Archiv für den Autor: Nike Jane

Über Nike Jane

Nike van Dinther, 27, Co-Founder & Editor in Chief. @nikejane

Wish List // Gemütlichkeit im Herbst

29.09.2016 um 14.38 – Wohnen

gemuetlichkeit zuhauseDas, was zwischen Hochsommer und buntem Herbst kommt, diese saisonale Zwischenform eben, ist, was mich alljährlich am allermeisten beglückt. Da kribbelt es richtig im Bauch. Abendessen bei Dunkelheit mit Kerzenschein und den Liebsten, Hörbücher hören, Bäder nehmen, Fotoalben sortieren, all dieser schmalzige Kram eben, den man im Sommer allzu durch ein kühles Radler am Ufer ersetzt. Seit etwa einer Woche kitzelt es mich wieder, das Gefühl von ultimativem Couch Potatoe-tum. Ich freue mich wie Bolle darauf, Frühlingskleider zu dicken Strick zu kombinieren, die Teekanne zu polieren und Sonntage im langen Pyjama zu verbringen. Hätte ich denn überhaupt einen. Und auch holzige Duftkerzen dürfen nun endlich wieder auf dem Couchtisch Platz nehmen, oder der Kork-Bank, meinem besten Ikea-Kauf aller Zeiten. Hätte ich noch dazu ein paar Kleider-Wünsche frei, ich würde mich in Karos baden und Wanderschuhe tragen, obwohl die Temperaturen eigentlich noch gar nicht so weit sind. Achja, und eine Kuscheldecke als Bett-Überwurf – auch keine schlechte Idee: weiterlesen

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Brain Blah // Endlich werden wir wieder politisch, streiten und fluchen.

29.09.2016 um 11.56 – Feminismus Gesellschaft Leben
freundschaften und politikBild: Louis Vuitton

Vor ein paar Monaten bekam ich eine Nachricht von einem alten Klassenkameraden, wir hatten noch immer 51 gemeinsame Freunde auf Facebook. Zehn Zeilen später waren es nur noch 50. Dank einer ziemlich simplen Frage: Ey, du. Der Thomas ist übergeschnappt, springt für die AfD in die Bresche – kann man das noch tolerieren? Ich dachte nicht nach, sondern kommentierte die jetzt unübersehbare Sympathie-Bekundung zum politischen Abgrund Deutschlands scharf und drückte alsbald den Unfriend-Button. Es war noch nicht einmal eine weise Überlegung, den einstigen Pausenclown aus meinem virtuellen Leben zu löschen, vielmehr handelte es sich um einen natürlichen Reflex und ein bisschen auch um Selbstschutz. Braunes Gedankengut, und sei es noch so geschickt im Deckmantel christlich-konservativer Werte verpackt, treibt mich an die Kotzgrenze und ich hasse es wirklich, mich zu übergeben.

Ob politische Differenzen Freundschaften zerstören können, gerade jetzt, in Zeiten der rechten Hipster, Frauke Petrys, Le Pens und Trumps, darüber diskutierte man in meinem Umfeld fortan vermehrt. Anfangs zögerlich, irgendwann bestimmt. Das „Ja“ fiel niemandem so richtig leicht, denn Freunde sind kostbar. Am Ende gewann dennoch die Gewissheit in tragisch-selbstsicherer Helge-Schneider-Manier: Ich habe mich vertan. Irren ist nunmal menschlich. weiterlesen

Jenna Behrends wirft der CDU Sexismus vor und zeigt, dass auch Frauen sexistisch sind.

28.09.2016 um 16.49 – Feminismus Gesellschaft

jenna behrendsEs gibt, Männer, die bezeichnen sich ganz öffentlich als Feministen. Das sollte zwar selbstverständlich sein, gilt aber noch immer als Ausnahme. Jetzt könnte man natürlich meinen, unter Frauen sei die Stimmung durchweg positiv, aber auch hier: Fehlanzeige. Schon der durch die Jahrzehnte extrem emotional aufgeladene Begriff allein macht die Tatsache, dass die 4. Welle des Feminismus die grundsätzliche Gleichberechtigung des Menschen an sich meint, statt sich allein durch Geschlechter-spezifische Fragen zu definieren, für viele noch immer schwer greifbar. Ein Umstand, der nicht gänzlich unverständlich ist, weshalb mitunter sogar immer mehr Medien zum „Humanismus“ wechseln und dabei das Gleiche meinen.

