Archiv für den Autor: Nike Jane

Über Nike Jane

Nike van Dinther, 27, Co-Founder & Editor in Chief. @nikejane

Meet the Team //
Welcome, Fabienne Sand!

05.01.2017 um 12.21 – Allgemein

fabienne sand

Auf der langen und steinigen Suche nach einem neuen Teammitglied, das es vermag, endlich unsere Interview-Ressort-Lücke zu füllen und noch dazu für frischen Wind in unserer Jane Wayne Diskussionsrunde zu sorgen, erreichten uns eines Nachmittags ganz unverhofft ein paar wenige, aber bestimmte Zeilen von Fabienne Sand. Zwei Tage später saß die 24-Jährige uns auch schon Gegenüber, es folgten rasch Probetexte und schließlich das gute alte Bauchgefühl, das uns flüsterte: She’s the one! Und an dieser Stelle übergebe ich auch schon den Redestein:

„Ich bin Fabienne, 24 Jahre alt und ein waschechtes Nordlicht. Geboren und aufgewachsen bin ich im hübschen Lübeck an der Ostsee und seit vier Jahren fröhliche Wahlberlinerin. Nachdem gescheiterten Versuch Kunstgeschichte zu studieren, habe ich mich lange in der PR-Welt herumgetrieben. Zuerst als Praktikantin, bis zuletzt als Auszubildende bei Silk Relations, habe ich einige Zeit die Showrooms von Berlin auf den Kopf gestellt und unter anderem für Kunden wie Nike Sportswear gearbeitet. Trotz tollem Team und ganz viel Spaß, hat es mir dann doch irgendwann gelangt und aktuell in den Berliner Westen verschlagen: An der Universität der Künste studiere ich seit Oktober Gesellschaft- und Wirtschaftskommunikation und könnte mir zur Zeit nichts schöneres vorstellen, als nebenbei nun auch ein kleiner Teil der Janes zu sein – bei so einer Möglichkeit sagt man ja nicht nein! Ich freue mich tierisch darauf, für euch tolle Frauen mit Fragen zu löchern, eine Stimme zu haben und künftig meinen ganz persönlichen Senf zu aktuellen Themen dazu geben zu können. Aufregend ist das!“ weiterlesen

Brain Blah // Warum Lena Dunhams Cellulite auf dem Cover so wichtig ist

04.01.2017 um 14.11 – Feminismus Gesellschaft

girls lena dunham cover cellulite glamour magazine

Das amerikanische Glamour Magazine hat sich dazu entschieden, die vier „GIRLS“ Stars auf das Cover der Februar-Ausgabe zu bringen. Und zwar ungeachtet kleiner Makel. Zum allerersten Mal in der Geschichte der Frauenzeitschriftenlandschaft ist auf dem Deckblatt einer Hochglanzproduktion also waschechte Cellulite zu erkennen – ein wichtiges Statement und noch viel mehr als das. Nur logisch etwa. Vor allem in Hinsicht darauf, dass besagte Issue ausschließlich von Frauen für Frauen produziert wurde und 90% von uns nunmal genau wie Regisseurin und Protagonistin Lena Dunham liebenswerte Beulen an Po oder Beinen mit sich herum tragen. Die darf normalerweise bloß niemand sehen. Eine Meinung, die in Anbetracht der Realität seltsam erscheinen mag, aber durchaus salonfähig ist.

