3 Ways to Wear // Wie man Vintage Pajama Pants im Alltag trägt

27.06.2017 Outfit, Wir

Es gab mal eine Zeit, da hatte ich einen Fimmelfaible für bunte Hosen, für Firlefanz-Modelle und Pluster-Schnitte. Weil ich gerade ohnehin dabei zu sein scheine, mich weniger dem Erwachsenwerden als vielmehr meinen Wurzeln zu widmen, ist es wohl nur logisch, dass mich dieser alte Tick neulich wieder packte, und zwar als ich gerade dabei war, in einem 2nd Laden nach einer praktischen Sommerhose mit Gummizug zu kramen. Da fiel mir nämlich plötzlich dieses güldene oder vielleicht auch rostgelbe Unikat in die Hände. Ein bisschen Dries van Noten, dachte ich noch, während ich liebestrunken gen Kasse taumelte. „Ach herrlich, das ist eine wunderbare Schlafanzughose, nicht?“ stellte auch die Verkäuferin fest. Aha! Ein Pyjama-Unterteil also. Es wundert mich im Grunde ja kein Stück, dass es so kam, schließlich wurde mir schon des Öfteren vorgeworfen, ich bestreite Tage gern in Nacht-Garnitur. Da ist sie also wieder, die seltsame Leidenschaft. Hallöchen! Aber echt jetzt, Freunde. Es gibt kaum freudigeres als 15-Euro-Funde, die nicht nur bequem, sondern auch (wie ich finde!) famos anzuschauen sind. Vielleicht steckt etwas ähnliches sogar in euren Schränken. Falls ja, folgen hier schonmal drei Straßentauglichkeits-Tipps:

1. Stadturlaub

Wenn überhaupt nichts mehr geht, geht Schwarz trotzdem. Das erdet und wirkt schick, sagt man und ich meine ein bisschen Wahrheit darin erkennen zu können. Wenn man eine Schlafanzughose trägt, dann muss man das natürlicher erhobenen Hauptes tun, so als sei gar nichts dabei. Als wäre quasi man in echtem Gold unterwegs und nicht bloß in billigem Satin. Die entsprechende Attitüde darf sich natürlich auch im Blingbling widerspiegeln, zum Beispiel in alter Goldzahn-Manier. Nein, jetzt mal ehrlich: Irgendwelche soliden Sandalen und eine hübsche Tasche, die ausnahmsweise nicht nach Festival, sondern nach Candle-Light-Dinner beim Italiener ausschauen, reichen aus, um angezogen auszusehen, oder?

Top: Weekday (älter) // Tasche: Chanel Gabrielle Bag thanks to Chanel // Sandalen: Chloé // Ohr-Clips: YSL Vintage

2. Weiße Basics

Da wäre ich beinahe selbst nicht drauf gekommen, auf diesen außergewöhnlichen Tipp! Weiße Blusen! Wusstet ihr, dass die immer passen? Entschuldigt bitte diese geballte Kreativität, aber ich meine ja wirklich, dass es kaum ein wichtigeres Kleidungsstück im Schrank gibt als besagtes weit geschnittene Hemd. Eines, indem man alles machen kann. Schlafen, arbeiten, ausgehen, ausmisten, abhängen, angeln. Was ich aber, Spaß beiseite,  tatsächlich nicht gedacht hätte: Dass pinke Schuhe so hervorragend funktionieren. Genau wie Omas Perlenkette. Fehlt nur noch das Bügeleisen:

Bluse: Mango // Slipper: thanks to Aeyde //
Tasche: Weekend Max Mara // Ohrringe: Vintage 

3. Muster-Mix

Ich meine mir einst geschworen zu haben, nie wieder die Begriffe „Color-Blocking“, „Muster-Mix“ und Military-Trend“ zu verwenden. Ich glaube, schlimmer ist bloß „Luxus-Hippie“. Ihr wisst, was ich meine. Aber diesmal muss ich wirklich rückfällig werden, denn bunte Streifen funktionieren zumindest meines ästhetischen Empfindens nach wie eh und je als Grundlage jedes, puh, Dessin-Wirrwarrs.  Fast so schön wie Gleichberechtigung, Akzeptanz und Vielfalt, nicht? Happy Gay Pride Month, ihr alle!

Jeansjacke: KDG x Jane Wayne // Pullover: KDG x Jane Wayne // Loafer: Gucci // Tasche: z.B. Mint & Berry //
Ohr-Clips: Céline Vintage (hier in blau)

 

 

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