Archiv für den Autor: Nike Jane

Über Nike Jane

Ich würfle zusammen, was eigentlich nicht passt und fluche am Ende des Tages gern über meine Outfitwahl. Ich mag musikalische Subkulturen, bloß kann ich mich nicht entscheiden, welche ich am liebsten mag: Creepers, Schlaghose, Lederjacke und Bubikragen passen nicht zusammen? Genau. Deshalb verliere ich mich ständig und muss mich jeden Tag auf's Neue finden.

OUTFIT // Fashion Week Tag III
Dorothee Schumacher & Saint Laurent Babies

– 22.01.2015 um 8.00 – Outfit Wir

IMG 4311 OUTFIT // Fashion Week Tag III <br/> Dorothee Schumacher & Saint Laurent Babies Weiß der Kuckuck was da gerade mit mir los ist, aber nach all den Turnschuhtagen und sportlichen Komplettoutfits, steht mir der Sinn derzeit ungewöhnlich häufig nach verspielten Details im Sinne von “mal wieder richtig Frausein”, inklusive Gitter, glattem Haar und Gurkentönenröcken. Dieser hier stammt von der deutschen Designerin Dorothee Schumacher, die ihrem Image gerade eine ordentliche Verjüngungskur gönnt, wenn man mich fragt. Man beachte an dieser Stelle bitte auch den schnittigen Tunnelzug, der das Ganze davor bewahrt, in der 50er Jahre Kiste zu verschwinden. Ein Jammer, dass ich dem Allroundtalent bald wieder Lebewohl sagen muss, in Gedanken habe ich den Midi-Traum dann nämlich doch noch heimlich zu Sneakern und Boots und meinem halbem Kleiderschrank kombiniert. 

Den letzten Schrei trage ich laut einer Kollegin allerdings an den Füßen – ihr erinnert euch vielleicht – es handelt sich hier nämlich um den schönsten Schwachsinnskauf meines Lebens. Mich persönlich wundert’s nicht, dass die Damen und Herren bei Saint Laurent diese gülden verzierten Mary Janes “Babies” getauft haben. Achso, und auf den Taillengürtel-Zug bin ich dann sogar auch noch aufgesprungen. Na bitte. “Dem Anlass entsprechend” ist gar nicht so schlimm. weiterlesen

Fashion Week //
Schnappschüsse von den ersten Tagen

– 21.01.2015 um 20.12 – Wir

fashion week berlin Fashion Week // <br/> Schnappschüsse von den ersten TagenIch kann es tatsächlich selbst kaum glauben, aber eventuell ist das die schönste Fashion Week Woche unseres bisherigen Moderedakteurinnen-Daseins, wirklich wahr. Schuld daran sind nicht nur sämtlich Kollegen, die wider aller Vorurteile gegenüber der bösesten aller Branchen (mit Ausnahme von Brokern vielleicht), überhaupt kein bisschen bissig oder irre sind, jedenfalls wenn man von ein paar teilweise äußerst ulkigen Erscheinungen absieht, ihr wisst schon. Sondern auch unsere neu gewonnene Gelassenheit – das ständige Hin-und-Her-Hetzen tut ja nun wirklich niemandem gut, auch dem Blog nicht, der ja nur mit uns müde werden würde. Das bedeutet trotzdem keinesfalls, dass wir neuerdings Däumchen drehen, nur das Tempo, das wurde ein klein wenig gedrosselt. Mehr Zeit für weniger Termine sozusagen. 