Wie auch immer wir das Kind aber nun nennen wollen, es kassiert ohnehin von beiden Seiten Schelte, genau wie jedes Thema, das irgendwie mit ihm verbunden scheint. Männer beispielsweise fühlen sich vermehrt zu Unrecht des Sexismus beschuldigt, vor allem seit Gina Lisa, wohingegen Frauen den Sexismus tragischerweise häufig selbst befeuern, ohne sich dessen auch nur im Ansatz bewusst zu sein; Zusammenhalt wird von Konkurrenz überschattet. Schuld ist in beiden Fällen nicht selten der allgemein herrschende Konservatismus, also das Bedürfnis nach Kontinuität, Identität und Sicherheit. Ein Paradoxon in sich. Kontinuität ist durch das Festhalten an alten Strukturen selbstverständlich greifbar, aber wie soll man eine Identität ohne bedingungslose Freiheit entfalten, wie kann man sich sicher fühlen, wenn so etwas wie Respekt sogar am Arbeitsplatz als Mangelware gilt. Jenna Behrends fragt sich gerade ähnliches. Die Jura-Studentin ist seit einem Jahr Mitglied der CDU und hat sich in einem offenen Brief an ihre Partei gewandt. Es geht in ihren Zeilen vor allem um reellen Sexismus innerhalb der eigenen Reihen. Behrends ist es satt, von Kollegen als „süße große Maus“ geneckt zu werden. Auch will sie sich als erfolgreiche Quereinsteigerin keine weiteren (nackten) Spekulationen mehr über ihren Erfolg anhören müssen. Und noch weniger akzeptieren, dass die „Frauenquote“ aus überaus fadenscheinigen Gründen noch nicht einmal Partei-intern funktioniert: weiterlesen

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Kolumne //
Wir müssten viel mehr wie Toni Erdmann sein.

27.09.2016 um 18.33 – Film Gesellschaft Leben

die neue kauzigkeit

Neulich saß ich im Kino und musste mich vor Lachen beinahe übergeben, ein Popcornkorn hatte sich beim heftigen Jauchzen zwischen Gaumen und Nase verirrt und klebte nun dort fest, Tränen schossen mir in die Augen, nicht aber vor Verzweiflung, sondern wegen dieser maximalen Wonne, die mir an Situationskomik beschert wurde. Ines Conradi gab auf der Kino-Leinwand als „Whitney Schnuck“ gerade lautstark „The Greatest Love Of All“ zum Besten, irgendwo in einem fremden Wohnzimmer, voller Inbrunst. Die Dame auf dem Platz neben mir versuchte währenddessen ihren Lachanfall durch heißblütiges Trommeln auf den Oberschenkeln ihrer Begleitung in den Griff zu bekommen, ein glückseliges Grunzen erfüllte den Saal.

Die deutsche Regisseurin und Drehbuchautorin Maren Ade hatte die Welt mit ihrem Spielfilm „Toni Erdmann“ zweifelsohne exakt in diesem Moment zu einer besseren gemacht. Eigentlich heißt der pensionierte Protagonist und Musiklehrer übrigens Winfried Conradi und hegt eine Vorliebe für schräge Scherze. Als sein Hund stirbt, macht er sich auf den Weg nach Bukarest, um die spießige Tochter vor der furztrockenen Einöde der Berater-Branche zu retten. Uns rettet er im gleichen Atemzug vor zu viel Heuchelei, zu wenig Freiheit und vergessenem Humor. Jeder von uns Zuschauenden wusste jedenfalls schnell, dass er gut daran täte, endlich mehr Toni in sein Leben einkehren zu lassen. Ein bisschen mehr Fuck Off eben. Und Mut zur Kauzigkeit. In den folgenden Tagen versuchte ich also, meinen inneren Erdmann häufiger nach außen zu kehren, statt ihn weiter zu ersticken. Wenn auch nicht immer erfolgreich. weiterlesen

OUTFIT // Leo.

