Archiv für den Autor: Fabienne Sand

BLACK GIRL CONFESSIONS //
„GEH ZURÜCK NACH AFRIKA“ – EIN BESUCH IN DER HEIMAT

16.08.2017 um 12.44 – Gesellschaft Kolumne Leben

Ich habe mir diesen Sommer etwas besonderes ausgedacht: Mir selbst und der Familie eine richtige Freude machen, mit einem ausgedehnten Heimaturlaub. Denn wo geht es schon entspannter zu als bei Mama auf dem Sofa? Der Weg in die Lübecker Bucht dauert keine vier Stunden gen Nord-Westen, also gesagt getan, ich freute mich auf dieses „damals-Gefühl“ und schneckenlahme Spaziergänge durch die Altstadt. Nur: Was macht man eigentlich, wenn das Zuhause, wie man es kannte, im Grunde gar nicht mehr existiert? Zumindest nicht so wie in all den lebhaften Erinnerungen. Und was, wenn du dich selbst eben auch verändert hast? Fünf Jahre sind kein Pappenstiel und haben es geschafft, mein Verständnis von einer waschechten Heimat noch einmal gehörig auf den Kopf zu stellen. Berlin ist jetzt „Zuhause“. Der Nazi auf dem Fahrrad aber, sah das ein wenig anders. weiterlesen

Wie es ist, mit 25 nochmal Ersti zu sein

11.08.2017 um 12.37 – Kolumne Leben Wir

Der Abschluss des Sommersemesters erfüllt mich mit glühendem Stolz. Eine Premiere. Noch nie zuvor habe ich es so weit in Richtung Bachelor of Arts geschafft. Beim ersten Mal hat die Motivation nur bis zu den Weihnachtsferien gereicht, woraufhin ich beschloss, die Vision „Studium“ auf unbestimmte Zeit zu vertagen. Es folgten berufliche „Gap Years“ und neidische Blicke in Richtung all jener, die das wilde Leben meines Erachtens nach genauso lebten, wie es sein sollte. Vor allem im Sommer. Auf Rucksack-Reisen zum Beispiele oder Cappuccino schlürfend im Café um die Ecke. Verlockend erschien mir das. Wenn du selbst nach dem Ausbildungsende aber im Grunde direkt so etwas wie „Karriere“ machen und Geld verdienen könntest, kommt dir die Option, es möglicherweise noch mal mit dem Bachelor zu versuchen, dich zu verschulden und die kommenden drei Jahre ohne regelmäßige Gehaltsabrechnung zu verbringen, jedoch fast ein bisschen wie ein mittelgroßer Scherz vor. Nochmal Ersti sein. Mit 25? Will ich das wirklich? Aber ja! Ganz ohne Zweifel hat es dann aber doch nicht funktioniert.

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Warum motzen wir eigentlich so viel?

19.07.2017 um 7.30 – Kolumne Leben

Ich wohne nun seit fast fünf Jahren im wundervollen Berlin. Eine ganz rohe Entscheidung aus dem Bauch heraus, recht spontan und vor allem ohne konkretes Ziel, eine Vorstellung oder eine Idee von dem, was in den nächsten Jahren auf mich zukommt. Ich habe mich schon damals ganz frei gefühlt und spüre das noch heute; dieses Freiheitsgefühl in dieser hübschen Stadt von tollen Freunden umgeben und von ganz viel Liebe, ab und an ein bisschen Rotwein und im Sommer beschäftigt mit Eis essen und picknicken und das, wenn es nach mir ginge, den lieben langen Tag. Wenn ich mich umschaue, fühle ich mich wie in einem Schlaraffenland für Fast-Erwachsene, mit Privilegien die man sich gut vorstellen kann. Demnach sollte ich wohl ein strahlendes Glücksbärchi sein und himmelhochjauchzend durch die Straßen stolzieren. Dass wir, wo wir gerade ohnehin schon dabei sind, tatsächlich gnadenlos privilegiert sind, muss wohl nicht weiter erläutert werden. Höre ich mir dann aber zuweilen selbst beim Reden zu, oder auch anderen, könnte man beinahe meinen, dem wäre überhaupt nicht so. Es gibt immer etwas zu meckern. Aber warum nur? weiterlesen

