Archiv für den Autor: Nike Jane

Über Nike Jane

Ich würfle zusammen, was eigentlich nicht passt und fluche am Ende des Tages gern über meine Outfitwahl. Ich mag musikalische Subkulturen, bloß kann ich mich nicht entscheiden, welche ich am liebsten mag: Creepers, Schlaghose, Lederjacke und Bubikragen passen nicht zusammen? Genau. Deshalb verliere ich mich ständig und muss mich jeden Tag auf's Neue finden.

MIttwochs-Mixtape //
Mit Annika Hintz, Festival-Bookerin

– 15.04.2015 um 11.29 – Musik

mixtape 11 MIttwochs Mixtape //<br/> Mit Annika Hintz, Festival Bookerin

Annika Hintz kann mit gerade einmal 23 Jahren im Grunde schon behaupten, sich einen wahrhaftigen Traumjob geangelt zu haben, obwohl sie viel eher geangelt wurde, dank MySpace. Dort hinterließ sie der Dockville-Truppe halbfrech einen freundlichen Kommentar mit bombastischen Musikwünschen, die wiederum auch der Geschäftsführer von KuS (Kopf und Steine Kosmos) las. Vor lauter Begeisterung ließ er kurz darauf Annikas Telefon heiß klingeln, um sie geradewegs vom Fleck weg zu engagieren. Heute, ein paar Jahre später, ist die Hamburgerin nicht nur zuständig für das Booking vom Dockville Festvial, nein, sie verhilft außerdem dem Spektrum und sämtlichen Musikveranstaltungen des MS Artville (Vogelball, Butterland, Sonnenfeste, Symfotronik, MS Artville Richtfest und Manifest) zu feisten Künstlern und audiovisuellen Schmankerln. 

Studiert hat Annika übrigens Kulturwissenschaften mit dem Schwerpunkt „Kunst und visuelle Kultur“ und zwar in Lüneburg. Selten haben wir uns so sehr über ein Mixtape gefreut, du Fräulein von und zu Schlitzohr-Wunderbar. Bis hoffentlich bald, im echten Leben: weiterlesen

OUTFIT //
Von Ufos, Trompeten und Toddeln

– 15.04.2015 um 9.09 – Mode Outfit Wir

Bildschirmfoto 2015 04 14 um 22.54.59 OUTFIT // <br/>Von Ufos, Trompeten und ToddelnInzwischen gehe ich mir mit diesem ganzen 70er Jahre Tüdelü schon selbst ein bisschen auf die Nerven und wer Schlag nicht leiden kann, der hat es hier derzeit ganz bestimmt ein bisschen schwer. Ich schlage also vor, dass wir ausgestellte Hosenbeine fortan nicht mehr gesondert erwähnen, sondern einfach tragen, hinnehmen, anhimmeln oder ignorieren, ganz ohne Fingerzeig, denn bald kräht sicher schon kein Hahn mehr danach, ob das Ende des Saums nun eng, abgeschnitten oder flatterig weit um den Knöchel schlackert. Es ist ja schließlich nicht so, als hätten wir es hier mit einem Ufo zu tun. Obwohl meinem Freund das beispielsweise durchaus lieber wäre, ich warte nämlich auf den Tag, an dem er sich im Hechtsprung auf den Boden schmeißt, um sein Recht auf eine Freundin in Skinny Jeans einzufordern. “Nein, Nike, nicht, bitte, nicht schon wieder, nicht heute, guck mal, ohne Trompetenbein ist’s viel schöner!”. 

