Kategorie-Archiv: Accessoire

Edior’s Craving // Handtaschen von CLEO
– made in Italy

26.06.2017 um 13.02 – Accessoire

Neulich hinterließ eine Leserin einen Kommentar unter einem Artikel. Absender: Erica. Zum Glück gab es außerdem einen Link zum Namen, der mich geradewegs zu ihrem Blog Blue is in fashion this year lotste. Kaum drauf geklickt, fand ich mich auch schon zwischen allerhand blühender Bäume, südländischem Flair und einem zartgrünen Samtsofa, auf dessen Polster eine kleine Schönheit aus Kork thronte, wieder – eine Tasche mit Halbmond-Detail, um genau zu sein. Und noch dazu eine, die ich der schöne Erica am liebsten vom Blog weg gemopst hätte. Dazu besteht allerdings überhaupt kein Grund, denn wider aller Erwartungen sind die nachhaltig hergestellten Taschenmodelle aus dem Herzen Italiens nicht nur famos anzusehen, sondern noch dazu erschwinglich. weiterlesen

Shopping //
Noch mehr Ohrclips!

26.06.2017 um 8.20 – Accessoire

Eine Sache hatten wir bereits 2016 gelernt: Ein Leben ohne übergroße Ohrringe ist möglich, aber definitiv viel zu schade. Und so kramen wir seither unsere liebsten Statement-Stücke heraus und lassen sie baumeln, was das Zeug hält. Solch ein gigantischer Ohrring funktioniert nämlich ganz ähnlich wie knallroter Lippenstift: Und wickelt nahezu jedes Gegenüber, selbst mit dem schnödesten Outfit, im Handumdrehen um den Finger. Das versichern wir euch. Und weil wir noch immer nicht genug von den güldenen Klunkern am Ohrläppchen kriegen und ihr schon zum wiederholten Mal um eine Fortsetzung unseres ersten Teils gebeten habt, folgt hier gleich der zweite Schlag Clips für jedes Öhrchen. Und genau die kriegt man immer noch am allerbesten aus zweiter Hand.

Ohrclips sind nicht nur die ziemlich pfiffige Alternative für all diejenigen unter euch, die keine Löcher tragen, aber trotzdem unbedingt mitschwingen wollen, sondern außerdem auch, und zwar entgegen all ihrer Vorurteile, meist gar nicht so schwer, wie gedacht: Modeschmuck sei dank! Bereit für unsere neueste Auswahl? Bittesehr: weiterlesen

Initialen auf Sandalen
– ich würde ja so gern, aber kann einfach nicht!

19.06.2017 um 15.05 – Accessoire Schuhe

Mit Initialen ist das so eine Sache. Eine psychologische wahrscheinlich sogar (?), jedenfalls möchte ich jedes Mal ein wenig jauchzen, wenn zum Beispiel ein Notizbuch die Anfangsbuchstaben meiner Namen trägt (Berenike Maria van Dinther, wers genau wissen will). BMVD steht da aber nie. NVD hingegen schon; die kurze Version ist mir auch viel lieber. Ein Büchlein zum Reinkritzeln ist ja aber etwas sehr privates, das ohnehin kaum jemand zu Gesicht bekommt. Bei Schuhen und Taschen verhält es sich schon anders aus, weshalb ich im Angesicht sämtlicher persönlicher, zumeist aufgestickter Monogramme stets ein wenig peinlich berührt war. Und gleichzeitig auch neidisch! Ist das schon eine Hassliebe? Möglich. Aber eine, die sich binnen des letzten Jahres von jeder Last befreien konnte.

Übrig geblieben ist jetzt nur noch reine Sympathie für all jene, die gelernt haben, sich hin und wieder und ohne Charme auch mal ordentlich selbst zu beweihräuchern. Oder eben nicht sich selbst, sondern die Familie. Als einzige Tochter meines leiblichen Vaters bin ich jetzt also umso mehr bereit, die Initialen meiner Vor- und Zunamen in die Welt hinaus zu tragen, am liebsten auf zwei hübschen Schuhen. Möööp. Geht ja gar nicht. Also nur VD für van Dinther? ND klingt nicht nach mir. Oder BM (Berenike Maria)) – Da fühle ich mich in etwa so angesprochen als würde mich jemand Serafina Kolloski rufen. Toll. Keine Sandalen für mich (und nein, Sarah Jane, NJ kommt auch nicht infrage). Aber vielleicht eine Tasche? Da passen nämlich auch drei Buchstaben drauf: weiterlesen

