Archiv für den Autor: Nike Jane

Über Nike Jane

Ich würfle zusammen, was eigentlich nicht passt und fluche am Ende des Tages gern über meine Outfitwahl. Ich mag musikalische Subkulturen, bloß kann ich mich nicht entscheiden, welche ich am liebsten mag: Creepers, Schlaghose, Lederjacke und Bubikragen passen nicht zusammen? Genau. Deshalb verliere ich mich ständig und muss mich jeden Tag auf's Neue finden.

Ist das noch nett oder schon Sexismus?

– 30.10.2014 um 17.04 – Feminismus Gesellschaft

catcall29n 3 web Ist das noch nett oder schon Sexismus?Über die Sache mit dem Alltagssexismus haben wir uns hier erst kürzlich ein bisschen ausgelassen. Die aus dieser Diskussion gewonnenen Erkenntnis war allerdings keineswegs vorhersehbar, denn überraschenderweise stimmte nicht jede unserer Leserinnen in den “Kenn ich, ist voll kacke wenn einem hinterher gepfiffen wird und all die doofen Bagger-Sprüche nerven auch”-Tenor ein (es ging damals um Männer, die offenbar in dem Glauben sind, wir empfänden deren schmalzig bis bitteren Annäherungsversuche auf offener Straße tatsächlich als schmeichelnd). Der Haken an der Geschichte: Nicht jeder Frau wird hinterher geflötet, sobald sie alleine den Späti kreuzt. Verständlich also, dass sich manch einer ob der Sexismus-Vorwürfe fragte, was denn nun eigentlich so schlimm daran sei, wenn man von Fremden “Komplimente” kassieren würde. Freuen sollten wir uns.

Ähnlich kontrovers fielen und fallen die Reaktionen auf das jüngst veröffentlichte Video von Shoshana Roberts aus. Mit dem zweiminütigen Clip, in dem dokumentiert wird, wie oft die 24-jährige Amerikanerin im Laufe eines ganz normalen Tags mitten in New York belästigt wird, landete sie nämlich nicht nur einen millionenfach angeklickten Youtube-Hit, nein, sie heimste sich außerdem über zehn Morddrohungen und tausende Hass-Kommentare ein. weiterlesen

Outfit // Von Kamelen und Hexenschuhen

– 30.10.2014 um 9.20 – Outfit Wir

IMG 0670 Outfit // Von Kamelen und HexenschuhenManchmal glaube ich einen ziemlich großen Nagel im Kopf stecken zu haben. Ich schaffe es nämlich zunehmend, gewisse Fakten komplett aus meinem Gedächtnis zu verdrängen – zum Beispiel, dass H&Ms Trendabteilung zweifelsohne einen Abstecher wert sein kann, besonders im Herbst. Beim Blick auf die Pulli-Preise bei Stella McCartney und all den anderen großen Designern, die uns mit ihren übergroßen Strick-Kreationen seit ein paar Monaten um den Finger wickeln, wurde mir jüngst nämlich speiübel. “Wieso um alles in der Welt schleppst du dich dann nicht einfach zu H&M und deckst dich dort mit Strickkram ein?” flötete sie mir daraufhin eine leicht genervte Freundin entgegen. Achja, da war ja was.

Keine zwei Tage später musste ich als Kamel verkleidet und in besagter Umkleidekabine stehend feststellen, dass ich vor lauter teurer Lookbooks, aber auch wegen & other stories, COS, Monki und Konsorten beinahe das H&M Mutterschiff aus meinem Horizont verdrängt hatte. Man könnte auch sagen: Vor lauter Bäumen sah ich den Wald nicht mehr – wo wir auch schon beim nächsten Thema wären: Ich würde den Herbst so gerne in Hexenschuhen bestreiten. Richtig spitze, die bis zum Knöchel reichen. Und mit Schnürsenkeln, bitte. Bis ich allerdings fündig werde, erfreue ich mich weiterhin an meinem treuen mittelspitzen Wegbegleitern: weiterlesen

Wo bleiben denn die kritischen Artikel?

