Kategorie-Archiv: Gesellschaft

Behind-The-Scenes //
Zu Besuch in der Produktionsstätte von Barbour

– 30.03.2015 um 13.09 – Gesellschaft Mode Travel

barbour1 Behind The Scenes // <br/> Zu Besuch in der Produktionsstätte von Barbour

Um eines Vorweg zu nehmen: Es ist beinahe ein Jammer, dass Pressereisen immer seltener werden – vor allem so ausgiebige Erkundungstouren wie bei Barbour oder Zimmerli (ihr erinnert euch?). Und nein, ich meine an dieser Stelle nicht die Vorzüge um Sterne-Hotels und Heititeiti-Zeit. Ein Blick hinter die Kulissen ist nämlich weitaus wertvoller als eine einfache Kollektionspräsentation im schnieken Showroom. Während Pressetrips bis vor wenigen Jahren noch fest eingeplante Erkundungstouren einer jeden Redaktion waren, werden heute bloß nur noch ganz selten Einladungen rausgeschickt. Der Grund? -Drei Tage lang Recherche statt Tippserei auf dem Rechner sind zu teuer für den Verlag. Wie schade, non? Sind Behind-the-Scenes Eindrücke, Einblicke in die Produktion und Gespräche mit Mitarbeitern doch viel wertvoller als Lookbook-Bilder und Catwalk-Bilder – zumindest in regelmäßigen Abständen.

Grund genug, die Einladung von Barbour und die Produktion “Made in England” selbstverständlich und ohne Zweifel anzunehmen: Wie wird in Nord-Ost-England gefertigt? Woher kommt diese ikonische Wachsjacke Überhaupt? Und welche Geschichte steht überhaupt dahinter? Lauter Fragen im Kopf, ganz viele Antworten im Gepäck und ein Step-by-Step Fotobuch obendrauf. Drei Tage Barbour-Pressetrip – Teil 3: weiterlesen

Diskussion // Ein Magazin von Männern für und über Frauen: “Weiberkram”

– 25.03.2015 um 11.33 – Feminismus Gesellschaft Magazin

11055947 1375182356140452 774622172 n Diskussion // Ein Magazin von Männern für und über Frauen: Weiberkram Foto: Puppe_meschugge

Ich hatte mir fest vorgenommen, keinen Pieps über “Weiberkram” zu verlieren – bloß keine Werbung machen, schon allein wegen des Covers, auf dem die Frau als solche nicht einmal auf eigenen Beinen stehen darf. Und konnten wir hinter all den strammen Astronauten-Kram nicht eigentlich spätestens seit der omnipräsenten Axe Kampagnen-Offensive einen dicken Haken machen? Aber nein, Chefredakteur Michael Köckritz gibt sich weiterhin begeistert. Sein neues “Baby” soll schließlich überhaupt nicht bierernst genommen werden, man dürfe sein Werk vielmehr als “Flirt mit Augenzwinkern” verstehen (W&V). Als hätten wir nicht schon genug unerwünschte Zwinkerer auf offener Straße zu verzeichnen. Neuerdings liegen sie also auch schon in Papierform am Kiosk bereit.

Seit des Launchs am vergangenen Donnerstag vernimmt man von überall her – Überraschung – fast ausschließlich Schmach und Empörung über ein Magazin, das ausschließlich von Männern gemacht wird und von Frauen gelesen werden soll. Man könnte fast behaupten, dem Verlag Red Indians Publishing sei es gelungen, eine Frechheit in bares Geld zu verwandeln. weiterlesen

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Welt.de hat einen Artikel über meinen Instagram Account geschrieben

– 18.03.2015 um 11.04 – Gesellschaft

11008004 619002618201241 1143163672 n Welt.de hat einen Artikel über meinen Instagram Account geschriebenNatürlich gehe ich nicht wirklich davon aus, dass mein Account namens @nikejane der Welt Online Autorin Laura Ewert tatsächlich als Vorlage für ihren brillanten Kommentar “Instagram macht uns alle zu Psychopathen” diente, möglich wäre es aber durchaus, vielleicht sogar wahrscheinlich, mindestens aber denkbar. Vollkommen sicher bin ich mir ehrlich gesagt noch immer nicht, denn wenn an so will, dann bin ich das ultimative Paradebeispiel eines bloggenden Users der “kaputtesten App der Welt”. Womöglich bin ich aber auch bloß ein Klon, denn das, was ich da tagtäglich betreibe, zieht sich durch die Instagram-Landschaft wie ein lang gezogenes Kaugummi. Was heute Morgen wiederum dazu führte, dass ich beim mobilen Lesen jeder einzelnen Laura-Zeile so schallend lachen musste, dass sich mein weißes iPhone beinahe in das ordentlich drapierte Egg Benedict Eigelb vor blauem Wandhintergrund verabschiedet hätte. Dabei hätte ich ebenso gut heulen können (oder sollen) während dieser Achterbahnfahrt der erfüllten Klischees. 