BLACK GIRL CONFESSIONS // VON DER KUNST, EIN WÜTENDES LEBEN ZU FÜHREN

27.06.2017 um 14.03 – Kolumne Leben Wir

Zurzeit versuche ich meine Emotionen besser in den Griff zu bekommen und rationaler zu werden. Erwachsener für mein Verständnis. Ich will nicht mehr so herausschreien, was in meinen Kopf schießt und vor allem vorher noch einmal kurz bedenken, was ich eigentlich sagen will. Ob das überhaupt ok ist, dieses und jenes so zu formulieren oder ob mich die Materie überhaupt etwas angeht. Auf meiner eigenen Baustelle bleiben. Selfreflection is key. Aber was ist mit den Momenten, in denen man sich so absolut nicht mehr zu beherrschen weiß und vor Empörung und Wut spuckt und sich die Wörter vor lauter Hektik überschlagen?

„Du bist aber aggro“. Wenn man etwas zu oft über sich hört, springt man selbst mit dem halben Bein auf den fahrenden Zug. Schon wieder so ein Balanceakt. Von der Kunst, ein wütendes Leben zuführen. weiterlesen

Travel Diary // Palermo ist wie Neukölln – bloß mit Lemon Soda & Cantuccini

15.06.2017 um 15.01 – box2 Travel Wir

Mein gesamtes Umfeld scheint immerzu von Trips in die Tropen, nach Kroatien, Südafrika oder Portugal zu schwärmen. Oh, und vor allem von Indonesien! Bali! Ich denke dann nur „Whoa“. Und schweige etwas verlegen darüber, was ich selbst so während der letzten Wochen getrieben, oder eher nicht getrieben haben. Ihr kennt das.

Aber jetzt bitte nicht falsch verstehen: Ich meine das gar nicht böse. Jedem von uns und euch sei bitte ein unvergesslicher Urlaub gegönnt, sehr sogar. Ein bisschen Jammern muss in Zeiten des akuten Sommer-Social-Media-Fiebers aber doch erlaubt sein. Hundert fremde Urlaubsfotos können nunmal etwas pieksen, wenn man es selbst viel zu lange nicht mehr geschafft hat, die Koffer zu packen. Irgendwann dann habe ich aber gemerkt, dass es gar nicht so schwer ist, sich loszueisen: Einfach buchen und los, es muss ja nicht immer gleich das andere Ende der Welt sein. Wohin verschlug es mich also verschlug? Nach Sizilien – seit neustem mein liebstes Urlaubsziel, echt wahr. Es folgt die dazugehörige Erklärungen, sowie Schnappschüsse von Lemon Soda und Cantuccini: weiterlesen

BLACK GIRL CONFESSIONS //
„WOW, HAST DU FARBE BEKOMMEN“

05.06.2017 um 19.23 – Kolumne Leben Wir

Alle Jahre wieder bricht sie pünktlich zum Frühling über uns herein, diese Zeit, in der schon im Kopf die imaginären Liegen durchgegangen werden, um sie mit einem Handtuch zu besetzen und bloß nicht zu kurz zu kommen beim kollektiven Sonnenbad, beim Wettlauf um den eindeutigsten Bikiniabdruck und den dunkelsten Sommersonnen-Ton auf einer Skala von Kreide bis Kokosnuss. Wir wollen braune Haut und das am besten potzblitzschnell. Lange halten soll der Anstrich auch. Koste es, was es wolle. Die Mehrheit der westlichen Welt verlangt nach einem dunkelgoldenen Antlitz, dafür ist kein Tan Maximizer, kein Öl, kein Selbstbräuner und auch kein Solariumbesuch zu schade – aber warum? Welcher mitunter sogar unvernünftige und ungesunde Teufel reitet uns denn da? Wieso ist uns allen einmal im Jahr schlagartig nach einem knusprigen Sommerteint zumute? Und warum spiele ich da eigentlich mit?

