Kategorie-Archiv: box2

Slow Sunday // „Sei nicht so empfindlich!“

14.05.2017 um 16.15 – box2 Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Sei nicht so empfindlich

„Du bist einfach zu empfindlich“ – ein Satz, den ich gefühlt jede Woche einmal zu hören bekomme. Ich bin damit nicht alleine, höre auch immer wieder ähnliches von Freundinnen (merke: Frauen). Zwar gibt es durchaus auch Männer, die immer wieder als „zu empfindlich“ eingestuft werden, in der Regel aber würde ich sagen, dass Männern in den meisten Fällen schon im jungen Alter eingeimpft worden ist, erst gar keine Äußerungen zu tätigen oder Empfindungen zu zeigen, die diese Schlussfolgerung untermauern könnten. Empfindlich zu sein ist tendenziell etwas Negatives, gleichbedeutend mit schwächlich, weich, jammerig und ja, feminin. Man „hält einfach nichts aus“ und „knickt eben schnell ein“. „Du bist zu empfindlich“ – das fühlt sich degradierend an, wird zwar oft kaschiert mit einem halb freundlich gemeinten Überbau, dient aber letzlich nur dem Verletzen seines Gegenübers. Ein Absprechen des Rechts auf die eigenen Gefühle. Das macht mich wütend. Denn nur, weil anscheinend irgendwann irgendwer beschlossen hat, dass Gefühle im Allgemeinen Prozesse verkomplizieren und verlangsamen, ändert das nichts daran, dass ich welche habe. Und weiterhin haben werde. Und mir nicht das wegnehmen oder absprechen oder verbieten lasse, was mich menschlich macht.  weiterlesen

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Beauty // Im Interview:
Microblading – Ja, nein, vielleicht?

08.05.2017 um 11.00 – Beauty box2

Wer dachte „The bushier, the better“ ist eine Glaubensbewegung, der hat nicht ganz unrecht, denn pure Natürlichkeit ist jetzt im Gesicht gefragter denn je. Und damit meine ich nicht den No-Make-up Trend, sondern die Natural Brow-Bewegung. Eine befreundete Make-up Artistin erklärte mir erst kürzlich, dass Färben das neue Zupfen und Waxen ist – soso. Getreu dem Motto Let it spring habe ich mich mit meinen zwei crazy Brows also mal umgehört, welche Beauty-Trends gerade so in aller Munde sind und bin letzte Woche – ihr erinnert euch – auf Microblading aka DAS Ding im Beautykosmos gestoßen. Und zu meiner Überraschung hat mittlerweile jede Dritte in meiner Blubberblase es entweder schon hinter sich oder wird sich demnächst auf die Microblading-Liege legen. Alle applaudieren Beifall und feiern den neusten permanent Make-up Trend. Und ich? Ich bin ein wenig verwirrt und weiß noch nicht so richtig was ich davon halten soll. Selbstoptimierung hin oder her: Warum etwas permanent nachziehen, was wir uns noch bis vor ein paar Jahren mit unseren eigenen Händen weggezupft haben? Eben genau aus diesem Grund!

Um der Frage noch einmal auf den Grund zu gehen, spazierte ich vergangene Woche in Jogginghosenmontur über die Straße zu Leni auf einen ausgedehnten Beauty-Talk. Leni hat sich die Lücken in ihren Brauen ganz frisch auffüllen lassen – und ich wollte die zwei Prachtexemplare für euch mal genauer unter die Lupe nehmen und noch mal genauer wissen: Was muss man beim Microblading beachten? Wie lief die Umsetzung wirklich ab, tut es so weh, wie viele behaupten und was kostet der Spaß eigentlich wirklich?  weiterlesen