Was wir außerdem schon verraten haben: Arte werkelt gerade an einer einstündigen Dokumentation, die während der Paris Fashion Week im September erscheinen wird und ja, es ist wirklich wahr, wir sind Teil davon, auch wenn wir es selbst kaum fassen können. Damit aber nicht genug, auch Pro7 hat sich nicht Lumpen lassen und war zwei Tage unser Schatten. Unangenehm Wajdas Teilweise, wegen der schrägen Blicke zum Beispiel, als wir zum dritten Mal “ganz natürlich, die Treppe herunter rennen” sollten. Wie auch immer. Danke, ihr alle, denn ohne euch wären wir ja gar nicht hier. Was wir sonst noch erlebt haben, seht ihr hier: weiterlesen

MBFWB // BOBBY KOLADE “SUPERSTAR”
– einer, der auszog, um Berlin zu retten

– 20.01.2015 um 17.05 – Allgemein

bobby kolade aw 151 MBFWB // BOBBY KOLADE SUPERSTAR <br/>   einer, der auszog, um Berlin zu retten“Bobby, du bist´n Superstar” – gerade eben, als wir Bobby Kolade nach seiner Schau in der Halle am Berghain Backstage trafen, da standen mir vor Freude ein paar Armhaare zu Berge. Darüber, dass der Nachwuchsdesigner, Start your own Fashion Business-Gewinner und Weißensee-Absolvent zum dritten Mal infolge eine wirklich und wahrhaftig wunderbare Kollektion zeigte, darüber, dass es eben doch noch allen Grund gibt, um an Berlin als Modestadt zu glauben (aus gegebenem Anlass wurde soeben der Hashtag #InBerlinWeTrust eingeführt), darüber, dass wir aufrichtig überrascht wurden, statt angesichts des 75. seidig fließenden Seidenkleids, wie es hier so häufig präsentiert wird, ins Schlafkoma befördert zu werden.

Wenn man den Berliner nach seiner größten Inspiration fragt, dann antwortet er ganz schlicht: “Die Menschen”. Denn da wo Kolade lebt, kommen die einen gerade aus der Moschee, andere schleppen den Einkauf aus dem Supermarkt gegenüber, andere tingeln gerade zur nächsten Technoparty oder hängen in ihren Gedanken irgendwo in längst vergangenen Jahrzehnten fest. Multikulti auf hohem modischem Niveau sozusagen. Ein bisschen haben wir die Anti-Langweile dieser Kollektion also auch der Diversität unserer Lieblingsstadt zu verdanken. weiterlesen

WOHNEN //
Geben wir (Foto-)Tapeten noch eine Chance?

– 20.01.2015 um 16.13 – Wohnen

fototapete WOHNEN // <br/> Geben wir (Foto )Tapeten noch eine Chance?Fototapeten sind sozusagen das Interieur-Pendant zu weißen Stiefeln in der Modewelt. Man kann mit ihnen nämlich schrecklich viel falsch machen, überraschender Weise aber sehr viel richtig. Und irgendwie schwarnt mir, dass es so langsam aber sicher an der Zeit ist, den Staub von siffigen Malediven-Wänden und Raubkatzen-Assoziationen zu wedeln, um endlich wieder Platz zu machen, für Fototapeten, die auch fernab des Partykellers Sinn machen könnten. Ganz eventuell.

Auf der Suche nach passenden Beispielen sind wir unter anderem über Wälder, Aquarelle und und noch mehr Pflanzen, die wir uns seltsamerweise extrem gut in unseren eigenen vier Wänden vorstellen, jedenfalls irgendwann mal, wenn die blaue Farbe ausgedient hat. Jetzt seid doch mal ehrlich: Ultra erschreckende Geschmacksverkalkung oder doch nicht so daneben? Das fragen wir uns in unseren Fashion-Week-demolierten Köpfen gerade nämlich auch selbst: weiterlesen

OUTFIT // Fashion Week Berlin Tag II
mit Chucks & Wildleder-Culotte

– 20.01.2015 um 14.47 – Outfit Wir

outfit joseph OUTFIT // Fashion Week Berlin Tag II <br/> mit Chucks & Wildleder CulotteNa gut, ich geb’s zu: Unsere Fashion Week Outfits mussten aufgrund von akuten Babyzeitplan-Panikmomenten schon am Wochenende geschossen werden und jetzt haben wir den Salat, oder eher: Den Regen. Und die Kälte. Und Frostfüße. Umsatteln kommt trotzdem nicht mehr infrage, schon allein des Gemüt zuliebe, denn wenn ich mir auch noch einen minikleinen Gedanken über Fernseh-taugliche Kleider machen muss, dann macht sich mein Hirn heimlich vom Acker. 

