Interior // Warum Sideboards so viel Sinn machen

30.03.2017 um 8.25 – Wohnen

In all den Jahren, in denen ich versuche, meine eigenen vier Wände zu optimieren, gemütlicher zu gestalten oder aufgeräumter erscheinen zu lassen, bin ich tatsächlich niemals auf die Idee gekommen, in ein Sideboard zu investieren. Ich habe mich von meinem offenen Kleiderstangensystem getrennt und mir einen Pax zugelegt, habe ein String-Regal für zu viel Geld gekauft und sogar ein Plattenregal von Horzon anfertigen lassen – aber niemals kam ein Sideboard in Frage. Meine Ordner stehen neben meinen Kleidern im Schrank, lauter Belege fliegen im Planschrank rum und der Rest verteilt sich im Chaos zwischen Bad, Küche und Wohnzimmer. Es macht keinen Sinn.

Vielleicht liegt es an ewig gleichen Bildern aus schneeweißen Wohnungen mit weißen Sideboards auf denen ein Flachbildfernseher drapiert wurde und orangene Gerberas für Farbakzente sorgen, an aalglatten Wohnkonzepten, die nicht meinem eigenen entsprechen oder einfach am Namen. Ich weiß auch nicht, woher diese lang anhaltende und tief sitzende Antipathie immer kam – aber sie scheint tatsächlich überwunden. Der Grund: IKEAs neueste Stockholm Kollektion, die ab nächster Woche in die gelben Riesen trudelt. Zwei, drei Moodbilder reichten aus, um die Birne anzuzünden und mit einem Schlag die Lösung aller Unordnungsproblemchen aus dem Weg zu schaffen.

Ich habe manchmal einfach einen Nagel im Kopf und stelle erst seit wenigen Jahren fest, wie wichtig Verstauungsmöglichkeiten doch sind. Während mein Freund am allerliebsten alles offen hätte, was nicht funktioniert, weil er ein leidenschaftlicher Horter ist, neige ich also immer mehr dazu, die Unordentlichkeiten des Alltags hinter Türen und Schubladen zu verschließen. Was für andere also klar wie Kloßbrühe ist, scheint in meinem Kopf erst langsam Sinn zu machen.

Ich werde mir die Kommode aus der neuen Stockholm Kollektion kommende Woche jedenfalls mal ganz genau ansehen und habe, sollte das Obermaterial zu durchsichtig sein, mir derweil bereits ein paar Alternativen rausgekramt. Oder habe ich mich dem Kommoden/Sideboard-Ding nie gewidmet, weil die Dinger einfach so verdammt teuer sind?

Poul Hundevad Sideboard {vintage}
Kommode von Maison Belford aus Massivholz
Apothekersideboard
Dunkles Sideboard von Maison Belford aus Akazie
Schwarzes Sideboard von IKEA.
String Kitchen Sideboard
Costima Officina Schrank/Sideboard
Industrielles Sideboard mit Rolltür {vintage}
Kommode von Montreux aus Tulpenbaumholz
Sideboard von New Order.
Sideboard aus der kommenden IKEA Stockholm Kollektion
Gelbes USM Haller Sideboard
Sideboard von Muuto

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.