27.09.2016 um 10.59 – Outfit Wir

leoparden jacke thisisjanewayne

Ich glaube, wir sind gerade schnurstracks in meiner Lieblingsjahreszeit gelandet, denn bei aller Freude am kollektiven See-Schwitzen und Eiscreme, gefällt mir Eiscreme mit heißen Kirschen zum kollektiven Draußensitzen in dicken Jacken bei kristallklarer Luft dann sogar doch noch ein großes Bisschen besser. Und dann ist da ja auch noch die Leopardenjacke, die mir längst beleidigt von der Garderobe aus entgegen fauchte und nun, genauer gesagt heute, endlich zum (beinahe) ersten Mal ausgeführt werden konnte. Ich finde ja überhaupt nicht, dass so eine Raubkatze bloß abends getragen werden sollte oder zu extravaganten Einladungen, ganz im Gegenteil. So ein Flausch ist selbst auf dem Spielplatz der Renner, aber nur, wenn man dazu auch Brüllen kann wie ein Großer. Findet jedenfalls Lio.

Trotzdem kombiniere ich heute erstmal ganz bodenständig und brav Ringel und große Schnürsenkelschleifen zur Mustergewalt. Dann noch meine neue Bonnie Bag von Sandro Paris dazu, fertig. Fühlt sich heute alles übrigens ein wenig nach neuer Freiheit und Jugend an, das Ganze. Nach zwei Monaten ohne Kinderbetreuung schafft mein übrigens mittlerweile 2-jähriger Löwenjunge es jetzt immerhin schon bis halb eins großen Spaß in der Kita zu haben. Es wird. Langsam zwar, aber immerhin. So langsam stapelt sich die Arbeit auf meinem Schreibtisch nämlich ins Unüberschaubare. Und morgen dann bielleicht bis eins, ja? weiterlesen

Eyes On // Raubkatzen Gürtel.

26.09.2016 um 15.43 – Accessoire Inspiration Mode Trend

trend leopard belt leopraden guertel thisisjanewayneVon Accessoires verstehe ich in etwa so wenig wie von Schmuck, in beiden Königsdisziplinen des guten Stils versuche ich mich aber immerhin konstant weiterzubilden, was dazu führt, dass ich inzwischen sogar von ganz allein auf die Idee komme, fade Tage mit funkelnden Ohrringen aufzupolieren. Jedenfalls manchmal. Sogar einen Gürtel legte ich mir in diesem Jahr zu, man mag es kaum glauben. Damit wars dann aber vorerst auch vorbei mit dem gut gemeinten Vorsatz, der Garderobe mit fröhlichen Accessoires auf die Sprünge zu helfen. Bis zu jenem Tag im Spätsommer, als mir auf der Straße eine Dame in weißer Levi’s 501, Männerhemd und Leoparden-Flecken-bestücktem Gürtel in der Hüfte entgegen geschlendert kam. Ich fand zwar weit und breit kein passendes Foto zur Veranschaulichung meines Verliebtheit-Moments und auch sonst war die optische Ausbeute hinsichtlich der Leoparden-Print-Mitte eher mau, aber in meiner Phantasie tummelt sich derzeit kein schöneres Traumpaar, als die Lässigkeit einer Jeanshose zusammengenommen mit einem Hauch Wildnis (wie hier etwa schon in Jacken-Form präsentiert). Streifen zum Kätzchen sind ebenfalls nicht von schlechten Eltern und auch ein Klecks Rot, sowie Mille Fleurs verträgt der Leopard ganz wunderbar. Loco! weiterlesen

OUTFIT // Dazwischen.

