Archiv für den Autor: Fabienne Sand

SPRING, HERE WE GO! // DURCH DEN FRÜHLING MIT KERSTIN WENG, INSTYLE CHEFREDAKTEURIN

20.04.2017 um 12.25 – Allgemein Gesellschaft Leben

Na toll! Das dritte Mal infolge rede ich in dieser Rubrik jetzt schon übers den nahenden Frühling und stelle Fragen über die beste Parklektüre, Sonnencreme und Sandalen, dabei habe ich selbst erst gestern wieder meine North Face Jacke auspacken müssen. Nachdem uns aber jüngst Aminata Belli und Paulina Schulz helfen konnten, den Kopf ein bisschen mehr gen Wärme zu polen, verrät uns heute Kerstin Weng, wie sie sich durch diese sprunghafteste aller Jahreszeiten manövriert.

Seit über einem Jahr ist Kerstin nun Chefredakteurin der InStyle Germany und wer ihren Instagram Kanal noch nicht kennt, sollte ebendiesem schnurstracks einen Besuch abstatten. Auf Wengschondennschon (chapeau für diesen Namen!) bekommt man nicht nur einen kleinen Eindruck von Kerstins persönlichem Geschmack und mutigen Frisuren-Experimenten, sondern darf ab und zu sogar hinter die Kulissen der InStyle Produktion blicken. Jetzt geht es mit der Münchnerin aber erst einmal durch den Frühling: weiterlesen

Spring, here we go! // Durch den Frühling mit Aminata Belli, Grazia Fashion Assistant

06.04.2017 um 11.48 – Allgemein Menschen

Nachdem uns gerade erst Paulina von WOS Berlin in die erste Frühlingswoche begleitet hat, steuern wir jetzt schon recht steil auf Ostern zu und genießen jeden Sonnenstrahl und den milden Wind, der uns um die Ohren saust.

Heute haben wir deshalb Aminata Belli aus Hamburg mit an Bord, um weiter Kurs auf die bevorstehenden Feiertage zu nehmen. Genau wie ich ist Aminata ein waschechtes Nordlicht. Ich kenne sie noch aus meiner Zeit in Lübeck und lies es mir nicht nehmen, sie seit ihren Anfängen als Modeassistentin bei der Grazia via Instagram immer wieder auf ihren Abenteuern zu begleiten. Wenn sie gerade einmal keine Interviews für Warner Music hostet oder mit ihren Streetstyles die Modewochen dieser Welt unsicher macht, dreht Aminata Youtube Videos über ihren Afro, ihr Studium an der AMD oder schnackt frei Schnauze über alles, was sie bewegt. You Go Girl! Wirklich wahr. Aber jetzt verrat uns mal: Wie sieht dein Frühling aus? weiterlesen

Spring, here we go! // Durch den Frühling mit Paulina Schulz aka DJ Gigola

23.03.2017 um 11.00 – Menschen

Ich habe dieser Tage endgültig mit dem Winter abgeschlossen und schlecke auch bei gefühlten fünf Grad im März fröhlich mein Eis. Denn: Es ist Frühling (seit Montag, man mag es kaum glauben, sogar hochoffiziell)! Fehlt also nur noch der Sonnenschein. Wir lassen uns aber natürlich nicht demotivieren uns sind voller Vorfreude, Wonne und Gier auf das große und kollektive Erwachen aus dem miesen, tiefen Winterschlaf. Gemeinsam heißen wir den Frühling deshalb ab sofort willkommen und fragen in unserer Serie “  “ nach den besten Tipps, um 2017 wieder richtig in Schwung zu kommen.

Den Anfang macht Paulina Schulz aka. dj_gigola von WOS Berlin, der ich neben den heißesten Second Hand Adressen auch allerhand persönlichen Schick Schnack entlocken konnte. Die angehende Ärztin hat in meinen Augen nicht nur einen eins A Geschmack und noch dazu die lässigste Taschensammlung auf Lager, sondern tauscht auch regelmäßig Stethoskop gegen Headphones, um gemeinsam mit ihrer besten Freundin und DJ-Kollegin Anna die besten Hiip-Hop Parties dieser Stadt zu beehren. Getreu dem Motto „More for the Ladies“ gibt es in solchen Nächten alles von Oldschool bis hin zu Trap oder Funk auf die Ohren. Als wäre das nicht schon genug, arbeitet sie unter Hochdruck mit an der ersten Modekollektion ihres Musiklabels Live From Earth, welche ab Ende März zu erhältlich sein wird. Want, want, want. Worauf die 25-Jährige außerdem im Frühling freut, was sie bei gutem Wetter an den Füßen trägt und wie man jetzt so richtig in die Gänge kommt, erfahrt ihr im Interview: weiterlesen

