Kategorie-Archiv: Diary

Slow Sunday // Alltag entschleunigen mit Bullet Journaling

09.04.2017 um 9.33 – Buch Diary Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Bullet Journaling

Was ich in meinem Leben möchte sind Kreativität, Ordnung, Struktur, einen Terminkalender (am liebsten digital) und ein Sketch/Notizbuch für all das Schöne, die mir so über den Weg laufen. Was ich nicht möchte sind 10 verschiedene Kalender, Bücher oder Notizzettel und Ordnungsstress.

Man kombiniere, schüttele kräftig und erhält: Die Methode des Bullet Journaling mit so vielen wahnsinnig tollen Variationen, dass unbedingt sehr viele Menschen davon erfahren müssen. Zwar befinde ich mich noch in der ganz eigenen Bullet Planungsphase, dachte aber, dass es ja nicht schaden kann, wenn ich euch und mir schon mal die schönsten Inspirationen zusammenstelle. Plus: Ich beantworte die drei häufigsten Fragen zu Bulleting weiterlesen

TINY DIARY // Zurückspulen, bitte! Das erste Jahr als Mama

28.10.2016 um 13.05 – Diary Tiny Jane

Ein einziger Mann* hat mir in meiner Schwangerschaft prophezeit, dass alles immer nur noch schöner wird. Dass diese kleinen Menschen, die von heute auf morgen einfach da sind, zwar alles auf den Kopf stellen werden, aber jeder Tag eben besser wird. Erst können sie gar nichts, dann schlafen sie nur und langsam aber sicher formen sie sich zu ganz eigenen Charakteren. Ich fand diese Worte so schön und so einprägsam, weil ich fast ausschließlich von „Schlaf vor, es wird so anstrengend“, „Warte mal ab, du schaffst gar nichts mehr“ und „Genieß die Zeit alleine noch“ umgeben war.

Längst wollte ich euch ein Update geben, ein Update über das Leben mit Kind, über das erste Jahr, über Donnerwetter-Tage und Sonnenschein-Momente – aber der Alltag und die Arbeit für Jane Wayne kamen mir einfach dazwischen. Wenn man schwanger ist, hat man eine ungefähre Vorstellungen, wie das Leben mit Kind sein könnte. Oder man hat gar keine. In der Schwangerschaft zählte ich mich immer zur ersteren Riege, immerhin bekam ich bei Nike alles hautnah mit, bei meiner Schwester auch und an die Säuglingszeit meiner jüngsten Schwester meine ich mich auch in etwa noch zu erinnern. Ich dachte, ich wüsste, wie es wäre, demnächst mit Kind durch die Welt zu wuseln. Aber im Grunde genommen hatte ich keine Ahnung. Wie auch? Schließlich ist jedes Kind anders, jedes Paar völlig unterschiedlich und jede Lebensrealität sowieso. Wie sich das neue Leben also wirklich anfühlen wird, kann niemand vorher sagen. Man kann wohl nur versuchen, es zu ungefähr zu skizzieren. Bloß hilft der positive Blick in die Zukunft uns wohl eher, als nett gemeinte, wappnende Ratschläge. Und so war’s also bei mir: weiterlesen

TAGS:

,

20 MONATE MAMA SEIN – EIN UPDATE // „Man muss stark sein, um andere stark zu machen“

08.07.2016 um 10.54 – Allgemein Diary

Ich saß im zwei Quadratmeter engen Badezimmer meiner ersten eigenen Wohnung, als der Schwangerschaftstest zwei pinke Streifen anzeigte und ich nicht verstand, was das eigentlich zu bedeuten hatte. Mutter werden. Ich war ja noch nie eine. Ein paar Minuten lang starrte ich einfach nur durch die Gegend, ich überlegte ob Edmund ein schöner Name sei, so hieß mein Lieblingsopa, aber dann kam mir ein anderer Träger dieses Namens in den Sinn. Als nächstes nahm ich beide Beine und mein Handy in die Hand, um einen zweiten Test zu kaufen und meiner besten Freundin ebenso wie dem werdenden Papa wortlos ein Bild der Neuigkeit zu senden, mir hatte es ja die Sprache verschlagen. Ich schwang mich aufs Rad und änderte den Plan. Alkoholfreier Prosecco statt Apotheke. Um elf Uhr in der Früh stand ein Glas mit güldener Cocktailpalme vor mir als ich keinen blassen Schimmer davon hatte, wie sehr man einen Menschen, und noch dazu einen so winzig kleinen, lieben, wie tapfer und stark, wie müde und glücklich und verrückt zugleich man sein kann. weiterlesen

TAGS:

Three is a magic number – Wie schaffst Du das, Jule?

27.01.2016 um 11.05 – Allgemein Diary

„A. hat seit drei Tagen Fieber und was weiß ich nicht noch alles,“ simste mir neulich eine Freundin, die mit kotzendem Kind versuchte, den Alltag zu wuppen. Wir tippten also ein bisschen hin und her, bis es schließlich aus ihr heraus brach: „Ich frage mich wie zum Henker ihr das mit DREI Kindern macht. Bei euch ist doch sicher immer mindestens einer krank …! Ich meine, verlässt du überhaupt noch die Wohnung?“ Da war ich plötzlich ganz still, ich musste nämlich wirklich überlegen, wie wir das alles eigentlich schaffen. Dass beide Elternteile nicht wenig arbeiten zum Beispiel, dass wir weder Großeltern in der Nähe, noch einen Babysitter haben, und dann ist da noch diese Masse an täglichen Aufgaben, die immer wieder aufs Neue verteilt werden müssen. Wer holt die Kinder, wer füllt den Kühlschrank und so weiter und so fort. Im Grunde ist nichts davon nicht schaffbar, wir schlagen uns sogar ganz gut – aber eben nur so lange nichts Unerwartetes passiert. Und genau hier wären wir dann auch schon wieder beim kotzenden Kind angelangt, dem womöglich unvorhersehbarsten und ärgsten Feind längst geschmiedeter Pläne. Mein Leben besteht jetzt also daraus,  selbige in in großer Regelmäßigkeit über den Haufen zu werfen.  weiterlesen

TINY DIARY // Die ersten 6 Wochen als Mama

03.11.2015 um 10.09 – Allgemein Diary

Ich weiß gar nicht genau, wann ich mir in den vergangenen Wochen überhaupt einmal die Zeit dazu genommen habe, über mein neues Leben nachzudenken: So verrückt schnell ist die Zeit seit Wilmas Geburtstag gerast, so unwirklich ist der gegenwärtige Ist-Zustand und so absurd die Tatsache, dass ich wirklich eine kleine Tochter habe. Eine, die mir und ihrem Papa manchmal den letzten Nerv raubt, die so zuckersüß lächelt, dass ich sie pausenlos abknutschen könnte. Eine, die wie viele andere ganz schön mit ihrem Magen-Darm-Trakt zu kämpfen hat, Liebe unendlich aufsaugt und gerade dummerweise bloß bei Mama wirklich zur Ruhe kommt. Eine, die vom Schlafen tagsüber gar nicht so viel hält und auch abends über ihre 3,5 Stunden nicht hinauskommt. Eine, die mich seit sechs Wochen Tag und Nacht begleitet – und ohne die ich mir mein Leben gar nicht mehr vorstellen kann – und mag. Aus einer kleinen, zarten Maus, ist eine kräftige Nudel geworden. Aus ihrer vorsichtigen Mami, ein routinierterer Duracellhase – und ich weiß wirklich nicht, wann das passiert ist.