Überhaupt ist das die allererste Fashion Week mit Mini-Jane im Schlepptau, deshalb geht es hier auch ein klein wenig ruhiger zu als in den vergangenen Jahren, verzeiht es uns. Und wo wir gerade dabei sind: Soeben hat Bobby Kolade im Berghain seine Schau gezeigt und ich bin ganz aus dem Häuschen. Berlin als Modestadt ist tot? Nix da. #InBerlinWeTrust. Mehr dazu folgt zu späterer Stunde. Erstmal muss ich nämlich noch kurz von JOSEPH schwärmen, dem phänomenalen Brand, dass mir diese phänomenale Wildlederhose samt phänomenalem Pullover zur Verfügung stellte. Dazu trage ich Chucks. Weil es doch wirklich, wirklich wieder an der Zeit ist, sämtliche Converse zu entstauben, um gedanklich ein bisschen im Früher zu schwimmen, als The Wombats noch “Moving to New York” im Lieblings-India-Schuppen trällerten – oder eta nicht? weiterlesen

OUTFITS //
Let’s get it started
Der Startschuss zur Fashion Week Berlin

– 19.01.2015 um 7.44 – Outfit Wir

fashion week this is jane wayne berlin OUTFITS // <br/> Lets get it started <br/> Der Startschuss zur Fashion Week BerlinJahrelang war ich schwer dafür, die Fashion Week Berlin nicht mit sonderlich viel modischem Klimbim zu bestreiten, wir sind hier ja schließlich in der Turnschuhstadt schlechthin und das, wofür wir unsere heimischen Modewochen so lieben, sind ganz bestimmt nicht die funkelnden Stars und Sternchen, nicht die, sagen wir mal “Experimente” auf dem roten Teppich und schon gar nicht die angestrengt ausgeflippten Looks, mit denen zumindest auf Kopfsteinpflaster eher schlecht Kirschen essen ist. Aber alles Neue macht 2015 und so kam es, dass es uns vergangene Woche plötzlich doch noch nach neuem Fummel gelüstete, nach einer Handvoll Outfits, die dem Anlass auf irgendeine Art und Weise Respekt zollen und auch ein bisschen erwachsener wirken als Vieles von dem, was uns den Alltag so sehr versüßt.

Denn Obacht: Ganze drei Tage lang werden wir von einem Kamerateam für den einen wunderbarsten deutsch/französischen Sender begleitet und wer will da schon halbgar aussehen? Das ein oder andere Wahnsinns-Brand war glücklicherweise so nett, uns unsere Lieblingsstücke aus der kommenden Saison noch in allerletzter Minute zur Verfügung zu stellen, so viel Ehrlichkeit sei an dieser Stelle erlaubt. Was beim lustigen Kleider-Würfeln herausgekommen ist, seht ihr hier. Tag #1 wird auf der einen Seite in Jagdgrün und auf der anderen Seite mit ein bisschen Janis Joplin im Ohr bestritten (Happy Birthday!), so der Plan, den ich gerade in diesem Moment aber auch wieder über den Haufen zu werfen gedenke – um eventuell doch ganz gemütlich mit Jeans und Pulli und Sneakern von einer Show zur nächsten zu flitzen: weiterlesen