– 29.10.2014 um 12.13 – Leben Wir

text Wo bleiben denn die kritischen Artikel?Gestern ist etwas Wunderbares passiert, denn unter einem Beitrag von Scalamari Jane über das Alleine-Reisen erhitzen sich gleich mehrere Gemüter – einige ein bisschen zu voreilig, jedenfalls wenn mich fragt, andere allerdings völlig zu Recht. “Wo bleiben denn die kritischen Artikel”, fragte da jemand, und “werdet ihr jetzt wie andere Modeblogs”? Im allerersten Augenblick muss man da als Mit-Verantwortliche für dieses Schlammassel natürlich kräftig schlucken und mitunter auch heimlich ein paar Wut-Bröckchen zurück dorthin schicken, wo sie herkommen, man ist geneigt “Na hört mal, ihr dürft das hier alles umsonst lesen, also beschwert euch nicht!” durch den Bildschirm zu brüllen, aber bevor es überhaupt zu Sinnlosigkeiten wie diesen kommen kann, schaltet sich in solchen Situationen freundlicher Weise doch wieder das Gehirn ein. Wie wundervoll ist das denn eigentlich? Wir sind nämlich ganz offensichtlich nicht wie “alle anderen Modeblogs”, denn wir haben euch. Schlaue Fuchs-Leser, die sich keineswegs mit Shopping-Plattitüden zufrieden geben wollen, zumindest nicht ausschließlich.

Es gibt nur ein winziges Problem: Als erste Motz- und Schwadronier-Beauftragte des Jane Wayne Teams schwächle ich gerade wie nie zuvor. Und das hat gleich mehrere Gründe. weiterlesen

Wohnen // DIY-Inspiration mit “Up Up Light”

– 27.10.2014 um 12.45 – DIY Wochenrückblick

Up Up Light Wohnen // DIY Inspiration mit Up Up Light

Seit ich über die obigen Lampen-Kreationen namens “Up Up Light” gestolpert bin, frage ich mich aufrichtig, weshalb Produktdesigner sich nicht viel häufiger mit Schmuckdesignern zusammen tun, um Schönes zu erschaffe, ist doch eigentlich komplett logisch. Ganz hervorragend hat eine solche Liaison nämlich zwischen Dale Hardiman  und einer gewissen Emily Green funktioniert. Das Ergebnis sind Lampen wie aus dem Bilderbuch oder eben “Schmuck für Zuhause”, im wahrsten Sinne des Wortes. 

Vor ein paar Monaten hatte ich ähnliches bereits in meinem eigenen Wohnzimmer fabriziert (natürlich viel schlichter und stümperhafter), denn das Lampenthema ist meines Erachtens nach das schrecklichste aller Themen. Zu teuer, zu hässlich, zu kühl, zu haben-alle. Irgendwas ist immer. Die Lösung lautet daher vielleicht wirklich: Einfach selber machen. Oder eben in ein “Up Up Light” investieren: weiterlesen

Outfit // Double Denim von Vladimir Karaleev
& eine ziemlich große Mütze

– 27.10.2014 um 10.11 – Outfit Wir

vladi Outfit // Double Denim von Vladimir Karaleev <br/> & eine ziemlich große MützeVon meinem Kopf-Problem habe ich euch glaube ich schon ein Dutzend Mal erzählt, es ist nämlich so, dass selbiger ein bisschen zu klein für meinen Körper geraten ist und noch dazu mit einer wenig ausgeprägten Hinterpartie glänzt. Platt wie ein Flunder ist er von der Seite betrachtet, weshalb mir grob geschätzt 90% aller gängigen Mützen nicht passen und nein, ich sage das nicht, damit irgendwer diesen Umstand schnellstmöglich boykottiert. Ist nämlich so – von Opa geerbt, weshalb ich mich sogar über diesen etwas ulkigen Makel freuen kann. Trotzdem neige ich seit jeher dazu, mein Haar aus Kaschierungs-Zwecken zu doll zu toupieren. Meine Freundinnen wissen das und zupfen liebevoll an mir herum, wenn ich es wieder übertrieben habe und nach Alien, statt nach Mensch ausschaue.

