Kategorie-Archiv: Baby Jane

Brain Blah //
Wie es euch gefällt

14.10.2015 um 12.58 – Baby Jane Gesellschaft

L enfer cest les autresIch habe vor ein paar Monaten für ein Interview mir der Zeitschrift „Myself“ zusammen gesessen. Aus diesem einstündigen Gespräch entstand schließlich eine ganze Spalte Text, die nun liebevoll neben einer großen Aufnahme von Lio und mir prangt. Natürlich war abzusehen, dass meine dort abgedruckten und auf ein paar Sätze zusammen gestauchten Worte für erhitzte Gemüter sorgen würden, es geht dort nämlich um eine Art „gesunden Egoismus“. Darum, trotz Kind nicht allzu sehr von der eigenen Selbstbestimmtheit aufgeben zu wollen. Ich habe es mich beispielsweise gewagt, sechs Tage nach New York zu verschwinden, ganz allein. Ab und an mache ich es mir auch ein ganzes Wochenende lang in der Heimat gemütlich, zum Durchatmen und Verschnaufen. Dazugehörige Fragen klingen immer gleich: „Wie kannst du nur?“. Die Rabenmutter-Keule wird hierbei selbstredend nur ganz vorsichtig, aber dennoch offensichtlich genug geschwungen. Mich verwundert das auch 13 Monate nach der Geburt meines Sohnes noch, suhle ich mich doch allzu häufig in utopischen Phantasien einer halbwegs gleichberechtigten Gesellschaft.

Aber Pustekuchen. Väter fliegen weiterhin von einer Geschäftsreise zur nächsten, arbeiten Vollzeit und gelten dabei als fürsorgliche Ernährer. Mir ist klar, dass der Spieß auch umgedreht Sinn ergibt, Papas werden gern schief angeschaut, sobald sie vor den Kollegen mit einem Elternzeit-Wisch wedeln. Beides ist daneben. Beides deutet auf eine klaffende Wunde in unserer Sozialisierung hin. Beides muss endlich aufhören. Es sollte nämlich vor allem um das Wohlergehen unserer Kinder statt um die Erfüllung klassischer Rollenmodelle oder die Beweihräucherung des eigenen Gewissens gehen.  weiterlesen

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Interior // Slowly getting there:
Das Kinderzimmer

29.06.2015 um 12.44 – Baby Jane box1 Shopping Wohnen

kinderzimmer

… oder auch: Ein kleiner Vorgeschmack auf Tiny Jane gefällig? Während wir uns nämlich hier die Fingerchen auf Jane Wayne wund tippen, steht auch unsere Mini-Version so gut wie in den Startlöchern. Auch wenn wir ganz sanft starten wollen, ist’s doch langsam an der Zeit, sich mehr und mehr mit den Minis zu beschäftigen: Egal ob als neue Mommy, erfahrene Dreifach-Bossin, MaPa-Freundin oder als Mom to be. Und weil letzteres urplötzlich eben auch auf mich zutrifft, Woche 30 schon wieder so gut wie rum ist und Vorfreude bekanntlich die allerschönste Freude ist, widme ich mich so allmählich eben auch daheim genau diesem Thema. Und so wurde das sechs Monate alte Kleiderzimmer am Wochenende nun vollends dem Boden gleich gemacht, um anthrazitfarbene Wände zu weißen (DREI MAL!!!), Möbelstücke ins neue Mädchenreich zu hieven und mich durch die schnuckeligsten Online Stores zu klicken.

Hätte mir vorher jemand gesagt, wie viel Spaß das macht, ich hätte wohl schon viel früher gestartet, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Einmal wieder Kind sein, wird wahr. Ein Mini-Vorgeschmack auf Tiny Jane gefällig? Wir wollen euch an dieser Stelle schließlich nicht mit Babyflut langweilen. Et voilà: Meine Mini-Wunschliste für Mini Jane. weiterlesen

BRAIN-BLAH // #Afterbabybody – Vom Körper-Krieg & Verantwortung

15.06.2015 um 17.25 – Baby Jane box2 Gesellschaft

afterbabybodyMein persönlicher Hashtag des Grauens: #AFTERBABYBODY. Bis wann hat man überhaupt so einen Nach-Dem-Baby-Körper? Zwei Monate lang, sechs, so lange man stillt, erst dann, wenn man abgestillt hat oder sogar für immer? Weiß der Teufel, wer diesen absurden Begriff überhaupt erst etabliert hat. Und was kam zu erst, das Ei oder das Huhn, Instagram oder all diese Mutti-Definitionen, die im Grunde nur eins können: Uns fertig machen. Da wird verglichen, geschimpft und reduziert: Auf Bäuche und Brüste.