Looking like… DJ Gigola //
11 Vintage Designer-Taschen unter 250 €

05.05.2017 um 11.23 – box2 Shopping

Seit unsere liebe Fabienne neulich Dj und Medizinstudentin Paulina aka Dj Gigola zum Interview bat, bin ich ein bisschen verliebt. In ihren Stil, der ein bisschen nach früher aussieht, aber auch nach morgen und noch dazu ein klein wenig an eine Britney Spears mit gutem Geschmack erinnert. Ich mag, dass sie den Begriff „Must-Have“ fast schon eklig findet und am liebsten und fast ausschließlich 2nd Hand kauft. Als großer Fan sozialer Medien gehöre ich nun natürlich auch zur treuen Instagram-Followerschaft dieser Vintage-Göttin und freue mich über jedes ihrer Fotos, das nicht in Cupcake-Farben oder minimalem Weiß ersäuft. Eine Wonne ist diese Paulina mitsamt ihrer edlen Schrulligkeit. Es kommt zudem nicht häufig vor, dass sich ein Kleidungsstil nach so kurzer Zeit so dermaßen in meinem Hirn manifestiert, diesmal aber schon. Beim Durchstöbern von Vestiaire Collectiv (ich habe nämlich noch einen 250€ Gutschein aus dem vergangenen Jahr zu verbraten), kam ich tatsächlich nicht umher, das ein oder andere mal „Oh, eine Gigola-Tasche!“ zu jauchzen.

Herausgekommen ist bei alldem ein Unter-250-Euronen-Taschen-Spezial. Und ja, das mit der Fendi Baguette Bag meine ich wirklich ernst und zwar nicht nur, weil sie weiterhin zu den Top 25 meistverkauften Taschen der Welt zählt. Nein, nein. Vielmehr sind die 00er Schuld, die sich langsam wieder auf meinen Radar schleichen – auch dank Paulina: weiterlesen

3 Serien, die provozieren //
Girlboss, Dear White People & 13 Reasons Why

04.05.2017 um 9.40 – box2 Film

Ich behaupte immer, es sei die reinste Wonne in einem Dachgeschoss zu wohnen. Weil man so nah am Wetter lebe und auch an der Sonne. Heute muss ich meine Meinung allerdings entschieden revidieren, denn wenn überhaupt keine Sonne da ist und man stattdessen bloß mit einem stundenlangen Sirenen-lauten Regenprasseln auf den schrägen Fenstergläsern Vorlieb nehmen muss, obwohl doch eigentlich Frühling sein sollte, dann ist das keine Wonne, sondern scheiße. Um es etwas rosiger zu formulieren: Serien-Wetter im Mai, und überhaupt, Vorfreude ist schließlich die schönste aller Freuden. Das Warten auf wärmere Tage lässt sich derzeit immerhin mit einer Handvoll sehnlichst erwarteter Serien füllen. Und zwar mit solchen, die auf absurde Art und Weise reingehen wie Butter, dabei aber mächtig provokant/verstörend/nervig sind: weiterlesen

Buch-Tipp // „The Second Sex“ – Warum Simone de Beauvoirs Klassiker moderner und wichtiger ist, als viele denken.

03.05.2017 um 10.02 – box2 Buch Feminismus Mode

Ein paar Wochen erst ist es her, dass das knallgelbe The Second Sex-Shirt aus der KDG x Jane Wayne-Kollektion in meinem Schrank gelandet ist und schon verbinde ich wunderbare Erlebnisse mit diesem Kleidungsstück. Zum Beispiel dieses: Beim Besuch in meiner geliebten Heimatstadt Herne stand ich mit meiner Mama im Buchladen unseres Vertrauens und suchte nach Geschenken für Freund*innen und Bekannte. Ich empfahl meiner Mama diverse Bücher, holte sie aus dem Regal und präsentierte sie. Als meine Mama ein paar Regale weiterging, sprach mich plötzlich eine Frau von der Seite an: „Bedienen Sie?“. Nach einem kurzen Moment der Verständnislosigkeit dämmerte es mir: Sie hielt mich für eine Mitarbeiterin! Das lag nicht nur an dem Dialog mit meiner Mama („Hier, das ist wirklich super!“), sondern auch an besagtem knallgelben T-Shirt, auf dem nun mal fett ein Buch prangt.