Ich fange einfach mal bei mir selbst an. Ich selbst betrachte mich nämlich als Afrodeutsche. Also als schwarze Frau. Weil das für mich weniger mit meiner tatsächlichen Hautfarbe (die farblich gar nicht schwarz ist), sondern mit einer Zugehörigkeit, mit einem sich mit einer Gruppe identifizieren zu tun hat. Ich bin, wenn man so will, quasi eine weiße Schwarze. Und jeden Sommer plagt es auch mich aufs Neue: Och nö, ich bin ja so blass, du bist ja schon so braun, oh – in der Drogerie gibt es ein neues Sonnenöl mit LSF 15, nehm ich mal mit. Ab Anfang April haue ich mich ernsthaft bei jeder noch so kleinen Gelegenheit in die pralle Sonne und hoffe mit jedem Tag auf eine noch intensivere Bräune. Was ist da los? weiterlesen

Kopf aus, Trash TV an. Kann man mal machen, oder?

29.05.2017 um 9.56 – Leben

Ihr werdet mit dem Kopf schütteln, aber: Ich gehe nicht gerne ins Kino. So ein dunkler Kinosaal, klebrige Popcorn Rückstände auf den Fingern und dieses eklige Müdigkeitsgefühl danach, ist so gar nichts für mich. Auch jeden neuen Film zu gucken; ein schwieriges Thema. Sonntagabend gibt es Tatort, ganz einfach. Ist aber eben mal nicht Sonntag, es regnet und ein Film soll die Zeit vertreiben, diskutiere ich mindestens eine halbe Stunde mit einem Freund über das, was im Fernsehen laufen soll, während es Netflix und Co keinesfalls leichter machen. Ich kann mich nie entscheiden und will dann am liebsten immer etwas, was ich schon kenne, was ich so auf mich einrieseln lassen kann, dass ich eh schon heiß und innig liebe. Wenn ich dann gar nicht mehr weiter weiß, bin ich meistens mutig und setze alles auf eine Karte: Wie wäre es mit Jersey Shore?

Ok. Das muss ich jetzt irgendwie erklären, ganz von vorne, sonst denkt jeder, ich habe einen absoluten Spleen, bin der Geschmacklosigkeit verfallen und habe einen Faible für schlechte, amerikanische Reality TV. Ups, da habt ihr mich. Ich bin auf einem guten Weg aus der Sucht, die mich schon seit meiner frühen Jugend begleitet, aber fühle mich immer noch wie magisch hingezogen zu Formaten frei von Inhalt, voll von Youngstern am Ende oder am Anfang ihrer Karrieren, produziert von Menschen, die sich SallyAnn Sansano oder Adam DiVello nennen. weiterlesen

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Short Chat // Wer femdgeht muss ehrlich sein – oder besser doch nicht?

15.05.2017 um 11.42 – Janes Leben

Unsere Autorinnen Sarah Radowitz aka Scalamari und Fabienne Sand diskutieren in unserer neuen Serie „Short Chat“ ab sofort die wichtigen Fragen unseres (Beziehungs-)Lebens. Von Freundin zu Freundin:

„Puh, das Thema hat es in sich. Da scheiden sich die Geister, wenn nicht sogar Welten oder ganze Universen. Also, Folgendes: Da führt man eine Beziehung und hat eine große Liebe an der Angel und ein gemeinsames Leben und dann bricht auf einmal die Hölle los. Da ist man fremdgegangen und hat urplötzlich alles auf den Kopf gestellt, mindestens ein Herz zerpflückt und diese bis eben noch recht solide und liebevolle Kiste mit einem einzigen Fingerschnips und Zungenschlag zu Grunde gerichtet. Wenn man denn gesteht. Man könnte natürlich auch einfach die Schotten dicht machen – Klappe zu, Ausrutscher-Affe tot und weitermachen wie zuvor? Lieber totschweigen als totreden? Na, was denn nun?“ weiterlesen

SPRING, HERE WE GO! // DURCH DEN FRÜHLING MIT VERONIKA HEILBRUNNER

02.05.2017 um 13.27 – Allgemein Menschen

Da ist er nun, der letzte Teil unserer Spring, here we go! Reihe, denn eigentlich sind wir längst ein bisschen spitz auf den Sommer. Wonnemonat Mai steht schließlich schon in den Startlöchern und ist mit sage und schreibe drei gesetzlichen Feiertagen sicherlich nicht nur einer meiner offiziellen Favoriten-Monate auf der Jahresuhr – auch, weil er dem zerstreuten Aprilwetter hoffentlich bald den Garaus machen wird.