Im Winter kommt das glücklicherweise nur selten vor, da trage ich nämlich Mütze. In diesem Jahr sogar eine sehr große, die all meinen Kopf-Komplexen gerecht wird. Danke, Acne Studios. weiterlesen

Track des Tages //
The Pains Of Being Pure At Heart – “Kelly”

– 24.10.2014 um 11.22 – Musik

Bildschirmfoto 2014 10 24 um 10.45.20 Track des Tages // <br/> The Pains Of Being Pure At Heart   Kelly

Ich kann es nur immer wieder sagen: “The Pains Of Being Pure Heart” ist womöglich der schönste Bandname überhaupt und die Musik, die sich hinter dem Bisschen Pathetik verbirgt, lieferte noch dazu den Soundtrack zu meiner Indie-Keller-Studentenzeit, zu wilden Nächten mit meinen Mitbewohnerinnen Accy und Ricci Rock, zu einer Ära, die leider spätestens mit dem Tod des Pretty Vacants in Düsseldorf endete. Große Trauer. Aber immerhin hat genau jene Band überlebt, die uns mit “Heart in your Heartbreak” regelmäßig zum Tanzen, Weinen und Knutschen brachte. 

Zwei Alben hatten die New Yorker, dessen wahnwitziger Name übrigens auf dem gleichnamigen Buch von Charles Augustus Steen III basiert, bisher veröffentlicht, am 22. April erschien dann endlich Nummer Drei: “Days of Abandon”. Zum Song “Kelly” gibt’s neuerdings ein Musikvideo, in dem Jen Goma fordert: be someone’s baby, or nobody at all: weiterlesen

Spotted // Taschen von Atelier Alisa Besirevic

– 23.10.2014 um 15.26 – Accessoire

Bildschirmfoto 2014 10 21 um 10.16.55 Spotted // Taschen von Atelier Alisa Besirevic

Seit ein paar Tagen schon schleiche ich um eine Tasche herum, die der auch noch relativ taufrische The Good Store bei mir im Kiez ganz frech im Schaufenster platziert hat. Es handelt sich hierbei nämlich um einen cremefarbenen Traum der ebenfalls recht jungen Designerin Alisa Beirevic, die nach einem Stop in Paris kürzlich aber glücklicherweise in Berlin gelandet ist. Der Good Store scheint jedenfalls genau so begeistert von ihren Kreationen zu sein wie ich, denn der hauseigene Instagram-Kanal des eigentlichen Second-Hand-Shops für Wow-Teile, spuckt so regelmäßig Bilder von besagter Alisa-Tasche aus, dass ich nun schon fast mürbe bin.

Weil Jessie und ich außerdem den gleichen Support-Your-Local-Heroes- Gedanken hegten, verweise ich an dieser Stelle einfach ganz fix auf ihr kleines Interview mit Atelier Alisa Besirevic und verbleibe mit vielen schönen Lookbook-Bildern und der Frage: Zuschlagen oder lieber nicht? weiterlesen

In the mood for // Autumn Boho Again

– 23.10.2014 um 9.44 – Mode Shopping Trend

Bildschirmfoto 2014 10 21 um 15.16.49 In the mood for // Autumn Boho AgainIch könnte mir eigentlich auch einen Wecker stellen, denn immer dann, wenn es draußen usselig wird, steht mir der Sinn wieder nach Ethno- und Hippiekleidern gepaart mit dicken Strumpfhosen, nach Mustern in Herbstfarben und kleinen Portionen von all dem, was man bei eBay wohl unter “boho” finden würde. Was der Sommer also nur wenig bis gar nicht in mir auszulösen vermag, schafft die dritte Jahreszeit gleich doppelt und dreifach, wobei diesmal auch die Hippie-Schickeria aus dem Oktober-Lookbook von Free People verantwortlich für meine Laub-Kranz-Laune zeichnet. 

