
Von Rainald Goetz hatte ich bisweilen nur “Rave” gelesen. Es geht um die Nacht, um Drogen, Musik und die ewige Sinnsuche. Klingt platt, ist es aber auf eine verstörende Art und Weise alles andere als das. Weiß der Teufel, weshalb ich mich daraufhin also nicht intensiver mit den literarischen Ergüssen des 1954 geborenen Wahlberliners beschäftigt habe. Schließlich schrieb der eigentlich studierte Mediziner, Theaterwissenschaftler und Geschichtler sein Werk “Irre” schon viel, viel früher, nämlich irgendwann in den 80ern.
Erst jetzt, sehr viele Jahre später, wurde ich durch eine ungeplante Ubahnfahrt auf sein offensichtlich grandioses Lektüre “Irre” aufmerksam. Mir gegenüber saß nämlich eine junge Dame, die eben jenes tiefblaue Taschenbuch in den Händen hielt. Den Urheber konnte ich allerdings beim besten Willen nicht ausfindig machen, ich Blindschleiche. Bloß die fetten Letter auf dem Buchrücken “DON’T CRY – WORK:” konnte ich entziffern und eben jene waren es auch, die mich in sekundenschnelle vom sofortigen Kauf überzeugten – ohne dass ich überhaupt geahnt hätte, dass es sich hier um den grandiosen Herrn Goetz handelt. Natürlich kann ich euch beim besten Willen nicht sagen, ob dieses Werk es wert ist, gelesen zu werden. Aber ich gehe schwer davon aus. Denn im Groben geht es laut Kurzbeschreibung um folgende Fragen: “Wie, bitteschön, geht das Leben? Muß man wirklich so zerrissen und zerfetzt sein?” Weiterlesen »
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Ein Name, den man sich einprägen kann, ein Magazin, das uns Fotos zwischen ganz natürlichem Ekel und Ironie kredenzt und zwei Autoren, die sichtlich Spaß an ihrer Arbeit haben. Das Printwerk aus dem Hause Maurizio Cattelan und Fotograf Pierpaolo Ferrari ist sicherlich keine bahnbrechende Neuerfindung – es lädt aber einmal mehr zum Schmunzeln ein. Nach PERMANENT FOOD und CHARLEY geht’s in dem neuen Magazin um ein Zusammenspiel aus Ironie und surrealistischer Welt, ein bisschen Sex und einer guten Portion Ekel, um ästhetische Fotografien, Modeaccessoires, Perfektion und Originalität. Was das Toilet Paper darüber hinaus ausmacht? Die Bilder im Magazin brauchen keine Erklärung, denn ihre Sprache sagt viel mehr aus als aneinander gepappte Buchstaben und lassen uns obendrein noch die Freiheit, ganz eigene Interpretationswege zu gehen.
Fotograf Ferrari weiß einfach, warum man ihn bereits bei der L’Uomo Vogue schätzte und kann sich im neuen Mag vollends entfalten. Der Launch des Magazins wird derzeit in Europa an den verschiedensten Stationen zelebriert und auch vor zwei Wochen hieß es bei uns in Berlin: Willkommen zum Disaronno x Toilet Paper Launch! Weiterlesen »
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Dass dieser Henrik Vibskov ein kleines Allround-Talent ist, müssen wir euch nicht mehr erzählen. Der 40jährige Däne gründete nicht nur vor 10 Jahren sein äußerst erfolgreiches Modelabel, präsentiert seine Kreationen auf der Paris Fashion Week und während der Kopenhagener Modewoche, schenkt Düften seinen Namen, trommelt unter für diverse Bands und präsentiert seine Kunstwerke derzeit in der Kölner Ruttowski;68 Galerie, sondern kann sich auch jüngst den Titel “Buchautor” auf die Fahnen schreiben.
Anlässlich seines neuesten Streichs schauten wir also am Samstag einmal im Gestalten Space nach und lauschten dem Kreativling, der gewohnt sympathisch über seine mitgebrachte Performance plauderte und uns selbstverständlich sein Buch ans Herz legte: Weiterlesen »
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Zwar sind wir in fremden Städten ohne Reiseführer oft mehr als verloren, einen wirklichen Einblick bekommen wir in das urbane Treiben allerdings eher selten. Meist werden wir von Touristenattraktionen zu überfüllten Pilgerstätten geführt und laufen den lauernden Fallen nur so in die Arme. Denn die kleinen Bücher im Taschenformat brauchen einfach zu lang, um von der Insider-Recherche über den Druck den Weg in die Buchhandlungen zu finden und immer noch voll und ganz “up-to-date” zu sein. Immerhin wollen sie uns ja auch ein breites Feld anbieten und von den besten Restaurants, über die schönsten Sehenswürdigkeiten bis hin zu den angesagtesten Bars, die bislang “unerforschteren” Tipps kredenzen.
