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“Comme des Fuckdown” – Kaufen oder sein lassen?

14.05.2012, 12.15 von

comme des fuckdown2 Comme des Fuckdown   Kaufen oder sein lassen?

Was wohl Rei Kawakubo, die mittlerweile über 70-jährige Designerin hinter unserem japanischen Lieblingsrand Comme des Garçons von diesen Kreationen dort oben hält? Die Abwandlung ihres Brandnamens zum Zwecke der Popularitätssteigerung des in New York und L.A lebenden Ukrainers Russ Karablin ist schließlich geradezu offensichtlich – da hilft es auch nicht, dass der Shop-Besitzer vornehmlich seine eigene Marke SSUR vertreibt, die sich auch ohne den “Comme des Fuckdown” Schriftzug großer Beliebtheit erfreut. Wir glauben allerdings trotzdem, dass selbst Miss Kawakubo mit genügend Humor gesegnet ist, die Shirts, Sweater und Caps mit einem kleinen Augenzwinkern zu betrachten – denn genau dieses Augenzwinkern ist außerdem Schuld daran, dass wir ein klein wenig angetan sind von der kleinen Commes des Garçonnes-Hommage (Danke übrigens, Dandy Diary für’s Nochmal-Dran-Erinnern). An den gerade schwer beliebten ”Céline me alone” oder “Marant me alone” Shirts stört sich schließlich auch niemand.

Und trotzdem zweifeln wir noch ein klein wenig. Comme des Garçonnes vs. Comme des Fuckdown, Original vs. Abwandlung? Sollte letztere wirklich in unseren Einkaufskorb wandern? Weiterlesen »


Zwei Mal die gleiche Frage: Kaufen oder sein lassen?

09.05.2012, 12.30 von

chloe sevigny Zwei Mal die gleiche Frage: Kaufen oder sein lassen?

Dass ich seit Frühlingsbeginn endlich wieder mit dem Rad unterwegs bin, ist zwar einerseits gesund für Körper und Geist, andererseits aber auch ganz schön gefährlich für’s Portemonnaie. Als Königin des Verfahrens schlängle ich mich gerade nämlich auffällig häufig durch kleine Straßen, auf denen leider die schönsten Shops zu finden sind. Und so kam es, dass ich es vergangene Woche wirklich nicht Heim geschafft habe, ohne doch einen kurzen Zwischenstopp im Wood Wood Store einzulegen.

Spontankäufe enden bei mir allerdings meist im kopflos-sinnlosen Geldverprassen, weil das auserkorene Stück am nächsten Tag doch nicht 100% gefallen mag. In weiser Voraussicht und mit den Worten meiner Frau Mama im Ohr, nämlich “da muss ich nochmal drüber schlafen“, gelobte ich also Besserung und entscheid mich vorerst für kein einziges Teil. Ein paar Tage später, also heute, frage ich mich tatsächlich: Würde mich der Woodwood Overall mit Pfirsich-Farbverlauf wirklich so glücklich machen? Für den Moment war ich nämlich ganz angetan, aber auf dem Bild betrachtet geraten meine Gefühle ins Schlingern. Und dann zum Pulli: Das Ergebnis der Vision Street Wear x Chloe Sevigny x Opening Ceremony Kollaboration (hierzwingt meine Moral in die Knie, denn 1.: Es ist Frühling und dafür brauche ich wirklich kein Sweatshirt. 2. Er ist natürlich kein Schnäppchen. Aber dann ist da ja noch die Seele, die ab und an mal balsamiert werden will. Und so ein Rumlunger-Pulli würde mich schon arg heiter stimmen. Hilfe. 


Klassiker in Schwarz – Lohnt sich langes sparen oder sind sie einfach überbewertet?

07.05.2012, 17.22 von

classic bags Klassiker in Schwarz   Lohnt sich langes sparen oder sind sie einfach überbewertet?

