Archiv für den Autor: Nike Jane

Über Nike Jane

Nike van Dinther, 27, Co-Founder & Editor in Chief. @nikejane

8 Beauty-Produkte, die mit mir in den Urlaub fliegen dürfen

26.07.2017 um 13.11 – Beauty

Nächste Woche geht es für uns nach Sardinien und eigentlich hatte ich mir geschworen, jeglichen Klimbim daheim zu lassen, inklusive sämtlicher Pflegeprodukte. Nur Sonnencreme natürlich, die sollte mitreisen. Aber dann, gestern Abend, als ich die erste kleine Badezimmer-Packliste für zwei Jungs und mich selbst vervollständigte, fiel mir auf, dass ich mittlerweile längst bis zum Hals in meiner ganz persönlichen Beauty-Routine stecke und trotz offenbar halb geflunkerter NoMakeUp-Devise sehr wohl nicht mehr auf ein, zwei, drei, ganz viele Produkte verzichten mag. Upsi. Welche das sind und warum überhaupt, erkläre ich euch ruckzuck: weiterlesen

Podcast // Jane knows Wayne #5 – Von der Botox-Schlange, dicken Lippen & Nacktheit

25.07.2017 um 14.13 – Podcast

Im Podcast #5 dreht sich alles um Äußerlichkeiten. Ist es ok, sich von der Botox-Schlange beißen zu lassen? Wie hoch ist die Sucht-Gefahr? Brauche ich symmetrische Lippen oder einen kugelrunden Knackpo? Und was hat mein Opa mit alldem zu tun? Fragen über Fragen zum Thema der Stunde, über dessen Omnipräsenz wir erst neulich aufgeklärt worden. Sind die da draußen in Wahrheit etwa gar nicht so makellos? Und ist Makellosigkeit überhaupt erstrebenswert? Warum sind wir nicht viel häufiger nackt? Und muss man eigentlich um Erlaubnis fragen, bevor man blank zieht? All das und einen Witz hört ihr hier: weiterlesen

Shopping // Orange is the new Red

25.07.2017 um 13.13 – Mode Shopping

Laut Pinterest ist Orange die Farbe des Jahres 2017 und auch beim Anblick der aktuellen Frühjahrskollektionen könnte man meinen, Orange sei mittlerweile ganz eindeutig the new red. Balenciaga, Miu Miu, Victoria Beckham, Tibi, Gucci, Céline und mindestens 15 andere Labels schwimmen derzeit nur so in Zitrusfrucht-Tönen. Auch mein Instagram-Feed leuchtet und leuchtet und leuchtet was das Zeug hält, man sieht dort fruchtige Mäntel, Sandalen und Handtaschen en masse – allerdings entgegen der aktuell in den Online Shops herrschenden Realität. Dort trudelt die lustvolle Farbe nämlich erst ganz allmählich ein, während dezentere Terrakotta-Nuancen zuweilen noch den verhaltenen Ton angeben. Nanu? Traut man uns die Knallfarbe etwa nicht zu? Eine Frechheit ist das, gibt es doch kaum eine geerdetere, schmeichelhaftere Sommerfarbe, die außerdem herrlich warm daher kommt.

Unsere Favoriten haben wir hier jedenfalls für euch zusammengesucht: weiterlesen

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Die Französinnen haben uns wieder auf den Punkt gebracht

24.07.2017 um 16.16 – Mode Shopping Trend

Ich erinnere mich noch ganz schön gut an meine erste Polka-Dot-Phase, etwa 15 muss ich da gewesen sein, als in meinem Cosmic Blue gefärbten Haar stets eine blumige Totenkopf-Haarspange von Emily the Strange steckte. Eine ausgewachsene Emo-Assoziation setzte sich damals in meinem Hirn fest, was seltsam ist, wenn man bedenkt, dass diese großen und kleinen Punkte ursprünglich den Kleidern von Flamenco-Tänzerinnen vorbehalten waren – Frédéric Bazille hielt dieses Markenzeichen jedenfalls bereits 1867 in einem seiner Gemälde fest. Vollkommen von der Bildfläche verschwinden wollte das feminin besetzte Muster bisweilen nie, aber erst in diesem Jahr, vielleicht aufgrund des großen Hypes um die Wickelkleider von Réalisation Par, erleben sie ein erneutes Comeback, das sich gewaschen hat. Die meisten Lorbeeren in Sachen Stil ernten für diesen Mikro-Trend allerdings erneut nicht die Andalusierinnen, sondern vielmehr sämtliche Französinnen. Sie waren es nämlich, die gepunkteten Kleidern Anfang des Sommers mit der Hilfe von Espadrilles und Birkin Baskets diese ungeahnte Eleganz einhauchten, nach der wir uns nun verzehren.