26.09.2016 um 11.55 – Allgemein

marni rockEs gab für mich bisweilen kaum eine schöner anzusehende Kombination als die nackter Beine und molliger Pullover, aber eben auch keine unlogischere, weshalb ich selbige nur äußerst selten selbst praktizierte. Macht ja eigentlich auch überhaupt kein Sinn, sich obenrum warm zu verpacken, wenn untenrum zumindest wettertechnisch noch eine gewisse Freizügigkeit funktioniert. Es gibt sie aber tatsächlich, die drei, vier, fünf Tage kurz nach Einbruch des Herbstes, an denen ein Rock aus Wolle zu nichts als dicken Strümpfen durchaus tragbar ist, zumindest solange man nicht vorhat, von Neukölln nach Mitte zu spazieren. So eine Chance bietet sich etwa genau heute. Morgens 15, Mittags 22 Grad, na wer sagts denn. Ein Temperatur-Träumchen.

Zum ersten Termine fegte ich also im neuen Rock samt altem Pullover. „Freedom“ steht darauf geschrieben und obwohl ich weiß Gott das Gegenteil eines Statement-Print-Fans bin, war das Thema Freiheit gerade so dermaßen oft Mittelpunkt allabendlicher Diskussionen, dass sich der Pullover aus dem vergangenen Jahr möglicherweise zum Lieblingspullover des aktuell herrschenden Jahres mausern könnte. Für mich übrigens schon wieder ein Beweis dafür, dass wir, statt automatisch nach Neuem zu lechzen, viel häufiger den eigenen Kleiderschrank auf den Kopf stellen sollten. Da tun sich nämlich nicht selten wahre Super-Funde auf. weiterlesen

Interior // Golden Hours.

22.09.2016 um 12.36 – Wohnen

interior trend gold

Eine ganze Zeit lang war Kupfer farbtechnisch überaus hoch im Kurs. Fragt mich nicht wieso, zwischen uns wollte es einfach nicht funken. Stattdessen könnte ich seit jeher in Gold baden. Auch im wahrsten Sinne des Wortes, gegen eine derartige Badewanne hätte ich nichts, aber auch rein gar nichts einzuwenden. Ein Glück, dass es realistischere und womöglich sogar viel hübschere Alternativen zur übertriebenen Dekadenz gibt. Gold muss nämlich nicht protzen. Vielmehr vermag es die Coleur des womöglich schönsten Edelmetalls, einen perfekten Balance-Akt zwischen unbeschwerter, leichter Gemütlichkeit und klarer Eleganz zu vollziehen. Das klappt für Minimalisten gleichermaßen ebenso für Sammlerseelen, güldene Accessoires sind die reinsten Chamäleons. Ganz neu verguckt habe ich persönlich mich nun in einen Mesh Chair von Bloomingville. Der Couchtisch von Made.com hingegen durfte in leicht angewandelter Form bereits bei mir einziehen – ein Zauberstück, das sag ich euch. Mir fehlt jetzt also eigentlich nur noch das passende Besteck. Kommt auf die Wunschliste, genau wie diese Fundstücke: weiterlesen

Shopping // Budget Buys
– die schönsten Früh-Herbst-Schuhe

22.09.2016 um 10.49 – Schuhe Shopping

budget buys shoesIch brauche hier ja nicht flunkern, in meinem Schrank stehen mehr als eine Handvoll Designerschuhe und jedes einzelne Paar hüte ich wie meinen Augapfel. Ich plädiere auch immer noch für Qualität statt Quantität, aber, so ehrlich muss ich auch sein: Manches Mal, wenn ich loszog, um mir einen kleinen materiellen Fuß-Wunsch zu erfüllen, kam ich mit leeren Händen und hängenden Mundwinkeln zurück, denn wer Kleidung kann, kann noch längst nicht automatisch Schuhwerk. Schön anzusehen mögen all die Kreationen der großen Markennamen ja sein und meist steht die Qualität der Optik ebenfalls in nichts nach, aber manchmal eben schon. Und das für Preise, die einem die Ohren schlackern lassen. Besonders in Hinsicht auf solche Modelle, die nicht permanent durch den Alltag getragen werden, sollte man also abwägen. Und gleichzeitig darauf achten, der Verlockung des Überflusses nicht auf den Leim zu gehen. Da bin ich selbst nämlich auch sehr gut drin.

