
“Mit 12 ist ein Mädchen ja in einer sensiblen Phase – Wenn man es in diesem Alter gewinnt, kann man es besser lenken.”
Der Mann, der hier spricht, sagt, er handle aus religiösen Gründen, er sieht sich als Retter der mittellosen Mädchen und ist doch nichts weiter als ein moderner Menschenhändler. Auf der ganzen Welt sucht er nach mageren Körpern, die er später an die Modelindustrie verkaufen wird. Bevorzugt an die japanische, denn dort giert man nach frischen, jungen Schülerinnen, nach Silhouetten, die noch nicht von der Pubertät entstellt wurden und nach gutgläubigen Kindern aus ärmlichen Verhältnissen, die von einer besseren Welt träumen. Am Ende landen die meisten von ihnen in der Hölle.
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Tags: Arte, Doku, Models, Teen Model
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Auf dem Rückflug nach Berlin musste ich ziemlich lange darüber nachdenken, ob New York City (und ich meine nicht Brooklyn oder Queens) wirklich so etwas wie eine große Liebe ist, ob dieser Ort all sein Lob verdient hat und ob man dort wirklich glücklich werden kann, wenn man nicht Investment Banker oder Beyoncé ist. Kann man. Das gilt für viele, aber nicht für mich.
Man könnte jetzt einen Essay verfassen, Pro und Contra-Listen führen, aber mir reicht dieses Gefühl, dass ich untergehen würde in der Masse, dass mich all die Menschen in den Wahnsinn treiben würden und Geld hier ziemlich viel mehr bedeutet als bei uns. Viel, viel mehr. In Berlin kann man selbst als Harz 4ler noch am Leben teilnehmen, wer mittelloser Student ist, hat trotzdem Zutritt zu den schönsten Bars der Stadt. In NYC hingegen überkam uns dieses fiese Gefühl der Isolation. Wer nicht dazu gehört, darf nicht mitspielen, und selbst wenn man wollte, man könnte es nicht. Utopische Mieten, utopische Preise, massenhaft Konsum. Kein soziales Auffangnetz und diese offensichtliche Klassengesellschaft. Man darf bestimmt darüber streiten und ich als einfacher Tourist habe im Grunde ja auch keine Ahnung. Für mich steht trotzdem fest: New York, ich liebe dich. Aber nur auf Zeit.
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Tags: Mixtape, New York
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Auch ich bin, genau wie die meisten Menschen, ziemlich abgestumpft, jedenfalls temporär, und manchmal auch zu müde, als dass ich es in Erwägung ziehen würde, ständig Radschläge vor Entzückung zu schlagen. Ein mittelschwerer Fehler. Denn wer aufhört zu staunen, der verpasst das wilde Kribbeln im Bauch.
In den vergangenen drei Tagen kostete es mich glücklicherweise nicht die leiseste Anstrengung, in regelmäßigen Abständen vor Ehrfurcht in die Knie zu gehen. Und nicht nur in meinem Bauch tanzten die Endorphine ekstatisch Tango, sondern auch in Herz in Kopf. Gemeinsam mit Volkwagen lud das Museum of Modern Art zur Eröffnung der Expo 1: New York - einem Festival mit einer Schule, einem Kino, einer Kolonie, einem geodätischen Dom, dem Rain Room und diversen Ausstellungen. “Ich bin so viel unterwegs gerade und jetzt steht auch noch New York an”, quängelte ich kürzlich noch in einem stillen Moment und erntete für so viel Jammerei auf hohem Niveau prompt Augenrollen: “Du weißt gar nicht, wie gut du es hast”. Die kurze Reise in die Stadt der Träume diente am Ende also nicht bloß meiner kulturellen Bildung, sondern legte obendrein sämtliche Schalter in meinem Hirn um. Ich weiß jetzt wieder, wieso ich diesen Weg gewählt habe. Wieso ich lieber als freie Redakteurin arbeite und mit dieser ständigen Ungewissheit lebe, statt jeden Tag um Acht Uhr im Büro anzutreten. Für das hier. Für Momente, die tausend Mal mehr wert sind als alles Geld der Welt.