“(…)bis man sich über einen Kommentar einer weiteren Person in ein anderes fremdes Leben klickt. In eine andere fremde Wohnung, in einer anderen Stadt, wo ein hübscher Kelim unter einem Sofa von Bolia liegt, neben dem ein Couchtisch von Hay steht.”, heißt es zum Beispiel. Volltreffer. weiterlesen

Lese-Tipp //
“Warum wir heimlich die Pille absetzen”

– 16.03.2015 um 11.24 – Feminismus Gesellschaft

pille absetzen Lese Tipp // <br/> Warum wir heimlich die Pille absetzenWenn man 16 ist, dann nimmt man womöglich wie ganz selbstverständlich die Anti-Baby-Bille. Weil eine Schwangerschaft der ultimativen Apokalypse gleich käme, weil die Pille praktisch ist, die Haut schöner, die Schmerzen erträglicher und die Brüste größer macht. Weil sich das regelmäßige Einnehmen des kleinen rosafarbenen Scheißerchens irgendwie auch verrückt erwachsen anfühlt und so gar nicht nach Medikament, weil sie obendrein für Freiheit steht, für Emanzipation und Selbstbestimmung. Aber auch, weil es eben alle tun (an dieser Stelle ist es hoffentlich überflüssig zu erwähnen, dass Kondome als Schutz gegen sämtliche Krankheiten trotzdem unabdingbar sind). Dass die Empfängnisverhütung aber auch im Jahr 2015 noch keine lächerlich kleine Angelegenheit ist, fällt vielen erst später auf. Wenn das Hirn sich irgendwann bemerkbar macht, wenn plötzlich unerwartete Fragezeichen aufploppen. Oder eben die schlechte Laune – nur eine der Nebenwirkungen, die tendenziell sehr bereitwillig unterschätzt werden.

Irgendwann sinniert man also vielleicht bei Wein und Käsechips mit einer Handvoll Freundinnen darüber, ob das permanente Futtern von Hormonen überhaupt gesund sein kann und ob der Körper die durch Östrogen und Gestagen inszenierte Dauerschwangerschaft wirklich so leicht weg steckt, wie man uns ganz grob betrachtet glauben lässt. Und hier wird’s jetzt persönlich. weiterlesen

Der künstliche Körperkrieg:
Schluss mit der Kilo-Diskussion

– 10.03.2015 um 14.03 – Feminismus Gesellschaft

body shaming Der künstliche Körperkrieg: <br/> Schluss mit der Kilo DiskussionWer findet noch, dass Schubladen doof sind? Genau. Size-Zero ist doof. Und Plus-Size ist doof. Am allerdoofsten ist der Terminus “Inbetweenies” (Kleidergröße 42 bis 48). Täglich springen uns neue absurde Hashtag-Kampagnen (Hallo #CurvesInBikinis!) und latent bekloppte Fotoprojekte (Hallo David Lopera!) ins Gesicht, die das Schönheitsideal des 21. Jahrhunderts unter irrwitzigen Anstrengungen verhandeln. Wir leben in einer Welt, in der eine Anzeige(!) in der Sports Illustrated mit einem Model, das Größe 44 trägt, für einen vollkommen unangebrachten Medienwirbel sorgt (ja, auch ich wurde angehalten, auf einem anderen Kanal zu berichten). Und wir leben in einer Welt der gertenschlanken Victoria Beckhams und Marissa Mayers, die uns regelmäßig auf sämtlichen Kanälen mit ihren Körpern ihre Stärke demonstrieren.