„Niemand ist den Frauen gegenüber arroganter, aggressiver oder verächtlicher als ein in seiner Männlichkeit verunsicherter Mann.“ (Das andere Geschlecht) weiterlesen

Bilder des Tages //
COS für den Winter 2017

27.04.2017 um 10.33 – box2 Lookbook Mode

Es gab eine Zeit, da besuchte ich COS aus Selbstschutz-Gründen nicht, weil ich einfach jedes Mal fündig wurde und ich keinen anderen Ausweg sah, als mich auf andere Art und Weise zu zügeln: Also schlenderte ich maximal einmal pro Quartal vorbei, niemals im Sale, denn da tütete ich gleich noch Dinge ein, die ich wahrlich nicht brauchte. Irgendwann allerdings, löste sich das Problem von selbst: Während mein Drang nach verspielteren Stücke unaufhaltsam wuchs, blieb COS sich seiner Linie so dermaßen treu, dass ich schlicht und ergreifend raus war. Für den Winter 2017 hat mich die schwedische Modekette allerdings offensichtlich zurückgewonnen. Und der Grund liegt auf der Hand:

Denn dank Jil Sander-Assoziationen, schultergepolsterten Blazern, überlangen und ziemlich weiten Hosen und dank drapierter Kleider à la Céline hat man mich zurückerobert. Vielleicht war eine kleine Auszeit gar nicht so verkehrt, um die Liebe zu minimalistischen Stücken wieder neu zu entfachen. Warten wir’s ab, wonach mir der Sinn ab August stehen wird. Dann nämlich trudelt der neue Schlag architektonischer Looks beim Schweden ein. Here we go: weiterlesen

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Slow Sunday //
Emotional Decluttering Step 1

23.04.2017 um 14.05 – box2 Leben Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Emotional Decluttering

Vergangenes Jahr habe ich einen Beginners-Guide zum Thema Decluttering geschrieben – dem Loslassen und Ausmisten von materiellen Dingen, die wir nicht wirklich brauchen und trotzdem mit uns rumschleppen. Decluttering war für mich zu der Zeit (und ist es immer noch) ein wichtiges Ritual.

Es hilft mir beim Halten meines Gleichgewichts und fördert die Konzentration aufs Wesentliche. Ich habe mich inzwischen so sehr von einer überfüllten Wohnung und von reinen Dekoartikeln entwöhnt, dass ich seit über einem Jahr – außer zwei Lichterketten – nichts Neues für meine Wohnung gekauft und dabei eine Menge Geld gespart habe. Auch hatte ich nach regelmäßigen Declutteringphasen das Gefühl, mich irgendwie leichter und problemfreier zu fühlen. Dieses neu gewonnene Gleichgewicht hat, so glaube ich inzwischen, aber auch den Weg freigemacht für weiteren Entlastungs-Bedarf. Einmal sensibilisiert habe ich gemerkt, dass ich mich inzwischen genug von materiellen Dingen entledigt habe und damit jetzt als nächstes ähnliche Aufräumaktionen für meine Psyche, meinen Kopf und meine Gefühlswelt auf die Liste schreiben kann.  weiterlesen

Happy Heart // Mit Katzenaugen, nachhaltiger Kosmetik & frischen Lippen

18.04.2017 um 12.02 – Beauty box2 Shopping Wir

Erst vergangene Woche träumte ich mich in den Süden – bloß für ein Wochenende, dafür aber mit der vollen Ladung Sonnenschein. Ostern wurde aus diesem Wunschgedanken nichts, allerdings habe ich es immerhin geschafft, schon mal einen Flug und ein Hotel für wann anders zu buchen. Und ich sag‘ euch was: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren!

Im Handgepäck wird nämlich ganz sicher das Sonnenbrillenmodell meiner kühnsten Träume stecken: Ein cremefarbenes Cat Eye Modell mit zarten Röschen am Bügel. Dazu findet ihr auf meinen Lippen abwechselnd sattes Rot von Tom Ford oder die volle Ladung Glanz von Chanel. Immer mit dabei? Ein kleines Geschenk von Ba&sh: Der kleine Strohbeutel für Strandtage. Was außerdem keinesfalls fehlen darf? Das frisch getestete i+m Shampoo, das Elina uns erst kürzlich genauer vorstellte und ein Körperöl, das ich ganz flott Scalamari nachkaufen musste. Jetzt aber alles noch mal der Reihe nach: weiterlesen

Wo lang geht’s zum Coachella? 12 heimische Festivals, die ganz bestimmt mithalten können 🌻

13.04.2017 um 11.35 – box2 Event Musik

Wer es für den ziemlich unwahrscheinlichen Fall noch nicht mitbekommen haben sollte: An diesem und am kommenden Wochenende findet das Coachella Valley Music and Arts Festival, kurz Coachella, in Indio im Coachella Valley, Kalifornien statt – und eine ganze Branche dreht durch: Nein, nicht bloß die Musikbranche, auch die großen Modeketten steigen längst alljährlich auf den Hippie-Zug zur Festival Zeit auf – und das führte in den vergangenen Jahren natürlich zu immer lauter werdenden Kritik an der Kommerzialisierung und Verwässerung eines der größten Festivals der Welt.