Wenn man schwanger ist, sprechen alle von der größten Veränderung im eigenen Leben, von schlaflosen Nächten und „Du kommst zu gar nichts mehr“-Prophezeiungen. Stimmt gar nicht, kann ich euch sagen. Alles ist natürlich manchmal anders, manchmal aber eben auch nicht. Vergessen ist Gold wert, die eigene Schmerzgrenze noch viel weiter weg als gedacht und jedes Minilächeln in diesem Minigesicht wird zur größten Trophäe des Tages. weiterlesen

TAGS:

Tiny Jane // Meet Wilma Filippa

08.10.2015 um 9.07 – Allgemein Diary

Und plötzlich ändert sich die eigene Welt komplett und es ist so, als wäre es niemals anders gewesen: Mit 12 Tagen Verspätung mopste die kleine Dame ganz unverschämt Lios Bestimmertag und kam 5 Minuten nach Mitternacht am 23. September in Kreuzberg zur Welt. Und was soll ich sagen? Es ist verrückt. Verrückt normal, verrückt schön, verrückt nervenzehrend, verrückt neu, verrückt voller Liebe im Gepäck und verrückt absurd zugleich.

Die Geburt selbst verlief zwar natürlich, ohne Wilmas Papa und die unfassbar großartige Hebamme Ilona an meiner Seite hätte ich wohl irgendwann resigniert und klein bei gegeben. Ich sag euch was: Die Sache mit den Wehen ist ’ne ganz schöne Nummer. Aber keine Sorge: Ich erspare euch alle weiteren Details und vergieße einfach weiter ein paar Tränchen. Seither tanzen meine Hormone mir nämlich noch mehr als schon in der Schwangerschaft auf dem Kopf rum: Weinattacken hier, Überforderung dort, Glücksmomente überall und kleine Erfolge als Sidekicks zwischendurch. Diese kleine rotbraune Murmel stellt alles auf den Kopf: 3640g schwer und 53cm groß. Ich bin schwer verknallt in dich, du kleine Nudel. weiterlesen

Tiny Diary // Woche 40 – Update: Trübsal adé

09.09.2015 um 11.10 – Allgemein Diary

Es ist schon ein wenig absurd, auf welch kurioser Achterbahnfahrt sich solch ein Körper während der Schwangerschaft befindet: Gestern durchläuft man noch die allergrößten Katastrophen, jammert ununterbrochen vor lauter Wehwechen und will einfach nicht mehr, während heute alles halb so schlimm ist, Bäume ausgerissen werden könnte und der dicke Bauch glatt in Vergessenheit gerät. Der weibliche Körper ist ein Mysterium für sich – das wissen wohl auch alle anderen von euch, die noch keine Schwangerschaft durchlebt haben. Einziger Unterschied:

Der Hormoncocktail scheint in meinen letzten 10 Monaten eben ganz besonders stark gemischt worden zu sein. Von grundlosem Weinen, kleinen Wutanfällen dem Partner gegenüber, Schlafanfällen, Haaren im Hals und schönstem Sonnenschein: Noch nie hat mich mein Gemüt so in Beschlag genommen wie jetzt. Und das Absurdeste: Schwangerschaftswoche 40 ist fast zu Ende und die Laune steigt auf ihren Höchststand. Mit den Wehwehchen habe ich mich arrangiert, mit der Pünktlichkeit meiner Tochter ebenso und das herbstliche Wetter da draußen sorgt für einen Boost, an den ich schon gar nicht mehr geglaubt habe.  weiterlesen

DiY & Diary // Schultütentage: Der erste Schultag…

04.09.2015 um 12.29 – Allgemein Diary DIY

…rückt in den größten Schuhen, die man sich vorstellen kann, näher – und mit ihm die Anspannung in der ganzen Familie. So richtig ausflippen mag hier keiner so recht – das kommende Schulkind weint oft, vermisst seinen geliebten Kinderladen, seine Erzieherinn, seine Freunde, den vertrauten Alltag. Und die kleinen Brüder wundern sich, warum sie schon wieder „arbeiten“ gehen müssen, während der große Bruder wie ein Pubertist bis zehn Uhr im Bett liegen bleibt und nur selten verschlafen am gemeinsamen Frühstückstisch erscheint.  weiterlesen