Das Gegenteil von Trompete ist immerhin meine bestickte Folklore-Bluse samt Toddel-Klimbim. Wie lange selbiges allerdings überleben wird, bleibt fraglich – am liebsten würde Lio nämlich nur noch Baumwollmusselin-Fäden statt Pastinake essen. Kann ich ein bisschen verstehen. weiterlesen

5 Piece Wardrobe // Der Wickelteppichrock

– 14.04.2015 um 9.47 – Mode Shopping

5 piece wardrobe1 5 Piece Wardrobe // Der Wickelteppichrock

Ich wollte euch heute Morgen eigentlich bloß die Jacke aus meinem Outfitpost heraus suchen, da stolperte ich bei Sandro Paris leider über ein Teppichrock-Monstrum, das meine Modemädchenseele mir nichts dir nichts um den Finger wickelte, weiß der Teufel weshalb. Wickeltechnik, Streifen, bunte Farben und Fransen waren einfach zu viel, die Wunschliste für den nächsten Monat ist demnach unverhofft früh gefüllt und ich bin mir durchaus im Klaren darüber, dass man mich jetzt nur für verrückt erklären oder gemeinsam mit mir schmachten kann, dazwischen bleibt nicht viel Luft für Geschmacks-Spekulationen. 

Und wo wir doch auch eben noch beim Thema “Immer die gleiche Tasche, mäh” waren, schlich sich beim Zusammensuchen der weiteren vier Outfit-Elemente auch gleich noch eine orangefarbenen Tasche ein, klein und schlicht und schön ist sie. Ob ich meine Zehen aber jemals in offene Schuhe plus Absatz schälen werden, bleibt weiterhin fraglich, mir fehlt da einfach die Übung, trotz der mittlerweile 27 Jahre auf meinem Laptop-Buckel. In meinem Kopf macht die obige Zusammenstellung aber durchaus Sinn: weiterlesen

Outfit // Von verschwitzten Fransen & Evergreens

– 14.04.2015 um 8.35 – Outfit Wir

sandro paris 1 Outfit // Von verschwitzten Fransen & Evergreens Machmal frage ich mich, wann hier zum ersten Mal jemand platzt. Weil ich doch tatsächlich immer und wieder zum beherzten Ringelshirt greife und den Klischee-Blogger-Trio-Alptraum beinahe bis zum, pardon, Erbrechen trage. Ich schwöre wirklich hoch und heilig, dass ich so gut wie jedes Mal wenn der Tag nach einem Outfitpost schreit, sämtliche Taschen umlege, um vielleicht doch noch ein bisschen Schwung in die Sache zu bringen, bloß passt das blassrossrote Beutelchen am Ende irgendwie immer am allerbesten, genau wie die Streifen. Verzeiht mir. Innerlich heult aber zumindest auch der Konsum-Teufel ein bisschen mit euch. Vor lauter Ärger, schließlich hat sich das Geldverbrennen zumindest in dieser Angelegenheit sehr wohl gelohnt. Ätsch. 

Mit meinem gepunktetem Tuch und der Fransenjacke kompensiere ich derzeit übrigens das Fehlen eines anständigen Cowboyboots in meinem Schrank und seit ich am Wochenende von A nach B flog und noch jede Menge Zeit im Duty-Free Shop zu vetrödeln hatte, trage ich außerdem wieder ein dunkles Orange auf den Lippen, hallo Frühling. Bloß meine Frisur erinnert mich heute an Frau Prusseliese, ich bin einfach kein Nicht-Scheitel-Mensch. “Mach doch wieder Mikro-Pony“, röhrte mir eine Freundin neulich noch entgegen. Nee, geht nicht, bald wird´s ja warm und Leute, ich bin jetzt einfach mal ganz ehrlich: Ich weiß, weshalb man Augenbrauen hat, ich alter Stirn-Schwitzer. weiterlesen

Video & Track des Tages //
Florence and the machine – “Ship to Wreck”