Es gibt eine Hand voll Klassiker, dich ich irgendwann einmal mein Eigen nenne möchte. Kleine, viel zu überteuerte Marken-Lieblinge, die seit Jahrzehnten durch die Modesphäre geistern und ihr Unwesen treiben. Auf Wartelisten machen sie es sich bequem und sind so überdurchschnittlich kostspielig, dass der Erwerb in die weite Ferne rückt. Ein Erbstück von Omi, ein wunderbarer Flohmarktfund oder vielleicht sogar mal ein Ebay-Schnäppchen würden mir da deutlich weiterhelfen, doch leider konnte ich weder in diversen Kleiderschränken fündig werden, noch traue ich kleinen Bildchen beim Auktionshaus ob ihrer Originalität. Heißt es am Ende also doch, ein bisschen mehr sparen, um sich irgendwann einmal das Objekt der Begierde leisten zu können?

In diesem kleinen Klassiker-Spezial geht’s mir persönlich um die allseits beliebte 2.55 aus dem Hause Chanel. Das kleine Schätzchen, das seit dem Februar 1955 eine Erfolgsgeschichte schreibt. Eine kleine Flap Bag aus schwarzem Leder, gestepptem Muster und Kettenriemen, die mein Herz höher schlagen würde. Ein Klassiker eben, genauso wie es sie in den Häusern Céline, Hermès, Proenza Schouler oder Mulberry gibt. Aber was sagt ihr? Sparen für eine trendunabhängige Liaison oder sich doch lieber kostengünstigen und modernen Begleitern widmen? Weiterlesen »


Im Vergleich: Gina Tricot vs. Acne Rock – einer von beiden ist in meinem Schrank gelandet.

18.04.2012, 11.49 von
Gina Tricot vs Acne Im Vergleich: Gina Tricot vs. Acne Rock   einer von beiden ist in meinem Schrank gelandet. Bilder: Jane Wayne, myfashioninspiration, blameitonfashion.

… und eigentlich ist auch nur sehr unschwer zu erkennen, welcher von beiden: Die preiswerte Version von Gina Tricot nämlich, gegen die ich für ungefähr 35 € wirklich nichts einzuwenden hatte. Nun gibt es ja die ein oder andere Stimme, die sich konsequent gegen günstigere Adaptionen der teuren Designerstücke wehrt. Aber ganz ehrlich: Mit dem Zerschleißen eines Jeansrocks bis zum geht nicht mehr wurde das Rad in diesem Fall wohl wirklich nicht neu erfunden -selbst wenn Acne dafür verantwortlich zeichnet. Über welch enorme Trend-Macht das skandinavische Brand allerdings mittlerweile verfügt, kann man zum Beispiel an Nachahmern wie uns Bloggern erkennen.

Einige von uns sind zwar noch nicht dazu bereit, ganze 330 € für einen Acne-Jeansrock auszugeben, weshalb derweilen oftmals die günstigere Variante von Gina Tricot herhalten muss, die abgewetzte Loch-Optik hingegen hat es vielen von uns schwer angetan. Unsere Eltern würden am liebsten die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, genau wie viele Herzjungen und junge Damen, die resistent sind gehen den Hype. Da wir aber noch niemals nie geleugnet haben, selbst komplett immun zu sein gegen die Trendsetter der Modewelt, gestehen wir uns heute ein: Ja, auch wir sind manchmal sehr verblendet. Aber dafür hat’s mich dieses Mal bloß 35 € gekostet (dank Mia!). Und ihr? Findet ihr all die Löcher komplett schwachsinnig? Oder auch ein bisschen hübsch? Würdet ihr über 300 Euro dafür ausgeben und niemals zu Kopie greifen oder liebäugelt ihr auch schon mit Gina? Weiterlesen »


Inspiration: Dreadlock-Liebe bei Chanel – Do or Don’t?

03.04.2012, 16.25 von

Chanel Dreadlocks Inspiration: Dreadlock Liebe bei Chanel   Do or Dont?Alle Bilder via style.com.

Das Problem ist ja immer folgendes: Es gibt Menschen, die werden alt, weil sie alt werden wollen. Und es gibt Menschen, die überhaupt nicht merken, dass sie älter werden, weil die Jahre zwischen damals und heute wie im Nichts verpufft sind. Ich hatte mir an dieser Stelle bereits eingestanden, dass ich wohlmöglich noch ein wenig Zeit brauche, um mich selbst mit meinen frisch gebackenen 24 Jahren als ernsthaft erwachsene Frau zu fühlen. Und wir hatten auch schon festgestellt, dass das eigentlich gar nicht schlimm ist. Aber schade, manchmal. Also nicht das Nicht-Erwachsen werden, sondern das altern. Das merke ich ganz besonders in Momenten wie diesem.