Die Grundstimmung ist: Jede Frau muss sich für ihre Kilos rechtfertigen und jede Frau steht für ihre Kilos unter Generalverdacht. Die normale Bohnenstange von nebenan muss versichern, dass sie die Spaghetti-Bolo wirklich nicht rückwärts gegessen, sondern einfach einen bombenmäßigen Stoffwechsel hat. Die Kurven-Fraktion wird per se als Sportmuffel abgestempelt und hat sowieso ihr Leben nicht unter Kontrolle. Beide sehen sich nicht selten entweder Blicken voller Mitleid oder Blicken voller Neid ausgesetzt. Und nun? weiterlesen

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DOVE Kampagne // Sag “JA”
zu deiner Schönheit #IchSagJa

– 09.03.2015 um 15.37 – Beauty Gesellschaft Kampagne Wir

ich sag ja dove DOVE Kampagne // Sag JA <br/> zu deiner Schönheit #IchSagJaDie Sache mit der eigenen Zufriedenheit ist eine verfahrene Kiste: Ständig nörgeln wir, mäkeln an uns selbst herum oder zeigen mit leicht verachtendem Blick auf andere – nur um ruhigen Gewissens festzustellen, dass bei denen auch nicht alles richtig sitzt. Es fängt doch schon so an: Mit verknitterter Stirn stehen wir in gebeugter Haltung vor dem Spiegel, zupfen an unseren Haaren herum und finden alles doof: Vor allem uns. Nur die wenigsten Frauen würden sich nach ihrem eigenen Empfinden als „schön“ bezeichnen – ist das nicht unfassbar traurig? 

Dabei ist Schönheit doch so unfassbar subjektiv und fängt bloß in unserem eigenen Kopf an: Wenn wir uns also selber schön finden und fortan selbstbewusster durchs Leben schreiten würden, dann können wir andere doch eigentlich nur in unseren Bann ziehen, oder? Die krumme Nase, zum Beispiel, gerade die macht dich aus. Genauso wie die leicht schiefen Zähne. Und Gott sei Dank hast du manchmal Pickel, wie furchtbar unnormal wäre deine Haut auch, wenn sie trotz natürlicher Irritationen immer völlig regungslos bliebe= Lasst uns unsere markanten Eigenschaften doch einmal wieder ins Positive verkehren, unsere Mollies in weibliches Gold umwandeln, aus unseren Segelohren Schlupföhrchen zaubern oder unsere hohe Stirn durch einen strengen Zopf besonders betonen. Lasst uns zu unserem Körper stehen und laut “JA” sagen – und das ab sofort lauthals im Chor mit allen anderen Mädels da draußen. weiterlesen

Kann eine offene Beziehung funktionieren?
– Ein ungeplantes Interview

– 05.03.2015 um 20.20 – Gesellschaft

anigif optimized 26640 1421890359 6 Kann eine offene Beziehung funktionieren? <br/> – Ein ungeplantes Interview„Aha, ihr führt also ne offene Beziehung?! Und das funktioniert?“

Hachja, die ewige Frage und der Beginn eines Partygesprächs. Bis eben lahmte es hier im Nichtraucher-Bereich noch gehörig. Lange Gesichter starrten im Raum rum. Halbleere Weingläser wurden hin und her geschwenkt. Der ewig gleiche Small Talk zwischen Couch und Plattensammlung, nur kurz unterbrochen durch gelegentliches Gähnen. Und am Ende wehten sogar noch zwei Heubüschel begleitet von Westerntönen durch den Raum. Kein Witz! Achja, aber dann folgte meine ehrliche Antwort auf die Frage nach dem Beziehungsstatus: offene Beziehung – und selbst die Gähnenden wurden wieder hellhörig. weiterlesen

Kolumne: Girls with Curls //
Mein Haar – ein Politikum, auch in Deutschland

– 19.02.2015 um 9.36 – box1 Feminismus Gesellschaft

solange knowles Kolumne: Girls with Curls // <br/> Mein Haar   ein Politikum, auch in Deutschland

„Oh, kann ich mal deine Haare anfassen?“ – Ähm, warte, lass mich kurz überlegen: NEE!

