#CHANELinHamburg // Karl segelt nach Hause – ein Reisebericht

07.12.2017 Event, Mode

Mir war, als hätte ich mit der Titanic nach Hamburg übergesetzt, schon auf dem Weg vom Bahnhof zum Hotel, dessen gläserne Eingangspforte mich am Nachmittag mit einer halben Drehung verschluckte und in einer anderen Welt wieder ausspuckte. In der Chanel-Welt, in der Hotels Kempinski heißen und Adventskränze größer sind als Festtagstische. Es heißt, man solle als Redakteurin stets Distanz bewahren, aber das ist mir auch jetzt noch, eine Nacht später, schier unmöglich. Gefühlsschwanger stand ich also im Kronleuchter behangenen Foyer, als mir vor plötzlich eintretender Aufregung ein Stück Wegbrötchen im Hals stecken blieb. Mein Husten hörte niemand, zu viel Trubel, zum Glück. Ein paar Meter neben mir gaben sich gerade eine ganze Handvoll internationaler Mode-Koryphäen Bussis rechts und links, entflusten ihre Tweed-Jäckchen und flachsten auf Französisch. Mein Gott, dachte ich. Was mache ich hier nur, als Carine Roitfeld zu mir in den Aufzug stieg.

 

Ankommen, Durchatmen

Erstmal ankommen und durchatmen. Aber auch realisieren, dass ich bald für einen kurzen Augenblick lang Teil der Magie werden würde, die man möglicherweise nur begreifen kann, wenn man schon als kleines Mädchen im Mamas Vogue geblättert und gestaunt und gehofft hat, irgendwann einmal schreiben zu können, über das hier. Über eine Chanel Show, zum Beispiel die allererste meines 29-jährigen Lebens, über das Erbe von Gabrielle, oder eher: Coco! Ein wenig Euphorie sei mir an dieser Stelle bittesehr gegönnt, obgleich mir die unübersehbare Tatsache, dass Hamburg gerade dabei war, in ungeahnter Dekadenz zu ersaufen, zu jeder Minute bewusst war: 300 Fahrer für 1600 geladene Gäste, darunter Tilda Swinton und Kristen Stewart. Speis und Trank für alle! Und noch viel mehr.

Das Unbehagen wurde allerdings, so viel Ehrlichkeit muss sein, schon wenige Stunden später von einem kompletten Orchester wegmusiziert und durch lodernde Dankbarkeit ersetzt. Ich wollte während des Finales von Karl Lagerfelds Deutschland-Premiere am liebsten die Hand meiner geschätzten Kollegin Claire Beermann halten, die neben mir saß und die, das glaube ich sicher gesehen zu haben, ebenfalls mit Pipi in den Augen zu kämpfen hatte, als der gebrechliche Karl beim Finale schließlich in viel zu kleinen Schritten durch die Elbphilharmonie trippelte. Vor 84 irrsinnigen Jahren wurde er exakt hier geboren, in der Stadt Hamburg, die er mit 19 verließ, um die Welt einzuatmen. Es könne seine letzte Show sein, munkelte es munter als der (steitbare, urteure, aber auch grandiose) Austragungsort der diesjährigen Métiers D’Art Show bekannt wurde. Sinn machen würde dieser Coup schon. Welch ein Abgang! Würde sich hier etwa der Kreis schließen? Hat Karl Lagerfeld wirklich vor, gen Heimat zu segeln? Sich zur Ruhe zu setzen? Das Chanel-Zepter nach über 30 Jahren weiterzureichen? Für die Einen scheint die Sachlage klar, andere hingegen glauben keineswegs daran, dass „der König“ jemals freiwillig abdanken würde. Der Vertrag mit Chanel jedenfalls läuft auf Lebenszeit. Aufgrund seines außergewöhnlichen Talents, heißt es.

