. Um die hohe Schneiderkunst zu wahren, wird nach strengen Kriterien ausgewählt. Jede HC Kollektion muss etwa aus mindestens 35 Unikaten bestehen, für die ausschließlich die hochwertigsten und exklusivsten Materialien verarbeitet werden dürfen – per Handarbeit. Maschinen verboten. Für ein einziges Abendkleid muss demnach mit bis zu 1000 Arbeiststunden gerechnet werden. Es kommt also längst nicht mehr darauf an, wer die optisch üppigsten Kreationen präsentiert, ganz im Gegenteil, Haute Couture kann mitunter beinahe tragbar wirken. Dazu passte auch Karls neue Zurückhaltung hinsichtlich der sonst gern überkonstruierten Locations, man denke etwa an der Supermarkt oder den Flughafen zurück. Diesmal wirkte das Spektakel in Erinnerung an die kleinen Salonschauen von damals beinahe, als hätte sich eine neue Ruhe in der Haute Couture etabliert. Vielleicht ein Statement gegen das Lautsein der Welt, das sich durch Trump ganz aktuell nur noch weiter zu manifestieren scheint. “I wanted something impeccable, clean. I wanted the girls to look like walking fashion drawings,” beschrieb Karl Lagerfeld selbst sein Defilee. weiterlesen

Budget Buy // Auf der Blumenwiese

26.01.2017 um 12.09 – Mode Shopping

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Wie schön wäre es, jetzt einfach ohne Jacke vor die Türe zu gehen, leichtes Schuhwerk anzuziehen und nach Lust und Laune auf kurze Beinkleider zu setzen. Und wie großartig wäre es, nicht mehr zu frieren, wenn man das Haus mal wieder ohne Schal und Mütze verlässt. Das Berliner Grau hat seinen Höhepunkt erreicht – oder sagen wir so: meine Toleranzgrenze. Denn während eine ganze Horde von Menschen derzeit zwischen Tulum und Kaptstadt turnt und mich auf Instagram virtuell zwingt, geistig dabei zu sein, sitze ich im drückenden Berliner Winter fest und träume von nichts anderem als Sonne, Plusgraden und Draußenzeit. Es hilft nicht viel außer selbst Reißaus nehmen, aber das steht aufgrund eine fast platzenden Terminkalenders akut nicht zur Debatte. Daher setze ich mal wieder auf positive Gedanken und darauf, sich ab sofort mit allerhand sommerlichen Appetithäppchen zu umgeben und jeden uns zur Verfügung stehenden Strohhalm zu ergreifen, um ihn in unsere Piña Coladas zu stecken. Im Blumenkleid vielleicht?

Während ich im vergangenen Sommer noch wie eine Verrückte nach zarten Streublumen und üppigen Bouquets Ausschau hielt und unbefriedigt zurückblieb, gibt’s sie jetzt endlich in Hülle und Fülle. Grund genug, die allerschönsten Kleidchen, Blusen und Accessoires für euch herauszusuchen, die auch ganz easypeasy im Winter und mit dickem Strick und Nylonbeinen funktionieren:  weiterlesen