Tiny Jane //
Die Sache mit der Bratpfanne auf dem Kopf und dem Laster im Hirn

– 16.01.2015 um 15.30 – Allgemein Baby Jane

tumblr inline mvlan4wJN81qm3zxk Tiny Jane // <br/> Die Sache mit der Bratpfanne auf dem Kopf und dem Laster im HirnGestern Morgen bin ich mit einer Bratpfanne auf dem Kopf aufgewacht, im übertragenen Sinne natürlich, was das Ganze aber keineswegs besser macht. Normalerweise gibt man sich ja große Mühe, nach Außen stets frisch und dynamisch zu wirken, aber ich sag’s euch ganz ehrlich, manchmal, da ist nicht nur Holland in Not, sondern alles im Eimer, auch ich. “Du schaffst das alles so prima, die Arbeit, das Kind! Das ist der absolute Wahnsinn”, hallte es in meinem Kopf, bis irgendwann nur doch der “Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn” übrig blieb.

Das werte Kind wollte stundenlang nämlich weder schlafen, noch kuscheln, noch spielen, noch Füßekitzeln, noch baden, sogar der Knisterapfel war plötzlich scheiße, genau wie Mami, jeder Aufmunterungs-Versuch meinerseits löste auf der anderen Seite wirklich und wahrhaftig nichts weiter als noch mehr Tränen aus. Irgendwann fragte ich mich ernsthaft, wer von uns beiden gerade eigentlich vom Teufel besessen war. Nach dem 30. “Gackgackgackgack” aus meinem Mund entschied mich zwangsläufig für “beide”, alles andere wäre auch wirklich unfair gewesen, die Nase voll hatten wir nämlich auch beide. Von uns und dem Tag und diesem furchtbar anstrengenden Akt des Existierens. weiterlesen

Denim-Love & Interview //
MONKI Shoot mit Sängerin MAPEI &
Roller-Girl MARAWA

– 16.01.2015 um 9.16 – Mode

mapei marawa monki denim kampaign Denim Love & Interview // <br/> MONKI Shoot mit Sängerin MAPEI & <br/> Roller Girl MARAWA Hier Denim, da Denim, überall Denim. Ich wollte ja schon beinahe gähnen, als ich irgendetwas von Jeans und Kampagne und Kollaboration in meinem Mailfach las, es ist ja doch ständig das Gleiche (obwohl, Alexa Chungs Röcklein für AG, der wäre schon was). Aber dann stand da plötzlich: MAPEI! Na, hallöchen. Wir hatten die schwedische Sängerin im vergangenen Jahr bereits im Rahmen unserer Tracks des Tages vorgestellt, seither läuft “Don’t Wait” mindestens ein Mal pro Woche rauf und runter. Ein Glück, dass die Newcomerin mit den Millionen-Klicks außerdem mit Roller-Skate Girl und Hula Hooperin MARAWA befreundet ist, und das schon seit Jahren. Monki hat sich also direkt zwei attraktive Fische, die sich auch noch gern haben, für eine neue Denim-Kollektion geangelt. Doppelte Girlpower sozusagen. 

Was die Kollaboration uns bringen wird? Viel Lässigkeit, aber auch Weiß, ein paar Löcher und Patchwork. Alle Schlaghosen-Gegner können übrigens aufatmen: Davon haben die zwei oberschönen Lockenköpfe die Finger gelassen. Ansonsten ist aber alles erlaubt, auch der altbekannte Boyfriend-Schnitt: weiterlesen

OUTFIT // 13.30 Uhr Mittags-Meeting

– 16.01.2015 um 8.20 – Outfit

IMG 3928 OUTFIT // 13.30 Uhr Mittags Meeting Meine Oma kürzlich: “Wenn wir früher Geschäftsleute getroffen haben, da mussten wir uns ja immer ganz furchtbar schick machen, aber in diesem Berlin ist das nicht nötig, oder? Und eure Branche ist ja auch so fesch.” Genau so ist das, jedenfalls behauptet man das immer, aber ich persönlich bin da ein kleines bisschen konservativ und wäge tatsächlich manchmal ab, ob ich unbedingt unterstreichen muss, wie furchtbar lässig ich es doch mag, oder ob eine Portion Angezogenheit eventuell ebenso angebracht wäre. Meist entscheide ich mich deshalb für die goldene Mitte. Ganz nach dem Motto “Oben hui, unten pfui” – oder eben andersherum. Wobei “Pfui” nichts weiter als “etwas schlunzig” bedeutet. 

