Archiv für den Autor: Nike Jane

Über Nike Jane

Ich würfle zusammen, was eigentlich nicht passt und fluche am Ende des Tages gern über meine Outfitwahl. Ich mag musikalische Subkulturen, bloß kann ich mich nicht entscheiden, welche ich am liebsten mag: Creepers, Schlaghose, Lederjacke und Bubikragen passen nicht zusammen? Genau. Deshalb verliere ich mich ständig und muss mich jeden Tag auf's Neue finden.

Geschmacksache // Glitter-Schuhe à la Saint Laurent – machen oder sein lassen?

– 27.11.2014 um 15.15 – Schuhe Trend

saint laurent glitter boots Geschmacksache // Glitter Schuhe à la Saint Laurent   machen oder sein lassen?Mit diesem Post wären wir wieder bei meinem Lieblingsthema angelangt, nämlich “dem Nagel im Kopf”, den ich gefühlt seit meiner Pubertät mit mir herum schleppe und der in regelmäßigen Abständen dafür sorgt, dass ich mich unsterblich in materielle Kinkerlitzchen der Sorte “Geschmacksverkalkung” reinverliebe, zumindest wenn es nach dem Urteil von etwa 99% der Menschheit geht. Diesmal ist Hedi Slimane, Chefdesigner von Saint Laurent, dem Modehaus, dem seit geraumer Zeit das “Yves” fehlt, Schuld. Und Gilda Ambrosia, diese elfenhafte italienische Schönheit mit dem Walle-Haar zum Neidischwerden. Ersterer schickte nämlich einen funkelnden Dornröschen-Schuh über den Pariser Laufsteg, aber komplett Rock’n'Roll und 60er-Jahre mäßig. La Chica trug ihn kurz darauf. Und jetzt bin ich diejenige, die den Salat hat. Ein Glitter-Schuh und ich – was ist da los? 

Ich kann euch wirklich gar nicht sagen, wie überaus reizend ich es fände, diese Funkeldinger zu einer ranzigen Jeanshose plus Kuschelpulli auszuführen, als Häh?-Piece und “Guck mal!”-Garant. Oder an Weihnachten! Wäre da nicht der liebe YSL-Preis, der den Designertretern anheftet. Nasty Gal hat immerhin eine schwarze Version in petto. Aber: Kann ich das wirklich ernst meinen? Sagt schon. weiterlesen

Film-Tipp // Woody Allens
“Magic in the Moonlight”

– 27.11.2014 um 13.22 – Film

woody allen magic in the moonlight Film Tipp // Woody Allens <br/> Magic in the Moonlight

Es gab mal eine Zeit, da verbrachte ich viele Herbstabende im Kino, aber irgendwann hatte es sich, auch aus Zeitgründen, ausgekinosesselt. Ich bin also ganz klammheimlich einer dieser langweiligen Halberwachsenen geworden, die sich tatsächlich zum Filmeschauen verabreden müssen, statt es einfach so und ganz spontan zu tun. Aber immerhin bleibt mir noch die Vorfreude – zum Beispiel auf Filme wie diesen hier. “Magic in the Moonlight” von Woody Allen erscheint am 4. Dezember und wird sowas von angeschaut; ich kann mich nämlich an kaum ein Woody-Werk erinnern, das mich nicht hätte träumen, lachen oder grübeln lassen. Und zwar auf diese ganz leiuchtfüßige Art und Weise, die schlau, aber nicht gehirnverknotend und immer ein bisschen kitschig ist.

“Magic in the Moonlight” spielt irgendwo im Südfrankreich der 20er Jahre, wo die dekadente Oberschicht es einigermaßen knallen lässt. Ein gemachtes Nest also für Hochstapler, die den Reichen und Schönen klammheimlich das Geld aus den Taschen zaubern wollen – ist die Wahrsagerin Sophie (Emma Stone), die noch dazu behauptet, eine Art Medium zu sein, etwa auch ein Scharlatan? Ein gewiefter Gentlemen, gespielt von Colin Firth, soll genau das herausfinden, gerät während seiner Aufklärungsarbeit allerdings recht schnell ins Schleudern. Denn womöglich ist am Abrakadaba der vermeintlichen Betrügerin ja doch ein Funken Wahrheit dran? Wenn ein Misantroph auf eine Mystikerin trifft, kann daraus jedenfalls beinahe nichts anderes als eine ganz wunderbare Geschichte entstehen, die vor allem von Magie, Romantik und Bildern wie aus Gemälden lebt: weiterlesen

