All Eyes On // Birdsong – “No Sweatshops & no Photoshop”

Vor ein paar Tagen ereilte mich eine Nachricht via Instagram, nur war ich, wie sooft, zu spät dran. Absender: Birdsong. Betreff: Pop Up Store. Weil der eintägige Fair Fashion Zauber beim Lesen der dazugehörigen Zeilen längst vorüber war, verfiel ich in erleichtertes Schwärmen, als ich entdeckte, dass Birdsong auch in der virtuellen Welt existiert. Als Online Store samt passendem Lesestoff. Das Credo der beiden 26- und 25-jährigen Gründerinnen, Sarah Beckett und Sophie Slater, ist ebenso simpel wie (leider noch immer) revolutionär:

„No Sweatshop, No Photoshop.“

Die beiden Londonerinnen gehen sogar noch einen Schritt weiter. Statt nur einen feministischen Ansatz zu verfolgen, Empowerment und Body Positivity, bzw. -Neutralism zu propagieren und für eine lückenlos faire Produktion einzustehen, tun sie noch mehr als das. Birdsong arbeitet vornehmlich mit Frauen, bzw. Frauengruppen zusammen, die persönliche Rückschläge erlebt haben oder in finanziellen Schwierigkeiten stecken, die etwa überaus talentiert, aber nahezu mittellos sind. So werden allen Angestellten, die vielmehr als Partner zu sehen sind, zum Beispiel immer wieder Workshops zur Weiterbildung und Stärkung der eigenen Talente angeboten. Und genau so kommt ein kleiner Unterschied zustande, der Großes zu leisten vermag: Die allermeisten Produkte werden schlussendlich in Großbritannien genäht, unter anderem von Rentnerinnen oder Immigranten – und sämtliche Prints sind, selbstverständlich, selbstgemalt. 

 

 

Photography: Tess Roby. Models: Anya & Ari. Wearing Gina bra by NajaClio Peppiatt X Birdsong Bamboo Knickers, Heather Jumper in Spice & OatmealClassic Silver Hoops and Double V Ring.

Meine Lieblingsstücke aus dem Onlineshop:

Boots
Sweatshirt
Jeans
Bra
Strickpullover
Kleid
Shirt
Schlüpfer

Die beiden Gründerinnen: 

Sarah and Sophie wurden 2014 Freunde und beschlossen schnell, dass all die wunderschönen Dinge, denen sie bei ihrer allgemeinnützigen Arbeit mit Frauen begegneten, irgendwie online verkauft werden müssten. Damit die talentierten Frauen nicht nur eine Beschäftigung, sondern auch Arbeit, ein Einkommen, hätten. Gesagt, getan. Sie machten aus ihren Freunden und Akitvistinnen kurzerhand Models, bloggten parallel über Feminismus und stampften Birdsong aus dem Boden. Eine Scheibe abschneiden, bitte.

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