Archiv für den Autor: Scalamari Jane

48 Stunden Island // Auf der grünen Insel
mit „Levi’s Made & Crafted“

06.06.2017 um 15.17 – Travel

Ich finde mich ein Glas taufrisches, Isländisches Leitungswassers exend auf meinem Hotelzimmer in Reykjavik vor. Knusprig, kühl, erfrischend bis zum Gehtnichtmehr und original gezapft aus dem Wasserhahn. So wie mit dem Leitungswasser, verhält es sich mit allem hier. Wo „Island“ drauf steht, kann nur Gutes drin stecken, so die weitläufige Meinung. Oder wie es Björk sagt: All is full of Love. Hier zwischen den bemoosten Lavasteinfelsen vermutet man nirgendwo Böses. Im Gegenteil: Auf Allem klebt das Prädikat saftig, erdig, gesund, freundlich und vor unverdorbener, jugendlicher Kraft strotzend. Und wer will das nicht? Aber mal der Reihe nach.

Island ist das Land der Stunde. Ein Hype, der sich großflächig auch bei uns zu Lande bemerkbar macht. Man reist nicht mehr mit dem Rucksack durch Thailand oder aalt sich unter der kroatischen Sonne. Als junger oder nicht mehr so junger Mensch von Welt gehört es jetzt zum guten Ton über die grüne Insel zu ziehen. Natur, Entschleunigung, Design und Gelassenheit – sowas in der Art. Außerdem schießen hier Menschen noch nicht aufeinander. Fokus Frieden. Hier zählt, zähmt, schert und zerlegt man höchstens seine Schafe. Kriminalitätsrate gefühlt 0%. Das gefällt und das leuchtet also als neuer Wohlfühlort komplett ein. weiterlesen

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Ruhe, bitte! 10 Tage Vipassana
Schweigemeditation – Teil II

30.05.2017 um 9.46 – Kolumne Leben

Teil I findet ihr hier.

4.30 Uhr, so früh bin ich ja überhaupt noch nie im Leben aufgestanden. Auch in der Italienischen Stiefelspitze ist es um die Uhrzeit also noch dunkel. Auf geht’s, es gilt den Tag mit Schweigen zu füllen. Ich krieche also in meine Meditationsklamotte aka die tannengrüne Jogger und den Riesenpulli vom Ex. Weder das Radio beim Zähneputzen, noch der morgendliche Newscheck durch die Kanäle begleitet den Morgen. Zum gemeinsamen Frühstück sind die ungezuckerten Cornflakes das Einzige, was Geräusche von sich gibt. Jeder glotzt auf sein eigenes Müslischälchen.

Ich will Eleonora, meiner stummen Mitbewohnerin, zu gern am Arm reißen und brüllen „Wie geil ist dieser Ausblick, bitteee?“ als wir auf dem Weg zum Haupthaus vom Sonnenaufgang über dem Atlantik zwischen den Bergen begrüßt werden. Stattdessen nur ein mentales High Five in mich hinein und ein paar Gedanken in die Heimat. Fühlt sich gut an? Fühlt sich gut an! Der strenge Rahmen, der nicht wenig an Gefängnis-Isolation erinnern lässt, engt mich aber überraschenderweise gar nicht ein, sondern befreit seltsam schön. Entscheidungen, die zu Hause schon mit dem Brötchenbelag beginnend quälen, werden hier abgenommen, wie einem Baby. Die Struktur ist ein festes Korsett. Frage mich, wann ich dieses Gefühl das letzte Mal in Berlin so hatte, als Selbstständige, die ihre Texte gern im Bett schreibt und auch mal erst um 16 Uhr aus ihrem Pyjama krabbelt. weiterlesen

Ruhe, bitte! 10 Tage Vipassana
Schweigemeditation – Teil I

24.05.2017 um 15.08 – Leben

Italien, Kalabrische Berge, November 2016. Der Gong in der Halle ist das Startsignal für ein Schweigeversprechen. Dem geschäftigen Geraune der aus aller Herrenländer angereisten Gruppe, weicht entschlossene Stille. Wir schlurfen den kleinen Hügel hinauf zu unseren Bungalows. Ich begrüsse die Mitbewohnerin nicht, räume meine sieben Sachen in den Schrank in der Ecke und setze mich auf die Pritsche vor dem Fenster. Handy, Laptop, Ladegeräte, ein paar Süßigkeiten, Bücher und weitere Habseligkeiten lagern in einer grünen Plastiktüte verstaut unten im Haupthaus. Unser kleiner Bungalow mit seinen zwei Zwergen-Betten wird immer offen bleiben.