– 13.04.2015 um 16.41 – Musik

florence and the machine ship to wreck Video & Track des Tages // <br/> Florence and the machine   Ship to Wreck“Ich habe über meine selbstzerstörerische Seite nachgedacht und wie man seinen inneren Dämonen entgegen wirken kann. Oft lässt man Menschen fallen und merkt erst im Nachhinein, was sie einem bedeutet haben.” (Rolling Stone) Die gute Florence war ja schon immer ein bisschen Emo, nicht im Sinne von “schwarzer Scheitel mit viel Kajalstift”, sondern im Sinne von Bright Eyes, bloß nicht ganz so leidend, eher befreiend poetisch mit Biss. “Ship to Wreck”, der inzwischen vierte Single-Vorgeschmack auf das am 2. Juni erscheinende Studioalbum How Big How Blue How Beautiful, haut natürlich auch wieder mit voller Wucht in eine Kerbe, die wir nur allzu kennen. Manchmal weiß man ja selbst nicht, weshalb es so verdammt schwer ist, das Beziehungs-Schiff in regelmäßigen Abständen ordentlich zu ölen, statt es langsam, wohlwissend und auch ein Stückweit hilflos in Richtung fetter zerstörerischer Felsen zu steuern. Erschafft man manches am Ende vielleicht nur der anschließenden Zerstörung zuliebe, wegen des Dramas, das zumindest gegen Stillstand hilft? 

Hoffentlich nicht und sollte dem womöglich doch so sein, hilft eventuell ein kurzer Blick auf das dazugehörige Video zum Track des Tages, in dem Florence uns stellenweise durchaus etwas Angst einjagt. Ansonsten erinnert ihr Look an Patti Smith – es könnte also schlimmer sein: weiterlesen

Shopping //
Die 10 schönsten Jeansjacken

– 13.04.2015 um 15.47 – Mode Shopping

shopping jeansjacken  Shopping // <br/> Die 10 schönsten Jeansjacken

Es passiert mir in letzter Zeit ziemlich häufig, dass ich langen Sommer-Trenchcoats etwas überdrüssig bin. Stattdessen wünsche ich mir in trägen Outfit-Momenten dann eine blaue, recht gerade geschnittene Jeansjacke zur Komplettierung der Garderobe herbei, gerade jetzt, wo weißes Denim und bunte Stoffhosen langsam aber sicher wieder aus der Winterkiste gepackt werden können – eine hübscheres Duo gibt es ja schließlich kaum, aber das ist keine Neuigkeit. Und jetzt fragt mich nicht wieso, aber im vergangenen Jahr habe ich im Tictail-Wahn meine einzigen beiden blauen Jeansjacken verscherbelt, weshalb ich nun also blöd aus der Wäsche schaue und frage mich: Warum nur? 

Eigentlich schien mir dieser Beitrag wahrlich etwas überflüssig, denn ich gehe einfach mal ganz frech davon aus, dass ihr nicht ganz so hirnlos handelt wie ich und seit dem ersten Sonnenstrahl längst im Jeansjackenland umher flaniert, aber für den Fall der Fälle war ich trotzdem mal so frei und habe meine zehn liebsten Stücke von preiswert bis teuer für uns alle zusammen getragen. Womöglich fehlt ja noch ein rosafarbenes Schätzchen im euren Schrank, oder eines mit hölzernen Knöpfen – jenes von Acne Studios dort oben dürfte beispielsweise gerne bei mir einziehen: weiterlesen

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Verlosung //
Sucht euch 3 Lieblingsstücke von Uniqlo aus