Ich erinnere mich noch genau an ein Gespräch in New York, das ich mit einer Redakteurin der Grazia führte. Man fragte mich nach meiner Meinung über dieses und jenes und nachdem ich viel Positives anzumerken hatte, erinnerte ich mich in letzter Sekunde doch noch an die Pro- und Kontra Kategorie des Magazins, in der Mitarbeiterinnen ihren Senf zu aktuellen Themen beisteuern dürften. Ein Beitrag, der mir besonders übel aufstieß und in schlechter Erinnerung blieb, war jener über die Lingerie Kampagne, in der Lena und Jemima Kirke sich in voller Pracht und Unterwäsche am Rande einer Badewanne räkelten. Während ich selbst ausschließlich Applaus für die daraus entstandenen Bilder übrig hatte, schwadronierte die Kontra-Stimme doch tatsächlich darüber, dass „so etwas“ nun wirklich niemand sehen wolle. So etwas dickes. So etwas Unästhetisches. Noch beim Durchlesen dieser Zeilen fiel mir die Kinnlade herunter. Bis dato hatte ich schlichtweg nicht darüber nachgedacht, dass außer der Brands selbst überhaupt jemand etwas gegen sympathischen und selbstbewussten Realismus in Bildform einzuwenden haben könnte. Gegen den allgemeinen Tenor des positiven Körpergefühls, der vor allem von einem natürlichen Umgang mit Diversität zehrt. Gegen Menschen, die sich so zeigen, wie Mutter Natur sie geschaffen hatte. weiterlesen

Lookbook-Liebe aus Hamburg //
Black Velvet Circus S/S 17 –

04.01.2017 um 13.09 – Lookbook Mode

black velvet circus ss 2017 lookbook

Nur überaus ungern begebe ich mich in die Rolle der trotzigen Winter-Apokalyptikerin, man soll ja schließlich den Moment genießen und das Beste aus allem heraus holen, vor allem so kurz nach dem Jahreswechsel, wo doch alles stets rosiger werden soll, ganz besonders die eigene Einstellung. Gerade allerdings kann ich einfach nicht anders, als mir sehnlichst einen Vorspul-Knopf herbei zu wünschen – Berlin im Winter, das ist einfach nichts für mich. Und dann kommt auch noch Black Velvet Circus mit neuem Lookbook um die Ecke und schmiert mir die Schönheit der sommerlichen Wärme ganz ungeniert aufs Regen-Depri-Brot. Mir bleibt also nur noch das Schwelgen in Vorfreude, die ja ohnehin die erheiterndste von allen sein soll. Versuchen wir es also mit ein bisschen „Mother Earth“ fürs Gemüt, so nennt sich nämlich die Frühjahr/Sommer Kollektion 2017 der Hamburgerin Tanja Glissmann, die nach einer lehrreichen Zeit bei Alexander McQueen  zunächst mit einem Vintage Shop startete, bis sie sich 2013 schließlich sehr zu unserem Wohlgefallen dazu entschloss, endlich ein eigenes Label zu gründen. Eines, das man gut und gerne als eines der vielversprechendsten und wunderbarsten des Landes betiteln darf.

„Love the past – wear the future“, das Credo der aus London Wiedergekehrten zieht sich nun schon eine ganze Weile durch ihr modisches Schaffen, was wichtig ist und gut und clever, denn damit packt Black Velvet Circus den Zeitgeist auch diesmal wieder am Schlafittchen. Man nehme also unser aller Sehnsucht nach ein bisschen mehr Echtheit, nach Momenten der Ruhe und des Blumenpflückens und kombiniere sie mit der bodenständigen und doch revoltierenden Attitüde derzeit überaus beliebter Brands wie etwa Vetements, garniere das Ganze mit einer Portion Tragbarkeit, die niemals in Gewöhnliche abrutscht und lege einen imaginären Soundtrack darüber, der nach nicht weniger Freiheit klingt, fertig. Für mich dann bitte einmal alles. Mit dem Sweatshirt können wir vorerst jedenfalls gern starten, ebenjenes ist nämlich schon erhältlich, um erste Gelüste zu stillen: weiterlesen

Wish List //
Schenk’s Dir selbst.

22.12.2016 um 7.00 – Mode Shopping

nike wunschliste weihnachtenIch habe mir in diesem Jahr von niemandem etwas gewünscht, aus sehr unterschiedlichen Gründen. Was ich mir aber dennoch nicht nehmen lassen werde, ist mein ganz persönliches Christkind. Einen Wunsch habe ich dank dieser Fudelei also doch noch frei und das Gute ist: Er darf richtig bescheuert sein. So bescheuert wie eine Buchtasche etwa, wie ein Milkshake-farbener Glitzerpullover, wie Samtslipper mit zu großen Schleifen oder wie ein Kleid, das eigentlich ausschließlich einer Blair gebührt.