Seit ein paar Tagen bin ich deshalb auf der Suche nach einem perfekten “Ich-latsche-spirituell-beschwingt-über-bunte-Blätter-Kleid”, fündig geworden bin ich am Ende bei Etsy, aber dazu später mehr. Auch meine Minnetonkas hab’ ich längst wieder raus gekramt und trotzdem liebäugle ich noch mit den Missoni x Converse Schätzchen. Eine neue Schlaghose wäre auch nicht verkehrt. Aber gut, man kann nicht alles haben – vielleicht ist ja aber für euch etwas dabei: weiterlesen

OUTFITS & SCHUH-SPEZIAL //
UNSERE Favoriten von VAGABOND TEIL 2

– 23.10.2014 um 9.00 – Outfit Wir

Bildschirmfoto 2014 10 22 um 16.56.55 OUTFITS & SCHUH SPEZIAL //  <br/> UNSERE Favoriten von VAGABOND TEIL 2

Ich kann schon gar nicht mehr an einer Hand abzählen, wie oft man mir schon verbale Giftpfeile vor den Kopf spuckte, bloß weil ich den Sommer nicht ganz so gern habe wie den Herbst. Wobei ich zu meiner Verteidigung noch schnell anbringen sollte, dass sich dieses Urteil wirklich ausschließlich auf textile Gegebenheiten bezieht, mit dünnen Spaghettiträgerkleidern kann ich nämlich viel weniger anfangen als mit dicken Schlabberpullis und mit Boots mehr als mit Sandalen, schon allein aufgrund der wenig optimalen Form meiner Zehen.

Es ist mir rein Schuh-technisch betrachtet also ein inneres Blumenpflücken, endlich den Herbst begrüßen zu dürfen. Herren-Treter samt Söckchen sind jedenfalls mein persönlicher Regenstraßen-Traum, weshalb auch der zweite Teil unseres Vagabond-Spezials natürlich nicht ohne das perfekte Paar Budapester auskommt. Und dann wären da noch ein paar Boots, die optisch gefährlich nahe am berühmt berüchtigten Jensen-Boot vorbei schrabben, meiner Meinung nach aber sogar tatsächlich ein bisschen besser gelungen sind. weiterlesen

Track des Tages // BØRNS
– “10,000 EMERALD POOLS”

– 21.10.2014 um 16.21 – Musik

bornsborns22 Track des Tages // BØRNS <br/> – “10,000 EMERALD POOLS”

Mit Musik halte ich es ein bisschen wie mit der Nahrungsaufnahme. Finde ich in einem x-beliebigen Restaurant nämlich ein schmackhaftes Gericht, dann komme ich für die nächsten Wochen oder Monate erst gar nicht auf die Idee, etwas anderes auszuprobieren – bis mir der Gaumenschmaus irgendwann bis oben hin steht und ich zwangsläufig doch noch kulinarisch umsatteln muss. Finde ich ein Lied, das meinen Ohren und der Seele gut tut, mache ich’s in etwa genau so. Demnach kann ich heute auf eine stolze Zahl von 23 Plays des Tracks “10,000 Emerald Pools” zurückblicken, es ist also ein Wunder, dass mir der Ohrwurm des Künstlers BØRNS, der gerade sämtliche Musikblogs für sich beansprucht, noch nicht zum Halse heraus hängt. 

