Archiv für den Autor: Nike Jane

Über Nike Jane

Nike van Dinther, 27, Co-Founder & Editor in Chief. @nikejane

LADIES TALK // #Pantychallenge
– das sauberste Höschen gewinnt

22.06.2017 um 12.10 – Feminismus Gesellschaft Leben

Gestern Abend bei einem Event, der Tag stecke mir eigentlich noch in den Knochen, traute ich meinen Ohren nicht. Binnen weniger Gesprächsfetzen war ich nicht nur hellwach, sondern auch doppelt fertig und in Sorge. Um die psychische Konstitution einer halben Generation. Was das für ein abscheulicher Trend sei, der da gerade das Internet flute, schimpfte mein Gegenüber. Und auch ich traue es mich ja kaum niederzuschreiben. Klingt beschmindert, ist aber wahr: Die #Panty- oder auch #PussyChallenge ist, bzw. war für einen kurzen Moment in vollem Gange. Bitte was? Ja, genau. Die Scheiden-Herausforderung (mit besten Grüßen an Giulia Becker). Die Autorin hatte gerade erst versucht, Sexismus mit musikalischer Satire zu bekämpfen und könnte dieser Tage glatt einen weiteren Songtext schreiben, der da heißen könnte: Ich habe einen Scheidenschleim.

Bah, igitt, denken jetzt viele. Aber so ein Ausfluss ist nicht nur völlig normal, sondern auch hilfreich. weiterlesen

Wish List July //
Nur der Park, das Buch & Ich

22.06.2017 um 9.54 – Buch Mode Shopping

Die allermeisten Jahre meines Lebens habe ich in der Annahme verbracht, Alleinsein mache einsam und überhaupt keinen Spaß. Ohne Freunde in den Park? Um Himmels Willen, nahezu undenkbar. Und überhaupt – wie Kaugummi klebte ich am Rudelmenschdasein, je mehr Besuch, desto besser. Ehrlich gesagt ist das bis heute sehr ähnlich, bloß mit dem Unterschied, dass ich inzwischen weiß: Bewusstes Alleinsein kann die reinste Wonne sein! Und manchmal, wenn eine ganze Woche lang viel los war, dann mache ich mich heimlich vom Acker, auf allen Kanälen. „Handy verschlampt“, „Weg nicht gefunden“, „Brechdurchfall“. Obwohl – das war mal. Heute darf es nicht nur ein wenig angenehme Einsamkeit, sondern auch Ehrlichkeit sein: Tschau Leute, ich möchte während der nächsten Stunden mit niemandem außer meinem Buch abhängen. Im Juli brauche ich sogar noch ein wenig mehr Freiheit als gewöhnlich. Das versteht nicht jeder. Freude aber schon. Vor allem, wenn danach doch noch eine gemeinsame Limo winkt.  weiterlesen

Outfit // Für mehr Kontakt-Obst im Alltag

22.06.2017 um 9.28 – Outfit Wir

Ich habe das Gefühl, es ist Zeit für eine neue Runde Fashion Tales. Bald dann! Denn was man alles so erlebt, wenn man lustige, große, beträchtliche oder auch saukomische Ohr-Clips trägt, passt ja auf keine Kuhhaut. Im besten aller Sinne! Die Leute freuen sich, stupsen die Dinger an, finden endlich wieder den Spaß an der Mode wieder (auch man selbst, mit tellergroßen Strohblumen am Ohr kann man sich schließlich nicht allzu ernst nehmen). Aber das Beste ist: Man kommt ins Gespräch – aber mit Leuten, die man gar nicht kennt. Und ich finde ja, das fehlt den Deutschen irgendwie. Während ich bei meinen Besuchen in New York etwa kaum eine Subway-Fahrt ohne netten statt nervigen Smalltalk hinter mich bringe, starren die meisten Berliner Ubahn-Gäste bloß kollektiv auf ihre Smartphones. Vielleicht auch, um ganz bewusst jeden persönlichen Austausch zu vermeiden. Als würden Fremde beißen.