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Tags: Expo 1, MoMA, New York, VW
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Ich weiß nicht, wie andere das anstellen. Dieses perfekte Packen der perfekten Garderobe, die perfekt abgestimmt ist auf Reiseort, Reisegrund und das ewige Reise-Hopping zwischen dem legeren Stadtbummel und der abendlichen Schickimicki-Veranstaltung. Weil im Koffer außerdem alles knautscht, was nicht aus Polyester ist, habe ich es satt, im Schnitt zehn Kleider für vier Tage einzupacken – im schlimmsten Fall muss schließlich noch gebügelt werden, herrgott.
Und: Umziehen frisst Zeit. Besser ist es doch, wenn man bloß Turnschuhe gegen hohe Hacken eintauschen braucht und trotzdem noch gut gekleidet beim Dinner sitzt. Bisher scheiterte es leider an der Umsetzung diess Schlachtplans – aber dann kam Henrik Vibskov und entwarf womöglich ohne es zu wissen das perfekte Reisekleid:
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Tags: Henrik Vibskov, Kleid
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Dass Sarah Jane und ich die vergangenen zwei Tage in Zürich verbracht haben, das erwähnten wir bereits, aber soeben ist uns ein Schlamassel passiert. Die komplette SD-Karte voll mit Bildern hat sich selbst den Gnadenschuss gegeben. Wir konnten gerade noch ein paar Schnappschüsse von meiner Sackhose samt High Heels sichern, dann ging nichts mehr – Dabei sah Sarah doch so zauberhaft aus. Nunja, Wir versuchen das Problem noch irgendwie zu fixen, bis dahin müsst ihr leider mit mir allein vorlieb nehmen.
Wer sich jetzt fragt, wieso denn schon wieder ein persönlicher, statt ein informativer Post folgt: Die Zeit ist gerade zu knapp für geistreiche Inhalte, aber nicht mehr lange! Während wir nämlich in der Welt herum tingeln, machen wir‘s ausnahmsweise wie klassische Modeblogger, damit hier überhaupt etwas passiert – morgen wird dann übrigens das New York Geheimnis gelüftet (auf dem Weg dorthin bin ich längst!). Vorher aber die Bilder zum Halsbrecher-Schuhe-Experiment:
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Tags: Acne, Cos, MCM, Shoeshibar, Tagesoutfit, Zürich
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Na, was ist denn jetzt los? Statt informativer News über dies und das hauen wir euch plötzlich nur noch Bilder von und selbst um die Ohren. Keine Sorge, das wird nicht ewig so weitergehen – nur noch ein paar Tage, Ehrenwort! Denn während wir durch die Weltgeschichte tingeln, um ein paar Jobs zu erledigen, bleibt uns nichts anderes übrig, als euch zumindest über Instagram (sarah_jane, nikejane, thisisjanewayne) und Facebook ein paar Lebenszeichen von uns zu schicken.
Bis heute zum Beispiel machten wir noch gemeinsam Halt in Zürich, ab morgen geht es für Sarah dann in den Urlaub und für mich nach New York. Darauf folgen noch München und Cannes, bevor es hoffentlich auch für mich heißt: Durchatmen, zumindest ein bisschen.
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Ich weiß schon ziemlich lange, dass ich ziemlich schlecht sehe. Bloß tat ich nichts mehr dagegen, seit ich meine geliebte Brille einst im Schnee verlor, weil ich zu schnell rannte. Sie ward nie wieder gefunden. Große Trauer und noch mehr Trotz.
Ende letzter Woche konnte ich kaum mehr fünf Zeilen am Stück lesen ohne darüber nachzudenken, meinen Kopfschmerz in einer Aspirin-Überdosis zu ertränken. Verdrängung half nicht mehr und deshalb machte ich mich auf zum nächsten Optiker, was in diesem Fall glücklicherweise “Specs Berlin” war, ein Brillenladen, den mit schon sämtliche Freunde empfohlen hatten, um mich vor einem nicht unwahrscheinlichen Fahrradunfall aufgrund meiner leichten Sehbehinderung zu bewahren. Und da lag sie dann, die Brille meiner Träume: Hello liebe neue “Wilson” von Garrett Leight, dem eventuell lässigsten Designer Californiens. -3,0 Dioptrien und diese nette Hornhautverkrümmung können mir künftig also gar nichts mehr.