Fragt mich jetzt aber nicht, wer dieser verruchte musizierende Model-Typ aus L.A. überhaupt ist, der anfangs doch tatsächlich ein bisschen wie ein Mädchen klingt. Das weiß nämlich irgendwie noch niemand so genau. Aber er ist gut, wenn nicht sogar verdammt gut: weiterlesen

Beauty // Back to Micro Bangs

– 20.10.2014 um 13.54 – Beauty Wir

Bildschirmfoto 2014 10 20 um 12.16.06 Beauty // Back to Micro Bangs Nach der Schwangerschaft ist vor der Haarkrise, denn irgendwann macht sich der sagenumwobene “Glow” wieder vom Acker und hinterlässt Kraut und Rüben auf dem Kopf. Jedenfalls ist das bei mir so, gepaart mit großer Spiegel-Langeweile. Ich sehe nämlich, seit ich keine Zeit mehr zum Pflegen meines dunklen Strohs habe, jeden Tag gleich aus. Mein neuer Pony unterstreicht dieses Problem zwar zusätzlich, aber immerhin sehe ich jetzt nicht mehr nur jeden Tag gleich, sondern eben auch ein bisschen mehr nach richtiger, wenn auch selbst gemachter Frisur aus. Ganz neu ist der radikale Scherenschnitt trotzdem nicht, dieser Schnippel-Wahn überkommt mich nämlich ungefähr ein Mal pro Jahr.

Schuld daran haben gleiche eine ganze Handvoll Schönheiten aus der Medienlandschaft, die mich immer wieder um den Finger wickeln und gleichzeitig vergessen lassen, dass Scheitel mir eigentlich besser steht. Die Italienische Redaktuerin Michela Meni zum Beispiel, oder auch Angelina Jolie in “Girl, Interrupted”, Christy Turlington oder Nasty-Gal Girboss Sophia Amoruso. Ganz zu schweigen von Audrey Tautou. Ist das eigentlich so ein Erwachsenwerden-Ding? Dass man irgendwann lieber eine Frisur trägt, die interessant ist, als eine, die sämtliche Männer pfeifen lässt? weiterlesen

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Mager-Irrsinn // Entweder dir passt
“Brandy Melville” oder du bist zu dick.

– 16.10.2014 um 11.09 – Gesellschaft Mode

Bildschirmfoto 2014 10 15 um 15.27.19 Mager Irrsinn // Entweder dir passt <br/> Brandy Melville oder du bist zu dick.Als das Unternehmen Piper Jaffray jüngst eine Liste der aktuellen “Up-Trending Brands for Teen Girls” veröffentlichte, da tauchte noch vor H&M, Urban Outfitters und Free People der ursprünglich italienische Retailer “Brandy Melville” auf, nämlich auf Platz 1. Man könnte sich jetzt natürlich für die Inhaber dieser textilen Goldgrube freuen oder selbst zum hippen Jünger werden – wäre da nicht ein überaus perfides Marketingkonzept, das zwar Produktionskosten drückt, dafür aber Komplexe fördert.

Wer Brandy Melville tragen und Teil vom Hype sein will, muss schlank sein, basta. Für die Exklusion sämtlicher Mädchen, die Kurvigeres als eine 60cm-Hüfte zu bieten haben, sorgt die Zwei-Größen-Regel: Das gesamte Sortiment der rapide wachsenden Ausgeburt der Mager-Hölle ist ausschließlich in Small und One Size shopbar. “Body-Blaming” nennt manch einer dieses Vorgehen. Oder eben “freie Marktwirtschaft.” weiterlesen

Musik-Crush //
ADNA – “Night”

– 15.10.2014 um 14.15 – Musik New Talent

Bildschirmfoto 2014 10 15 um 12.21.49 Musik Crush // <br/> ADNA   Night

“There’s so much with the night that is inspiring, because it is the silence that will bring out new sounds.”