– 13.04.2015 um 13.23 – Mode

uniqlo verlosung Verlosung // <br/> Sucht euch 3 Lieblingsstücke von Uniqlo aus Wenn es etwas gibt, für das wir Janes tatsächlich nicht das geringste Talent hegen, dann ist es zweifelsohne das schlaue Shoppen von Basics; wer hier regelmäßig vorbei schaut, der weiß längst von diesem kleinen modischen Defizit, manchmal kommen wir aus dem Meckern ja kaum mehr raus. Denn was nützt schon die atemberaubendste Musterexplosion ohne das erdende, ganz schlichte Gegenstück und was fängst man mit all den “Man-Repelling”-Hosen an, wenn ständig der passende Pulli zum klugen Kombinieren fehlt? Genau, gar nichts. Ein Trauerspiel, dem wir ab sofort ganz hoch offiziell und mithilfe von UNIQLO den Gar ausmachen werden. Das japanische Brand feiert nämlich gerade seinen einjährigen Store-Geburtstag – Anfang letzten Jahres durfte Berlin sich als erste deutsche Stadt über 2700 Quadratmeter vollgepackt mit “Life Wear” Designs freuen. Life Wear was? Das bedeutet soviel wie “Slow Fashion” anstelle des oft verteufelten Fast Fashion Wahnsinns – nur ein Mal im Jahr wartet der Retailer mit einer neuen Kollektion auf, die weniger auf Trends, sondern vielmehr auf Tragbarkeit und zeitlose “Gehen-Immer”-Teile setzt, ohne viel Tamtam und Firlefanz. 

Zur Geburtstags-Feier des Tages haben wir uns deshalb zum Familien-Portrait auf meinem Sofa drapiert, eingekleidet in unsere drei Lieblings-Uniqlo-Stücke: Kaschmirpullover, Ringel-Shirt und Super-Baby-Hoody (für die Kleinen gibt es jetzt nämlich auch ein ordentliches Angebot!) dürfen wir behalten. Damit’s nicht gemein wird, könnt ihr an dieser Stelle aber selbstredend euer eigenes Rundum-Glücklich-Paket gewinnen – wir verlosen jetzt und hier drei Favoriten eurer Wahl aus dem Online-Shop. Was ihr dafür tun müsst? weiterlesen

Stilfrage // Sandro Paris x Reebok “Insta Pump”

– 09.04.2015 um 13.15 – Schuhe

sandro paris x reebok Stilfrage // Sandro Paris x Reebok Insta Pump

Der Umstand, dass manch ein Mann unser modisches Treiben nicht immer verstehen mag, scheint seit der Geburtsstunde von Man Repeller sogar irgendwann salonfähig geworden zu sein, auch über Bollerhosen und Sackkleider lässt sich eifrig diskutieren, spätestens mit dem fulminanten Comeback von Plateaus und Schlaghosen können aber selbst beste Freundinnen im Angesicht unserer Outfitversuche häufig nur noch mit ihren schlauen Köpfen schütteln. Etwas sehr ähnliches geschah beispielsweise vor zwei Jahren, als ich halb Kopenhagen wegen eines Paars Reebok- “Insta Pump” durchforstete. Das sind Sneaker ohne Schnürsenkel, die ein bisschen so aussehen wie ein Scherz aus “Zurück in die Zukunft”. Aber an den Füßen darf man doch sowieso ein bisschen durchdrehen, oder etwa nicht? Jedenfalls blieb meine Suche leider erfolglos, weshalb ich mich recht rasch eines Besseren belehren ließ: “Das ist eine krasse Geschmacksverkalkung, NIke, nimm es nicht so schwer.” Na gut. 

Kürzlich brachte Reebok (gehört übrigens inzwischen zur adidas AG) allerdings eine Hommage an besagten Klassiker auf den Markt, und zwar in Kollaboration mit Sandro Paris. Plötzlich war es also wieder da, das sportive Brocken-Schuh-Hirngespinst. Nun gibt es natürlich junge Damen, die ihr bisheriges Sneaker-Leben längst den abgefahrendsten Modellen gewidmet haben, vornehmlich sichtet man selbige irgendwo in Skandinavien (hej Veneda Budny!), aber ich selbst gehöre definitiv nicht dazu, nein, ich bin genau das, was man als Durchschnitts-Ei bezeichnet, bloß mit diversen Klettverschlüssen garniert. weiterlesen

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Mittwochs-Mixtape // Mit Christoph Amend
– ZEITmagazin Chefredakteur -