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Tags: Brille, Garrett Leight
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Sarah hatte es bereits angekündigt, am Freitag war’s dann endlich so weit: Trendsales öffnete seine Pforten und residiert fortan einen ganzen Monat lang auf der Torstraße 66 in Berlin Mitte. Normalerweise finden wir die skandinavische Version von Kleiderkreisel und Co nur online, oder eben gar nicht – denn wer ist schon über sämtliche Shopping Paradiese dieses Erdballs im Bilde? Genau, niemand.
Deshalb helfen uns die Macher der virtuellen Tauschbörse nun ein wenig auf die Sprünge und präsentieren sich uns zum Kennenlernen sogar zum Anfassen nah – in einem Pop-Up-Store, der Mädchenherzen bis zur Decke schlagen lässt, wirklich wahr. Gut so, denn auch mir wäre “Trendsales” sonst wahrscheinlich durch die Lappen gegangen. Ist’s aber nicht, und deshalb könnt ihr auch ein paar Teile aus meinem eigenen Kleiderschrank shoppen (Kenzo-Pulli, Stine Goya-Schuhe, Acne-Kleid) – das Prinzip ist nämlich folgendes:
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Tags: Berlin, Pop-Up Store, Torstraße, Trendsales
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Vergangene Woche posaunte ich noch in die Welt hinaus, dass ich gerade nichts dagegen hätte, ein wenig langweilig zu sein, inzwischen mache ich mir aber beinahe schon Sorgen um meine psychische Konstitution. Ich weiß überhaupt nicht, was mit mir los ist, Leute. Als wäre es nicht schon seltsam genug, dass ich es tatsächlich zum Friseur geschafft habe (Spitzenschneiden, sowas mach’ ich normalerweise selbst), fand’ ich mich am Samstag dann sogar beim Optiker wieder. Vorbei sind die Zeiten als Blindschleiche, vorbei ist’s mit dem kaputten Haar. Und dann trage ich auch noch Loafer zum Ringelshirt, statt Plateau-Schuhe zum Bindi. Hätte ich jetzt auch noch das Rauchen an den Nagel gehängt, dann gebe es wirklich Grund zur Sorge. Dem ist aber nicht so.
Und deshalb verbuche ich meine Rückbesinnung auf Basics und das ordentliche Abhaken meiner To-Do-Liste einfach mal als temporären Ausnahmezustand, der mich womöglich vor dem Wahnsinn bewahren soll, und erfreue mich an ihm. Ob mir das sogar besser steht, das weiß ich nicht, aber ich frage mich: Sehe ich nicht wirklich austauschbar aus oder einfach nur recht adrett?
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Man kann sich natürlich darüber streiten, ob der mittelgroße Cat Fight zwischen den beiden Rapperinnen Angel Haze und Azealia Banks nun eher lächerlich oder ganz amüsant ist. Jedenfalls konnte man das hasserfüllte Feuer zwischen den beiden Konkurrentinnen zuweilen in Echtzeit via Twitter auflodern sehen. Wer technisch gesehen die besseren Skills hat, diese Beurteilung überlasse ich zwar anderen, trotzdem bleibt Angel wohl auf ewig mein heimlicher Favorit. Spätestens seit “Werkin Girls” in einer Nacht voll Deadlines und leerer Seiten zu meinem persönlichen Power-Track avancierte und mich vor der Kapitulation bewahrte.
Mit ihrer neuesten Veröffentlichung “Element” verabschiedet sich die 1991 in Detroit geborene Ex-Neurologie-Studentin kurzzeitig vom Posertum und verarbeitet ziemlich offensichtlich eine ganze Menge Dreck, den sie als Teenager erleben musste. Ganz groß.
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Tags: Angel Haze, Rap, Rapperinnen
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