Zwar konnte das Rätsel um die Zukunft des Meisters noch immer nicht gelöst werden, aber eines steht fest: Karl Lagerfeld ließ sich noch niemals lumpen und diesmal erst Recht nicht, wo sich doch etliche Rohrspatzen ob der ungewöhnlichen Location-Wahl schon im Vorfeld recht skeptisch gaben. Die Elbphilharmonie! Wie soll das nur gehen?! Sehr, sehr gut sogar, wie sich schließlich herausstellen sollte. Zum Glück. Denn die diesjährige Show zur „Zwischensaison“ ist die erste der Geschichte, die in Deutschland präsentiert wurde. Vielleicht ließ Herr Lagerfeld sich deshalb so viel Zeit damit, weil er sich laut eigener Aussage überhaupt nicht als Deutscher, wohl aber „als Hanseat“ betrachtet (Vogue & ZEITMagazin). Zurück zu den eigenen Wurzeln also? Verdienter Weise, schließlich drehte sich das Tamtam bei den Métiers d’Art-Kollektionen bisweilen stets um Orte, die ausschließlich für Gabrielle „Coco“ Chanel wichtig und von Bedeutung waren. Salzburg etwa, Rom, Paris und sogar Kuba. Ganz so weit hatte ich es diesmal glücklicherweise nicht.

Nach knapp zwei Stunden im ICE und zwanzig Sekunden in besagtem Aufzug der sogenannten „A-List“, lasse ich mich erst einmal auf das hüfthohe Bett fallen. Ich muss verdauen, dass neben einer Grußkarte in Schnörkelschrift, einem Strauß weißer Rosen und bitterer Schokolade außerdem ein echter Hut auf einen jeden Gast im Hotelzimmer wartet. Genauer gesagt: Ein „Elbsegler“ – als Vorbote auf alles an jenem Abend noch Kommende.

 

Und das sollte ganz anders sein als erwartet. Mir schwante langsam, dass ich das Thema der nahenden Show mit meiner eigenen Garderobenwahl gänzlich verfehlt hatte. „Smart Casual“ lautete der freundliche Dress Code auf der Einladung, und Heidernei, was kam ich mir mit meiner Haar-Idee kurz klug und gewitzt vor! Ein bisschen auch wie Mozart, fast passend zur Location! Statt aber in Karls Sinne maritim dahin zu segeln, schwanke ich an diesem Abend vielmehr zwischen Turnierreiterin und Tokio. Da helfen auch die ausgeborgte Hose samt passender Tasche nicht. Wohl fühle ich mich trotzdem in meinem breitschultrigen Blazer. Obwohl ich beim Anprobieren der neuen Kopfbedeckung bemerke, dass an mir durchaus eine Matrosin verloren gegangen sein könnte. Und dann ging es los.

Nicht von dieser Welt 

Dass Chanels Schauen-Inszenierungen immerzu atemberaubend pompös sind, weiß ich natürlich und das wusste ich auch gestern. Da wurde den Zuschauern etwa einst ein haushohes Space Shuttle präsentiert und man erinnere sich bloß mal an den Supermarkt, der sogar Milchtüten von Chanel und CC-Waschpulver anbot! Alles schön und gut und irre. Aber auf die Hallen der Elbphilharmonie war ich dennoch nicht vorbereitet. Man kann nicht anders als zunächst über eine Rolltreppe in der Länge eines Frachters zu staunen, die hin zu etlichen Bögen und Etagen führt, deren Wände an die Eierkartons in Proberäumen erinnern, bloß in viel vornehmerer Manier. Erst auf den zweiten Blick merke ich, wie genial diese Retrofuture-Architektur ist und wie stimmig in Hinsicht auf Karl Lagerfelds nautische Modevisionen: Die Geländer sehen aus wie die eines Kreuzfahrtschiffes von einem anderen Stern. Hamburg, Matrosenmützen, der Hafen, das Rotlicht, das Derbe, das Edle, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft! Alles ergibt plötzlich Sinn. 