Bitte, wo lang geht’s zu Coachella? Pah, keine Ahnung. Wer braucht schon das riesengroße, prallgefüllte Festival mit Nachhaltigkeitsanspruch und weltbestem Line-Up um Radiohead, Lady Gaga, Kendrik Lamar, Bon Iver und eine ganze Handvoll Überraschungsacts, wenn er hierzulande mindestens genauso gut und ganz bestimmt viel gemütlicher auf dem Hurricane schunkeln, auf dem Melt! bis Mitternacht zappeln oder auf dem A Summer’s Tale Zeit mit der ganzen Familie verweilen kann? Wir haben ein paar der besten Adressen für euren Festival Kalender herausgekramt, die hier in der Kommentarleiste bitte unbedingt durch kleinere und unbekanntere ergänzt werden darf. Coachella, whaaat? weiterlesen

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Style Crush // Maria Bernad – und was wir uns von der Spanierin abschauen können

11.04.2017 um 14.10 – box2 Inspiration Menschen Mode

Ich bin offensichtlich gut darin, mich in meinem eigenen kleinen Kosmos einzumummeln, denn erst vor ein paar Tagen stolperte ich über Maria Bernad und ihr, wie ich finde, außergewöhnliches Gespür für Mode. Die Spanierin ist nicht nur Multitaskerin, arbeitet als Fotografin, Filmemacherin, Stylistin und für Magazine wie Elle und Vogue, sondern ist zudem gerade einmal 21 Jahre jung – mir fiel die Kinnlade also mehr als ein Mal herunter. Auch, weil sie es schafft, Modernität zu transportieren, ohne dabei jedem Trend blindlings hinterher zu jagen. Sie liebt Vintage, Geschichten und Kunst. Und genau das sieht man auch an ihrem Instagram-Kanal, der mir als ganz besonders schmackhaft und inspirierend in Erinnerung bleiben wird. Wegen der Bilder, die zwar hauptsächlich Outfits zeigen, aber vor allem von einer großen Leidenschaft erzählen: Dem Spielen mit verschiedenen Stilen und der eigenen Persönlichkeit, die eben auch durch Kleidung Ausdruck findet. Was wir sonst noch von Maria lernen können? Mucho! weiterlesen

10 Dinge, für die auch nach Feierabend noch Zeit bleibt

11.04.2017 um 10.57 – box2 Leben

Vor etwa einem Monat habe ich mich dabei erwischt, während der Woche immer wieder in eine gemütliche Lethargie zu verfallen, voller Vorfreude auf das Wochenende, als wären der Samstag und der Sonntag die einzigen beiden Tage, an denen sich etwas erleben ließe. Ich weiß nicht mehr, wer es gesagt hat, aber er oder sie hatte recht damit, uns den Kopf richtig zu rücken: Man verbringe viel mehr Zeit mit Tagen, an denen man zur Arbeit geht als mit komplett freien Tage und deshalb sei es nunmal reichlich dämlich, mehr als die Hälfte seiner kostbaren Zeit mit dem Warten auf „Le Weekend“ zu verbummeln. Stattdessen sollten wir unsere Allerwertesten viel häufiger raus schwingen oder zumindest Sinnvolles tun. Für die Seele zum Beispiel. Mehr Freunde sehen, trotz Müdigkeit zum Beispiel, denn mit den Gesprächen kommt der Elan schon ganz von selbst. Mehr Schönes und Besonderes in den Alltag integrieren. Es reicht ja manchmal schon, das Abendessen auf den park zu verlegen. Oder sich ein bisschen Wellness im eigenen Bad zu gönnen, statt nur shcnellschnellschnell unter die Dusche zu springen. Zehn Dinge, für die auch nach Feierabend noch Zeit bleibt, habe ich gestern zusammengetragen. Ich weiß schon, so wirklich knallen tut nichts davon, aber das hier soll ein Reminder sein. Daran, dass Kleinigkeiten manchmal schon ausreichen, um dem inneren Schweinehund den Garaus zu machen. Es bleibt nämlich (fast) immer Luft für… weiterlesen