Dass das gar nicht so einfach ist und wir Reisewütigen uns gern auf individuell zugeschnittene Tipps konzentrieren wollen, hat auch Smart verstanden und bringt in Zusammenarbeit mit LeCool den ersten Stadtführer heraus, der ausschließlich auf nachhaltige Konzepte und Projekte aufmerksam macht – A Smart Guide to Utopia: für ganz Europa, für unsere Lieblingsstädte. Vom Pop Up Restaurant, über die schönsten Gärten bis zum nachhaltigen Design – 111 Projekte warten darauf, von euch entdeckt zu werden. Weiterlesen »
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Ich weiß überhaupt nicht mehr, wie oft ich mich der folgenden Diskussionen schon stellen musste: Ist Mode ein ernstzunehmendes kulturelles Phänomen, beeinflusst Mode die Kunst und Kunst die Mode? Leistet Mode selbst vielleicht sogar selbst einen künstlerischen Beitrag, ist sie selbst Kunst? Und dürfen wie sie nun endlich ernst nehmen? Ja, ja und nochmals ja. Ich danke der Zeit sehr dafür, dass mir an dieser Stelle das Fusselig-Reden meines Mundes erspart bleibt und ich all jenen modefeindlichen (aber sehr geliebten) Sturköpfen im meinem näheren Umfeld demnächst schlichtweg den passenden Artikel zum Thema zustecken kann: “Das visionäre Paar” nämlich, ein Text über den “Flirt von Kunst und Mode”. Allen Zweifeln wird in unprätentiösen Worten der Garaus gemacht und das, was wichtig ist auf den Punkt gebracht: Mode beinhaltet viel, viel mehr als das stupide Diskutieren über die Trendfähigkeit von V-Ausschnitten, Neonfarben und Ugg Boots.
Wir erfahren zum Beispiel, dass die Liebesbeziehung zwischen den vielleicht schönsten künstlerischen Disziplinen aller Zeiten schon vor etwa hundert Jahren ihren Lauf nahm, dass die große Elsa Schiaparelli gemeinsam mit dem Surrealisten Salvador Dalí an einem Anzug mit lippenförmigen Taschen arbeitete, dass Andy Warhols berühmte Dosensuppendrucke irgendwann ihren Weg in die Kleiderwelt fanden, dass die Grenzen zwischen den Genres immer und immer mehr verschwimmen. Kollaborationen unterschiedlichster Kreativschaffender wachsen und gedeihen seit jeher, Zusammenarbeiten zwischen Modehäusern und dem Künstlern wie Olafur Eliasson, zwischen Designern, Architekten und Grafikdesignern. Weiterlesen »
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Lange Zeit hatte ich keine Antwort auf die Frage “Wer ist eigentlich deine Lieblingsbloggerin?”. Und “Schmuck” war bis vor kurzem auch eher ein sehr stiefmütterlich behandeltes Thema in meinem Minikosmos. Zeiten änder sich und so kann ich inzwischen doch von mir behaupten, ein klein bisschen mehr Durchblick zu haben. Hasst mich dafür, aber ich kriege nicht genug von Leandra, der Ulknudel hinter “The Man Repeller“. Und seit ich dieses lässige Outfit mit schlichtem Shirt und großzügiger Stetementkette an ihr entdeckte, träume ich durchaus auch von einem ähnlich gigantischem Klunker am Hals. Verantwortlich für das prachtvolle Schmuckstück sind die beiden Schwestern Danni & Jo, zusammen genommen Dannijo, die mit ihren Kreationen nicht nur uns, sondern außerdem der halben Glamourwelt den Kopf verdrehen.
Ich kann also quasi gar nicht anders, als schwer neugierig auf das zu sein, was uns morgen erwartet: Dannijo und Leandra machen gemeinsame Sache, der Teaser dazu lässt ahnen, dass das Ganze eventuell ziemlich gut werden könnte. “Eye Spies” kommen demnach auf uns zu, was so viel bedeutet wie: Viele große Augen, die künftig an vielen Füßen, Armen und Hälsen baumeln werden. Im gleichen Zuge komme ich nicht umher, euch den Tipp der bezaubernden Bloggerinnen von Très Plus Cool weiterzuleiten: Der Gestalten Verlag hält nämlich “A Girl’s Best Friend – Creative Jewelery Design” für euch bereit. Weiterlesen »
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Ich glaube, alle Worte des Lobes an die grandiosen Macher des Fräulein Magazins sind an dieser Stelle quasi überflüssig – so oft schon haben wir euch an unserer aufrichtigen Liebe zum Magazin der etwas intelligenteren Art teilhaben lassen. Und daran hat sich auch mit dieser Ausgabe nichts geändert. Bloß das Fräulein selbst scheint sich ein klein bisschen weiterentwickelt zu haben.