Die Schwedin Adna ist erst 19 Jahre alt, sagt aber gern Dinge, die klingen, als hätte sie mindestens doppelt so viel Lebenserfahrung. Sie ist Nerd, Multiinstrumentalistin und auch ein bisschen wahnsinnig, mag die Nächte und Dunkelheit, weil dort mehr Platz für eigene Gedanken bleibt und beginnt jeden Songtext als Gedicht, den es später in eine Meldodie aus Gitarren, Klaviertönen und Percussions zu betten gilt. In nur fünf Nächten schrieb sie ihr Debütalbum “Night”, danach zog sie nach Berlin. Ihre Musik ist ein Mischmasch aus Romantik, Melancholie und einem Gesang, der streckenweise auch aus einem isländischen Wald voller Feenwesen stammen könnte. Große Musikliebe, vor allem “Dreamer” hat mir das Herz verknotet.

Am 13. November spielt Adna im Fluxbau. Hin da! weiterlesen

Bridal Fashion Week //
Best of Instagram

– 15.10.2014 um 12.31 – Mode

Bildschirmfoto 2014 10 15 um 12.05.55 Bridal Fashion Week // <br/> Best of Instagram

Ich habe nachts neuerdings sehr viel Zeit totzuschlagen, denn ehrlich gesagt gibt es kaum etwas langweiligeres als das mitternächtliche, einsame Stillen, was gelegentlich dazu führt, dass ich dank der Zeitverschiebung vor allem das amerikanischen Instagram-Treiben voll und ganz auf dem Schirm habe. Aktuelles Hype-Thema: Die New Yorker “Bridal Fashion Week”.

Diese Hochzeits-Fashion Week ist im Grunde ein reinster Kitsch-Alptraum. Nicht nur die allermeisten Models, die bisher über meinen Display rollten, sahen aus wie frisch aus dem Abendprogramm diverser Trash-Fernsehsender entflohen, auch die gezeigten Kreationen fielen für unsere europäischen Geschmacksknospen häufig ein bisschen zu dolle aus. Aber eben nicht alle. Eine Handvoll hübscher Entwürfe, die mich tatsächlich über einen heimlichen Kleidkauf für alle Fälle nachdenken lassen, war am Ende doch dabei. Die Trends für den Heirats-Herbst 2015: Betonte Hintern à la Kim Kardashian (nicht in meiner Auswahl enthalten), Rosa statt Weiß, sehr viel edle Spitze, Bauchfrei, Blumen-Prints, The Great Gatsby und hippieske Hüte. weiterlesen

OUTFIT // Von der Liaison zwischen
Spitze und Kuschelstrick

– 14.10.2014 um 9.30 – Mode Outfit Wir

IMG 9942 OUTFIT // Von der Liaison zwischen <br/>Spitze und KuschelstrickEinigen von euch wird es jetzt sicher in den Kommentatoren-Fingern zucken, aber ich kann euch sagen: Der Herzjunge hat’s schon getan, er hat ausgesprochen, was sogar ich selbst tunlichst zu verdrängen versuchte als ich heute Morgen vor dem Flurspiegel stand: “Ehm, das sieht ein bisschen nach Gothic aus”, waren seine Worte und meine Gedanken. Alles, was ich dem entgegen zu bringen hatte, war ein “Ist doch egal”. Ist doch nämlich wirklich egal, oder? Ich glaube nämlich, dass nicht einmal das Outfit Schuld an dunklen Assoziationen ist, sondern mein neues Haar, dessen Farbe sich noch etwas auswaschen, während der Pony rauswachsen muss; im Eifer des Post-Schwangerschafts-Schönheitswahns ist beides nämlich ein bisschen zu dolle geraten. Aber auch egal.

Ich freue mich nach 34 Wochen Babybauch nämlich erstens über jedweden Spitzen-Sexyness-Faktor, sei er noch so klein, aber noch mehr über meinen überdimensionierten neuen Pullover, wie wir ihn gerade zu Scharen auf den Laufstegen sahen, denn ohne Gemütlichkeit geht auch in der Modewelt gar nichts mehr und schon das allein verdient ein lautes Hurra: weiterlesen