Hirn aus und los? Ganz so schlimm steht es dann doch noch nicht um mich. Um meine Entscheidungsfreudigkeit hingegen schon. Ich würde ja fast auf den Pulli tippen. Und das Buch mit Henkel. Aber pssst: weiterlesen

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Kurzfilm „Alter Ego“ // Und die Frage:
„What would my bra say if it could talk?“

21.12.2016 um 10.00 – Film
shes mercedes titelbild

Der für She’s Mercedes entstandene Kurzfilm „Alter Ego“ aus der Feder der wunderbaren Regisseurin und Drehbuchautorin Alexa Karolinski, ist ein Ausblick ins Morgen, das längst nicht mehr weit weg zu sein scheint. Und vielleicht sogar ein gut gemeinter Rat.

Wenn ich das Hier und Jetzt nämlich in wenigen Worten erklären müsste, das Leben in der westlichen Welt, jemandem von einem anderen Stern etwa, dann kämen mir zwei Begriffe zweifelsohne recht schnell in den Sinn: Technologie und Selbstoptimierung, womöglich sogar deren Fusion und damit unweigerlich auch ziemlich konträre Gefühle.

Eine Mischung aus Neugier und Hoffnung einerseits, aber auch große Skepsis und Unwohlsein. Denn bei allem Bestreben nach Mehr, nach Perfektion und sämtlichen Superlativen, das durch Social Media immerzu befeuert wird, beim Versuch irgendwann einmal irgendein Ziel zu erreichen, verpassen wir inzwischen allzu oft, was wirklich wichtig ist: Das Leben als aktives Verb. Stattdessen setzen wir einen Fuß vor den anderen ohne hinzusehen, weil die Augen meist auf Bildschirmen kleben, wie in einem Hamsterrad, das sich immer schneller dreht ohne anzuhalten, wo längst Schönheit wartet. Wir tragen Smart Phones als Scheuklappen, starren auf Smart Watches, statt die Zeit zu genießen, gehen Problemen mit ebenfalls smarter Ablenkung aus dem Weg, verlagern Kommunikation aufs Digitale und sind dabei nahezu taub geworden für die Signale unseres Körpers. weiterlesen

Outfit Optionen //
The Party Edit feat. Style.com

20.12.2016 um 18.01 – Inspiration Mode Shopping

style com party edit outfit optionen

Früher dachte ich immer, Weihnachten sei das besinnlichste Fest von allen, eines, das ausschließlich der Familie und Kerzenschein gebührt, aber weit gefehlt! Irgendwann erkannte ich nämlich das mächtige Party-Potenzial des Heiligen Abends, mehr durch Zufall als geplant. Ich war es satt, mich zu später Stunde allein und noch ganz aufgekratzt zu langweilen, während der Rest der Sippe längst vom Festtagsbraten gen Schlafgemach gerafft wurde. Ein, zwei, drei kurze Telefonate genügten, um festzustellen: Den anderen Heimkehrern geht es jedes Jahr aufs Neue ganz ähnlich. Et voilà, seither haben wir ab etwa Mitternacht des 24. Dezembers ein kollektives Date und meist Großes vor. Schön ist das. Auch, weil wir allesamt normalerweise eher zur Turnschuh-Fraktion gehören, bloß während besagter Reunion nicht. Warum weiß niemand, aber das Rausputzen scheint heimlich zu gefallen. Ähnlich ergeht es mir auch, wenn ich an Silvester denke, Natürlich könnte ich in Jeans und T-Shirt Wunderkerzen durch die Luft schwingen, aber 2016 war streckenweise so ein mieser Verräter, dass ich diesmal dreifach funken will, wenn er sich vom Acker macht.

