Kategorie-Archiv: Buch

Bildband-Tipp //
„Snapshots of dangerous Women“

– 27.08.2015 um 12.52 – Buch

snapshots of dangerous women„When I’m good, I´m very good, but when I’m bad, I’m better.“ – Mae West 

Männer sind Männer rund Frauen sind Frauen, so war das damals, und damals ist noch gar nicht lange her. Trinken, rauchen, laut und frivol sein, hinter dem Lenkrad sitzen und vielleicht sogar rasen, Sport treiben, Haut zeigen, Abenteuer erleben und sich vergessen – die „dangerous women“ von früher mussten dafür mutig sein. Beim Betrachten der sorgsam kuratierten Fotografien, die zwischen den 30er und 60er Jahren aufgenommen und von dem New Yorker Kunstsammler Peter J. Cohen aus Flohmarktkisten dieser Welt gerettet wurden, ersäuft man entweder in Langweile, weil „alles schon gesehen“, oder aber man denkt sich fort, zum Beispiel ins Jahr 1922, als in der Zeitung noch Schlagzeilen wie a women is arrested for lighting a cigarette in the street zu lesen waren, man sucht nach den Geschichten hinter den Schnappschüssen und versinkt in Fragen, die größer sind als temporärer Leichtsinn. Und dann ist da noch Dankbarkeit. Dafür, dass es sie gab, die wilden Hilden und Dorothy Levitts dieser Welt, die lieber Hosen als Röcke trugen, an Autos schraubten, im Flugzeug den Atlantik überquerten und sich ihre Lippen als Zeichen der eigenen Emanzipation mit feuerroter Farbe bemalten. Manchmal hilft es, sich daran zu erinnern, dass Selbstverständlichkeiten irgendwann einmal Ausnahmen waren – um am Ende festzustellen, dass wir genau da weiter machen sollten, wo wir uns heute in wohliger Bequemlichkeit suhlen. „A dangerous woman doesn’t break the rules – she makes them.“ weiterlesen

INTERVIEW // Mirna Funk über ihr Buch
„Winternähe“ & modernen Antisemitismus

– 21.08.2015 um 9.48 – Buch

mirna funk winternaeheMirna Funk ist eine deutsche Jüdin, die 1981 in Ostberlin geboren wurde. Sie redet schnell und laut, aber nicht einfach so, sondern weil sie viel zu sagen hat. Nach ihrem Studium der Philosophie und Geschichte schreibt sie für zahlreiche Publikationen wie „Interview“, den „Freitag“ und das „ZEITmagazin“, über Feminismus, Mode und Antisemitismus – Mit Schubladen konnte Mirna noch nie viel anfangen. Im Sommer 2014 geht die Journalistin nach Tel Aviv, um von dort aus über ihr Leben im Ausnahmezustand zu berichten. Was vor knapp einem Jahr noch niemand wusste: Gleichzeitig arbeitet sie ganz still und heimlich an ihrem ersten Roman „Winternähe“, der gerade erschienen ist und prompt mir dem Uwe-Johnson-Förderpreis für das beste deutschsprachige Debüt der vergangenen zwei Jahre ausgezeichnet wurde.

Winternähe“ erzählt eine Geschichte zwischen Berlin und Tel Aviv, die Geschichte von Lola. Lola ist aber nicht Mirna, Mirna nicht Lola. Ein paar Gemeinsamkeiten gibt es trotzdem: Den von Fremden aufgemalten Hitlerbart zum Beispiel. Die Suche nach der eigenen Identität als Vaterjüdin, den Versuch, selbstbestimmt zu leben und die Fassungslosigkeit darüber, dass selbst Freunde sich zu antisemitischen Kommentaren in der leichtsinnigen Wonne der Social Media Welt hinreißen lassen. Ein bisschen soll „Winternähe“ auch Aufklärung sein, sprachlich schlau und provokant, eine Art Handbuch, das die Vielfalt der israelischen Gesellschaft aufzeigt und Wissen gegen gefährliche Vorurteile austauscht. Im Interview spricht Mirna Funk über die Angst der Deutschen vor dem Fremden, über die Liebe zu ihrem Mann, den sie als Tochter einer nicht-jüdischen Mutter in Israel nicht heiraten darf und die Zeit im Krieg. weiterlesen