Es dauert, bis alle Platz gefunden haben. Umso schneller verliere ich die Fassung darüber, dass Tilda Swinton (in die ich mich später noch verlieben werde) nur wenige Sitze vor mir mit ihrem Zweitmann plaudert, während Lars Eidinger und Kristen Stewart vertraut wie alte Freunde wirken. Kaia Gerber sieht tatsächlich aus wie ihre Mutter Cindy Crawfort, denke ich, und: Wer um alles in der Welt sind all diese Menschen? Ich entdecke jedenfalls auch Lilly Rose Depp und frage mich, ob man sich als Tochter von Johnny überhaupt noch über irgendetwas wundert. Ich nämlich wundere mich pausenlos, im besten aller Sinne, über die Mode natürlich, aber nicht weniger über die Musik! Dieser Abend ist viel. Diese Location ist viel, die Eindrücke sind viel, die Emotionen sind viel zu viel. Vor allem viel schön. Und viel überwältigend, immer wieder, im Takt zu „La Paloma“, gestrichen, gezupft und geblasen vom anwesenden Kammerorchester. 

Wer war noch da?

 

Ich mag vielleicht wenig durch Prominenz zu beeindrucken sein, gibt man mir allerdings ein Fernglas in die Hand, werde ich ganz munter. Zurück etwa zu Lars, diesem charmanten Teufel, der an diesem Nikolaus-Tag der besonderen Art offenbar eine Kontakt-Perlenketten trägt! Oder Lena Meyer-Landruth, die ausschaut wie eine junge Göttin, genau wie Ace Tee. Und da! Meine Lieblings-Hannah Herzsprung!

 

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Von Lilly Rose Depp konnte ich übrigens, Fuchs wie ich einer bin, noch ein paar O-Töne mitschneiden. Habe natürlich gefragt – Danke, Vogue Taiwan!

Die Show

Aber nun, endlich, zum wichtigsten Teil dieser Chanelgeschichte – dem edlen Zwirn! Während andere Designer und Designerinnen rege ihre Pre-Spring Kollektionen zeigen, besinnt sich Karl Lagerfeld mit den Métiers d’Art Kollektionen regelmäßig auf die große Handwerkskunst zurück und damit zugleich auf ganze zwölf Betriebe, ohne die Chanel bloß ein trauriger Schatten seiner selbst wäre. Man stelle sich das vor: Wenn Desrues keine Knöpfe mehr für Chanel herstellen würde, wie schon zu Cocos Zeiten!  Ohne Lesage gäbe es außerdem keine Stickereien und ohne Maison Michel weder Hüte, noch Ballonmützen! Was nach Detailarbeit klingt, ist dennoch seemeilenweit entfernt von Haute Couture und auch im Vergleich zur Prêt-a-porter noch mindestens eine ganze Ankerlänge tragbarer. Diesmal, so behaupte ich, sogar noch mehr als sonst. Ich bin regelrecht erleichtert darüber, dass das diesjährige Defilée mein Herz berührt, dass ich mir am liebsten gleich  morgen ein paar der optischen Kinkerlitzchen abschauen würde – manchmal schwimmen Karl und ich nämlich geschmackstechnisch auf zwei ganz verschiedenen Erdhalbkugeln. Gestern Abend nicht – da plantschten wir viel eher in ein und derselben Suppe.

Nun haben wir bereits herausgefunden, dass Karl sich für seine neueste Kollektion zunächst am Naheliegenden bediente, dem heimatlichen Hafentreiben unterschiedlichster Epochen, an bärtigen Seemännern und Chanels Mutter Coco, die sich früh gegen stereotype Kleidung zu wehren wusste und das Stibitzen beim anderen Geschlecht salonfähig machte. Das sieht man etwa sehr deutlich an den allgegenwärtigen Cabanjacken, dem übergroßen Strick, den Matrosenkragen und sämtlichen herrlichen „Elbsegler“-Mützen, die damals, natürlich, ausschließlich dem Mann vorbehalten waren und heute sogar Tüll-verziert zur Abendgarderobe serviert werden. Überhaupt erzeugen allerlei Akzente wie Pailletten, Rüschen und Verzierungen in Anker-Manier eine ungeahnt ultra-feminine Haltung, die dennoch jedes Gendern infrage stellt. Karl erweitert das Verständnis von Maskulin und Feminin par excellence – man beachte an dieser Stelle bitte erneut, wie gut dieser Lars schon wieder im Tweedjäcken samt Perlenbehang ausschaut!). 