Diese Woche zum Beispiel, da überkam es mich plötzlich, weil ich mir mit meinen fast 27 Jahren schrecklich unjugendlich vorkam. Es gelüstete mir nach einem halbwegs spießigen Hemd und einer weißen Hose, bloß fühlte ich mich mit den passenden Loafern wie mein eigener “ich habe ausversehen etwas mit Zahlen und studiert”-Albtraum, weshalb ich dann doch noch schnell zu uralten Vans griff. So sieht das dann also zum Beispiel aus, wenn ich Menschen treffe, denen ich erklären soll, wo der Hase momentan so lang läuft. Bis jetzt hat’s funktioniert – wobei man ja glücklicherweise nicht mit anhören muss, was hinter vorgehaltener Hand so getuschelt wird. Aber lassen wir das. Frühling, ich kann dich schon ein bisschen riechen! weiterlesen

New Tendencies //
Prefall 2015 – Hippie, Hippie, yeah!

– 15.01.2015 um 11.44 – Mode Trend

trend hippie 70s New Tendencies // <br/> Prefall 2015   Hippie, Hippie, yeah!Als ich gestern in einer senffarbenen Schlaghose zu meinem Lieblings Dönermann ums Eck schlawänzelte, da fühlte ich mich wie der Bachelor, bloß anders herum. Die Damenwelt gaffte und gaffte und gaffte, aber nicht wegen meines entzückenden Antlitzes, sondern weil, so glaube ich, wirklich niemand so recht fassen konnte, dass es im Jahr 2015 wirklich noch Menschen gibt, die SO rumlaufen. Mir blieb also nichts anderes übrig, als heimlich überheblich so etwas wie “Pfff. Ihr werdet’s ja noch sehen” zu denken und freundlich zu lächeln.

Das Jahr 2015 steht nämlich wirklich im Zeichen der Mondlandungs-60er und wilden 70er Jahre, das ist im Grunde so klar wie Kloßbrühe. Womöglich wird es noch ein Weilchen dauern, bis auch die Letzte unter uns sich wieder an Boot Cuts oder Flared Pants herantraut, aber irgendwann, ich sag’s euch, da wird ein minibisschen Hippie-Flair in jedes Outfit fließen und sei es nur ganz unabsichtlich, wegen der Schluppenbluse zum Beispiel oder dem Mittelscheitel. Genug Blabla jetzt, es gibt nämlich auch handfeste Beweise: Die Prefall-Kollektionen 2015. weiterlesen

Wohnen //
Blau, Blau, Blau sind alle meine Wände

– 15.01.2015 um 10.16 – Wohnen

ue wandfarbe Wohnen // <br/> Blau, Blau, Blau sind alle meine Wände

 ”Drawing Room Blue”, “Hague Blue”, “Navy Blue”. Ich bin derzeit ganz verliebt in sämtliche Blautöne und wünschte, meine Wohnung hätte mehr Räume mit noch mehr Wänden für mehrmehrmehr Farbe. Irgendwann saß ich nämlich in meinem Wohnzimmer, zwischen Bergen von Bildern und Klimbim und trotzdem wollte mein Gemüt einfach nicht zufrieden sein, irgendetwas fehlte, dieser minikleine Unterschied zwischen “wohnen” und “leben”. “Du brauchst mehr Bunt und weniger Weiß in deinem Leben” verorderte mir kurz darauf eine gute Freundin und zackboom, ein paar Tage später saß ich ganz entzückt vor meinem eigenen Taubenblau und konnte noch dazu eine halbe Tonne in die Jahre gekommener Rahmen und Ausdrucke verbannen. So eine farbige Wand wirkt nämlich von ganz allein wohlig warm.

