Archiv für den Autor: Julia Korbik

Wonder Woman // Gegen Sexismus ist selbst eine Superheldin machtlos

20.06.2017 um 10.29 – Feminismus Film

Die Erwartungen an Wonder Woman waren hoch: Ein Film über eine Superheldin und dann auch noch gedreht von einer Frau? Verrückt aber wahr: Diese Kombination funktioniert richtig gut!

Ehrlich gesagt: Ich hatte Angst, mir diesen Film anzuschauen. Ich hatte mich zu lange auf ihn gefreut, die Erwartungen waren turmhoch. „Und wenn der jetzt mies ist?“, dachte ich noch, als ich mich im Kinosessel niederließ. Schließlich sollte Wonder Woman beweisen, dass die Menschen sehr wohl über 90 Minuten lang eine Superheldin als Hauptperson auf der Leinwand sehen wollen und dass sie das wollen, obwohl eine Frau – Patty Jenkins – hinter der Kamera stand. Außerdem sollte Wonder Woman irgendwie feministisch, unterhaltsam und klug sein und dem sogenannten cinematic universe von DC Comics zu einem Comeback verhelfen. Sonst noch was? weiterlesen

Frauen in Führungspositionen – wer will denn schon eine Quotenfrau sein?

14.06.2017 um 16.37 – Gesellschaft Kolumne Leben


Geht es um Frauen in Führungspositionen und die Frauenquote, kommt ganz schnell das Argument: Aber es gibt doch auch furchtbare Führungsfrauen! Das stimmt – greift aber zu kurz. Ein paar Überlegungen.

Immer mal wieder ploppt sie auf: die Diskussion um Frauen in Führungspositionen und damit verbunden die Diskussion um die Frauenquote. „Bist du etwa für die Quote?“, werde ich oft gefragt und stets klingt es so, als sei das etwas grundsätzlich Verwerfliches. Etwas, das man per se nicht gut finden darf, weil es nach Bevorzugung klingt, nach Privileg. „Ja“, antworte ich auf die Frage, „ich bin für die Frauenquote. Weil sich ohne sie einfach nie etwas ändern wird.“ Nicht selten zieht mein Gegenüber daraufhin die Augenbrauen zusammen: „Aber… Wer will denn schon Quotenfrau sein?“

Die Antwort darauf lautet natürlich: Niemand. Das liegt auch daran, dass einige der Quotenfrauen nicht unbedingt als Vorbild für andere Frauen mit Führungsambitionen taugen. Das weiß ich aus anekdotischen Berichten von Freund*innen und Bekannten, aber ebenso aus eigener Erfahrung. Schon oft habe ich erlebt, dass Frauen in Führungspositionen es nicht unbedingt besser machen als ihre männlichen Kollegen. Sie haben nicht automatisch mehr Verständnis für die Anliegen der weiblichen Angestellten und sie fördern auch nicht automatisch den Aufstieg anderer Frauen. weiterlesen

Commencement Speeches // 5 Reden von 5 Frauen, die echte Lebensweisheiten bieten

06.06.2017 um 8.30 – Allgemein Feminismus Leben

Mai ist nicht nur der Wonnemonat, sondern auch der Monat, in dem viele der sogenannten Commencement Speeches gehalten werden: Reden, gerne von Promis, vor frischgebackenen College-Absolvent*innen. Eine gute Gelegenheit, sich inspirieren zu lassen – zum Beispiel von Shonda Rhimes und J. K. Rowling.

Als ich im Dezember 2012 mein deutsch-französisches Doppeldiplom in Empfang nahm, wurden zwar ein paar Reden geschwungen – so richtig einfallsreich waren die aber nicht. Immerhin wurde uns Neu-Diplomierten nicht ernsthaft prophezeit, mit einem Diplom à la IEP Lille (meine Universität) würde sich quasi automatisch ein Topjob finden. So geschehen bei einer Freundin, die ihr Diplom zwei Jahre früher machte als ich und sich noch heute mit Schaudern an diesen Moment universitärer Überheblichkeit erinnert. Statt Jobgarantien gab es bei uns nur Regenschirme, auf denen der Name unseres Jahrgangs, George Orwell, abgedruckt war. Im Nachhinein eine erstaunlich treffende Wahl, denn wer würde besser zum modernen Dasein zwischen Alternative Facts, Fake News und Comeback der Diktatur passen als der Autor des dystopischen Romans 1984? weiterlesen

Ein paar Gedanken
zum Thema „Emanzipation“

24.05.2017 um 11.45 – Feminismus Leben

Vor einiger Zeit wurde ich von einem Frauenmagazin interviewt. Es ging darum, was Frausein im Jahr 2017 bedeutet, um Gleichberechtigung. Und natürlich ging es auch um Feminismus, um meinen Weg dahin.