Ein Freund von mir hat mir einst von der sogenannten Kontakt-Zitrone erzählt. Die nahm er immer mit zum Feiern in den Club und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Mit einer Zitronen in der Hand bedarf es keiner schnöden Anmache oder mutiger Sprüche, um temporäre Tresen-Freundschaften zu schließen. Das passierte von ganz allein, es gab ja ohnehin einen gelben Grund zu quatschen. Clever finde ich das, bis heute. Und ich entdecke da durchaus parallelen zu meinen neuen Contact-Clips: weiterlesen

TLC – „Haters“ // People gonna say what they say, but we don’t care about that anyway

21.06.2017 um 12.20 – Musik

»Waterfalls«, »No Scrubs«,»Creep«,»Unpretty« – ich weiß nicht, wie es euch geht, aber es muss bloß ein einziger dieser Tracks laufen, um mich ganz Nostalgie-besoffen zu machen. Irgendetwas hat das Tomboy-Trio rund um Lisa »Left Eye« Lopes, Tionne »T-Boz« Watkins und Rozonda »Chilli« Thomas schon damals anders gemacht, vielleicht sogar besser. Die drei Musikerinnen sangen und sprachen über die Selbstbestimmung der Frau, wetterten gegen Schönheitsideale und setzen modische Statements, denen am Ende eine halbe Generation folgte. So sehr ich das Wort normalerweise auch meide, in diesem Fall fällt mir kein passenderes ein: Cool waren sie vor allem, die Amerikanerinnen aus Atlanta, die vor ihrem Label-Wechsel noch als 2nd Nature auftraten. Und das trotz überbordendem Mainstream-Erfolg: Mit 65 Millionen verkauften Alben, zehn Top-10- und vier Nummer-1-Singles gehören TLC bis heute zu den erfolgreichsten und einflussreichsten Girlgroups aller Zeiten. 2002 aber, sieben Monate vor der Veröffentlichung des vorerst letzten TLC-Albums »3D«, kam „Left Eye“ bei einem Autounfall ums Leben; es wurde ruhig um das verbliebene Duo. Bis sich Chilli und T-Boz schließlich einen Ruck gaben, auch für ihre verstorbene Freundin. 2015 erschein dank einer Crowdfunding-Aktion das erste TLC-Album seit 15 Jahren.

Die mittlerweile dritte Singleauskopplung nennt sich HATERS und widmet sich einem aktuellen Thema, über das wir im Zeitalter der Web-Anonymität im Grunde viel häufiger sprechen müssten. Vor allem mit jungen Usern, aber auch mit unseren Geschwistern und Freunden : Internet-Mobbing. weiterlesen

JW x Swatch // Habt ihr eigentlich genug Zeit für das wilde Leben, Janes?

21.06.2017 um 10.35 – Janes Wir

Mit seiner SKIN Collection bringt das Schweizer Unternehmen SWATCH elf federleichte neue Uhrenmodelle auf den Markt, die nicht belasten, sondern erinnern wollen: Auch daran, wie wichtig es ist, Vertrauen in sich selbst zu haben. In das eigene Bauchgefühl, verrückte Ideen, einmalige Chancen und wilde Träume. Das dazugehörige Credo #YOURMOVE steht also womöglich vor allem für den Mut, Entscheidungen anzunehmen, die nicht der Kopf allein, sondern vielmehr das Gefühl trifft. Weil Zeit nunmal vergänglich ist und die Sehnsucht nach echten Momenten oft mehr wiegt als jede Vernunft.

Dieser Ansatz gefällt uns natürlich sehr – was auch unser langjähriger Partner SWATCH ahnte und deshalb im Rahmen der SKIN Kampagne von uns wissen wollte, wie es denn eigentlich um Sarahs und meine Stunden, Minuten und Sekunden bestellt sei. Überraschenderweise recht gut. Aber ein einfacher Weg war das keineswegs und angekommen sind wir womöglich auch nur, um bald schon wieder aufzubrechen: weiterlesen

Können Männer und Frauen wirklich keine Freunde sein?

20.06.2017 um 14.32 – Gesellschaft Kolumne Leben Wir

Der effekthascherische Titel dieses Textes, nämlich „Können Männer und Frauen wirklich keine Freunde sein?“ kann an sich ja schon nicht ernst gemeint sein. Eine Quatschfrage ist das, und Heidenei, was soll überhaupt diese plötzliche Herumreiterei auf normierender Geschlechterordnung? Nicht sehr 2017, ganz genau. Und dennoch, so schwant mir, haben wir es bis heute nicht gänzlich geschafft, uns von zu großen Teilen relativ offensichtlich reinsozialisierten Befangenheiten zu emanzipieren. Mädchen gegen Jungs, Rosa gegen Blau, Hollywood, Pipapo. Das weiß ich allerspätestens seit ich mit dem besten Freund einer Freundin zum Tennisspielen verabredet bin.