Die nächsten zehn Tage werde ich hier kein Wort sprechen, tippen, schreiben oder lesen. Werde weite Kleidung und kein Make-Up tragen, wenig essen, langsam laufen, nicht rauchen, keinen Sport treiben, keine Musik hören oder gar das Gelände verlassen. Werde isoliert und auf das Notwendigste reduziert bescheiden wohnen und von morgens bis abends unter Anleitung meditieren – zur Ruhe kommen, Achtsamkeit praktizieren, Selbstkontrolle und inneren Frieden lernen. So der Plan. 10 Tage Schweigen. Ich bin bereit: weiterlesen

BEAUTY // Neu im Kulturbeutel

12.04.2017 um 8.36 – Beauty

Jetzt kommst’e wieder an, Frühling – jedes Jahr das gleiche Spiel mit dir. Und nie hab‘ ich dich und dein sexy Game satt. Im Gegenteil, unsere On-Off Beziehung funktioniert hervorragend: Nach der Durststrecke bin ich jedes Mal wieder ganz geil drauf, dass du deine Lenz-Show abziehst, die Knospen obszön vor meinen Augen aufploppen und mir die klebrigen Pollen um die Nase peitschen.

Kein Wunder, dass die Dichter und Denker unseres Landes sich so gern dieser Jahreszeit widmeten. Hier stirbt zur Abwechslung zwar mal nichts ab, geht nichts dahin oder ist ein Abschied zu betrauern, aber dafür ist der Frühling das alljährliche Gefühl des frisch Verliebtseins – Licht und Liebe als Balsam für aufgesprungene Winterhaut und erkaltete Seelchen. Es ist die Entschädigung für die verdammte Eiszeit und seine grauenhaften Feiertage gleich mit. Es ist Neuanfang, Frühjahrsputz, es ist alle alten Staubflocken unter der breitgesessenen Couch hervorpulen. Veronika, es hat geklopft, lass ihn rein, den Lenz und seine Sonnenstrahlen, tralala – oder mal wieder das ein oder andere Neu im KulturbeutelTeilchen. Bei mir gibt es nämlich ein paar kleine Beauty-Updates: Verschiedene Super-Öle, eine Lotion für beleidigte Winterhaut, ein Soledad To-Go, ein Rauschmittel, eine Zimtstange zum schmieren und ein Heilegänschen für Sensibelchen mit dünnem Fell. weiterlesen

Vorurteile // Das gesegnete Leben der Sari C. #feelingblessed

10.03.2017 um 11.49 – box2 Kolumne Leben Wir

Für all diejenigen, die endlich mal die Wahrheit über mich, und damit in einem Abwasch auch gleich das Berlin-Blogger-Mädchen per se wissen wollten, gibt es gute Nachrichten: Der Tag ist gekommen. Tabula Rasa, was soll der Geiz. Alles muss raus. Bereit für das beinharte Feuerwerk?

Es folgt die Realitsvorführung des gesegneten Lebens der Sari C. Konsequent und beißend in den Augen. Schert euch hinfort, ihr diabolischen Vorurteile! weiterlesen

TRAVEL // Teil 2/2:
Ich hab‘ noch immer Kale zwischen den Zähnen aus LA

23.02.2017 um 14.53 – Travel

Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Lest nun den zweiten, aufregenden Teil meiner insgesamt zehntägigen Bildungsreise ins La La Land der unbegrenzten Möglichkeiten, zurück an den Strandabschnitt der Westküste, der sich einst aus Muskelmasse und Kaltpress-Saft formte und der ausnahmslos wohlgeratene Menschen ausspuckt. Venice Beach, Los Angeles, California, du palmige Perle nordamerikanischer Lebenskultur.

Nach den bisher überwiegend kulinarischen Erkundungen und Regen (Lügensonne), wird es jetzt mal Zeit für eine riesige Ladung Kultur – oder was? weiterlesen

TRAVEL // Teil 1/2: Ich hab noch immer Kale
zwischen den Zähnen aus LA

14.02.2017 um 14.58 – box1 Travel

Am Ende eines soliden Winterfluchtrauschs fand ich mich, Kreditkartendaten in den Laptop einhackend, auf meiner Couch wieder – um eine Minute drauf auch schon die Bestätigungsemail im Emailkasten zu erhalten:

