Archiv für den Autor: Nike Jane

Über Nike Jane

Nike van Dinther, 27, Co-Founder & Editor in Chief. @nikejane

The Edit // 25 Grad im Schatten
– Outfits für alle Körper

23.05.2017 um 12.08 – Inspiration Mode Shopping

Neulich klagte ich euch noch mein Kleiderschrank-Leid, wegen der Kapitulation im Angesicht der plötzlichen Hitzetage, die mich stets träge und zugleich faul machen, sodass ich am liebsten nackend durch die Straßen flanieren würde. Das aber geht aus vielerlei Gründen (noch) nicht, weshalb ich derzeit permanent auf der Suche nach so wenig Aufwand wie möglich bin. Reinhopsen und fertig, so in etwa sieht das Outfit meiner Träume bei plus 25 Grad aus. Konkret denke ich da etwa an einen leichten Jumpsuit für Melonen, luftige Seidenhosen und Crop Tops für Birnen oder badeanzügige Tops für schmale Böhnchen. Untereinander mischen ist natürlich sowieso erlaubt – Hauptsache wir hören endlich damit auf, ob unserer niedlichen Körper am Sommer zu verzweifeln: weiterlesen

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Brain Blah // Ich habe meinem Freund (k)einen Heiratsantrag gemacht.

23.05.2017 um 8.30 – Kolumne Leben Wir

Als ich ungefähr acht Jahre alt war, machte mir ein Junge aus der Parallelklasse einen Heiratsantrag. Das war ganz leicht. Wir hatten uns in einem Heuhaufen auf der Wiese vor dem Haus versteckt, weil er, nennen wir ihn doch einfach Hansjürgen, bald von seinen Eltern abgeholt werden sollte. Die Ehe schien da nur der nächste logische Schritt zu sein, denn wenn man verheiratet ist, so dachten wir, würde man uns endlich als Erwachsene anerkennen und bis in alle Ewigkeit Gameboy spielen und Cola trinken lassen. Ich kramte also ein Haargummi aus der Hosentasche, das Hansjürgen alsbald um meinen Finger wickelte, der schnell rotblau anlief, aber das machte nichts, schließlich duftete die Ackerluft mit einem Mal verlockend frisch nach Freiheit. Händchenhaltend richteten wir uns auf, um der Mutter von Hansjürgen und meiner eigenen die frohe Botschaft zu überbringen. Am Ende half alles nichts. Eine halbe Stunde später marschiere ich noch immer ledig gen Zähneputzen.

Die Jahre vergingen und mit ihnen mindestens drei missglücke Versuche meinerseits, um jemands Hand zu bitten. Weder Otto, noch Erik oder Rasputin wollten mich zur Frau nehmen. Nur einer begründete seine Entscheidung mit meiner einnehmenden Zahnspange, die anderen beiden fühlten sich laut eigener Aussage in ihrer durch Disneyfilme geprägten Ehre gekränkt. weiterlesen

Praktische Taschen, die im Park genauso gut aussehen wie am Strand

22.05.2017 um 14.09 – Accessoire

Kleine Taschen können überaus praktisch sein, sofern man sich denn in Sachen Minimalismus übt und keine Lust auf viel Ballast hat, beim Radfahren etwa oder Bummeln. Ist ja auch schön gut, an Frühlingstagen aber auch ein wenig am echten Leben vorbei gelebt. Da braucht man nämlich Decken für den Park, Limo und womöglich sogar Grillanzünder, aber auf jeden Fall viel Platz. Und weil Zeit nunmal Geld ist und wir ohnehin viel zu viele Stunden unseres Lebens am Bürotisch verbringen, gilt es dieser Tage eben ganz besonders, zumindest ein paar Wege einzusparen. Den nach Hause zum Beispiel, wenn der Sonnenuntergang im Grünen doch so viel verlockender riecht als das Heimbringen von Laptop, Akten und Co. Alles muss deshalb mit, schon morgens. Die Tasche unsers Vertrauens muss demnach in der Stadt eine ebenso gute Figur abgeben wie im Freibad, dem Strand oder dem Park ums Eck. Solche wie dort oben zum Beispiel: weiterlesen

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OUTFITS // Wie ich erneut herausfand, dass ich keinen Stil habe.