All eyes on // Das Revival der Brustbeutel
& umfunktionierten Bauchtaschen

24.05.2017 um 11.06 – Accessoire Trend

Nach all dem gucciesken Firlefanz steht euch der Sinn wieder nach Praktikabilität, nach Normcore und vielleicht sogar ein kleines bisschen nach vergangenheitsverliebten Kindheitserinnerungen? Dann solltet ihr jetzt die Ohren spitzen, statt die Hände gleich vor die Augen zu schlagen: Denn gemeinsam mit den obigen Protagonist*innen läuten wir hiermit offiziell das Comeback des Brustbeutels ein! Nein, ihr habt euch nicht verlesen: Nur das Nötigste wird fortan wieder eingepackt – rein ins Täschchen und ab um den Hals. Wie gut das funktioniert, bewies zuletzt übrigens Amelie von amazed. Funktioniert erstaunlich gut, non?

Schmeißt die Scout-Assoziationen über Bord und fühlt euch befreit von so viel Schwerelosigkeit. Raf Simons machte es bereits 2012 für Jil Sander vor, doch schien damals die Zeit noch nicht reif. Mit dem Trend zur umfunktionierten Bauchtasche (ab über die Schulter!), könnte es diesen Sommer vielleicht ja tatsächlich mit einem Revival klappen. Macht ihr mit? weiterlesen

Praktische Taschen, die im Park genauso gut aussehen wie am Strand

22.05.2017 um 14.09 – Accessoire

Kleine Taschen können überaus praktisch sein, sofern man sich denn in Sachen Minimalismus übt und keine Lust auf viel Ballast hat, beim Radfahren etwa oder Bummeln. Ist ja auch schön gut, an Frühlingstagen aber auch ein wenig am echten Leben vorbei gelebt. Da braucht man nämlich Decken für den Park, Limo und womöglich sogar Grillanzünder, aber auf jeden Fall viel Platz. Und weil Zeit nunmal Geld ist und wir ohnehin viel zu viele Stunden unseres Lebens am Bürotisch verbringen, gilt es dieser Tage eben ganz besonders, zumindest ein paar Wege einzusparen. Den nach Hause zum Beispiel, wenn der Sonnenuntergang im Grünen doch so viel verlockender riecht als das Heimbringen von Laptop, Akten und Co. Alles muss deshalb mit, schon morgens. Die Tasche unsers Vertrauens muss demnach in der Stadt eine ebenso gute Figur abgeben wie im Freibad, dem Strand oder dem Park ums Eck. Solche wie dort oben zum Beispiel: weiterlesen

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What would Blair Waldorf do? //
Haarreifen & -bänder tragen natürlich!

17.05.2017 um 11.37 – Accessoire Inspiration Trend

Ich bin ein richtig waschechter Gesichts- und Stirnschwitzer; wenn alle anderen noch voller Frische durch die Sonne flanieren, sind meine Augenbrauen, die Bremsblöcke unter den Körper-Features, längst schweißgetränkt. Jede noch so kleine Ponyfranse legt sich bei Temperaturen über 20 Grad also mir nichts dir nichts ins salzige Drüsengewässer, was gesund, aber nicht sehr praktisch und zuweilen auch etwas unappetitlich ist. Heute Morgen, auf dem Weg zum Büro, ging es schon los mit der Soße, jedes Jahr die gleiche Schose. Und dann erinnerte ich mich wieder daran, was ich im letzten Sommer getan habe. Nämlich genau das, was auch Blair Waldorf getan hätte: Haareifen tragen. Oder Haarbänder. Voller Inbrunst und Grazie.