Gerade eben habe ich mich ein wenig durch aktuelle Prefall-Kollektionen geklickt, um prompt bei Chanel hängen zu bleiben. Hatte ich mich damals ausschließlich auf den indischen Einfluss der Looks konzentriert, fiel mir diesmal auf: Die Models tragen Dreadlocks. Zwar keine waschechten, monatelang verfilzten, aber kurzweilig gedrehte. Und ich bin neidisch. Denn ich gestehe eine kleine Schwäche zu haben für Haarprachten dieser Art – auch wenn die meisten von euch wohl überhaupt nichts mit dem Hänger-Look anfangen können. Früher, es ist wirklich schon lange her, da trug ich ganz kurz auch mal Haare wie diese. Passend dazu wurde im Orient-Shop in der nächsten Stadt eingekauft und viel Reggae gehört. Und gerade stelle ich mir vor, wie es wohl aussehen würde, hätte ich die langen Dreadlocks von früher, aber meine Garderobe von heute. Stilbruch, auf jeden Fall. Irgendwie gut. Aber gut, ich habe so oder so zu kurzes Haar – und die liebe Sarah Jane würde mich zudem auch mit aller Kraft von jeglichen Dreadlook-Plänen abbringen, fürchte ich. Trotzdem: Träumen darf man ja mal. Und bei Chanel macht sogar das Anschauen Spaß.


Weiße Jeans: Unbedingt tragen oder lieber einmotten?

22.03.2012, 11.22 von

weiße hosen Weiße Jeans: Unbedingt tragen oder lieber einmotten?

Einige Fragen im Leben zwingen mich dazu, eure Meinung einzuholen, weil ich selber einfach nicht in der Lage bin mich zu entscheiden. So ist es auch diesmal: Sind weiße Jeans wieder gesellschaftsfähig und ein dickes Ding für unsere Kleiderschränke oder eher was für olle Tanten?

Ich muss gestehen, dass ich bis vor kurzem eine dicke Aversion gegen die hellen Unterteile hatte. Auf dem Geschmacksbarometer reihten die sich direkt hinter weißen Lackstiefeln ein und konfrontierten mich mit meiner Ärzte-Phobie. Doch ich glaube, ich muss meine Meinung ändern, denn es gibt so manchen der den Mut zum Weißton beweist und das auch äußerst glücklich. So schickte kürzlich das französische Label Balmain seine Models in mit weißen Hosen auf den Laufsteg und zeigte uns, wie elegant das Ganze aussehen kann.

Richtig cool präsentieren sich auch die Damen von summerlisten und 5 inch and up mit den farblosen Denimhits. Kaufen oder lieber nicht? Was meint ihr?  Weiterlesen »


Kopie vs. Original – Kaufen oder sein lassen?

12.03.2012, 12.39 von

louis vuitton zara 513x352 Kopie vs. Original   Kaufen oder sein lassen?

Schon sehr lange hab’ ich mich nicht mehr zu Zara gewagt. Weil dieser Artikel aber eine keine Moralpredigt werden soll und wir schon allzu oft über die Thematik diverser Produktionsstätten diskutiert haben, versuche ich es kurz zu halten. Grund für das Meiden war eine Klage gegen die Modekette aufgrund  ”sklavenähnlicher Arbeitsbedingungen bei einem Zulieferer in Brasilien”. Zara zahlte eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet etwa 1,4 Mio. Euro (Quelle: Wirtschaftsblatt).

Immer wieder musste seither ich darüber nachdenken, ob es nicht mehr als heuchlerisch sei, aufgrund des Medienwirbels keinen Fuß mehr hinein zu wagen – denn dass Zara sich in Punkten wie diesen höchstwahrscheinlich nur von sehr wenigen Unternehmen in ähnlicher Preisklasse unterscheidet, sollte uns allen klar sein. Also einfach alles boykottieren? Oder ungeniert weiter shoppen? Kein einfaches Thema. Auf der Suche nach einer neuen Bluse schaut ich mich am Freitag jedenfalls nach langem Hin und Her wieder bei Zara um. Weiterlesen »


Entdeckt: Blauer Lidschatten auf der New York Fashion Week – Do oder Don’t?