Buch-Tipp // Miranda July
– „The First Bad Man“

– 12.08.2015 um 11.00 – Buch

the first bad man miranda julyIn meinem Wandschrank stehen zwei Bücher von Miranda July, „No one belongs here more than you„, eine Kurzgeschichtensammlung, und „Learning to love you more„, das im Grunde eine gebundene Zusammenfassung des gleichnamigen Kunstprojekts ist. Beide Werke haben mich fasziniert, keine Frage, aber keines hat mich um den Schlaf gebracht. Ähnlich erging es mir mit den beiden Langfilmen der in Los Angeles lebenden Allround-Künstlerin, weder „The Future“, noch „Me and you and everyone we know“ konnten mich, im Nachhinein betrachtet, so richtig mürbe machen, im positivsten aller Sinne natürlich, was nicht bedeutet, dass ich sie nicht mochte. Es ist nur ein bisschen so, als würden sämtliche Kritiker dieser Welt Miranda July bedingungslos auf Schritt und Tritt folgen, vielleicht weil sie selbst als Person so bunt und schön und bizarr ist, womöglich fehlte mir bisweilen aber auch einfach der Sinn für ihre filmischen und literarischen Ergüsse, gut möglich.

Etwas anders verhält es sich mit ihrem Debüt-Roman „The first bad man„, der jüngst im Englischen erschien. Seit drei Tagen gehe ich zu spät ins Bett, um doch noch eine Seite lesen zu können und noch eine und noch eine, bis die Augen brennen. weiterlesen

INTERVIEW // Mit Autorin Laurie Penny
“Beim Feminismus gehts nicht nur um Frauen!”

laurie penny feminismus“Beim Feminismus gehts nicht nur um Frauen!”

Die britische Autorin Laurie Penny hat mit ihrem neuen Buch Unsagbare Dinge einen inspirierenden und provokanten Leitfaden zum modernen Feminismus geschrieben. Wir haben uns mit der 28-Jährigen, die derzeit übrigens als eine der wichtigsten Feministinnen unserer Zeit gehandelt wird, über Aktivismus und Geschlechterrollen unterhalten – und darüber, wie sich Männer für den Feminismus engagieren können.

Laurie, unter jungen Frauen scheint es heute einen Backlash zu geben: Viele wollen jung heiraten, Kinder bekommen und zuhause bleiben anstatt Karriere zu machen. In deinem Buch beschreibst du diese Frauen als “50ies-Cupcake-Moms” – was ist falsch an dieser Entscheidung?

Es ist wichtig, einen Unterschied zu machen zwischen dem Kritisieren von Trends und dem Beleidgen von individuellen Personen. Es steht mir nicht zu, über das Leben von anderen Menschen zu urteilen – so lange sie mit ihren Entscheidungen ihre Mitmenschen nicht verletzen. Aber ich habe das Gefühl, dass die Entscheidung zwischen Job und Familie viele junge Frauen überfordert. Für viele ist das immer noch ein unmachbares Dilemma, es ist einfach zu ermüdend. Dazu kommt, dass die traditionelle “Arbeit der Frau” – also der Haushalt, die Kinderbetreuung, und so weiter – schon immer nicht genügend anerkannt und geschätzt wurde. Sie wird als einfach angesehen, nur weil sie von Frauen gemacht wird. Dabei ist das Arbeit, die für uns alle, für die Gesellschaft überlebenswichtig ist! Ich finde, Hausarbeit und Kinderbetreuung sollten im gleichen Mass geschätzt und vor allem bezahlt werden wie Erwerbsarbeit. Vielleicht würden sich dann mehr Männer überlegen, der Frau zuhause unter die Arme zu greifen. weiterlesen

TAGS:

Buch-Tipp //
„Das Ende von Eddy“ von Édouard Louis

– 23.04.2015 um 11.18 – box2 Buch

SAMSUNG CAMERA PICTURESIch weine selten, während ich lese. „Das Leben von Eddy“ hat mich oft weinen lassen, wegen der Zeilen, Zitate und dem Zittern in der geschriebenen Autoren-Stimme. Wegen der aufkommenden Wut auf die beschränkte Menschheit und auf sämtliche Protagonisten des Debüt-Romans dieses französischen Wunderkindes, das seine eigene Geschichte aufgeschrieben hat, um dem Leben von früher zu entkommen und in ein neues aufzubrechen. Um gehört zu werden, um anderen, die so sind wie er, Édouard Louis, Mut zu machen, vielleicht aber auch, um Exorzismus zu betreiben, um die bösen Geister der Vergangenheit los zu werden. Nicht jede Zeile sei autobiographisch, heißt es. Aber wahr genug, um nachzuhallen wie die Schreie seiner überforderten Mutter. Wie sein eigenes Wimmern, wenn der Bruder ihn wider und wieder tot schlagen wollte, wenn der autoritäre Vater nicht an sich halten konnte. Scheiße nochmal, wieso heult der immer, warum ist der so? Das soll ein Kerl sein? Ich habe ihn nicht erzogen wie ein Mädchen, verfluchte Scheiße. Reg dich ab, muss das sein, dieses tuntige Gefuchtel. 

