Podcast // Jane knows Wayne #5 – Von der Botox-Schlange, dicken Lippen & Nacktheit

25.07.2017 Podcast

Im Podcast #5 dreht sich alles um Äußerlichkeiten. Ist es ok, sich von der Botox-Schlange beißen zu lassen? Wie hoch ist die Sucht-Gefahr? Brauche ich symmetrische Lippen oder einen kugelrunden Knackpo? Und was hat mein Opa mit alldem zu tun? Fragen über Fragen zum Thema der Stunde, über dessen Omnipräsenz wir erst neulich aufgeklärt worden. Sind die da draußen in Wahrheit etwa gar nicht so makellos? Und ist Makellosigkeit überhaupt erstrebenswert? Warum sind wir nicht viel häufiger nackt? Und muss man eigentlich um Erlaubnis fragen, bevor man blank zieht? All das und einen Witz hört ihr hier:

Alle anderen Podcast-Folgen hört ihr hier.

21 Kommentare

  1. Franzi

    Haha, vielen Dank für die unterhaltsame halbe Stunde jeden Dienstag! Ich bin bei den meisten Punkten ganz bei euch (Brüste! Profil! Da geht es mir wie Nike, aber ich würde nie was machen lassen). Botox hab ich mit meinen 28 Jahren aber ausprobiert, gegen die Zornesfalte. Fazit: Ich wurde tatsächlich nicht mehr gefragt, warum ich so grimmig gucke. Aber: Stirnrunzeln ist tatsächlich nicht mehr und außerdem tut es beim Spritzen echt weh! Was ich empfehlen kann, ist jedoch die Zahnspange. Mein Kiefer wurde immer enger, weshalb ich mir für ein halbes Jahr eine feste Spange verpassen ließ. Abgesehen davon, dass man dann kein Botox mehr braucht, weil man plötzlich wieder wie ein Teenie aussieht, sind meine Zähne wieder schnurgerade! ich lächle viel mehr und das ist doch großartig!

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  2. Sophorie

    Garnicht langweilig! Bin neu in diesen Podcast gestolpert, liebe eure freie Art zu sprechen, kicher noch immer Opas Ritzel und habe mich keine Sekunde gelangweilt!

    Liebste Grüße und bis hoffentlich zum nächsten Podcast!

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  3. Celine

    Wisst ihr was ihr zwei. Ich sitze hier, es ist 8:10 ich fühle mich elend. Ich hab wenig gepennt, hab heute einen anstrengenden Tag vor mir und nach dem Blick in den Spiegel heute morgen dachte ich mir so, ich heule heute noch vor 9.Spitze.
    Dann hab ich mich zurück in mein Zimmer geroppt und euren Podcast angemacht. Und watt soll ich sagen, ich hab Gänsehaut – ich bewundere immer eure Fotos, wie hübsch ihr beide seid und was ihr für eine Ausstrahlung habt und nun redet ihr ganz offen darüber was auch ihr nicht soo pralle an euch selber findet und ich denke mir. Ja. Super Einstellung alles mit Humor zu sehn und nicht in gespielte Depressionen zu verfallen. Ihr seid großartig. Bitte weiter so! Und ich hab jetzt auch bessere Laune 🙂 Danke euch!!

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  4. Leni

    Naja…Sollte es für die Selbstakzeptanz nicht völlig egal sein, ob Der oder Die „was hat machen lassen“?
    Wenn der Gedanke „das ist ja nicht echt, also zählt es nicht so wirklich“, und noch schlimmer, die Verunglimpfung „Botoxtussi“ von Nöten sind, um meinen Makeln und Mängeln sozusagen zu legitimieren – ist das dann echtes Selbstbewusstsein???
    Denn irgendwo bleibt das Neidgefühl ja doch bestehen und man fühlt sich durch die vermeintliche (!!!) Perfektion in einer Art und Weise bedroht, die einem die eigenen Macken deutlicher vor Augen führen.
    Wenn man dann noch einen oben drauf setzt und sich moralisch überlegen fühlt, weil man ja naturbelassen ist, entlarvt man sich noch mehr.
    Wahrscheinlich ist und bleibt der ständige Vergleich immer noch der stärkste Mitverursacher für die eigene Unzufriedenheit.

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    1. Lena

      Oh, bitte nicht schon wieder die Neiddebatte.
      Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Ich persönlich finde aufgespritzte Lippen und Silikonbrüste tatsächlich nicht schön. Mal abgesehen von den gesundheitlichen Risiken solcher Eingriffe.
      Auch Botox lehne ich persönlich für mich ab. Das Geld spar ich mir lieber für einen schönen Urlaub.
      Menschen sind unterschiedlich, man sollte nicht immer sofort Neid unterstellen.
      Ich fand den podcast sehr unterhaltsam und lustig und teile Nikes und Sarahs Meinung zum Thema Beauty-OP.

