Strandspaß Spezial Teil I //
Bademode für alle <3

30.03.2017 box2, Mode

How to get a beach body – 1.Have a body, 2. Go the beach. Welch wohlig warme Utopie, diese süße Vorstellung einer Zeitschriftenlandschaft, in der Diäten endlich keine Rolle mehr spielen. Stattdessen fällt mir im Angesicht der geballten Masse an Genuss-verweigernden Titelthemen und angeblich schlankmachenden Clickbait-Beiträgen vor lauter Ratlosigkeit regelmäßig die Kinnlande herunter. Es ist nicht so als würde ich per se jedes Workout und sämtliche Matscha-Rezepte verteufeln, seis drum, aber was uns da aufgetischt wird, ist meist vor allem eins: Krank. Was bitte fange ich denn mit der Information an, dass Celebrity XY sich ausschließlich von fettarmer Milch und halben Brötchen ernährt? Und wie reagiere ich auf die frohe Botschaft, dass es durchaus möglich ist, sich an heißem Wasser satt zu saufen? Hoffentlich mit einem stolzen Mittelfinger statt mit Komplexen. Genau das ist aber gar nicht so einfach. Body Positive? Halb Berlin scheint gerade wieder in den alljährlichen Optimierungswahn zu verfallen, was in Ordnung wäre, würde es aus den richtigen Gründen geschehen, aus Selbstliebe statt aus Selbsthass zum Beispiel. Wie aber soll sich so etwas wie Zufriedenheit einstellen, wie können wir je Dankbarkeit empfinden für einen Körper, der alles kann, wenn wir im Prinzip tagein, tagaus fertig gemacht werden. Manchmal sogar unbewusst.

Immer wieder kommt etwa ganz ungeniert die Frage auf: Wie machst du dich Beach-Ready? Ich habe längst aufgehört, am Sinn dieser Frage zu verzweifeln und mir stattdessen selbst eine Antwort geliefert: Mit einer guten Sonnencreme. Und einem Badeanzug, den ich mag. Fertig. Jetzt müssen wir nur noch damit anfangen, nicht nur nett zu anderen, sondern endlich auch zu uns selbst zu sein. Und immer weiter nach bunter Diversität schreien, damit pralle Melonen, winzige Kirschen und frische wie verrunzelte Äpfelchen endlich zu gleichen Teilen mit Liebe überhäuft werden:

Electric Blue von Phylyda
Dunkelblau von Nike
Kariert von H&M
Solid Copper von Phylyda
Schwarzer Badeanzug von H&M
Gestreift von Seafolly
Schwarz von Seafolly
Marine Badeanzug von Topshop
Gerüscht von Karla Colletto
Polka Dots von Édition Lingerie
Gemustert von Violeta
Paisley von Mango
Blau von BPC
Pink von Topshop
Performance von Nike

Gestreift von Solid & Striped
Orangina von Margaret & Hermione
Bandeau von Phylyda
Raaarrr von H&M Trend
Gestreift von Mango
Rot gestreift von Mango
Floral von Princess Tamtam
Kaktus von Topshop
Asymmetrie von Marysia
Triple Ply Badeanzug von P.E. Nation
Apple von Ganni
Classic Cut von & other stories
Sterne von Lovestories Intimates
Kariert von Asos
Zickzack von Missoni Mare

Rüschen von Ganni
Gehäkelt von Mango
Rot von Nike
Geringelt von Oysho
Melone von Oysho
Streifen von Solid & Striped
Polka Dots von Monki
Rüschen von Lovestories
Streifen von Petit Bateau
Maritime von Marlies Dekkers
Weiß von Calvin Klein
Weiß gehäkelt von Asos
Palmen von Zimmermann
Kariert von Asos
Bananen von Margaret & Hermione

 

 

2 Kommentare

  1. Lina

    Auch mir fällt immer wieder die Kinnlade nach unten, wenn ich über die Optimierungsschlagzeilen lese. Das Thema Body ist ja leider auch nur eines von vielem, für das wir uns mehr anstrengen und immer besser werden sollen. Besser werden möchte ich vor allen Dingen darin, mich immer weniger an anderen zu stören (klappt mal besser und mal weniger gut) und mich weniger an mir selbst, an meinem Geist, meiner Gefühlswelt und auch meinem Body zu stören (funktioniert manchmal ganz gut und hin und wieder leider auch gar nicht).
    Toller Text, liebe Nike!

    Antworten

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