Der hochbegabte Soziologiestudent schreibt darüber, wie man eine Kindheit in ärmlichen Verhältnissen, zwischen Rassismus, Missbrauch und Gewalt überlebt, wenn man schwul ist. weiterlesen

Lese-Tipps //
Konfetti im Kopf – Buchmessen-Schnipsel

– 19.03.2015 um 13.37 – box1 Buch

buch tipps muchmesse„Bei dem lieblosen Wort Buchmesse denkt man sofort an überfüllte Hallen, Gedrängel, Klugscheißer und stickige Luft. In Leipzig gab es davon am Wochenende zwar auch genug, aber inmitten all der Aufregung haben Wörter, Blicke und Gedanken von großen und kleinen Autoren es geschafft, dass es innendrin auf einmal ganz ruhig wurde. Mit der Zeit wurden dann die großen Fragen im Kopf mit Konfetti, und die Zweifel mit Beifall befeuert.“

Unsere Gast-Autorin Caroline Schmitt hat für uns mehr als nur eine Handvoll heißer Lese-Tipps auf Lager und nimmt uns mit in ihren Kopf: weiterlesen

Buchtipp // „Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher“ von Jule Müller

– 02.02.2015 um 10.00 – box1 Buch

jule mueller frueher war ich unentschlossen jetzt bin ich mir da nicht ehr so sicher

Jule Müller ist 32 Jahre jung, Head of Love der wunderbaren Plattform Im Gegenteil, wo sie munter Herzen in ganz Deutschland verkuppelt, genau deshalb wurde sie natürlich auch schon längst Teil unserer #Girlcrush Rubrik und jetzt auch noch das – ein Buch! 

„Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher“ – ein biografische Erzählung. Selbstironisch, konstant witzig, leicht dramatisch und vor allem eines: sehr persönlich.

weiterlesen

Tiny Jane //
Die Sache mit der Bratpfanne auf dem Kopf
und dem Laster im Hirn

– 16.01.2015 um 15.30 – Baby Jane Buch

tumblr_inline_mvlan4wJN81qm3zxkGestern Morgen bin ich mit einer Bratpfanne auf dem Kopf aufgewacht, im übertragenen Sinne natürlich, was das Ganze aber keineswegs besser macht. Normalerweise gibt man sich ja große Mühe, nach Außen stets frisch und dynamisch zu wirken, aber ich sag’s euch ganz ehrlich, manchmal, da ist nicht nur Holland in Not, sondern alles im Eimer, auch ich. „Du schaffst das alles so prima, die Arbeit, das Kind! Das ist der absolute Wahnsinn“, hallte es in meinem Kopf, bis irgendwann nur doch der „Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn“ übrig blieb.

Das werte Kind wollte stundenlang nämlich weder schlafen, noch kuscheln, noch spielen, noch Füßekitzeln, noch baden, sogar der Knisterapfel war plötzlich scheiße, genau wie Mami, jeder Aufmunterungs-Versuch meinerseits löste auf der anderen Seite wirklich und wahrhaftig nichts weiter als noch mehr Tränen aus. Irgendwann fragte ich mich ernsthaft, wer von uns beiden gerade eigentlich vom Teufel besessen war. Nach dem 30. „Gackgackgackgack“ aus meinem Mund entschied mich zwangsläufig für „beide“, alles andere wäre auch wirklich unfair gewesen, die Nase voll hatten wir nämlich auch beide. Von uns und dem Tag und diesem furchtbar anstrengenden Akt des Existierens. weiterlesen

BUCH / PETITION / STALKING //
Mary Scherpe: An jedem einzelnen Tag

– 08.12.2014 um 17.06 – box1 Buch Gesellschaft

mary scherpe

Mary Scherpe hat einen Stalker. Einen ziemlich Hartnäckigen, der sie tagtäglich penetriert, ihr Nachrichten schreibt und ihr dabei den Alltag zur Qual machen will – via Twitter, SMS und per Post. Während manch einer von uns am liebsten sofort abtauchen und sich vor der Belästigung verstecken würde, geht Mary nach reifer Überlegung einen anderen Weg, nachdem sie vergeblich an anderer Stelle Hilfe sucht: Sie macht ihre Geschichte öffentlich. Zuerst teilt sie auf ihrem Tumblr Eigentlich jeden Tag regelmäßig Neues von Mister X, updatet ihre Leser über aktuelle Sendungen und veröffentlicht unkommentiert die absurdesten Geschichten, die leider ihrer Realität entsprechen – bis, ja bis der Lübbe-Verlag auf ihre Stalking-Geschichte aufmerksam wird und Mary davon überzeugt, ihre Geschichte nieder zu schreiben: An jedem einzelnen Tag erzählt die persönliche Story der Stil in Berlin-Autorin und ihre Versuche, Support zu finden und den Stalker loszuwerden. Das Ergebnis trägt eine Botschaft: Sich Luft zu machen, Aufmerksamkeit zu schaffen, Stalking-Opfer endlich ernst zu nehmen und die Gesetzeslage endlich für ebenjene zu verbessern.

