BEAUTY // 3 Frühlings-Frisuren
gegen die Einöde auf dem Kopf

20.03.2017 um 10.32 – Beauty

Ich kann ihn riechen. Und fühlen. Und natürlich auch sehen. Seit ein paar Tagen schon duftet es herrlich nach Frühling, langsam aber sicher hat sich auch die Pflanzenwelt auf die neue Jahreszeit eingeschossen und ich habe bereits in der Sonne gebadet, auch wenn noch in voller Montur, aber das juckt ja niemanden.

Machen wir uns also nichts vor, wir sind doch alle ein bisschen froh, wenn der Winter jetzt auch wieder rum ist. So schön es auch immer zu Beginn der winterlichen Jahreszeit ist, so sehr wir uns auf Kuschelstrick, comfy time & Co freuen, ist man in den kalten Monaten immer irgendwie eingeschreckt und unheimlich gelangweilt von der ganzen Einpackerei. Frisurtechnisch geht da auch nicht besonders viel, ist ja schließlich kalt und aus den offensichtlichen Gründen – Stichwort Mützenwetter – herrscht auf dem Köpfchen die Einöde schlecht hin. Wenn man jetzt nicht unbedingt wie eine Dreijährige mit Pferdeschwanzbeulen und Strickmütze durch die Gegend rennen möchte, bleiben da leider nicht besonders viele Opportunitäten für Kreativität auf dem Kopf. Ich bin ja auch immer im Zwiespalt: Mütze und fliegende Spaghetti-Haare oder frieren und schick aussehen. In Berlin fällt die zweite Möglichkeit aber weg. Also habe ich mich darauf eingeschossen mit den ersten Sonnenstrahlen auch wieder etwas kreativer zu werden. Nach den ganzen Fashion Week Recaps gibt es ja genug Material zum Nachbauen. Natürlich ist das ganze Frisurenthema nicht zu unterschätzten, Ponytail ist nicht gleich Ponytail. Einen Knödel zu knoten, ist schon fast eine Kunst und deswegen habe ich mich mal auf die Suche gemacht, das Internet durchforstet und drei Haarstyles rausgesucht, bei denen man nicht Gefahr läuft, sich die Hände zu verknoten, bevor die Frise überhaupt steht – und trotzdem echt ganz formidable aussieht.

Nach einer kurzen Analyse der Trends im World Wide Web, in diversen Printmagazinen und nach der Befragung einer befreundeten Hair & Make-up Artistin steht fest: Wir haben Glück!!! Frisuren werden das große Ding dieses Jahr und da ist sogar für jede Haarlänge was dabei, also auch Bob-Besitzerinnen bitte dranbleiben. Aber da wir alle heute nicht besonders viel Zeit haben, quatsche ich mal nicht länger, um den heißen Brei und zeige euch, mit welchen drei Haargeschichten ich gerade liebäugele. Fangen wir mal einfach an und steigern nach und nach den Schwierigkeitsfaktor. Ok? Ok!

Frisur Numero 1.

Das Vorbild:

byrdie

Jaja, ich weiß, wir erfinden damit das Rad nicht neu, aber Knödel, Buns, Dutts – nennt sie wie ihr wollt – funktionieren erstaunlich gut, und zwar für jede Gelegenheit. Sport, Abschminken, Chillaxen im SPA, Office, Blindedate – was auch immer. Dabei gilt zu beachten: entweder mega messy und extrem out of bed oder aber im „Bella Hadid“-Look. Was an dem „Bella-Hadid-Bun“ so special ist? Er sitzt ganz oben, ist super sleek, spitz und sieht bisschen wie ein kleiner Scheißhaufen aus, kann dafür aber extrem cool, lässig oder elegant gestylet werden.

Wie er funktioniert?

1. Die Haare glatt nach oben kämmen und mit einem Haargummi eurer Wahl zu einem Zopf binden.
2. Das Haar zu einer kleinen Schlaufe formen.
3. Mit einem Haargummi fixieren.
4. Die Haarspitzen dann einfach um die Schlaufe drehen und feststecken.