Ich berichtete, dass meine Eltern im heimischen Herne schon das traditionelle Ernährer-Modell gelebt hätten: Mein Papa war Ingenieur und verdiente das Haupteinkommen. Meine Mama setzte nach der Geburt meiner Schwester und mir beruflich erstmal ein paar Jahre aus, nur ihre Wirbelsäulengymnastik-Kurse leitete sie weiter. Später stieg sie dann wieder in ihren Job in der Verwaltung eines großen Revierparks (so heißt das im Ruhrgebiet) ein, arbeitet seitdem Teilzeit. „Aha“, sagte sie Journalistin am anderen Ende der Leitung, „Sie sind also deshalb Feministin geworden! Weil sie sich von dem traditionellen Beziehungsmodell, das ihre Eltern repräsentieren, emanzipieren wollten.“  weiterlesen

Die Serie The Handmaid’s Tale ist verstörend
– und unheimlich gut

18.05.2017 um 8.00 – Feminismus Film Gesellschaft

Ehrlich gesagt: Ich hatte Angst, mir diese Serie anzugucken. Weil das Buch, auf dem die Serie basiert, zu meinen Lieblingsbüchern gehört und darin jedes Wort, jeder Satz perfekt ist. Weil es Anfang der 1990er bereits eine Verfilmung von The Handmaid’s Tale gab und ich die ziemlich misslungen fand. Aber nachdem die Hulu-Serie mit Elisabeth Moss (Peggy aus Mad Men) in der Hauptrolle monatelang angeteasert wurde, konnte ich nicht widerstehen. Ich schaltete ein – und bin froh darüber.

Denn The Handmaid’s Tale ist so mit das Beste, was die übergroße Serienlandschaft gerade zu bieten hat. Das liegt vor allem an der Dringlichkeit und Aktualität, die die Serie vermittelt, daran, dass sie die Frage nach dem „Was wäre, wenn…?“ so eindrücklich und schonungslos beantwortet. Die Geschichte selbst spielt in der nahen Zukunft, in der Republik Gilead: Durch nukleare Katastrophen ist ein Großteil der US-Bürger*innen unfruchtbar geworden, die Geburtenrate sinkt dramatisch. Es kommt zu einem Staatsstreich durch die christlich-fundamentalistische Gruppe Sons of Jacob, die den Präsidenten sowie den gesamten Kongress ermordet, die Verfassung außer Kraft setzt und die Republik Gilead auf dem Territorium der ehemaligen USA errichtet. In atemberaubendem Tempo wandeln die Sons of Jacb das Land in eine christliche Militär-Diktatur um, in der Frauen keine Rechte haben. Die neuen Gesellschaftsstrukturen orientieren sich an Stellen aus dem Alten Testament und weisen allen Menschen bestimmte Rollen zu. Die herrschende Klasse hält sich sogenannte Handmaids: fruchtbare Frauen, die den jeweiligen Haushalten – bestehend aus einem Commander und dessen Frau – zugewiesen werden, um ihnen Kinder zu gebären. weiterlesen

Top 10 Podcasts,
die uns ein bisschen schlauer machen.

10.05.2017 um 11.12 – Feminismus Gesellschaft Kunst

Ob in der Bahn oder in der Badewanne: Podcasts lassen sich überall hören und machen uns im besten Fall auch noch ein bisschen schlauer. So wie diese zehn, die feministische Themen behandeln.