Aber ich fange zunächst ganz vorn an: Grob geschätzt saßen in meiner Grundschulklasse etwa 15 Jungen und vier Mädchen. Nur Annemarie wurde meine Vertraute, mit der ich in den Pausen Zahnspangen aus Alufolie bastelte. Zu meinem Geburtstag lud ich demensprechend fast ausschließlich männliche Klassenkameraden ein. „Ach Gottchen“, kommentierte diesen Umstand damals die brüskierte Bekannte meiner Mutter, während sie ebenso mitleidig wie energisch ein paar Schlücke Mineralwasser hinterher kippte, um das Glas alsbald wie eine Kampfansage auf den Tisch zu knallen. Als müsse da dringend interveniert werden. Dabei macht man, wenn man klein ist und es nicht anders kennt, für Gewöhnlich gar keinen Unterschied zwischen Pipimann und Mumufrau. Nichtsdestotrotz gehörte ein homosoziales Umfeld bis zur Ehe und sogar darüber hinaus Jahrhunderte lang zum guten Ton. Erst mit Anfang des 20. Jahrhunderts verschwammen innerhalb von Freundschaften die Geschlechtergrenzen. Ist es also möglich, dass wir noch immer dabei sind herauszufinden, wie das überhaupt funktioniert? weiterlesen

Initialen auf Sandalen
– ich würde ja so gern, aber kann einfach nicht!

19.06.2017 um 15.05 – Accessoire Schuhe

Mit Initialen ist das so eine Sache. Eine psychologische wahrscheinlich sogar (?), jedenfalls möchte ich jedes Mal ein wenig jauchzen, wenn zum Beispiel ein Notizbuch die Anfangsbuchstaben meiner Namen trägt (Berenike Maria van Dinther, wers genau wissen will). BMVD steht da aber nie. NVD hingegen schon; die kurze Version ist mir auch viel lieber. Ein Büchlein zum Reinkritzeln ist ja aber etwas sehr privates, das ohnehin kaum jemand zu Gesicht bekommt. Bei Schuhen und Taschen verhält es sich schon anders aus, weshalb ich im Angesicht sämtlicher persönlicher, zumeist aufgestickter Monogramme stets ein wenig peinlich berührt war. Und gleichzeitig auch neidisch! Ist das schon eine Hassliebe? Möglich. Aber eine, die sich binnen des letzten Jahres von jeder Last befreien konnte.

Übrig geblieben ist jetzt nur noch reine Sympathie für all jene, die gelernt haben, sich hin und wieder und ohne Charme auch mal ordentlich selbst zu beweihräuchern. Oder eben nicht sich selbst, sondern die Familie. Als einzige Tochter meines leiblichen Vaters bin ich jetzt also umso mehr bereit, die Initialen meiner Vor- und Zunamen in die Welt hinaus zu tragen, am liebsten auf zwei hübschen Schuhen. Möööp. Geht ja gar nicht. Also nur VD für van Dinther? ND klingt nicht nach mir. Oder BM (Berenike Maria)) – Da fühle ich mich in etwa so angesprochen als würde mich jemand Serafina Kolloski rufen. Toll. Keine Sandalen für mich (und nein, Sarah Jane, NJ kommt auch nicht infrage). Aber vielleicht eine Tasche? Da passen nämlich auch drei Buchstaben drauf: weiterlesen