Und so kommt es, dass wir langsam aber sicher auch nicht mehr umher kommen, unsere Uraubs-Garderobe auf den allerletzten Drücker mit ein paar kleinen oder großen Punkten aufzumöbeln: weiterlesen

Alltags-Outfits //
5 Tage, 5 x Wohlfühlen

24.07.2017 um 13.01 – Mode Outfit Wir

Was war das für eine schöne, wilde, anstrengende, aufregende, tolle Woche! Vollgestopft mit Terminen starteten wir voller Sorgenfalten in den Montag, um am Ende beruhigt festzustellen: Anders würden wir es gar nicht wollen – erst wenn wir nämlich in Aufgaben ersaufen, laufen wir zu Hochleistungen aus. Andernfalls winkt schon mal die Trägheit. Und so kämpfen wir uns durch Meetings, nahmen Podcast #4 in der Mittagspause auf, shooteten ein Lookbook, filmten für die Bread&Butter, launchten unsere erste eigene Sonnenbrille, flogen für Net-a-Porter nach München, übernahmen den Instagram-Account für Aeyde und segelten schließlich dankbar und beseelt in ein waschechtes Wochenende samt Eis, Schwimmbad und Picknick im Park. Freunde, wir sind so aufgeregt. denn was ich gar nicht erwähnt habe: Die Arbeit an unserem Relaunch. Erwartetet keinen allzu großen Knall, aber dafür ein paar Neuerungen, die selbst unsere eigenen Herzen hüpfen lassen. Nur so viel: Wir bekommen Verstärkungen und zwingen Scalamari zu einem festen Büro-Tag pro Woche. Hurra! Aber dazu bald mehr: Jetzt erstmal 5 Tage und 5 Outfits, in denen ich mich pudelwohl gefühlt habe: weiterlesen

Ace & Jig //
Slow Fashion Label Love

21.07.2017 um 13.08 – Fair Fashion Mode

Man muss sich das in etwa so vorstellen: Es waren einmal zwei junge Frauen, Cary Vaughan und Jenna Wilson, die sich irgendwo in SoHo als Modedesign-Praktikantinnen über den Weg liefen und dicke Freundinnen wurden. Trotzdem ging jede für sich ihres eigenen Weges, aus den Augen verloren sie sich jedoch nie. Irgendwann bekamen beide Kinder, die eine die kleine Alice und die andere James. Man nahm also die Initialen der Sprösslinge und machte mir nichts dir nichts Ace & Jig daraus, ein Slow Fashion Label, das aussieht, als hätte man all die wunderbaren Textilien, die normalerweise in bunt zusammen gewürfelten Interior-Läden zu finden sind, in Kleidung übersetzt. Weil aber nicht nur hübsche Äußerlichkeiten bei der Planung der Marke wichtig waren, sondern umso viel Herz, setzen Cary und Jenna mit Ace&Jig außerdem hohe Maßstäbe in Sachen Produktionsbedingungen und Nachhaltigkeit. Denn gefertigt wird in Indien – in geringen Stückzahlen und von einem Familienunternehmen, das der japanischen Kaizen Philosophie folgt, in deren Zentrum das Streben nach kontinuierlicher und unendlicher Verbesserung steht. So wird etwa das für die Waschvorgänge verwendete Wasser reycled und für die Wiederverwendung aufbereitet, auf faire Löhne bestanden und für frisches Obst und Gemüse aus der Region und Kinderbetreuung gesorgt. Ihren Hauptsitz hat das Label in Brooklyn – von hier aus geht es hin und wieder auf Mitarbeiter-Road-Trips im blauen VW-Bus.

