Vier saisonale Dinnele-Rezepte für
unkomplizierte (Weihnachts-) Abende mit Freunden

22.12.2017 box2, Rezept

Jetzt muss noch alles schnell gehen und von Besinnlichkeit ist keine Spur? Genauso geht es mir gerade. Die Familie wartet auf deinen Besuch, vorher musst du aber noch einige Geschenke organisieren, Karten illustrieren und schreiben, Freunde einladen oder treffen (nicht, dass dies ein Muss wäre, aber…Ihr wisst schon), die Wohnung putzen, gewisse Dinge bei der Arbeit fertig stellen und am besten endlich mal das Schlafzimmer aufräumen. Ach ja: Da waren ja noch Rechnungen, die schon längst bezahlt werden sollten. Hm, früher war das doch einfacher, als ich noch Nachmittage lang auf dem Schulhof Schneeburgen baute, mit roten Backen nachhause kam, Plätzchen backte und mir die Mama noch eine Geschichte erzählte, bevor ich die Augen vorfreudigst schloss. In solchen Zeiten bin ich um unkomplizierte Lösungen froh; also habe ich letztlich Freundinnen zum vorweihnachtlichen Essen eingeladen und mir überlegt, das Ganze so einfach wie möglich zu halten. Dinnele!, dachte ich. DAS Lieblingsessen am Weihnachtsmarkt. Mich wundert es nie, warum die Schlange Leuten da so lang ist. Teig, Käse und Gemüse sind eine unschlagbare Kombination, das fanden dann auch meine Freundinnen.

Das Ganze ging ziemlich fix: Im Vorhinein habe ich den Teig geknetet, in der Zeit in der er gehen musste, habe ich das Gemüse geschnippelt, danach alles belegt und kurz bevor meine Freundinnen eingetrudelt sind, die Dinnele in den Ofen geschoben. Super entspannt und echt lecker war das Ergebnis! Vielleicht mögt ihr mir die Idee ja abkupfern oder habt mal wieder Lust auf dieses deliziöse und ehrliche Gericht. Ehrlich, weil es rustikal ist und nicht sorgsam angerichtet werden muss. Hier kommt auf jeden Fall eine kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur ultimativen Dinnele-Party:

1. Dinnele-Teig kneten!

Dinnele-Teig

  • 500 g Mehl nach Wahl
  • 300 ml Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • ½ EL Salz
  • eine Prise Rohrzucker
  • 1 Pack Trockenhefe

Zunächst alle trockenen Zutaten miteinander vermengen. Wasser und Olivenöl dazugeben und zu einem Teig kneten. Mit einem feuchten Küchentuch bedecken und eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. In dieser Zeit wird Gemüse geschnippelt!

2. Gemüse für die Dinnele schneiden und Zutaten richten (Mise en Place)

Einkaufsliste (oder was ihr im Kühlschrank haben könntet):

  • 1 Chicorino rosso
  • 1 Wirsing
  • 200 g Waldpilze
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Rote Beete
  • 1 Pack Haselnüsse
  • 1 Pack Walnüsse
  • Honig
  • 1 Pack Feta
  • 1 Birne

Dinnele Nr. 1

  • ½ Kopf Chicorino rosso, Strunk entfernt, geputzt und in Streifen geschnitten
  • 1 Handvoll geputzte Waldpilze
  • ½ Zwiebel, geschält und in Streifen geschnitten

Dinnele Nr. 2

  • ½ Kopf Wirsing, Strunk entfernt, geputzt und in Streifen geschnitten
  • 1 EL Honig
  • 1 Handvoll zerhackte Haselnüsse
  • ½ Zwiebel, geschält und in Streifen geschnitten

Dinnele Nr. 3

  • ½ Rote Beete, geschält
  • 50 g Feta, zerbröselt
  • ½ Zwiebel, geschält und in Streifen geschnitten

Dinnele Nr. 4

  • 1 Birne, geputzt und in Würfel geschniten
  • 50 g Feta, zerbröselt
  • 50 g gemahlene Walnüsse
  • ½ Zwiebel, geschält und in Streifen geschnitten

Wenn ihr das Gemüse geschnitten und euer Mise en Place gerichtet habt, könnt ihr den Teig in 4 gleichmässige Kugeln zupfen. Die Kugeln wallt ihr in längliche Zungen aus (Breite ca. 1,5 cm), stecht sie mit der Gabel mehrmals ein und legt die Teige auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech aus. Das Ganze ist nun bereit um mit dem Grundbelag und dem diversen Gemüse belegt zu werden! Dazu mischt ihr einfach kurz den Grundbelag zusammen. Das Gemüse, was übrig bleibt, könnt ihr gleich geschnitten einfrieren oder am nächsten Tage eine Brühe kochen. Jetzt kommen wir schon zum dritten Schritt.

3. Grundbelag vermischen

Grundbelag für 4 Dinnele

  • 500 g Saure Sahne
  • ½ EL Salz
  • ¼ TL gemahlener Pfeffer
  • 4 Handvoll Reibkäse

Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen. Die Teige gleichmässig mit dem Grundbelag bedecken und darauf achten, dass der Rand (ca. 1 cm) frei bleibt.

4. Dinnele belegen und ab in den Ofen!

Nun könnt ihr eure Dinnele belegen (s. Punkt 2) und für 20 – 30 Minuten bei 200 Grad Ober und Unterhitze backen. Wer mag, kann überall noch frische Kräuter darüber streuen.

In dieser Zeit könnt ihr mit euren Freunden anstossen, falls sie schon eingetrudelt sind oder kurz einen Salat rüsten. Ich entscheide mich jeweils für die erste Option.

So und nun wünsche ich euch alle Fälle eine erholsame Zeit, egal ob bei Familie oder Freunden und dann ihr Lieben, lesen wir uns im neuen Jahr wieder <3

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