Outfit // Der Alpaka-Poncho von Folkdays

– 27.11.2014 um 8.42 – Outfit Wir

folkdays 4 Outfit // Der Alpaka Poncho von Folkdays Das mit der fairen Mode ist so eine Sache. Die meisten von uns würden ihr Geld nämlich ganz bestimmt sehr gerne dort lassen, wo Produktionsbedingungen und Gehälter sich tatsächlich in einem angemessenen Rahmen bewegen. Bloß ist es noch immer wahnsinnig schwer, Labels ausfindig zu machen, die wirklich nichts mehr mit dem angestaubten Image etlicher Eine-Welt-Läden gemein haben. Eines sitzt allerdings genau vor unserer Nase, hier in Berlin: FOLKDAYS. Die beiden Gründerinnen und Freundinnen Heidi Winge Strom und Lisa Jaspers beschlossen bei Tee und Kaffee irgendwo in Paris, dass Stil, Qualität und Fairness sich endlich nicht mehr ausschließen sollten und gründeten schon kurz darauf ihr eigenes Label samt Online Shop für hochwertige und handgemachte Schönmacher aus unterschiedlichen Entwicklungsländern. Ponchos sind zu meiner Freude  inzwischen auch mit von der Partie.

Mein persönliches Lieblingsstück nennt sich “Anell”, stammt aus Peru und wurde aus Baby-Alpaka-Wolle (die übrigens nicht immer von einem waschechten Babytier stammt, sondern vielmehr der seidigen Qualität eines Jungtiers entsprechen muss) gefertigt. Große Liebe – funktioniert nämlich auch als Schal. Danke, ihr Lieben! weiterlesen

November Wishlist // Hiking Boots, Orange und eine Pudelmütze

– 26.11.2014 um 12.00 – Shopping

shopping november ganni  November Wishlist // Hiking Boots, Orange und eine PudelmützeIch habe ein ausgemachtes Winterschuh-Problem, weil ich nämlich so eine Fuß-Frostbeule bin. Und deshalb frage ich mich jetzt, ob denn wohl Hiking Boots wie zum Beispiel jene dort oben von Ganni eine gute Wahl wären? Sehen ein bisschen klobig aus, ich weiß, aber man sagte mir, sie seien wirklichwirklich warm und irgendwie mag ich nach dem sechsten Winter mit meinen sonst so geliebten Dr. Martens endlich mal etwas neues probieren. Etwas anderes als die üblichen Schlechtwetter-Treter eben. Also, was meint ihr? 

Ganz sicher bin ich allerdings, dass die Zeit für einen camelfarbenen Kaschmirpullover gekommen ist, genau wie für ein persönliches Revival von orangem Lippenstift. Ob ich zuschlagen werde? Mal sehen. Es steht nämlich leider eine ganz andere Sünde ins Haus: Die Pudelmütze von Stella McCartney hat es mir schwer angetan (ich erzählte euch doch von meinem Fimmel für große Mützen, weil mein Kopf so klein ist). So viele Wünsche, so wenig Lust auf Geldausgeben, Das ein oder andere Teil wird also vielleicht auf meiner Weihnachtswunschliste landen. Bis dahin lege ich aber noch fix den Karo-Mantel dort oben ans Herz – ist nämlich im Sale♥ weiterlesen

Beauty // Nike Janes Favoriten im November
& ein kleines DIY

– 26.11.2014 um 9.21 – Beauty

IMG 2016 Beauty // Nike Janes Favoriten im November <br/> & ein kleines DIY

Um ganz ehrlich zu sein, hat mir Vichy irgendwann einmal eine Tagescreme in den Briefkasten gelegt, die ich daraufhin ganz frech ignorierte – bis sich dieser Tage mein Aesop-Mandarinen-Vorrat erschöpfte und ich das kleine Döschen “Neovadiol Magistral” ohne große Erwartungen wieder heraus kramte. “Was soll’s”, dachte ich noch, “einem geschenkten Gaul schaut man schließlich nicht ins Maul, ist ja bloß zur Überbrückung”. Aber oho, diesem Beauty-Gaul schaue ich seither sogar täglich ins Maul, denn die cremige Konsistenz macht aus meiner Heizungsluft-geplagten Gesichtshaut eine einzige weiche Wonne. Könnte daran liegen, dass dieses Produkt offensichtlich für reife Haut entwickelt wurde, was mir allerdings wumms ist, jedenfalls dieses eine Mal. 