„Herzlichen Glückwunsch, Ihre Buchung war erfolgreich! Packen Sie Ihren Koffer, Herr Radowitz“. Los Angeles, California – ÜBERMORGEN – eine Kurzschlussbuchung in die Sonne hat nun wirklich noch niemandem geschadet. Stimmt‘s? Also: Sachen packen, Tagebuch anspitzen und los. Engelchen, ick hör dir trapsen:  weiterlesen

TRAVEL // Meraner Land in Südtirol:
Ich will zurück zu dir

27.01.2017 um 16.47 – box2 Travel

meran

Aus dem schnöden Flachland meiner Berliner Heimat zog ich aus, endlich mal wieder auf Knödel zu starren. Ziel: Der allernördlichste Teil Italiens, Meran, Südtirol. Als kredible This is Jane Wayne Repräsentantin hatte ich von der Welt schon viel gesehen, war rumgekommen, von kalt nach warm und wieder zurück gereist und erwartete dieses Mal gar nicht so viel, Hügel eben.

Was ich im Meraner Land stattdessen fand, war ein neuer Erden-Lieblingsplatz. Nicht nur, weil hier Speck an Bäumen wächst und die Luft aus saftiger Subtropen-Kristall-Frischluft in Reinform besteht, sondern weil dir die Palmen hinter den Weinbergen neben deiner Terrasse zuwinken, weil Gastfreundschaft hier so groß wie Genusskultur geschrieben wird und sich traditionelle Alpen-Idylle mit modernen Urban-Knallern High Fives am laufenden Band geben. weiterlesen

Kolumne // Jubiläen aus der Hölle oder
– 30, was tun?

13.01.2017 um 10.57 – Kolumne Wir

30 jahre1

Hatte ich mir die letzten Monate noch aus lauter Altersparanoia die Rübe darüber zerbrochen, ob der 30. Geburtstag in andächtiger Trauer verbracht, demütig ignoriert oder unverhältnismäßig üppig zelebriert werden sollte, bin ich nun zu einem Entschluss gekommen:

Jubiläen aus der Hölle

Im Gespräch, anlässlich des nahenden Tages X mit einem Freund der anderen Seite, der grau melierten Seite, jenseits der Drei vor der Null, kristallisiere sich in Anbetracht der „Kosten-Nutzen“ Rechnung, vorerst die Bedeutungslosigkeit dieser Jubiläumsfeier heraus. Die Zahl, das Datum, als kalendarischer Schwachsinn, quasi. Der „Feierakt zum Runden“, so die Quintessenz, sei wie der Silvesterabend aller Jahre. Ist die am 29. Dezember in den Raum geworfene Frage „Und, was hast du so vor?“. Antwort: Niemand weiß es, keiner hat Bock drauf. Feierfreudige Partyraketen ausgeklammert.  weiterlesen

Perlen aus knappen Kisten //
Scalamari’s Woche: Der Weihnachtscountdown

22.12.2016 um 10.58 – Kopfchaos Wir

scalamari

Zwei gute Nachrichten vorab: Ein Mal schlafen noch, dann werden die Tage schon wieder länger. Danke Sommersonnenwende. Dann noch zwei Mal schlafen, bis das Christkind anklopft und dann, ja dann ist dieses rätselhafte 2016 auch endlich bald mal durch. Fakt: Ich habe in der letzten Woche wirklich niemanden mehr getroffen, der von sich ausnahmslos behaupten würde: „Boah, mir geht’s so gut wie nie – Bäume, könnt ich ausreißen“. Im Gegenteil, jeder „krocht nurnoch ufn Zahnflesch“, würde mein Papa sagen. Das hat verschiedenste Gründe und auch meine Jahresendspurte, haben schon bessere Abgänge gesehen. Kiste auf, Lokbuch raus, alles zusammenkneifen was geht – und so siehts aus:  weiterlesen

WEIHNACHTEN // Wertvernichtungsorgie vs.
die schönste Zeit des Jahres

13.12.2016 um 9.10 – Event

christmas

Sie ist da, die Mutter aller Saisons, Christi Geburt olé olé. „Orgie der Wertvernichtung,“ sagt der Weihnachtsmufflon. „Die schönste Zeit des Jahres“, der Vorfreudige. Während wir uns in den Monaten Januar bis Oktober in tugendhafter Bescheidenheit übten, darf die Weihnachtszeit nun dafür genutzt werden, mit unseren Top 4 Sünden:

Völlerei, Gier, Neid und Trägheit festlich gebrochen zu werden. Wir feiern ja hier schließlich nicht zum Spaß. Voller Knecht Ruprecht, ick hör‘ dir trapsen. Und weil wir nebst all den feierlichen Wunsch- und To-Do Listen, auf jeden Fall noch eine weitere Auflistung gebrauchen können, habe ich euch hier ein paar simple X-Mas Hacks zu Papier gebracht, die allesamt zu einer 100 Prozent schöneren Weihnacht führen werden. Versprochen! Zum Ausdrucken und Einrahmen oder sich einfach selbst darin einwickeln: weiterlesen

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Kolumne // Kaufe X und Y – löse:
Scalamari is back

01.12.2016 um 15.12 – Janes Leben Wir

sarah

Was war zuerst da, die kaputten Tasten X und Y auf meinem Laptop – oder der fehlende Wille weiterzutippen? Diese und alle anderen Fragen spielten keine Rolle mehr, als ich vor knapp vier Monaten einfach zuklappte – den Computer – und mich gleich mit. weiterlesen

Beauty // Haarinspiration – ein Scheitel aus Gold und mehr Boho

17.06.2016 um 10.54 – Beauty

haare_thisisjanewayne

Süddeutschland, ach Süddeutschland, du bist mir ein wilder Papagei. Gestern lud das Lingerie Label Triumph zu einem rauschend bunten Fest aufs Schloss Nymphenburg im Münchener Umland – oho! Oder besser – boho! Denn genau so lautete das Thema und schrieb den Dresscode für alle vor. Boho meets 1001 Nacht, um genau zu sein. Wo findet man denn noch farbenfrohe, lebensbejaende Mottoparties im immercoolen Berlinchen, der offiziellen Partnerstadt der Farben Schwarz und Grau? Eben. Nirgends. Also los.

Am allermeisten interessiert mich ja, so als alten Beautyaffen, wie wohl die bohoeske Umsetzung der Mähnen aussehen würde. Vor dem offiziellen Teil, wurde die Schickeria – und ich – durch die Schönheitsstraße geschickt. Dort kümmerten sich gute Leute, wie vertraute Gesichter von Alessandro und M.A.C um die äußeren Werte der Gäste. La Biosthetique hatte das offizielle Haarzepter in der Hand und am Ende auch für mein Frisurenproblemchen die passende Lösung. Aber der Reihe nach: weiterlesen

Beauty // Mein Masterplan
für reine Erwachsenenhaut

10.06.2016 um 11.10 – Beauty box2

reine haut

Auf meiner fast 30jährigen Abenteuerreise, waren sie stets treuer (lästiger) Begleiter: Die Pickel, die ich nie rief, wurde ich auch nie wieder richtig los. Ich lernte sie zu verstehen und übe mich seither geduldig in Schadensbegrenzung. Sie kommen nun immer seltener und gehen immer früher. Ich würde behaupten, wir sind zu Buddies geworden.

Hormone, Stress, Umwelteinflüsse, Jahreszeiten, Ernährung, Lebensstil – das alles hat Auswirkungen auf unsere Haut. Je voller mein Terminkalender, desto übersehter ist auch mein Gesicht mit den kleinen Scheißerchen. Während meiner Asien-Reise dagegen, konnte nie auch nur ein Minipustelchen an mir entdeckt werden. Auf der Suche nach der glücklich reinen Haut jenseits der Pubertät, habe ich schöne und weniger schöne Erfahrungen gesammelt, wild ausprobiert, Dermatologen befragt – und herausgekommen sind die goldenen Regeln für reine Haut, die sich, auch bei aller Individualität, jeder zu Herzen nehmen darf:  weiterlesen

ALL EYES ON // Blumenprints & ein Ausflug
in die florale Fashion-Psyche

02.06.2016 um 16.02 – Mode Shopping

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Ein Trend, der jedes Jahr so unerwartet auf uns zusprießt wie das ständige Revival der frechen Pony-Frisur – oder der nächste schlechte Tatort mit dem Schweiger Till. Man könnte sagen, der ein oder andere von uns hat es kommen sehen:

Warum diesen Sommer nicht mal komplett durchdrehen und florale Muster als Prints auf Kleidung drucken?!  Das dachten sich nicht nur Flowerpower-Karl in Kuba und das noch kreativcheflose Designteam von Dornrosen-Dior für die Cruise 2017 Shows. Nein, auch ich bin seit ziemlich genau diesem Kleid hier mal wieder zu einer nach Nektar gierenden Hummel mutiert, die überall nur noch Blumen anvisiert wie blöde.  weiterlesen