– 08.04.2015 um 15.53 – Musik

mixtape christoph amend Mittwochs Mixtape // Mit Christoph Amend <br/>   ZEITmagazin Chefredakteur  Wer Christoph Amend (seines Zeichens Chefredakteur beim ZEITmagazin) kennt, der weiß, dass wir es hier mit einem blitzgescheiten Burschen zu tun haben, mit einem – pardon – saulieben Menschen, der für Tee-Gespräche schonmal am Terminkalender dreht, mit einem Fels in der Brandung, der aus unerfindlichen Gründen niemals aufgeregt, sondern komplett in sich zu ruhen scheint, mit einem Elefantenhirn samt fluffigem Scheitel, Streberbrille und Herz aus Gold, das in etwa zwischen 31 und 41 Jahren jung sein müsste, mit einem Konzert-Raudi, Rebell und Revoluzzer der angenehmsten aller Sorten, mit einem, der auszog, die ZEIT’sche Printlandschaft ein bisschen tiefer, einen Hauch neckischer, aber vor allem auch allumfassend-schön zu machen. Christoph, du bist richtig dufte.

Genau wie die neueste aller internationalen ZEITmagazin-Ausgaben namens “The Berlin State of Mind“, welche ihr euch natürlich umgehen beim Zeitschriften-Dealer eures Vertrauens unter den Nagel reißen solltet, denn Gutes ist stets rar und fürchterlich begehrt, also rennt Leute, rennt. Bevor ihr jetzt aber überstürzt die Beine in die Hand nehmt, plant doch gern noch ein gutes Stündchen Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im hektischen Groß- und Kleinstadtleben ein: Musik und Seelenbalsam, straight from Christophs heart to your (soon very happy) hearts: weiterlesen

OUTFIT //
Malibu Beach im Herzen

– 08.04.2015 um 10.00 – Outfit Wir

IMG 6214 OUTFIT // <br/> Malibu Beach im HerzenEigentlich soll man ja keine Medizin schlucken, wenn ein Bazillen-Bagger im Immunsystem sitzt, einfach ausbrüten und noch dazu ausruhen ist zweifelsohne die gesündere Alternative, gestern half aber nur noch Aspirin, eine Tonne Make Up und mein neuer Geburtstagsgutelaunepullover, denn manchmal muss ein Fuchs tun, was ein Fuchs tun muss, arbeiten zum Beispiel, Babies durch die Frischluft schleppen und Hampelmann vor der Kamera spielen, man hat ja sonst nichts fescheres zu tun als Modebloggerin. Selbst Schuld, ich konnte es nämlich kaum abwarten, meine Klettverschlussschuhe offiziell zum verbalen Abschuss freizugeben, der Mann daheim konnte bei deren Anblick nämlich nur verzweifelt stöhnen und irgendwas von wegen “Hast du neuerdings ein schweres Fußleiden?” nuscheln, schließlich war doch gerade erst die Plateau-Manie ausgeheilt. 

Mir egal, im gestrigen Outfit hätte ich noch stundenlang zu so tun können, als steuerte ich traumversunken dem Sonnenuntergang am Malibu Beach samt lauer Abendbrise im Haar entgegen: weiterlesen

SHOPPING // 7 SHOES ONE SPRING

– 07.04.2015 um 16.26 – Schuhe Shopping

fruehlings schuhe SHOPPING // 7 SHOES ONE SPRINGIch sage ja gar nicht, dass ich Temperaturen um die 30 Grad derzeit für angebracht halten würde, alles was ich will, ist bloß ein klitzekleines bisschen Frühling. Damit die Zehen endlich mal wieder ein bisschen Frischluft schnuppern können, genau wie die Knöchel und überhaupt, ein Eis im Sonnenschein, das wär doch mal wieder was, liebe Wetterfee, oder? Und wenn es dann endlich so weit wäre, dann bräuchte ich im Grunde auch nur noch sieben paar neue Schuh, um dem Glück ein Schnäppchen zu schlagen. Wobei ein einziges Modell von den obigen auch schon völlig ausreichen würde, bloß fiele mir die Entscheidung etwas schwer, weshalb es vielleicht gar nicht so dumm ist, dass das Grau wohl noch eine ganze Weile über das Gelb und Himmelblau erhaben sein wird. 

