Beauty // Elinas großes Sonnenpflege-ABC
– was wirklich wichtig ist

08.06.2017 Beauty

Ehrlich, die letzten Wochen konnte ich es kaum erwarten meine Nase gen Himmel zu strecken, um mir eine ordentliche Portion Vitamin D und eine noch größere Ladung gute Laune abzuholen. Faszinierend wie schnell und gut sich warme Strahlen auf das Gemüt auswirken. Ist es bei euch auch so? Meine oberste Prio an super sonnigen Tagen bleibt aber ein guter Sonnenschutz, der für meine Haut funktioniert. Längst kein Thema, mit dem man sich nur im oder vor dem Urlaub beschäftigen sollte, weil nicht nur Hautalterung oder Pigmentflecken, sondern auch Hautkrebs Folgen von intensiven Sonnenstrahlen sein können. Ich bin ehrlich mit euch, früher habe ich auch mal ohne Schutz gebrutzelt, des schönen gebräunten Teints wegen, heute kommt es für mich nicht mehr infrage. Deswegen landet der gute alte Lichschutzfaktor (LSF) nicht nur Hochsommer, sondern auch während aller anderen Sonnenmonate auf meiner Haut. Weil das Thema Sonnenpflege jedoch tatsächlich etwas komplexer ist und es manchmal schwer fällt, den Überblick zu bewahren, habe ich euch einen Monsterbeitrag mit all den wichtigen und nützlichen Fakten zusammengetragen. Los gehts – holt euch schon mal eine Limo und ein paar Snacks raus.

Warum brauchen wir eigentlich einen LSF?

Ja, warum nur? Ganz klar, eine Sonnenpflege ist wohl die beste und wichtigste Anti-Aging Waffe. Die wohlig wärmenden Sonnenstrahlen sind nicht nur für die Hautalterung zuständig (das könnte man fast für das kleinste Problemchen halten), sie strapazieren außerdem die Haut, zerstören die DNA und sind für unschöne Pigmentflecken und im schlimmsten Fall sogar für Hautkrebs zuständig. Die Haut funktioniert hier also in der Tat wie ein Elefantenhirn: Sie merkt sich jeden Sonnenbrand und speichert quasi alle Schäden.

Dabei gibt es sogar mehrere Arten von UV-Strahlung. Wenn man es so will, sind unsere größten Feinde die UV-A Strahlen. Kurz gesagt: Infolge der mangelnden Filterfunktion der Ozonschicht gilt UV-Strahlung mittlerweile als Hauptschädigungssursache der Haut.

Aber keine Panik auf der Titanic, ich will euch ja schließlich nicht schon vor dem Sommer die Laune an Sand in der Poritze, Salzwasser in den Haaren und Bikinistreifen vermiesen, es gibt nämlich auch gute Nachrichten und die folgen jetzt gleich:

Einfach immer schön jeden Millimeter des Körpers einschmieren, die Schenkel, die Nase, Stirn und die Ohren nicht vergessen. Ich habe gehört, man soll es sogar das ganze Jahr über machen, zumindest im Gesicht, weil ja auch im Winter die Strahlen durch die dunklen Wolken den Weg direkt auf unsere Haut finden, allerdings streiten sich die Forscher darüber noch, da man natürlich mit dem LSF auch das wichtige Vitamin D, welches für gute Laune sorgt, abschirmt. Ich würde sagen, hier reichen Tagespflegen oder Foundations mit einem integrierten LSF von 20 bis 30, entscheiden muss es am Ende natürlich jeder selber. Aber in den Monaten von April bis September, wenn die meisten Strahlen auf unsere Haut treffen, sollte die Wahl auf eine ordentliche Pflege mit Lichschutzfaktor treffen.

Welche Sonnenpflege Typen gibt es?

Wir können zwischen zwei Arten von Lichtschutzfaktoren wählen. Euch sind bestimmt bereits Wörter wie chemischer und mineralischer LSF auf den Verpackungen begegnet und vielleicht hat das, das eine oder andere Fragezeichen ins Gesicht gemalt.

Viele Brands arbeiten mit dem chemischen Filter. Dieser wandelt das Sonnenlicht in Wärme um, die über die Haut abgeleitet wird. Wie ihr wisst, passiert das nicht ruckizucki, die Sonnenpflege auf der chemischen Basis braucht ca. 20 Minuten, bis sie wirklich wirkt. Deswegen soll der Schirm in Form von Creme immer schon vor dem Sonnen aufgetragen werden, logisch oder?

Die mineralische Version, auch die natürlichere von den beiden Herrschaften, da sie ohne jeglicher Chemiekeule auskommt, arbeitet mit Zinkoxidpartikeln als UV-Filter, die wie ein Spiegel das Licht zurückwerfen. Dieses Schutzschild tritt sofort nach dem Auftragen auf der Haut auf und benötigt keine zusätzliche Einwirkzeit. Einen Haken gibt es hier allerdings, die mechanische Pflege, ist für den Geisteranblick zuständig. Sie weißelt also, aber in getönter Variante, also als Kombi-Version aus BB Cream und Sonnenpflege, ist es meinst halb so schlimm.