Die Letzte im Frage-Antwort-Bunde ist jedenfalls die wunderbare Veronika Heilbrunner, Stilikone aus der bayrischen Hauptstadt und Mitbegründerin des 2015 gelaunchten Online-Magazins hey woman!, das sie damals ohne langes Fackeln gemeinsam mit Tausendsassa und Freundin Julia Knolle erschuf. Zuvor hatte Veronika beinahe alles gewuppet, was man in der Modebranche nunmal so wuppen kann – Da wäre nebst ihren Anfängen als Model nämlich vor allem ihre Zeit als Fashion Director und Redakteurin bei der Haaper’s Bazaar zu erwähnen, ganz zu schweigen vom darauffolgenden Social Model Werdegang und ihrer Tätigkeit als Senior Fashion Editor für Mytheresa.com. Mode von der Kiepe an also. Es war demnach wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Drang nach Selbstständigkeit, angeführt von der großen Frage „Wonach suchen Frauen überhaupt wirklich, wenn sie online sind?“, schließlich unüberhörbar wurde und in einem Projekt mündete, das seit nunmehr zwei Jahren vor allem Herzblut und und unermüdlichen Fleiß erfordert. Veronika lebt zu großen Teilen aus dem Koffer, ist permanent unterwegs und dennoch so bodenständig wie ihr Lieblingshund, der Mops. Eine der Herzensguten im Modezirkus, wie wir hier zu sagen pflegen. Und sie sind zuweilen ja wirklich rar. Mit niemandem starten wir also lieber in den Frühling als mit dir, liebste Vroni: weiterlesen

SPRING, HERE WE GO! // DURCH DEN FRÜHLING MIT KERSTIN WENG, INSTYLE CHEFREDAKTEURIN

20.04.2017 um 12.25 – Gesellschaft Leben

Na toll! Das dritte Mal infolge rede ich in dieser Rubrik jetzt schon übers den nahenden Frühling und stelle Fragen über die beste Parklektüre, Sonnencreme und Sandalen, dabei habe ich selbst erst gestern wieder meine North Face Jacke auspacken müssen. Nachdem uns aber jüngst Aminata Belli und Paulina Schulz helfen konnten, den Kopf ein bisschen mehr gen Wärme zu polen, verrät uns heute Kerstin Weng, wie sie sich durch diese sprunghafteste aller Jahreszeiten manövriert.

Seit über einem Jahr ist Kerstin nun Chefredakteurin der InStyle Germany und wer ihren Instagram Kanal noch nicht kennt, sollte ebendiesem schnurstracks einen Besuch abstatten. Auf Wengschondennschon (chapeau für diesen Namen!) bekommt man nicht nur einen kleinen Eindruck von Kerstins persönlichem Geschmack und mutigen Frisuren-Experimenten, sondern darf ab und zu sogar hinter die Kulissen der InStyle Produktion blicken. Jetzt geht es mit der Münchnerin aber erst einmal durch den Frühling: weiterlesen

Spring, here we go! // Durch den Frühling mit Aminata Belli, Grazia Fashion Assistant

06.04.2017 um 11.48 – Allgemein Menschen

Nachdem uns gerade erst Paulina von WOS Berlin in die erste Frühlingswoche begleitet hat, steuern wir jetzt schon recht steil auf Ostern zu und genießen jeden Sonnenstrahl und den milden Wind, der uns um die Ohren saust.