Natürlich habe ich jetzt keineswegs vor, mich im Schleifen-Accessoire auf die Unitreppe zu setzen, um mich in Tyrannei zu üben, das muss ja nun wirklich nicht sein. Stattdessen sehe ich mich im Schrebergarten sonnen und gärtnern, samt Blumenprint im Haar, als Hochzeitsgast ohne Fettsträhne brillieren oder Birkenstocks zu Missoni-Wellen kombinieren und vom #Vanlife träumen. Neuer Tag, neues Haarschmuck-Glück sozusagen: weiterlesen

In the Mood for // Haarspangen
– auch wenn wir nicht mehr 14 sind

09.05.2017 um 14.24 – Accessoire Beauty

Neulich habe ich mir einen Pony geschnitten, um der Tristesse auf dem Kopf zu entkommen. Das war keine gute Idee. Seither bin ich dabei, das Schlamassel wieder zu gleichen Teilen artig und langweilig herauswachsen zu lassen. Wäre da nicht meine heimliche Neigung zu Mikro-Ponys, aber dazu später mehr. Jedenfalls stolperte ich in meinem Inspirations-Ordner dieser Tage über den obigen Schnappschuss, der mich nicht nur nach ulkigen Sonnenbrillen lechzen lässt, sondern auch nach Haarspangen wie sie kurz vor der Pubertät Gang und Gäbe waren. Nun muss es natürlich nicht gleich ein hellblaues Plastik-Ungetüm sein (obwohl ich nicht weiß, was dagegen spräche), denn Perlmutt und Perlen machen auch mächtig was her. An Miu Mius Häkelwahn erinnert mich außerdem die Blume dort oben und wer noch einen dicken Geburtstagswunsch frei hat, der könnte außerdem über einen Vintage-Fund von Chanel nachdenken, finde ich. Wie auch immer man das Klippen aber nun am liebsten mag – ich bin auf jeden Fall ganz klar dafür und nicht dagegen. Hier also ein kleiner Reminder an die praktischste Haar-Zierde von allen: weiterlesen

Treat yourself //
Schenk dir doch mal selbst ’nen Ring

26.04.2017 um 8.00 – Accessoire

Ich trage für gewöhnlich alle Ringe, die ich besitze, gleichzeitig. Tagein, tagaus. 4 Stück sind das: Der Vorverlobungsring (ja, nein, Scherz, doch nicht) meines Freundes, der einstige Ehering meiner Mama, ein perlenbesetztes Geschenk von meiner dänischen Freundesfreundin Vibe und eine Blingbadawow-Überraschung, die von einem pinken Stein gekrönt wird –  Damit ich keinen einzigen mehr verliere, denn genau passierte in der Vergangenheit viel zu häufig. Eine ganze Zeit lang kaufte ich im Monats-Takt Ringe von der Stange, die preislich irgendwo im Tabak-Segment herumschwirrten, außerdem viel zu schnell grün worden oder letztlich im Abfluss ersoffen. Nun sind nur noch mir überaus heilige Lieblingsstücke übrig. Trotzdem: Weil ich nunmal zehn Finger habe, bin ich schwer der Meinung, dass da durchaus noch Luft nach oben ist. Ein minikleines bisschen. weiterlesen

VC Bag Stories & Ranking // Die Top 25
der meistverkauften Taschen der Welt

25.04.2017 um 10.06 – Accessoire Wir

Eine Handvoll können wir höchstwahrscheinlich alle aufzählen, aber würdet ihr auch die komplette Crème de la Crème der 25 meistverkauften Taschen der Welt auflisten können? Zum beinahe 10-jährigen Jubiläum widmet sich der Luxus-Second-Hand-Onlinestore Vestiaire Collective nun unserem Lieblingsaccessoire und veröffentlicht ein ganz besonderes interessantes Ranking für alle Schlitzohren unter euch, um nicht bloß Orientierung für einen möglichen Wiederverkaufswert zu schenken, sondern auch, um einen kleinen Kompass zu reichen, in welches Modell sich eine Investition ganz besonders lohnt: Die VC Bag Stories aka der Global Bag Exchange Index!

Ende der 00er Jahre gelauncht, widmet Vestiaire Collective sich genau den Schätzchen, die andere nicht mehr brauchen, wieder andere dafür aber umso mehr. Hier werden wir nicht bloß regelmäßig fündig, wenn es um Designerware aus zweiter Hand geht, hier wird das Produkt der Begierde auch auf Echtheit geprüft: Und das eben mittlerweile seit einem Jahrzehnt. Das Thema Transparenz steht hier also neben den Luxusgütern im Vordergrund und genau aus diesem Grund ist so ein kleiner Check-Up in Sachen Marktwert doch auch gar nicht schlecht. Welches Taschenmodell lohnt sich als Wertanlage mehr als andere, mit welchem Klassiker können wir garantiert nichts falsch machen und welche Kreation feiert wohl ganz bald ihr persönliches Comeback? weiterlesen

Leserbriefe // Diesmal:
Wäre es sehr Banane, in eine Chanel Tasche zu investieren?