Seither ruft Mary auf, ihre Petition zur Änderung des Stalking-Paragrafen §238 vom Erfolgs- zum Eignungsdelikt zu unterzeichnen UND:  weiterlesen

Buchtipp //
Schmöker für verregnete Sofatage

– 19.11.2014 um 15.33 – Buch

DSC01169Schmuddelwetter ist Bücherwetter, da werdet ihr lieben Janes und Johns wohl alle mit mir d’accord gehen, non? Ein Wälzer in der Hand, der Kater auf dem Bauch und auf dem Stubentisch ein heißer Kakao. Genau so und nicht anders werde ich jedenfalls meinen Bücherherbst verbringen. Und weil es dann so schön muckelig ist, darf auch die Lektüre endlich mal wieder ein bisschen dicker und süffiger werden. Nicht, dass man etwa noch auf die blöde Idee kommen könnte, die warme Stube wieder zu verlassen!

Damit ihr euch gerade noch rechtzeitig vor der anstehenden Zitter- und Schlotterperiode mit Lesestoff eindecken könnt, habe ich für euch eine kleine, feine Wälzer-Auslese nach dem klickklack zusammengestellt. weiterlesen

Magazin-Tipp // „Das Buch als Magazin“ –
Oscar Wildes „Das Gespenst von Canterville“

– 13.11.2014 um 10.40 – box3 Buch Magazin

buch als magazinErst Kafkas „Die Verwandlung“, dann Büchners Woyzeck“, zuletzt Arthur Schnitzlers“Traumnovelle“ und jetzt eben Oscar Wildes „Das Gespenst von Canterville“ – Johanna Swistowski und Peter Wagner, die beiden Strippenzieher hinter der intelligentesten Magazinidee der vergangene Jahre, machen mit ihrem „Buch als Magazin“ seit inzwischen vier Ausgaben große Lust auf das Lesen waschechter Klassiker, sie verknüpfen Literatur mit Journalismus, das Früher mit dem Heute und beweisen obendrein, wie wunderbar monothematische Konzepte funktionieren können. Diesmal dreht sich alles, ihr ahnt es vielleicht, um Gespenster und alles, was da am Thema noch mit dran hängt. 

Nachdem sich die erste Hälfte des Magazins Wildes Originaltext widmet, tauchen wir schließlich ab in die Unsterblichkeit, wir fragen uns, weshalb manche Popstars ewig Leben, besuchen einen Heiler, der Angst vor Fröschen hat, dafür aber böse Geister namens „Dschinn“zu vertreiben in der Lage ist, wir lauschen dem dänischen Fotografen Jacob Holdt, der selbst nach etlichen Besuchen und Übernachtungen bei Ku Klux Klan Mitglieder noch behauptet, er kenne keinen schlechten Menschen, wir versinken in einem Essay über die Sehnsucht nach Leere im Kopf und bleiben am Ende mit einem ziemlich vollen Kopf zurück: weiterlesen

Buchtipp //
„The Bread Exchange“ von Malin Elmlid

– 30.10.2014 um 12.12 – box3 Buch Cooking Menschen

Bread Exchange

Malin liebt Brot. Und Malin liebt Tauschgeschäfte. Seit 5 Jahren backt sie die besten Sauerteigbrote, die ich je gegessen habe – allerdings nicht gegen Geld, sondern nur gegen Nettigkeiten. Was mit einem Konzertticket startete, löste schnell Sehnsüchte aus und die 34jährige Malin entdeckte den perfekten Ausgleich zu ihrem Job in der Modebranche. Wie macht sie das bloß? Diese Kohleschwarze, unfassbar leckere Hefeklötze zu backen, die ganz ohne Wurst und Käse auskommen und höchstens einen Anstrich Butter und Salz brauchen, um uns die bodenständigste Form der Geschmacksexplosion im Mund zu kredenzen? Normalerweise würde ich erst gar nicht den Anspruch hegen, ein Brot nach zu backen, geschweige denn so begeistert von Brot sein – Malin hat meine Meinung dazu allerdings geändert. Mit bloß einem Häppchen. 

