Dürfen wir vorstellen? Der Fair Fashion
Online Store „almasanta“

Trotz der anhaltenden Fair Fashion Bewegung, wird nachhaltige Mode von den meisten noch immer in drei Schubladen reingestopft: Wir hätten da die Basic-Fraktion, die von weißen Shirts bis farbigen Blusen alles in petto hat, zeitlose Klassiker, die nicht anecken, aber auch nie wirklich in noch out sind. Geht immer, haut uns aber auch nicht aus den Socken. Außerdem hätten wir da noch die Fraktion „mehr ist mehr“, eben genau die Brands, die leider für unseren Geschmack oft am Ziel vorbei schießen – und zwar vor allem mit überschminkten Models in überzogenen Posen. Ein kleines Warum nur? huscht uns dann immer über unsere Lippen. Wisst ihr, was wir meinen? Von Kategorie Nummer drei müssen wir euch eigentlich gar nicht erzählen, denn die hat meist sowieso jeder im Kopf, der sich noch nicht intensiv genug mit Fair Fashion auseinander gesetzt hat: Die Filzpantöffelchen und Selfmade-Alleskönner mit Öko-Stempel, die wir auf mittelalterlichen Märkten treffen, die durchaus Schönes zu bieten haben, deren Ruf aber manchmal nach faden Maronen und ungezuckerten Waffeln schmeckt. Alle Klischees vereint?

Dass es seit mehreren Jahren aber auch Labels und Stores gibt, die den Nerv der Zeit ganz wunderbar treffen und so ziemlich alles richtig machen, wird dabei leider noch viel zu oft außer Acht gelassen. Ein paar wunderbare Konzepte gibt es natürlich längst und wurden hier natürlich auch schon vorgestellt: Trotzdem gehören solche Fundstücke noch immer nicht zum Alltäglichen – und gerade deswegen freuen wir uns immer ganz besonders, wenn wir auf nachhaltige Perlen treffen, die wir unbedingt mit euch teilen wollen – wie heute zum Beispiel: Denn ein Online Store, der es sich ab sofort zum Ziel gemacht hat, mit hartnäckigen Vorurteilen aufzuräumen und eine sorgsam gewählte Auswahl an Fair Fashion unter einen Hut zu bringen, ist almasanta:

almasanta bezeichnet sich selbst als die neue Adresse für nachhaltige Mode. Gegründet in Barcelona von Claudia Magrina und Mercedes Escoda, bietet der Online Store ein kleines, aber feines Portfolio an Marken an, die einen nachhaltigen, ökologisch und sozial bewussten Ansatz bei der Produktion ihrer Produkte verfolgen. Die beiden Gründerinnen stellten irgendwann fest, dass Mode, ein wichtiger Aspekt ihre Lebens, bisher nicht mit ihrem öko-bewussten Lifestyle übereinstimmte. Überwältigt von der Fülle an Fashion-Brands und der mangelnden Transparenz in der Modeindustrie haben sich die beiden dazu entschlossen, einen Ort zu schaffen, der Nachhaltigkeit mit ihrem hohem Anspruch an Stil vereint.

Die beiden Gründerinnen „möchten das Image nachhaltiger Mode ändern“ und haben ihren kleinen Traum von einer nachhaltigen, dabei sehr zeitgenössischen Online Destination in die Tat umgesetzt.

almasantas Mission ist daher, genau die Brands anzubieten, die Nachhaltigkeit und Stil als wichtige Aspekte der Modeindustrie vereinen. Transparenz ist den beiden Gründerinnen daher genauso wichtig, wie die aktive Förderung von kleinen Brands, um ihnen endlich den Raum zu geben, den sie verdient haben. Jede Marke wurde sorgfältig auf Basis von acht Nachhaltigkeitskriterien ausgewählt:

  • ORGANIC: Die Verwendung natürlicher Biomaterialien, die die negative Auswirkung von Produktionsprozessen auf die Umwelt verringern
  • RECYCLING: Die Verwendung recycelter Materialien oder Vintage-Mode, die für einen neuen Zweck reinterpretiert wird
  • ECOLOGICAL: Herstellungsverfahren, die einen geringen Verbrauch von Energien und Wasser garantieren und somit die Umwelt schonen
  • HANDMADE: Marken, die auf Handarbeit setzen und somit einzigartige Produkte schaffen
  • LOCAL PRODUCTION: Marken, die auf lokale Beschaffung und Produktion setzen, mit dem Ziel, den ökologischen Fußabdruck zu verringern und die lokale Wirtschaft zu unterstützen
  • CERTIFICATION: Marken, die in zertifizierten, lokalen Workshops produzieren und die strengen Auflagendes jeweiligen Landes respektieren
  • SOCIAL INTEGRATION: Marken, die Projekte zur sozialen Integration fördern
  • FAIR TRADE: Marken, die die offiziellen Fair Trade Standards respektieren und für Gleichheit im internationalen Handel stehen

_alma-santa: (alma- soul; santa- Saint, holy) a transparent holy soul

Kund*innen können ganz leicht jedes Brands auf die von almasanta erklärten Nachhaltigkeitskriterien überprüfen. Viele ihrer Marken arbeiten außerdem mit international anerkannten Organisationen wie SÖKTAŞ oder BLUESIGN, die die Verwendung von nachhaltigen Materialien und eine höhere Sensibilität gegenüber der Umwelt fördern.

30 internationale Labels gehören mittlerweile zum Portfolio – und das Sortiment wird stetig ausgebaut und weiter überprüft. Neben Ready-to-Wear umfasst das almasanta-Angebot übrigens schon jetzt Sleepwear, Loungewear, Bademode, Sportmode, Accessoires und Schmuck – und das wird weiter ausgebaut. Um das nachhaltige Shopping-Erlebnis abzurunden, können Kunden 1 Prozent des Warenkorbs an eine wohltätige Organisation ihrer Wahl spenden. Die Verpackung ist zu 100 Prozent aus recyceltem Papier und der Versand jedes Produkts erfolgt garantiert CO2-neutral.

Noch steht almasanta in den Kinderschühchen, wir werden den spanischen Online Shop für euch aber ganz fest im Auge behalten!

5 Kommentare

  1. Kristiane

    In dem Zusammenhang würde ich gern einmal freundlich fragen warum Eure eigene Kollektion ausschließlich mit konventionellen Materialien umgesetzt wurde. Ganz ohne Bissigkeit, sondern aus Interesse an den Hintergründen. Ihr zeichnet Euch ja im Vergleich zu anderen Blogs durch Euer Interesse an nachhaltiger Mode aus. Und so hatte ich, zugegeben, zumindest für Shirts+Beutel auf Biobaumwolle gehofft <3

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      1. Sarah Jane Artikelautor

        Liebe Kristiane,
        das ist eine vollkommen berechtigte Frage und es tut mir wahnsinnig leid, dass ich dir erst jetzt antworte.
        Kauf dich glücklich arbeitet mit Lieferanten zusammen, die sie bereits über viele Jahre kennen und zum Teil persönlich schon besuchen konnten, um sich ein genaues Bild von der Produktion zu machen. So war es zum Beispiel wahnsinnig schwer, einen Lieferanten ausfindig zu machen, der Denim nach unseren Wünschen herstellt, weil KDG bis zu unserer Kooperation niemanden fand. Dass diese Lieferanten bis jetzt zB keine Biomaterialien anbieten, ist natürlich ein großes Manko – aber auch dahingehend wird Druck gemacht. Wir haben für diese Kooperation die Infrastruktur von KDG nutzen können, die auf Vertrauen aufbaut und eben seit Jahren besteht. Das war uns sehr wichtig. Das heißt aber natürlich nicht, dass dieser Weg von vorn bis hinten einwandfrei und richtig ist. Ich denke, wir hätten, sofern es eine daran anschließende Kollaboration geben würde, die Chance, daran aufzubauen und noch mehr Dinge ganz anders zu machen: Zum Beispiel eben die Materialwahl, noch mehr Größen etc. Es ist auch für uns eine Reise und wir hoffen trotzdem, wir konnten mit der Produktion in Europa schon mal einen guten Start hinlegen!
        Liebe Grüße, Sarah

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  2. Anna - Salon Stories

    Und man sieht immer mehr, dass Fair Fashion mehr kann und ist als ein weoßes Baumwollshirt und ein beiger Trench! Ein so wichtiges Thema und ich finde es wunderbar, dass JW und auch immer mehr Blogger dieses Thema aufgreifen!

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