17.02.2012, 17.59 von
blue shadow Entdeckt: Blauer Lidschatten auf der New York Fashion Week   Do oder Dont?Alle Foto via Oracle Fox & Studded Hearts.

Normalerweise würden wir bei blauen Lidschatten wahlweise in kopfschüttelndes Schreien verfallen oder aber laut loslachen bei dem Gedanken, dass wir uns das Zeug mit 14 Jahren bis unter die Augenbrauen geschmiert haben. Blaue Farbe auf dem Auge ruft in jedem Fall negative Assoziationen hervor – zumindest bis jetzt! Denn auf der Mercedes-Benz Fashion Week New York griff so manch ein Visagist ins blaue Töpfchen oder wahlweise zum blauen Kajalstift. Ungewöhnlich oder abschreckend schaut das in diesem Fall ganz und gar nicht aus – ganz im Gegenteil: Ein akkurat gezogener Lidstrich versehen mit zwei Punkten oder aber verschiedenste Blaunuancen gekonnten verschwommen auf das Lid gepinselt, machen ganz schön was her.

Intensiv sollte das Blau in diesem Fall sein und Sparsamkeit ist ebenfalls nicht erwünscht. Wir sind auf jeden Fall eindrucksvoll überrascht und überlegen hin und her, ob unser Laienhändchen ein ebenso beeindruckendes Ergebnis hinzaubert? Hättet ihr denn was gegen ein Revival der “blauen Augen”, hmm?  Weiterlesen »


Chanel Couture Spring 2012: Enorme Ärmel – Do or Don’t?

25.01.2012, 14.12 von
chanel couture 2012 Chanel Couture Spring 2012: Enorme Ärmel   Do or Dont? Fotos via style.com – die gesamte Kollektion seht ihr ebenfalls dort.

Ärmel könnten durchaus das facettenreichste Detail unserer Kleidung darstellen. Ständig wird Altbekanntes adaptiert und neuinterpretiert, aber auch die Suche nach neuen Formen geht weiter und weiter und weiter. Wirft man allerdings einen genaueren Blick auf aktuelle Kollektionen, so wird man feststellen, dass die meisten Designer es derzeit eher ruhig angehen. Hie und da entdecken wir ein ein bisschen Transparenz, vielleicht auch minikleine Highlights im Detail, aber so richtig pompös erscheint uns die aktuelle Ärmelmode eher nicht.

Karl Lagerfeld hingegen scheint für seine kommende Chanel Couture Kollektion nun auch wieder auf den Trichter gekommen zu sein, dass weniger zwar oft mehr ist – aber eben nicht immer. Oder vielleicht doch? Denn würde man tatsächlich in eine derart voluminöse Trompeten- oder Ballonärmelige Kreation hineinschlüpfen, dann bedürfe es wahrlich keinem weiteren Klimbim mehr. Eine schlichte Hose dazu, oder eben ein dezenter Rock, und der Auftritt wäre perfekt. Wir würden uns über mehr dieser ausladenden Entwürfe freuen – ihr denn auch?


Der Pinke Schwanenpulli – Do or Don’t?

26.09.2011, 17.10 von
6184232635 e091966b31 b 800x533 Der Pinke Schwanenpulli   Do or Dont?(Foto: Youneak, Model: Kat@MD-Mangement, Hair&Make up: Julia Siekmann)

Schon während der Urban Outfitters Shop Eröffnung in Frankfurt schlenderte ich das ein oder andere Mal an obrigem Pulli in Kitsch-Optik inklusive zweier teuflischer Schwäne umher. Zugegriffen habe ich allerdings nicht, denn der Gedanke an knatschpinke Strickware plus eleganter Wasservögel am eigenen Leibe, schreckte mich doch von Blick zu Blick immer mehr ab.

Heute dann kam alles anders. So hübsch in Szene gesetzt wie auf dem obrigen Bild, geschossen von unserer lieben Sevda von Weareyouneak, laufen wir tatsächlich Gefahr, am Ende doch noch um den Finger gewickelt zu werden. So panne, dass es wieder lustig ist, denke ich beim Anblick des weißen Federviehs. Und ich bin kurz davor, 60 Euronen für dieses Ding zusammenzukratzen – oder sollte ich es lieber sein lassen? Hier lang geht’s jedenfalls zum Shop.