Seit kurzem gibt’s die Antwort auf meine obige Frage: In ihrem Buch zu ihrer Bread-Exchange-Reise, indem sie uns nicht nur ihr Geheimnis um das beste Sourdough Bread verrät und mit weiteren Rezepten aufwartet, sondern uns ebenfalls mit in 12 bereiste Ländern nimmt und von ein Paar ihrer persönlichsten 1400 Tauschgeschäfte erzählt. Ein Herzprojekt, das mehr ist, als bloß ein Kochbuch, zum Nachdenken anstupst und auf eine ganz großartige Art und Weise Menschen zusammen bringt. Sharing is caring <3 weiterlesen

Buchtipp //
Dave Eggers – „Der Circle“

– 29.10.2014 um 10.10 – box2 Buch

Bildschirmfoto 2014-10-24 um 07.55.28

Wenn man sich zur Zeit durch die sozialen Medien scrollt, begegnet man früher oder später ziemlich sicher diesem knallorangen Wälzer mit dem silbernen Ornament auf dem Buchdeckel. „Der Circle“ von Dave Eggers tummelt sich auf sämtlichen Bestsellerlisten, seit er vor ein paar Wochen auf Deutsch erschienen ist – und was soll ich sagen? Ich hab mir den Wälzer innerhalb von 3 Tagen reingezogen. Und darum geht’s:

„Der Circle“ ist der Name des ziemlich hippen kalifornischen Unternehmens, das Google, Twitter und Konsorten geschluckt und sich durch die Abschaffung von Internetanonymität zum Big Player des WWWs gemausert hat. Das oberste Ziel des Gigantenunternehmens: Mithilfe der Verbreitung und Archivierung von möglichst viel Information und Wissen soll die Welt ein sicherer und moralischer Ort werden. Die 24-jährige Mae Brown kann ihr Glück also kaum fassen, als sie sich einen Job bei besagtem Traumarbeitgeber angelt, wo tägliche Partys mit hochkarätigen Stars an der Tagesordnung stehen, kostenlose Lunchs völlig selbstverständlich sind und eine freundschaftliche Atmosphäre unter den Arbeitskollegen („den Circlern“) groß geschrieben wird. Bis schließlich alles anders kommt. weiterlesen

Buchtipp // Lena Dunham –
„Not That Kind of Girl“

– 14.10.2014 um 10.46 – box1 Buch Feminismus

DSC01149

Bucherscheinungen fiebre ich manchmal so zappelig entgegen wie sich andere Menschen Geburtstage, Ferienanfänge oder Konzerttermine herbei wünschen. So hat mich der Erscheinungstermin von Lena Dunhams „Not That Kind of Girl“ stets hibbelig ungeduldig in die Hände klatschen lassen, bis ich vor einer Woche das Buch der Stunde endlich frisch gedruckt in meine Lesehöhle aka mein Bett schleppen durfte.

zitat eins

Der Wälzer der 28-jährigen New Yorkerin ist eine autobiografische Essaysammlung und fungiert als Ratgeber für junge Frauen. Er kann als feministisches Projekt betrachtet werden, mit dem Ziel Frauen zu mehr Selbstbewusstsein und Entschlossenheit zu verhelfen. weiterlesen

Videos des Tages #ASKLENA //
Q&A mit Lena Dunham „Not that kind of Girl“

– 26.09.2014 um 12.47 – box1 Buch Feminismus Film

lenadunham

No, I am not a sexpert, a psychologist, or a dietician. But I am a girl with a keen interest in having it all, and what follows are hopeful dispatches from the frontlines of that struggle. Am 30. September ist es endlich soweit: Dann endlich erscheint ›NOT THAT KIND OF GIRL‹ von Lena Dunham. Und mit einer einwöchigen Verspätung dann auch bei uns und auf deutsch. 

Um euch das Warten auf Lenas erstes Buch nun allerdings ein klein bisschen zu versüßen (okok, auch um die Werbetrommel noch ein bisschen in Gang zu setzen) wartet Miss Dunham ab sofort in ihrem Office auf uns und beantwortet Leserfragen – smart, mit Witz, selbstbewusst wie sie einfach ist und mit „limited knowledge from her terrible escapades.“ Auf ihrem eigens gelaunchten YouTube-Kanal gibt’s nun die volle Ladung Q&A – in 12 knackigen Kurzvideos. Und Infos zum Buch? Die haben wir selbstverständlich oben drauf gepackt. Von Lena Dunham höchstpersönlich, versteht sich. <3 weiterlesen