Klingt fast ein bisschen zu gut, ist aber offenbar wahr. Warum ich also erst jetzt über Ace&Jig stoße, kann ich mir selbst nicht erklären. Aber spätestens als meine Heldin aus Teenager Zeiten, nämlich Sleater Kinney-Gitarristin Carrie Brownstein, die einige von euch vielleicht aus „Portlandia“ kennen, in einer Bluse der beiden Designerinnen durch meinen Instagram-Feed sprang, machte es Klick. Mein Urlaus-Kleid -Wunsch wäre damit schlussendlich so gut wie gebongt. weiterlesen

The Edit // 3 Taschen
und was sie gerne vernaschen würden

19.07.2017 um 10.15 – Accessoire Shopping

Neulich, da durfte ich einem mondänen Picknick beiwohnen, das tatsächlich ein bisschen Frankreich-Flair nach Berlin brachte. Es gab Brie und Quiche, frisch gepresste Limonade und Artischocken als Decken-Dekoration. Natürlich hatten sich auch sämtliche Gäste in Schale geschmissen und so kam es, dass sich nach kurzer Zeit nicht nur piekfeine junge Damen auf dem Rasen niederließen, sondern mit ihnen auch die dazugehörigen Handtaschen. Beim Anblick nicht weniger von ihnen bekam ich, natürlich, Stielaugen. Dort oben seht ihr nun die drei schönsten des Tages, wenn man mich fragt. Zum einen das Körbchen von Toino Abel, einem portugiesischen Familienunternehmen, dann ein dekadentes Modell aus Hanfgewebe von Prada, die wider jeder Vernunft mein Herz eroberte und zu guter Letzt die bildschöne Tilda Bag des deutschen Labels Maison Héroine, das sich derzeit auf dem rasant aufsteigenden Ast befindet. Jede von ihnen dürfte alsbald in meinen Kleiderschrank einziehen, aber nunja, das wäre zu viel des Guten. Eine Entscheidung muss her. Und weil die bei mir meistens aus dem Bauch heraus und aufgrund wilder Gefühle getroffen wird, habe ich zuerst einmal überlegt, was die jeweiligen Modelle denn überhaupt aussagen, und: Was sie gerne vernaschen würden. weiterlesen

Rote Badeanzüge haben zwar einen schlechten Ruf, machen aber glücklich

18.07.2017 um 13.54 – Shopping

Hier gehts ja zu wie bei Baywatch, denkt ihr jetzt vielleicht. Ganze 243 Folgen dieses Hasselhoff-Epos haben schließlich nicht wenige von uns durch die 90er Jahre getragen, man musste „Die Retter von Malibu“ ja noch nicht einmal selbst gesehen haben, um beim Betrachten eines roten Badeanzuges fortan zwangsläufig an dickbusige Szenen zwischen Hai-Angriffen und Luxusyacht-Unfällen erinnert zu werden. Nichts gegen das amerikanische Fernsehen, aber Pamela Anderson mag Schuld daran sein, dass die Leute heute noch immer lüstern glotzen, wenn jemand sich in Signalfarben in die Wellen traut. Vor etwa zwei Wochen am See etwa, da konnte ich das Gelästere zweier Strandgäste meines Alters über eine Dame im roten Einteiler so überaus deutlich vernehmen, dass ich zunächst peinlich berührt im Erdboden versinken wollte, dann aber irgendwann doch noch todesmutig aufstand, um den Damen meinen eigenen zwar gestreiften, aber dennoch erdbeerfarbenen Einteiler unter die Nase zu reiben. „JA WIR SEHEN DICH“, rief die eine tatsächlich augenrollend rüber, während sie ihr Bauch-Tribal eincremte. Am Neon-farbenden Exemplar ihrer Freundin schien sie sich dennoch nicht zu stören. weiterlesen

Editor’s Letter im Juli //
Du kannst nur sein, wer du bist.