22.05.2017 um 12.37 – Outfit Wir

Ich poste in letzter Zeit nur noch sehr selten Einzeloutfits und zwar vornehmlich, weil ich mich frage, wann so ein Outfit überhaupt die Berechtigung hat, ganz allein im Fokus zu stehen, da müsste es ja eigentlich nahezu atemberaubend zugehen, aber das geht es derzeit nunmal nicht. Also habe ich mich für eine weitere Ausgabe „Outfits aus dem Alltag entschieden“ und erneut feststellen müssen: So einen richtigen Stil konnte ich mich auch mit 29 Jahren nicht aneignen. Vor ein paar Wochen versuchte ich mich bereits an einer Erklärung, weshalb das alles im Grunde gar kein Problem ist und plädierte noch dazu für die muntere Freiheit der Unentschlossenen. Jeder Tag ist für Leute wie uns ja ein gänzlich neuer! Wir können in Rollen schlüpfen oder auch nicht und sind vielleicht nicht immer „gut angezogen“, aber zumindest auch nicht festgefahren. Das ist ja schonmal was. Und am Ende, wenn man sich denn niemals so richtig findet, dann hat man sich ja doch irgendwie gefunden. Mir schwant jedenfalls, dass kein roter Faden auch ein roter Faden sein kann. Da oben etwa sehe ich sechs Mal mich selbst, was so viel bedeute soll wie: Wenn man sich wohl fühlt, ist das nicht nur die halbe, sondern eventuell bereits die ganze Miete, ganz egal, ob die stilistische Schublade stets dieselbe oder immer weniger eine andere ist: weiterlesen

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Mixtape //
Musik, die den Sommer ins Büro holt

18.05.2017 um 14.31 – Mixtapes Musik

Der Sommer ist da! Wie schön! Wie heiß! Und auch irgendwie gemein. Jammern wäre dennoch fehl am Platz, schon klar, und deshalb freuen wir uns ab sofort vielmehr ein überdimensional gigantisches Superloch in den Eiskaffee-Bauch, zum Beispiel über die Büro-Aussicht, die uns mit wolkenlosem Blau und prallem Sonnenschein beglückt. Nur noch ein paar Stunden, dann ists geschafft. Tschacka. Bis dahin gibts ein bisschen Sommer für die Office-Ohren: weiterlesen

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Shopping //
Röcke, in denen wir tanzen können.

18.05.2017 um 11.24 – Mode Shopping

Gestern ist in Berlin ganz plötzlich der Sommer ausgebrochen und wie jedes Mal, wenn der Sommer ausbricht, bin ich vor meinem eigenen Kleiderschrank zusammengebrochen. Jeanshose zu zarten Blusen sehen zwar famos aus, aber, ihr erinnert euch vielleicht, ich kann gut schwitzen. Deshalb wünschte ich mir im Grunde, man könne gar nackend auf die Straße treten und alles baumeln lassen, sobald die Sonne unsere Köpfe zerbrutzelt. Geht ja aber nicht, deshalb gehören Kleider und Röcke spätestens ab Juni zu meiner Alltagsbekleidung. Röcke, na klar, macht ja jeder so, aber: Ich finde, es ist gar nicht so einfach, ein sau bequemes Modell zu finden, das zugleich eine schmeichelnde Wirkung innehat. Und dann die ewige Frage: T-Shirt reingestopft und drüber schlabbernd? Bei den obigen Modellen funktioniert meines Erachtens beides. Und genug Platz für schwingende Tanzbeine bleibt außerdem – man kann schließlich nie wissen, was so ein lauer Frühlingsabend für uns bereithält: weiterlesen

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Brain Blah //
Es ist Sommer, lasst die Rollen frei.

17.05.2017 um 13.40 – Leben Wir

Ich bewundere Menschen, die viel Sport treiben wirklich sehr, so ist das gar nicht. Diese enorme Form von Selbstdisziplin muss man ja erst einmal aufbringen, und Crunchies – pardon Chrunches – Kniebeugen und Klimmzüge, ich meine, Spaß macht das alles zu Beginn doch nun wirklich nicht, man muss vielmehr erst Blut riechen, dann den inneren Schweinehund erlegen und vor allem dran bleiben, bis eines Tages der Rausch einsetzt und jede Anstrengung zur Wonne wachsen lässt. Aber Freunde, ich fragte mich dieser Tage, ob das denn wirklich alles sein muss. Es geht, so die These, ja kaum mehr um Gesundheit als viel eher um den perfekten (Achtung-Scheiß-Wort-Alert) Beach Body.