Wie man sich zu Anlässen wie den obigen und natürlich auch anderen, bei denen das Konfetti fliegt, kleiden könnte, haben wir gemeinsam mit Style.com ausgetüftelt. Auf geht’s also zu unserer Outfit Optionen Party Edition, die diverse Szenarien mit euch durchspielt und den passenden modischen Ausweg oder zumindest Inspiration liefert.  weiterlesen

Die Anti Christmas Playlist //
Same Procedure As Every Year

19.12.2016 um 11.04 – Musik

anti christmas mixtape playlistIch mag Weihnachten wirklich sehr gern und auch die dazugehörige Musik, letzteres bloß nicht in Dauerschleife und wenn ich Mariah Carey noch einziges Mal trällern hören muss bevor das Christkind kommt, laufe ich durchaus Gefahr, Dinge zu tun, die selbst Knecht Ruprecht schockieren würden. Weil ich dank diverser privater Nachrichten jedoch weiß, dass ich mit meinem Aggressionspotenzial immerhin nicht gänzlich allein dastehe, habe ich in alter Jane Wayne Manier auch in diesem Jahr für einen kleinen musikalischen Ausgleich in Form einer kleiner Playlist gesorgt. Erwartet nicht zu viel, ich werde alt und weiß nicht, was man als moderner Mensch gerade hört. Das folgende Mixtape ist also mehr Archiv als Fundstätte neuer Schätze, aber ich finde, mit diesen 50 Stücken lässt sich das Warten auf die Sippe ganz gut aushalten: weiterlesen

Meet the Jane Wayne Team //
17 Fragen an Julia Korbik

19.12.2016 um 7.30 – Feminismus Menschen Wir

julia korbikSeit über einem Jahr ist Julia Korbik jetzt schon fester Bestandteil des Jane Wayne Teams und weil wir so langsam aber sicher Gefahr laufen, vor Dankbarkeit und Begeisterung ob all der starken Texte, die Woche um Woche aus der flinken Feder der freien Journalistin und Autorin in unser Feminismus-Ressort fließen, zu platzen, ist es wohl dringend an der Zeit, auch euch noch viel mehr über @fraukorbik zu verraten.

Born and raised im schönen Ruhrgebiet machte sie sich gleich nach dem Abitur nach Frankreich davon, um am Institut d’Études Politiques in Lille mit einem deutsch-französischen Doppeldiplom in Politikwissenschaften (Schwerpunkt European Studies) anzufangen. Dafür pendelte sie jedes Jahr zwischen Lille und dem westfälischen Münster hin und her, wählte als Nebenfach Kommunikationswissenschaften und machte einen französischen Master in Journalismus (wie aus all dem letztendlich ein Doppeldiplom wurde – man weiß es nicht). Aus Lille ging es dann 2012 direkt für ein Praktikum nach Berlin. Bleiben wollte Julia hier nie, fünf Jahre später ist sie immer noch da. 2014 ist schließlich ihr Buch Stand up. Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene erschienen. Am liebsten schreibt sie über Pop und Politik aus feministischer Sicht, u.a. in ihrer Kolumne für Tagesspiegel Causa. Zu ihren Herzensprojekten gehört das sechssprachige Europa-Online-Magazin cafébabel – dort ist sie für die Rubrik Mind the Gap zuständig, in der sich alles um Feminismus und Gleichberechtigung dreht. Und Julia noch dazu gerne viele Sachen auf einmal macht, bloggt sie auf Oh, Simone außerdem zu Simone de Beauvoir. Wovon Julia träumt, was sie wütend macht und welches das Lied ihrer Jugend ist, verrät sie uns im Interview: weiterlesen

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Weniger Worte, mehr Taten //
Was wir jetzt noch für Aleppo tun können.