Welchen Lichtschutzfaktor brauchen wir?

Ich würde mal sagen jetzt gilt es nur noch zu klären welcher Hauttyp, welche Pflege braucht, bevor man sich die Dauerkarte für das Plätzchen in der Sonne sichern kann.

Da wir ja alle unique sind, hat jeder Hauttyp seine eigene Eigenschutzzeit pro Tag. Das kann stark variieren. Von 5 bis zu 40 Minuten können wir uns auch ohne Filter vor einfallenden UV-Strahlen schützen. Der Lichtschutzfaktor verlängert quasi unseren sicheren Aufenthalt in der Sonne. Achtung jetzt wird es mathematisch. Die Zahl hinter dem Kürzel LSF bedeutet, wie viel länger wir in der Sonne verweilen können. Also bei einem Lichtschutzfaktor von 30 können wir 30 Mal länger bruzeln als ohne. Folgende Rechnung bringt Klarheit:
Am Beispiel von Hauttyp 1: ca. 10 Min. x LSF 30 = 300 Minuten pro Tag.

Und wer jetzt denkt, dass man mit dem Nachcremen die Dauer verlängern kann, den muss ich leider enttäuschen. Sind 300 Minuten mit LSF 30 aufgebraucht, sollte man sich aus der prallen Sonne zurückziehen und in den Schatten flüchten.

Und wie trage ich die Creme richtig auf?

Sonnenschutzmittel sind eigentlich nur dann wirksam, wenn sie richtig aufgetragen werden. Es gibt das Löffelprinzip, es besagt, dass ein Erwachsener zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut, das entspricht circa drei Esslöffeln, Sonnencreme für den gesamten Körper auftragen sollte.

Und wer jetzt nicht schon eingecremt ist, sondern noch auf der Suche nach einer geeigneten Pflege ist, der kann sich hier noch ein paar Empfehlungen abholen.

Leichte Produkte für Sportler oder unreine Haut:

Vichy – Die mattierende Ideal Soleil Sonnencreme von Vichy gehört zu den Oldies in meinem Repertoire. Sie ist quasi wie ein Löschblatt und beugt dem Speckschwarten-Look vor.

La Roche Posay – Das ist ein extra-leichtes Fluid mit wasserfester Textur für sonnenempfindliche oder zu Sonnenallergie neigende Haut und sogar bei Rosazea geeignet ist – verwende ich gern auf dem Dekolleté und den Schultern, da sich genau da meine Sonnenallergie bemerkbar macht.

Avène – Ist mein Schutz zum Surfen, da er mit dem UVA- und UVB-Breitbandschutz ausgerüstet ist, leicht und handlich in jede Sporttasche passt, wasser- und schweißfest ist und so nicht in den Augen brennt. Gerade wenn man viel im Wasser ist oder gern viel Sport draußen treibt, ist dies ein echter Pluspunkt.

Alle drei Produkte mag ich, weil ich sie beim Sport wie Joggen oder Surfen einsetzten kann und sie leicht auf der Haut sind, nicht kleben, die Poren nicht verstopfen und die Haut leicht mattieren.

Frei von Hormonen, Silikonen und schon mit eingebautem Anti-Aging Komplex:

Die Produkte von Ultrasun pflegen und schützten zugleich. Ich habe die Marke erst vor ein paar Monaten entdeckt und bin bereits ein sehr großer Fan. Im Urlaub zum Beispiel bei Ausflügen sind diese Produkte meine absoluten Favoriten, weil meine Haut dann ganz ohne einer weiteren Schicht Tagespflege auskommt und man so nicht das zugekleisterte Gefühl mit sich rum trägt. Außerdem weiß ich, das Hormone und anderer Kram nicht enthalten ist.

Körperschutz:

Sprays sind grundsätzlich eine sehr gute Erfindung, weil man an gewisse Stellen alleine einfach besser rankommt. Das Spray Solaire Lacté von Biotherm ist leicht und ölfrei, klebt dadurch nicht, pflegt die Haut schon in der Sonne vor dem Austrocknen.

Die Vichy Anti-Sand Pflegeserie ist wie eine Erlösung und weist den Sand ab. Ihr wisst, das kann manchmal ganz schön anstrengend sein, aber nicht mit Vichy. Besonders mein Freund liebt diese Sonnenschutz-Linie.

Gut fürs Haar:

Man vergißt es oft, aber auch die Haare brauchen ein Schutzschild vor der Sonne. Die beiden Kandidaten im Bild haben sich als hilfreiche Begleiter erwiesen. Sie schützen meine sowieso schon strapazierten Haare vor noch mehr Belastung durch die UV-Strahlen. Das Gute an beiden Produkten, man kann nach dem Aufsprühen die Haare ganz normal frisieren.

