Archiv für den Autor: Nike Jane

Über Nike Jane

Ich würfle zusammen, was eigentlich nicht passt und fluche am Ende des Tages gern über meine Outfitwahl. Ich mag musikalische Subkulturen, bloß kann ich mich nicht entscheiden, welche ich am liebsten mag: Creepers, Schlaghose, Lederjacke und Bubikragen passen nicht zusammen? Genau. Deshalb verliere ich mich ständig und muss mich jeden Tag auf's Neue finden.

Outfit // 6 x Alltag

– 02.09.2015 um 10.42 – Outfit Wir

outfits alltagGestern trug ich rote How-I-Met-Your-Mother-Gedächtnis-Stiefel und dazu ein cremefarbenes Kleid mit allerlei Verzierungen. Normalerweise wäre Sarah Jane sofort aufgesprungen um dieses Wagnis für unsere neue Alltags-Kategorie zu dokumentieren, aber meine Morgenmuffeligkeit kam uns in die Quere, deshalb an anderer Stelle mehr dazu. Ich bin mir hinsichtlich dieser 2nd Hand Fundstücke nämlich immer noch nicht ganz sicher (all meine Freund behaupten erschreckenderweise, sie seien pink). Beim Zusammenstellen der obigen Schnappschüsse fiel mir indes auf, dass ich derzeit viel lieber in Converse durch die Straßen schlawänzle, dabei dachte ich vor ein paar Jahren eigentlich, die Sache mit den Chucks wäre gegessen. Ist aber nicht so, eine neue alt große Liebe entflammt da gerade in mir.

Was ich sonst noch zwischen Berlin, Köln, München und Spielplatzstunden trug, seht ihr hier, ganz kurz und bündig: weiterlesen

#Imperfect oder I’M PERFECT?
– Esprit Kampagne für mehr Selbstliebe

– 01.09.2015 um 15.52 – Advertorial Mode

esprit im perfect
Sich selbst so richtig schön finden und dem Spiegelbild High Five geben, das ist heute gar nicht so einfach und vielleicht war es das auch nie, ständig gaukeln uns die Medien Ideale vor, denen es hinterher zu lechzen gilt, überall wird von Individualität geredet, aber wenn es um uns selbst geht, werden wir plötzlich ganz kleinlaut und nörgeln als gäbe es kein Morgen mehr. Sommersprossen werden zu Streuselkuchengesichtern, Rundungen zu Problemzonen, irgendetwas an uns gerät permanent zu kurz oder zu lang, die Beine zum Beispiel oder die Nase, zu dick, zu klein oder ganz zweifelsohne furchtbar anders als es eigentlich sein sollte, obwohl ohne das Anderssein der Eine wie der Andere wäre, alles gleich, langweilig und nichtssagend. Manchmal passiert es, dass Persönlichkeiten verblassen, weil wir viel zu oft nur an der Oberfläche kratzen, weil wir nach Perfektion suchen, die nur auf Bildern existiert und vielleicht sogar noch nicht einmal dort. Wir wissen das, aber vergessen viel zu gern, weshalb kleine Erinnerungen und Liebesbriefe an unsere Unvollkommenheiten hin und wieder ziemlich wichtig sind. ESPRIT sieht das sehr ähnlich und hat sich deshalb pünktlich zum Herbst die #IMPERFECT Kampagne aus dem Ärmel geschüttelt – um ein Statement gegen Idealvorstellungen zu setzen.

IMPERFECT oder I´M PERFECT? Macht nämlich gar keinen Unterschied, genau. weiterlesen

Spotted//
Taschen-Liebe bei Closed

– 01.09.2015 um 9.33 – Accessoire Shopping

closedbags taschenIch erinnere mich noch ziemlich gut daran, wie ich damals, als Bootcut Jeans noch alles waren, in regelmäßigen Abständen jammernd vor dem Antlitz meiner Mutter stand, um sie inständig darum zu bitten, doch bitte endlich die Finger von diesen grausamen Karotten-Pedal-Pusher-Hosen von Closed zu lassen. Zehn Jahre später hat sich der Spieß umgedreht, meine Mutter trägt jetzt Skinny und ich stehe als Möhre da. Closed mischt jetzt auch in meinem Kleiderschrank ganz vorne mit, weshalb ich mich regelmäßig durch den Onlineshop des deutschen Brands klicke. Jüngst stieß ich dabei auf eine ganze Armee Sabber-des-Giers-erzeugender Handtaschen, die optisch irgendwo zwischen Céline, A.P.C und Chloé changieren, dabei aber viel erschwinglicher und trotzdem Made in Portugal sind.