Wenigstens hatte sie vorher gefragt. Das ist nicht immer der Fall. Letztens im Café bekam ich von Fremden am Tisch hinter mir ganz unerwartet, aber nicht zum ersten Mal, einen Griff ins Haar. Die typischen ‚Oh’, ‚Ah’, ‚Interessant!’ Ausrufe ließen auch nicht weiter auf sich warten. Und schon gar nicht ihre beleidigten Gesichter, die meine Humorlosigkeit strafen sollten. Wie kann ich auch nur diese Aktion weder witzig noch angemessen finden?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Ereignis nicht böse gemeint war. Ebenso wenig sind es neugierige und beiweilen distanzlose Kommentare beim Friseur, von Bekannten und Fremden auf der Straße, die mein Haar wie ein seltenes Insekt anstarren, es als wild, lustig oder urig beschreiben und dabei komisch das Gesicht verziehen. Bei Vergleichen mit Mogli, dem Dschungel-Kind, bin ich mir mit dem guten Willen dann aber nicht mehr so sicher. weiterlesen

-18°C, Nackte Beine, keine Socken
– ein Wunsch an die Designer dieser Welt

– 17.02.2015 um 10.28 – Gesellschaft Mode

10903463 1529337337315991 336968987 n  18°C, Nackte Beine, keine Socken <br/>   ein Wunsch an die Designer dieser Welt Am Wochenende wollte ich nach einem kurzen Anfall von Kleiderschrankfrust gepaart mit bitterer Sehnsucht nach dem Frühling einen kleinen Einkaufsbummel zustande bringen, inklusive Beute, die das Herz langfristig erwärmt. Das Problem: Draußen war es kalt, arschkalt.

Schmachtend und auch ein bisschen sabbernd vor Glück fand ich mich jedenfalls irgendwann vor Button-Up-Röcken im Stil der Swinging 60′s stehend wieder, ich grabschte nach hippiesken Kleidern, nach Siebenachtelhosen und Culottes, die gerade einmal bis zum Knöchel reichten und immer noch reichen. Kurz vor der Kasse, ich war schon ganz wibbelig, entgleiste mir mein debiles Kaufrauschginsen allerdings zu einer Grimasse gefüllt mit lauter großer Fragezeichen. Moment mal, das ist jetzt eigentlich großer Quatsch, dachte ich just in der Sekunde als mich eine geballte Ladung Winterfrust übermannte. Keines, aber wirklich kein einziges dieser schnieken Teile aka Frühlingsboten, die heutzutage ja aber aus unerfindlichen Gründen ganz a-periodisch an den Stangen hängen, hätte ich während der kommenden Wochen, geschweige denn Tage überhaupt ausführen können. Und weshalb? Weil das, was wir auf dem Laufsteg sehen, nur selten in die echte wahre Welt hinein passt, zumindest wenn man die Komplett-Looks quasi wörtlich nimmt. An Strumpfhosen denkt nämlich so gut wie kein Designer und auch keine Designerin dieses Erdballs, höchstens an dicke Socken, die, natürlich, am besten zu nackten Beinen aussehen.  weiterlesen

SKYPE Duett //
Madeleine Alizadeh über die Schwierigkeit,
Gutes zu tun

– 03.02.2015 um 11.11 – box2 Gesellschaft Menschen

skype duett madeleine SKYPE Duett //  <br/> Madeleine Alizadeh über die Schwierigkeit, <br/>Gutes zu tunDie Fotografin und Bloggerin Madeleine Alizadeh hatte irgendwann die Nase voll von all dem geistlosen und vor allem ungebremsten Konsum, wie er uns tagtäglich um die Bildschirme geschleudert wird. Im vollen Bewusstsein darüber, dass sie aber schon allein aus beruflichen Gründen niemals zur heiligen Alles-Verachterin hätte werden können, entschied sie sich für einen Weg im Rahmen ihrer Möglichkeiten und, so ehrlich muss man sein, auch im Rahmen ihrer eigenen Ambitionen, einen Mittelweg also, der ihre Welt ein bisschen besser machen sollte. Seit über einem Jahr achtet sie deshalb genau darauf, wo die von ihr gekaufte Kleidung produziert wird, sie berichtet auf Dariadaria über nachhaltige Labels, recherchiert, und klärt auf, sie zeigt uns Alternativen zu H&M & Co, aber auch knallharte Fakten, die jedem Betrachter den Magen herum drehen. Bis ihr vergangene Woche der Kragen platzte. In einem Blogpost gab Madeleine bekannt, dass sie zwar weiterhin Gutes tun wolle, bloß das Sprechen darüber ließe sie künftig lieber sein. 