Bassistin und Künstlerin Kim Gordon designt für & other stories

19.06.2017 um 12.34 – Feminismus Kooperation Mode

& other stories, einer der mit Sicherheit attraktivsten Ableger des H&M Konzerns, überrascht uns seit der Gründung im Frühjahr 2013 immer wieder mit Kollaborationen, von denen manch eine Modekette nicht einmal zu träumen wagen dürfte: Die Zusammenarbeit mit Rodarte etwa war groß und unkonventionell, jene mit Vika Gazinskaya vor allem unerwartet und zeitgemäß – um nur meine persönlichen Highlights zu nennen – aber jetzt schnappt das Unternehmen wirklich komplett über, im besten aller Sinne: Zwar steht & other ohnehin schon für einen angenehmen Mainstream, der mit einem Bein dennoch relativ regelmäßig scharf an der Kante zur Eigenwilligkeit steht, aber dass man es tatsächlich fertigbringen würde, eine Persönlichkeit wie Kim Gordon für sich zu gewinnen, hinterlässt mich gleichermaßen staunend wie vor Gier auf das Kommende sabbernd. KIM GORDON. Ich, pardon, schnall ab. Die einstige Bassistin und Sängerin von Sonic Youth gilt als die lauteste Frau der Welt. Als Geschlechtergenzen auflösendes Donnerwetter. Als Rockstar. Im Herbst 2017 allerdings dreht sich alles um ihr Schaffen als Künstlerin: Zusammen mit & other stories arbeit sie derzeit an einer von ihrer Kunst inspirierten Mini-Kollektion. weiterlesen

3 Ways to Wear // Erst Arbeit, dann Eis, dann Loco – mit Patchwork & Carmen Bluse

15.06.2017 um 13.25 – Mode Outfit Wir

Ich hätte meinen Allerwertesten darauf verwettet, dass ich diesem omnipräsenten Patchwork-Trend, der trotzdem kein richtiger Hype werden will, niemals auch nur den geringsten Reiz abgewinnen können würde und jetzt habe ich plötzlich den Salat. Dieser Tage überraschte mich das nachhaltige Denim Label Kings Of Indigo (der Name entstand doch tatsächlich bei einem Kings of Convenience Konzert), kurz K.O.I (der Fisch aus seinem Arm ist das Lieblingstattoo des Brand-Gründers), nämlich mit seinem zusammengeflickten Sade-Modell. Erst war ich skeptisch, fast schon entsetzt. Ich schlüpfte trotzdem hinein, zum Glück. Ein unerklärlicher Funke sprang da plötzlich über, ein bisschen wie jedes Mal, wenn ich einen Dackel sehe. Dann fange ich an zu quietschen und jauchzen vor lauter skurriler Niedlichkeit, die mir da entgegen wackelt. Diese Jeans ist jetzt also so etwas wie der Rauhaardackel meines Hosen-Potpourris, eine, die gute Laune macht. Und einen Knackpo sondergleichen (vergessen zu fotografieren, aber von ebenjener Superkraft hatte ich hier bereits geschwärmt).

Wie man mit Sade  aber überhaupt durch den Tag kommt, fragte ich mich kurz darauf, und zwar ohne dabei auszusehen wie ein Auto-Tuner mit Unterbodenbeleuchtung-Fetisch. Zum Beispiel so, wenn man mich fragt: weiterlesen

Leserbrief // Welche Schuhe trage ich bloß zum Hochzeitskleid?

14.06.2017 um 16.16 – Schuhe Shopping

Liebe Janes,
ich weiß, dass ich mega spät dran bin, aber in zwei Wochen wird geheiratet und ich finde einfach kein passendes Paar Schuhe. Mein Kleid ist wadenlang und schlicht – mal abgesehen von ein bisschen Spitze am Oberteil. ich dachte deshalb, dass es nicht kompliziert sein kann, etwas zu finden, aber die Spießigkeit in Brautmodengeschäften kennt genauso wenig Grenzen wie der Kitsch. Ich habe gar nichts gegen ein bisschen Glitzer, aber schneeweiße Schuhe? Nee. Oder doch? Ein mittelhoher oder flacher Absatz wäre gut. Es soll ja gefeiert werden! Aber alle sagen ja immer: Hoch muss es sein! Vielleicht nehme ich auch zwei Paar Schuhe? SOS. Ich weiß nicht, ob ich Hippie oder Tussi bin. Ihr ja manchmal auch nicht. Vielleicht könnt ihr mir helfen?