An erster Stelle meiner Wunschliste befindet sich deshalb das rostrote Schmuckstück im Faye-Stil dort oben – gibt’s auch noch in einer anderen Farbe: weiterlesen

Fragebogen //
10 Beauty Facts about Nike Jane

– 31.08.2015 um 12.13 – Beauty

10 beauty facts nike janeScalamari Jane hatte uns hier bereits mit ihren zehn persönlichen Beauty-Facts versorgt und gleichzeitig einen Aufruf an uns andere Janes gestartet, auch endlich mit ein paar Wahrheiten rauszurücken. Hier folgen sie also, die zehn Fakten über mich, von denen ihr womöglich noch gar nichts wusstet: weiterlesen

OUTFIT //
Sonne & ein neues Fahrrad.

– 31.08.2015 um 9.55 – Advertorial Outfit Wir

edited the label kleidJeder Mensch, der ein Fahrrad besitzt und ehrt, der weiß, dass Fahrraddiebe einem zuweilen das Herz brechen können; ein Fahrrad ist nämlich ein bisschen wie ein Rauhaardackel, ein treuer Begleiter, den man nicht einfach so mir nichts dir nichts ersetzen kann. Deshalb war ich jetzt ein ganzes Jahr lang zu Fuß und mit der Trödelbahn unterwegs, man nahm mir nämlich nicht nur mein Holland-, sondern auch mein Rennrad und zwar binnen kürzester Zeit, beide Male genau vor meiner eigenen Haustür. Am Wochenende beschloss ich schließlich, dass es womöglich an der Zeit sein könnte, ein neues Kapitel aufzuschlagen, eines mit Einkaufskörbchen und rosafarbenen Reifen dran. Gesagt, getan, ein Freudentag.

Passend zum Anlass trug ich ein Kleid von EDITED the Label, das auf Instagram bereits sehr passend als „strangest cool dress“ bezeichnet wurde, so sehe ich das nämlich auch. Und nein, ich konnte nicht auf die cremeweißen Socken verzichten, wirklich nicht: weiterlesen

Beauty // Hair-Crush
Mica Arganaraz für Sandro Paris

– 28.08.2015 um 11.30 – Beauty Mode

sandro paris herbst winder 2015Seit ich in Haardepressionen ersaufe, weiß ich, was waschechter Frisuren-Neid ist und im Fall von Mica Arganaraz ist es ganz besonders schlimm. Das argentinische Model, das von 2012 bis heute schon für beinahe jedes große Luxushaus über den Laufsteg schlawänzelte, trägt seit jeher ein Wellenmeer auf dem Kopf, das an freche Perfektion grenzt und das, obwohl womöglich keine Strähne exakt da sitzt, wo sie sollte, nein, viel mehr sorgt dieser gewisse Grad an Laissez-Faire gepaart mit Bettlaken-Charme dafür, dass das Unvollkommene so vollkommen scheint. Wobei ich mir schon denken kann, dass hier obendrein in etwa eine Tonne „Produkt“ mit im Spiel ist. Ich wüsste nur gerne, welches.

Kopf-abwärts geht es selbstredend nicht minder schön weiter, denn Grund für das seichte 70’s-Styling ist die Herbst/Winter Kollektion von Sandro Paris. Ein Lookbook wie aus meinen kühnsten Kleiderschrank-Träumen entsprungen – die Jacken, Freunde, diese knallerstarkten Jacken: weiterlesen

Wohnen // Erste Herbstboten

– 28.08.2015 um 9.44 – Wohnen

herbst dekorationEin Wunder, dass ich mir noch keine saftige Backpfeife seitens meiner Sonnenabeterfreunde eingefangen habe, so häufig wie ich in den vergangenen Tagen den Herbst herbei beschwor. Ich bin nämlich eher ein Kind für die etwas gediegeneren Zwischensaisons und Temperaturen über 25 Grad machen mich nicht glücklich, sondern mürbe. So, jetzt ist’s raus. Jedenfalls stecke ich derzeit schon bis zum Hals in Gestaltungsplänen, um hier in unserem Dachgeschoss gemütlich durch die grauen Tage zu kommen. Eine neue Decke muss zum Beispiel und noch dazu habe ich inzwischen ganz offensichtlich ein Alter erreicht, in dem man über Tischläufer nachdenkt, ernsthaft. Jedenfalls mit hübschen Bommeln dran. Geschirr brauche ich sowieso, mit acht Tellern kommt man nämlich nicht allzu weit und etwas Grün, am besten als Sessel, das wäre auch nicht von schlechten Eltern.