Karl wäre ohnehin nicht Karl, hätte er nicht noch drei Mal um die Ecke und vor allem kommerziell gedacht, schließlich ist er ein Meister darin, jungen Frauen ebenso wie steinalten Damen jeden Modewunsch von den „Rouge Coco“ -roten Lippen abzulesen. Und so finden sich neben den Silhouetten der Handelsflottenarbeiter auch liebevolle Reminiszenzen an das 20. Jahrhundert (in dem Karls Mutter jung gewesen ist und großen Dampfschiffe die Häfen verließen) und das Übertriebene, in Form von Marie Antoinette Schuhen etwa, die für das jüngere Publikum bis über die Knie interpretiert wurden. Und dann sind da noch Hosenzüge, vor denen Marlene Dietrich gewiss auf die Knie gefallen wäre, Anspielungen auf das Rotlichtviertel und die Reeperbahn, auf das Hamburg der frühen 60er, auf die Welt der Swinging 60´s, in denen Beatnicks geboren und die Twiggies der Welt groß wurden, auf den stolzen Stil der Garçonnes und zuweilen sogar auf allerlei gehauchte Frivolitäten, die von einem Ohr ins nächste wanderten, während Matrosenchöre die Nacht beschallten.

 

 

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Ein besonderes Augenmerk gilt wie immer dem Styling. Augen auf, denn hier wird geflochten und be-hütet als gäbe es kein Morgen mehr! Selbst zum Abendkleid, das möglicherweise auch ein Hochzeitskleid ist. Oh, und diese Matrosen-Säcke und Container-Taschen! All die Knöpfe und Broschen und Spangen und Ketten – ein Fest fürs Auge, zweifelsohne.

Die Party

Die Party war ein Spektakel, von dem ich mich niemals zu träumen gewagt hätte, das ich mir beim besten Willen nicht hätte ausmalen können, schon gar nicht in Anbetracht der Location, die normalerweise mit Helene Fischer und Skrillex beschallt wird. Aber da war sie wieder, die Chanel-Magie, die es (mit viel Geld) vermochte, aus der Fischauktionshalle einen Ort wie aus einem Märchenbuch zu machen, samt Seemannschor und klirrendem Geschirr, ganz so, als hätte man Hogwarts auf die Titanic verlegt. 

(Modisch besonders inspiriert war ich übrigens von der wundervollen Bedienung:)

Hunderte von Kerzen, Brotkörbe und Backfisch, Wein aus Glasflaschen und Bänke aus Holz – ein munteres Treiben, in dem Eitelkeiten untergingen bis nur noch Ausgelassenheit übrig war. Und eine Tilda Swinton auf der Tanzfläche, die heller leuchtete als die vielen Birnen, die wie Sterne unter der eisernen Decke schwebten. Mal neben uns, mal hinter uns, mal mittendrin. Niemand hat so getanzt, niemand hat so gelacht, niemand kann überhaupt eine solche Aura haben, dachte ich. Außer Tilda. Die tatsächlich für einen kurzen Moment zu schweben schien, vorbei an den Bieren, den Matrosen und der Bar, durch den Rauch hinaus in die Nacht. Ich habe ihr hinterhergeschaut, bis zum Schluss. Und entschieden, zu bleiben. Weil ein erstes Mal oft das schönste Mal bleibt. 

Danke, Chanel, danke Carolin und Luisa. Für einen Tag, den ich nicht vergessen werde.