Ich lese ja nunmal auch diverse Blogs und Magazine und mein Gott, statt den Frühling mit Wohlwollen und offenen dürren oder dicken, aber zumindest eigenen Armen zu begrüßen, bricht seit Wochen allerorts Hysterie aus. Die einen fressen nur noch die Hälfte, andere verballern jeden lauen Maiabend im Gym und beinahe alle drehen am Rädchen, mobben sich selbst vor dem Spiegel und verzweifeln an Idealvorstellungen, denen so gut wie niemand, der nicht allein zwischen Fotos und Filtern existiert, standhalten kann. Sogar Knie werden gehasst, weil über Knien nunmal Haut und vielleicht auch ein gesunder Fettmantel hängt, ohne gehts ja nicht, außer wir säßen bloß zur Zierde da, mit ausgestrecktem, strammen Bein natürlich. weiterlesen

What would Blair Waldorf do? //
Haarreifen & -bänder tragen natürlich!

17.05.2017 um 11.37 – Accessoire Inspiration Trend

Ich bin ein richtig waschechter Gesichts- und Stirnschwitzer; wenn alle anderen noch voller Frische durch die Sonne flanieren, sind meine Augenbrauen, die Bremsblöcke unter den Körper-Features, längst schweißgetränkt. Jede noch so kleine Ponyfranse legt sich bei Temperaturen über 20 Grad also mir nichts dir nichts ins salzige Drüsengewässer, was gesund, aber nicht sehr praktisch und zuweilen auch etwas unappetitlich ist. Heute Morgen, auf dem Weg zum Büro, ging es schon los mit der Soße, jedes Jahr die gleiche Schose. Und dann erinnerte ich mich wieder daran, was ich im letzten Sommer getan habe. Nämlich genau das, was auch Blair Waldorf getan hätte: Haareifen tragen. Oder Haarbänder. Voller Inbrunst und Grazie.

Natürlich habe ich jetzt keineswegs vor, mich im Schleifen-Accessoire auf die Unitreppe zu setzen, um mich in Tyrannei zu üben, das muss ja nun wirklich nicht sein. Stattdessen sehe ich mich im Schrebergarten sonnen und gärtnern, samt Blumenprint im Haar, als Hochzeitsgast ohne Fettsträhne brillieren oder Birkenstocks zu Missoni-Wellen kombinieren und vom #Vanlife träumen. Neuer Tag, neues Haarschmuck-Glück sozusagen: weiterlesen

„Good Night Stories for Rebel Girls“
-Ein Buch-Tipp für kleine und große Mädchen & Jungs

16.05.2017 um 12.12 – Buch Feminismus

Ich bin mit den Märchen der Gebrüder Grimm groß geworden und mit Disney. Schön war das, aber irgendwann einmal dämmerte mir, dass das ewige Warten auf den Traumprinzen nicht unbedingt das gelbe vom Ei ist, dass im Kosmos der Kindermärchen ganz gehörig etwas schief läuft.

Da sind Schwestern habgierig und eifersüchtig, Mütter bitterböse, Königinnen grausam, Prinzessinnen nur schön und gut und lieb statt schlau und außerdem unbedingt angewiesen auf die Hilfe eines starken, männlichen Retters. Es muss geheiratet werden! Gebacken! Und das Haar frisiert! Dabei sieht die Realität inzwischen doch – hurra – mitunter ganz anders aus. Ein Glück also, dass das echte Leben die schönsten Märchen schreibt. „Good Night Stories for Rebel Girls“ beschäftigt sich genau deshalb mit ebenjenen wahren Geschichten. Mit Frauen und Mädchen, die ihre eigenen Träume leben oder vor gar nicht allzu langer Zeit gelebt haben, die geforscht, gekämpft, geschrieben, gemalt oder schier Unmögliches geschafft haben statt ein unsichtbares Dasein unter dem Schöffel der Partriarchats zu fristen. Mit ihrem Einschlaf-Buch wollen die Autorinnen Elena Favilli und Francesca Cavallo sämtlichen Mädchen Mut machen. Aber auch allen Frauen. Und Vorbilder liefern, an denen es in vielen (Kinder-)Erzählungen allzuoft mangelt. Weil wir eben doch alles sein können, was wir wollen: weiterlesen

Outfit //
Die Wonne des Pyjamas, der kein Pyjama ist.

16.05.2017 um 11.12 – Mode Outfit Wir

Ich bin ein Schlafanzugfan oder – wie Olli Schulz sagen würde – ein Bettmensch, halb Bett und halb Mensch. Vielleicht steht meine kleine güldene Koje genau deshalb auch am Rande des Wohnzimmers, als zusätzlicher Lümmelort sozusagen, strikte Raumaufteilungen leuchten mit nämlich nur ganz langsam ein. Was ich außerdem mag: Ensembles, die immer ein wenig nach Morgengrauen ausschauen, in Wahrheit aber viel zu mondän sind für das nächtliche Versauern zwischen Federkerndecken – So wie das obige von Ganni etwa. Wobei ich mir überhaupt nicht sicher bin, ob man Kleid und Hose ursprünglich zusammen tragen sollte, womöglich nicht. Ich machs aber trotzdem und habe in dem mit Wildpferden bedruckten Schlabbertraum meinen neuesten Kompagnon für träge Tage gefunden.