17.07.2017 um 18.42 – Wir

Liebe Leser*innen,

diesmal will ich unseren Brief an euch mit einer iranischen Geschichte beginnen, die mir ein alter Freund erzählte, während wir im Regen in seinem Garten saßen und darüber philosophierten, wer wir überhaupt sein, welchen Ansprüchen wir genügen und wie wir leben wollen. Sie handelt von einem Bauern, der jeden Abend nach getaner Arbeit einen weiten Weg vor sich hat, und mit ihm auch der Sohn und ein Esel. Und so liefen die Drei eines Tages müde nebeneinander her, bis sie auf einen Passanten trafen, der da sagte: „Was seid ihr für Deppen, ihr habt doch einen Esel, wieso setzt sich nicht einer von euch auf das Tier?“ Der Vater bekam ein schlechtes Gewissen. Wieso hatte er nicht viel früher daran gedacht, seinen erschöpften Sohn tragen zu lassen? Am folgenden Tag ritt also der Sohn auf dem Esel, der Bauer ging nebenher und war müde, aber zufrieden. Bis sie erneut einen Passanten trafen, der da sagte: So eine Unverschämtheit, da muss der Alte laufen, während sich der Junge auf einem Esel ausruht! Jetzt bekam der Sohn ein schlechtes Gewissen. Und so überließ er seinem Vater am nächsten Tag den Platz auf dem Esel. Bis ein weiterer Passant vorbei kam und sagte: „Was kann das für ein Vater sein, der seinen Sohn durch diese Hitze laufen lässt!“ Am letzten Tag der Woche beschlossen Vater und Sohn gemeinsam auf dem Esel nach Hause zu reiten. Bis ein Passant kam und sagte: „Der arme Esel! Wie könnt ihr nur?!“ Vater und Sohn hatten nun die Nase voll von all den anderen, die nur einen Teil der Geschichte kannten und dennoch nicht müde wurden, zu urteilen. Sie hörten zum ersten Mal seit Langem auf sich selbst und beschlossen, jeden Abend aufs Neue zu entscheiden, wer vom Esel nach Hause getragen werden durfte. Und hatte der Esel den schwersten Tag von allen hinter sich gehabt, liefen sie alle beide auf eigenen Beinen nebenher. So war es richtig. Aber das Wichtigste war, dass ihnen fortan ganz egal wurde, was die anderen sagten. Aber warum erzähle ich euch das überhaupt? Weil ich glaube, dass es Sarah und mir manchmal sehr ähnlich ergeht. Und euch vielleicht auch.  weiterlesen

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Outfit // 3 x Zwischendurch

17.07.2017 um 11.41 – Outfit Wir

Mir hat neulich jemand (per Direktnachricht auf einem Sozialen Netzwerk) gesagt, ich ginge den Leuten mit meiner roten Chanel Tasche allmählich auf den Senkel. Und ich hätte ja doch ein paar mehr Handtaschen in petto, wieso es denn immerzu ausgerechnet diese eine sein müsse, seit zwei Jahren schon! Und dann gestern, da saß ich bei Freunden im Garten, während einer von uns über das Dilemma funktionierender Hirne philosophierte, die entgegen aller Vernunft doch hin und wieder nach Statusobjekten lechzen, obwohl eine solche Anschaffung am Ende ja eigentlich nichts weiter als ein trauriger Zeitzeuge des eigenen Geltungsdranges sei.

Wir fühlten uns alle ein bisschen viel schuldig und ersoffen schließlich in der Erkenntnis, dass man sich, wenn man ohnehin schon verloren ist, zumindest volle Möhre über besagte Kinkerlitzchen freuen sollte. weiterlesen

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Bedroom Stories // Ich will nicht auf die Flugzeugtoilette, ich bleibe lieber im Bett.

14.07.2017 um 12.31 – Kolumne Leben

Ein Gastbeitrag von Ann, protokolliert von Nike Jane. Teil 1 inklusive wiesoweshalbwarum lest ihr hier.