– Pressereise –

22 Kommentare

  1. Mimi

    Ein toller Artikel und ich liebe deine Schreibe Nike, aber ich komme gerade von Journelles und da steht ein Text, der fast 1 zu 1 in einigen Stellen ist. Dass keine von euch beiden abkupfert ist klar, aber vielleicht zu viel vom Pressematerial übernommen? LG Mimi

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    1. Nike Jane Artikelautor

      Liebe Mimi,
      oh weh! Das ist komisch, weil ich immer absichtlich nur einmal den Pressetext lese und versuche, dann nicht mehr drauf zu schauen – weil mein Hirn sich sonst so schlecht lösen kann. Ich finde auf Anhieb auch keine Stelle, aber magst du mir sagen, welche du meinst? Vielleicht habe ich tatsächlich vergessen, irgendwo einen Teil vom Pressetext aus meinem Text zu löschen – bin manchmal bildschirmblind, wenn müde! Andere Möglichkeit: Jessie und ich haben die ganze Zeit aufeinander gehockt und über alles Erlebte gequasselt. Und das Erlebte war ja nunmal das gleiche. Hm. Dankedanke!

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      1. Suzie

        Auf alle Fälle seid Ihr Beide mit Frau Roitfeld im Aufzug gefahren. 😉
        Aber klar hockt man bei einem so riesigen Event mit Freunden zusammen – man will das Ganze ja auch teilen. War bestimmt großartig. Und so eine Mütze möchte ich auch!!

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      2. Mimi

        Verständlich. Die Ankedote mit Carine Roitfeld, das habt ihr sicherlich gemeinsam erlebt. Dann gibt es noch fast textgenaue Stellen, wie : die Randnotiz zu den bisherigen Shows, die allesamt Teil von Cocos Vergangenheit zu tun haben, die Helene Fischer Info, Beschreibungen zu beiden Locations. Ich weiß, wie schwer es ist sich von Pressetexten zu lösen, weil sie einfach natürlich auch die wichtigen Infos hergeben. Es ist dann halt weniger spannend das Erlebnis fast gleich wieder zu lesen. Eine Lösung hätte ich so schnell auch nicht, um diese Vorzuschlagen. Ich wollte es nur kurz anmerken, weil es mir sonst auch keinen Spaß macht Blogs zu lesen, wenn sie das Gleiche wiedergeben. Dennoch danke für deine Antwort, das ist äußerst sympathisch!

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        1. Nike Jane Artikelautor

          Liebe Mimi, aha! Dann liegt es wohl wirklich daran, dass wir ein und dasselbe erlebt haben. Stimmt, wir sind sogar zusammen im Aufzug gefahren, wobei ich erst nicht auf den Namen der Dame gekommen bin (Gesichtsblind) 😀 Pressetexte über die Party-Location gab es nicht, auch meine Passage über die vergangenen Métiers D’Art Kollektionen stand (glaube ich) nirgends – das weiß man wohl einfach, wenn man sich all das ständig anschaut und ich finde, ein bisschen Hintergrundinformation muss in so einem Artikel schon sein. Es spiegelt sich ja nichts wortwörtlich, ich frage mich aber schon, ob irgendwann eine Grenze erreicht ist, in der man das Gleiche nicht schon wieder ganz anders verpacken kann oder gar will. Sprachlich finde ich aber, bewegen wir uns dennoch seit jeher in anderen Welten, deshalb habe ich gerade auch Jessies Artikel sehr genossen. Er ist so schön analytisch, wohingegen ich zum Schwadronieren tendiere. Upsi. Zusammengefasst: Fakten bleiben Fakten, aber ich kann ansonsten kaum Ähnlichkeiten erkennen, außer nunmal: Das Thema. Schwierige Kiste.

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          1. Fou

            Ich habe gerade mal Jessies Artikel gelesen und stelle auch keine Ähnlichkeiten fest. Nur das Thema halt und das, was gesagt werden muss. Ich mag beide Artikel, das habt ihr sehr toll gemacht. Ich freue mich auch darüber, dass ihr zusammen sowas macht und nicht die Ellbogen auspackt. Ohne euch wäre die Bloglandschaft in Deutschland total traurig. Ihr haltet die Fahne für Qualität oben. Danke dafür!

  2. Jorinde

    Ich wäre so gern dabei gewesen. Ich liebe es, wie du die Dinge beschreibst, Nike. Ganz toll und groß!

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  3. Anna

    Liebe Nike, daaanke für diesen wunderschön geschriebenen Artikel und dass Du mich gerade für 10 Minuten aus meiner freitäglichen Büro-Tristesse gerausgerissen hast.