Ganz ehrlich: Podcasts und ich, das war nicht sofort die ganz große Liebe. Lange Zeit rollte ich nur genervt mit den Augen, wenn jemand mir mal wieder sagte, dass ich diesen Podcast aber wirklich unbedingt mal ausprobieren muss. Mittlerweile habe ich aber ein paar Podcasts gefunden, die ich mag und mehr oder weniger regelmäßig höre. Wenig überraschend finden sich darunter einige, die von Frauen gemacht werden und sich, auf ganz unterschiedliche Arten, mit Feminismus, Emanzipation und Gleichberechtigung beschäftigen. Hier sind also ein paar, ganz subjektive, Lausch-Empfehlungen: weiterlesen

Buch-Tipp // „The Second Sex“ – Warum Simone de Beauvoirs Klassiker moderner und wichtiger ist, als viele denken.

03.05.2017 um 10.02 – Buch Feminismus Mode

Ein paar Wochen erst ist es her, dass das knallgelbe The Second Sex-Shirt aus der KDG x Jane Wayne-Kollektion in meinem Schrank gelandet ist und schon verbinde ich wunderbare Erlebnisse mit diesem Kleidungsstück. Zum Beispiel dieses: Beim Besuch in meiner geliebten Heimatstadt Herne stand ich mit meiner Mama im Buchladen unseres Vertrauens und suchte nach Geschenken für Freund*innen und Bekannte. Ich empfahl meiner Mama diverse Bücher, holte sie aus dem Regal und präsentierte sie. Als meine Mama ein paar Regale weiterging, sprach mich plötzlich eine Frau von der Seite an: „Bedienen Sie?“. Nach einem kurzen Moment der Verständnislosigkeit dämmerte es mir: Sie hielt mich für eine Mitarbeiterin! Das lag nicht nur an dem Dialog mit meiner Mama („Hier, das ist wirklich super!“), sondern auch an besagtem knallgelben T-Shirt, auf dem nun mal fett ein Buch prangt.

„Niemand ist den Frauen gegenüber arroganter, aggressiver oder verächtlicher als ein in seiner Männlichkeit verunsicherter Mann.“ (Das andere Geschlecht) weiterlesen

Drei politische Dokus für graue Tage

26.04.2017 um 11.00 – Film Gesellschaft

Von eine nervösen Republik bis hin zur Geschichte Europas.

Ostern ist gerade erst vorbei, da steht am 1. Mai schon der nächste Feiertag an. Und da das Wetter in Berlin zu wünschen übrig lässt (ernsthaft, wo ist der Frühling?) ist es nicht schlecht, ein paar gemütliche Aktivitäten zu Hause zu planen. Zum Beispiel Dokus gucken, ein besonderes Hobby von mir. Hier sind drei Dokus über politische Themen, die ich in letzter Zeit geguckt und für gut befunden habe. weiterlesen

Marine Le Pen & Frauke Petry – Rassistinnen, aber keine Feministinnen

20.04.2017 um 11.18 – Feminismus Gesellschaft

Marine Le Pen ist Feministin – zumindest gibt sie sich so. Aber Obacht: Nur, weil Feminismus draufsteht, ist noch lange kein Feminismus drin.

Letztens unterhielt ich mich mit einer französischen Freundin über das mehr oder weniger beängstigende Spektakel, das uns dieses Wochenende droht: die französischen Präsidentschaftswahlen. Durch einen überraschenden Endspurt des Radikallinken Jean-Luc Mélenchon ist das Ergebnis des ersten Wahlgangs noch ergebnisoffener als vor ein paar Wochen – ich rechne aber trotzdem mit dem Schlimmsten. Und das bedeutet in diesem Fall eine starke Marine Le Pen. „Immerhin“, sagte meine Freundin und zwinkerte, „ist Marine eine große Feministin!“ Zumindest behauptet die Front National-Politikerin das von sich selbst. Ein Sieg Marine Le Pens, ein Sieg für die Frauenrechte? Mitnichten. weiterlesen

Kann man als Erwachsener noch Sprachen lernen?

18.04.2017 um 15.23 – Leben

Damals war das alles irgendwie einfacher: Fremdsprachen lernen musste in der Schule jede*r, Hausaufgaben, Tests und Klassenarbeiten sorgten für einen – wenn auch oft unfreiwilligen – Lernfortschritt. An (deutschen) Universitäten ist ein breit gefächertes Fremdsprachen-Angebot normal, wer will, kann dienstags Spanisch lernen und donnerstags Arabisch. Aber dann beginnt das, was man Berufsleben nennt und Fremdsprachen lernen ist plötzlich gar nicht mehr so einfach.