Das Wella Spray ist eine 2-Phasen-Rezeptur, schützt die Haut und versorgt sie gleichzeitig mit einem Vitaminkomplex, der dem Haar Feuchtigkeit spendet. Das Aveda Spray schützt besonders koloriertes Haar vor dem Verblassen der Haarfarbe, aber auch vor der Schädigungen und dem Austrocknen – das Spray war einer meiner wichtigen Begleiter im Januar auf Bali.

Sonderfälle:

Weil ich von mechanischem Sonnenschutz gesprochen habe. Bei Avène habe ich eben so eine Sonnenpflege gefunden. Es gibt aber auch viele Produkte von Öko Brands, die Sunscreens auf mechanischer Basis anbieten. Dieses hier ist besonders für empfindliche Haut geeignet, ist nicht komedogen, also verstopft die Poren nicht, enthält keine Duftstoffe und ist frei von chemischen Filtern. Leider habe ich bisher keine mechanische Pflege gefunden, die wirklich keine weiße Maske hinterlässt.

Und wer nach dem Sonnenbaden eine Erfrischung braucht, sollte unbedingt Thermalwasser im Kühlschrank lagern – ist bei mir immer in meiner Reisetasche außerdem habe ich noch viele weitere Verwendungsmöglichkeiten dafür.

Alle Bilder von der wunderbaren Maria Dominika.

6 Kommentare

  1. Neele

    Viiiiielen Dank für diesen super tollen, super ausführlichen Beitrag!!!! Ich schmiere das ganze Jahr, im Sommer aber natürlich besonders. Ich finde man sieht schon daran, welche Power die Sonne hat, dass man oder zumindest ich trotz LSF 50 Sonnenhut und Sonnenschirm dennoch braun werde, bzw. sogar rot… Auch meine Pigmentflecken, auf der Oberlippe, ganz toll, kann ich leider nicht im Zaum halten. Die Produkte von Ultrasun kannte ich bisher nicht, hören sich aber sehr gut an. Die werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen.

    Liebe Grüße aus dem sonnigen Freiburg, wo man wirklich jeden Tag Sonnenschutz braucht, Neele

    Antworten
    1. Elina Artikelautor

      Liebe Neele,

      Phu, von Pigmentflecken kann ich ein ganz großes Lied singen, aber seit ich die Pille abgesetzt habe, ist es viel besser geworden. Bei Ultrasun gibt übrigens auch einen Sonnenschutz gegen Pigmentflecken, den habe ich noch nicht getestet, aber ich weiß, dass die anderen Produkte echt gut sind.

      Liebste Grüße
      Elina

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  2. Ina

    Liebe Elina, ich habe mir bei Amazingy vor Kurzem die Sonnencreme von Kimberly Sayer mit LSF 30 geholt und bin schwer begeistert. Die Sonnencreme kann als Tagespflege verwendet werden, ist super für unreine oder empfindliche Haut geeignet, weißelt kein bisschen und mattiert die Haut ganz leicht. Man hat also keinen speckigen Film auf der Haut. Dazu duftet sie noch sommerlich frisch nach Zitrone, der Duft verfliegt aber auch schnell wieder. Für mich die beste Alternative zu den chemischen Sonnenschutz-Produkten und meine Haut freut sich auch! http://amazingy.com/de/natur-bio-kosmetik-gesichtspflege/tagespflege-moisturiser/ultra-light-facial-moisturizer-spf-30-kimberly-sayer.html

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    1. Elina Artikelautor

      Liebe Ina,

      mega, die kenn ich noch nicht, schau sie mir aber natürlich ganz genau an.

      Liebe Grüße

      Elina

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  3. Eleftheria

    Hallo Elina,
    Hast du eventuell einen Tipp welche von den cremes gerade bei sehr trockener & empfindlicher haut zu empfehlen sind? ich habe immer das gefühl, dass alle sonnencremes sehr „alkoholisch“ sind und die haut dadurch gereizt und trocken wird… außerdem habe ich neurodermitis, was das ganze nochmals verschlimmert.
    Danke schonmal 🙂

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    1. Elina Artikelautor

      Liebe Eleftheria,

      ich nutzte gerade die Ultrasun Pflege für mein Gesicht, da ich trotz kleinen Unreinheiten eine sehr trockene Haut habe. Sie schenkt Feuchtigkeit und kann sogar ganz ohne Tagespflege ausreichen, wenn du sehr trockene Haut hast, würde ich vielleicht die Tagespflege nicht weglassen, aber bei mir geht es ganz gut ohne. Außerdem kommt sie ohne Hormone und dem ganzen anderen Chemie-Quatsch aus. Ich liebe sie, ist auch nicht zu schwer und klebt nicht trotz Pflege.
      Schau mal, das ist sie: https://www.ultrasun.com/de/shop/face-sensitive-skin/product/anti-age-spf-50-plus/50

      Liebe Grüße
      Elina

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