Oh, und und endlich habe ich eine Holzlampe gefunden, die schön und erschwinglich ist. Mal schauen, ob ich zuschnappen werde, aber möglich wärs durchaus: weiterlesen

OUTFIT //
M Missoni Zickzack

– 28.08.2015 um 9.27 – Outfit Wir

ace and tateGestern hatte ich es mit einem typischen Donnerstag zu tun, man klemmt irgendwie zwischen den Stühlen, weil man einerseits noch mitten in der Woche steckt, das Hirn sich seinerseits aber längst gen Freitag und juchu, bald ist Wochenende verabschiedet hat. Ich war außerdem so müde, dass der Tag mit Duschgel statt Shampoo im Haar startete, ganz zu schweigen von der Faulheit, die mich beim Anblick meines Kleiderschranks, der übrigens gar kein Kleiderschrank, sondern ein Gästebad mit Kleiderstangen drin ist, übermannte. Es reichte also gerade noch für einen Griff Richtung Jeansshorts und neuem Zickzack-Pulli, der die Geister ganz offensichtlich scheidet, fragt mich nicht, weshalb, ich mag ihn nämlich sehr.

Zum allerersten Mal trug ich zudem Sonnenbrille trotz des trostlosen Himmels, auch wenn sich das eigentlich wirklich nicht gehört. Alles in allem also kein Outfit, das nach Applaus schreit – dafür aber pudelwohliger Alltag: weiterlesen

Bildband-Tipp //
„Snapshots of dangerous Women“

– 27.08.2015 um 12.52 – Buch

snapshots of dangerous women„When I’m good, I´m very good, but when I’m bad, I’m better.“ – Mae West 

Männer sind Männer rund Frauen sind Frauen, so war das damals, und damals ist noch gar nicht lange her. Trinken, rauchen, laut und frivol sein, hinter dem Lenkrad sitzen und vielleicht sogar rasen, Sport treiben, Haut zeigen, Abenteuer erleben und sich vergessen – die „dangerous women“ von früher mussten dafür mutig sein. Beim Betrachten der sorgsam kuratierten Fotografien, die zwischen den 30er und 60er Jahren aufgenommen und von dem New Yorker Kunstsammler Peter J. Cohen aus Flohmarktkisten dieser Welt gerettet wurden, ersäuft man entweder in Langweile, weil „alles schon gesehen“, oder aber man denkt sich fort, zum Beispiel ins Jahr 1922, als in der Zeitung noch Schlagzeilen wie a women is arrested for lighting a cigarette in the street zu lesen waren, man sucht nach den Geschichten hinter den Schnappschüssen und versinkt in Fragen, die größer sind als temporärer Leichtsinn. Und dann ist da noch Dankbarkeit. Dafür, dass es sie gab, die wilden Hilden und Dorothy Levitts dieser Welt, die lieber Hosen als Röcke trugen, an Autos schraubten, im Flugzeug den Atlantik überquerten und sich ihre Lippen als Zeichen der eigenen Emanzipation mit feuerroter Farbe bemalten. Manchmal hilft es, sich daran zu erinnern, dass Selbstverständlichkeiten irgendwann einmal Ausnahmen waren – um am Ende festzustellen, dass wir genau da weiter machen sollten, wo wir uns heute in wohliger Bequemlichkeit suhlen. „A dangerous woman doesn’t break the rules – she makes them.“ weiterlesen

Shopping //
Casual Business Basics

– 27.08.2015 um 11.07 – Mode Shopping

businessoutfot basics shoppingManchmal muss man im Leben adrett aussehen, da führt beinahe kein Weg dran vorbei, den Meisten fällt das überhaupt nicht schwer, mir schon und einer Handvoll Freundinnen, die auf keinen Fall im Sweatshirt das Büro betreten dürfen, auch. Die Frage aller Fragen lautet dann meist: Wie geht das überhaupt, schick sein, ohne stieselig zu wirken? Oft liegts am altbackenen Blusenkragen, sagen die Einen, andere verteufeln Stoffhosen und gruselige Schuhe, die beim Gehen schrecklich klackern. Ich finde, mit einem netten Foulards aka Seidentuch reißt man schon eine ganze Menge raus und spießige Loafer sind sowieso längst halb so wild, manchmal sogar furchtbar schön.