11.04.2017 um 18.25 – Accessoire

Liebe Janes,

Auf meiner Seele brennt schon seit Langem eine ganz triviale Frage und ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Es geht um eine Tasche, vielleicht sogar DIE Tasche und ihr beide habt sie schon. Oder eher Sarah: Die Chanel WOC. Schon ganz lange wünsche ich sie mir, habe sie auch schon zwei Mal im Geschäft anprobiert und war jedes Mal aufs Neue verliebt. Eine Freundin hat mir mal eine Chanel-Tüte geschenkt und selbst die halte ich in Ehren, auch wenn ich natürlich weiß, dass das Banane ist. Jedenfalls hält mein Gewissen mich gerade noch auf und nun kommt hoffentlich ihr ins Spiel. Würdet ihr mir also beipflichten, dass diese Tasche wirklich eine ganz großartige Investition und Belohnung wäre oder ist sie vielleicht doch zu klein, für die Größe zu teuer und so weiter…?? Nike, du hast eine größere Version – was meinst du? Es wäre nicht meine erste Tasche von solch einem Luxus-Unternehmen (aber meine erste Chanel) und eigentlich, wenn wir ganz ehrlich sind, braucht man ja kaum eine Tasche wirklich. Was soll ich tun? 🍌

Ich hoffe, ihr habt den einen zündenden Rat für mich, damit ich endlich zu einer Entscheidung finde.
Ich danke euch schon jetzt!
Alles Liebe, Tina weiterlesen

All eyes on // Adieu Mützenwetter.
Salut Sommerhut!

07.04.2017 um 10.08 – Accessoire

Ich bin ganz akut mal wieder ziemlich gelangweilt von meinem Kopf – oder sagen wir: von meinen Haaren. Da hängen die Zottel spaghettigleich einfach runter und pressen sich gefühlt ganz dicht ans Gesicht. Die Sache mit dem Volumen scheint mir nämlich ebenso wenig zu gelingen, wie die Sache mit dem richtigen Schnitt. Nein, keine Sorge: Ein Pixie-Cut in der dritten Version wird’s vorerst nicht geben, dafür muss meine Schwester mir kommende Woche wohl aber die Haare à la Pandora Sykes blondieren. Mein aschblondes Haar macht mich, gelinde gesagt, nämlich völlig fertig und jetzt muss Veränderung her. Ich sehe es allerdings schon kommen:

Gott und die Welt versuchen mich noch von dem Blondierungswahn abzubringen und mich zum Wanken zu bringen. Und weil ich, was das Thema eigener Haarschopf angeht, so gar nicht mit dem Kopf durch die Wand kann, sondern hier ganz eindeutig Feedback brauche, ist ein fester Entschluss eben auch noch nicht richtig in Stein gemeisselt. Vielleicht versuche ich mich also zumindest eine Woche lang mal wieder an Caps, Baretts und oder einfach konsequent an unserem eigenen Strohhut, um die Langeweile aus meinem Haar zu zaubern und vorerst auf gesundes Horn und Wachstum zu setzen. Die Mützennachfolger können ja bekanntlich so einiges mit uns anstellen und im Handumdrehen für Abwechslung sorgen.  weiterlesen

Sommer-Investment // 9 Taschen,
an denen ich mich nicht satt sehen kann

03.04.2017 um 15.38 – Accessoire box2

Am Freitag hatte ich Geburtstag und noch dazu fiel mir plötzlich die Sonne auf den Kopf. Das neue Lebensjahr fühlt sich seither ein bisschen wie eine neue Ära an, so frühlingshaft unbeschwert, und zwar nicht bloß auf dem Papier. Das mag jetzt vielleicht nach einem ganz furznormalen April-Hoch klingen, für mich es es aber durchaus mehr als das. Ich bin ganz aus dem Häuschen. Und freue mich nicht nur aufs Schlauchboot fahren, Tischtennis-Tage und den ersten Familienurlaub mit Lio und Wilma, sondern auch auf lange Tage in nichts als einem alten T-Shirt und Lieblingsjeans. Ein kleiner Wunsch ist trotzdem noch offen: Eine neue Tasche.