Wie auch immer, meine Runde Schuh-Roulette ist hiermit erst einmal gespielt. Wäre da nicht noch das Paar Céline Ballerina-Pumps, das trotz Sabberfäden der Gier niemals in meinem Kleiderschrank landen wird. Gucken und Träumen darf man ja aber immer: weiterlesen

SNAPCHAT
– Kann mir das mal wer erklären, bitte?

– 07.04.2015 um 14.23 – Gesellschaft

IMG 6201 SNAPCHAT <br/>    Kann mir das mal wer erklären, bitte?Sarah und ich, wir bezeichnen uns ja selbst ständig als Internetmenschen, Medien schreiben gern von sogenannten “Digital Natives”, andere von digitalen Prokrastinierern. Soll so viel bedeuten wie: Wir wissen normalerweise, wo der Social Media-Hammer hängt und zwar ganz einfach deshalb, weil wir zum rechten Zeitpunkt geboren wurden oder auch zum falschen, je nachdem ob man dem ganzen virtuellen Treiben nun wohlgesonnen ist oder grundsätzlich lieber Morsezeichen, statt Mails schicken würde. Ständig kommt was Neues vom App-Himmel geregnet; Freundin A heiratet bald Typ B, reinverguckt in den jeweils anderen hat man sich vor drei Wochen selbstverständlich bei Tinder, Troll-Kommentare über den tranfunzeligen Arbeitskollegen, der sowieso ständig nur Two Dots zockt, werden via Twitter solange in die Welt verschickt bis der Chef irgendwann zurück zwitschert, Imagepflege betreibt der gebildete Bürger von heute sowieso nicht nur bei Facebook und Linked In, sondern auch bei Google plus, das schöne Leben lebt man mehr auf Instagram als sonstwo und What’s App kann dank Aufnahmefunktion selbst Mutti bedienen. Unser Smartphone-Kosmos schien demnach nahezu perfekt – bis Snapchat kam und an unserem Weltbild rüttelte. 

Selbstredend ist es so, dass wir Snapchat schon lange vor diesem Beitrag nutzten, aber leider nur zwei Wochen lang, erstens der Nerven zuliebe und zweitens, weil all die kleinen Filmchen und Standbilder mit ihren lustigen Unterschriften schnell Überhand nahmen und darüber hinaus an Sinnlosigkeit nur noch von Chat Roulette zu übertreffen waren. Die Vergänglichkeit der gesendet Nachrichten schlug zwar geradezu in die Datensicherungs-Kerbe, auch die Userzahlen, die alle anderen Anwedungen lockerflockig überragen, spachen und sprechen weiterhin für sich, aber irgendwie nicht für uns. Wäre da nicht der Zugzwang. Plötzlich scheint nämlich Gott und deine Mutter ein Snapchat-Profil zu betreiben, allen voran Blog-Masterminds, Magazine und sämtliche “Opinion Leader” der Medienwelt. Müssen wir jetzt etwa auch mitmachen? weiterlesen

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Happy Heart //
Mit Susan Sontag, Baum-Tapete & Klettverschluss

– 07.04.2015 um 8.33 – Wir

happy heart Happy Heart // <br/> Mit Susan Sontag, Baum Tapete & Klettverschluss

Seit Freitag liege ich flach wie eine Flunder im Bett und ich sage euch, Ostern ist Schuld, denn wenn der Körper einmal Zeit für Entspannung wittert, macht’s bei mir jedes Mal “Boomschackalacka” im Immunsystem. Es ist zum Haare raufen und Eier gegen die Wand schleudern, in meinem Emailfach fristen mittlerweile nämlich 16.769 ungelesene Emails (die Zahl ist wirklich kein rhetorisches Mittel) ihr immerhin nicht einsames Leben; es müssen also viele Entschuldigungen getippt werden, dabei sollte doch eigentlich die neue Baumtapete an Lios Kinderzimmerwand gekleistert werden. Ihr seht, heute bin ich ein Jammerlappen. Dabei gibt es immer einen Grund mehr, sich zu freuen.