Nachts benutzte ich hingegen mein Öl-Serum von Grown, vor allem wegen des Kräuter Dufts. Und dann wäre da ja noch meine Schnickschnack-Neuentdeckung des Monats: Eine Aromatherapie “Stressfrei” für unterwegs von “Primavera“, die nach Lavendel riecht und wahrscheinlich nur etwas bringt, wenn man ganz feste dran glaubt. Danke, Kathi, du weißt schon wer. weiterlesen

OUTFIT // Sonntage sind zum Lieblingsteile-Tragen da.

– 24.11.2014 um 10.58 – Outfit Wir

10788026 677013432414758 1177047102 n OUTFIT // Sonntage sind zum Lieblingsteile Tragen da.Samstage sind meine Lieblingstage, dicht gefolgt von Sonntagen, obwohl Sonntage mir beinahe schon wieder Angst machen, schließlich naht nach dem Tatort auch schon wieder der Montag. Man könnte zusammenfassend also sagen, dass ich Wocheneden grundsätzlich zwischen wohliger Faulheit und ein bisschen Panik verbringe, wegen all der bevorstehenden To-Dos. Manchmal passiert es mir dann, dass ich mich nach diesen unbeschwerten Studenten-Tagen zurück sehne, ohne Steuer- und Papierkram, aber mit vielen Mittwochs-Feiereien und oft sehe ich dann auch genau so aus wie damals, vor ein paar wenigen Jahren, inklusive Flechtzöpfen samt angeklatschtem Mittelscheitel. Genau so ist’s gestern passiert. 

Ich trug meine geliebten Sonia by Sonia Rykiel Loafer, die ich mir vor zwei Jahren gegönnt hatte, eine relativ alte Karo-Hose und dazu ein paar Neuerrungenschaften, die mein Herz derzeit schneller flattern lassen als ein Kolibri mit den Flügeln schlägt.  weiterlesen

Track des Tages // She & Him – “Stay Awhile”

– 24.11.2014 um 9.57 – Musik

She Him wait awhile Track des Tages // She & Him   Stay AwhileWenn nichts mehr geht, gehen immer noch Serien und vor allem solche, die nicht sonderlich viel Hirn in Anspruch nehmen. Auch ich hatte mal eine solche Eiscreme-mit-Schokobananen-drin-Phase, in der ich zum dritten Mal Vorlieb mit Gossip Girl nahm, bis ich schließlich die abstrusesten Dialoge mitsprechen konnte. Was Neues musste her, etwas mit weniger Intrigen und mehr Witz. Und da war es plötzlich, das “New Girl”, gespielt von Zooey Deschanel. Fortan wollte ich Pony tragen und vor allem zurück in eine Jungs-WG, als Henne im Korb. 

Während ich mir Inzwischen tatsächlich wieder mit zwei Männern die Wohnung teile  ist aus Zooey so etwas wie eine Stilikone geworden, Mädchen kreischen ihr hinterher und Tommy Hilfiger ließ sie für eine Capsule Collection bereits eigene Kleider designen. Dabei ist sie nun wirklich keine Modemacherin und eigentlich noch nicht einmal Schauspielerin, sondern Musikerin mit Leib und Seele. Zusammen mit dem Gitarristen und Produzenten M.Ward tritt Zooey nämlich seit 2008 und vier Platten als “She&Him” auf und wickelt uns mit einem gewissen Trippel-Trappel-alles-ist-mit-Zuckerhäubchen-bedeckt-Sound regelmäßig um denn Finger. Am 5. Dezember erscheint endlich “Classics”, das neue Studioalbum des bezaubernden Duos, das mit 13 Neu-Interpretationen zeitlos-schöner Klassiker bestückt ist. Den Anfang macht heute schonmal “Stay Awhile” von Dusty Springfield: weiterlesen

Video des Tages // Leandra Medine x Iris Apfel

– 20.11.2014 um 11.18 – Film Menschen

leandra interview iris apfel  Video des Tages // Leandra Medine x Iris Apfel

I just would like people to know that I’m not some empty-headed fashionista who thinks about nothing but getting dressed. People ask me all the time, ‘What do you think about when you get up in the morning about planning an outfit?’ My god, if I did that, I would have to kill myself.”

