Dieses deutsche Label solltet ihr euch merken: Belize

08.11.2017 Mode

Viel wissen wir noch nicht über Belize, das Newcomer Label, das von Vanity Fair Anfang des Jahres quasi klammheimlich auf die A-List gesetzt wurde und das es mit seinem regenbogenfarbenen Strick-Body außerdem längst auf den Radar der Man Repeller Trend-Spürnasen geschafft hat. Zunächst, beim Betrachten nur weniger Bildausschnitte, die irgendwo in den Untiefen der Sozialen Medien aufloppten, blieb ich unbeeindruckt, hatte ich doch einige nicht unerhebliche Details und noch dazu ein ganzes dazugehöriges Lookbook übersehen. Vor ein paar Wochen aber, während der Press Days, wurde ich stutzig. Da stand sie nämlich, die sagenumwobene Valeska Duetsch, im Showroom von Prag PR, direkt neben ihren aktuellen Entwürfen, die mich schon aus der Ferne in die Knie zwangen, auf die beste Art und Weise.

Valeska jedenfalls, eine der beiden Köpfe hinter Belize, ist, wie ich schnell herausfand, in Westberlin aufgewachsen, um später von dannen zu ziehen, der Mode zuliebe. In London und Paris sammelte sie schließlich Erfahrungen bei Stella McCartney und Chloé. Sieht man, denkt ihr jetzt sicher. Und ja, gewiss! Aber ist das nicht wundervoll? Denn dennoch, das hat meine Kollegin Katja Schweitzberger ebenfalls schon ganz richtig festgestellt, steht ganz deutlich „Belize“ drauf, auf jedem einzelnen Entwurf. Die andere Hälfte des Duos, das wir uns spätestens jetzt ganz dringend merken sollten, ist Fiona Bansal, die mit viel Net-a-Porter Erfahrung im Gepäck für die geschäftliche Seite des 2016 gegründeten Labels verantwortlich zeichnet. Beide junge Frauen eint übrigens nicht nur ein gehöriges Talent, Durchsetzungsvermögen und der Wille, gesehen zu werden, sondern auch eine deutliche Vorstellung von fairen Produktionsbedingungen: Während die meisten Stoffe aus Italien und Österreich kommen, werden sämtliche Stücke überdies auch in Europa gefertigt. Das schlägt sich zwar im Preis nieder, aber ich muss gestehen:

Sollte wirklich etwas an den Gerüchten dran sein, dass Karl Lagerfeld demnächst Chanel verlässt, wäre so ein neuer, großer Name aus heimischen Gefilden doch auch mal wieder was feines. Schon allein, um das Rampenlicht endlich auch auf alle anderen mordsmäßigen (Berliner) Talente zu richten, die den Sprung raus in die Internationalität noch nicht so richtig wagen konnten. Vielleicht bekommen sie ja etwas ab von der eventuell bald nahenden Aufmerksamkeit. Es würde mich freuen. Vor allem für Belize selbst, weil ein weltweiter Applaus hier wirklich verdient wäre. 

Ein kleiner Vorgeschmack auf den Sommer 2018:

 

Dieses deutsche Label solltet ihr euch merken: Belize

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