Dann allerdings postet Melodie ein Foto ihrer ebenfalls neu angepinselten Wand: Hello Dark Navy Blue, my love! Nein, nein, nein, oh Gott, das ist ja NOCH BESSER, schrie ich meinen Freund an. Machen wir das auch, machen wir das auch? Oder ist’s zu dunkel? Passt der hellere Ton vielleicht doch besser zu uns? So geht das seither andauernd. Und dann wäre da ja noch das Kinderzimmer, das auch einen Anstrich gebrauchen könnte. weiterlesen

Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Kick Off
– “A Fistful of Wolves” mit Veronika Heilbrunner & Justin O’Shea

– 14.01.2015 um 19.59 – Event Film

fashion week berlin veronika heilbrunner Mercedes Benz Fashion Week Berlin Kick Off <br/>   A Fistful of Wolves mit Veronika Heilbrunner & Justin OSheaMan munkelt ja, die Berliner Fashion Week steuere so langsam aber sicher ihrem Ende als ernstzunehmendes Modetreiben entgegen. Das sei jetzt erst einmal einfach so dahin gestellt. Doppelt genial zeigt sich indes allerdings der neueste “Fashion Creative Film“, der das ganze Treiben in gewisser Weise anteast und zwar par excellence wie man so schön sagt. In den Hauptrollen: Moderedakteurin und Streetstyle-Wunder Veronika Heilbrunner mitsamt Über-Boyfriend Justin O’Shea, eines Zeichens Chefeinkäufer von mytheresa.com. Das Power-Couple umgibt nicht nur ein herrlicher 70er Jahre Flair (wo wir wieder beim Thema wären), sondern noch dazu eine gesunde Portion Ironie, die mich gerade eben laut und einsam vor meinem Bildschirm hat lachen lassen. So gelob’ ich mir doch einen Feierabend-Post. Da wird ein Modeklischee an das andere gereiht, Julia Knolle (ehemals VOGUE & Les Mads) reicht den Kuchen und Veronika gibt sich leicht ratlos, aber stilsicher wie immer, während Justin mit seinem ganz eigenes Kopfkino kämpft. Nicht zu vergessen: Gute Freunde, die für die dringend benötigte Bodenhaftung sorgen, gespielt von den herzerwährmenden Chipperfield-Brüdern. 

Ich werde morgen übrigens ausschließlich in Slow Motion durch meine Wohnung tapern: weiterlesen

Frage der Woche //
Calvin Klein, warum Justin Bieber?

– 14.01.2015 um 12.53 – Kampagne Mode

justim bieber calvin klein Frage der Woche // <br/> Calvin Klein, warum Justin Bieber?Ich habe nichts gegen Justin Bieber, ich finde den kleinen Rotzlöffel sogar ganz niedlich, zumindest den Bieber von früher, der einst auf Youtube Coversongs trällerte. Für alles andere kann er ja nichts. Vermutlich wäre jeder Zweite hier ob so viel Ruhm und Geld nicht nur leicht übergeschnappt, sondern sogar in der Psychiatrie gelandet, Pardon. Außerdem bin ich keineswegs Fan davon, Menschen jeglicher Art, also auch sämtliche Celebrities, öffentlich an den Pranger zu stellen, wirklich nicht. Deshalb muss diesmal ein Brand dran glauben.

