Slow Sunday // How To…
„Meditieren für Einsteiger“

27.08.2017 Slow Sunday

Mit Meditation habe ich es bisher wie mit dem Yoga gehalten: Einfach alles erstmal verurteilen, bevor man es auch nur ein einziges richtig Mal ausprobiert hat. Nachdem ich nämlich in meiner Studienzeit ganze zwei Semester an einem mittelmäßig professionellen Yogakurs in einer staubigen und viel zu dunklen Turnhalle teilgenommen habe, war es ganz schnell aus und vorbei mit mir und den Yogis. Mit Meditation musste man mir danach auch gar nicht erst kommen, zumindest nicht, bis mich vor kurzem eine Freundin darauf aufmerksam mache, das ich schon mein halbes Leben lang meditiere, ohne es gemerkt zu haben. Wie bitte? 

Genauer gesagt ging es in unserem Gespräch ums Einschlafen bzw. eher ums nicht einschlafen können. Wenn ich nach einem anstrengenden Tag Abends einfach nicht in den Schlaf finden will, wende ich eine ganz simple Technik an, die mit mir vor Jahren mal jemand als absolutes Geheimrezept geteilt hat: Ich zähle meine Atemzüge. Was ziemlich banal klingt, wirkt ehrlich gesagt Wunder und nach ein paar Monaten funktionierte das Ganze bei mir so gut, dass ich schon beim zehnten Mal Einatmen einschlummerte. Meine Freundin kommentierte das ziemlich knapp mit: Achso verstehe, du meditierst also. Und ich wollte es zuerst nicht glauben. Musste ich mir womöglich eingestehen, dass die Wirkung von Meditation vielleicht doch gar nicht so an den Haaren herbeigezogen ist, wie ich dachte? Ja, ich musste. Denn nachdem ich mich nur ein paar Minuten eingelesen hatte wurde mir klar, dass das Atem zählen nichts anderes macht, als unruhige Gedanken vorbeiziehen zu lassen und mit der Konzentration immer wieder zum Ein- und Ausatmen zurückzukehren. Sich sammeln, ausgleichen und den Fokus auf sein Inneres zu legen. Also der Inbegriff von Meditation.

Und schon hatte das Thema meine ganze Aufmerksamkeit. Wenn mir das bisschen Atem zählen Abends schon so viel hilft, vielleicht schlummern da noch ganz andere ungeahnte Möglichkeiten für mich und meinen Alltag. Ich beschloss dem ganzen eine Chance zu geben, lud mir die so viel gefeierte App „Headspace“ auf mein Handy, verliebte mich auf der Stelle und kann mir seitdem ein Tag ohne Meditation nicht mehr vorstellen.

Was ist Headspace?

Headspace ist eine App, um Meditation zu lernen und sie jedem jederzeit und möglichst einfach zugänglich zu machen. Alles was man braucht ist ein Smartphone und Kopfhörer. In der Free Version findet man den Basiskurs und im Abo gibt es dann ein Vielzahl weiterer Sessions, auch für besondere Situationen wie Bewerbungsgespräche oder Akute Angst.

Am liebsten mag ich, dass das ganze mit Spiritualität so gar nichts zu tun hat und es sich bei den Kursen tatsächlich um sehr rationale Herangehensweisen ans Loslassen und Entspannen handelt. Wenn man will erinnert einen die App zu verschiedenen Tageszeiten an die Meditation und im Basispaket kann man täglich zwischen Sessions zwischen 3 und 10 Minuten auswählen. Man kann im Liegen, Sitzen oder Stehen meditieren – ich sitze am liebsten ganz bequem auf dem Bett. Hintergrundgeräusche würde ich gerade am Anfang versuchen völlig abzuschalten, da das Konzentrieren so auf jeden Fall viel einfacher fällt.

4 Kommentare

  1. Corinna

    Eine wunderbare App. Absolut empfehlenswert. Hat mir schon durch schwierige Zeiten geholfen.

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  2. Fortunalista

    Ich bin auch großer Fan von Headspace! Vor allem, da es mir Meditation nahegebracht hat, ohne dass ich gleich das Gefühl hatte, gleich in der Esoterik-Schiene zu landen. Also am Anfang vermutlich ähnliche Bedenken wie du 😉
    Auch die erklärenden Videos finde ich toll gemacht. Ich denke, es ist der perfekte Einstieg für Menschen, die es mal ausprobieren wollen, aber keine Ahnung haben, wie es eigenlich geht und was das Ganze überhaupt soll.
    Ich hab schon nach einer Woche gemerkt, dass ich ruhiger werde, entspannter und viel ausgeglichener. Auch wenn echte Meditations-Gurus sagen, man brauche dafür mindestens Monate…

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  3. Maggie

    Ich liebe die App auch! Die Aufbereitung ist super, Andis Stimme ist göttlich und es gibt viele verschiedene Meditationen zur Auswahl. Was allerdings nicht unter den Tisch fallen darf: der Preis.
    Ich habe erst neulich das Jahresabo gekauft und um die 90 Euro bezahlt- ziemlich viel für eine App. Und Meditationen gibt es mittlerweile auch kostenlos im großen Angebot, aber Andi hat es mir einfach angetan 😉

    Liebe entspannte Grüße!
    Maggie

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