Heute haben wir deshalb Aminata Belli aus Hamburg mit an Bord, um weiter Kurs auf die bevorstehenden Feiertage zu nehmen. Genau wie ich ist Aminata ein waschechtes Nordlicht. Ich kenne sie noch aus meiner Zeit in Lübeck und lies es mir nicht nehmen, sie seit ihren Anfängen als Modeassistentin bei der Grazia via Instagram immer wieder auf ihren Abenteuern zu begleiten. Wenn sie gerade einmal keine Interviews für Warner Music hostet oder mit ihren Streetstyles die Modewochen dieser Welt unsicher macht, dreht Aminata Youtube Videos über ihren Afro, ihr Studium an der AMD oder schnackt frei Schnauze über alles, was sie bewegt. You Go Girl! Wirklich wahr. Aber jetzt verrat uns mal: Wie sieht dein Frühling aus? weiterlesen

Spring, here we go! // Durch den Frühling mit Paulina Schulz aka DJ Gigola

23.03.2017 um 11.00 – box2 Menschen

Ich habe dieser Tage endgültig mit dem Winter abgeschlossen und schlecke auch bei gefühlten fünf Grad im März fröhlich mein Eis. Denn: Es ist Frühling (seit Montag, man mag es kaum glauben, sogar hochoffiziell)! Fehlt also nur noch der Sonnenschein. Wir lassen uns aber natürlich nicht demotivieren uns sind voller Vorfreude, Wonne und Gier auf das große und kollektive Erwachen aus dem miesen, tiefen Winterschlaf. Gemeinsam heißen wir den Frühling deshalb ab sofort willkommen und fragen in unserer Serie “  “ nach den besten Tipps, um 2017 wieder richtig in Schwung zu kommen.

Den Anfang macht Paulina Schulz aka. dj_gigola von WOS Berlin, der ich neben den heißesten Second Hand Adressen auch allerhand persönlichen Schick Schnack entlocken konnte. Die angehende Ärztin hat in meinen Augen nicht nur einen eins A Geschmack und noch dazu die lässigste Taschensammlung auf Lager, sondern tauscht auch regelmäßig Stethoskop gegen Headphones, um gemeinsam mit ihrer besten Freundin und DJ-Kollegin Anna die besten Hiip-Hop Parties dieser Stadt zu beehren. Getreu dem Motto „More for the Ladies“ gibt es in solchen Nächten alles von Oldschool bis hin zu Trap oder Funk auf die Ohren. Als wäre das nicht schon genug, arbeitet sie unter Hochdruck mit an der ersten Modekollektion ihres Musiklabels Live From Earth, welche ab Ende März zu erhältlich sein wird. Want, want, want. Worauf die 25-Jährige außerdem im Frühling freut, was sie bei gutem Wetter an den Füßen trägt und wie man jetzt so richtig in die Gänge kommt, erfahrt ihr im Interview: weiterlesen

All Eyes On // Closed Heartbreaker Jeans
feat. Joy Denalane + Interview

15.02.2017 um 12.31 – box1 Mode Musik

Wenn ich an Joy Denalane denke, klingt mir noch immer „Nur mit Dir“ aus dem Jahr 1999 in den Ohren und ich schwelge in wunderschönen Erinnerungen. So eine tolle Stimme ist so ganz und gar nicht leicht zu vergessen und machte die Sängerin mitunter zu einer deutschen Größe des Soul und R’n’B. Starke Stimme, große Gefühle – was für eine Freude, dass Joy uns ab dem 3. März mit ihrem neuen Album „Gleisdreieck“ einen wahren Ohrenschmaus liefert. Der Song „Alles Leuchtet“ ist nur eines der vielen wunderbaren Lieder, die auf uns warten, aber eine ganz besonderes News ereilt und schon jetzt: Zusammen mit Closed präsentiert sie die neue Heartbreaker Jeans, mit der das Hamburger Brand nicht nur Joy und ihre Stimme, sondern auch selbstbewusste Frauen und die Tatsache feiert, dass Mode sich vor allem gut anfühlen muss. Genau das schafft die lässige und gleichzeitig körpernahe Passform laut Joy jedenfalls ohne Weiteres.