Gerade jedenfalls finden wir bei & other storiesBabies“ wie wir sie von Saint Laurent kennen, H&M Studio hat sich dem Vetements-Stiefel angenommen und Mango schaut sich ein paar Winterboots bei Céline ab. Immerhin kopiert man nicht so frech, dass es weh tut. Trotzdem: Ob wir es hier mit Unverschämtheiten oder der legitimen Demokratisierung der Mode zutun hab, bleibt ein anderes, ewiges Streit-Thema. Entscheiden müsst ihr das selbstredend ganz allein. Wenn es aber um die obigen Schuhe geht, gehöre ich persönlich Team #erlaubt an; in meinem eigenen Einkaufskorb tummeln sich gerade schon die schwarzen Laofer samt runder Schnalle von Mango und in Gedanken trage ich bereits dicke Socken und Karo-Hose wie im Lookbook dazu. Trotzdem wichtig: Noch eine Nacht über die Entscheidung schlafen, dann kann (fast) nichts schief gehen. weiterlesen

H&M Herbst Kampagne – Wann hören wir endlich auf, über Frauenbilder zu reden?

21.09.2016 um 10.45 – Feminismus Gesellschaft Mode

hm autumn campaogn 2016

H&M hat es geschafft, binnen weniger Stunden mehr als 1.000.000 Klicks zu generieren, das gerade erschienene Kampagnenvideo zur Herbstkollektion 2016 scheint demnach ein wahrer Glücksgriff des schwedischen Regisseurs Gustav Johansson geworden zu sein, jedenfalls für die Werbetrommel. Im Netz wird gejubelt, Screenshots des Spots und der dazugehörige Hashtag #Ladylike machen sich auf allen gängigen sozialen Plattformen breit, man dankt dem Moderiesen sogar ganz öffentlich und überaus vielfach. Für das Abstand nehmen vom Propagieren eines immer gleichen Schönheitsideals, für das Zelebrieren der weiblichen Vielfalt und für seinen Mut, es anders zu machen als all die anderen Saftsäcke diverser Megakonzerne, die optisch noch immer fröhlich von einer potentiellen Anorexie zur nächsten stolpern. Auch ich konnte die Füße kaum still halten, als plötzlich das Lion Babe-Remake von „She’s a lady“ samt passendem Lebensgefühl aus dem Lautsprecher dröhnte, während sich die vermeintlichen coolsten Girls des Planeten noch dazu auf meinem Bildschirm tummelten, eine schöner als die andere. Da will man es ihnen alsbald gleichtun, keine Frage. Marketing-Mission geglückt, trotz des berechtigten Vorwurfs des Fame-inismuses, der schon bei Acne Studios auftauchte. Hunger bekomme ich ebenfalls, es gibt da etwa Pommes im Bett, gesunde Körper verschiedenster Coleur und ästhetisches Achselhaar zur Erdbeer-Shake-Tönung. Ich möchte H&M für diese 92 Sekunden küssen, wirklich. Aber nur fast ohne aber. weiterlesen

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Last Days Of Summer // Holiday Q&A
mit Mit Yvonne Kramer, lala Berlin

20.09.2016 um 10.00 – Menschen Travel

vonne kramer lala berlin

Weil Urlaub so wichtig und schön und spannend und rar, mal paradiesisch, inspirierend, abenteuerlich oder frei ist, meist lecker, hin und wieder faul und immer dringend nötig, sowas wie unser persönliches Silvester, jede Reise ein Neuanfang eben, geht das Jane Wayne Sommerurlaubs-Spezial ab sofort in die Spätsommer-Verlängerung. Eigentlich nur konsequent, die persönlichen Lieblingsreisemonate der Redaktion scheinen laut Umfrage nämlich ohnehin der nahende Oktober sowie der schrecklich kalte und graue Februar zu sein. Nichts wie weg wer kann also. Yvonne Kramer, Social Media Managerin und Blogger Relations-Beauftragte bei lala Berlin macht uns jedenfalls große Lust auf einen spontanen sizilianischen Road Trip samt knallroter Vespa, Chai Tee im Klappstuhl, Frühstück am Kaspischen Meer und Flamenco-Tänze in gepunkteten Kleidern.