Ich weiß ja, dass man das nicht verstehen oder gar gutheißen muss, aber wer hin und wieder ähnlich kopflos und beflügelt und hingerissen von Firlefanz ist wie ich, der weiß vielleicht, was ich meine, wenn ich behaupte, dass so eine gut durchdachte Belohnung zuweilen köstlich wie Eiscreme sein kann. Ich bin trotzdem kein Fan von Verschwendung, von grenzenlosem Überfluss, der den eigenen Rahmen zersprengt, und auch nicht vom Hinterherhecheln ständig wechselnder Trends – deshalb überlege ich im Falle der Fälle wochenlang hin und her. Natürlich nicht ganz unbeeindruckt von dem, was da draußen passiert und so kam es, dass meine Augen während der vergangenen Monate vor allem an der Puzzle Bag von Loewe kleben blieben. Ein kleines Stück Mondrian, das wäre schon was. Wobei Marni mich mit der Trunk Bag auch nicht selten verzückt und A.P.C. dank der zartgelben Half Moon Bag ebenfalls zurück auf meinem Bildschirm ist. 1, 2 oder 3? Ich brauche bestimmt noch ein paar Tage (und eure Hilfe?) bis der Entschluss steht, aber sich er ist: Im Gegenzug muss ausgemistet werden, so lautet nämlich meine persönliche Regel. Ein Tictail-Update folgt also alsbald. weiterlesen

Jane Wayne feat. Ray-Ban //
Die schönsten Sonnenbrillen im Frühjahr 2017

30.03.2017 um 8.30 – Accessoire Lookbook Wir

Wenn ich an Ray-Ban denke, kommt mir zuallererst meine Mutter in den Sinn, die während der Blüte meiner pubertären Geschmacksverirrung nicht selten sehr stark sein musste. Zum Beispiel dieses eine Mal, als ich mit herunterhängenden Mundwinkeln und rollenden Augen auf dem Beifahrersitz ihres uralten Golf-Cabriolets Platz genommen hatte, um bei 35 Grad im Nacken eine nach vorn gebückte Haltung einzunehmen, damit mich vor dem Supermarkt bloß niemand erkennen und noch dazu der Frau mit der komischen Sonnenbrille auf der Nase neben mir zuordnen möge. Meine Mutter hatte sich ein Tuch ins Har gebunden und trug dazu eine tiefschwarze Wayfarer von Ray-Ban. Ich fand das furchtbar und zwar einfach darum. Aber vor allem, weil ich noch keine Ahnung hatte, weder von Film, noch von Kunst oder Geschichte. Es sollte noch einen ganzen Sommer und mindestens einen halben Winter lang dauern bis ich schließlich vor Scham im Erdboden versinken wollte. Plötzlich hing der junge James Dean als Poster an meiner Teenagerzimmerwand. Und er trug dieselbe Brille wie meine Mutter. Genau wie Jacky Kennedy oder Audrey Hepburn in „Frühstück bei Tiffany“. Ich verkroch mich nie wieder im Fußraum. Stattdessen durchsuchte ich das gesamte Haus nach diesem Überbleibsel der 50er Jahre, das früher wie heute Herzen bricht, oder zumindest dabei hilft.

Nicht nur deshalb schlugen wir binnen weniger als zwei Minuten ein, als Ray-Ban wegen einer neuen Ausgabe „JW Lookbook“ an unsere Tür klopfte. In den Hauptrollen: Sarahs und meine persönlichen Lieblingsmodelle – ganze sechs sind es an der Zahl. weiterlesen