Fair Beauty // Im Gespräch mit „i+m Naturkosmetik Berlin“ über Kosmetik, Nachhaltigkeit & Engagement

07.04.2017 um 12.36 – Beauty box2

Die Naturkosmetikmarke i+m wird vermutlich jedem da draußen in irgendeiner Form schon mal über den Weg gelaufen sein: Im Bioladen des Vertrauens vielleicht oder in einem gut sortierten dm. Wenn ihr bislang an den bunten Flaschen mit dem großen Pluszeichen vorbei gelaufen seit, empfehlen wir euch an dieser Stelle, noch mal zurück zu gehen, denn da steckt mehr drin, als ich bislang vielleicht dachtet. Ich selbst habe meinem Freund erst kürzlich übrigens das Bartöl für meine kaputt blondierten Spitzen stibitzt und meine trockene Nagelhaut mit dem 100% Sheabutter i+m Balm eingeschmiert. Was ich zuvor aber nicht ahnte: Dass das Brand ein kleines aber äußerst feines Pionierunternehmen nahezu in allen Bereichen ist.

Als ich also herausfand, dass die Kosmetikmarke neben der Bio-Bewegung auch aus der Frauenbewegung entstanden ist, ganze 40 Prozent der Gewinne von i+m in öko-faire Projekte fließen, die Unternehmensgründerin Inge Stamm, zwar nicht mehr aktiv tätig, aber eine überzeugte Feministin ist und bereits in den 70er Jahren für die Rechte der Frauen auf vielen Ebenen gekämpft hat, war ziemlich schnell klar, dass ich euch diese Beauty-Marke nicht länger vorenthalten kann: weiterlesen

Interior-Reminder // IKEAs limitierte „Stockholm 2017“ Kollektion ist da

05.04.2017 um 8.33 – box2 Wohnen

Es muss etwa 2014 gewesen sein, als IKEA mich mit seiner limitierten Trendlinie Bråkig das erste Mal um den Finger gewickelt hat. Es war eine Zeit, in der es gar nicht pastellfarbend genug Zuhause aussehen konnte, HAY und fermLiving zu den spannendesten Neuentdeckungen gehörten und Rosé in Kombination mit Kupfer zum wohl schönsten Paar der eigenen Wohnung gekürt werden durfte. Rückblickend betrachtet, waren es vielleicht die ersten Zeichen für mehr Wärme daheim, nachdem wir zuvor alles um minimalistische Kühle und komplett weiß eingerichtete Buden gaben. Ein bisschen verspielteres Designs in Kinderzimmerfarben konnte da jedenfalls nicht schaden. Ich jedenfalls musste damals zuschlagen: Mich mit Schachteln eindecken, Schüsseln kaufen und Hocker mitnehmen. Zugeben: Eine etwas größere Wohnung später und ein kleines Make-Over hier und dort sorgte irgendwann dafür, dass ich heute nicht mehr im Pastellwunderland Deluxe leben muss, Hellblau und Co. stattdessen durch Naturtöne, viel Holz und Rattan entsättigt wurden und der Hype von 2014 nicht gleich mehr jedem ins Auge springt: Vor allem mir nicht!

Entsättigt wurden sie übrigens auch diesmal unter anderem wieder dank IKEA – und zwar durch eine weitere, limitierte Linie, die wir ab sofort in allen IKEA Filialen und (zum Teil auch online) erstehen können: Und weil uns so viele Nachrichten und Mails erreicht haben, halten wir es hier gleich einfach für alle fest: Stockholm 2017 ist da! 
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Sommer-Investment // 9 Taschen,
an denen ich mich nicht satt sehen kann

03.04.2017 um 15.38 – Accessoire box2

Am Freitag hatte ich Geburtstag und noch dazu fiel mir plötzlich die Sonne auf den Kopf. Das neue Lebensjahr fühlt sich seither ein bisschen wie eine neue Ära an, so frühlingshaft unbeschwert, und zwar nicht bloß auf dem Papier. Das mag jetzt vielleicht nach einem ganz furznormalen April-Hoch klingen, für mich es es aber durchaus mehr als das. Ich bin ganz aus dem Häuschen. Und freue mich nicht nur aufs Schlauchboot fahren, Tischtennis-Tage und den ersten Familienurlaub mit Lio und Wilma, sondern auch auf lange Tage in nichts als einem alten T-Shirt und Lieblingsjeans. Ein kleiner Wunsch ist trotzdem noch offen: Eine neue Tasche.

