Beauty // Alte Liebe neu entflammt:
Der Lipgloss ist zurück

13.03.2017 um 10.01 – Beauty

Mit 13 Jahren malte ich mir heimlich in der Schule auf dem Mädchenklo zusammen mit meiner besten Freundin meinen ersten Lidstrich. Spätzünder würden manche junge Dinger heute sagen, aber ich war stolz auf die schwarze Wasserlinie und gönnte mir kurz darauf ganze drei Make-up-Produkte von meinem Taschengeld aus der Drogerie. Meine allererste Beauty-Investition war so spannend, wie eine lauwarme Currywurst. Die Haul, wie der Beauty-Vlogger heute so schön sagt, beinhaltete folgende Schönmacher: Eine blaue Duo-Lidschattenpalette mit einem babyblauen und einem langweiligeren dunklen Ton. Das helle Blau war allerdings definitiv meine Lieblingsfarbe und landetet jeden Freitag um 14 Uhr nach der Schule auf dem gesamten Lid. Himmel, ich weiß heute beim besten Willen nicht, was mich da geritten hat.

Zu den beiden anderen Errungenschaften zählen ein Kajalstift, den man eigentlich erst mal erwärmen musste, so hart war das Ding – und natürlich ein Lipgloss. Alles kam aus dem Sortiment von Wet’n Wild. Lipglosse wurden danach mein großes Ding. Diese glasklare, klebrige Substanz gab es mit Erdbeer-Flavour und Minze. Minze sollte die Lippen boosten, davon merkte ich aber nichts und mit Erdbeere ließ es sich definitiv am besten knutschen. Weil das so herrlich fruchtig schmeckte, juckte es beide Beteiligte nicht die Bohne, dass die klebrige Angelegenheit am Ende, beinahe im ganzen Gesicht verteilt war. Ich liebte sie trotzdem. Schön zäh mussten sie sein, dann verweilten sie auf den Lippen bis zum Ende einer Cola, dünnflüssigere Substanzen überlebten nicht einmal den ersten Schluck. 

Heute verlasse ich das Haus an machen Tagen mit einem Hauch Mascara und einer Menge frischem Lipgloss mit einem Schuss Farbe. Jaja, so bisschen bunte Masse, ist ein halbes Outfit, sage ich euch. Zack aufgetragen, ist man in Jeans und Sneakern selbst für den Abend extrem ansehnlich gekleidet. Aber das wirklich Gute an den Teilen ist: Man kann sie blind auftragen, braucht weder einen Spiegel noch einen Lipliner dafür, noch muss es perfekt aussehen. Dafür pflegen sie heutzutage sogar zusätzlich den Schmollmund und müssen nicht mehr klebrig sein, da die Herrschaften in den Laboren extrem gute Texturen entwickelt haben.

Zu den schönsten Farben gehören, wie ich finde, alle Nuanchen, die ein bisschen Frische ins Gesicht zaubern: Alles zwischen Pfirsichorange und Ballerinarosa:

The Butterfly & I von ILIA Beauty ist ein Naturtalent und lässt dich sowohl tagsüber als auch abends nicht im Stich, Honey Bunch von Clinique ist was für einen Sonntag auf dem Weg zum Brunchspot nur mit Tagespflege und sonst nichts, Matte Nude 03 von und Gretel, Eclat Minute 01 von Clarins und Volumizing Lip Booster von Catrice stehen sowohl dunklen als auch helleren Typen. Ich könnte so weiter machen und euch all meine Favoriten aufzählen, aber eigentlich müsst ihr mal selber ran. Das geht ganz einfach: den Applikator ansetzten, einmal drüber wischen und die Lippen zusammenpressen. Fertig. Fühlt sich gut gepflegt an, sieht dazu auch noch ausnahmslos wunderschön aus uuuuund man sieht nicht angemalt, sondern wie der frische Frühling aus.

Also holt eure Glosse aus den tiefen der Schubladen und lasst eure Lippen funkeln.

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2 Kommentare

  1. Storm

    Ach der hellblaue Lidschatten, damals mit 13 ein wirklicher Klassiker. Ich trug ihn, irgendwie noch schlimmer, mit einem dicken schwarzen Kajalstrich :D. Haben die 12-14 jährigen Girls heutzutage keine Beauty-Sünden mehr, dank Tutorials?

    Ein hoch auf Lipgloss, habe ich auch wieder für mich entdeckt! „My Lips but better“-Effekt ist toll

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