93 Jahre ist Iris Apfel mittlerweile alt, wobei das Attribut “alt” noch immer nicht recht zu der Frau mit mit dem mords Talent zum Farben- und Fummel-Stapeln passen mag. Immer wieder gerate ich ins Schwärmen, wenn irgendwo ihr Name fällt und zwar ganz besonders aufgrund ihrer punktgenauen Kommentare, wegen ihrer ansteckenden Freude an der Mode, die sie niemals zu ernst nimmt, wegen ihres Muts, ganz genau so zu sein und auszuschauen wie es ihr gefällt, wegen ihrer kecken Weisheit und dieser sympathisch-schrulligen Art, die macht, dass man sich wünscht, man wäre irgendwie blutsverwandt. In New York ist Frau Apfel seit jeher bekannt wie ein bunter Hund, gilt als schillernder Paradiesvogel der Upper Class und Multitalent in Sachen Stil, hierzulande weiß man spätestens seit etlicher Lobeshymnen auf Ari Seth Cohens Granny-Stil-Blog “Advanced Style“, dass Frau Apfel existiert. Legendär sind inzwischen außerdem sämtliche Video-Interviews mit der Riesenbrillenträgerin – es war also eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann sich Leandra Medine la Grande Dame endlich für eine Runde “Chat Room” schnappen würde, um unter anderem zu erfahren, wie man es schafft, über 60 Jahre lang glücklich verheiratet zu sein: weiterlesen

OUTFIT // Disney x Wood Wood

– 20.11.2014 um 9.58 – Outfit Wir

IMG 1739 OUTFIT // Disney x Wood Wood Gestern dachte ich noch, es sei eine ganz formidable Idee, einen gelben Wollrock zu einem Micky Mouse Hemd auszuführen, das man eigentlich gar nicht lange anschauen kann, ohne dass sich einem der Magen etwas verdreht. Heute Morgen, beim Betrachten der in der gestrigen Mittagspause geschossenen Bilder, war ich mir dann aber plötzlich doch nicht mehr so sicher. Wie kann das eigentlich sein, dass man manchmal in den Spiegel schaut und denkt “alles knusper”, um schon ein paar Stunden später ganz anderer Meinung zu sein. Und auf Fotos schaut das Ganze dann ja sowieso nochmal ganz anders aus, es ist ein Fluch. Ich sitze jetzt also hier und frage mich, ob ich mich vertan habe. Dabei wollte ich ursprünglich bloß für ein bisschen mehr Farbe im Herbstgrau plädieren, zum Beispiel Sonnengelb, aus gegebenem Anlass eben, und aus Protest. 

Bloß bei den Schuhen, da besteht kein Zweifel, es handelt sich hierbei nämlich um eine neue alte Liebe. Ich leide derzeit nämlich an einer minimalen Stan Smith-, Superstar-, Air Force One- und Pipapo-Übersättigung: weiterlesen

BEAUTY // Der Reiz des Schlupfohrs

– 19.11.2014 um 11.56 – Beauty

ohren blitzer BEAUTY // Der Reiz des Schlupfohrs Ich weiß schon – das hier ist eigentlich gar kein richtiges Beauty-Thema und die meisten von euch werden sich angesichts der Ohrenbilder sicher fragen, ob ich noch alle Murmeln beisammen habe. Aber ich mein’s wirklich ernst. Das sogenante “Schlupfohr”, auch “Ohrenblitzer” genannt, ist auf meiner persönlichen “Schön durch den Alltag-Skala” tatsächlich ganz oben angesiedelt. Manchmal schlupft so ein Ohr zwar einfach aus Versehen aus dem Haar-Wust heraus, immer häufiger wird das einst als “Verpeilo-Merkmal” verschriene Markenzeichen allerdings ganz bewusst eingesetzt. Ich selbst bin zum Beispiel seit jeher ein großer Fan der freigelegten Ohrmuschel (als ich klein war, habe ich mir nachts Watte hinter die Löffel geklemmt, weil ich auch so schöne abstehende Ohren haben wollte wie meine Freundin Koko), bloß versteht meine Umwelt diesen Kniff nur sehr bedingt und mein Freund am allerwenigsten. 