All Eyes On // Closed Heartbreaker Jeans
feat. Joy Denalane + Interview

15.02.2017 um 12.31 – box1 Mode Musik

Wenn ich an Joy Denalane denke, klingt mir noch immer „Nur mit Dir“ aus dem Jahr 1999 in den Ohren und ich schwelge in wunderschönen Erinnerungen. So eine tolle Stimme ist so ganz und gar nicht leicht zu vergessen und machte die Sängerin mitunter zu einer deutschen Größe des Soul und R’n’B. Starke Stimme, große Gefühle – was für eine Freude, dass Joy uns ab dem 3. März mit ihrem neuen Album „Gleisdreieck“ einen wahren Ohrenschmaus liefert. Der Song „Alles Leuchtet“ ist nur eines der vielen wunderbaren Lieder, die auf uns warten, aber eine ganz besonderes News ereilt und schon jetzt: Zusammen mit Closed präsentiert sie die neue Heartbreaker Jeans, mit der das Hamburger Brand nicht nur Joy und ihre Stimme, sondern auch selbstbewusste Frauen und die Tatsache feiert, dass Mode sich vor allem gut anfühlen muss. Genau das schafft die lässige und gleichzeitig körpernahe Passform laut Joy jedenfalls ohne Weiteres.

Warum der neue Denim Liebling jede Frau zur Herzensbrecherin macht und welche Bedeutung Mode im Allgemeinen für die schöne Berlinerin hat, lest ihr jetzt im Short Chat, für das sich Joy Denalane trotz vollgepacktem Terminkalender ein wenig Zeit freigeschaufelt hat – das Lookbook plus Video gibts obendrauf: weiterlesen

Short Chat // Mit Leyla Piedayesh
„Aufwachen und sich bewegen für eine bessere Zukunft“

10.02.2017 um 12.34 – box2 Gesellschaft Mode

lala berlin persian punk immigrant aw17Leyla Piedayesh, Gründerin von „Lala Berlin„, ist aus der deutschen Modeszene nicht mehr wegzudenken und auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt wie ein bunter Hund – die Dänen gehören inzwischen zur treuesten Kundschaft. Ihre Prints, die leichten Stoffe und Silhouetten, die uns durch Sommermonate tragen und auch das butterzarte Kaschmir für empfindliche Winterhaut, genau wie der urbane Schick des Labels und die starke Persönlichkeit der Designerin machen die deutsche Modebranche seit über 12 Jahren um einiges facettenreicher und internationaler.

In der vergangenen Woche wurde die Herbst/Winter 17/18 Kollektion während der Kopenhagen Fashion Week gezeigt, wobei neben der Mode vor allem ein Statement von Designerin Leyla für Diskussionsstoff sorgte. Die Power Frau, Unternehmerin und Mutter ist vor vielen Jahren aus dem Iran nach Deutschland immigriert und hielt es im Zuge der Proteste gegen das von Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Staatsangehörige überwiegend muslimischer Länder (ingesamt sieben Staaten waren betroffen – Iran, Irak, Syrien, Libyen, Sudan, Jemen und Somalia) für ihre Pflicht, ein schriftliches Statement zu setzen (wir übrigens auch!). Einige Kollektionsteile schwebten außerdem mit Aufrufen wie „Revolution“ oder „Change“ über den Laufsteg. Ihre Meinung darüber, ob Mode politisch sein darf, oder sogar sollte, hat Nike euch bereits mitgeteilt. Was Leyla zu dem Thema zu sagen hat, lest ihr jetzt im Short Chat. weiterlesen

Kolumne //
I am a Quitter.

09.02.2017 um 12.03 – Kolumne Leben

kolumne i am a quitter fabienne sandIch sag’s, wie es ist: Anstiege, die exponentiell verlaufen, waren noch nie mein Ding und nein – ich rede nicht von meiner voll ausgeprägten Dyskalkulie, sondern von dem Unwort sondergleichen welches sich „Karriereleiter“ nennt. Was soll das überhaupt bedeuten, Karriereleiter? Ein „Steil-nach-oben-und-niemals-verweilen“-Prinzip setzt ja voraus, dass es nicht darum geht, bei etwas Schönem zu verweilen, sondern immer nach der nächsten Sprosse zu streben. Wo es dabei hingehen soll, ist ganz klar und zwar an die Spitze zu den Dagobert Ducks, den hyper erfolgreichen und super Perfekten Zu den Alleskönnern unseres Planeten. Ein Berufswunsch steht da vielleicht schon seit der Wahl der Leistungskurse fest, die Unizeit wird mit einem feschen Auslandsaufenthalt aufgepeppt und der Traumjob nach dem Traumpraktikum folgt natürlich prompt. Und was ist mit mir?