Calvin Klein, sagt mal, ihr Kreativdirektoren und Pipapo, was habt ihr euch denn eigentlich bei dieser Kampagne gedacht? weiterlesen

OUTFIT // Zwischendurch mit Marni Vintage & H&M Trend

– 14.01.2015 um 9.48 – Outfit Wir

IMG 3895 OUTFIT // Zwischendurch mit Marni Vintage & H&M TrendNee Sarah, ich lad’ das nicht hoch, hier passt doch nix außer Hose und Top zusammen und dann die Mütze dazu und der schwarze Mantel, das zeig ich auf gar, gar keinen Fall. Meckermeckermecker. Als ich gestern am späten Nachmittag nämlich noch minikurz das Frühlingswetter da draußen genießen wollte, mit Kaffee und Lio und Jane Nummer Zwei, da zückte Mademoiselle plötzlich die Kamera. Aber das ist echt, das ist Alltag, das ist ein bisschen zottelig, aber volle Möhre du. Na gut, jetzt habt ihr den Salat. “Wieder mehr Zwischendurch-Knipsereien statt Gitterschuhe!” hieß es vergangene Woche nämlich in den Kommentaren. Das Problem daran: Jetzt kriegt ihr’s mit Kord zu tun. Und Schlag

Im Prinzip ist das hier also schon wieder ein Alltagstest. Dass ich mich selbst wohl fühle mit den 70er Jahren und in meiner stinkalten Second-Hand-Hose von Marni, das sollte aber noch kurz erwähnt werden. Aber wie steht es um euch? Könnt ihr euch im Zuge dieser überall aufploppenden Tendenzen überhaupt an die neue Weite am Bein gewöhnen? An die Farben und Muster? Ich persönlich freue mich ja wie Bolle über die neue Verspieltheit, ganz ohne Tussi drin. Da passen nämlich sogar Turnschuhe zu, wenn man mich fragt: weiterlesen

Warum wir “Das sollte man 2015 nicht mehr tragen”-Listen komplett Banane finden

– 13.01.2015 um 16.11 – Gesellschaft Trend

giphy 1 Warum wir Das sollte man 2015 nicht mehr tragen Listen komplett Banane finden
In den vergangenen Tagen stolperte ich immer wieder über kleine fiese Texte, über die “No-Gos” von 2014, über “Auf-keinen-Fall-mehr-machen”-Listen und Überschriften wie “Was wir 2015 echt nicht mehr sehen wollen”. Zum Beispiel: Céline Trios. Marmor. Sandalen. Perlenschmuck. Weiße Turnschuhe. Herschel. Print-T-Shirts von Kenzo & Co. Bunte Socken. Amüsant und klickstark sind solch provokanten Stil-Anleitungen, die ganz bestimmt nicht immer hundsernst gemeint sind, und ein bisschen Wahrheit steckt sicherlich auch in ihnen, jedenfalls was die Omnipräsenz mancher Hype-Teilchen betrifft, aber jetzt mal ganz, ganz ehrlich: Ich soll also ernsthaft darüber nachdenken, meine geliebten Birkenstocks zu verbannen, bloß weil viele, viele Menschen da draußen die gleichen Latschen mögen wie ich? Weil irgendwer da draußen findet, es reicht? Mein Rucksack muss auch weg? Und der Perlenring? Ja, muss das denn alles sein?

Sollten wir das Modediktat und all seine sinnfreien Reglements denn wirklich noch weiter befeuern? Was ist denn das für eine Art, gewisse Trends zur obersten Prämisse zu küren, um selbige ein paar Monate darauf schon wieder wie heiße Kartoffeln fallen zu lassen? Wo kämen wir denn hin, wenn tatsächlich weiter am Mythos der unüberwindbaren Schnelllebigkeit gewerkelt werden würde, wenn wir diesem Schwachsinn der Fremdbestimmtheit in Sachen Mode jetzt doch wieder nachgeben würden? Waren wir nicht gerade dabei, uns darauf zu einigen, dass ein Jeder doch tun und lassen sollte, was er, sie oder es für richtig hält? Ohne Rücksicht auf Körperbau, Alter und – ja genau – Trends? Darauf, dass Durchatmen meist besser ist als atemlos zu sein, darauf, dass Mini-Trends zwar spannend, aber Tendenzen viel spannender sind? weiterlesen