Vergangene Woche veröffentlichte ich das obige Bild. Eigentlich ging es um das Bikinioberteil, in Wahrheit aber offensichtlich um meine Figur. Erst ein Kommentar, dann 40, sieben davon habe ich gelöscht. Man munkelte darüber, wie ich acht Monate nach Lios Geburt schon wieder so ein steiler, schlanker Zahn sein könne. „Kann doch gar nicht sein.“  -„Stillen, ist doch klar!“ – „Also in meinem Rückbildingskurs sieht niemand so aus“. Bis hierher alles harmlos, abgesehen davon, dass ich mich fragte, was man mir da eigentlich durch die Blume sagen wolle, nach Tipps hat jedenfalls nur eine findige Leserin gefragt. #plasticsurgery hätte ich am liebsten gepöbelt, damit wäre das Thema vielleicht vom Tisch gewesen. Weil Lügen aber kurze Beine haben, beschloss ich, zu schweigen. Und zu zensieren. Auf die Blacklist haben es Kommentare wie „#morgenskaffeemittagskotzen“ oder „#dünnumjedenpreis – vielleicht besser mal mit dem Kind spielen, statt Diät zu machen“ geschafft. Nichts im Vergleich zu einer Email, die ich in der Nacht darauf erhielt: (…) ich finde dein Verhalten unverantwortlich. Du suggerierst Müttern und Schwangeren, dass es völlig normal ist, sofort wieder seine alte Figur zu haben, aber das ist nicht die Realität. Deine Zurschaustellung kranker Schönheistideale ist nicht nur für dich gefährlich, sondern auch für deine Leser. “ Das ist natürlich erst einmal eine ziemlich kernige Aussage, die übrigens weder höflich, noch fair ist. Zu Herzen genommen habe ich sie mir trotzdem, wer weiß, wer da draußen noch im stillen Kämmerlein vor Wut überschäumt. Eines darf dennoch nicht unerwähnt bleiben: Das Label „afterbabybody“ habe ich weder meinem Foto noch meinem Körper selbst verpasst, was darin begründet liegt, dass ich mich keineswegs als Post-Gebärende, sondern als Frau definiere. weiterlesen

Outfit //
Mom to be.

26.05.2015 um 9.35 – Allgemein Baby Jane Janes Outfit Wir

sarah schwanger 1

Seit Wochen überlege ich, wie ich’s euch am besten verraten soll, dieses kleine Geheimnis, das ich selbst seit 25 Wochen nicht nur sprichwörtlich mit mir herumtrage. Am Wochenende ging’s dann nicht mehr anders – und auf Instagram wurd’s öffentlich: Japs, die nächste Jane bekommt ein Baby – und ich muss mich noch immer daran gewöhnen, dass hier von mir die Rede ist.

Zwischen total verrückt, absolut unrealistisch, komplett übermannt und leicht überfordert bewegt sich seither mein Gemütszustand, der von Heulattacken, schlechter Laune und Süßigkeiten-Sucht zart unterstützt wird. Um ehrlich zu sein, kann ich’s selbst am allerwenigsten glauben, aber die Mini-Kugel verrät es langsam und ich kann’s nicht länger leugnen: Ich werd‘ doch tatsächlich Mama. Mama Jane, die Zweite, sozusagen. weiterlesen

Die Sache mit …//
…der Suche nach geistiger Reife

13.05.2015 um 18.20 – Baby Jane box2 Wir

reifeWenn man früh Mutter wird, dann hagelt es von allen Seiten Kommentare, gute und schlechte, solche, die man als Lobhudelei verbucht und andere, die den Denkapparat zum Knirschen bringen. Womöglich kann man „Mutter“ an dieser Stelle auch gut und gerne durch Ist-Zustände wie „wenn man älter wird / wenn man einen guten Job hat / wenn man in einer Beziehung steckt“ ersetzen. Am Ende kommt immer das Gleiche dabei heraus: Die große Frage, ob man annähernd so reif ist, wie man sollte. Als sei der Grad des geistigen Erwachsenwerdens ein Glücksbarometer, sowas wie der Schlüssel zur lasterlosen Erleuchtung. Höchstwahrscheinlich bin ich etwas schief gewickelt, aber mich beschleicht immer mehr das Gefühl, dass alles genau anders herum ist. Dass unsere Sozialisierung hin zur Vernunft zwar zweifelsohne gesund, aber ganz gewiss nicht der ultimative Weg oder gar abenteuerlich ist, wo das Gegenteil von Abenteuer doch im besten Fall als Routine bezeichnet werden kann. Wer das will, hat Glück. Wer nicht, dem gehts wie mir. Weil ein bisschen Krawall durchaus erquickend sein kann. Und wichtig für die wilde Seele.