Ich ziehe mit Zwanzig schnurstracks in die Hauptstadt. Da ist es eh viel cooler und ich könnte was mit Kunst studieren, denn da war ich mal ganz gut drin. Kein Ziel vor Augen haben und trotzdem bestrebt auf irgendetwas wie Erfüllt- und Glücklich sein hinarbeiten geht nämlich auch, wenn man seinen Weg nicht so richtig plant. Hier und da mal für ein paar Pausen unterbrechen, sich neu orientieren oder verschnaufen, um fix wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen. „Was willst du mal werden, wenn du groß bist?“. Wann muss ich das entscheiden und ab wann bin ich eigentlich groß? Bis heute kann ich keine der drei Fragen beantworten. Aber ich fühle mich ganz fabelhaft dabei. Fast vier ganze Jahre hat es mich gekostet, meine Nase mal hier, mal da hineinzustecken und wieder herauszuziehen, um am Ende vor allem festzustellen, was ich nicht will (was übrigens auch eine wertvolle Erfahrung ist!). Und nun? Nun bin ich im zweiten Monat des Jahres 2017 irgendwo zwischen maximal zufrieden und himmelhoch jauchzend. Und das, obwohl ich eine Aufgeberin bin. weiterlesen

How to survive the Wintertief //
Mit Miriam Kugland

31.01.2017 um 9.17 – Leben Menschen

leaodette miriam KuglandOhje, der Januar ist vorbei und da sind wir nun – vollends angekommen in Schneetreiben und Neujahrspleite und voller heißer Vorfreude auf wärmere Tage, mehr Sonne und im besten Fall ein bisschen Urlaub. Während ich zwischen Bibliothek und Schreibtisch switche, ertappe ich mich dabei, immer mal wieder auf gängigen Flugseiten nach Feriendomizilen für die vorlesungsfreie Zeit Ausschau zu halten. Diese scheinen allerdings angesichts wachsender To Do Listen und anstehender Klausuren noch meilenweit entfernt.

Auch mithilfe von Instagram kann man sich zumindest gedanklich ganz leicht an warme Strände,  blaue Poolsides oder hübsche Städtchen katapultieren, sollte einem das Einheitsgrau in der Welt da draußen dann doch einmal zu viel werden. Genau so bin ich vor knapp zwei Jahren auch auf den wundervollen Feed von Miriam Kugland aka. Leaodette gestoßen. Die Urberliner Pflanze mit kameruneschen Wurzeln hat nicht nur ein Händchen fürFotografie und einen hervorragenden Geschmack, sie ist für mich auch immer wieder eine Inspirations- und Motivationsquelle, wenn es um ‚Equal Rights‘, soziales Engagement und die ‚Black Lives Matter‘ Bewegung geht. weiterlesen

Black Girl Confessions //
Von Afrostolz und Alltagsrassismus

24.01.2017 um 13.09 – Beauty Gesellschaft Leben

afro proudMeine Heimat als Kleinstadt zu bezeichnen, wäre untertrieben, aber Menschenmassen und Diversität hat dieser Ort trotzdem nicht zu bieten. Auch wenn all’ meine Freund*innen und ich es lieben, in der Weihnachtszeit oder den Sommermonaten die mittelgroße Perle im Norden und Mamas Gästebett aufzusuchen, atme ich nicht selten erleichtert auf, wenn ich den historischen Stadttoren wieder den Rücken kehre.

Als Women of Colour war Aufwachsen fernab der Großstadt, besonders in der Retrospektive, ein gar nicht so leichtes Unterfangen. Ich ließ in der vierten Klasse unter Tränen eine chemische Glättungskur über mein Haar ergehen und entschied mich, nachdem einige Lehrer meine Frisur als ungepflegt betitelten, meine verletzten Locken für die gesamte Mittelstufe unter einem Jeans-Bandana zu verstecken. Mit 17 war es endlich so weit: Free the Fro! Endlich fühlte ich mich sicher und gut mit meinem Schopf, lernte wie es ihn zu pflegen gilt und sauge seitdem begeistert alle Natural Hair Tipps auf, wie mein durstiges Haar die pflanzlichen Öle. Auf den Straßen von Lübeck sorgte das große, braune Etwas in der Regel für interessierte Blicke und verunsichertes Nachfragen. Meine Haare blieben etwas besonders, weil selten und auffällig. Obwohl ich mich heute prima mit Haut und Haar fühle, ist und bleibt mein Afro ein intimes und emotionales Thema, von dem ich das Gefühl habe, es von Zeit zu Zeit immer noch ein Stückchen besser zu verstehen. weiterlesen