Überhaupt würde ich mich gern selbst mit in Fräuleins Kramers fast gepackten Koffer quetschen, solch eine amüsante, bereichernde und vogelfreie Reisebegleitung findet man definitiv nur schwerlich, ich spreche da sogar aus eigener Lissabon-Erfahrung. Bevor Yvonne nämlich vor etwa sechs Jahren von dannen zog, um in London erst für Topshop und später für die legendäre Agentur (Inhaberin) Karla Otto zu arbeiten, drückten wir zusammen in Düsseldorf die Uni-Bank. Jetzt ist sie mit Sack und Pack und der großen Liebe im Gepäck in Berlin gelandet. Genauer gesagt bei lala Berlin, aber das erwähnte ich ja bereits. Und darum geht es hier jetzt auch nicht, pardon, sondern um Urlaub. Auch, wenn ich diesen klugen Lockenopf nur sehr ungern wieder gehen lasse – sei es auch nur für ein paar wenige Wochen. Trotzdem, los erzähl, Yvonne: Wo machst du in diesem Herbst noch Urlaub?

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3 Ways to wear //
Acne Studios „MOUNTAIN SHOES“

19.09.2016 um 13.09 – Schuhe Shopping

3 ways to wear acne boots

Ihr wisst, dass meine Füße zuweilen in seltsamen Schuhen stecken und ich mein Herz in regelmäßigen Abständen an Treter verliere, deren Optik andere zum Vogelzeigen treibt. Das ist mein ganz persönlicher Tick, seit immer, Taschen und Gürtel und sämtliche Accessoires der Welt könnten mir getrost den Buckel herunter rutschen, solange ich denn nur meine heiß geliebten Latschen behalten dürfte. Solche mit Seele etwa, oder all diese hässliche Entein, deren wahre Schönheit sich erst beim Tragen und Leben entfaltet. Ich könnte mir jedenfalls gut vorstellen, dass es mich im nahenden Herbst wieder packt, dass irgendwo da draußen ein völlig überteuertes Paar Boots auf mich wartet, für das drei alte Modelle weichen müssen und mir schwant, es könnten möglicherweise rosafarbene sein. Denn Rosa und Rot zusammen gematscht, ist ohnehin meine Lieblings-Kombination der Stunde. Ohoh.

Um die Entscheidung noch etwas in die Länge zu ziehen und wohl zu überlegen, habe ich diese Nacht damit angefangen, Outfits zusammen zu stellen, die potentiell zu Fräulein „Teide“ von Acne Studios passen könnten. 1, 2, 3 – vielleicht ist ja wirklich was dabei: weiterlesen

OUTFIT // Schief gewickelt.

19.09.2016 um 11.01 – Outfit Wir

weekday press collection

Wer schief gewickelt ist, der befindet sich normalerweise auf dem falschen Dampfer, der liegt daneben und täuscht oder irrt sich gewaltig. Auf mich trifft diesmal allerdings bloß ersteres zu und zwar im haptischen Sinne, jedenfalls wenn es nach mir und meinem persönlichen Geschmack geht, der natürlich durchaus streitbar ist. Ich frage mich im Gegensatz zu vielen anderen zum Beispiel immer wieder, wann und wieso Wickelröcke eigentlich aus der Mode geraten sind, es gibt schließlich kaum ein anderes Kleidungsstück, das so schön-subtil mit zufälligen Bein-Blitzern umgeht. Deshalb liebe ich meinen Vintage-Fund von Dries van Noten womöglich so bedingungslos, nur Radlerhosen sollte man bei mäßigem Wind vorsichtshalber drunter tragen. Auch obenrum könnte es im halbwarmen Spätsommer offenbar kaum gewitzter zugehen, man nannte mich bereits Kermes, der Speerwerfer. Was gefühlt gar nicht so falsch ist, mein rechter Arm ist durch das Einseite Tragen meines geh-faulen Sohnes tatsächlich zum Pfunds-Kerl angewachsen. Ein bisschen Asymmetrie hat ja aber glücklicherweise noch niemandem geschadet. Genau so wenig wie ein Hauch Wickel-Volumen. Achja, und: Tschüssi, New York. Das war schön mit dir. weiterlesen