Das Problem: Vielen ihrer Leser war Madeleines Idee, ein bisschen nachhaltiger leben zu wollen, zu inkonsequent. In einem kurzen Skype Duett haben wir mit der vielleicht sympathischsten Österreicherin des Planeten über fiese Kommentare und das Laster der Scheinheiligkeit gesprochen: weiterlesen

Hashtag-Kampagne //
#SmearforSmear gegen Gebärmutterhalskrebs

– 29.01.2015 um 17.37 – Feminismus Gesellschaft

smearforsmear Hashtag Kampagne //<br/> #SmearforSmear gegen GebärmutterhalskrebsIch bin ein schlechtes Vorbild. Denn obwohl ich weiß, dass regelmäßige Besuche beim Frauenarzt überlebenswichtig sind, handle ich hinsichtlich dieser eigentlich doch so schnell erledigten Vorsorge-Termine seit jeher grob fahrlässig. Es ist ja noch immer alles gut gegangen, denke ich sowieso stets gern. Genau wie Übermorgen ruf ich da an. Und Ups, schon wieder nicht geschafft. Verzeiht, wenn ich an dieser Stelle eine Frage an mich selbst richte, aber: Wie blöd kann man eigentlich sein? 

Für nachlässige Menschen wie mich hat hat das britische Jo’s Cervical Cancer Trust jetzt eine neue Hashtag-Kampagne ins Leben gerufen: #SMEARFORSMEAR. Seither fluten Selfies von jungen Frauen, deren Lippenstift absichtlich nicht mehr richtig sitzt, die Social Media Plattform Instagram. weiterlesen

Die Sache mit den bösen Gluten & gefährlichen Ernährungstrends.

– 26.01.2015 um 10.36 – Beauty box1 Gesellschaft

trend glutenfrei Die Sache mit den bösen Gluten & gefährlichen Ernährungstrends.“Ich hätte gerne einen Latte, aber mit Soja, bitte” – “Habenwanich”. “Mhhokee, dann nehm ich einen mit normaler Milch.” Wenn ich mich nicht täusche, dann hat das alles in etwa so angefangen. Schick ist eben der, der Schickes tut und das Verzehren von Kuhprodukten scheint seit Längerem nicht mehr dazu zu gehören. Im Vergleich zu Köstlichkeiten wie richtig klebrigem Kuchen oder klassischen Brotzeitbrötchen gleicht das weiße Gift wohl aber einem Engelstrunk – Tonangebende Ernährungs-Pingel und Anhänger zwielichtiger Low-Alles-Trends haben sich inzwischen nämlich eine ganze Handvoll neuer Opfer ausgesucht: Sämtliche Proteine wie sie vor allem in Getreide vorkommen, kurz: Gluten.

Nahrungsrassismus 2.0 oder so ähnlich. Die Generation #foodporn ist binnen weniger Monate zur Generation “Vertrag ich nicht, ess ich nicht” mutiert. Und mein Instagram-Feed ist plötzlich #glutenfree. Komisch, wenn man bedenkt, dass tatsächlich nur in etwa 1% der Bevölkerung zu einer nachweisbaren Unverträglichkeit, in Fachkreisen auch Zöliakie genannt, verdonnert ist. Der große Rest gibt sich, so munkelt man, dem allseits bekannten Placeboeffekt und neuerdings auch einem ganz großen Trend hin. weiterlesen

Warum wir “Das sollte man 2015 nicht mehr tragen”-Listen komplett Banane finden

– 13.01.2015 um 16.11 – box1 Gesellschaft Trend

giphy 1 Warum wir Das sollte man 2015 nicht mehr tragen Listen komplett Banane finden
In den vergangenen Tagen stolperte ich immer wieder über kleine fiese Texte, über die “No-Gos” von 2014, über “Auf-keinen-Fall-mehr-machen”-Listen und Überschriften wie “Was wir 2015 echt nicht mehr sehen wollen”. Zum Beispiel: Céline Trios. Marmor. Sandalen. Perlenschmuck. Weiße Turnschuhe. Herschel. Print-T-Shirts von Kenzo & Co. Bunte Socken. Amüsant und klickstark sind solch provokanten Stil-Anleitungen, die ganz bestimmt nicht immer hundsernst gemeint sind, und ein bisschen Wahrheit steckt sicherlich auch in ihnen, jedenfalls was die Omnipräsenz mancher Hype-Teilchen betrifft, aber jetzt mal ganz, ganz ehrlich: Ich soll also ernsthaft darüber nachdenken, meine geliebten Birkenstocks zu verbannen, bloß weil viele, viele Menschen da draußen die gleichen Latschen mögen wie ich? Weil irgendwer da draußen findet, es reicht? Mein Rucksack muss auch weg? Und der Perlenring? Ja, muss das denn alles sein?