Warum der neue Denim Liebling jede Frau zur Herzensbrecherin macht und welche Bedeutung Mode im Allgemeinen für die schöne Berlinerin hat, lest ihr jetzt im Short Chat, für das sich Joy Denalane trotz vollgepacktem Terminkalender ein wenig Zeit freigeschaufelt hat – das Lookbook plus Video gibts obendrauf: weiterlesen

Short Chat // Mit Leyla Piedayesh
„Aufwachen und sich bewegen für eine bessere Zukunft“

10.02.2017 um 12.34 – box2 Gesellschaft Mode

lala berlin persian punk immigrant aw17Leyla Piedayesh, Gründerin von „Lala Berlin„, ist aus der deutschen Modeszene nicht mehr wegzudenken und auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt wie ein bunter Hund – die Dänen gehören inzwischen zur treuesten Kundschaft. Ihre Prints, die leichten Stoffe und Silhouetten, die uns durch Sommermonate tragen und auch das butterzarte Kaschmir für empfindliche Winterhaut, genau wie der urbane Schick des Labels und die starke Persönlichkeit der Designerin machen die deutsche Modebranche seit über 12 Jahren um einiges facettenreicher und internationaler.

In der vergangenen Woche wurde die Herbst/Winter 17/18 Kollektion während der Kopenhagen Fashion Week gezeigt, wobei neben der Mode vor allem ein Statement von Designerin Leyla für Diskussionsstoff sorgte. Die Power Frau, Unternehmerin und Mutter ist vor vielen Jahren aus dem Iran nach Deutschland immigriert und hielt es im Zuge der Proteste gegen das von Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Staatsangehörige überwiegend muslimischer Länder (ingesamt sieben Staaten waren betroffen – Iran, Irak, Syrien, Libyen, Sudan, Jemen und Somalia) für ihre Pflicht, ein schriftliches Statement zu setzen (wir übrigens auch!). Einige Kollektionsteile schwebten außerdem mit Aufrufen wie „Revolution“ oder „Change“ über den Laufsteg. Ihre Meinung darüber, ob Mode politisch sein darf, oder sogar sollte, hat Nike euch bereits mitgeteilt. Was Leyla zu dem Thema zu sagen hat, lest ihr jetzt im Short Chat. weiterlesen

Kolumne //
I am a Quitter.

09.02.2017 um 12.03 – Kolumne Leben

kolumne i am a quitter fabienne sandIch sag’s, wie es ist: Anstiege, die exponentiell verlaufen, waren noch nie mein Ding und nein – ich rede nicht von meiner voll ausgeprägten Dyskalkulie, sondern von dem Unwort sondergleichen welches sich „Karriereleiter“ nennt. Was soll das überhaupt bedeuten, Karriereleiter? Ein „Steil-nach-oben-und-niemals-verweilen“-Prinzip setzt ja voraus, dass es nicht darum geht, bei etwas Schönem zu verweilen, sondern immer nach der nächsten Sprosse zu streben. Wo es dabei hingehen soll, ist ganz klar und zwar an die Spitze zu den Dagobert Ducks, den hyper erfolgreichen und super Perfekten Zu den Alleskönnern unseres Planeten. Ein Berufswunsch steht da vielleicht schon seit der Wahl der Leistungskurse fest, die Unizeit wird mit einem feschen Auslandsaufenthalt aufgepeppt und der Traumjob nach dem Traumpraktikum folgt natürlich prompt. Und was ist mit mir?

Ich ziehe mit Zwanzig schnurstracks in die Hauptstadt. Da ist es eh viel cooler und ich könnte was mit Kunst studieren, denn da war ich mal ganz gut drin. Kein Ziel vor Augen haben und trotzdem bestrebt auf irgendetwas wie Erfüllt- und Glücklich sein hinarbeiten geht nämlich auch, wenn man seinen Weg nicht so richtig plant. Hier und da mal für ein paar Pausen unterbrechen, sich neu orientieren oder verschnaufen, um fix wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen. „Was willst du mal werden, wenn du groß bist?“. Wann muss ich das entscheiden und ab wann bin ich eigentlich groß? Bis heute kann ich keine der drei Fragen beantworten. Aber ich fühle mich ganz fabelhaft dabei. Fast vier ganze Jahre hat es mich gekostet, meine Nase mal hier, mal da hineinzustecken und wieder herauszuziehen, um am Ende vor allem festzustellen, was ich nicht will (was übrigens auch eine wertvolle Erfahrung ist!). Und nun? Nun bin ich im zweiten Monat des Jahres 2017 irgendwo zwischen maximal zufrieden und himmelhoch jauchzend. Und das, obwohl ich eine Aufgeberin bin. weiterlesen