15.12.2016 um 13.17 – Gesellschaft

aleppoIch finde keine Worte für Assad und seine russischen Helfer, nicht für das, was die Westliche Welt im Orient angerichtet hat und noch immer anrichtet, nicht für die USA, die vor fünf Jahren schon hätte handeln müssen, nicht für islamistische Gruppen, die an der Angst der Zivilbevölkerung wachsen, nicht für die Politik, die entweder wegsieht oder noch mehr Übel anrichtet, nicht für Machthaber, die einen Genozid geschehen lassen, nicht für das Vorantreiben von Waffenexporten in Entwicklungsländer und für das, was Geld und Religionen in der Lage sind zu zerstören, nicht dafür, dass die Welt Aleppo allein gelassen hat. „Als wir zum ersten Male berichteten, daß unsere Freunde geschlachtet wurden, gab es einen Schrei des Entsetzens und viele Hilfe. Da waren hundert geschlachtet. Aber als tausend geschlachtet waren und des Schlachtens kein Ende war, breitete sich Schweigen aus, und es gab nur mehr wenig Hilfe. So ist es. Wenn die Verbrechen sich häufen, werden sie unsichtbar. Wenn die Leiden unerträglich werden, hört man die Schreie nicht mehr. Ein Mensch wird geschlagen, und der zusieht, wird ohnmächtig. Das ist nur natürlich. Wenn die Untat kommt, wie der Regen fällt, dann ruft niemand mehr halt. (…)“ – Bertholt Brecht. Alle Infos zur aktuellen Lage in Syrien findet ihr zum Beispiel hier. Auch diese eMail des Journalisten Zouhir al-Shimale legen wir euch ans Herz. Und wie können wir jetzt noch helfen? weiterlesen

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Outfit Optionen //
The First Date-Dress-Edit

14.12.2016 um 17.08 – Mode Shopping

first dte edit was trage ich beim ersten date

Seit etwa zwölf Monaten habe ich kein offizielles erstes Date mehr gehabt, aber ich weiß noch ganz genau, wie sehr mir im Winter die Knie schlotterten, nicht nur wegen der Kälte, und das, obwohl ich den Mann, der da am Date noch mit dran hing, schon sieben Jahre zuvor und vielleicht auch schon zu Schulzeiten abgeknutscht hatte. Jetzt ist es so, dass uns immer wieder ein paar Hundert Kilometer und Berge trennen, was dazu führt, dass eine gewisse spätpubertäre Aufgregung bis heute greift, wann immer wir uns wiedersehen. Da hilft auch kein fast einjähriges Jubiläum. Ich weiß also sehr gut, wie das ist, wenn man sich plötzlich Gedanken über die Garderobe und den (schon wieder) ersten Eindruck macht.

Es gibt ja aber durchaus Wichtigeres, worüber es sich im Angesicht einer neuen Liebe den Kopf zu verknoten lohnt und deshalb versuchen wir euch heute schonmal eines der kleinsten Problemchen aus der Hand zu nehmen –  mit ein bisschen First Date Inspiration zum Feierabend, die sich ausschließlich um Kleider dreht. Verliebtsein geht schließlich auch durch den Bauch und den sollte man während einer solchen Verabredung durchaus mal hängen lassen können: weiterlesen

Interieur // Kunst für die Wand
von IXXI

13.12.2016 um 15.57 – Wohnen

ixxi poster bilder

Wir liefen gerade durch Amsterdam, als Sarah und ich vor einem Schaufenster abgelenkt wurden, an dem kein Name stand, bloß ließ uns das, was durch die milchige Scheibe zu erkennen war, beinahe vergessen, dass wir schleunigst zurück zum Flughafen mussten: Laute bunte Blumen prangten da an Wand, auf vielen kleinen Quadraten, die gemeinsam ein Gemälde formten. Für ein schnelles Foto des Herstellers reichte unsere Zeit glücklicherweise noch ganz knapp. Heute dann, beim Durchsehen alter Bilder, fand ich den Schnappschuss und mich mir nichts dir nichts im dazugehörigen Online Shop wieder.