Nehmen wir beispielsweise das vergangene Wochenende. Plötzlich saß ich da und wollte gar nicht viel, bloß raus und zwar alleine. Wein trinken, Hirngespinsten Luft machen, eine Tonne Pizza verdrücken, mit extra Mascarpone, und in der Nacht verloren gehen. Nichts Besonderes, nur das, was man eben so macht, wenn man zwei Beine, gute Freunde und ein bisschen Freizeit hat. Bis ich eine wirklich weit entfernte Bekannte traf, die in etwa so viel Ahnung von Spaß hat wie ich von Stochastik. Wo sind denn deine Jungs, musst du nicht gleich nach Hause, einen Kater kannst du dir doch jetzt wirklich nicht erlauben. Typisches Moralapostelgejaule im Deckmantel der freundlichen Besorgtheit. Ich frage mich dann immer, ob es denn wirklich so schwer ist, zu begreifen, dass in meinem Körper noch genau der selbe Mensch sitzt, wie all die Jahre zuvor. Jedenfalls erinnere ich mich nicht daran, jemals ein Heimscheißer gewesen zu sein. weiterlesen

Jane Wayne Press //
Im Interview mit COUCH über das Mamasein & Tiny Jane

10.02.2015 um 10.00 – Baby Jane Wir

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 Wann ist es denn endlich soweit, wann, wann, wann? Bald, versprochen. Unser Unter-Blog „Tiny Jane“ wird gelauncht, aber bitte erwartet jetzt nichts allzu Wildes. Weil es nämlich so wunderbare Mama-Blogs wie Little Years, Hauptstadtmutti oder das Mummy Mag gibt, schreiben wir uns keineswegs auf die Fahne, mit unseren werten Kolleginnen in Konkurrenz treten zu wollen, vielmehr soll künftig ein bisschen mehr Platz für Mini-Gedanken, wirre Worte, persönliche Anekdoten und Tipps&Tricks mitten aus dem echten, manchmal mit Kotzflecken besudelten Leben mit Kind geschaffen werden. Ehrlich, oft schön, manchmal aber aber auch ungeschönt soll es in unserer neuen Schreibecke zugehen – mehr erfahrt ihr im Interview, das die großartige Katharina Charpian vom COUCH Magazin mit mir geführt hat. 

An dieser Stelle möchten wir außerdem verkünden, dass wir diesen neuen Weg keineswegs alleine bestreiten werden, wir haben im Grunde nämlich viel zu wenig richtige Ahnung. Und hier kommt Jule Pumpe, meine Freundin und Hebamme ins Spiel, die selbst tagtäglich drei ziemlich gut geratene Löwenjungs zu bändigen hat und sozusagen mein Goldfund des vergangenen Jahres ist. Daheim in Kreuzberg wird gerade noch fleißig getippt und gezeichnet (was man nämlich WIRKLICH braucht, wenn der Storch anklopft, blieb mir bis Jule kam wirklich ein Rätsel) – Infos für die Ewigkeit, auf die man sich immer wieder beziehen kann, sind also auch mit von der Partie, genau wie kleine Bildergeschichten, die von Kinderzimmern und Lieblingsspielzeugen erzählen. weiterlesen

Tiny Jane //
Die Sache mit der Bratpfanne auf dem Kopf
und dem Laster im Hirn

16.01.2015 um 15.30 – Baby Jane Buch

tumblr_inline_mvlan4wJN81qm3zxkGestern Morgen bin ich mit einer Bratpfanne auf dem Kopf aufgewacht, im übertragenen Sinne natürlich, was das Ganze aber keineswegs besser macht. Normalerweise gibt man sich ja große Mühe, nach Außen stets frisch und dynamisch zu wirken, aber ich sag’s euch ganz ehrlich, manchmal, da ist nicht nur Holland in Not, sondern alles im Eimer, auch ich. „Du schaffst das alles so prima, die Arbeit, das Kind! Das ist der absolute Wahnsinn“, hallte es in meinem Kopf, bis irgendwann nur doch der „Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn“ übrig blieb.