How to Survive the Wintertief //
Mit Johanna Warda

17.01.2017 um 12.00 – Menschen

Collage_Fabienne_Fotocredit_MarieFröhlich

Da sind sie wieder. Diese nie enden wollenden, grauen und kalten Wintermonate, über deren Existenz wir uns erst nach Weihnachtsstress und Jahreswechsel richtig bewusst werden. Im Dezember hat noch alles geglitzert und geleuchtet. Die fröhlichen Festtage standen kurz bevor, die Stimmung stets glühweintrunken und heiter. Doch jetzt scheint der Frühling weiter entfernt denn je und im besten Fall geht es dann im Februar nochmal richtig los mit dem Dreckswetter. Adieu fröhliche Feiertage – Welcome Wintertief und Weltschmerz, Trübsaalblasen, Grübeln und Leiden. All das fällt bei allgegenwärtiger Miesgelauntheit nämlich besonders leicht.

Die ewig guten Vorsätze und Gefühlsduseleien des Silvesterabends hängen uns noch nach und das Jahr scheint nur schleppend wieder in den gewohnten Rhythmus zu kommen (die richtigen Tipps hat Sarah für euch hier schon zusammengestellt). Während viele sich mit UV-Lampen eindecken und ich regelmäßig mit dem Gedanken spiele, dem Solarium meines Vertrauens einen kurzen Besuch abzustatten (Pssst! Ungesund, aber soll ja helfen!), ist es manchmal auch großartig, sich an seinem Lieblingsort zu verstecken und die Welt da draußen einfach „Welt da draußen“ sein zu lassen. Bloß kein schlechtes Gewissen beim Fläzen auf der Couch. Der Frühjahrsputz kann warten, sich ums eigene Seelenheil kümmern ist wichtiger denn je. Hierzu habe ich Johanna Warda mit Fragen und Tipps gegen düstere Winterstimmung gelöchert. weiterlesen

HEROINES // Tania Boler, Erfinderin von Elvie, im Interview: „Learn your body,
love being a Woman“

elvie

Prolapse? Blasenschwäche? Beckenbodenmuskulutatur? Ehrlich gesagt alles Themen, mit denen ich mich bisher niemals auseinandergesetzt hatte. Ist was für Omis, dachte ich. Wenn es beim Pilates dann doch mal hieß „Denkt an das Powerhouse!“, habe ich immerhin geahnt, dass hier wohl auch der Beckenboden mit dazugehört. Mehr aber auch nicht. Das änderte sich allerdings schlagartig, als ich von „Elvie“ hörte. Und von dessen Erfinderin: Tania Boler. Als Co-Gründerin und CEO des Unternehmens Chairo, das sich auf technische Entwicklungen von Frauen für Frauen spezialisiert hat, launchte sie im Herbst 2015 einen possierlichen, türkisfarbenen Personal Trainer für den Unterleib, mit dem Frau sich durch regelmäßiges Training selbstständig zu einem kräftigeren Rumpf, gesünderem Rücken und womöglich sogar besserem Sex verhelfen kann – und der tatsächlich ein bisschen süchtig macht. In etwa so wie damals Snake auf dem Nokia 3210. Es gibt nämlich eine dazugehörige Elvie-App, aber dazu später mehr.

Als ich jedenfalls herausfand, dass wir es hier außerdem mit einer international anerkannten Expertin im Bereich der Frauengesundheit mit Hochschulabschlüssen von Oxford und Stanford sowie einem Doktortitel in sexueller und reproduktiver Gesundheit zu tun haben, die ganz nebenbei auch noch Teamleiterin für HIV Prävention bei der UNESCO war, Frauenrechtlerin und zweifache Mutter ist, stand unsere erste HEROINE des Jahres auch schon fest. Für euch folgte ich also schleunigst einer virtuellen Verabredung mit der fabelhaften Tania und sprach mit ihr über Elvie, innere Stärke und eines der vielleicht emotionalsten Themen für Frauen: Unsere Vaginas und was wir für sie tun können. weiterlesen