Ich hätte da zum Beispiel meinen Geburtstagsglobus in petto, den ich ab jetzt jeden Abend leuchtend um die eigene Achse drehe, um mich in Sachen Geographie endlich auf Allgemeinbildungs-Niveau zu steigern. Wenn ich damit fertig bin, reibe ich mir die Schläfen mit TAO QI Entspannungs-Serum ein, klette den Klettverschluss meiner neuen Klettverschlussschuhe drei Mal auf und zu und begebe mich mit Susan Sontag-Lektüre Richtung Gesellschaftskritik, was meinem Jammergemüt dann ja doch wieder sehr entgegen kommt: weiterlesen

DIY-Idee //
Blumen à la Maison Martin Margiela

– 02.04.2015 um 13.51 – DIY Mode

maison martin margiela diy flower DIY Idee //<br/> Blumen à la Maison Martin MargielaVor ein paar Wochen stieß ich während des Durchblätterns der INTERVIEW über ein Editorial fotografiert von Jonas Unger, das mir binnen weniger Sekunden eine ganze Handvoll Blumen und damit auch Flausen in den Kopf pflanzte. Maison Martin Margiela, oh du mein Frühlingsgötterbote, dachte ich noch kurz bevor ich 30 Minuten später ob des heiß gelaufenen Laptops die weiße Flagge hissen musste – jede Suchanfrage führte ins Nichts, außer einer einzigen. Was ich fand: Über tausend Euro teure Ankle Boots. Hose und Lederjacke samt floraler Verzierung blieben weiterhin verschollen. Der Tatendrang schoss mir jedoch alsbald in die Knochen und seither liegen dort also ein altes paar Jeans, Acrylfarbe und diverse Pinsel zum Loslegen bereit irgendwo in meiner Wohnung verteilt. Dies hier ist also ein Druckmittel, adressiert an mich selbst – sonst wird das nie etwas mit mir und diesem sogenannten DIY.  

Acrylfarbe, echt jetzt? Ja, wirklich. Im letzten Sommer schon mal mit Klecksen ausprobiert, hält bombe, auch in der Schleuder-Maschine. weiterlesen

5 Piece Wardrobe // SAD FOREVER

– 02.04.2015 um 8.00 – Mode Shopping

5 piece wardrobe 5 Piece Wardrobe //  SAD FOREVERIch sah mich beim Betrachten der obigen Wildleder-Schnürer schon mondän wie einst Jane Birkin durch den Sommer “stiefeln”, Bilder von längst vergangenen Abenden im Studio 54 von einer barbeinigen Bianca Jagger schossen mir außerdem durch Kopf und noch dazu all die Möglichkeiten, die sich mir Outfit-technisch böten, dürfte ich diese cognacfarbenen Stiefelchen mein Eigen nennen  - bis ich den Preis unter der Produktbeschreibung “Saint Laurent” entdeckte. Adieu, oh du mein soeben zerplatzter Traum, ich werde vielleicht irgendwann drüber hinweg kommen (oder im Lotto gewinnen).  Der mittleren Moneten-Klasse nähern wir uns dann schon mit der Knebelknöpfe-verzierten Jeansjacke von Acne Studios an, Hit-Verdächtig geht es mit einem floralen Schlacker-Kleid von Topshop weiter und am Ende gelangen wir schließlich zur preisgünstigeren A.P.C-Halfmoon-Alternative von Vagabond. 

Es könnte schlimmer sein, aber nur wenig besser. Jedenfalls für mich, irgendwann einmal, wenn Niklas wieder Ruhe und Sonne ins unsere Gemüter einkehren lässt. Womöglich bleibe ich dank Malaikaraiss aber auch einfach “Sad Forever”.  weiterlesen