Ich weiß ja, dass man das nicht verstehen oder gar gutheißen muss, aber wer hin und wieder ähnlich kopflos und beflügelt und hingerissen von Firlefanz ist wie ich, der weiß vielleicht, was ich meine, wenn ich behaupte, dass so eine gut durchdachte Belohnung zuweilen köstlich wie Eiscreme sein kann. Ich bin trotzdem kein Fan von Verschwendung, von grenzenlosem Überfluss, der den eigenen Rahmen zersprengt, und auch nicht vom Hinterherhecheln ständig wechselnder Trends – deshalb überlege ich im Falle der Fälle wochenlang hin und her. Natürlich nicht ganz unbeeindruckt von dem, was da draußen passiert und so kam es, dass meine Augen während der vergangenen Monate vor allem an der Puzzle Bag von Loewe kleben blieben. Ein kleines Stück Mondrian, das wäre schon was. Wobei Marni mich mit der Trunk Bag auch nicht selten verzückt und A.P.C. dank der zartgelben Half Moon Bag ebenfalls zurück auf meinem Bildschirm ist. 1, 2 oder 3? Ich brauche bestimmt noch ein paar Tage (und eure Hilfe?) bis der Entschluss steht, aber sich er ist: Im Gegenzug muss ausgemistet werden, so lautet nämlich meine persönliche Regel. Ein Tictail-Update folgt also alsbald. weiterlesen

Strandspaß Spezial Teil I //
Bademode für alle <3

30.03.2017 um 10.33 – box2 Mode

How to get a beach body – 1.Have a body, 2. Go the beach. Welch wohlig warme Utopie, diese süße Vorstellung einer Zeitschriftenlandschaft, in der Diäten endlich keine Rolle mehr spielen. Stattdessen fällt mir im Angesicht der geballten Masse an Genuss-verweigernden Titelthemen und angeblich schlankmachenden Clickbait-Beiträgen vor lauter Ratlosigkeit regelmäßig die Kinnlande herunter. Es ist nicht so als würde ich per se jedes Workout und sämtliche Matscha-Rezepte verteufeln, seis drum, aber was uns da aufgetischt wird, ist meist vor allem eins: Krank. Was bitte fange ich denn mit der Information an, dass Celebrity XY sich ausschließlich von fettarmer Milch und halben Brötchen ernährt? Und wie reagiere ich auf die frohe Botschaft, dass es durchaus möglich ist, sich an heißem Wasser satt zu saufen? Hoffentlich mit einem stolzen Mittelfinger statt mit Komplexen. Genau das ist aber gar nicht so einfach. Body Positive? Halb Berlin scheint gerade wieder in den alljährlichen Optimierungswahn zu verfallen, was in Ordnung wäre, würde es aus den richtigen Gründen geschehen, aus Selbstliebe statt aus Selbsthass zum Beispiel. Wie aber soll sich so etwas wie Zufriedenheit einstellen, wie können wir je Dankbarkeit empfinden für einen Körper, der alles kann, wenn wir im Prinzip tagein, tagaus fertig gemacht werden. Manchmal sogar unbewusst.

Immer wieder kommt etwa ganz ungeniert die Frage auf: Wie machst du dich Beach-Ready? Ich habe längst aufgehört, am Sinn dieser Frage zu verzweifeln und mir stattdessen selbst eine Antwort geliefert: Mit einer guten Sonnencreme. Und einem Badeanzug, den ich mag. Fertig. Jetzt müssen wir nur noch damit anfangen, nicht nur nett zu anderen, sondern endlich auch zu uns selbst zu sein. Und immer weiter nach bunter Diversität schreien, damit pralle Melonen, winzige Kirschen und frische wie verrunzelte Äpfelchen endlich zu gleichen Teilen mit Liebe überhäuft werden: weiterlesen