Drei Fliegen werden hier außerdem mit ein und derselben Klappe geschlagen, ich bin nämlich der Meinung, dass die Marlene Hose sich ebenso gut als Teil eines Hochzeitsgast-Outfits machen würde wie das dazugehörige Volant-Kleid. Ich plädiere bloß für das Hinzutun von ein wenig warmer Farbe. Dafür habe ich heute morgen bei Sarah angeklopft und mir ein paar Ohrringe und eine Tasche in Orange-Tönen geliehen. Sharing ist schließlich caring und eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Sollten wir also viel häufiger tun. Die Rennwagen-Kulisse wurde übrigens aus der Not heraus geboren – nicht unserer, nein, nein.  weiterlesen

Ich packe meinen Koffer…. // für Mallorca!

15.05.2017 um 13.18 – Mode Shopping

Ich hatte mir Anfang des Jahres wirklich nicht viel vor genommen. Die Dinge einfach passieren lassen, sagte ich mir bloß, und weitermachen, niemals stehen bleiben, gelegentlich scheitern, immer wieder aufstehen, konstant dazulernen. Das war es auch schon fast. Bis auf eine kleine Ausnahme, die ich mir in fetten Druckbuchstaben in den Kalender kritzelte: UUUURLAUB. ENDLICH! Weg mit dem schlechten Gewissen, ab auf die Insel. Zwar fehlt die Zeit momentan noch für eine Super-Reise wie sie im Buche steht, aber drei, vier kurze Auszeiten über das Jahr verteilt müssen 2017 drin sein; mit leeren Akkus kommt man nämlich auch nicht weit.

Den Anfang machte im Winter ein langes Wochenende in Innsbruck, dann kam Ostern in der Heimat und nun ruft ein Geburtstags-Kurztrip nach Mallorca. Mit alten Schulfreunden, einer gemütlichen Finca und Sonne und Faulsein. Ich hoffe ausnahmsweise und ganz inständig sogar auf wenig Abenteuer, aber viel Rumpimmelei. Dementsprechend wird nun auch der Koffer gepackt: Mit einem Buch, das man daheim vielleicht niemals lesen würde, einem Strohhut und Ohrringen, die aus jedem Badeanzug beinahe ein vollwertiges Outfit zaubern: weiterlesen

Shopping //
White Shoes, please!

12.05.2017 um 11.46 – Schuhe

Für weiße Schuhe braucht man schon lange keine Ausrede mehr, keine rebellische Ader noch Argumente für Rechtfertigungsversuche: Weißes Schuhwerk ist längst wieder selbstverständlich – und das haben wir höchstwahrscheinlich wieder den Skandinaviern und ihrer Vorliebe für weiße Sneaker zu verdanken. Ihr erinnert euch an den Trend der wiederentdeckten Sportlichkeit, der vor mehreren Jahren auch hierzulande rüberschwappte. Genau der brachte sie damals mit. Und trotzdem: Weiße Sandalen, Schläppchen und Pumps sehen wir trotzdem immer noch viel zu selten auf der Straße – und genau das gilt es langsam zu ändern.

Prada jedenfalls sorgt dieser Tage für einen exzellenten Grund, vermehrt auf weiße Riemchen (mit Plastikblumen, bitte!) zu setzen, No 21 zeigt uns, warum weiße Badeschlappen nach dem Adiletten-Revival auch weiterhin im Alltag ausgeführt werden sollten und mint&berry versorgt uns mit blütenweißen, Céline-inspirierten Granny-Pumps zum schmalen Taler. Noch ein paar weitere Modelle für den herannahenden Sommer gefällig? Bittesehr! weiterlesen

Das Tie Dye & Batik Comeback //
Diesmal mitmachen oder endlich sein lassen?