Eure Anne. weiterlesen

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Interior Wish List // Von orientalischem Geschirr & einem Solar Light für den guten Zweck

14.06.2017 um 12.36 – Interior Wohnen

Wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, dann ist meine Wohnung so pickepacke vollgepackt, dass kein einziges Möbelstück mehr Platz darin finden würde und sei die Liebe noch so groß. Ein Jammer ist das manchmal, die Lust am Umgestalten klopft bei mir nämlich mindestens so häufig an die Tür wie der Drang nach radikalem Ausmisten all jener Dinge, die nur blöde in der Ecke herumstehen. Ein bisschen gemütlich soll es ja aber trotzdem zugehen – hallo Hamsterrad! Ihr kennt das bestimmt. So ein Bananenbaum wäre zum Beispiel ein Traum. bloß fehlt mir der grüne Daumen für ein solch zimperliches Gewächs? Und so kam es, dass ich mich bei einem Besuch im Baumarkt dieser Tage fragte: Dürfte man da auch mit einer künstlichen Alternative schummeln? Ich sah jedenfalls keinen Unterschied. Herrliche orientalische Teller hat gerade außerdem der schönste aller Vintage-Interior-Onlineshops namens Dast in petto, ach und noch eine Bank fürs Bettende, so wie bei Sarah Jane – herrlich, zumindest in meinen kühnsten Träumen. Aber jetzt zu einem Anliegen, das wirklich von Herzen kommt:

Vor kurzer Zeit stolperte ich bei House of Dotcity über den sogenannten SolarPuff, eine zusammenfaltbare, wasserdichte Origami-Lampe, die ganz ohne Strom auskommt. 5 Stunden Sonnenlicht ergeben satte 8 Stunden warme Leuchtkraft, genial. Nicht nur für Camping-Fans (aber auch!), sondern auch für alle jene mit Balkon. Ich selbst habe mir nicht nur für draußen einen mittelgroßen Solar-Würfel zugelegt, sondern auch einen kleinen, der meinem Sohn als Nachttisch dient. Am liebsten aber würde ich hundert kaufen, denn SolaLights spenden nicht nur uns Licht, sondern auch vielen, vielen Menschen, die keinen Zugriff auf Elektrizität haben (insgesamt sind das etwa 1,6 Milliarden) – Lebensgefährlich ist dieser Umstand nicht selten, denn allzu häufig wird giftiges und schnell entzündliches Kerosin als Alternative genutzt. Um diesen Missstand zu ändern, fließen 10% aller Einnahmen in unterschiedliche gemeinnützige NGO-Partner, die sich um eine bessere Versorgung in Ghana, Nepal oder Haiti kümmern, aber auch Geflüchteten und jenen Licht spenden, die Opfer von Naturkatastrophen wurden. Darüber hinaus gilt die Regel: Buy one for your self and one for someone in need. Alle Infos findet ihr hier. weiterlesen

Tiny Jane // Wird wirklich alles anders, wenn man ein Kind hat?

13.06.2017 um 11.10 – Kolumne Leben Tiny Jane Wir

Gar nichts wird sich ändern, wenn ich groß bin, habe ich vor zweidreiviertel Jahren mit aller Kraft behauptet, nachdem mir kurz zuvor ein Minibaby auf die berggroße Milchbrust gelegt wurde, ganz so wie ein kleiner Fels der Weisheit, den man zwischen zwei weiche Kamelhöcker klemmt, um ihn in die Welt hinaus zu schicken. Auf dass er für mehr Gleichgewicht sorge. Mein eigener Sohn war das, bis dato sogar ein namenloser, denn die zuständige Ärztin attestierte mir noch am Morgen zuvor mindestens sieben weitere Wochen Vogelfreiheit, in der felsenfesten Annahme das Bauchweh käme vom Brechdruchfall. „Nunja junge Dame“, sagte sie damals, „das ist der Lauf der Dinge – wenn man Mutter wird, fühlt sich plötzlich alles ganz anders an.“ Blah, dachte ich noch bis ins Mark erbost, während mir auf dem Krankenhausflur ein bisschen Pipi vor Verzweiflung kam. Sie hatte sich vertan. Behielt am Ende aber doch ein bisschen Recht. Seit Lio, der außerdem Jonathan heißt (wie die Möwe, die alles erreichen kann, was sie wirklich will) ein Teil von mir ist, fühlt sich überhaupt gar nichts mehr wie vorher an. Es ist sogar alles anders. Aber nicht etwa, weil ich jetzt Mama bin. Sondern weil ich es so will und noch dazu weiß, was ich überhaupt nicht mehr will. Genau das ist dann wohl der Unterschied zwischen Vorurteil und Wirklichkeit. Nicht die Dinge ändern sich, sondern wir verändern uns. Aber keine Panik. Nichts ist vorüber, alles ist bloß echter. weiterlesen