Ich muss es wissen: Seit vier Jahren lerne ich Italienisch. Oder versuche es zumindest. Einmal pro Woche schleppe ich das Buch mit dem fröhlichen Titel Con piacere (dt. Mit Vergnügen) in die Schöneberger Volkshochschule, um dort mit anderen Lernwilligen das passato prossimo und kombinierte Pronomen zu üben. Eigentlich wollte ich Italienisch schon an der Uni lernen – nur so, weil ich Lust darauf hatte. Aber im Kurs war kein Platz mehr frei, und so versuchte ich es eben mit Spanisch. Kann ja nicht so schwer sein, dachte ich, schließlich spreche ich fließend Französisch. War aber doch schwerer als gedacht, vor allem, weil ich zu faul zum Lernen war und französische Vokabeln einfach spaniisierte („Wenn ich statt dem e ein o einsetze, ist das doch sicher Spanisch?“). Eine strenge Lehrerin mit obskuren Regeln („Keine Flip Flops im Unterricht, kein Küssen!“) und die Tatsache, dass ich à la française ständig alle Wörter fließend miteinander verbinden wollte statt sie getrennt auszusprechen, trugen ebenfalls dazu bei, dass aus Spanisch und mir keine Freund*innen wurden. weiterlesen

Buch-Tipp //
‚Why I am not a Feminist‘ von Jessa Crispin

05.04.2017 um 10.51 – box1 Buch Feminismus

Zu individualistisch, zu wenig radikal: In ihrem Buch Why I Am Not a Feminist rechnet die amerikanische Autorin Jessa Crsipin mit dem Mainstream-Feminismus ab – und liefert jede Menge Denkanstöße.

Viele Menschen haben ein Problem mit Feminismus: Sie denken an das als „unpraktisch“ empfundene Gendern der Sprache, an längst überholte Forderungen und keifende Frauen. Die Autorin Jessa Crispin, Gründerin des bekannten amerikanischen Blogs Bookslut, hat ein ganz anderes Problem mit Feminismus: dass er seine eigentliche Mission verraten hat und zu einem Lifestyle geworden ist. „Somewhere along the way toward female liberation, it was decided that the most effective method was for feminism to become universal“, schreibt Crispin in ihrer Polemik Why I Am Not a Feminist: A Feminist Manifesto. Allerdings habe man dabei vergessen, dass „for something to be universally accepted, it must become as banal, as non-threatening and ineffective as possible.” weiterlesen

Thinx „Period Underwear“ – ein feministisches Unternehmen, das frauenfeindlich agiert?

29.03.2017 um 11.38 – Feminismus

Unterhosen, die Menstruationsblut einfach aufsaugen: Das ist die Idee hinter Thinx – ein Unternehmen, das auf feministische Botschaften und empowernde Haltung setzt. Jetzt stellt sich heraus, dass die Arbeitsverhältnisse bei Thinx alles andere als frauenfreundlich sind.

Das Ganze klingt wie ein modernes Märchen: Junge Frau hat eine bahnbrechende Idee, junge Frau gründet ihr eigenes Unternehmen, junge Frau verbessert mit der bahnbrechenden Idee das Leben von Mädchen und Frauen weltweit. So in etwa lautet die Geschichte von Thinx, dem US-Unternehmen, das sogenannte „period underwear“ herstellt – also saugfeste Unterwäsche, die Tampons und Binden überflüssig machen soll. Gegründet wurde es 2015 von Miki Agrawal, die seitdem als feministisches Vorbild gilt. Agrawal verbreitet ihre empowernden Botschaften auf Konferenzen und in Interviews: Die Menstruation ist nichts, wofür man sich schämen muss! Neben Unterhosen stellt Thinx mittlerweile auch Bio-Tampons und wiederverwendbare Tampon-Einführhilfen her und hat eine Partnerschaft mit dem ugandischen Unternehmen Afripads etabliert: Dieses produziert wiederverwendbare Binden und verteilt sie an die dortigen Mädchen und Frauen. So weit, so inspirierend.