Ich bin jetzt seit sieben Jahren mit meine Freund zusammen und kann nicht behaupten, mir wäre niemals langweilig gewesen, so ganz grundsätzlich, aber auch im Bett. Ist aber völlig normal, verriet mir das Internet neulich, denn Leidenschaft inkludiert harte Arbeit. Machts mal draußen! Oder an geheimnisvollen Orten! Oder anders als erwartet!, röhrte es. Jetzt bin ich aber nunmal ein grundfauler Mensch und habe damit den trägen Sex-Salat. Nicht immer, manchmal bin ich die reinste Brezel und ausdauernd und spitz wie nix, nein oft sogar, aber die Tage, an denen ich lieber Netflix schaue als mit meinen Partner zu fummeln, nehmen langsam Überhand. Ach was, Tage! Abende vielmehr. Ich bin nämlich, was Zeit und Ort der erregten Zusammenkunft betrifft in etwa so kreativ wie in der Küche: Gar nicht. Ich kann Nudeln und Pfannkuchen und ich kann Bett und Sofa. Für alles andere fehlt mir die Abenteuerlust, aber auch der Kreislauf. weiterlesen

Fair Friday Shopping //
Einmal alles, bitte!

14.07.2017 um 10.45 – Fair Fashion Mode Shopping

Das nachhaltigen Lingerie-Label LÖV hatten wir euch vor gar nicht allzu langer Zeit voller Begeisterung vorgestellt  – von euch hagelte zum Teil allerdings berechtigte Kritik (überall nur kleine Busen!) und siehe da, eure starke Meinung hat Früchte getragen! Als ich gerade eben im Online Shop vorbei spazierte, sah ich jedenfalls das schönste Lookbook seit langen. Eines, das wirklich und wahrhaftig die Diversität des weiblichen Körpers feiert, wie wunderbar. Da gibts nichts mehr zu meckern. Noch eine gute Nachricht: Das allseits beliebte „Mexican Puebla Dress“ von Nandi Berlin ist endlich wieder erhältlich, hurra! Genau wie der „Birkin Basket“ des Familienunternehmens Toino Abel, der nun auch wieder im Shop von Black Velvet Circus eingetrudelt ist. Außerdem liebäugle ich gerade mit dem obigen Rock, wegen des schmeichelnden Schnitts und der rostigen Farbe. Bei der Jeansjacke habe ich mich wahrscheinlich vertan – aber irgendwie kribbelt es doch ein wenig in den Fingern und im Bauch.

Die schlechte Nachricht zuletzt: Julia Jane setzt heute das erste Mal in der Geschichte des Fair Fridays aus – ihr wisst, sie ist gerade nach Berlin gezogen. Da muss dies und das geregelt und endlich auch mal durchgeatmet werden. Wir denken an dich! weiterlesen

Es ist offiziell: H&M x Erdem // Wird das die schönste Designerkooperation aller Zeiten?

13.07.2017 um 18.30 – Kooperation Mode

Es ist offiziell: Die nächste exklusive Designerkollektion von H&M entsteht in Zusammenarbeit mit dem Londoner Luxuslabel ERDEM. Und jetzt durchatmen. Mir bleibt an dieser Stelle tatsächlich kaum anderes übrig, als eine einzige ernstgemeinte Lobhudelei, denn höchstwahrscheinlich ist jene stoffgewordene Zusammenkunft, die uns im November diesen Jahres ereilen wird, das Schönste, was dem Schweden je passiert ist. Erdem Moralioğlu ist zweifelsohne einer der romantischsten Modeschöpfer des Planeten, er ist hoch talentiert, ein Träumer und Tausendsassa, dessen Kleider für gewöhnlich Stars wie Emma Stone, Ruth Negga oder Keira Knightley über den roten Teppich tragen, ganz zu schweigen von der magnetischen Wirkung einer Veronika Heilbrunner, die in Moralioğlus Kreationen regelmäßig eine ganze Streetstyle-Fotografen-Schar anzieht. Bekannt für üppige Drucke und Designs, die nicht selten von prunkvollen Reminiszenzen der Renaissance geprägt sind, für Stoffe, die floralen Ölgemälden gleichen und für immer wiederkehrende kleine Elemente, wie etwa Spitze und Rüschen, wird der Sohn eines türkischen Vaters und einer englischen Mutter vermutlich die erste Designerkollaboration H&Ms entwerfen, die rundum von gutem Stil geprägt sein könnte. Wobei: Der Grad zwischen Eleganz und Kitsch ist ein schmaler – bleibt also sehr wohl ein Stück weit zu bangen und hoffen, dass die Dessins dieses noch jungen aber großen Meisters nicht der schlecht produzierten Polyester-Falle auf den Leim gehen werden.