In die Riege der Cover-Power-Ladies wie Charlotte Gainsbourg oder Miranda July reiht sich diesmal Star-Architektin Sophie Hicks ein, als Anti-Fräulein wurde diesmal Nervensäge Naomi Campbell gekürt. Während die Bestseller-Autorin Judith Rotem sich nach 20 Ehejahren und einer Trennung sicher ist, dass Männer schwach sind, hätte Redakteurin Doris Hardt dem perfekten Penis von Schauspieler Michael Fassbender gerne einen Oscar verliehen. Außerdem stolpern wir über eine Hommage an unsere schnieken Hintern, wir dürfen ein Schnittmuster von Ulknudel Henry Holland zum Schneidern benutzen und uns lauter schöne Dinge aus den Bereichen Mode, Kunst, Kultur und Fotografie ansehen. Santigold plaudert über globale Katastrophen und Beth Jeans Houghton kennt anscheinende Menschen, die beim Anhören von Beethovens Musik Schlagsahne schmecken können.
Die erste Regel im Umgang mit dem Fräulein Magazin lautet: Nicht nur gucken, auch lesen. Denn in diesem Magazin verbergen sich weitaus mehr Skurrilitäten als man zu vermuten wagt. Eines ist uns aber doch schon beim schnellen Durchblättern aufgefallen: Das Fräulein wird mehr und mehr zur Madame – allerdings zu einer, die es faustdick hinter den Ohren hat. Weiterlesen »
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So richtig können wir uns ja gar nicht vorstellen, dass die Niederlande bislang keine eigene “Fashion Bible” beherbergten, und es schlicht und ergreifend bislang keine eigene Vogue-Ausgabe im Land gab. Nicht, dass wir zu der Zielgruppe gehören würden, die schon ganz aufgeregt vor der neuesten Erscheinung des seitenstarken Magazins zappelt, aber irgendwie gehört die Vogue ja schon zum guten Modeton eines Landes, oder ist das längst überholt?
Seit gestern Abend dürfen sich die Niederländer nun endlich über ihre eigene Ausgabe freuen und gleich drei nationale Modelstars zieren das allererste Cover in sommertauglichen Roben: Romee Strijd, Josefien Rodermans und Ymre Stiekema. Damit darf sich Condé Nast International über das 19. Baby der Familie freuen und versucht fortan die niederländische Luxus- und Modeelite monatlich mit Trends, News und hübschen Editorials zu verzaubern. Wir sagen an dieser Stelle: Welkom, Vogue Nederland und freuen uns ab sofort auf inspirierende Bilder! Der Online-Auftritt ist natürlich ebenso an den Start gegangen und mit Google-Translate klappt die Übersetzung auch ganz ordentlich. Schon reingeschaut? Weiterlesen »
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Polaroids © COACD
Sie gelten als die schönsten Frauen der Welt, laufen für die namenhaftesten Designer auf den Fashion Week und zieren die Cover unserer liebsten Magazine: Topmodels aus der ganzen Welt. Von ihrem Karrierestart erfahren wir meist nichts außer wohl klingenden Bilderbuchgeschichten, die uns glauben lassen, Trendscouts hätten die jungen Hüpfer in irgendwelchen Cafés entdeckt und der Siegeszug hätte fortan kein Ende genommen. Wie eine Mirranda Kerr allerdings wirklich zum gefeierten Star wurde, wie Abbey Lee Kersha die Modelagentur COACD um den Finger wickelte oder aber was man von Rosie Huntington Whiteley dachte, als sie zu ihrem ersten Casting kam, erfahren wir seit dem 8. Februar in Douglas Perrett’s limitiertem Buch “Wild Things“.
Ungeschminkte Mädels auf Polaroid-Fotos, die dem ein oder anderen heutzutage durchaus bekannt sein dürften und auf Namen hören wie Chanel Iman, Arizona Muse oder eben wie gesagt, Mme Kerr. Ungeschminkte Tatsachen, die uns doch irgendwie wieder einmal glücklich stimmen und die großen Namen von heute so fein in unseren Augen erden lassen. Weiterlesen »
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Saskia de Brauw fotografiert von Karl Lagerfeld.
Über dem Traditionshaus Chanel liegt dieser magische Schleier, der uns dieses berühmt berüchtigte Whaow immer wieder entlockt. Eine Erfolgsgeschichte einer jungen Frau namens Coco Chanel, deren Klasse und Mythos noch heute in allen Chanel Kollektionen lebt – weiterhin umgesetzt und stetig ikonisiert seit den 80ern von Karl Lagerfeld.
Für sein neuestes Tribut an die Grand Dame fotografierte Lagerfeld mehr als 100 Persönlichkeiten in Coco’s legendärer schwarzen Jacke, die bereits in den 50er Jahren zu einem Must have avancierte. Karl interpretierte sie stets ein bisschen neu – aber immer unter der Prämisse, sie in ihrem Sinne zu designen und den Zauber so weiter am Leben zu halten. In seiner neuesten Hommage also, steht das Jäckchen ganz im Vordergrund der Aufnahmen – hängt mal lässig über Vanessa Paradis‘ Schulter oder wird von Sarah Jessica Parker als lässiger Kopfschmuck ausgeführt. Weiterlesen »
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