TAGS:

,

Tiny Diary // Woche 39 – und in akuter Jammerstimmung

27.08.2015 um 11.55 – Allgemein Diary Kolumne

Es gibt sie, diese Tage, an denen alles zusammen kommt – und jedes noch so kleine bisschen on top für einen innerlichen Vulkanausbruch sorgt. Und was soll ich sagen: In meiner Schwangerschaft gibt es diese Tage scheinbar noch ein kleines bisschen häufiger.

Ich habe mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht, wie es wohl sein wird, schwanger zu sein. Habe bloß an Umstandsmode gedacht und daran, dass ich sowas eh nie brauche. Pustekuchen. Brauche ich doch. Zumindest ein bisschen. Aber dass mich kleine Wehwehchen treffen könnten, kleine Banalitäten, die den Alltag so mühselig machen – ich wäre im Leben nicht darauf gekommen. Schließlich bin ich doch so eine Knallharte. weiterlesen

Diary // 10 Monate Mama – ein Update

11.08.2015 um 12.21 – Allgemein Diary Kolumne

„Gar nichts wird sich ändern, wenn wir groß sind“, habe ich damals behauptet, als ich den rosafarbenen Streifen auf dem Schwangerschaftstest vom Drogeriemarkt in den Händen hielt und dabei fast vom Toilettendeckel knallte, wäre mein Single-Badezimmer, in das gerade erst die Zahnbürste meines Freundes eingezogen war, nicht sowieso nur etwa eineinhalb Meter breit gewesen, ich sackte also bloß gegen die kühle Wand, an der eine Postkarte mit der Aufschrift „Stay young“ klebte. „Nein, gar nichts wird sich ändern“, flüsterte ich auch noch beim zweiten Test aus der Apotheke, den ich mir immer wieder ansehen musste, nachdem ich zum zehnten Mal den Beipackzettel gelesen hatte. Acht Monate später ein Dejavue wie ein Donnerwetter. In Raketengeschwindigkeit sollte ich mich plötzlich ausziehen und auf den Op-Tisch klettern, Not-Kaiserschnitt mitten im Dämmerzustand, kurz dachte ich darüber nach, ob das da neben mir wirklich noch die Hebamme oder schon ein Engel sei, bis ich kurz vor der Vollnarkose noch ein Kopfschütteln über mich brachte und „Gerade habt ihr noch gesagt, ich hätte ein Magengeschwür und jetzt soll ich schon Mutter werden“ Richtung Chefarzt jammerte. weiterlesen

Tiny Jane Diary // 5 long Weeks to go.

02.08.2015 um 11.14 – Allgemein Diary Kolumne

Dass ich in wenigen Wochen die Arbeit und das Mamasein parallel wuppen werde, ist mindestens so absurd, wie mein Umzug vor fünf Jahren nach Berlin. Da hilft auch keine wochenlange Vorbereitung aka 40 Wochen Schwangerschaft. Irgendwie stolpere ich in diese Art von Komplett-Veränderungen jedes Mal einfach so rein, statt sie wirklich und bei klarem Bewusstsein zu fokussieren. Mal entstehen sie aus Schnapsideen, dann wieder ist man sich dem Ernst der Lage gar nicht wirklich bewusst. Es gibt sie, die super geplanten Alleskönner, diejenigen, die 180 Grad Drehungen ganz straff einläuten – ich allerdings zähle mich keinesfalls dazu. Und liebe es mittlerweile umso mehr. Was morgen passiert? Wer weiß das schon. Das was passiert, ist dafür umso sicherer. Veränderungen sind großartig – und die kommende wird alles Vorangegangene mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit toppen. weiterlesen