Shopping //
Warum Gürtel unterschätzt sind

22.03.2017 um 8.00 – Accessoire box1 Inspiration Mode

Dekorativ und praktisch sind Gürtel zu gleichen Teilen, umso erstaunter war ich, als ich irgendwann feststellte, dass ich seit meiner Skater Dater Phase mit etwa Sechzehn Jahren und den damit einhergehenden Carhartt-Schnallen nichts ähnliches mehr getragen hatte. Nun gut, mit ein paar wenigen Ausnahmen wie dem allseits bekannten Strassgürtel vielleicht, der glücklicherweise als modisches One Hit Wonder der 00er Jahre gewertet werden darf. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich erkannte, was mir beim Anblick meiner Outfits stets fehlte: Ein Gürtel nämlich, so einfach war das. Ich investierte alsbald in das prolligste aller überteuerten Designermodelle, freute mir einen Ast ab über das neue Gefühl des Angezogenseins und stolperte schließlich über einen Croco-Gürtel von & other stories, der seither nicht von meiner Seite weicht. Ein teurer Tür-Öffner also. Jetzt frage ich mich natürlich dennoch, wie ich so lange so verstrahlt sein konnte und so ahnungslos. Vemutlich war ich vor allem eins: Geizig. Einzig als Notwendigkeit und weniger als Accessoire war mir der gängige Gürtel geläufig, die wirklich aufmöbelnden Schmankerl erschienen mir zu teuer, die erschwinglichen hingegen nicht hübsch genug. Schwachsinn, man muss bloß suchen. Und: Vielleicht sogar investieren. Richtig angewandt ist so ein Gürtel schließlich nicht weniger reizvoll als ein edles Paar Schuhe oder gar Schmuck. Vergleichbar ist sein Schicksal aber wohl mit dem der Brille. Meist führt auch sie ein entweder einsames Leben im Badezimmerschrank oder eben sie gehört ganz schnörkellos zum Alltag dazu. Muss ja. Jedenfalls behauptet das ein eiserner Brillenliebhaberfreund von mir. Schluss damit. Ich sage ja gar nicht, dass man mehr als ein, zwei oder drei Modelle braucht, aber wenn schon denn schon. Wirkt nämlich wunder und manchmal braucht man gar keine neue Hose und erst recht keine Bluse, immer wieder hakt es einfach an dem umgeschnallten Zusatz für die herbei gesehnte Prise Ahhh und Oohh.

Hier also ein paar aktuelle Lieblingsmodelle für unterschiedliche Geldbeutel, denen ich nicht gänzlich abgeneigt bin: weiterlesen

All eyes on // Das Revival
der Cat Eye Sonnenbrille

21.03.2017 um 12.34 – Accessoire box2

Vor rund 100 Jahren gab es bloß einen einzigen Grund, um zur Brille zur greifen: Aus rein praktischen Gründen, natürlich. Bis dato galt die Brille vor allem als altbacken und weniger als modisches Accessoire. Erst die Verwendung von günstigerem Kunststoff und eine spielerische Herangehensweise, sorgte schließlich dafür, dass aus einem Rohdiamanten ein kleiner Juwel wuchs, der heute längst nicht mehr wegzudenken ist. Wir reden hier ausnahmsweise nicht von der Aviator, dem Kultmodell von Ray-Ban, sondern von einer extravaganteren Version des Sonnenschutzes: Denn 1940 schaffte die Brille erstmalig den Sprung in die weibliche Mode und dafür ist kein geringeres Modell als die Cat Eye verantwortlich. Durch ihren markanten Schwung wurde sie nicht nur ziemlich rasch Sinnbild für Weiblichkeit, Emanzipation und Sinnlichkeit, sie schaffte es auch im Handumdrehen, dass Image der Brille im Handumdrehen zu wandeln. Die Devise war ziemlich einleuchtend: Auffallen statt untergehen. Klotzen statt kleckern und in Zeiten wirtschaftlicher und politischer Unruhen mit Accessoires auf der Nase entgegenwirken.

Schauen wir uns derzeit an, welchen Stein Alessandro Michele für Gucci ins Rollen brachte, dann ist es nur eine logische Konsequenz, dass auch unsere Brillen zukünftig wieder pompöser als bislang daher kommen sollen: Die Cat Eye erlebt jedenfalls ihren zweiten Sommer, Stella McCartney und Dolce & Gabbana zeigen die schönsten Modelle und mit zartem Seidenschal im Haar oder der üppig tupierte Beehive-Frisur treiben wir das Ganze auf die Spitze. Wer es langsamer angehen mag, ganz so wie wir, der bleibt sich einfach erst mal treu und setzt sich die Katzenaugen ganz selbstverständlich und ungekünstelt zu einfach allem auf die Nase. Mein Lieblingsmodell ist längst ausgemacht, die folgenden, hübschen Dinger dürfen aber keinesfalls außer Acht gelassen werden. All eyes on: Die Cat Eye! weiterlesen