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      1. Leni

        Zum Teil sind die beiden in ihrem Podcast aber sehr ambivalent, also so ganz klar kommt für mich da nicht in allen Bereichen immer eine völlig ablehnende Haltung zum Ausdruck, sondern gerade der innere Konflikt, den ich oben angesprochen habe.
        Und natürlich liegt Schönheit im Auge des Betrachters, aber muss ich deshalb andere abwerten, indem ich sie verurteile, weil sie etwas haben machen lassen, um mich selbst aufzuwerten?

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  5. LEV

    Ich finde problematisch daran, dass Schönheits-OPs, Botox und Co. langsam in der Mitte der Gesellschaft ankommen, dass sie Maßstab für andere so hoch ansetzen. Neben einem geschickt glattgebügelten Gesicht sieht man ‚au naturel‘ eben schnell müde und schlaff aus – wobei man ab einem bestimmten Alter eben so aussieht und wir die Zeichen des Alters vielleicht einfach positiver besetzen sollten anstatt zu versuchen, sie zu vertuschen. Grundsätzlich denke ich: you do you, jeder, wie es ihm gefällt – aber woher kommt überhaupt diese Haltung, dass Falten nur schlecht und möglichst auszumerzen sind? In den Medien ist kaum eine Frau über 40 100% natürlich, bei manchen ist es offensichtlicher, bei anderen würde man mit ungeschultem Blick gar nicht drauf kommen – trotzdem formt sich in unseren Köpfen ein Bild, wie man als „ältere“ Frau auszusehen hat und wer nicht auch ein bisschen nachhilft, kann da niemals mithalten.

    Klar, man braucht nur ein gesunden Selbstbewusstsein etc. pp – aber das ändert meiner Meinung nach nichts an diesem erschreckenden Trend. Wenn Botox und Co. zum new normal werden, dann gute Nacht..

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    1. Suzie

      Und was dann? Wenn es Trend wird & sich 80% botoxen lassen? Kommt dann der Untergang des Abendlandes?! Es ist noch nicht so lange her, dass Tattoos als unschicklich galten, als hässlich an Frauen. Und jetzt – keinen interessiert es, wenn tätowierte Frauen an einem vorbei laufen.

      Botox & aufspritzen sehe ich als ein ästhetisches Schönheitsbild. Manche finden es schick, andere nicht. Wie Tattoos, gefärbte Haare, Piercings.

      Die Problematik ist doch wie immer: Frauen hacken auf Frauen rum & wollen ihr Verständnis von Schönheit anderen aufs Auge drücken.

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      1. Franzi

        Das sehe ich genau wie du, Suzie. Wie oben geschrieben: Ich habs ausprobiert und zumindest Botox für mich als nicht lohnenswert befunden. In meinem Umfeld bin ich auf extremes Unverständnis gestoßen, was ich wirklich schade fand. Ich hatte den Eindruck, es wird spontan man drauflosgeschimpft, vielleicht sogar weil man selbst nicht den Mut hat, einfach mal selbst zu probieren und die Komfortzone zu verlassen. Aus noch einer anderen Sicht hat sich das Experiment für mich gelohnt, denn ich habe endlich mal was durchgezogen, ohne mir vorher 17 Meinungen einzuholen.

        Was ich außerdem eine interessante Fragestellung finde: Warum sind gefärbte Haare, Gelfingernägel und mittlerweile Tattoos okay? Wieso wird da differenziert? Live and let live!

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        1. Jen

          Zumindest die letzte Frage ist doch zu beantworten:
          Diese Dinge verändern den Körper nicht dauerhaft zu etwas neuem hin, sondern „zieren“ ihn nur. Wer sich operiert, verändert ja sehr bewusst das Erscheinungsbild für immer. Das sollte man – auch wenn es wahrlich grausliche Tattoos etc gibt – nicht vergessen.
          Für mich ist grundlegend an der Debatte jedoch nicht, ob jemand etwas machen lässt, sondern warum. Und in 99% der Fällen würde die betreffende Person nichts machen lassen, wenn ihr ihr Umfeld und die gesellschaftlichen Schönheitsnormen nicht das Gefühl vermittelt hätten (meist über Jahrzehnte!), sie sei so wie sie ist nicht ok. Der scheinbar freie Wille zur OP ist doch letztlich internalisierter Normdruck.

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          1. Leni

            Nö – da muss man schon differenzierter betrachten, weil es verschiedene Motivationen für eine solche Entscheidung gibt.
            Für mich ist die Frage, die es zu beantworten gilt, ist: kann der Person mit dem Eingriff geholfen werden, ist die Veränderung geeignet, die Beeinträchtigung des psychischen Wohlbefindens, die durchaus gravierend sein kann, aufzuheben? Natürlich sollte so eine OP ultima Ratio sein.