ERDEM x H&M wird nämlich eine komplette Ausstattung seiner berühmten femininen Damenmode, eine Auswahl an Accessoires und, zum ersten Mal überhaupt, auch eine Herrenkollektion umfassen. Viel mehr wird noch nicht verraten. Außer: weiterlesen

Bücher, die man bei Liebeskummer lesen kann (aber auch sonst)

13.07.2017 um 16.08 – Buch Leben

Als ich neulich mit einer Liebeskummer-gebeutelten Freundin telefonierte und vergeblich nach aufbauenden Allheilmitteln suchte, fiel mir kurz darauf wieder ein, dass warme Worte nach einer Trennung zwar überaus hilfreich sein können, am Ende aber eben kaum etwas so gut tut wie die irgendwann einkehrende Erkenntnis, dass es weiter geht. Und im Zweifel noch viel besser wird als zuvor. Es braucht nur ein wenig Zeit und Mut und frische Lebensfreude. Die bekam ich damals, als sich mein eigenes Herz nach langem Bangen und Brechen selbst zu vertilgen drohte, zwar einerseits von den treuesten Freunden der Welt eingehaucht, jedoch meine ich mich außerdem daran erinnern zu können, dass es mordsmäßig gut tat, einen kleinen Teil der frisch gewonnen Freiheit einzig und allein mit mir selbst zu verbringen. Und mit Büchern.

Deshalb habe dieser Tage also kurzer Hand ein wenig im Bekanntenkreis nachgeforscht und mit der Hilfe von ein, zwei, drei herzschmerzbewanderten Stehaufmännchen eine runde Liste mit insgesamt 14 Literatur-Tipps erstellt, die in aufregend anstrengenden Zeiten von Eiscreme-Torten, Schnaps-Eskapaden und teigigen Tränensäcken auf ganz unterschiedliche Art und Weise für Linderung sorgen: weiterlesen

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13 Slipper, für die wir die Urlaubskasse plündern würden

13.07.2017 um 12.16 – Schuhe Shopping

Ich habe, na klar, ganz viele Ticks. Zum Beispiel kann ich es nicht gut haben, wenn die Messerschneide am Tischplatz zum Nachbarn zeigt, wenn sich Mascara-Augenpopel am Tränenwärzchen sammeln (weshalb ich irgendwann einfach damit aufhörte, Wimperntusche zu benutzen), oder wenn jemand konsequent dem Dativ sein Arschgesicht verwendet. Mein allergrößter Tick, das behauptet jedenfalls der Mann, der sich mit mir eine Wohnung teilt, bleibt aber mein nimmersattes Schuhregal. Am liebsten fülle ich es mit Modellen, die niemand außer mir selbst zu mögen scheint – ein fragliches Talent, aber zugleich auch ein sehr lieb gewonnenes.

Und so kam es, dass ich mir Anfang des Monats nur ein einziges, aber überaus vorhersehbares Einkaufsziel setzte: Bestickte, lustige oder bunte Schuhe für den nahenden Sommerurlaub sollen es sein. Vor allem, weil die Füße meiner Meinung nach auch ein wenig Spaß verdient haben. Bei meiner Recherche stolperte ich allerdings über eine ganze Handvoll spitzenmäßiger Slipper, die allesamt sehr gern bei mir einziehen dürften. Geht ja aber natürlich nicht. Und so frage ich mich nun, ob ich demnächst eher auf das Schluppen-Gefühl von gerade herabgesetzten Kunstfell-Schühchen setzten (Favorit!), oder doch lieber mit dem herrlichen Tukan Vorlieb nehmen sollte. Auf Platz 3 befindet sich derzeit die mit Blumen bestickte Pantolette von Mango. Das findet Sarah Jane nur so mittelgut. Sie hat sich nämlich längst entschieden und läuft seit ein paar Tagen mit sandfarbenen Schuhen von Esprit durch die Stadt: weiterlesen