12.05.2017 um 11.15 – Mode Trend

Da werden Erinnerungen an die 90er Jahre wach, an Grunge, die 70er und Woodstock, aber auch an allerhand Geschmacksverirrungen – an der einst alltäglichen Batik-Optik scheiden sich heute ganz eindeutig die Geister und das schon seit etlichen Comeback-Saisons. Was ursprünglich aus dem Indonesischen stammt, so viel bedeutete wie „mit Wachs schreiben“ und später zum modischen Freiheitsausdruck der Hippiebewegung wurde, hat sich inzwischen (vornehmlich mithilfe von Knoten und Kabelbindern) zu einer Färbe-Methode gemausert, die sich immer wieder auf die größten Laufstege dieser Welt verirrt. Aber eben nur mit mäßigem Erfolg: Rodarte etwa versuche es 2013 mit den kreisförmigen Farbverläufen, Stella McCartney 2014, 2015 Tory Bruch und schließlich sogar Valentino und Gucci. So richtig ernst nehmen wollte das „Tie Dye“-Revival dann aber doch niemand – bis Acne Studios mit ihrer aktuellen Resort Kollektion ganz plötzlich eine neue Ära einläuteten.

Vielleicht, weil die gezeigten Prints nun noch ein bisschen weniger an Black Sabbath Shirts, sondern vielmehr an expressive Seidenmalerei erinnern. Womöglich aber auch einfach deshalb, weil Acne Studios nunmal Acne Studios und damit ein Seismograph der kollektiven Coolness sogenannter Trendsetter bleibt. Am wahrscheinlichsten ist wohl das Zusammenspiel aus beidem, aus Stilgefühl auf der einen und Image auf der anderen Seite. Fest steht nämlich, dass auch Weekday, Mango & Konsorten gerade wieder ganz langsam dabei sind zu begreifen, dass da Batik-technisch durchaus was gehen könnte in diesem Sommer. Bleibt nur die Frage: Machen wir diesmal endlich mit? weiterlesen

#Vanlife // Social Media Hype oder echte Alternative?

10.05.2017 um 15.40 – Leben

Mit dem Hashtag kam der Hype. Vielleicht war es sogar andersherum, womöglich wurde die Faszination für das moderne Nomadentum auch im selben Augenblick wie der Laptop mit kabellosem Internetzugang und das Freelancen geboren, wahrscheinlich ist der gefühlt vermehrte Drang nach Freiheit sogar erst der (digitalen) Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft geschuldet. Ganz bestimmt sogar. Sucht man auf Sozialen Plattformen nach #Vanlife, ersäuft man mittlerweile jedenfalls in knapp eineinhalb Millionen Bildern, die das Leben auf engstem Raum in einer grenzenlosen Welt romantisieren wie man es eigentlich bloß von der Vergangenheit gewohnt ist. Während viele von uns immerhin mit Filtern und Mode ihre Sehnsucht nach einer Zeit stillen, die man als Mittzwanziger ausschließlich aus Erzählungen kennt, leben andere längst ihren Traum. Als Neo-Hippies, wenn man so will. Und machen uns dabei ganz schön neidisch. Aber ist der #Vanlife Style tatsächlich erstrebenswert oder in Wahrheit nicht viel mehr eine gute Idee, die an der Realität scheitert? Wir haben zwar keine Antwort, aber eine leise Vermutung. weiterlesen

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Wohnen //
Ein bisschen Charme fürs Badezimmer

10.05.2017 um 12.26 – Allgemein

Das Badezimmer meiner ersten eigenen Wohnung war etwa 2 Quadratmeter groß, die Dusche hatte man in alter Tradition gleich neben der Küchenkochzeile in einem anderen Raum positioniert und nach Tageslicht suchte man vergebens. Das alles sah zwar nicht unbedingt edel aus, hatte aber immerhin gemütlichen Höhlen-Charme. Dennoch stellte ein Bad für mich stets eine ausschließlich funktionelle Angelegenheit dar – und eigentlich ist das bis heute so, obwohl längst viele Meter Lebens-und Lüftungsraum dazu gekommen sind. Ich muss mir nunmal die Haar und Zähne bürsten, mich waschen und baden. Erst als ich vor Kurzem eine Freundin besuchte, die ihr eigenes Bad generalüberholt hatte, wurde mir klar, dass ein bisschen Wellness im eigenen Zuhause manchmal nur einen hübschen Duschvorhang weit entfernt ist. Wieder daheim angekommen schielte ich fast schon ein bisschen beschämt in mein weißes Kachelparadies. Sollte meine Toilettenbürste demnächst also den Geist aufgeben, oder vielleicht auch der Wäschkorb, dann werde ich womöglich ein paar Pfennig in die Hand nehmen und für einen Hauch mehr Gemütlichkeit sorgen. Die passende Wandfarbe wäre mit der obigen Collage übrigens auch schon gefunden: weiterlesen