IXXI ist ganz offensichtlich auf Kunstdrucke und Fotos spezialisiert, die je nach Wunsch auf mehr oder weniger viele Einzelpappen und -Papiere gedruckt werden können. Sogar eigene Werke dürfen hochgeladen werden. Was dabei heraus kommt, ist Wandschmuck in Übergröße, wenn man so etwas überhaupt mag, denn auch kleinformatige Wünsche werden selbstredend berücksichtigt. Meine Favoriten seht ihr dort oben, wie etwa Van Os‘ „Fruit & flowers in a terracotta vase“, das eigentlich in der National Gallery London zuhause ist (hier lang gehts zur kompletten Kollektion). Obwohl so das hier auch nicht von schlechten Eltern ist: weiterlesen

5 Piece Wardrobe // Ein Stadtkind in den Bergen mit Topshop Sno

13.12.2016 um 11.23 – Mode

winter alm outfit

Wie es ist, wenn ein Almöi auf ein Kind der Stadt trifft, weiß ich spätestens seit ich mich auf genau dieses Abenteuer eingelassen habe und mich regelmäßig fragen muss, wie man diese verdammten Berge bloß in mein geliebtes Berlin verpflanzt kriegt. Gar nicht natürlich und deshalb wird unser Pärchen-Leben wohl noch eine ganze Zeit lang relativ unkonventionell vonstatten laufen. Was gar nicht schlimm ist, sehr oft sogar sehr erheiternd. Zum Beispiel wenn es um das Vorhaben geht, mich nach einem Jahr Beziehung endlich auf allen Ebenen mit diesem Österreich bekannt zu machen, dem ich eigentlich schon mit etwa 17 Jahren den Rücken gekehrt hatte und zwar nach einem doppeltem Armbruch nach einem dreifachen Marillenschnaps. Als erste meiner Schwestern durchbrach ich fortan die Skiurlaub-Tradition und schmollte zutiefst spätpubertär vor mich hin, während die anderen wie junge Rehe über die Pisten hüpften. Niemals hätte ich also damit gerechnet, dass mich diese Art von Exklsion aufgrund meiner sportlichen Feigheit irgendwann in Erwachsenjahren noch einmal ereilen könne. Aber Pustekuchen. Ich stehe kurz davor und nicht ein einziger Weg führt daran vorbei.

Mein Schicksal wird vermutlich das Verweilen auf einer Hütte sein und, da bin ich ganz ehrlich, ich werde erst überhaupt nicht versuchen, gegen sämtlichen Modetussivorurteile anzukämpfen, nein, ich möchte bloß nicht frieren und mir treu bleiben statt vorzugeben, ich sei ein Outdoor-Freak. Außer der Tatsache, dass ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin, habe ich nämlich asolut nichts als Beweis für meine Naturverbundenheit vorzubringen. Ein mögliches optisches Szenario ist also das obige. Obwohl ich ja fast gewillt bin, auf einen feschen Schneeanzug umzusatteln – damit man erst gar nicht auf die Idee kommt, mich in waghalsige Abfahrten einzuplanen: weiterlesen

Beauty Inspiration //
Blush: Gold statt Rosa!

08.12.2016 um 15.16 – Beauty

bronzer statt blush make up

Ihr wisst: Ich habe keine Ahnung vom großen Oberthema Beauty. Ich kann mein Gesicht eincremen, Wimperntusche benutzen und rumpinseln bis es gut aussieht, aber mit Fachwissen kann ich nicht glänzen, dafür gibt es hier schließlich auch Scalamari und Elina. Sehr wohl aber habe ich Augen im Kopf und so kommt es, dass mir hin und wieder kleine Details in Gesichtern auffallen, irgendwo im Alltag, die sich mir vor lauter Entzückung ratzfatz ins Gedächtnis brennen. So etwa vergangene Woche, bei einem Mittagstermin, als plötzlich eine Dame neben mir Platz nahm, deren Antlitz wohlig wonnig und gesund strahlte, ohne dabei vollgekleistert zu wirken. Und dann plötzlich kam ein Sonnenstrahl durchs Fenster gehuscht, der sich mit einem Mal quer über die Wange meiner Sitznachbarin legte und dabei verriet, was das Besondere war, das mich in Verzückung versetzte: Sie trug güldenes Puder statt rosarotes Rouge! „Jaja, hier, mit einem Pinsel, einfach so, das ist Highlighter oder Bronzer, aber ich tupfe es da einfach auf den Knochen!“. Toll, toll, toll. Manchmal wird Abschauen ja wohl erlaubt sein, deshalb: Wird gemerkt und ausprobiert. weiterlesen

OUTFIT // Hair Bow.