Doch offenbar ist Thinx nicht ganz das feministische Traumunternehmen, als welches Agrawal es darstellt. Ja, Thinx will das Leben von Mädchen und Frauen weltweit verbessern – das der eigenen (überwiegend weiblichen) Angestellten aber eher nicht. In den letzten Tagen sind mehrere Thinx-Angestellte an die Öffentlichkeit gegangen: Sie berichten von einem vergifteten Arbeitsumfeld und einer Chefin, die ihren Teil dazu beiträgt. Eine Angestellte erinnert sich: „Es war wirklich wie in einer Missbrauchs-Beziehung. Und ich benutze diesen Vergleich nicht leichtfertig… (…) Jeden Morgen aufzuwachen und nicht zu wissen, wie du an diesem Tag behandelt werden wirst, das ist wirklich ziemlich schrecklich.“ weiterlesen

„Meiner ist so groß“
Schon wieder bin ich belästigt worden und habe nichts gesagt

21.03.2017 um 10.07 – Allgemein

Mal wieder ist es passiert. Und mal wieder stelle ich mir Fragen.

Letzte Woche stand ich abends mit zwei männlichen Freunden an einer Berliner U-Bahn-Station. Die Jungs verabschiedeten sich und stiegen in ihre Bahn, ich wartete auf meine. Stöpsel im Ohr, Musik auf den Ohren, nur noch zwei Minuten Warten. Dann schob sich ein Mann in mein Blickfeld. Er stand direkt vor mir und redete auf mich ein. Musik sei Dank verstand ich kein Wort, wollte aber nicht unhöflich sein – vielleicht hatte der Mann ja eine Frage – und nahm die Stöpsel aus den Ohren. Der Mann sprach und ich verstand ihn nicht. „Bitte?“, sagte ich und diesmal war seine Antwort klar verständlich: „Ich will dich ficken.“ Und: „Meiner ist so groß“, untermalt von entsprechenden Handbewegungen.

In diesem Augenblick hatte ich keine Angst, ich fühlte mich nicht eingeschüchtert – in Rufnähe warteten mehrere Leute ebenfalls auf die U-Bahn. Aber ich war unglaublich wütend. Erst auf den Mann, der seltsam weggetreten und teilnahmslos wirkte (Drogen? Alkohol?). Dann auf mich, weil ich einfach nichts sagte, meine Stöpsel zurück ins Ohr stopfte und stur vor mich hinstarrte, bis die Bahn kam. In der Bahn schickte ich eine Nachricht an meine Schwester, schilderte ihr, was geschehen war. Ihre Empörung konnte ich förmlich durchs Handy spüren. Und ich? Ich war nicht empört. Nur irgendwie… leer. weiterlesen

Happy Birthday, Buffy!
Warum die Serie heute genauso modern ist wie 1997

14.03.2017 um 10.38 – box2 Feminismus Film

Buffy – Im Bann der Dämonen ist 20 geworden. Von Falten aber keine Spur: Die Serie ist heute noch genauso modern wie 1997.

In Horrorfilmen sind die blonden, hübschen Frauen meistens die Ersten, die laut kreischend eines gewaltsamen Todes sterben. Nicht so Buffy, die in der gleichnamigen Serie furchtlos Vampire und andere Monster kalt machte. Pflock in der Hand, Entschiedenheit im Blick – mit Buffy ist nicht zu spaßen. weiterlesen

Am 8. März ist Weltfrauentag – Es geht nicht um Sonderrechte, sondern um Menschenrechte

07.03.2017 um 8.00 – Event Events Feminismus

Foto: @theskatekitchen

Alle Jahre wieder… kommt der Weltfrauentag. Und mit ihm die stets gleichen Missverständnisse.

Letztes Jahr habe ich zum Weltfrauentag Pralinen bekommen. Von Lindt, gute Qualität. Dazu noch eine Rose, weil, Rose geht ja immer. Facebook gratulierte mir: „Alles Gute zum Weltfrauentag, Julia!“. Eine Bekannte berichtete mir, in der politischen Einrichtung, für die sie arbeitet, hätte man den weiblichen Angestellten zum Weltfrauentag Make-up geschenkt. All das wirft die Frage auf: Wann genau ist der Weltfrauentag eigentlich zu einer Mischung aus Valentinstag („Schenk ihr Pralinen!“) und Muttertag („Sag Mama mal wieder, wie toll sie ist!“) mutiert? weiterlesen