            Und letztendlich ist doch wohl fast alles im Leben internalisierter Normdruck. Von dem man sich durchaus freimachen kann, mit allen Konsequenzen. Aber diesem Rumgeheule „die Gesellschaft ist schuld“ und solchen Wischi-Waschi- Äußerungen, dass man die Schönheitsideale der Gesellschaft ändern müsse (WIE denn konkret?), kann ich nichts abgewinnen.

  6. D.

    Danke für euren Podcast! Ich verfolge euch schon so lange, ihr seid so klasse. Dennoch oder gerade deshalb möchte ich sagen dürfen, dass mir eine kleine Sache sauer aufgestoßen ist: Nike, du sagst, in einem Nebensatz, dass du dich selbst toll findest, weil deine Lippen ja nun nichts mit deinem Gehirn zu tun haben. Auf das du wiederum stolz zu sein scheinst? Es ist sehr schön, dass du dich magst, das bringt Zufriedenheit und Liebe in die Welt 🙂

    Aber ich finde, es ist immer ein schmaler Grad, zwischen „sich wegen seiner Intelligenz zu mögen“ und „auf seine Intelligenz stolz zu sein“. Ich möchte dir letzteres nicht unterstellen und weiß nicht genau, wie du es hältst. Aber für diejenigen, die deswegen stolz auf sich sind, fände ich es sehr schade, dass wir noch nicht so weit sind, zu erkennen, dass es genauso borniert ist, stolz auf seine Intelligenz zu sein, wie stolz auf seine Schönheit zu sein. Für beides kann das einzelne Subjekt nur in sehr kleinem Maße etwas, Hauptursachen sind biopsychosoziale Faktoren, die sich kein Mensch vor seiner Geburt ausgesucht hat.

    Ich möchte nur an uns alle appellieren, ein bisschen kritischer mit sich selbst ins Gericht zu gehen, wenn man sich aufgrund seiner eigenen (vermeintlichen) Reflexionsfähigkeit, die auf Intelligenz beruht, über andere zu erheben vermag, da weniger intelligente Menschen absolut rein gar nichts dafür können. Genau so wenig wie jemand, der mit großer Nase, schlechtem Bindegewebe und hängenden Brüsten durch die Welt geht. Um den Kreis wieder zu schließen.

    Absolut gar kein böser Vorwurf oder Unterstellung! Ich wollte nur sensibilisieren. Alles Liebe!

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    1. Nike Jane Artikelautor

      Liebe D., tolle Kritik, danke!
      Wir reden hier bloß ein wenig aneinander vorbei: Mit „Hirn“ meine ich in diesem Nebensatz ganz eindeutig nicht meine „Intelligenz“ (davon hätte ich übrigens auch gern ein bisschen mehr ;D), sondern statt meines Äußeren, mein Inneres, also meinen Charakter. Ergo: Ik bin ja wohl mehr als meine schrägen Lippen! (:

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  7. Marie

    Auch beim allerbesten Willen begreife ich nicht, warum man nicht auf etwas und was es auch immer sei ein bisschen stolz sein darf. Furchtbar, wenn man meint anderen so eine verkrampfte Sicht aufdrängen zu müssen und die sich dann vlt noch schlecht fühlen (sollen). Just stop

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    1. D.

      Liebe Marie, klar soll man stolz auf Sachen sein können! Für mich hat es nur keinen Wert stolz auf Sachen zu sein, zu denen man nichts beigetragen hat. Deshalb sagte ich ja auch, dass es ein schmaler Grad ist: Ich finde, alles, was einem in die Wiege gelegt wurde, darüber kann man dankbar und glücklich sein und sich riesig freuen. Aber als etwas besonderes sollte man sich deswegen nicht fühlen, denn man hatte doch einfach nur Glück. Ich finde, so richtig stolz sein kann man hingegen auf etwas, zu dem man selbst aktiv etwas beigetragen hat. Tolles Beispiel, was Nike nun noch angebracht hat: Charakter-Bildung. Das ist doch etwas im Leben, auf das man selbst großen Einfluss nehmen kann und (bei hoffentlich gelungenem Ergebnis 😉 mit Fug und Recht stolz sein kann 🙂

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  8. Elena

    Ihr Lieben, ich höre gerade den Podcast. Wie heißt dieses fantastische Magazin der Zeit? Ich habe es auch schon bei Nike (oder täusche ich mich da) in den Instastories gesehen, aber nicht gescreenshotet. Freue mich auf die nächste Folge 🙂

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  9. Marie

    Liebe D. , da stimme ich dir zu. Stolz streng definiert macht auch für mich mehr Sinn, wenn er sich auf Leistungen (eigene/ fremde ) bezieht. vlt kann ich mir auch einfach nur nicht vorstellen, dass jemand ernsthaft „stolz“ auf seine schönen Augenbrauen ist. Ich denke es ist dann eher eine Umschreibung für : ich freue mich über meinen optischen Vorzug. Oder darüber, dass ich kritisch und reflektiert denke (n kann).

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