Mit ein bisschen Basic-Pfiff-und-Kniff kann man dann und wann außerdem ganz heimlich ein bisschen durchdrehen. Dazu eigenen sich beispielsweise Schuppenblusen oder solche mit V-Ausschnitt, auch Oversize-Hemden können ganz schön schlau ausschauen. Wenn alles nicht hilft, dann machts vielleicht ein Kaschmirpullover in Tannengrün. Oder, wie dort oben im, pardon, In Style-Editorial ein netter Stehkragen unter der Bluse. Achso, und nicht zu vergessen: Socken! Funktioniert inzwischen nämlich auch für Nicht-Michael-Jackson-Fans: weiterlesen

DIARY // Ein Tag im
Designer-Dschungel „Ingolstadtvillage“

– 26.08.2015 um 13.03 – Advertorial Event Shopping

ingolstadt village desiger outlet

Als man mich fragte, ob ich nicht eventuell Lust hätte, einen halbganzen Tag in der Nähe von München, genauer Ingolstadt, zu verbringen, umringt von lauter Shops mit großen Designernamen über den Türen, da musste ich kurz lachen und schlucken und mir schließlich eingestehen, dass es womöglich mal an der Zeit wäre, sämtliche hunderttütige Instagram-Bilder wildgewordener Exzess-Shopper-Frauen und -Mädchen aus dem eigenen Outlet-Assoziations-Topf zu verbannen, um selbst mal dran zu schnüffeln. Die Markenliste des sogetauften „Ingolstadt Village“ liest sich nämlich teils mit Gleichgültigkeit, teils aber doch mit ein paar großen Sternen in den Augen: M MISSONI. GUCCI. BIRKENSTOCK. AIGNER. TOD’S. Für bis zu 80% weniger Kröten als im regulären Verkauf.

Mehr brauchte es kaum für eine Zusage meinerseits, nicht nur aus persönlicher Konsumlust, sondern auch wegen Sarah Jane, die derzeit Babywasser-bedingt in keinen Schuh mehr passt und dringend eine Aufheiterung materieller Natur nötig hat, wenn man mich fragt. Muss ja auch mal sein. Also hin da. Einen weiteren Schmankerl gab’s selbstredend gratis oben drauf: Jana Pallaske (oh hallo Engel & Joe!) und Supermodel Eva Padberg warteten zwischen Macarons, weichen Sofas und ordentlich drapierten Handtaschen außerdem auf einen keinen Plausch mit uns. weiterlesen

Track des Tages //
K.Flay – „Can’t Sleep“

– 24.08.2015 um 11.51 – Musik

kflay cant sleepEs kommt zuweilen vor, dass ich eine Schwäche für Musik hege, die meine ganz besonders findigen Freunde gern als Autoscooter-Tracks abtun, womöglich sogar zu Recht, für die Amerikanerin K.Flay springe ich heute allerdings nur allzu gern in die Bresche, wenn auch beinahe ein ganzes Jahr zu spät. 2014 veröffentlichte Kristine Meredith Flaherty, die eigentlich Psychologie und Soziologie studiert hat, bereits ihren ersten autonomen Longplayer nach der Trennung von ihrem Major Plattenlabel, vor ein paar Tagen ist „Life as a dog“ dann aber endlich auch in Deutschland auf den Markt gekommen. Mein Ohrwurm der Stunde: ‚Can’t sleep‘ (.. I hope I stay awake / cause I’ve been running running running all day).

Mit Vorliebe rappt die 30-Jährige über ihr Liebesleben und lange Nächte, wobei sie es mühelos schafft, am Flow-Level einer Angel Haze zu kratzen und Rap mit Indie Pop zu vermählen, was ich persönlich ganz groß und unbedingt in Dauerschleife hörbar finde: weiterlesen

Outfit //
Samstags in Himbeerschuhen

– 24.08.2015 um 10.57 – Outfit

lika mimikaNormalerweise schluffe ich am Wochenende wirklich in ziemlichen Lappen durch die Straßen, dafür, dass ich auf dem Teller oder im Kuchen außerdem nicht viel mit Himbeeren anfangen kann, bin ich dieser Tage aber ganz schön verliebt in dieses Beerenpink an meinen Espadrilles-Füßen und für meine Verhältnisse sogar ganz adrett unterwegs gewesen. Beseelt und euphorisiert von so viel Farbe und Eiskaffee, kam ich morgens sogar noch dazu, mir die kaputten Haarspitzen und noch ein bisschen mehr ratzfatz abzuschneiden, das Frisurenproblem ist wegen der endlosen Möglichkeiten und großen Entscheidungsschwierigkeiten also auch erstmal ad acta gelegt.