Sollten wir das Modediktat und all seine sinnfreien Reglements denn wirklich noch weiter befeuern? Was ist denn das für eine Art, gewisse Trends zur obersten Prämisse zu küren, um selbige ein paar Monate darauf schon wieder wie heiße Kartoffeln fallen zu lassen? Wo kämen wir denn hin, wenn tatsächlich weiter am Mythos der unüberwindbaren Schnelllebigkeit gewerkelt werden würde, wenn wir diesem Schwachsinn der Fremdbestimmtheit in Sachen Mode jetzt doch wieder nachgeben würden? Waren wir nicht gerade dabei, uns darauf zu einigen, dass ein Jeder doch tun und lassen sollte, was er, sie oder es für richtig hält? Ohne Rücksicht auf Körperbau, Alter und – ja genau – Trends? Darauf, dass Durchatmen meist besser ist als atemlos zu sein, darauf, dass Mini-Trends zwar spannend, aber Tendenzen viel spannender sind? weiterlesen

BUCH / PETITION / STALKING //
Mary Scherpe: An jedem einzelnen Tag

– 08.12.2014 um 17.06 – box1 Buch Gesellschaft

mary scherpe BUCH / PETITION / STALKING // <br/> Mary Scherpe: An jedem einzelnen Tag

Mary Scherpe hat einen Stalker. Einen ziemlich Hartnäckigen, der sie tagtäglich penetriert, ihr Nachrichten schreibt und ihr dabei den Alltag zur Qual machen will – via Twitter, SMS und per Post. Während manch einer von uns am liebsten sofort abtauchen und sich vor der Belästigung verstecken würde, geht Mary nach reifer Überlegung einen anderen Weg, nachdem sie vergeblich an anderer Stelle Hilfe sucht: Sie macht ihre Geschichte öffentlich. Zuerst teilt sie auf ihrem Tumblr Eigentlich jeden Tag regelmäßig Neues von Mister X, updatet ihre Leser über aktuelle Sendungen und veröffentlicht unkommentiert die absurdesten Geschichten, die leider ihrer Realität entsprechen – bis, ja bis der Lübbe-Verlag auf ihre Stalking-Geschichte aufmerksam wird und Mary davon überzeugt, ihre Geschichte nieder zu schreiben: An jedem einzelnen Tag erzählt die persönliche Story der Stil in Berlin-Autorin und ihre Versuche, Support zu finden und den Stalker loszuwerden. Das Ergebnis trägt eine Botschaft: Sich Luft zu machen, Aufmerksamkeit zu schaffen, Stalking-Opfer endlich ernst zu nehmen und die Gesetzeslage endlich für ebenjene zu verbessern.

Seither ruft Mary auf, ihre Petition zur Änderung des Stalking-Paragrafen §238 vom Erfolgs- zum Eignungsdelikt zu unterzeichnen UND:  weiterlesen

Kampagne // Benetton & UN Women:
END VIOLENCE AGAINST WOMEN NOW!

– 25.11.2014 um 15.16 – Gesellschaft

benetton Kampagne // Benetton & UN Women: <br/> END VIOLENCE AGAINST WOMEN NOW!

END VIOLENCE AGAINST WOMAN NOW! Eine Aufforderung in Großbuchstaben, so klar und deutlich, so wichtig und nötig. Heute, am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, dem Orange Day, launcht United Colors of Benetton seine Kampagne in Kooperation mit der UN Woman und ermahnt uns, den Kampf gegen Gewalt an Frauen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und die Taten nicht zu verschleiern: Denn Steinigungen und Säureanschläge sind noch immer weit verbreitete Gewalttaten, die zu Hinrichtungen, Folter und Machtdemonstrationen eingesetzt werden.

Bekannt für seine kontroversen Kampagnen, erhebt heute also auch Benetton zum Orange Day seine Stimme und präsentiert die END VIOLENCE AGAINST WOMEN NOW! Kampagne, die auf mehr Solidarisierung und Sensibilisierung setzt und auf Mündigkeit baut. weiterlesen