    Gleich eines vorneweg: Dein Outfit ist die chanelisierte Version Deiner Selbst. Du siehst klasse aus! Der Mix Eins A und auch (meiner bescheidenen Meinung nach) viel viel besser als zum Beispiel von Frau Stewart, deren Outfits ich schön klänger ehr schräg denn chic finde! Die Schönste (Du verzeihst mir) ist aber natürlich Tilda. Sie ist eine Elfe, ich könnte sie ewig angucken.

    Und Karl … was habe ich die letzten Wochen nicht alles gelesen, auch davon, dass er Chanel nix Neues bringt und alles immer wieder doch gleich aussieht. Ganz ehrlich: Ich wünsche mir, dass Chanels-DNA immer erhalten bleibt und nicht auf einmal eine 180-Grad-Wendung a la Gucci nimmt. Das war für mich als Modeliebhaberin immer das Schönste: Karl hat Chanel immer wieder neu und zeitgeistmäßig interpretiert. Und bitte bitte, es soll so bleiben. Und Karl, ja Karl, wenn er irgendwann geht … ich mag nicht dran denken. Er (und viele seiner Aussagen) mögen zeitweise umstritten und auch frech (und unter der Gürtellinie) gewesen sein, aber er ist und bleibt ein Kreativ-Universal-(und)Genie, der uns allen bewiesen hat, dass man auch ohne Einser-Abi und Elite-Unis es in dieser Welt zu was bringen kann.

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  4. Anne Kaffeekanne

    Der beste Beweis dafür, dass Mode nicht nur Konsum ist, sondern dass dahinter noch so viel mehr steckt. Eine Idee, ein Gefühl, Kunst…. Danke, dass du das so deutlich transportiert hast. Wenn Modemagazine so wäre wie ihr, würde ich mir sie wieder kaufen…

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  5. Mikka

    Liebste Nike, was für ein schöner Artikel direkt aus dem Herzen heraus. Chapeau für so viel Weitblick, Tiefgang und Schreibtalent. Für diesen visuellen Augenschmaus und für dein traumhaftes Chanel-Outfit (Ultra Violet, hallöchen!), in dem du voll und ganz du selbst bleibst. Wirklich eine Bereicherung auf allen Ebenen. Hab‘ ein tolles Wochenende und nimm‘ diesen Traum noch etwas mit.

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  6. Lena

    Boah, mir fallen wirklich die Augen aus. Ich habe natürlich alles auf Instagram verfolgt und war irre neidisch. Ein Traum, wirklich wahr! Danke fürs Mitnehmen <3

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  7. Heike

    Großartige Bilder,wie immer toll geschrieben!
    Was ich mich in letzter Zeit allerdings häufiger frage,und ich weiß,ihr fliegt nicht oft: Ist es angesichts des Klimawandels vertretbar, dass für den ‚Modezirkus‘ (Produktionen, solche Events, etc.) haufenweise Models, Stars, JournalistInnen quer über den Globus geflogen werden?Vlt mögt ihr ja mal in einem Podcast, den ich saugern höre, drüber quatschen.LG

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  8. Tine

    Herrlich zu lesen, danke! Und ich möchte zu Lars Eidinger noch ergänzen: pinker Nagellack! Schwarz hatte ich bei ihm schon mal gesehen, aber pink, mit Chanel-Jacke, grossartig … Muss ich gleich mal meinem Mann schicken ..

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  9. Susi

    Das ist jetzt wahrscheinlich eine blöde Frage, aber ich habe sie mir schon gestellt als ich deine Insta-Storie gesehen habe. Wer ist dieser kleine Junge, der mit Karl auf die Bühne gekommen ist?

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  10. Heike

    Hach, was für ein wunderbarer Bericht! Du gibst mir wirklich das Gefühl ich wäre dabei gewesen, herrlich.. Danke dafür!

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  11. jules

    dein schwadronieren ist toll, das macht dich noch sympathischer und wirkt so natürlich, als wäre frau selbst dabei gewesen. mercii

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