Viele Bilder sind am Samstag zwar nicht entstanden, dank Sarah Jane existieren aber immerhin ein paar Schnappschüsse vom Zufalls-Outfit, dass zwar ganz schlicht, aber gerade deshalb auch gar nicht so verkehrt ist. Bleibt nur noch eine Frage offen, die hier immer wieder gestellt wird: Wie um alles in der Welt, habe ich es geschafft, meine Wildledertasche vom mordsmäßigen Ölfleck zu befreien. Ganz einfach: Mit ein bisschen Bürstengewalt und dem guten alten Dr. Beckmann Fleckenteufel. weiterlesen

INTERVIEW // Mirna Funk über ihr Buch
„Winternähe“ & modernen Antisemitismus

– 21.08.2015 um 9.48 – Buch

mirna funk winternaeheMirna Funk ist eine deutsche Jüdin, die 1981 in Ostberlin geboren wurde. Sie redet schnell und laut, aber nicht einfach so, sondern weil sie viel zu sagen hat. Nach ihrem Studium der Philosophie und Geschichte schreibt sie für zahlreiche Publikationen wie „Interview“, den „Freitag“ und das „ZEITmagazin“, über Feminismus, Mode und Antisemitismus – Mit Schubladen konnte Mirna noch nie viel anfangen. Im Sommer 2014 geht die Journalistin nach Tel Aviv, um von dort aus über ihr Leben im Ausnahmezustand zu berichten. Was vor knapp einem Jahr noch niemand wusste: Gleichzeitig arbeitet sie ganz still und heimlich an ihrem ersten Roman „Winternähe“, der gerade erschienen ist und prompt mir dem Uwe-Johnson-Förderpreis für das beste deutschsprachige Debüt der vergangenen zwei Jahre ausgezeichnet wurde.

Winternähe“ erzählt eine Geschichte zwischen Berlin und Tel Aviv, die Geschichte von Lola. Lola ist aber nicht Mirna, Mirna nicht Lola. Ein paar Gemeinsamkeiten gibt es trotzdem: Den von Fremden aufgemalten Hitlerbart zum Beispiel. Die Suche nach der eigenen Identität als Vaterjüdin, den Versuch, selbstbestimmt zu leben und die Fassungslosigkeit darüber, dass selbst Freunde sich zu antisemitischen Kommentaren in der leichtsinnigen Wonne der Social Media Welt hinreißen lassen. Ein bisschen soll „Winternähe“ auch Aufklärung sein, sprachlich schlau und provokant, eine Art Handbuch, das die Vielfalt der israelischen Gesellschaft aufzeigt und Wissen gegen gefährliche Vorurteile austauscht. Im Interview spricht Mirna Funk über die Angst der Deutschen vor dem Fremden, über die Liebe zu ihrem Mann, den sie als Tochter einer nicht-jüdischen Mutter in Israel nicht heiraten darf und die Zeit im Krieg. weiterlesen

Outfit // 70’s Chucks & Wildlederjacke

– 20.08.2015 um 9.03 – Advertorial Outfit

Processed with VSCOcam with c1 presetWas viele hier ja gar nicht wissen: Ungefähr 50% unserer Arbeitszeit sind wir überhaupt nicht als Bloggerinnen unterwegs, vor eineinhalb Jahren wurde nämlich aus einer Schnapsidee heraus Jane Wayne Consulting geboren, ein Glücksfall, sonst würden wir womöglich irgendwann vor dem Bildschirm festfaulen. Gestern jedenfalls verschlug es uns deshalb seit monatelanger freiwilliger Abstinenz mal wieder ganz unverhofft in den Wedding, genauer gesagt in ein kleines Hinterhofparadies, von dem wir euch beizeiten noch erzählen werden. Erstmal folgt aber bloß das Outfit zum Ausflug, Alltag sozusagen.

Man könnte ja meinen, Chucks müssten uns langsam aber sicher zum Rachen heraus kommen, aber nein, dem ist nicht so, spätestens seit man mir das neue alte 70’s Modell andrehte, das insgesamt ein bisschen robuster ist, cremefarbener und viel weicher in der Sohle (nie wieder Festival-Plattfüße). Blabla dachte ich, aber nach gestern kann ich sagen: Ist wirklich so. Man beachte übrigens die fesche Schnürsenkel-Bindung – da bin ich mir allerdings noch nicht so sicher, was ich von diesem Experiment meinerseits, das ich mir irgendwo abgeschaut habe, ich weiß nur nicht mehr wo, halten soll. Und dann wäre da noch die Wildlederjacke von EDITED the Label, die womöglich ein sehr treuer Begleiter werden wird: weiterlesen