Das werte Kind wollte stundenlang nämlich weder schlafen, noch kuscheln, noch spielen, noch Füßekitzeln, noch baden, sogar der Knisterapfel war plötzlich scheiße, genau wie Mami, jeder Aufmunterungs-Versuch meinerseits löste auf der anderen Seite wirklich und wahrhaftig nichts weiter als noch mehr Tränen aus. Irgendwann fragte ich mich ernsthaft, wer von uns beiden gerade eigentlich vom Teufel besessen war. Nach dem 30. „Gackgackgackgack“ aus meinem Mund entschied mich zwangsläufig für „beide“, alles andere wäre auch wirklich unfair gewesen, die Nase voll hatten wir nämlich auch beide. Von uns und dem Tag und diesem furchtbar anstrengenden Akt des Existierens. weiterlesen

Im Interview mit Edition F //
Über Privatsphäre, Herausforderungen & starke Partner

10.12.2014 um 10.00 – Baby Jane box2 Wir

Eines der wunderbarsten Formate, die das Internet im letzten Jahr hervor gebracht hat, ist zweifelsohne EDITION F – eine Plattform, die, sagen wir mal, rundum für „Female Power“ steht. Susann und Nora, die beiden Gründerinnen, haben uns im Girlcrush-Interview bereits ein bisschen mehr über ihr „digitales Zuhause für Frauen“, persönliche Lieblingslieder und -Momente verraten.

Jetzt wurde der Spieß quasi umgedreht und ich selbst stand den beiden und ihrer Redakteurin Silvia Follmann (mit ein bisschen Verspätung) Rede und Antwort. Wie hat alles angefangen, warum gibt es Jane Wayne überhaupt und wie ist das alles eigentlich machbar, vor allem mit Kind? weiterlesen

Baby Jane //
Die ersten Wochen als Mama

18.11.2014 um 16.15 – Baby Jane Wir

nike van dintherEin Baby zu haben ist schön und nervig, überwältigend, strapaziös und total krass, krass toll, krass einschränkend, krasser Wahnsinn, pures Glück. Fragen, die man gestellt bekommt, wenn man ein Baby hat: Merkst du schon den Schlafentzug, wie ist das so, wie machst du das alles, wann wurde er noch gleich geboren und wie ist er denn so drauf? Weil ich meist wenig Lust habe, bis ins letzte Detail über Babykotze und Babykacka zu reden, antworte ich meist nur: Zwischen sechs und sieben Wochen alt, es ist nicht so schlimm wie alle sagen, das mit der Müdigkeit regeln auch irgendwie die Hormone und keine Ahnung was für ein Typ er ist, wir kennen uns noch nicht so lange und es lag auch keine Gebrauchsanweisung dabei.“ Meist kommt dann nur noch ein „hihihi, ok“ hinterher.

Das ist angenehm, denn viele viele Menschen, die einst einmal ganz locker unterwegs waren, mutieren angesichts eines Milchmäuschens zu unangenehmen Ratgebern, die in Wahrheit niemandem einen Rat geben sollten. Neulich zum Beispiel, als ich in der Feinkostabteilung des KaDeWes an der Kasse stand, um meinen Karamellkäse zu bezahlen, da knurrte mir meine Warteschlangennachbarin so etwas wie „Ja, erstickt das Kind denn nicht da drin?!“ entgegen. Ich konnte nicht anders als „Doch, doch, ich höre es schon schnappatmen“ zu erwidern, während „das Kind“ in seinem Tragesack wohlig angelehnt an meine Doppel-D-Still-Brust schlummerte und bester Dinge war. weiterlesen

Well hello,
Lio Jonathan!

02.10.2014 um 12.49 – Baby Jane box1 Wir

10707220_702832909801371_1007792286_n… Und plötzlich war ich weg vom Fenster. Ich hatte es ja geahnt: Ausgleichende Gerechtigkeit oder so etwas in der Art. Nur ein einziges Mal musste ich wegen des Geruchs einer Handcreme brechen, ansonsten plagte mich nicht einmal das allerkleinste Wehwehchen, meine Schwangerschaft war quasi ein Spaziergang, bloß mit Bauch vorne dran – bis ich eines Nachts mit Oberbauchkrämpfen aus der Hölle aufwachte. Eine Woche lang vegetierte ich zunächst im Krankenhaus vor mich hin, zweifelte an meiner psychischen Konstitution und überlegte, ob ich überhaupt noch alle Murmeln beisammen hätte oder ob sämtliche Hormone mich sogar in eine Heulsuse verwandelt haben könnten. Ohne Schmerz-Tropf verwandelte ich mich binnen weniger Minuten in eine Schrei-Maschine. „Sie haben Magen-Darm“, hieß es zunächst, dann „das ist ein Harnwegsinfekt, kann sich anders anfühlen während Schwangerschaft“, es folgte die vergebliche Suche nach Gallensteinen und eine Magenspiegelung. Nichts war zu finden, bloß eine kleine Gastritis, gratis oben drauf.

Noch zwei Tage später dachte ich ernsthaft über eine DIY-Ausräumung meines gesamten Bauchraumes nach. Anschließend ein erneuter Bluttest, man hatte mich da irgendwie vergessen, und dann ging alles ganz schnell. „Sie haben das HELLP-Syndrom, ihre Werte sind komplett im Keller, wir müssen das Kind sofort holen.“ weiterlesen

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