Wenn ich abends in einen Pyjama gehüllt auf dem Sofa neben ihm sitze, ein Buch lesend und dabei heimlich versuchend auch nur minimal attraktiv zu wirken, dann kommt manchmal der Ohrenblitzer ins Spiel. Weil ich mir nämlich einbilde, dann besonders keck und süß zu wirken; ich hoffe also auf den Out-Of-Bad-Hair-Effekt, aber nichts da. Ich muss nur bis fünf zählen, da hat Monsieur auch schon mein komplettes Haar hinters Ohr gestrichen, ganz ordentlich, ohne Ausreißer. Womöglich, weil ihn dieses Halbgare irgendwie aggressiv macht. weiterlesen

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Baby Jane // Die ersten Wochen als Mama

– 18.11.2014 um 16.15 – Baby Jane Wir

Bildschirmfoto 2014 11 18 um 16.24.49 Baby Jane // Die ersten Wochen als MamaEin Baby zu haben ist schön und nervig, überwältigend, strapaziös und total krass, krass toll, krass einschränkend, krasser Wahnsinn, pures Glück. Fragen, die man gestellt bekommt, wenn man ein Baby hat: Merkst du schon den Schlafentzug, wie ist das so, wie machst du das alles, wann wurde er noch gleich geboren und wie ist er denn so drauf? Weil ich meist wenig Lust habe, bis ins letzte Detail über Babykotze und Babykacka zu reden, antworte ich meist nur: Zwischen sechs und sieben Wochen alt, es ist nicht so schlimm wie alle sagen, das mit der Müdigkeit regeln auch irgendwie die Hormone und keine Ahnung was für ein Typ er ist, wir kennen uns noch nicht so lange und es lag auch keine Gebrauchsanweisung dabei.” Meist kommt dann nur noch ein “hihihi, ok” hinterher.

Das ist angenehm, denn viele viele Menschen, die einst einmal ganz locker unterwegs waren, mutieren angesichts eines Milchmäuschens zu unangenehmen Ratgebern, die in Wahrheit niemandem einen Rat geben sollten. Neulich zum Beispiel, als ich in der Feinkostabteilung des KaDeWes an der Kasse stand, um meinen Karamellkäse zu bezahlen, da knurrte mir meine Warteschlangennachbarin so etwas wie “Ja, erstickt das Kind denn nicht da drin?!” entgegen. Ich konnte nicht anders als “Doch, doch, ich höre es schon schnappatmen” zu erwidern, während “das Kind” in seinem Tragesack wohlig angelehnt an meine Doppel-D-Still-Brust schlummerte und bester Dinge war. weiterlesen

Wohnen // 12 Wünsche für den Herbst

– 17.11.2014 um 11.47 – Wohnen

wohnen herbst deko einrichtung  Wohnen // 12 Wünsche für den Herbst

Früher haben “die Großen” immer davon gefaselt, dass sich irgendwann im Leben sämtliche Prioritäten verschieben. “Da gibt man nicht mehr sein gesamtes Geld für Platten aus, sondern spart auf einen größeren Urlaub”, hieß es da zum Beispiel. Weil mir persönlich sowieso nur sehr wenig Zeit zum Verreisen bleibt, gebe ich ehrlich gesagt noch immer zu viel Geld für Scheibenmusik aus. Was ich gerade aber durchaus bemerke, ist ein akuter Nestbau-Trieb, was so viel bedeutet wie: Klamottenshoppen-Gelüste können mir derzeit den Buckel herunter rutschen, stattdessen stöbere ich mich in Einrichtungsläden um Kopf und Kragen. Priöritätenverschiebung: Check. Denn Zuhause soll es doch am schönsten sein, da halte ich es wie meine Oma Mia.

Die hat nämlich vor ein paar Monaten zum allerersten Mal das Meer gesehen, auf einem Kreuzfahrtschiff, und sagte, endlich wieder in ihrer Küche sitzend, doch tatsächlich: “So ganz verstehe ich das nicht. Egal, wohin man guckt – das Wasser sieht ja doch überall gleich aus. Hier gefällt es mir wirklich am besten.” weiterlesen

Bilder des Tages // VOGUE-Editorial
“Best Lingerie comes in all sizes”