08.12.2016 um 11.36 – Outfit Wir

norse projects coat

Vergangene Woche habe ich mein Badezimmer entrümpelt, das war streckenweise selbstverschuldet eklig, obwohl ich wirklich nicht hätte ahnen können, dass sich das Fußpuder vom Mann wegen eines losen Deckels binnen weniger Sekunden wie eine vorweihnachtliche Schneelawine über mein komplettes Bürsten-Sammelsurium ergießen würde. Mir war ein bisschen, als habe das Universum plötzlich so etwas wie Mitleid mit mir verspürt, denn noch während sich mein Gesicht der Schwerkraft ergab, fiel mein Blick auf eine verloren geglaubte Kiste. Die Kiste. In der sich über die Jahre offensichtlich sämtliche Haarspangen passend zu unterschiedlichsten Lebensabschnitten angesammelt haben. Ganz oben lag eine Ungetüm aus Samt und ich kann nur vermuten, dass sie aus einer Zeit stammt, in der ich heimlich Chuck Bass anhimmelte. Schande über mein Haupt, oder eher: Schleife an mein Haupt. Man wird ja wohl hin und wieder ein bisschen in Nostalgie versinken dürfen.

Passend dazu trage ich eine 15 Jahre alte Samthose von Closed, die ich, man mag es kaum glauben, irgendwann aus dem Schrank meiner Mutter fischte: weiterlesen

„Sorry, Sie haben leider eine Scheide“ – Wie Giulia Becker Sexismus mit Satire bekämpft

07.12.2016 um 12.14 – Feminismus Musik

eine scheide boehmermann

Jan Böhmermann mag vielleicht  Polizei haben, aber seine Mitarbeiterin Giulia Becker hat etwas viel phänomenaleres: eine waschechte Scheide. Die bringt ihr jedoch nicht nur Freude und Freunde, sondern vor allem Probleme. Das wissen wir spätestens, seit Böhmi das Musikperformance-Zepter im Neo Magazin Royale vor etwa einer Woche freiwillig aus der Hand gab, um die Bühne erstmals einem weiblichen Mitglied seines Autoren-Teams zu überlassen. Es liegt an meiner Scheide / Es ist egal wie viel ich leide / Schuld ist meine Scheide – Mit ihrem Song „Verdammte Schei*e“ hat die Komikerin, die auf Twitter als „Schwester Ewald“ für Furore und intelligente Unterhaltung sorgt, den Feminismus mit einer längst verdienten Portion Lässigkeit beglückt und obendrein ganz nonchalant eine neue Bewegung gegen Benachteiligung ins Leben gerufen:

„Wenn ihr mit mir seid, dann schwingt jetzt eure Scheide“, singt sie uns im dazugehörigen Video entgegen, mit der Unterstützung von Ina Müller, Hazel Brugger, Nora Tschirner, Olivia Jones und einem ganzen Protestmarsch im Rücken. Hunderte Frauen legen Daumen und Zeigefinger bestimmt aneinander, um der Welt zu zeigen: Wir haben eine Scheide. Es mag Zufall sein, dass das auserwählte Symbol unweigerlich an die Merkel-Raute erinnert. Herrlich pathetisch und zwar genau im richtigen Maße, ist es allemal. Denn was zunächst als typische Übertreibung im ehrwürdigen Stil glasklarer Satire anmutet, ist im Kern für viele von uns Alltag. Noch immer. weiterlesen