Budget Buys // Die schönsten
First-Date-Kleider unter 100 €

12.06.2017 um 14.42 – Mode Shopping

Eine meiner liebsten Freundinnen fragte mich jüngst, was die denn nun tragen könne, bei so einem ersten Date, denn nach einer superlangen Beziehung sei sie mordsmäßig aus der Übung und eigentlich sei ja egal, was man trage, aber ein bisschen fühle sich diese Verabredung nunmal so an wie ein Geburtstag oder auch wie ein Neuanfang und deshalb habe sie sich fest genommen, extra für diesen Anlass ein Kleid zu kaufen und die Musik beim Anziehen lauter aufzudrehen, als es die Nachbarn ertragen. Ich entgegnete bloß „Trag, worin auch immer du dich wohl fühlst“ und fütterte danach das Phrasenschwein mit nicht nur einem, sondern gleich zwei Euronen. Immer, wenn einer von uns etwas behämmertes sagt, wandert nämlich ein Groschen in den Spardosenhasen, sodass wir mindestens einmal pro Woche Eis essen gehen können, ohne ins Portemonnaie zu greifen. Gestern Abend übermannte mich allerdings das schlechte Gewissen und als sich dann auch noch Tatendrang dazu gesellte, hatte ich plötzlich mehr als zehn Kleider in eine mit Eiscreme-Emoji verzierte Mail gepackt. Was dabei herausgekommen ist, seht ihr dort oben. Unterschiedliche Modelle für unterschiedliche Pläne: Pizzaessen bei Kerzenschein etwa, oder Bier auf der Späti-Bank. Ich drücke alle Daumen: weiterlesen

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Video des Tages // Musikerin Alexa Wilding über „Afterbabybody“-Druck, hängende Haut & Selbstliebe

12.06.2017 um 11.45 – Film Tiny Jane

Es kommt nicht oft vor, dass ich das dringende Bedürfnis danach verspüre, mit einem großen Satz durch den Bildschirm zu springen, um High Fives und Umarmungen zu verteilen, aber heute Morgen, als ich Alexa Wilding in einer neuen Folge „Dispelling Beauty Myths“ über ihre Zwillings-Schwangerschaft, hängende Haut und Selbstzweifel, über den omnipräsenten gesellschaftlichen After-Baby-Body-Druck, Mut und Stolz und echtes Glück reden sah und hörte, war ich in Gedanken schon längst dabei, den ersten handgeschriebenen Leserbrief meines Lebens zu verfassen. Nach beinahe 5 Minuten mit der Musikerin und Autorin, über deren ansteckende Energie ich vor gar nicht allzu langer Zeit bereits in einem Lenny Letter gestolpert war, hatte ich literweise Pipi in den Augen und ganz viel Wärme im Herzen.

Vielleicht, weil sie es mit nur wenigen Worten und großer Ehrlichkeit schafft, uns daran zu erinnern, was wirklich zählt. Daran, dass wir nur diesen einen Körper haben und viel zu geben, daran, dass wir endlich lernen müssen, uns zu achten, zu akzeptieren und lieben. Weil Mamas Heldinnen sind und Makel menschlich. Ein wichtiger und liebevoller Beitrag in einer Zeit, die das makellose Muttersein predigt uns glorifiziert als gäbe kein höheres Ziel – Stichwort: #Afterbabybody. Mit genau dem hatte Alexa schwer zu kämpfen: Noch ein langes Jahr nach der Geburt ihrer Söhne sah Alexa Wilding hochschwanger aus. Bis sie sich unters Messer legte und haarscharf an einem kompletten „Mommy Makeover“ vorbei schlidderte. Aber das erzählt sie euch gleich höchstpersönlich:
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Weekend Reads // Der Drogenbericht 2017, die Vermarktung queerer Symbole & warum Social Media traurig macht

09.06.2017 um 13.18 – Feminismus Gesellschaft Leben

Eine feine Leseleiste zum Wochenende, die gerne im Kommentarfeld ergänzt werden darf. Damit uns weder Lehrreiches und Amüsantes, noch Wichtiges entgeht:

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