– 13.11.2014 um 17.08 – Fotografie Gesellschaft

vogue editorial Bilder des Tages // VOGUE Editorial <br/> Best Lingerie comes in all sizesWährend ich diese Zeilen hier tippe, frage ich mich ehrlich gesagt, weshalb ich überhaupt damit angefangen habe, denn eigentlich gibt es beim Betrachten des obigen Bildes nur einen halben Grund zur Freude. Es ist nämlich so: Die amerikanische VOGUE wuchs dieser Tage doch tatsächlich über sich selbst hinaus und veröffentlichte ein von Cass Bird geschossenes Unterwäschen-Editorial, in dem Frauen unterschiedlichster Couleur und Kleidergröße brillieren. Wir sehen demnach eine Handvoll wunderschöner Menschen, an denen es rein gar nichts zu mäkeln gibt, wir freuen uns sogar über den längst überfälligen Sinneswandel der VOGUE, die sich bisweilen etwas schwer damit tat, das gesamte Facettenreichtum der weiblichen Natur abzubilden – aber gleichzeitig schütteln wir auch schon wieder heftig mit den Köpfen. 

Es kann doch eigentlich nicht wahr sein, dass ich dieses Shooting überhaupt als nennenswert erachte, dass wir es hier wirklich und wahrhaftig mit einer Ausnahme, ja fast schon mit einer minikleinen Revolution im Land der genormten Hochglanzmagazin-XS-Models zu tun haben. Schön und traurig, traurig und schön. Willkommen im Jahr 2014. weiterlesen

Wohnen //
Die schönsten Wandkalender für 2015

– 13.11.2014 um 13.34 – Wohnen

Kalender 2015 Wohnen // <br/> Die schönsten Wandkalender für 2015Vor ein paar Monaten hatte ich mich unsterblich in einen Kalender namens Stendig verguckt, bloß war längst kein Rankommen mehr. Entworfen wurde er 1966 von Massimo Vignelli, schon ein Jahr später hing er als Mitglied der ständige Sammlung im MoMA und zwar als einziger Kalender überhaupt. Mit 91,5 x 122 cm ist das hübsche Monstrum mit den schwarzen und weißen Seiten also nicht nur gigantisch, sondern gilt obendrein als ultimativer Design-Klassiker. Ich schlage seit heute morgen also Purzelbäume, denn zackboom, für 2015 ist er ab sofort wieder erhältlich. 

Noch einen weiteren Purzelbaum schlage ich, weil meine Wohnung glücklicherweise mehr als ein einziges Zimmer besitzt, ich werde mir demnächst also mindestens zwei Kalender aufhängen. Der Familien-Planer von Anny Who ist nämlich auch nicht von schlechten Eltern. Und dann wäre da ja auch noch das Exemplar von Jutebeutel in Jane Wayne-Rosa. Und, und, und: weiterlesen

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Magazin-Tipp // “Das Buch als Magazin” –
Oscar Wildes “Das Gespenst von Canterville”

– 13.11.2014 um 10.40 – Buch Magazin

buch als magazin Magazin Tipp // Das Buch als Magazin   <br/> Oscar Wildes Das Gespenst von CantervilleErst Kafkas “Die Verwandlung”, dann Büchners Woyzeck”, zuletzt Arthur Schnitzlers”Traumnovelle” und jetzt eben Oscar Wildes “Das Gespenst von Canterville” – Johanna Swistowski und Peter Wagner, die beiden Strippenzieher hinter der intelligentesten Magazinidee der vergangene Jahre, machen mit ihrem “Buch als Magazin” seit inzwischen vier Ausgaben große Lust auf das Lesen waschechter Klassiker, sie verknüpfen Literatur mit Journalismus, das Früher mit dem Heute und beweisen obendrein, wie wunderbar monothematische Konzepte funktionieren können. Diesmal dreht sich alles, ihr ahnt es vielleicht, um Gespenster und alles, was da am Thema noch mit dran hängt. 

Nachdem sich die erste Hälfte des Magazins Wildes Originaltext widmet, tauchen wir schließlich ab in die Unsterblichkeit, wir fragen uns, weshalb manche Popstars ewig Leben, besuchen einen Heiler, der Angst vor Fröschen hat, dafür aber böse Geister namens “Dschinn”zu vertreiben in der Lage ist, wir lauschen dem dänischen Fotografen Jacob Holdt, der selbst nach etlichen Besuchen und Übernachtungen bei Ku Klux Klan Mitglieder noch behauptet, er kenne keinen schlechten Menschen, wir versinken in einem Essay über die Sehnsucht nach Leere im Kopf und bleiben am Ende mit einem ziemlich vollen Kopf zurück: weiterlesen