Je höher und spitzer der Bun, desto cooler der Look. Außerdem muss man hier ausnahmsweise mal ordentlich arbeiten. Meine Stirnform ist leider für diese Art von Frisuren nicht wirklich geeignet – ich sehe von vorne wie ein kleines Äffchen aus, deswegen erspare ich euch den Anblick, von hinten gefällt mir das aber ganz gut.

Frisur Numero 2.

Das Vorbild:

Lelenty

Die Styles auf den Fashion Weeks deuteten es schon an, Flechtfrisuren dürfen wieder ausgeführt werden: Es wird also wieder ordentlich geflochten, gezwirbelt und geknotet, dabei ist erlaub was gefällt – also eigentlich ist immer erlaubt was gefällt, schreibt euch das bitte mal hinter die Ohren. Minizöpfe anliegend auf dem Kopf, classy Fischgrätenzöpfe, simple Pferdeschwanz-Zöpfe, locker, streng – ich könnte jetzt so weiter machen und alle Flechtmöglichkeiten abgrasen, aber der Clou an der Sache ist, das Einflechten von Dingen, damit es auch ja nicht öde wird. Tücher, Bänder. Lederkordeln oder sogar feine Ketten.

Wie es funktioniert?

Vermutlich wisst ihr selber, wie man einen Zopf flechtet. Damit aber alles hübsch und toll aussieht, auch hier eine kleine Anleitung.

  1. Die Haare zu einem tiefsitzenden Pferdeschwanz mit einem Haargummi fixieren.
  2. Schönes Band, Tuch oder auch eine filigrane Kette (gibt es im Baumarkt eures Vertrauens) um den Zopf auf Höhe des Haargummis binden.
  3. Die Haare in drei Stränge einteilen, die beiden Bandenden zu den zwei äußeren Partien legen und bis nach unten flechten und dann damit den Zopf fixieren.
  4. Fertig.

Frisur Numero 3.

Das Vorbild:

Cara Delevingne

Und weil ich es versprochen habe, gibt es jetzt noch eine Frisur für kürzere Haare, die Idee habe ich Cara D. geklaut, die jetzt mit einem neuen Haarschnitt und platinblonder Mähne die Menschen verrückt macht. Ich hoffe, ihr versteht, dass ich mir jetzt für das Foto nicht extra das Haar geschnitten habe, aber ich vermute mal, jeder kann sich gut vorstellen, wie das bei einem Bob-Aussehen kann.

Wie ihr diesen Haarlook am besten hinbekommt?

  1. Seitenscheitel ziehen.
  2. Kurz über dem Ohr eine feine Strähne abteilen und daraus die Basis für einen Fischgrätenzopf schaffen.
  3. Jetzt muss man sich auch das erste mal ordentlich konzentrieren, damit die Finger nicht auch noch mit in die Frisur eingeflochten werden.
  4. Läuft. Nach ca. 10 cm kann man entweder das geflochtene Haar mit einer Klammer befestigen oder den Zopf bis zu den Spitzen fertig flechten.
  5. Und jetzt ihr. An die Mähne fertig los.

Viel Spaß beim Nachmachen, ach und wer noch Ideen für tolle Frühlingsfrisuren hat, her damit.

2 Kommentare

  1. Sarah

    Dein Artikel ist wirklich schön geschrieben, aber ich sehe ehrlich gesagt nicht ganz den Sinn dahinter. Die Frisuren, die du zeigst, sind neben dem Pferdeschwanz ja die normalsten und verbreitetsten überhaupt

    Antworten
    1. Carolin

      Finde sie gar nicht so normal. Ich glaube, es gibt genug Frauen – ich denke da nur an meine Freundinnen und mich – die trotz Mode- und Beautyinteresse doch immer die gleiche Frise tragen (offen oder hoch). Ein bisschen Abwechslung plus Anleitung ist da doch ebenso schön wie easy <3

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.